2. September 2006
Zu keiner Zeit ist das Flirten für Singles so einfach wie im Urlaub. Man ist entspannt, gut gelaunt und die Sonne tut das Übrige - der Flirt unter Palmen ergibt sich da fast von allein. Doch welche Zukunftschancen hat ein Urlaubsflirt?
Urlaubszeit, schöne Zeit! Das Hotel könnte nicht besser sein, der Urlaubsort verspricht Abenteuer, das Wetter ist umwerfend, das Meer lockt und die Seele baumelt. Wenn man diese schöne Zeit nur nicht allein verbringen müsste.
Viele Singles, die allein auf Streifzüge durch den Sommer gehen, stehen einem Urlaubsflirt aufgeschlossen gegenüber. Es scheint tatsächlich nicht schwer zu sein, im Urlaub ein passendes Gegenstück zu finden. Einmal erspäht, ein erstes Lächeln ausgetauscht und der erste Schritt ist getan. Die letzten Hemmungen fallen bei einem Drink an der Hotelbar und man findet sich eng umschlungen im nächsten Strandkorb wieder.
Gemeinsam genießt man ohne Zwang und Verpflichtungen die Auszeit vom Alltag. Vielleicht findet man bei Sympathie auch den Weg aus den Federn und stürzt sich gemeinsam auf Sightseeing-Tour oder lässt sich durch das Nachtleben treiben. Irgendwann heißt es jedoch Abschied nehmen, denn der Urlaub eilt dem Ende entgegen. Was aber, wenn es wider Erwarten so richtig gefunkt hat?
Sicherlich, eigentlich wollte man nur etwas Spaß haben und die Erwartungen nicht zu hoch stecken. Nun ist es aber passiert.
Soviel sei gesagt: In den meisten Fällen wird aus dem Urlaubsflirt kein Partner für das Leben. Die Liebe muss jedoch nicht zwangsläufig auf der Strecke bleiben.
Zunächst heißt es herauszufinden, ob es auch bei ihm oder ihr knistert. Auf die Körpersprache des Gegenparts sollte man sich dabei eher nicht verlassen. Nicht jeder sieht einen heißen Flirt als Einstimmung für eine Beziehung. Da hilft nur eines: In einem offenen Gespräch kann man den Gefühlen auf die Schliche kommen. Wenn es beide erwischt hat, kann man vorsichtig andenken, wie es jetzt weitergehen soll. Auch große räumliche Distanzen lassen sich meistern, wenn sich beide ihrer Gefühle sicher sind.
Die größte Hürde besteht darin, dass man sich im Urlaub automatisch ganz anders verhält als im Alltag. Man ist häufig selbstbewusster und fühlt sich zudem unbeobachtet. Daher erwischt man im Urlaub nur einen ganz winzigen Einblick in das Wesen des Anderen. Das eigentliche Kennen lernen steht dem frisch gebräunten Pärchen also erst noch bevor. Wenn auch im Alltag das Kribbeln nicht der Ernüchterung Platz macht, steht einer Beziehung nichts im Weg. Und eine frohe Botschaft für alle Fern-Pärchen: Forscher aus den USA haben in einer Studie belegen können, dass Beziehungen auf Distanz mitunter stabiler sein können als solche in räumlicher Nähe.
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