Partnerglück ist Lebensglück - Richtig streiten, verzeihen und daraus lernen

Konflikt- und verletzungsfreie Beziehungen gibt es selten oder nur im Kino. Kaum eine Beziehung schafft es durchgängig krisenfrei den Alltag zu erleben. Doch richtig streiten, verzeihen und daraus lernen, kann man üben. Lernen Sie, einer Krise das Gute abzugewinnen und verschaffen Sie sich einen kleinen Überblick, welche Perspektive Ihnen bei Verletzungen durch Ihren Partner helfen können, Ihre Beziehung wieder zu stärken und die Krise zu überwinden.

Worauf es beim Streiten ankommt, wie man richtig mit Streit umgeht und wie man sich richtig entschuldigt - in vielen Fällen ist auch eine nachträgliche Versöhnung angebracht

Es ist ein unumstößlicher Fakt: je länger und besser man sich kennt, desto besser kann man die Schwachstellen des Partners kennenlernen und in Streitsituationen gegen den Partner einsetzen. Natürlich gehört dieses Verhalten zu keiner empfehlenswerten und vor allem guten Beziehungsschule.

Doch schnell kann es im Eifer der Emotionen und bei einem gefühlten Angriff auf sich dazu kommen, dass man dieses Mittel ergreift und gegen den Partner richtet. Meist sitzt das auf der Schwäche des Partners basierende Argument wie ein Hieb in die Magengrube und wird entweder durch einen ebenso starken Gegenangriff gekontert oder mit einer Verletzungsgeste bedient.

Richtig streiten und sich entschuldigen

Nicht jeder Streit ist begründet und kann in Nachhinein klar erörtert werden. Sollte Ihnen auffallen, dass Ihr Partner und Sie sich in einem Streit verrannt haben, dann handeln Sie. Und auch abgesehen davon ist das richtige Verhalten bei einem Streit wichtig.

Respekt zeigen

Für eine gute und langanhaltende Beziehung ist es wichtig, dass Sie diese Muster erkennen und sie nicht zu Regeln Ihrer Kommunikation werden lassen. Decken Sie die Schwäche auf und arbeiten Sie auf beiden Seiten daran, dass Sie Ihrem Partner auch im Streit den Respekt entgegenbringen und sich nicht auf das Niveau herunterlassen ihn mit seinen Schwächen zu verletzen.

Während eines Streites kochen die Gefühle mal schnell über. Dies ist allerdings kein Grund, um den anderen zu verletzen. Das heilen von auf diese Weise gesetzten Wunden kann mehrere Monate bis hin zu Jahren dauern.

Mit der Zeit kann es sich einstellen, dass Ihr Partner oder Sie immer mehr gegenüber den Angriffen abstumpfen. Auch dieses Vorgehen ist nicht ratsam oder gar als möglicher Weg im Umgang mit dem Problem anzusehen.

Verbale Angriffe vermeiden

Ein subtiler Angriff bleibt ein Angriff. Ganz egal, ob Sie diesen parieren, aushalten oder kontern können. Bemühen Sie sich um faire Argumente und um eine angriffsfreie Streitführung. Wenn Sie das schaffen, haben Sie mehr als das Fundament für eine langanhaltende Beziehung gelegt.

Neben dem respektvollen Austragen von Konflikten ist es hilfreich, wenn Sie sich bewusst machen, welche Mächtigkeit im Verzeihen von Angriffen oder Fehlern Ihres Partners steckt. Jeder kann einen Fehler machen und in der Nähe einer Beziehung kann es oft passieren, dass ein Fehler immer und immer wieder gemacht wird.

Hierbei bleibt es zu definieren, was unter einem Fehler zu verstehen ist: Das Fehlverhalten in den Augen des Partners?

Fehlverhalten ändern

Die Bitte um Änderung einer Eigenschaft, weil man ansonsten nur schwer mit dem Partner zusammenleben kann? Oder das Einhalten von Beziehungsregeln, um die Beziehung aus dem Blickwinkel beider Partner leben zu können? Fehler sind natürlich und werden in jeder Beziehung ständig passieren.

Darum gilt es eine Lösung zu finden, wie Sie am besten mit Situationen umgehen, die Sie in der Partnerschaft ärgern oder verzweifeln lassen. Suchen Sie mit Ihrem Partner immer dann ein Gespräch, wenn Sie merken, dass Sie sich voneinander distanzieren und dass Sie das was Sie stört in Worte fassen können.

Sachfakte klären

Sollte es sich um einen Streit handeln, bei dem es um die Klärung eines Sachfaktes ging, beenden Sie die Konfrontation so sanft wie möglich, indem Sie kurz im Internet nach der richtigen Lösung suchen oder jemanden anrufen, der die richtige Antwort kennt.

Fragen Sie sich dann in Ruhe, warum es zu dieser Situation gekommen ist und ob Sie selbst etwas Unausgesprochenes in sich tragen, das Sie noch nicht für sich formulieren können oder noch nicht mit Ihrem Partner thematisieren wollen. Sollten diese Situationen häufiger auftreten, dann suchen Sie in erster Linie in sich nach dem Ursprung des aktuell vorherrschenden Konfliktpotentiales.

Sich entschuldigen - aber richtig

Sollten Sie Ihrem Partner im Streit gegenüber verletzend aufgetreten sein, dann winden Sie sich nicht lange um eine Entschuldigung. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich nicht zu oft entschuldigen, denn dann kann dieser Satz, dass Ihnen etwas leid tut, schnell wirkungslos werden.

Sollte Ihnen dieses Verhalten an Ihnen auffallen, dann achten Sie von nun an darauf, dass Sie Ihre Entschuldigung um den Grund ergänzen. Formulieren Sie für Ihren Partner,

  • warum es Ihnen leid tut
  • warum Ihnen die Entschuldigung so wichtig ist
  • dass Sie die Gefühle und die Reaktion Ihres Partners verstehen können und
  • dass Sie mit folgenden Veränderungen dafür sorgen möchten, dass es in Zukunft nicht mehr zu einer solchen Situation zwischen Ihnen kommt.

Ein Partner kann viel mehr mit einer Entschuldigung anfangen und diese vor allem auch glauben, wenn Sie Ihrem Partner die Möglichkeit geben, zu sehen, dass Sie sich wirklich entschuldigen wollen. Dafür sind umfangreiche Erklärungen wahre Garanten, um eine Beziehung wieder zu festigen und sie sogar noch stabiler werden zu lassen.

Gegenseitiges offenes und ernstgemeintes Reden hat immer schon die Wirkung gehabt, die emotionale Nähe zu stärken und die Liebe und das Vertrauen zueinander zu vertiefen. Es ist allerdings wichtig, dass Sie die Erklärung zu Ihrer Entschuldigung genau so meinen und nicht in ein paar Stunden oder in der nächsten Situation wieder vergessen haben und Ihnen dasselbe erneut geschieht.

Machen Sie sich klar, dass die Entschuldigung nur dann sinnvoll ist, wenn Sie auch danach handeln. Bewahren Sie beim Aussprechen der Entschuldigung Ihr Selbstbewusstsein und machen Sie sich nicht zu klein vor Ihrem Partner, ganz egal, wofür Sie sich entschuldigen wollen. Bleiben und seien Sie ein mündiger und selbstbestimmter Mensch und Partner, der seinen Fehler einsieht und sich dafür aufrichtig entschuldigen möchte.

Erklären Sie sich Ihrem Partner und machen Sie Ihm Ihre Gefühle deutlich. Wenn Ihr Partner Ihre Perspektive versteht und sich für sein Verhalten bei Ihnen entschuldigt, dann zeigen Sie die Stärke und nehmen Sie die Entschuldigung an.

Seien Sie vor allem in Zukunft so klug und greifen Sie den Grund der Entschuldigung nicht so auf und verwenden Sie diese nicht so, als wenn sich Ihr Partner nie dafür entschuldigt hätte. Eine Entschuldigung bietet die Kraft einen Fehler oder ein Fehlverhalten und daraus entstandenen Enttäuschungen oder Wunden zu überwinden und verheilen zu lassen.

Persönliche Grenzen umreißen

Um das Auftreten von Streitereien zu verringern, ist eine Möglichkeit, sich über klare Grenzen im Zusammensein klar zu werden. Machen Sie sich deutlich, welche Grenzen von Ihrem Partner nicht überschritten werden dürfen und benennen Sie ihm diese Grenzen mit einer ausführlichen Begründung, in der die Ursache und die emotionalen Folgen erklärt werden.

Haben Sie Probleme damit, dass Ihr Partner Details aus Ihrem Familienleben und der Partnerschaft mit anderen thematisiert? Dann erklären Sie das Ihrem Partner.

Lassen Sie ihm die Möglichkeit, sich ebenfalls zu positionieren und einigen Sie sich dann auch einen für Sie beide gangbaren Mittelweg. Das Ansprechen von Grenzen und daraus resultierende, gemeinsame Gespräch kann schnell dazu führen, dass Grenzen gelockert werden können und man sich vor allem besser verstehen lernt.

Sehen Sie das Aufzeigen von Grenzen nicht als Bürde, sondern vielmehr als Chance an den Bedürfnissen in Ihrer Beziehung zu arbeiten und sich individuell als auch gemeinsam weiterzuentwickeln.

Fazit

Vergessen Sie in Ihrem Zusammensein auch nicht, die schönen Seiten Ihres Partners bewusst wahrzunehmen und auch ab und an zu loben und liebevoll zu unterstreichen. In einer Beziehung wird viel zu schnell Vieles für selbstverständlich genommen, wobei es das überhaupt nicht ist.

Seien Sie mit offenen Augen und offenem Herzen in Ihrer Partnerschaft unterwegs und sprechen Sie das Schöne an. Ihr Partner fühlt sich auf diese Weise gesehen, besonders akzeptiert und respektiert.

Nicht immer bleibt es bei einem Streit friedlich - dann gilt es, diesen richtig zu schlichten...

Der richtige Umgang mit eskalierenden Streitsituationen

Auch in der besten Beziehung kommt es hin und wieder zu einem handfesten Streit. Das ist gar nicht so schlimm, sondern kann manchmal auch eine reinigende Wirkung haben.

Wichtig ist dabei vor allem, dass man gerade als Paar eine gute Streitkultur entwickelt, und sich nach einem Streit auch möglichst zeitnah wieder verträgt. Wie Sie Streit am besten schlichten können, dafür haben wir einige gute Tipps für Sie.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie wichtige Zeit Ihres Lebens nicht mit Streitigkeiten verschwenden wollen. Das bedeutet nicht, dass Sie gar nicht streiten sollen, aber doch, dass Sie nach einem Streit möglichst schnell zu einer Einigung gelangen können.

Führen Sie auch keine endlosen Streitgespräche, bei denen Sie sich nur im Kreis drehen. Schlichten Sie den Streit lieber frühzeitig und finden Sie Kompromisse.

Sachlich bleiben

Ist man nach einem Streit beleidigt und verletzt, dann meist deshalb, weil der Partner unsachliche, emotionale und beleidigende Dinge gesagt hat. Meist zahlt man dies mit gleicher Münze zurück.

Diesen unschönen Schlagabtausch können Sie vermeiden, wenn sowohl Sie selbst als auch der Partner im Streit darauf achten, nur sachliche Argumente vorzubringen. Sätze wie "Du bist wie Deine Mutter" oder "Es ist dasselbe wie damals..." haben meist mit dem eigentlichen Streitgegenstand nichts zu tun und führen nur weg vom Thema und hin zu einem beidseitigen Verzetteln.

Vermeiden Sie diese Umwege. Kürzen Sie einen Streit ab. Schlucken Sie Ihr letztes vernichtendes Argument hinunter und sagen Sie stattdessen zu Ihrem Partner, dass Sie nicht streiten möchten.

Eine Pause machen

Oftmals hilft eine kleine Pause. Gehen Sie jeder ein paar Minuten Ihres Weges und besprechen Sie den Streitpunkt danach in Ruhe miteinander. Ist der Streit nämlich erst einmal eskaliert, finden meist auch keine vernünftigen Argumentationen mehr statt.

Dem Partner entgegenkommen

Wenn Sie zu bestimmten Themen nicht zu einem Konsens gelangen, dann sagen Sie dem Partner zumindest, welche seiner Argumente Sie verstehen, teilen oder nachvollziehen können. So kommen Sie ihm ein Stück weit entgegen und er muss sich nicht gänzlich unverstanden fühlen. Wenn Ihr Partner sieht, dass Sie einen Schritt auf ihn zugehen, dann wird er Ihnen in manchen Punkten vielleicht auch besser entgegenkommen können.

Fazit

Dass man direkt nach einem Streit eine völlige und lückenlose Übereinstimmung erzielen kann, ist in den meisten Fällen zuviel erwartet. Man kann aber mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme doch zu dem Punkt gelangen, dass man wieder in Ruhe miteinander sprechen kann und die jeweiligen Positionen dargelegt sind.

Beherzigen Sie diese Tipps, werden Sie schnell feststellen, dass man aus einem Streit lernen kann...

Aus einem Streit lernen

Als ob der Streit an sich nicht schon lästig genug wäre - jetzt soll man auch noch etwas daraus lernen? Dieser pädagogische Anspruch überfordert viele kampfeslustige Streithähne, vor allem wenn der Stress des Streitens erst gerade abgeklungen ist.

Denkt man jedoch zu einem späteren Zeitpunkt und in Ruhe über diesen Vorschlag nach, so kann man ihm vielleicht etwas abgewinnen. Doch was genau kann man aus einem Streit lernen?

Egal ob die Beziehung altgedient oder noch jung ist, bei einem Streit erleben Sie Ihren Partner einmal nicht von seiner Schokoladenseite. Sie können lernen,

  • wie er sich verhält
  • zu welchen rhetorischen Mitteln er greift, und
  • wie stark er bereit ist, für seine Meinung zu kämpfen.

Hören Sie genau zu

Sie erleben aber auch, welche Maßnahmen er ergreift, um zu seinem vermeintlichen Recht zu gelangen. Besonders zu Beginn einer Beziehung sollten Sie deshalb bei einem Streit ganz genau hinhören und herausfinden, ob der Partner bereit ist, gewisse Grenzen des gegenseitigen Respekts und der Achtung zu überschreiten. Dies kann für Ihr weiteres Zusammenleben wegweisend sein.

Schwächen kennenlernen

Sie lernen in einem Streit aber auch, wie verletzlich der Partner ist. Hier offenbaren sich seine Schwachpunkte und mögliche kritische Themen, auf die er besonders stark und emotional reagiert. Meist werden Sie herausfinden, dass dies Themen sind, die Sie selbst gar nicht so sehr betreffen würden.

Im Gegenzug dazu lernt der Partner aber auch Ihre wunden Punkte genau kennen. Man kann also aus einem Streit lernen, wie man sich gegenseitig am wirkungsvollsten verletzen kann. Dieses Wissen sollte man in einer guten Beziehung jedoch ganz gezielt dazu verwenden, eben solche Verletzungen zu vermeiden - auch in der Hitze des Gefechts.

Versöhnung wahrnehmen

Aus einem Streit kann man aber auch lernen, wie man sich hinterher am besten wieder versöhnen kann. Ist der Partner schnell zu einer Versöhnung bereit, oder lässt er sich gerne tagelang bitten? Und wie verhält sich das bei Ihnen selbst?

Denken Sie die Sache einmal durch: Wenn Sie ein Versöhnungsangebot bekommen, wie reagieren Sie dann darauf? Ist es fair, den Partner noch zappeln zu lassen, oder wäre es im Gegenzug ein Zeichen von Großmut, auf sein Versöhnungsangebot einzugehen und ihm dafür zu danken?

Doch nicht immer kommt es direkt nach dem Streit zu einer Versöhnung - was tut man, wenn man im Streit auseinandergeht?

Möglichkeiten einer nachträglichen Versöhnung

Männer und Frauen sind unterschiedlich gepolt. Das ist ein Fakt, der sich immer wieder in unterschiedlichen Alltagssituationen im unpassendsten Moment herauskristallisiert.

Streit gehört deswegen zu einer Beziehung genauso dazu wie der "Träum süß"-Knutscher am Ende des Tages. Problematisch wird es jedoch, wenn Streitigkeiten nur halbherzig beigelegt werden und unterschwellig weiter lodern.

Besonders schlimm ist das, wenn es hierbei um Dinge geht, für die es im Prinzip keine Lösung gibt, sondern nur ein Akt der Vergebung die Harmonie ins Haus zurückholt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn er eine äußerst unangebrachte Bemerkung über Ihre Mutter fallengelassen oder er wiederholt Ihren Jahrestag vergessen hat.

Wut und Ärger sind in solchen Momenten mehr als verständlich, kosten jedoch im Endeffekt nur Energie. Sofern er Sie nicht gerade mit Ihrer besten Freundin betrogen hat, führen Rachegelüste nicht zum Ziel.

Sie sollten sich eher darauf konzentrieren, ihm wieder gelassen in die Augen schauen zu können. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen.

Schreiben Sie einen Brief

Ihren Ärger und Ihre Wut in gut gewählte Worte niederzuschreiben hat eine therapeutische Wirkung und kann Sie wieder von der Palme herunterholen, auf die er Sie mit seiner Unachtsamkeit gebracht hat. Wenn Sie möchten, können Sie diesen Brief auch Ihrem Partner geben. So kann er im Idealfall in Ruhe nachvollziehen, warum Sie so enttäuscht und verärgert über ihn sind.

Kochen Sie sein Lieblingsgericht

Ersetzen Sie Ihre Wut durch Güte und kochen Sie seine Leib- und Magenspeise. So können Sie nicht nur Ihren Ärger verdauen, sondern zeigen auch Ihren Partner, dass Sie ihn trotz allem lieben.

Schauen Sie Fotos aus alten Zeiten an

Es ist leicht, im Gefecht des Alltags nur noch die schlechten Seiten am anderen zu sehen und weniger das, was ihn zu einer liebenswürdigen Person macht. Ein Blick in das Fotoalbum vom Anfang Ihrer Beziehung kann schlagartig in Erinnerung rufen, warum Sie sich in Ihren Partner verliebt haben und ihn auch dieses Mal wieder verzeihen.

Lesen Sie alte Geburtstagskarten

Falls Sie zu den Paaren gehören, die Geburtstagsgrüße nicht wegschmeißen, dann lesen Sie seine und Ihre eigenen Wünsche an den jeweilig anderen. Die Erinnerung an die guten Tage hilft Ihnen, sich zu beruhigen und macht Ihnen bewusst, dass Ihre Beziehung weit mehr ausmacht, als dieser Zwischenfall, der Sie so wütend gemacht hat.

Drücken Sie Ihren Partner so fest an sich wie Sie können

Eine feste Umarmung sagt mehr als tausend Worte. Nehmen Sie kein Wort in den Mund, sondern nur Ihren Partner in den Arm. Auch wenn Sie ihn gerade nicht besonders leiden mögen.

Drücken Sie ihn an sich, so fest Sie können. Dabei bauen Sie nicht nur angestaute Aggression ab, sondern zeigen auch gleichzeitig Ihre unsterbliche Zuneigung.

Eine innige Umarmung kann Wunder bewirken
Eine innige Umarmung kann Wunder bewirken

Reden ist Gold

Vermeiden Sie das große Schweigen nach einer Auseinandersetzung. Eine lange Stille kann zu einem verbalen Minenfeld werden, weil sich in jedem von Ihnen der Frust anstaut und dann im falschen Moment in verletzende Worte zum Ausbruch kommt. Sagen Sie etwas, um wieder die Situation zu beruhigen.

Wiederholen Sie Ihr erstes Rendezvous

Ganz am Anfang Ihrer Liebe war es vor allem Neugier, dass Sie und Ihren Schnuckelhasen zusammen gebracht hat. Und diese Neugier war spannend, als auch erfrischend. Lassen Sie genau diese Gefühle wieder aufleben, indem Sie Ihr erstes Rendezvous wiederholen.

Gehen Sie zu dem Ort zurück, an dem Ihnen zum ersten Mal klar wurde, dass Ihnen jemand ganz besonderes gegenüber steht. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um über die Stärken und guten Seiten Ihrer Beziehung zu reden.

Legen Sie einen Kuscheltag ein

Was gibt es Schöneres, als einen Tag absolut gar nichts zu tun. Verbringen Sie den kompletten Tag im Bett und arbeiten Sie die Liste an DVDs ab, die Sie beide schon immer gemeinsam sehen wollten. Vergessen Sie einfach mal den Rest der Welt und stellen Sie sicher, dass der Pizza-Bote der einzige Mensch ist, der Sie an diesem Tag stören darf.

Basteln Sie eine Versöhnungskarte

Erstellen Sie in guter alter Handarbeit eine eigene Versöhnungskarte mit persönlicher Note. Nehmen Sie ein altes Foto aus der Anfangszeit Ihrer Liebe als Basis und schreiben Sie in die Karte all das hinein, was Ihren Schatz so besonders macht. Machen Sie deutlich, dass Sie nicht das geringste Bedürfnis haben, jemand anderen in Ihrem Leben zu haben.

Gehen Sie gemeinsam in ein Spa

Frauen sind nicht die einzigen Geschöpfe, die eine entspannende Massage im Thermalbad zu schätzen wissen. Genehmigen Sie sich für ein Wochenende eine Auszeit vom Alltagstrubel und gehen Sie als Paar in ein Spa, das Sie auch zu beköstigen weiß.

Lassen Sie während von allen Sorgen und Streitigkeiten los, während Ihnen die Gurkenquarkmaske gemacht wird.

Seien Sie musikalisch

"Wenn Du musikalisch bist, dann hast Du bei mir Glück", sang Gitte Haenning schon in den 60er Jahren. Und was damals stimmte, ist auch heute noch brandaktuell. Nehmen Sie ein Liebeslied auf, das Sie nur für Ihren Schnuppelhasen singen. Jeder neuere Computer kommt heutzutage mit der notwendigen Software ins Haus.

Wenn Sie nicht zufällig ein Instrument spielen, können Sie auch das Lieblingslied Ihrer besseren Hälfte nachsingen. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, ob Ihre Stimme gut genug ist. Es zählt die Geste, die Ihre Liebe unter Beweis stellt.

Zum Schluss machen wir noch einen kurzen Exkurs in Sachen Streiten lernen - dies lässt sich auch über ein Seminar erreichen...

Ziel und Zweck eines Streitseminars

Es gibt viele gute Ratschläge, die man beherzigen kann, wenn es darum geht, richtig zu streiten - soll heißen, so, dass man etwas daraus lernt und den anderen niemals verletzt oder ihm Unrecht tut. Einigen Paaren gelingt dies; andere aber kriegen sich immer und immer wieder "in die Haare", was auf Dauer der Beziehung alles andere als guttut.

Auch der beste Paartherapeut wird die beiden nicht davon abhalten können, sich ab und zu doch zu streiten. Dies ist auch gar nicht nötig; schließlich sind Auseinandersetzungen auch gut für die Beziehung. Doch wenn man das "Wie" nicht hinbekommt, kann es sich lohnen, Hilfe zu suchen.

In einem Streitseminar lernt man die gewinnbringende Bewältigung von Konflikten - sowohl für einen selbst, als auch für die Beziehung. In einer kleineren Gruppe erhält man hier sowohl theoretische Tipps und kann diese zudem direkt praktisch anwenden, denn Übung macht den Meister, das gilt auch für das souveräne Streiten.

Inhalte des Seminars

In der Regel erhalten die Teilnehmer einige Zeit vor Beginn den organisatorischen Ablauf zugeschickt, zudem einen Fragebogen, auf welchem persönliche Notizen gemacht werden können. Hier lassen sich die individuellen Wünsche und Erwartungen aufschreiben.

Werden diese Fragebögen frühzeitig wieder zurückgeschickt, können die Organisatoren des Seminars bei der Planung der Inhalte auch diese Notizen berücksichtigen. Zudem sind unter anderem folgende Themen möglich:

  • Die Auslöser für Streit
  • Möglichkeiten, einen unterschwelligen Konflikt zu erkennen
  • Eine Analyse des bisherigen Streitverhaltens
  • Eine Analyse der persönlichen Schwächen und Stärken beim Streiten
  • Mögliche Beeinträchtigungen des Streitverhaltens, z.B. durch Erwartungen, Wünsche, Gefühle
  • Zu vermeidende Verhaltensweisen und Aussagen
  • Tipps, um einen Streit zu beginnen
  • Möglichkeiten, im Streitgespräch Vertrauen aufzubauen
  • Möglichkeiten zu erkennen, was der Streitpartner wirklich meint
  • Lösungswege bei zwei verschiedenen Meinungen
  • Die persönliche Verarbeitung eines Streits

Ein solches Seminar kann für eine Beziehung sehr sinnvoll und bereichernd sein. Sich für ein solches anzumelden, mag sicherlich ein wenig Überwindung kosten, doch wenn man bedenkt, dass man es dadurch in Zukunft schafft, für mehr Harmonie in der Partnerschaft und damit auch für mehr Lebensqualität zu sorgen, sollte man nicht lange zögern.

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  • sisters 11 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
  • Closeup of a happy young man piggybacking his wife © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

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