Partnerglück ist Lebensglück - Richtig streiten, verzeihen und daraus lernen

Junges Paar, Rücken an Rücken, lächeln in Kamera

Worauf es beim Streiten ankommt, wie man richtig mit Streit umgeht und wie man sich richtig entschuldigt - in vielen Fällen ist auch eine nachträgliche Versöhnung angebracht

Konflikt- und verletzungsfreie Beziehungen gibt es selten oder nur im Kino. Kaum eine Beziehung schafft es durchgängig krisenfrei den Alltag zu erleben. Lernen Sie einer Krise das Gute abzugewinnen und verschaffen Sie sich einen kleinen Überblick, welche Perspektive Ihnen bei Verletzungen durch Ihren Partner helfen können, Ihre Beziehung wieder zu stärken und die Krise zu überwinden.

Es ist ein unumstößlicher Fakt: je länger und besser man sich kennt, desto besser kann man die Schwachstellen des Partners kennenlernen und in Streitsituationen gegen den Partner einsetzen. Natürlich gehört dieses Verhalten zu keiner empfehlenswerten und vor allem guten Beziehungsschule.

Doch schnell kann es im Eifer der Emotionen und bei einem gefühlten Angriff auf sich dazu kommen, dass man dieses Mittel ergreift und gegen den Partner richtet. Meist sitzt das auf der Schwäche des Partners basierende Argument wie ein Hieb in die Magengrube und wird entweder durch einen ebenso starken Gegenangriff gekontert oder mit einer Verletzungsgeste bedient.

Richtig streiten und sich entschuldigen

Nicht jeder Streit ist begründet und kann in Nachhinein klar erörtert werden. Sollte Ihnen auffallen, dass Ihr Partner und Sie sich in einem Streit verrannt haben, dann handeln Sie. Und auch abgesehen davon ist das richtige Verhalten bei einem Streit wichtig.

Respekt zeigen

Für eine gute und langanhaltende Beziehung ist es wichtig, dass Sie diese Muster erkennen und sie nicht zu Regeln Ihrer Kommunikation werden lassen. Decken Sie die Schwäche auf und arbeiten Sie auf beiden Seiten daran, dass Sie Ihrem Partner auch im Streit den Respekt entgegenbringen und sich nicht auf das Niveau herunterlassen ihn mit seinen Schwächen zu verletzen.

Während eines Streites kochen die Gefühle mal schnell über. Dies ist allerdings kein Grund, um den anderen zu verletzen. Das heilen von auf diese Weise gesetzten Wunden kann mehrere Monate bis hin zu Jahren dauern.

Mit der Zeit kann es sich einstellen, dass Ihr Partner oder Sie immer mehr gegenüber den Angriffen abstumpfen. Auch dieses Vorgehen ist nicht ratsam oder gar als möglicher Weg im Umgang mit dem Problem anzusehen.

Verbale Angriffe vermeiden

Ein subtiler Angriff bleibt ein Angriff. Ganz egal, ob Sie diesen parieren, aushalten oder kontern können. Bemühen Sie sich um faire Argumente und um eine angriffsfreie Streitführung. Wenn Sie das schaffen, haben Sie mehr als das Fundament für eine langanhaltende Beziehung gelegt.

Neben dem respektvollen Austragen von Konflikten ist es hilfreich, wenn Sie sich bewusst machen, welche Mächtigkeit im Verzeihen von Angriffen oder Fehlern Ihres Partners steckt. Jeder kann einen Fehler machen und in der Nähe einer Beziehung kann es oft passieren, dass ein Fehler immer und immer wieder gemacht wird.

Hierbei bleibt es zu definieren, was unter einem Fehler zu verstehen ist: Das Fehlverhalten in den Augen des Partners?

Fehlverhalten ändern

Die Bitte um Änderung einer Eigenschaft, weil man ansonsten nur schwer mit dem Partner zusammenleben kann? Oder das Einhalten von Beziehungsregeln, um die Beziehung aus dem Blickwinkel beider Partner leben zu können? Fehler sind natürlich und werden in jeder Beziehung ständig passieren.

Darum gilt es eine Lösung zu finden, wie Sie am besten mit Situationen umgehen, die Sie in der Partnerschaft ärgern oder verzweifeln lassen. Suchen Sie mit Ihrem Partner immer dann ein Gespräch, wenn Sie merken, dass Sie sich voneinander distanzieren und dass Sie das was Sie stört in Worte fassen können.

Sachfakte klären

Sollte es sich um einen Streit handeln, bei dem es um die Klärung eines Sachfaktes ging, beenden Sie die Konfrontation so sanft wie möglich, indem Sie kurz im Internet nach der richtigen Lösung suchen oder jemanden anrufen, der die richtige Antwort kennt.

Fragen Sie sich dann in Ruhe, warum es zu dieser Situation gekommen ist und ob Sie selbst etwas Unausgesprochenes in sich tragen, das Sie noch nicht für sich formulieren können oder noch nicht mit Ihrem Partner thematisieren wollen. Sollten diese Situationen häufiger auftreten, dann suchen Sie in erster Linie in sich nach dem Ursprung des aktuell vorherrschenden Konfliktpotentiales.

Sich entschuldigen - aber richtig

Sollten Sie Ihrem Partner im Streit gegenüber verletzend aufgetreten sein, dann winden Sie sich nicht lange um eine Entschuldigung. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich nicht zu oft entschuldigen, denn dann kann dieser Satz, dass Ihnen etwas leid tut, schnell wirkungslos werden.

Sollte Ihnen dieses Verhalten an Ihnen auffallen, dann achten Sie von nun an darauf, dass Sie Ihre Entschuldigung um den Grund ergänzen. Formulieren Sie für Ihren Partner,

  • warum es Ihnen leid tut
  • warum Ihnen die Entschuldigung so wichtig ist
  • dass Sie die Gefühle und die Reaktion Ihres Partners verstehen können und
  • dass Sie mit folgenden Veränderungen dafür sorgen möchten, dass es in Zukunft nicht mehr zu einer solchen Situation zwischen Ihnen kommt.

Ein Partner kann viel mehr mit einer Entschuldigung anfangen und diese vor allem auch glauben, wenn Sie Ihrem Partner die Möglichkeit geben, zu sehen, dass Sie sich wirklich entschuldigen wollen. Dafür sind umfangreiche Erklärungen wahre Garanten, um eine Beziehung wieder zu festigen und sie sogar noch stabiler werden zu lassen.

Gegenseitiges offenes und ernstgemeintes Reden hat immer schon die Wirkung gehabt, die emotionale Nähe zu stärken und die Liebe und das Vertrauen zueinander zu vertiefen. Es ist allerdings wichtig, dass Sie die Erklärung zu Ihrer Entschuldigung genau so meinen und nicht in ein paar Stunden oder in der nächsten Situation wieder vergessen haben und Ihnen dasselbe erneut geschieht.

Machen Sie sich klar, dass die Entschuldigung nur dann sinnvoll ist, wenn Sie auch danach handeln. Bewahren Sie beim Aussprechen der Entschuldigung Ihr Selbstbewusstsein und machen Sie sich nicht zu klein vor Ihrem Partner, ganz egal, wofür Sie sich entschuldigen wollen. Bleiben und seien Sie ein mündiger und selbstbestimmter Mensch und Partner, der seinen Fehler einsieht und sich dafür aufrichtig entschuldigen möchte.

Erklären Sie sich Ihrem Partner und machen Sie Ihm Ihre Gefühle deutlich. Wenn Ihr Partner Ihre Perspektive versteht und sich für sein Verhalten bei Ihnen entschuldigt, dann zeigen Sie die Stärke und nehmen Sie die Entschuldigung an.

Seien Sie vor allem in Zukunft so klug und greifen Sie den Grund der Entschuldigung nicht so auf und verwenden Sie diese nicht so, als wenn sich Ihr Partner nie dafür entschuldigt hätte. Eine Entschuldigung bietet die Kraft einen Fehler oder ein Fehlverhalten und daraus entstandenen Enttäuschungen oder Wunden zu überwinden und verheilen zu lassen.

Persönliche Grenzen umreißen

Um das Auftreten von Streitereien zu verringern, ist eine Möglichkeit, sich über klare Grenzen im Zusammensein klar zu werden. Machen Sie sich deutlich, welche Grenzen von Ihrem Partner nicht überschritten werden dürfen und benennen Sie ihm diese Grenzen mit einer ausführlichen Begründung, in der die Ursache und die emotionalen Folgen erklärt werden.

Haben Sie Probleme damit, dass Ihr Partner Details aus Ihrem Familienleben und der Partnerschaft mit anderen thematisiert? Dann erklären Sie das Ihrem Partner.

Lassen Sie ihm die Möglichkeit, sich ebenfalls zu positionieren und einigen Sie sich dann auch einen für Sie beide gangbaren Mittelweg. Das Ansprechen von Grenzen und daraus resultierende, gemeinsame Gespräch kann schnell dazu führen, dass Grenzen gelockert werden können und man sich vor allem besser verstehen lernt.

Sehen Sie das Aufzeigen von Grenzen nicht als Bürde, sondern vielmehr als Chance an den Bedürfnissen in Ihrer Beziehung zu arbeiten und sich individuell als auch gemeinsam weiterzuentwickeln.

Fazit

Vergessen Sie in Ihrem Zusammensein auch nicht, die schönen Seiten Ihres Partners bewusst wahrzunehmen und auch ab und an zu loben und liebevoll zu unterstreichen. In einer Beziehung wird viel zu schnell Vieles für selbstverständlich genommen, wobei es das überhaupt nicht ist.

Seien Sie mit offenen Augen und offenem Herzen in Ihrer Partnerschaft unterwegs und sprechen Sie das Schöne an. Ihr Partner fühlt sich auf diese Weise gesehen, besonders akzeptiert und respektiert.

Konstruktiv streiten - Das sind die Regeln für eine Meinungsverschiedenheit

Auch im Streit sollte man fair bleiben - Ich-Botschaften helfen dabei

Junges Paar beim Streit, sie guckt genervt, er redet auf sie ein
Angry Couple © Jason Stitt - www.fotolia.de

Streit gehört dazu, ob in der Freundschaft oder einer Beziehung. Und tatsächlich kann es sogar sehr heilsam sein, einfach mal die Fetzen fliegen zu lassen. Nichts schadet einem zwischenmenschlichen Verhältnis mehr, als allen Frust runterzuschlucken.

Doch ein paar Regeln sollte man beachten, denn schließlich ist wissenschaftlich erwiesen, dass Streit nicht nur psychische sondern sogar physische Auswirkungen haben kann.

  • Generell sollte man versuchen - auch wenn es nicht immer einfach ist - beigelegte Streits nicht neu aufzuwärmen. Bei der Sache zu bleiben, um die es eigentlich geht, anstatt auf alten Problemen rumzureiten, ist immens wichtig, denn sonst dreht sich eine Beziehung irgendwann im Kreis.
  • Niemals sollte man Drohungen aussprechen, etwa eine Trennung ankündigen. Auch wenn es schwer fällt, sollte man nicht den Blick auf die eigenen Anteile verlieren.
  • An einem Streit ist niemals nur einer der Beteiligten schuld. Und der beste Freund der Streithähne ist der Humor. Nichts bringt so schön wieder alles ins Lot, wie über das eigene Verhalten in einer Streitsituation zu lachen.

Richtig streiten

Junges Paar auf Couch, er sitzt vorne nachdenklich, sie von ihm abgewandt weint
conflict © Adam Borkowski - www.fotolia.de

Kommt es in einer Beziehung zum Streit, endet dieser bei vielen Paaren oftmals in lauten Diskussionen, bis schließlich einer von beiden wütend den Raum verlässt. Hilfreich sind solche Streits in den wenigsten Fällen. Nach Ansicht von Paartherapeuten gibt es einige Regeln, die man beachten sollte, um "richtig" zu streiten.

Das Schlüsselwort ist hierbei wohl der Respekt. Es ist wichtig, auf verletzende Worte zu verzichten. Häufig achtet man im Affekt nicht auf die Wortwahl - später bereut man dies dann. Man sollte also auch während eines Streits die nötige Achtung vor seinem Partner haben. Vorwürfe und Schuldzuweisungen erschweren einen Lösungsweg. Stattdessen ist es besser, über seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen. Auch Forderungen sollten wenn möglich vermieden werden.

Generell ist es wichtig, sich bei einer Diskussion eine Auszeit zu nehmen, um klare Gedanken fassen zu können, was einem im Zorn oftmals nicht möglich ist.

Unterschiedliches Streitverhalten: Was Männer und Frauen beachten sollten

Kleiner Junge mit geschlossenen Augen hält sich die Ohren zu, dahinter junge Eltern beim Streit
The family's quarrel © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Die Zeichen der Evolution finden sich noch heute im männlichen wie auch weiblichen Verhalten wieder. Davon sind zumindest etliche Wissenschaftler und der ein oder andere Bestseller-Autor überzeugt. Doch ganz gleich, ob anerzogen oder angeboren: Wenn es um den Beziehungsstreit geht, dann zeigen sich oft enorme Unterschiede im Umgang mit Konflikten bei Frau und Mann.

Fataler Weise ist es jedoch gerade dieser Unterschied, der weitere Konflikte mit sich bringt. So gelten Frauen allgemein als deutlich emotionaler und häufig auch impulsiver als Männer. Die brechen den Kontakt erst einmal ab, wenn ihnen der Streit zu laut wird - was Gefühle wie Wut und Frust bei Ihr zusätzlich anfachen kann. Selbstverständlich kann der Fall auch umgekehrt liegen, wenn beispielsweise der Mann emotional reagiert und die Frau kühl-sachlich bleibt oder sich zurückzieht.

Um den Teufelskreis des sich gegenseitigen Nicht-Verstehens zu durchbrechen, gibt es leider kein Wundermittel. Gerade frisch Verliebte müssen häufig erst noch lernen, miteinander "richtig" zu streiten - und nach und nach einen gemeinsamen Umgang mit Konflikten finden. Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zur kritischen Reflexion sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Streitigkeiten künftig ohne unnötige Verletzungen über die Bühne gehen können.

Weghören beim Streiten gehört sich nicht

Paar am Tisch, er guckt vorbeigehender Frau lustvoll hinterher, seine Partnerin ist sauer
horny guy © diego cervo - www.fotolia.de

Ein Streit ist niemals schön. Noch schlimmer wird solch einer, wenn ein Partner die ganze Zeit nicht zuhört. Das provoziert den anderen so sehr, dass dieser noch böser wird. Eine Umfrage des Magazins Brigitte hat ergeben, dass 66 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer so reagieren.

Männer mögen es zudem überhaupt nicht, wenn sich eine Dame im Ton vergreift. Frauen wiederum können es nicht leiden, wenn Männer schweigen und wegsehen. Da sieht man wieder einmal, Frauen und Männer passen scheinbar nicht zusammen. Wichtig ist wie immer, dass man sich einfach zuhört und respektiert. Um so schneller ist ein Streit zu Ende.

Streiten will gelernt sein - so machen es Paare richtig!

Junges Paar auf Couch mit Rotwein
Young couple celebrating with red wine at home © vgstudio - www.fotolia.de

Falsches Streiten kann große Schäden anrichtigen. Fallen Beleidigungen oder Worte, die gar nicht ausgesprochen werden sollten, so entstehen nach und nach Verletzungen, die sogar zum Aus führen können. Sigrid Meissner ist Paartherapeutin in Hamburg. Sie kann hilfreiche Tipps zum richtigen Streiten geben.

Konstruktives Streiten

Das Wichtigste in Bezug auf konstruktives Streiten ist, vor der Konfrontation tief durchtzuatmen. Wenn die Wut zu stark wird, fallen Worte, die besser im Verborgenen geblieben wären. Ganz wichtig ist es, den roten Faden nicht zu verlieren. Der Streit sollte bei dem Thema bleiben, um das es geht und nicht immer weitere Kreise ziehen. Vorwürfe, die mit "Du" geschmückt sind, sollten unbedingt vermieden werden, da die Situation ansonsten nur schlimmer wird. Lieber Nachfragen, als Interpretieren, rät Meissner.

Was beim Streiten zu vermeiden ist

Es sollte vermieden werden, Aussagen des Partner zu interpretieren. Es ist besser, noch einmal nachzufragen, wie er es gemeint hat. Zudem sollte ein Streit nicht geführt werden, wenn nur noch wenig Zeit zur Verfügung steht. Es ist außerdem normal, dass man sich einmal nicht einigen kann. Die Partner können auch unterschiedliche Ansichten haben. Wenn doch einmal unangemessene Worte gefallen sind, ist eine Entschuldigung angebracht.

Streit ganz vermeiden, wie es geht

Um Streit zu vermeiden hilft es, sich abends gemeinsam Zeit zu nehmen und über die Geschehnisse des Tages zu sprechen. So können auch Dinge aufgearbeitet werden, die zwischen den Partner vielleicht nicht so schön waren. Vielleicht gab es ein unschönes Telefonat oder eine E-Mail, die Zweifel oder Ärger hervorrief. Das kann in einem solchen Gespräch geklärt werden.

Die Deutschen und ihre Taktik im Streitgespräch

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Streit gehört für die meisten Menschen zum Alltag wie Umfragen bewiesen. Nicht immer handelt es sich hier um eine Meinungsverschiedenheit die zwischen Paaren stattfindet. Im Beruf, unter Freunden oder selbst beim Einkauf entstehen schnell Spannungen die sich verbal heftig entladen können.

Der eigene Standpunkt ist es 60% der deutschen Bundesbürger wert sich in ein Streitgespräch einzulassen. Wie gestritten wird zeigen unterschiedlich angewandte Strategien. Ignoranz wird von einem Drittel der Deutschen sehr gerne ausgeübt und der zum Streit Bereite stößt auf einen Gegenüber, welcher seine Ohren auf Durchzug geschaltet hat. Ebenso viele wenden übertriebene Höflichkeit aus.

Weniger sportlich ist die Taktik jedes Fünften, der sehr provokant in die Wunden des anderen sticht. Den Wunsch verbal zu verletzen besitzt jeder Siebte. Manchmal wird auch die Taktik angewandt, wer wohl den längsten Atem hat. Frauen und Männer verhalten sich in diesen Situationen meist unterschiedlich.

Gründe für einen Streit sind immer zu finden. Unterschiedliche Ansichten und die glühende Eifersucht sind hier unter den Gründen wahre Spitzenreiter. Das Ergebnis eines Streits kann sich positiv wie negativ zeigen.

So streiten die Deutschen! Nicht immer geht es dabei fair zu.

Junges Paar auf einer Couch, sie sitzt von ihm abgewendet und starrt bedrückt auf einen Ring in ihrer Hand
Couple going through a rough patch © auremar - www.fotolia.de

In jeder noch so gut funktionierenden Beziehung kommt es hin und wieder zu Meinungsverschiedenheiten. Eine aktuelle Umfrage der „Apotheken Umschau“ hat sich etwas genauer mit der Art und Weise beschäftigt, wie die Deutschen denn nun streiten. Befragt wurden dazu 1.962 Frauen und Männer.

Ergebnisse der Umfrage

Grundsätzlich gehen schon mal zwei Drittel einem Streit nicht aus dem Weg. Immerhin nehmen 65,3 Prozent einen Streit in Kauf, um ihre eigene Meinung durchzusetzen. 34 Prozent, also etwa ein Drittel der Befragten, ließen ihren Partner ins Leere laufen, in dem sie Höflichkeit und Freundlichkeit vorspielten. Fast genauso viele, nämlich 29 Prozent, ignorieren den Partner schlicht weg und hören erst gar nicht hin.

Knapp 19 Prozent jedoch nutzen die bekannten Schwachstellen ihres Gegenüber, um ihn zu provozieren. Bei 14 Prozent der Befragten kommt es beim Streit zu verbalen Ausfällen, die den Streitpartner sehr verletzen. Noch rund 12 Prozent versuchen so lang zu streiten, bis der andere schließlich aufgibt.

Richtig Streiten

Richtig streiten will gelernt sein. Oftmals sind Beziehungen an Streitigkeiten zerbrochen, weil schlicht weg unfair diskutiert wurde. Wichtig ist, dass man ruhig und möglichst sachlich bleibt. Wer seinen Gefühlen zu viel Freiraum lässt, verliert sich rasch in einem verbalen Wortgefecht, welches unter die Gürtellinie geht. Zudem sollte man bei einem Thema bleiben und nicht die Sünden der letzten Jahre hinzuziehen. Eine Ich-Bezogenheit bei der Argumentation sorgt dafür, dass sich der Gegenüber nicht direkt angegriffen fühlt und dennoch Streitpunkte angesprochen werden können.

Wertvolle Verhaltenstipps zum Lösen von Konflikten und Streitigkeiten

Älteres glückliches Paar, Gesicht an Gesicht, lächelnd
grandparents © Papirazzi - www.fotolia.de

So zahlreich die Gründe sind, sich in die Haare zu kriegen, so unterschiedlich sind auch Art und Weise, wie man sich während eines Streits verhält. Die einen schreien drauf los, die anderen versuchen das Problem durch ein ruhiges Konfliktgespräch zu lösen.

Sicherlich kommt es immer auf die Ursachen und den persönlichen Charakter der Gesprächspartner an, doch gibt es auch einige Punkte, an die man sich generell halten sollte.

So kann ein Streit friedlich gelöst werden

So sollte man sein Gegenüber selbstverständlich ausreden lassen und ihm somit die Chance zu geben, seinen Standpunkt zu präsentieren, auch dann, wenn man völlig anderer Meinung ist oder weiß, worauf seine/ihre Worte hinauslaufen.

Währenddessen sollte man aktiv zuhören, damit man die andere Sicht versteht, schließlich wünscht man sich dies auch von dem anderen. Bei Fragen kann man nach einigen Sätzen ruhig unterbrechen und nachhaken. Sympathie und Ehrlichkeit zählen auch beim Streitgespräch: wer sein Gegenüber direkt anspricht anstatt das Wörtchen "man" zu verwenden, kann eher punkten.

Zum Verstehen der anderen Sichtweise ist es wichtig, sich in denjenigen hineinzuversetzen. Dass man dies tut, lässt sich durch kleine Sätze einbringen. Auch sollte man klar aussprechen, was einen in der aktuellen Situation stört. Und schließlich noch der Tipp, die andere Person nicht zu kritisieren. Kritik ist zwar beim Streit angebracht, jedoch ausschließlich am Verhalten, denn darum geht es ja letztendlich.

Die Unterstellung von irgendwelchen Absichten gehört hier ebenso wenig hinein. Hält man sich an diese Regeln, wird es beiden Parteien leichter fallen, eine Lösung zu finden, mit denen alle zufrieden sind.

Der richtige Umgang mit besonderen Streittypen

Mann und Frau Rücken an Rücken nach Streit
Quarrel between men and women © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

Gehört Ihr Partner auch zur Kategorie "Schweiger"? Zu jenen Männern also, die bei Stress einfach dicht machen - und dann für mehrere Stunden nicht mehr ansprechbar sind? Keine Frage, ein solcher Partner kann einen zur Weißglut treiben!

Kaum besser allerdings hat es Frau mit dem "Besserwisser" getroffen - der diskutiert nämlich leidenschaftlich gern, selbst dann, wenn der Konflikt eigentlich längst besiegelt wurde.

Vom aufbrausenden Choleriker, der im Eifer des Gefechts gern Türen knallt und Teller zerschmeißt, einmal ganz zu schweigen.

Wie geht man im Streitfall am besten mit dem Partner um?

Natürlich gibt es hier kein Patentrezept. Eines jedoch dürfen und sollten Frauen sich merken: Nicht immer zurückstecken! Es gibt etliche Beziehungsratgeber, die ein diplomatisches Verhalten, Verständnis und Einsicht empfehlen. Was auch völlig richtig ist - aber eben nur, wenn beide Seiten zurückstecken.

Sollten Sie zu den Frauen gehören, die ihre eigenen Bedürfnisse immer "des lieben Friedens willen" hintenan stellen, dann kann Ihr Partner gar nicht anders, als sich selbst im Recht zu fühlen.

Zeigen Sie also, dass Sie verletzbar sind, dass Sie mit bestimmten Verhaltensweisen nicht einverstanden sind - für harmoniebedürfte Partner(innen) oft der erste Schritt zur Besserung!

Auch selber mal zurückstecken

Umgekehrt gibt es natürlich auch sehr impulsive Frauen, die keineswegs all ihre Emotionen ungefiltert herauslassen sollten. Im Gegenteil: Gehen Sie stets davon aus, dass Ihr Partner mindestens ebenso viele gute Gründe für sein Verhalten hat wie sie.

Klingt erst einmal ganz schön ungewohnt, oder? Diese simple Einsicht fehlt vielen, die sich im "Streitmodus" befinden - sie kann aber sehr befreiend sein.

Der Umgang mit Spezialfällen

Kommen wir also von den Basics zum Speziellen: Wie verhält Frau sich am besten mit Besserwissern, Schweigern und Co.? Mit umgekehrter Psychologie!

Soll heißen: Begegnen Sie dem Besserwisser keineswegs selbst mit Worttiraden, sondern werden Sie ganz ruhig. Reden Sie gern eine Spur langsamer als gewöhnlich, aber gehen Sie dem Konflikt nicht aus dem Weg. Wenn es gar nicht mehr geht, bitten Sie um eine kleine Auszeit zum Nachdenken.

Den Schweiger aus der Reserve locken

Schweigern wiederum muss man ebenfalls ihre Freiräume bieten - hartnäckiges Einreden verstärkt das Problem nur. Erklären Sie Ihrem Partner aber in einem harmonischen Moment, wie sehr Sie das Ignorieren verletzt. Vielleicht können Sie gemeinsam Wege für einen "Ausbruch" finden.

Zum Beispiel durch Humor - der hat schon so manchem Paar geholfen, den nötigen Abstand zu den eigenen Problemen zu finden. Vielleicht haben Sie ja eine lustige Lieblingsserie, die Sie im Eifer des Gefechts als "Eisbrecher" gemeinsam schauen können. Ohne zu reden!

Die Zwangspause, in der man trotzdem zusammen ist und gemeinsamen Interessen nachgeht, kann wahre Wunder bewirken.

Besser streiten: So wird der Streit nicht zum Ende der Beziehung

Wenn Sie diese Streitregeln beherzigen, lassen sich dramatische Konflikte häufig vermeiden

Ansicht von oben, Junges Paar liegt sich zugewandt Arm in Arm im Bett und schläft
Overhead View Of Young Couple In Bed © Monkey Business - www.fotolia.de

Wenn die Emotionen hochkochen, dann gibt's für viele Frauen und Männer kein Halten mehr.

Je länger die Partnerschaft, so eine traurige Beobachtung, desto geringer offenbar die Hemmschwelle, gleich in den Kampfring zu ziehen oder sich umgekehrt beleidigt zurückzuziehen.

Aber mal ganz ehrlich: Wenn Ihnen etwas am Ihren Liebsten, an Ihrer Herzensdame gelegen ist, dann sollten Sie sich manchmal einfach am Riemen reißen - und ein Minimum an "Streitregeln" beherzigen. So lässt sich vermeiden, dass aus dem einfachen Konflikt gleich ein Riesendrama wird...

Durchatmen: Die wichtigsten Regeln für Hitzköpfe

Sie gehören zur Gruppe jener Menschen, die bei Kleinigkeiten gleich einen hochroten Kopf bekommen und wütend werden? Dann sollten Sie allein sich zu Liebe ein bisschen mehr Ruhe bewahren. Was übrigens nicht heißt, dass Sie Ihre Gefühle herunterschlucken sollen - aber ein bisschen Selbstkontrolle hat noch niemandem geschadet.

Bevor Sie also losbrüllen oder gleich mit Vorwürfen ankommen, atmen Sie erst einmal tief durch. Klingt blöd, hilft aber enorm: Hierdurch geben Sie sich selbst Zeit, nicht gleich die erste Reaktion ungefiltert herauszulassen. Ähnlich effektiv ist auch eine Ladung frische Luft am geöffneten Fenster oder ein paar ruhige Schritte durch die Wohnung.

Zuhören und Aussprechen lassen!

Beides funktioniert übrigens auch, wenn Sie sich bereits mitten im Streit befinden. Oberste Regel hier: Zuhören! Lassen Sie Ihren Partner ausreden, auch und gerade wenn er Dinge sagt, die Ihnen missfallen. Schreien ist manchmal wichtig - aber unterhalten Sie sich auch einmal in normaler Lautstärke!

So stellen Sie außerdem sicher, dass die wirklich wichtigen Dinge auch Gehör finden und nicht alles in einem einzigen Geschrei untergeht.

Und, wichtig: Jähzornige Menschen sollten ihre Wut in jedem Fall dann drosseln, wenn andere dabei sind - das gilt auch für die eigenen Kinder! Nichts ist unangenehmer als ein Konflikt vor anderen. Ein "normaler" Konflikt mit Meinungsaustausch bleibt natürlich völlig in Ordnung.

Auch Schweigen kann schmerzen: Was Zurückzieher beachten sollten

Umgekehrt gilt übrigens: Nichts zu sagen ist kaum vorbildlicher, als gleich auszuticken und dem Partner alles Mögliche an den Kopf zu werfen. Im Gegenteil kann beharrliches Schweigen oder gar eisiges Ignorieren den Partner ebenso verletzen wie hitzige Wut.

Wenn es Ihnen schwerfällt, bei akuten Emotionen zu sprechen: Sagen Sie dies Ihrem Gegenüber ganz offen und ehrlich. Erklären Sie kurz, dass Sie später in Ruhe darüber reden und das Ganze nicht böse meinen.

So vermeiden Sie, dass sich der Andere zurückgewiesen fühlt - denn oft treffen in einer Partnerschaft gerade solche Menschen zusammen, die genau umgekehrt ticken, was dann wieder zu neuen Konflikten führen kann.

Und: Wenn Ihre Wut oder Verzweiflung abgeklungen ist, dann gehen Sie auch wirklich auf den anderen zu! Und sprechen Sie bitte auch einmal von sich aus an, was gerade stört - ewiges Beleidigstsein gilt unter erwachsenen Menschen einfach nicht mehr.

Streiten will gelernt sein: konstruktive Kritik statt Vorwürfe

Statt dem Gegenüber Vorwürfe an den Kopf zu werfen, sollte man in einem Streit erklären, wie man sich selbst fühlt

Junges Paar im Bett, sie sitzen abweisend Rücken an Rücken und reden nicht miteinander
failed romance © pressmaster - www.fotolia.de

Streiten gehört zum Leben als Mensch einfach dazu. Egal ob mit

  • dem Partner,
  • Freunden oder
  • Arbeitskollegen,

wo immer mehrere Menschen eine Gruppe bilden, können auch die Meinungen gehörig auseinandergehen.

Destruktives Streiten führt selten zu einer Lösung

Ein ungelenkter Streit ist destruktiv und kann der Beziehung nachhaltig schaden. Oft schaukeln sich die Emotionen hoch und man wirft sich gegenseitig Vorwürfe an den Kopf. Dabei ist es normal, dass jeder Mensch bei einem Vorwurf in eine Abwehrhaltung geht und sich verteidigt.

Wer so destruktiv streitet, findet selten eine gemeinsame Lösung. Auch wenn in den 1970ern noch galt, dass ein "klärendes Gewitter" für die Partnerschaft gesund ist, ist man heute in der Psychologie weiter.

Ich-Formulierungen statt Du-Vorwürfen

Zwar sollten Meinungsverschiedenheiten keineswegs totgeschwiegen werden, doch statt wie Blitz und Donner aufeinanderzutreffen, sollte man sich zu einem konstruktiven Gespräch zusammenfinden. Dabei gilt: Alle Formulierungen, die Vorwürfe machen, sind zu vermeiden.

Statt in Du-Formulierungen Fehler des anderen aufzuzählen, sollte jeder in die Ich-Formulierung wechseln und damit beschreiben, wie man sich selbst beim Verhalten des Partners fühlt. Statt also "Du bringst nie den Müll runter" zu sagen, ist die Aussage "Ich fühle mich zu wenig unterstützt, so wie die Hausarbeit derzeit aufgeteilt ist" besser. So kann das Gegenüber einen Einblick in das Gefühlsleben bekommen.

Gleichzeitig spricht man sachlicher, da ohne Vorwürfe auch keine Verteidigungshaltung eingenommen werden muss. Man überlegt in Ruhe, wie welche Arbeit/Rolle verteilt werden könnte, damit alle Seiten zufrieden sind.

So früh wie möglich über störende Dinge sprechen

Allgemein gilt, dass bei offenen Streitpunkten so früh wie möglich darüber gesprochen werden sollte. Ansonsten frisst man Unmut in sich hinein und wird häufiger, auch in völlig anderen Situationen, aggressiv.

Ärger mit dem Partner - 5 Tipps zum konstruktiven Streiten

Damit es in der Partnerschaft wieder friedlicher zugeht, müssen beide ihre Verhaltensmuster ändern

Junges Paar mit ausgestreckten Armen, er hinter ihr und über sie gebeugt
sisters 7 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Jedes Paar hat ein anderes Temperament. Ganz ohne Streit kommt allerdings keine Partnerschaft aus. Damit die Auseinandersetzung nicht eskaliert, müssen allerdings beide den Dialog suchen. 5 Tipps zum konstruktiven Streiten.

Inneren Dialog führen

Wer auf den Partner sauer ist, sollte zunächst in sich selbst hineinhorchen. Oft hat der Ärger ganz andere Gründe als die Socken auf dem Boden oder das ungeputzte Bad. Was will ich wirklich?

Oder der Ärger erscheint in anderem Licht, wenn ich auch das beachte, was der Partner gut erledigt hat. Erst nach dem inneren Dialog geht es an die offene Konfrontation.

Miteinander reden

Statt den anderen mit Vorwürfen oder Forderungen zu überziehen, lautet das Credo guter Kommunikation: die Angelegenheit nur aus der eigenen Sicht schildern. Je konkreter das Problem ist, desto leichter lässt sich auch gleich eine Lösung vorschlagen.

Wenn sich im Streit jedoch immer wieder derselbe Konflikt entlädt, ist das ein Hinweis auf charakterliche Differenzen, die schwerer zu beheben sind. Schließlich kann es nicht darum gehen, den Partner grundsätzlich zu ändern. Vielmehr gilt auch hier: bei sich selbst anfangen und die eigenen Gefühle offenbaren.

Regeln und Kompromisse finden

  • Aufräumen,
  • Einkaufen oder
  • gemeinsame Unternehmungen;

gemeinsame Regeln wirken verbindlicher, wenn man sie aufschreibt. Damit es wirklich friedlicher zugeht, müssen dann beide ihre Verhaltensmuster ändern: der Unordentliche muss unaufgefordert aufräumen, der Unzufriedene weniger nörgeln. Einen komplett anderen Menschen kann man aus seinem Partner aber nicht machen.

Hilfe von außen

Manchmal helfen die besten Vorsätze nichts. Wenn keine Regeln funktionieren und die Partner sich im Konflikt verbeißen, ist Lösungshilfe von außen gefragt. Das können gute Freunde sein - besser ist jedoch professionelle Unterstützung.

Dauerstreitende Paare tun niemandem gut, und spätestens wenn Kinder da sind, haben sie die Verantwortung, ihre Probleme konstruktiv zu lösen.

Die Kinder schützen

Kinder spüren rasch, wenn zwischen den Erwachsenen etwas nicht stimmt. Eltern sollten deshalb Raum schaffen, um diese Wahrnehmungen und Gefühle offen zu äußern. Und sie haben die Pflicht, ihren Nachwuchs vor dem eigenen Beziehungsstress zu schützen.

Dazu sollten sie ihren Kindern vermitteln, dass diese nicht schuld am Streit sind. Und sie müssen sich um eine für alle verträgliche Lösung bemühen. Falsche Beschwichtigungen verunsichern Kinder ebenso wie hässliche Szenen hinter verschlossenen Türen. Tiefer gehende Probleme oder Themen, mit denen die Kleinen überfordert wären, gehören aber nicht ins Kinderzimmer.

Nicht immer bleibt es bei einem Streit friedlich - dann gilt es, diesen richtig zu schlichten...

Der richtige Umgang mit eskalierenden Streitsituationen

Auch in der besten Beziehung kommt es hin und wieder zu einem handfesten Streit. Das ist gar nicht so schlimm, sondern kann manchmal auch eine reinigende Wirkung haben.

Wichtig ist dabei vor allem, dass man gerade als Paar eine gute Streitkultur entwickelt, und sich nach einem Streit auch möglichst zeitnah wieder verträgt. Wie Sie Streit am besten schlichten können, dafür haben wir einige gute Tipps für Sie.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie wichtige Zeit Ihres Lebens nicht mit Streitigkeiten verschwenden wollen. Das bedeutet nicht, dass Sie gar nicht streiten sollen, aber doch, dass Sie nach einem Streit möglichst schnell zu einer Einigung gelangen können.

Führen Sie auch keine endlosen Streitgespräche, bei denen Sie sich nur im Kreis drehen. Schlichten Sie den Streit lieber frühzeitig und finden Sie Kompromisse.

Sachlich bleiben

Ist man nach einem Streit beleidigt und verletzt, dann meist deshalb, weil der Partner unsachliche, emotionale und beleidigende Dinge gesagt hat. Meist zahlt man dies mit gleicher Münze zurück.

Diesen unschönen Schlagabtausch können Sie vermeiden, wenn sowohl Sie selbst als auch der Partner im Streit darauf achten, nur sachliche Argumente vorzubringen. Sätze wie "Du bist wie Deine Mutter" oder "Es ist dasselbe wie damals..." haben meist mit dem eigentlichen Streitgegenstand nichts zu tun und führen nur weg vom Thema und hin zu einem beidseitigen Verzetteln.

Vermeiden Sie diese Umwege. Kürzen Sie einen Streit ab. Schlucken Sie Ihr letztes vernichtendes Argument hinunter und sagen Sie stattdessen zu Ihrem Partner, dass Sie nicht streiten möchten.

Eine Pause machen

Oftmals hilft eine kleine Pause. Gehen Sie jeder ein paar Minuten Ihres Weges und besprechen Sie den Streitpunkt danach in Ruhe miteinander. Ist der Streit nämlich erst einmal eskaliert, finden meist auch keine vernünftigen Argumentationen mehr statt.

Dem Partner entgegenkommen

Wenn Sie zu bestimmten Themen nicht zu einem Konsens gelangen, dann sagen Sie dem Partner zumindest, welche seiner Argumente Sie verstehen, teilen oder nachvollziehen können. So kommen Sie ihm ein Stück weit entgegen und er muss sich nicht gänzlich unverstanden fühlen. Wenn Ihr Partner sieht, dass Sie einen Schritt auf ihn zugehen, dann wird er Ihnen in manchen Punkten vielleicht auch besser entgegenkommen können.

Fazit

Dass man direkt nach einem Streit eine völlige und lückenlose Übereinstimmung erzielen kann, ist in den meisten Fällen zuviel erwartet. Man kann aber mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme doch zu dem Punkt gelangen, dass man wieder in Ruhe miteinander sprechen kann und die jeweiligen Positionen dargelegt sind.

Streit: Notfalls eine Pause einlegen

Junges Paar auf Couch, er sitzt vorne nachdenklich, sie von ihm abgewandt weint
conflict © Adam Borkowski - www.fotolia.de

... ist der Stresshormonpegel gesunken, weitermachen. Eskaliert ein Streit, so kann eine Pause vor schwer zu reparierenden Verletzungen schützen. Je mehr die innere Erregung steigt, um so größer ist die Gefahr, bald den „roten Knopf“ beim Partner drücken zu wollen.

„Man spürt das auch körperlich“, sagt die Diplompsychologin Claudia Wölfer im Interview mit dem Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre. „Jetzt besser eine Auszeit nehmen, damit der Pegel der Stresshormone wieder sinkt“, sagt die Heidelberger Paar- und Familientherapeutin. Später sei es aber wichtig, den Faden wieder aufzunehmen, „denn der Konflikt ist ja noch nicht gelöst“.

Bei Auseinandersetzungen erstmal Abstand gewinnen, so raten es die Psychologen

Das klärende Gespräch braucht eine konstruktive Atmosphäre

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

Ob mit dem Ehepartner, der besten Freundin oder dem Chef - jeder hat mal Stress mit Menschen in seiner Umgebung. Viele halten sich dann lieber zurück und scheuen eine offene Konfrontation. Dabei muss eine Auseinandersetzung nicht zwangsläufig in einer Katastrophe enden, erklärt Barbara Berckhan.

Eine Aussprache ist wichtig

Die Diplom-Pädagogin aus Pinneberg ist Autorin des Kritik-Ratgebers "Jetzt reicht's mir" und plädiert für eine vernünftige und offene Kommunikation. Denn Harmonie gibt es nicht zum Nulltarif und sich aussprechen bringt häufig mehr, als den Ärger runter zu schlucken.

Dabei gilt es jedoch einige Regeln zu beachten. Auch wenn es schwer fällt, sollte man sich zunächst beruhigen und ablenken, bevor man sein Gegenüber konfrontiert. Dann habe man auch genügend Zeit, sich vernünftige Verbesserungsvorschläge zu überlegen und umgehe die Gefahr, laut und unsachlich zu werden.

Offenes Gespräch unter vier Augen

Am besten formuliere man schon vorab, worum es einem wirklich geht und wie die Situation für beide Seiten verbessert werden kann, rät Berckhan. Manchmal sei es auch sinnvoll, für ein offenes Gespräch einen festen Termin zu vereinbaren, bei dem beide Parteien unter vier Augen sein können. Niemals dürfe man ein Gegenüber vor Publikum kritisieren. Im besten Fall stehe am Ende des Gespräches eine feste Vereinbarung, wie man sich in Zukunft besser verhalten kann, so die Pädagogin.

Bei deutschen Beziehungen ist als Strafe oftmals der Sexentzug beliebt

Ein häufiges Mittel ist in Deutschland als Strafe für den Partner nach einem Beziehungsstreit der Sexentzug. Wie das Magazin „Freundin“ schreibt, wird von 56% der Frauen diese Maßnahme benutzt, doppelt so viele wie bei den Männern.

Von den 1.049 befragten Partnern ist es für mehr als 67 Prozent nicht schlimm, wenn der Partner nicht aus freien Stücken ihren eigenen Willen folgen will. An einer Verbesserung der Beziehung durch eine Änderung am Partner oder sich selbst, glauben 33 Prozent.

Beherzigen Sie diese Tipps, werden Sie schnell feststellen, dass man aus einem Streit lernen kann...

Aus einem Streit lernen

Als ob der Streit an sich nicht schon lästig genug wäre - jetzt soll man auch noch etwas daraus lernen? Dieser pädagogische Anspruch überfordert viele kampfeslustige Streithähne, vor allem wenn der Stress des Streitens erst gerade abgeklungen ist.

Denkt man jedoch zu einem späteren Zeitpunkt und in Ruhe über diesen Vorschlag nach, so kann man ihm vielleicht etwas abgewinnen. Doch was genau kann man aus einem Streit lernen?

Egal ob die Beziehung altgedient oder noch jung ist, bei einem Streit erleben Sie Ihren Partner einmal nicht von seiner Schokoladenseite. Sie können lernen,

  • wie er sich verhält
  • zu welchen rhetorischen Mitteln er greift, und
  • wie stark er bereit ist, für seine Meinung zu kämpfen.

Streit unter Freunden? So kann die Versöhnung gelingen

Zwei Freundinnen, rothaarig und blond, umarmen sich
Freundinnen © bilderbox - www.fotolia.de

Manchmal genügt ein unbedachtes Wort und die Freundschaft bekommt durch einen heftigen Streit einen deutlichen Bruch. Eine Versöhnung gleich an Ort und Stelle ist dann erst mal nicht möglich, weshalb es am besten ist, wenn man zunächst auf Abstand geht. Ein Tratschen innerhalb des Freundeskreises oder auch das Hintertreiben der gemeinsamen Clique sollte absolut tabu sein.

Besser ist es etwas Gras über den Streit wachen zu lassen und sich dann mit einer Entschuldigung langsam in Brief- oder E-Mailform wieder anzunähern. Der gemeinsame Versuche den Streitauslöser wieder zu beseitigen, kann dann viele Missverständnis ausräumen und einer neuen Vertrauensbasis den Weg ebnen.

Konflikte mit Kollegen - Probleme am besten ohne den Chef lösen

Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
good employee attitude © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Konflikte gehören zum Joballtag - und alle Beteiligten sind verantwortlich für eine konstruktive Lösung. Wenn die Mitarbeiter auf ein Machtwort des Chefs warten, eskaliert der Streit häufig erst richtig. Statt auf fremde Autoritäten zu setzen, sollten die Beschäftigten ihre Probleme selbst aus der Welt schaffen. Das spart Zeit und schafft Vertrauen.

Wie entstehen Konflikte?

Ob Neid, persönliche Antipathien oder fachliche Meinungsverschiedenheiten, jedes Team bietet Quellen für Konflikte. Wer herausfindet, um was es eigentlich geht, hat bereits viel erreicht. Denn häufig sind die offen vorgetragenen Argumente nur die Spitze des Eisberges, darunter verbergen sich oftmals langwährende Probleme, die erst bei einem bestimmten Auslöser zum Durchbruch kommen.

Schnell und offen handeln

Wer zu lange abwartet, riskiert eine Eskalation oder Verhärtung des Konflikts. Wenn im Team Uneinigkeit besteht, sollte das möglichst schnell und offen angesprochen werden - und zwar mit allen Beteiligten. Bleiben einzelne Ressentiments oder Sorgen unerwähnt, schwelen sie im Untergrund weiter. Lösungspläne, die ein Mitarbeiter allein im stillen Kämmerlein entwirft, sind meist zum Scheitern verurteilt. Schlimmer noch: sie können andere erst recht in die Opposition treiben.

Einigkeit über das Vorgehen schaffen

Eine Konfliktlösung ist zwar das oberste Ziel, zunächst sollten die Mitarbeiter sich aber einigen, wie sie vorgehen wollen. Erst wenn alle einverstanden sind, kann es um konkrete Lösungsvorschläge gehen. Wer zu rasch auf eine Lösung fokussiert, entwickelt einen Tunnelblick und verliert wichtige Aspekte oder Bedürfnisse anderer Kollegen aus dem Blick.

Neutrale Person hinzuziehen

Spätestens wenn eine Auseinandersetzung auf die persönliche Ebene abgleitet, sollte ein neutraler Dritter hinzugezogen werden. Das kann auch sinnvoll sein, wenn ein bestimmtes Thema immer wieder zu Problemen führt oder individuelle Wertvorstellungen berührt sind.

Lässt sich der Konflikt selbst mit einer unabhängigen Person nicht klären, bleibt immer noch der Gang zum Vorgesetzten. Mancher blockadefreundliche Kollege lässt sich leider erst durch die Hierarchie in seine Schranken weisen. Wenn auch der Chef keine Hilfe bietet, bleibt als letzte Konsequenz nur die Suche nach einer neuen Firma.

Hören Sie genau zu

Sie erleben aber auch, welche Maßnahmen er ergreift, um zu seinem vermeintlichen Recht zu gelangen. Besonders zu Beginn einer Beziehung sollten Sie deshalb bei einem Streit ganz genau hinhören und herausfinden, ob der Partner bereit ist, gewisse Grenzen des gegenseitigen Respekts und der Achtung zu überschreiten. Dies kann für Ihr weiteres Zusammenleben wegweisend sein.

Schwächen kennenlernen

Sie lernen in einem Streit aber auch, wie verletzlich der Partner ist. Hier offenbaren sich seine Schwachpunkte und mögliche kritische Themen, auf die er besonders stark und emotional reagiert. Meist werden Sie herausfinden, dass dies Themen sind, die Sie selbst gar nicht so sehr betreffen würden.

Im Gegenzug dazu lernt der Partner aber auch Ihre wunden Punkte genau kennen. Man kann also aus einem Streit lernen, wie man sich gegenseitig am wirkungsvollsten verletzen kann. Dieses Wissen sollte man in einer guten Beziehung jedoch ganz gezielt dazu verwenden, eben solche Verletzungen zu vermeiden - auch in der Hitze des Gefechts.

Versöhnung wahrnehmen

Aus einem Streit kann man aber auch lernen, wie man sich hinterher am besten wieder versöhnen kann. Ist der Partner schnell zu einer Versöhnung bereit, oder lässt er sich gerne tagelang bitten? Und wie verhält sich das bei Ihnen selbst?

Denken Sie die Sache einmal durch: Wenn Sie ein Versöhnungsangebot bekommen, wie reagieren Sie dann darauf? Ist es fair, den Partner noch zappeln zu lassen, oder wäre es im Gegenzug ein Zeichen von Großmut, auf sein Versöhnungsangebot einzugehen und ihm dafür zu danken?

Versöhungssex - Testosteron ist Schuld daran

Nacktes Paar beim Küssen, er umarmt sie und verdeckt ihre Brust
Intimate lovers embrace © Forgiss - www.fotolia.de

Was haben Streit und Lust auf Sex gemeinsam? Testosteron! Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Hälfte der deutschen Paare nach einem Streit im Bett landen. Denn während man sich zofft, wird das Geschlechtshormon Testosteron ausgeschüttet, was gleichzeitig zu einer Luststeigerung führt.

Damit ist der bekannte "Versöhnungssex" ganz schnell erklärt und der Streit bekommt auch eine schöne Seite. Dabei gilt: je heftiger dieser ausfällt, desto mehr Testosteron wird ausgeschüttet. Paartherapeuten sind der Meinung: "Streit belebt die Beziehung", was mit dieser Erklärung doch sehr einleuchtend ist.

Warum ein Streit zwischen Partnern oft zu Verwöhnungssex führt

Junges Paar küsst sich, sie liegt auf ihm, weißer Hintergrund
fondness #3 © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

Wenn sich ein Paar heftig gestritten hat, finden die Streithähne anschließend häufig im Bett wieder zueinander. Dieser sogenannte Verwöhnungssex lässt sich aus Sicht des Sexualpsychologen Karl Javorszky ganz einfach erklären.

Vor allem wenn ein Streit offen und ehrlich ausgefochten wird, kann dieser dazu führen, dass sich die Partner wieder einander annähern. Gerade wenn dabei negative Emotionen wie Eifersucht zum Ausdruck kommen, schafft dies plöztliche Vertrautheit und Nähe zwischen den Partnern, was die Hormonproduktion ankurbelt und eine Basis für guten und hemmungslosen Sex schafft, so der Psychologe.

Doch nicht immer kommt es direkt nach dem Streit zu einer Versöhnung - was tut man, wenn man im Streit auseinandergeht?

Möglichkeiten einer nachträglichen Versöhnung

Männer und Frauen sind unterschiedlich gepolt. Das ist ein Fakt, der sich immer wieder in unterschiedlichen Alltagssituationen im unpassendsten Moment herauskristallisiert.

Streit gehört deswegen zu einer Beziehung genauso dazu wie der "Träum süß"-Knutscher am Ende des Tages. Problematisch wird es jedoch, wenn Streitigkeiten nur halbherzig beigelegt werden und unterschwellig weiter lodern.

Besonders schlimm ist das, wenn es hierbei um Dinge geht, für die es im Prinzip keine Lösung gibt, sondern nur ein Akt der Vergebung die Harmonie ins Haus zurückholt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn er eine äußerst unangebrachte Bemerkung über Ihre Mutter fallengelassen oder er wiederholt Ihren Jahrestag vergessen hat.

Wut und Ärger sind in solchen Momenten mehr als verständlich, kosten jedoch im Endeffekt nur Energie. Sofern er Sie nicht gerade mit Ihrer besten Freundin betrogen hat, führen Rachegelüste nicht zum Ziel.

Sie sollten sich eher darauf konzentrieren, ihm wieder gelassen in die Augen schauen zu können. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen.

Schreiben Sie einen Brief

Ihren Ärger und Ihre Wut in gut gewählte Worte niederzuschreiben hat eine therapeutische Wirkung und kann Sie wieder von der Palme herunterholen, auf die er Sie mit seiner Unachtsamkeit gebracht hat. Wenn Sie möchten, können Sie diesen Brief auch Ihrem Partner geben. So kann er im Idealfall in Ruhe nachvollziehen, warum Sie so enttäuscht und verärgert über ihn sind.

Kochen Sie sein Lieblingsgericht

Ersetzen Sie Ihre Wut durch Güte und kochen Sie seine Leib- und Magenspeise. So können Sie nicht nur Ihren Ärger verdauen, sondern zeigen auch Ihren Partner, dass Sie ihn trotz allem lieben.

Schauen Sie Fotos aus alten Zeiten an

Es ist leicht, im Gefecht des Alltags nur noch die schlechten Seiten am anderen zu sehen und weniger das, was ihn zu einer liebenswürdigen Person macht. Ein Blick in das Fotoalbum vom Anfang Ihrer Beziehung kann schlagartig in Erinnerung rufen, warum Sie sich in Ihren Partner verliebt haben und ihn auch dieses Mal wieder verzeihen.

Lesen Sie alte Geburtstagskarten

Falls Sie zu den Paaren gehören, die Geburtstagsgrüße nicht wegschmeißen, dann lesen Sie seine und Ihre eigenen Wünsche an den jeweilig anderen. Die Erinnerung an die guten Tage hilft Ihnen, sich zu beruhigen und macht Ihnen bewusst, dass Ihre Beziehung weit mehr ausmacht, als dieser Zwischenfall, der Sie so wütend gemacht hat.

Drücken Sie Ihren Partner so fest an sich wie Sie können

Eine feste Umarmung sagt mehr als tausend Worte. Nehmen Sie kein Wort in den Mund, sondern nur Ihren Partner in den Arm. Auch wenn Sie ihn gerade nicht besonders leiden mögen.

Drücken Sie ihn an sich, so fest Sie können. Dabei bauen Sie nicht nur angestaute Aggression ab, sondern zeigen auch gleichzeitig Ihre unsterbliche Zuneigung.

Eine innige Umarmung kann Wunder bewirken
Eine innige Umarmung kann Wunder bewirken

Reden ist Gold

Vermeiden Sie das große Schweigen nach einer Auseinandersetzung. Eine lange Stille kann zu einem verbalen Minenfeld werden, weil sich in jedem von Ihnen der Frust anstaut und dann im falschen Moment in verletzende Worte zum Ausbruch kommt. Sagen Sie etwas, um wieder die Situation zu beruhigen.

Wiederholen Sie Ihr erstes Rendezvous

Ganz am Anfang Ihrer Liebe war es vor allem Neugier, dass Sie und Ihren Schnuckelhasen zusammen gebracht hat. Und diese Neugier war spannend, als auch erfrischend. Lassen Sie genau diese Gefühle wieder aufleben, indem Sie Ihr erstes Rendezvous wiederholen.

Gehen Sie zu dem Ort zurück, an dem Ihnen zum ersten Mal klar wurde, dass Ihnen jemand ganz besonderes gegenüber steht. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um über die Stärken und guten Seiten Ihrer Beziehung zu reden.

Legen Sie einen Kuscheltag ein

Was gibt es Schöneres, als einen Tag absolut gar nichts zu tun. Verbringen Sie den kompletten Tag im Bett und arbeiten Sie die Liste an DVDs ab, die Sie beide schon immer gemeinsam sehen wollten. Vergessen Sie einfach mal den Rest der Welt und stellen Sie sicher, dass der Pizza-Bote der einzige Mensch ist, der Sie an diesem Tag stören darf.

Basteln Sie eine Versöhnungskarte

Erstellen Sie in guter alter Handarbeit eine eigene Versöhnungskarte mit persönlicher Note. Nehmen Sie ein altes Foto aus der Anfangszeit Ihrer Liebe als Basis und schreiben Sie in die Karte all das hinein, was Ihren Schatz so besonders macht. Machen Sie deutlich, dass Sie nicht das geringste Bedürfnis haben, jemand anderen in Ihrem Leben zu haben.

Gehen Sie gemeinsam in ein Spa

Frauen sind nicht die einzigen Geschöpfe, die eine entspannende Massage im Thermalbad zu schätzen wissen. Genehmigen Sie sich für ein Wochenende eine Auszeit vom Alltagstrubel und gehen Sie als Paar in ein Spa, das Sie auch zu beköstigen weiß.

Lassen Sie während von allen Sorgen und Streitigkeiten los, während Ihnen die Gurkenquarkmaske gemacht wird.

Seien Sie musikalisch

"Wenn Du musikalisch bist, dann hast Du bei mir Glück", sang Gitte Haenning schon in den 60er Jahren. Und was damals stimmte, ist auch heute noch brandaktuell. Nehmen Sie ein Liebeslied auf, das Sie nur für Ihren Schnuppelhasen singen. Jeder neuere Computer kommt heutzutage mit der notwendigen Software ins Haus.

Wenn Sie nicht zufällig ein Instrument spielen, können Sie auch das Lieblingslied Ihrer besseren Hälfte nachsingen. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, ob Ihre Stimme gut genug ist. Es zählt die Geste, die Ihre Liebe unter Beweis stellt.

Beste Versöhnung nach einem Streit? Frauen und Männer setzen auf unterschiedliche Strategien

Funktioniert Versöhnungssex? Männern zufolge ja - Frauen setzen auf andere Aussöhnungsmethoden

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

Stichwort Versöhnungssex: Ob das funktioniert, würden Männer eher mit einem Nicken absegnen; Frauen schütteln da eher den Kopf. Das ist zumindest das Ergebnis, wenn man einer aktuellen Studie glaubt.

US-Forscher hatten 74 Frauen und Männer gebeten, Fragen zum Thema Beziehungsstreit zu beantworten. Sie sollten alle Methoden angeben, die sie zur Versöhnung kennen und die Forscher erstellten daraus eine Liste.

Insgesamt 21 Methoden kamen zusammen, vom Klärungsgespräch über Geschenke bis hin zu Versöhnungssex und Tränen seitens des Mannes. Diese Liste legten die Wissenschaftler dann 164 anderen Männern und Frauen vor und baten diese, die 21 Punkte ihrer persönlichen Reihenfolge nach zu ordnen. An erster Stelle sollte stehen, was zur Streitschlichtung am besten geeignet ist.

Die besten Versöhnungsstrategien

Bei der Auswertung der Bögen stellten die Forscher große Gemeinsamkeiten aber auch deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern fest. Einig waren Männer und Frauen sich beim Platz 1 der Liste. Für beide ist eine gute Versöhnung dann möglich, wenn über das Problem gesprochen wird.

Der Kommunikation folgen Entschuldigungen und das Vergeben auf den weiteren Plätzen. Das Schlusslicht der Liste bildet für beide Geschlechter der Alkohol. Man ist sich einig, dass die Droge langfristig an der Beziehung nichts verbessern wird.

Sehr unterschiedlich wurde die Liste aber beim Thema Sex. Männer setzten Versöhnungssex auf den 13ten Platz und damit in ein gutes Mittelfeld. Bei Frauen landete er dagegen nur auf Platz 17 und war damit kaum besser als Alkohol.

Eine Verschiebung gab es auch bei der Versöhnungsstrategie der männlichen Tränen. Während die Männer selbst dieses emotionale Eingeständnis nur auf Platz 19 setzen, liegt es für Frauen auf Platz 14. Die Strategie der netten Gesten wird ebenfalls unterschiedlich bewertet. Für Männer sind sie direkt Platz 2, für Frauen nur Platz 10.

Kritiker der Studie betonen, dass viele Männer und Frauen die Liste vermutlich so ausgefüllt haben, wie ihre Geschlechterrolle es ihnen vorgeschrieben hat. Viele Frauen würden vor Wissenschaftlern einfach nicht gern zugeben, dass Sex für sie ein gutes Mittel zur Versöhnung ist. Überbewerten sollte man das Ergebnis daher nicht.

Passend zum Thema

    Bei der Konfliktbewältigung reden Frauen lieber und Männer warten ab

    Junges Paar umarmt sich, sie guckt lächelnd nach oben
    A woman hugging man, isolated on white © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

    Männer neigen dazu, Konflikte einfach auszusitzen. Frauen wollen darüber reden. Das bestätigte sich bei einer Umfrage unter Studenten der Universität Wuppertal zum Umgang mit Konflikten bei Paaren.

    Wie das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet, zeigte sich, dass Frauen klar auf offene Aussprache setzen. Männer betonten dies zwar auch, kreuzten aber verdächtig oft „geduldiges Abwarten“ an.

    Der Leiter der Studie, Prof. Manfred Hassebrauck, schließt daraus: „Männer vertrauen lieber optimistisch darauf, dass von allein wieder bessere Zeiten kommen.“

    Einen Streit am Abend sollte man besser noch vor der Nachtruhe schlichten

    Junges Paar liegt unglücklich Rücken an Rücken im Bett
    Couple lying in bed back to back looking unhappy © Monkey Business - www.fotolia.de

    Streiten gehört zu einer guten Beziehung hin und wieder dazu. Eigentlich könnte es einem egal sein, wann ein Streit stattfindet, doch meinen Experten, dass ein Streit am Abend, der nicht geklärt wird, alles andere als gut ist.

    Wer schmollend auf den Partner ins Bett geht, schläft meist unruhiger und steht am nächsten Morgen entsprechend unausgeschlafen auf. Das wiederum hat zur Folge, dass man regelrecht streitlustig ist und niemand so wirklich gewillt ist, einen Kompromiss zu finden.

    Studie bestätigt schlechteren Schlaf bei unausgefochtenem Streit

    Dies ergab sogar eine kleine Studie aus den USA. Hier führten insgesamt 39 Paare über drei Wochen lang ein Tagebuch, in dem notiert wurde, ob es einen Streit gab und wann der Streit geführt wurde. Außerdem sollten Angaben zur Schlafqualität gemacht werden. Es stellte sich tatsächlich heraus, dass beide Partner durchaus schlechter schliefen, wenn sie mit Wut im Bauch ins Bett gingen.

    Der Schlafmangel löst meist einen regelrechten Teufelskreis aus, denn wer nicht ausreichend schläft, ist meist nicht in der Lage, vernünftig auf seinen Partner einzugehen, ihn zu verstehen oder eben einen Kompromiss zu finden. Besser ist es laut Experten, den Streit noch vor der Nachtruhe zu schlichten. Dann schläft man höchstens einmal eine Nacht etwas weniger, dafür aber deutlich besser.

    Und mal Hand auf Herz: die Versöhnung ist schließlich noch das beste am Streit.

    Zum Schluss machen wir noch einen kurzen Exkurs in Sachen Streiten lernen - dies lässt sich auch über ein Seminar erreichen...

    Ziel und Zweck eines Streitseminars

    Es gibt viele gute Ratschläge, die man beherzigen kann, wenn es darum geht, richtig zu streiten - soll heißen, so, dass man etwas daraus lernt und den anderen niemals verletzt oder ihm Unrecht tut. Einigen Paaren gelingt dies; andere aber kriegen sich immer und immer wieder "in die Haare", was auf Dauer der Beziehung alles andere als guttut.

    Auch der beste Paartherapeut wird die beiden nicht davon abhalten können, sich ab und zu doch zu streiten. Dies ist auch gar nicht nötig; schließlich sind Auseinandersetzungen auch gut für die Beziehung. Doch wenn man das "Wie" nicht hinbekommt, kann es sich lohnen, Hilfe zu suchen.

    In einem Streitseminar lernt man die gewinnbringende Bewältigung von Konflikten - sowohl für einen selbst, als auch für die Beziehung. In einer kleineren Gruppe erhält man hier sowohl theoretische Tipps und kann diese zudem direkt praktisch anwenden, denn Übung macht den Meister, das gilt auch für das souveräne Streiten.

    Inhalte des Seminars

    In der Regel erhalten die Teilnehmer einige Zeit vor Beginn den organisatorischen Ablauf zugeschickt, zudem einen Fragebogen, auf welchem persönliche Notizen gemacht werden können. Hier lassen sich die individuellen Wünsche und Erwartungen aufschreiben.

    Werden diese Fragebögen frühzeitig wieder zurückgeschickt, können die Organisatoren des Seminars bei der Planung der Inhalte auch diese Notizen berücksichtigen. Zudem sind unter anderem folgende Themen möglich:

    • Die Auslöser für Streit
    • Möglichkeiten, einen unterschwelligen Konflikt zu erkennen
    • Eine Analyse des bisherigen Streitverhaltens
    • Eine Analyse der persönlichen Schwächen und Stärken beim Streiten
    • Mögliche Beeinträchtigungen des Streitverhaltens, z.B. durch Erwartungen, Wünsche, Gefühle
    • Zu vermeidende Verhaltensweisen und Aussagen
    • Tipps, um einen Streit zu beginnen
    • Möglichkeiten, im Streitgespräch Vertrauen aufzubauen
    • Möglichkeiten zu erkennen, was der Streitpartner wirklich meint
    • Lösungswege bei zwei verschiedenen Meinungen
    • Die persönliche Verarbeitung eines Streits

    Ein solches Seminar kann für eine Beziehung sehr sinnvoll und bereichernd sein. Sich für ein solches anzumelden, mag sicherlich ein wenig Überwindung kosten, doch wenn man bedenkt, dass man es dadurch in Zukunft schafft, für mehr Harmonie in der Partnerschaft und damit auch für mehr Lebensqualität zu sorgen, sollte man nicht lange zögern.

    Beim Streit leiden Seele und Körper

    Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
    rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

    Ein Beziehungsstreit belastet nicht nur die Seele, sondern auch den Körper, berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie.

    Negative Auswirkungen auf Immunsystem und Wundheilung wiesen Wissenschaftler der Ohio-State-Universität (USA) nach. Für ihre Studie mussten sich 42 Paare in die Haare kriegen. Vor dem Streit waren ihnen kleine Wunden zugefügt und Blut abgenommen worden. Dann wurden die Paare acht Tage lang genau beobachtet.

    Das Ergebnis: Die Wunden der Streithähne benötigten zur Heilung einen Tag länger als die von Paaren, die harmonisch in den Test starteten.

    Ungesunder Ehestreit

    Herzinfarkt: Oberkörper einer Frau mit Brustschmerzen, sie fasst sich aufs Herz
    Seniorin hat zuhause einen Herzinfarkt © Kzenon - www.fotolia.de

    Streit in der Ehe ist für beide Betroffene nicht gesund, wie jetzt ein US-Forscherteam unter der Leitung von Elaine Eaker von der der Boston University bekannt gab.

    Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass bei verheirateten Frauen, die Probleme in der Ehe haben, das Risiko an Schlaganfall oder Herzinfarkt zu sterben, um viermal höher liegt als bei ledigen Frauen. Es wurde eine Langzeit-Studie aus den Jahren 1948 bis 1958 untersucht, wobei der Gesundheitszustand von 1501 Frauen und 1493 Männern festgehalten wurde.

    Streitsüchtige Menschen haben höhere Lebenserwartung

    Büromitarbeiter streitet sich mit Chefin
    Office life © diego cervo - www.fotolia.de

    Menschen, die mit ihren Partnern unverhohlen über ihre Differenzen diskutieren und streiten, haben eine höhere Lebenserwartung als diejenigen, die ihre Fäuste nur in der Tasche ballen. Dies ist das Ergebnis einer US-Studie. Bei der Studie wurden 192 Paare über 17 Jahre hinweg verfolgt und dabei in verschiedene Gruppen unterteilt: in die, die streiten und die, die nicht streiten.

    Es stellte sich heraus, dass eine größere Zahl von Menschen, die sich nicht sehr oft stritten, eher starben. Die Wissenschaftler nehmen an, dass sich nicht ausdiskutierte und -gestrittene Streits und damit ungeklärte Differenzen negativ auf den Blutdruck sowie das Immunsystem niederschlagen.

    Im Urlaub habe Paare oft Zeit zu Streiten und Kontroverses auszudiskutieren

    Paar im Sommerurlaub sitzt im Restaurant und schaut Speisekarte durch
    Happy couple of tourist sitting at restaurant table in Rome © goodluz - www.fotolia.de

    Friede, Freude, Ferien – nur nicht streiten! Das nehmen sich viele Familien im Urlaub vor. Die Psychologin Birgit Weisswange-Lehmann, Leiterin des Instituts für Verhaltenstherapie in Berlin, sagt jedoch, ein Streit im Urlaub könne heilsam sein. Wann sonst sei es möglich, etwas wirklich auszudiskutieren? Eltern und Kinder sollten nicht versuchen, jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen, rät sie im Apothekenmagazin "BABY und Familie".

    Harmonie um der Harmonie willen schaffe nur Spannungen. Potentiellen Dauerkonflikten, etwa darüber, womit die Urlaubstage ausgefüllt werden, geht man mit klugen Kompromissen aus dem Weg: Einen Tag entscheiden etwa die Kinder, einen der Vater und den nächsten die Mutter. Wichtig dabei sei, so die Psychologin, die Wahl der anderen zu akzeptieren und nicht zu meckern.

    Socken, Müll und Fernsehen sind die häufigsten Streitthemen bei Paaren

    Mann und Frau Rücken an Rücken nach Streit
    Quarrel between men and women © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

    Jedes Paar hat das ein oder andere Thema, bei auch schon mal die Fetzen fliegen können. Das TV-Magazin „FunkUhr“ ist der Sache auf den Grund gegangen und hat 1.000 Erwachsene befragt, welche explosiven Themen bei ihnen und deren Partnern auf dem Programm stehen.

    Ungeschlagen auf Platz 1 steht mit 47% die Ordnung bzw. die Unordnung des Partners. Ganz dem Klischee regt sich frau ständig auf, wenn Er seine dreckigen Socken herumliegen lässt, und Er, dass Sie jetzt wieder unbedingt saugen muss.

    Aber auch bei der Familie kann's krachen: für 22% der Befragten waren die Verwandten ein Streitthema. Wenn die Schwiegermutter ständig zu Besuch kommt, hängt auch schon einmal der Haussegen schief.

    Doch auch Geld kann ein Knackpunkt sein: bei 29% der Teilnehmer war das ein Grund zum Streit. Das Fernsehprogramm hingegen ist nur bei 10% ein Grund, eine Diskussion zu führen.

    Sex ist für Paare nicht der Streit-Auslöser Nr. 1

    Junges Tanzpaar beim Streit, weißer Hintergrund
    Man and woman conflict. Isolated on white. © Piotr Marcinski - www.fotolia.de

    Der Onlinedienst Parship hat in einer Umfrage zum Streitverhalten deutscher Paare Erstaunliches herausgefunden: Das Thema "Sex" ist ein eher seltener Grund für Streit. Die Partnervermittlungsagentur hatte 2.000 Menschen im Alter von 20 bis 65 Jahren mit und ohne Beziehung gefragt, wann, wie und worüber sie sich mit ihren Partnern streiten. Das Ergebnis: Nahezu in jeder Beziehung fliegen regelmäßig die Fetzen.

    94 Prozent der Befragten gaben an, dass es regelmäßig zu Streitereien mit dem Partner kommt. Die wichtigsten Streit-Auslöser sind übrigens der Haushalt und zu wenig gemeinsame Zeit. Häufig betrachten die Streitenden ihre Beziehung nach einem Krach negativ. Doch Paartherapeuten wissen wie wichtig Auseinandersetzungen sind: Wenn ein streitendes Paar ein Problem gemeinsam gelöst hat, ist die Beziehung danach stablier als vorher.

    Viele Deutsche rechnen schon im Vorhinein mit Streit an Weihnachten

    Rote Christbaumkugel an Weihnachtsbaum, im Hintergrund goldener Baumschmuck
    christmas decoration © AGphotographer - www.fotolia.de

    Weihnachten bedeutet nicht nur Stress, sondern offenbar auch Streit mit der Familie. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des "Men's Health" Magazins.

    Insgesamt 1.499 Deutsche wurden zum Thema Stress und Streit an Weihnachten befragt. 21% der Teilnehmer rechnen schon vor Weihnachtsbeginn mit Streitigkeiten in der Familie. Vor allem mit den Eltern wird demnach oft gestritten. 21% der Befragten geraten zu Weihnachten regelmäßig in einen Streit mit der Mutter, 17% ärgern sich über den Vater. 8% regen sich zu Weihnachten vor allem über die Geschwister auf.

    Der Hauptgrund für die Streitigkeiten sehen die meisten Befragten (12%) beim weihnachtlichen Essen. Für 10% ist die Auswahl der richtigen Musik der größte Streitpunkt und 9% sehen den übermäßigen Alkoholkonsum ihrer Verwandten ganz weit oben. 8% streiten sich über die weihnachtliche Dekoration, 7% diskutieren meist über die festliche Kleidungswahl und weitere 7% über die Geschenke. In 6% der Streitfälle sind zu laute Kinder der Auslöser.

    312 Streitereien im Jahr

    Frauen lassen sich schnell von schlechten Angewohnheiten reizen, was oft zu Streit führt

    Zwei Freunde sitzen auf Couch und gucken Fußball, im Hintergrund zwei genervte Freundinnen
    domestic life © diego cervo - www.fotolia.de

    Einer Befragung unter 3.000 britischen Erwachsenen zufolge sind Männer nicht so oft gereizt wie das vermeintlich schwächere Geschlecht. Frauen sind demnach schneller von schlechten Angewohnheiten ihres Partners genervt und bringen das auch viel häufiger zum Ausdruck.

    Meistens geschieht das donnerstags in den Abendstunden. Dann regt sie sich darüber auf, dass er womöglich wieder einmal den Klodeckel oben gelassen hat, oder einfach sinnlos im Fernsehen rumzappt.

    Wenn sauer, dann auch richtig

    Männer dagegen regt es eher auf, wenn ihre Partnerin zu lange im Bad braucht. Ebenso können sie es nicht leiden, dass Haare im Abfluss vergessen werden, oder Beschwerden über nicht gemachte Hausarbeit bei ihm ankommen. Nicht selten führt das zur Trennung, auch wenn Männer eher selten gereizt sind - aber wenn, dann richtig.

    Diesen kleinen Unstimmigkeiten sorgen bei den britischen Paaren im Schnitt für 312 Streitereien im Jahr. 20 Prozent der Befragten sagen aus, dass sie aus diesen Gründen auch schon daran gedacht haben, sich von ihrem Partner oder ihrer Partnerin zu trennen.

    Für den Großteil der Deutschen gehört auch mal ein gehöriger Streit zum Leben dazu

    Zwei Paar nackte Füße schauen unter einer weißen Decke hervor
    happy feet © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

    In manchen Situationen ist es besser, einen Konflikt in einem offenen Streit auszutragen, als die Probleme mit den Mitmenschen einfach zu verschweigen, denn dadurch stauen sich die Aggressionen nur an.

    Das findet auch ein Großteil der Deutschen, wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.955 Personen zeigt. 86,6% finden, dass ein Streit manchmal genau richtig ist, um ein Problem aus der Welt zu schaffen und halten es für falsch einfach zu schweigen.

    80,9% sind sogar der Meinung, dass es bei einem solchen Streit ruhig auch mal etwas lauter zugehen kann, vorausgesetzt das Gegenüber wird nicht beleidigt oder gar verletzt.

    54% hingegen versuchen lieber einen Streit wenn möglich zu umgehen und 51,9% hassen es regelrecht sich mit jemand anderem verbal zu fetzen. 34,2% benutzen einen Streit aber auch gerne mal als Ventil, um alle angestauten Aggressionen am Streitpartner auszulassen.

    Frauen leiden unter Streitereien mehr als Männer

    Junge Frau schaut bedrückt aus einem mit einem Plissee abgedunkelten Fenster
    shadow © Arrow Studio - www.fotolia.de

    Eigentlich ist Zickigkeit ja eine typische Eigenschaft von Frauen. Dass es dadurch aber zum Streit kommt, möchten nur die wenigsten Damen. Wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.955 Teilnehmern zeigt, ziehen Frauen eigenen Angaben zufolge bei einem Streit nämlich meistens den Kürzeren.

    52,8% der befragten Frauen gaben an nach einem Streit oft psychisch oder körperlich angeschlagen zu sein. Von den befragten Männern sagten dies von sich selbst jedoch nur 31,7%. Zudem berichteten 39,1% der Umfragenteilnehmerinnen, dass ihnen bei einer Auseinandersetzung meist nie die passenden Argumente einfallen.

    Die Männer scheinen da schon etwas schlagfertiger zu sein. Von ihnen gaben lediglich 28,9% an beim Argumentieren häufig unter Einfallslosigkeit zu leiden.

    So streiten die Deutschen am liebsten

    Junge weinende Frau hält Hände zusammen und hat Kopf nach oben gestreckt
    The young girl cries © Lidiya Shironina - www.fotolia.de

    Wenn es zu verbalen Auseinandersetzungen kommt, scheinen die Deutschen nur zwei Möglichkeiten zu sehen sich ihrem Gegenüber zu stellen: entweder sie gehen dem Ganzen aus dem Weg oder sie versuchen ihren Gesprächspartner mit allen Mitteln auszustechen. Dieses Ergebnis zeigt eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.955 Personen.

    29,8 Prozent der Befragten ignorieren demnach einfach ihr Gegenüber und versuchen die Sticheleien einfach zu überhören. 29,5 Prozent reagieren übertrieben nett und höflich auf die Aussagen ihres Diskussionspartners und versuchen den Streit so schnell zum Ende zu bringen.

    19,4 Prozent der Umfragenteilnehmer gehen lieber in die Offensive und versuchen auf den Schwächen ihres Gegenübers herumzuhacken, um ihn zum Streit herauszufordern. 13,6 Prozent gaben an hin und wieder sogar beleidigend zu werden und bei 10,2 Prozent hat der Streit sogar schon einmal mit Handgreiflichkeiten geendet. 9,7 Prozent geben ihrem Gegenüber einfach so lange konter, bis dieser von selbst aufgibt.

    So lässt sich Urlaubsstreit vorbeugen

    Gemeinsame Interessen und die des Partners im Urlaub ohne Streit umsetzen

    Junges braun gebranntes Paar mit Sonnenbrillen am Strand
    Happy Attractive Woman and Man Couple In Sunglasses At Beach © Darren Baker - www.fotolia.de

    Urlaub dient eigentlich der Entspannung. Nach dem Stress aus Alltag und Arbeit sollen sich Körper und Geist erholen. Und auch der Beziehung tut so eine kleine Auszeit in der Regel gut. Doch viele Paare streiten im Urlaub plötzlich nur noch – von Entspannung fehlt da jede Spur. Dabei könnte alles so schön sein!

    Warum gerät man gerade im Urlaub so oft aneinander?

    Laut Paartherapeut Ulrich Schmitz liegt die Hauptursache darin, dass jeder Partner seine eigenen Vorstellungen von dem lang ersehnten Urlaub habe. So sehnt sie sich vielleicht in erster Linie danach, mit einem guten Buch am Strand zu faulenzen, er dagegen möchte sich lieber sportlich betätigen oder exotische Ausflüge unternehmen.

    In dem zeitlich begrenzten Aufenthalt führt das dann über kurz oder lang zu Differenzen. Um Urlaubsstreit vorzubeugen, sollten beide Partner vorher klar stellen, was ihnen im Urlaub wichtig ist. Gemeinsam sollte dann geplant werden, was gemeinsam unternommen wird und was jeder besser allein tun sollte. Wichtig ist, dass jeder Freiräume hat und beide bekommen, was sie sich vom Urlaub versprechen.

    Ein weiterer Grund für den Urlaubsstress liegt darin, dass man plötzlich rund um die Uhr mit dem Partner zusammen ist. Die räumliche und zeitliche Trennung, die beide im Alltag durch den Job haben, ist im Urlaub nicht vorhanden. So reden Paare im Alltag durchschnittlich nur etwa 10 Minuten täglich miteinander - im Hotel in einem fremden Land ist der Partner plötzlich 24 Stunden pro Tag bei einem.

    Mit den Schwächen des Partners umgehen lernen

    Für das Paar ist das eine ungewohnte Situation. Schwächen, individuelle Macken und schlechte Laune bekommt man an dem Partner viel eher und häufiger zu sehen als zu Hause. Es kann durchaus vorkommen, dass man sein Gegenüber dann plötzlich nicht mehr wiedererkennt. Das Idealbild des Partners schwindet.

    Bei ständigem Kritisieren und Hinterfragen des Partners ist Streit vorprogrammiert. Daher müssen beide Parteien der Beziehung lernen, damit umzugehen.

    Ein Fehler, den außerdem viele Paare machen: Sie sehen im Urlaub eine Möglichkeit, die nicht mehr so wunderbare Beziehung zu kitten. Probleme des Alltags sollten jedoch keinesfalls im Urlaub geklärt werden. Im Urlaub zählt nur eins: Erholung vom Alltag.

    Streitverhalten von Paaren analysiert - Häufigkeit der Auseinandersetzungen bleib über Jahre gleich

    Streit heute, damals und wie es richtig geht

    Junge Eltern auf Tischplatte gestützt streiten, dahinter sitzt kleines trauriges Mädchen am Tisch
    Arguing parents © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

    US-Forscher luden 1.000 Paare vor gut 20 Jahren zu einer Langzeitstudie ein. Man wollte herausfinden, wie sich die Harmonie in einer Beziehung über einen so langen Zeitraum hin ändert. Das erstaunliche Ergebnis: es ändert sich nicht.

    Streit-Studie

    Wer sich zu Beginn einer Beziehung häufig streitet, wird diesen Level auch in den nächsten Jahren beibehalten. Bei wem es dagegen eher ruhig und harmonisch beginnt, bei dem bleibt die Beziehung meist so.

    In den 80ern befragte man die Paare zu ihrer Beziehung und stellte Fragen nach der Häufigkeit von Auseinandersetzungen. Der Großteil, etwa 60 Prozent, hatte eine gemäßigte Beziehung mit kleineren Problemen. 16 Prozent gaben an, sehr glücklich und harmonisch zu leben und 22 Prozent gestanden, dass sehr häufig die Stimmen gehoben werden.

    Wie sah es jetzt 2011 aus? Die Zahlen waren weitgehend konstant geblieben.

    Allerdings ist wenig Streit laut Meinung von Psychologen kein Haupt-Kriterium für eine glückliche Beziehung und niemand sollte Streitigkeiten unterdrücken, nur weil er oder sie glaube, so die Partnerschaft harmonischer zu machen.

    Dieses Verhalten kann im Gegenteil dazu führen, dass Konflikte unterdrückt werden und sich so weit aufstauen, dass es irgendwann wegen Kleinigkeiten zur großen Krise kommt. Offen reden und sich dabei auch über Uneinigkeiten streiten, kann Klärung bringen.

    Wichtig ist wie immer, dass man fair bleibt und Beleidigungen vermeidet.

    Faire Auseinandersetzungen sind oft gesund für Paarbeziehungen

    Junges Paar sitzt am Küchentisch und stößt mit Rotwein an
    young couple in their kitchen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Streit geht oft an die Substanz, besonders in Beziehungen. Doch deswegen sind Auseinandersetzungen noch lange nicht per se schlecht, im Gegenteil. Ein fairer Streit wirkt wie ein Gewitter, besonders wenn vorher schlechte Stimmung war. Mehrere aktuelle Studien belegen, dass Ehepaare, die sich regelmäßig streiten, gesündere Beziehungen führen.

    Bei Streits kämen Themen auf den Tisch, die vorher mehr im Verborgenen lagen, so William Doherty von der Universität Minnesota. Dass Probleme auf den Tisch kämen, sei jedoch die Voraussetzung dafür, dass man damit umgehen könne. Und theoretisch gibt es sogar gute Tipps für einen fairen Streit. Man solle nicht verallgemeinern, und immer am konkreten Thema bleiben, so Doherty. Dritte Parteien wie die eigene Mutter oder die beste Freundin sollten außen vor bleiben. Ferner sollte man sich respektvoll verhalten, auch wenn die Emotionen hochkochen.

    Man sollte sich also nicht beschimpfen oder verletzend werden. Und was vielleicht am schwersten ist, aber unbedingt sein muss: Hat man einen Fehler gemacht, sollte man diesen auch eingestehen. Das beweist Größe und bringt die Beziehung voran.

    Rangliste der häufigsten Gründe für Streit in einer Partnerschaft

    Abwasch in der Küche - gestapeltes Geschirr, Schwämme und Handtücher
    Küchengeschirr - Abwasch © Pixelot - www.fotolia.de

    Streiten in einer Beziehung ist nicht immer angenehm, doch manchmal ist ein heftiges Gewitter besser als ständiges Donnergrollen. Nur wieso kracht es in den deutschen Haushalten eigentlich? Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hat für die Zeitschrift "Auf einen Blick" mal nachgefragt und siehe da: Meist geht es um den Haushalt.

    Unabhängig vom Geschlecht erklärten 28,7 Prozent der Deutschen, es nerve sie, wenn der Partner seine Klamotten herumliegen lasse oder sein Geschirr nicht sauber mache, wenn er es benutzt hat. 21,7 Prozent der Befragten hatten sich aber auch schon darum gestritten, wer generell anfallende Haushaltstätigkeiten zu erledigen habe. Auf Platz drei der häufigsten Gründe für Streit folgte mit 21,5 Prozent das Fernsehprogramm. 21 Prozent stritten sich wegen Familienangelegenheiten.

    Die gute Nachricht: Diese Streitpunkte sind eigentlich relativ leicht aus der Welt zu schaffen - mit einem Putzplan zum Beispiel. Über Beziehungsprobleme wie mangelnde Aufmerksamkeit oder Probleme mit dem Sex stritten nämlich nur 12 Prozent. Den deutschen Paaren scheint es also recht gut zu gehen.

    Streit in Beziehungen - Wenn der Groll bleibt, muss man auch alte Fässer nochmal aufmachen dürfen

    Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
    couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

    Häufig werden Gespräche in Beziehungen mit dem Hinweis darauf abgeblockt, dass der Streitpunkt doch längst vom Tisch sei und dass man sich im Kreis drehe, wenn man ein bestimmtes Thema immer und immer wieder anschneide. Doch wenn bei einem Partner der Groll über ein Thema nicht verfliegen will, dann steuert die Beziehung auf einen großen Crash zu.

    Wenn es eine Aussprache zu etwas gegeben hat, so Felicitas Heyne, Psychologin in Herxheim, und der eine Partner schleppt das Thema danach für sich aber noch weiter, dann ist es wichtig, dass man das Thema nochmal auf den Tisch bringen kann. Der Partner, der sich mit einer Lösung bereits abgefunden hat, muss dann Verständnis zeigen und sollte nicht vorschnell abblocken. Offenheit sei wichtig, so Heyne. Der andere könne keine Gedanken lesen, deswegen müsse man offen sagen, dass noch etwas im Raum steht.

    Beziehungsstreit macht Männern stärker zu schaffen

    Junges Paar sitzt voneinander abgewandt auf Sofa und schaut gelangweilt TV
    relationship difficulties © diego cervo - www.fotolia.de

    Viele Frauen können ein Lied davon singen: Wenn´s heftig knallt, dann zieht Er sich gern zurück. Mauert, schweigt, zieht sich zurück. Jetzt liefert eine Studie mögliche Erklärungsversuche: Offenbar empfinden Männer einen Streit als deutlich stressiger als ihre weiblichen Partnerinnen. Und die Forscher gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie schlussfolgern, dass Frauen Auseinandersetzungen und Konflikte nicht scheuen, sondern sie ganz im Gegenteil sogar als klärend und reinigend für die Beziehung empfinden - gewissermaßen also als Maßnahme, um Stress gerade aus der Welt zu räumen.

    Entdeckt wurden diese grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern eher nebenbei: Eigentlich wollten die Wissenschaftler der amerikanischen Penn State University untersuchen, inwiefern eine Schwangerschaft die Beziehung beeinträchtigt.

    Für die Studie wurden rund 180 Paare in verschiedenen Situationen untersucht. Blutproben sollten helfen, den individuellen Stresspegel objektiv zu messen. Dabei entdeckten die Forscher, dass eben jener Hormonpegel bei Frauen während der konfliktreichen Gespräche, zu denen die Probanden angehalten wurden, deutlich unter jenem der männlichen Teilnehmer lag.

    Auch bei langjährigen Partnerschaften - Geld sorgt immer wieder für Konflikte

    Frau nimmt einen 50-Euro-Schein aus einer braunen Geldbörse aus Leder
    Girl is taking out money from wallet © Andrei Korzhyts - www.fotolia.de

    Wer viele gemeinsame Jahre erlebt hat, sollte eigentlich vor Streitereien gefeit sein, nehmen viele Menschen an. Doch auch bei älteren Paaren sorgt vor allem das Geld immer wieder für Streit. Psychologen sehen darin jedoch weniger eine Auseinandersetzung um tatsächliche finanzielle Angelegenheiten, sondern eher einen Vorwand um verdeckte Ängste und Unstimmigkeiten, die um des lieben Friedens willen gerne unter den Teppich gekehrt werden.

    Mangelhafte Anerkennung und Beachtung

    Gerade in langjährigen Partnerschaften mangelt es häufig an Anerkennung und Beachtung. Der Mann, der jahrelang Geld nach Hause gebracht hat, sucht bei einem nichtigen Streit um einen teuren Einkauf beispielsweise Anerkennung für den monetären Verdienst, aus dem er seine Wertigkeit bezieht, so Psychologen. Frauen dagegen suchen Anerkennung für die ganze Hausarbeit, die sie klaglos erledigen, und die vom Ehemann einfach so hingenommen wird.

    Finanzielle Konflikte

    Natürlich spielen auch echte finanzielle Konflikte eine Rolle: Wer ständig in finanzieller Sorge leben muss und häufig nicht weiß, woher das Geld für notwendige Anschaffungen stammen soll, nimmt dem Partner auch kleinste Ausgaben übel, wenn sie in seinen Augen überflüssig sind. Und solange ein Paar ständig mit Geldnöten beschäftigt ist, bleibt für Liebe wenig Zeit.

    Konflikte lösen in der Partnerschaft - Für Teenager eher unwichtig

    Selfie: junges Paar liegt im Park auf einer Wiese und macht ein Foto mit dem Handy
    smiling couple making selfie in park © Syda Productions - www.fotolia.de

    Die erste große Liebe, die ersten Schmetterlinge im Bauch, da ist wahrlich kein Platz für Konflikte. Eine interessante Studie in den Niederlanden hat nachgewiesen, wie Bedeutsam die Konfliktlösung in einer Beziehung für Teenager ist. Sie ist schlicht weg unwichtig. Erstaunlich, denn selbst in jungen Beziehungen gibt es immer wieder Themen, die zu einer Meinungsverschiedenheit führt.

    Von Untreue bis hin zur Unpünktlichkeit, darüber streiten auch junge Paare. Eine konstruktive Lösung sucht hier allerdings niemand ernsthaft. Die Antwort ist rasch gefunden. Die Teenager-Zeit ist voller neuer Eindrücke und voller interessanter Erfahrungen. Man möchte sich amüsieren und das Leben genießen.

    Erwachsene hingegen streben bereits größere Ziele in einer Partnerschaft an. Da kommen Fragen zur Gründung der eigenen Familie auf, der Job und die eigenen vier Wände verlangen etwas mehr zum Leben, als nur eine romantische Liebe. Aus diesem Grund suchen Erwachsene bei Streitigkeiten oftmals nach einer Lösung, Teenager hingegen ignorieren schon mal den einen oder anderen Streitpunkt und genießen lieber das Leben.

    Romantischer Pärchenurlaub mit Streitpotential: Die 5 Urlaubstypen

    Paar in weißen Hemden umarmt sich vor blauem Meer
    Lazing on a sunny afternoon © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Die Vorfreude ist groß: stundenlang hat man zahlreiche Angebote verschiedener Reiseanbieter verglichen und sich irgendwann für ein scheinbar perfektes Ziel für einen romantischen Pärchenurlaub entschieden. Doch bereits nach wenigen Tagen ist er da, der erste Streit. Wenn Paare zu zweit verreisen, sind sie – häufig anders als im Alltag – von morgens bis abends zusammen. Nicht selten führt dies zu Unstimmigkeiten. Dabei zeigen sich verschiedene Urlaubstypen mit entsprechenden Problemen.

    Typ 1: Verzweiflung

    Für das verzweifelte Paar ist der gemeinsame Urlaub die letzte Möglichkeit, die gekippte Beziehung zu retten und wenn die Buchung nicht schon lange durchgeführt worden wäre, wären die beiden vermutlich gar nicht mehr zusammen. Als Reiseziel wählen sie entweder einen Ort, den sie mit bestimmten Ereignissen verbinden oder ein typisch romantisches Ziel wie Paris.

    Doch auch wenn man ein paar schöne gemeinsame Tage miteinander verbringt – ein Garant für eine funktionierende Beziehung im Alltag stellt dies nicht dar. Vielmehr sollte man sich klarmachen, dass es erst nach dem Trip eine Menge an der Partnerschaft zu arbeiten gibt.

    Typ 2: Chaos

    Das chaotische Paar bucht nichts im Voraus – kurz vor knapp fällt die Entscheidung für einen gemeinsamen Urlaub. Dann nimmt man das nächstbeste Reiseziel und schafft es womöglich so gerade noch in den Flieger – wohin, ist egal. Das Problem dieses Urlaubstyps ist vor allen Dingen, dass die beiden es sich in vielen Dingen vermutlich unnötig schwer machen und sich gegenseitig irgendwann auf die Nerven gehen.

    Typ 3: Uneinigkeit

    Dieses Paar hat so unterschiedliche Interessen, dass die Beziehung an sich schon sehr verwunderlich ist. Bei Buchen der Reise versuchen die zwei, einen Ort zu finden, der auf so viele Widersprüche wie nur möglich, eingeht. Viel Zeit verbringen sie im Urlaub dann folglich nicht zusammen. Wer dies vermeiden möchte, kann zum Beispiel ein paar feste Tage vereinbaren, die man zusammen verbringt.

    Typ 4: Organisation

    Natürlich gibt es auch das Urlaubspaar, welches jeden Tag und jede Stunde straff durchorganisiert hat. Sind alle Zeitfenster ausgeschöpft, kann das Projekt „Urlaub“ beginnen; dabei muss das Reiseziel eine Herausforderung sein. Das Problem ist, dass es immer passieren kann, dass es zu unerwarteten Situationen kommt, in denen das Paar dann jedoch keine Lösung weiß, da es für Komplikationen nichts vorbereitet hat. Ein etwas großzügigeres Zeitfenster hier und da könnte schon eine große Hilfe sein.

    Typ 5: Harmonie

    Das harmonische Paar ist sich in jeder Hinsicht einig und so ist es im Endeffekt egal, wo die Reise hingeht – alle Ziele sind super. Bevorzugt werden jedoch in den meisten Fällen Ziele mit Strand und Meer. Sobald Situationen auftreten, die man schlichtweg nicht als „traumhaft“ bezeichnen kann, wie zum Beispiel Krankheit, kann es zu schlechter Laune und großer Enttäuschung kommen. Man sollte also die rosarote Brille nicht permanent auf der Nase sitzen haben, um Herausforderungen auch mal zu meistern, anstatt sie zu perfektionieren.

    Die Adventszeit versöhnt Menschen: Viele beenden Streitigkeiten zur Weihnachtszeit

    Handschlag, Frau und Mann geben sich Hände
    business handshake © Rafa Irusta - www.fotolia.de

    Weihnachten steht vor der Tür und seit dem ersten Advent sind die Fenster durch schöne Deko und Kerzen beleuchtet. Die Weihnachtszeit wird von den meisten als eine Zeit für Familie und Freunde empfunden, denn man verbringt die Weihnachtstage gemeinsam und genießt die Gesellschaft der anderen. Genau aus diesem Grund kann Weihnachten auch Menschen wieder vereinen, die sich zuvor durch diverse Ereignisse auseinandergelebt haben.

    Neuanfang an Weihnachten

    Die Festtage werden laut Psychologen genutzt, um alte Feindschaften zu beenden, sich zu versöhnen und einen vorsichtigen Neuanfang zu wagen. Wer mit einen Konflikt hadert, sollte daher die kommenden Tage nutzen, um über den eigenen Schatten zu springen und das Gespräch zu suchen. Da die in sich hinein gefressene Bitterkeit auch der eigenen Seele großen Schaden zufügen kann, ist es sehr sinnvoll, einmal frei über alles zu reden.

    Verständnis für den anderen aufbringen

    Wer sich dazu durchringt, sollte das Gespräch aber auf keinen Fall mit Vorwürfen beginnen, sondern zunächst so neutral wie möglich das Thema des Streits ansprechen. Dann gilt es die eigene Sichtweise auf die Thematik zu schildern und anschließend das Gegenüber zu bitten, Position zu beziehen.

    Das Gespräch sollte auf jeden Fall im Sinne der Weihnachtszeit mit Verständnis für den anderen gefüllt sein. Jeder sollte versuchen, einmal den Blickwinkel des anderen einzunehmen und so das Problem von beiden Seiten zu sehen. Da Weihnachten prinzipiell zur Versöhnung einlädt, sollte es während der Festtage einfacher sein, dies zu tun und gemeinsam ein Ende des Streits zu finden.

    Rückzug ist wichtig

    Bei aller Festlichkeit sollte man aber auch darauf achten, dass jeder seinen nötigen Freiraum bekommt. Nach gemeinsamen Essen, diversen Spielen und anderen Gemeinschaftsaktivitäten sollte sich jeder auch für einige Stunden zurückziehen dürfen. Wer das nicht beachtet, kann sonst neue Spannungen provozieren.

    Zoff unterm Tannenbaum – weshalb Paare an Weihnachten streiten

    Junges Paar Stirn an Stirn, hält sich gegenseitig im Nacken und schreit sich an
    Couple locked in angry embrace © laurent hamels - www.fotolia.de

    Streit kommt bei den besten Paaren vor, und gerade in der Weihnachtszeit hängt der Beziehungshimmel nicht voller Geigen. Häufigstes Zoff-Thema ist die Verwandtschaft, gefolgt von Klagen über fehlende persönliche Freiräume.

    Verwandte nerven am meisten

    Bei einer Befragung von 443 Mitgliedern der Partnerbörse ElitePartner erklärten 18 Prozent der Teilnehmer, dass sie zu Weihnachten speziell das nervige Verhalten von Verwandten ärgert. 17 Prozent geraten mit ihrem Partner darüber in Streit, mit welchem Teil der Familie sie die Feiertage verbringen. Die Koordination der Familie bedeutet für zwölf Prozent erhöhten Stress.

    Festtagsmenü kaum Streitpunkt

    Auch die Geschenke sind ein Konfliktherd. Was soll es sein, und wer kauft es ein? Bei jedem zehnten Paar kommt es darüber zum Streit. Das Festtagesmenü bringt dagegen nur sechs Prozent der Umfrageteilnehmer auf die Palme.

    Aufgaben teilen und Ansprüche senken

    Angesichts des weihnachtlichen Stresspotentials raten Psychologen zur Vorbeugung: wer Aufgaben partnerschaftlich teilt und die eigenen Ansprüche senkt, feiert entspannter. Weder Menü noch Tannenbaum müssen perfekt sein, und auch Traditionen lassen sich ändern.

    Ganz wichtig: dem Partner Freiräume lassen und sich selbst auch Ruhepausen gönnen. Kommt es dennoch zum Zoff, sollte spätestens dann Schluss sein, wenn die Auseinandersetzung in eine Grundsatzdiskussion ausartet.

    Deutsche werden wütend, wenn Frauen nur weinen, um ihre Interessen durchzusetzen

    "Tränen lügen nicht" heißt ein bekannter Song des Schlagersängers Michael Holm. Dass dieser Titel allerdings bei weitem nicht immer der Realität entspricht, zeigt eine aktuelle Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag der Apotheken Umschau.

    Fast jede sechste Frau (17,4 Prozent) räumt dabei ein, ohne weiteres "auf Knopfdruck" Tränen vergießen zu können. Männer sind in diesem Punkt offenbar wesentlich ehrlicher. Nur 5,4 Prozent der männlichen Befragten lassen der Umfrage zufolge ab und an auf Kommando ihren Tränen freien Lauf. Beliebt macht sich das weibliche Geschlecht mit den heuchlerischen Tränen übrigens nicht.

    Sechs von zehn Befragte (58 Prozent) geben an, sogar richtig wütend zu werden, wenn Frauen nur zur Durchsetzung von eigenen Interessen weinten. Sowohl männliche als auch weibliche Bundesbürger fühlen sich dadurch gleichermaßen provoziert (Männer: 57,5 Prozent; Frauen: 58,5 Prozent).

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: sisters 11 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Closeup of a happy young man piggybacking his wife © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Autor:

    Marco Stephan - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema