10. Dezember 2008
Klar, jede Frau hat ihre Vorlieben, wenn es um das andere Geschlecht geht. Manche mögen den Latin-Lover, andere favorisieren den nordischen Typ. Doch spielen solche Vorlieben überhaupt eine Rolle?

Der perfekte Partner ist meist vollkommen anders, als Frau ihn sich vorstellt
Die frohe Botschaft: Ja, es gibt den passenden Mann. Doch er ist ganz anders, als Frau ihn sich vielleicht vorstellt.
Zugegeben - es ist nicht ganz leicht, den Glauben aufzugeben, dass uns nur Mr. Right glücklich machen kann. Da werden penibel Daten wie Hobbys, Beruf und Kinderwunsch gesammelt und verglichen und das Äußere nach Makeln abgeklopft. Andere Frauen halten im Internet nach Mr. Right Ausschau. Denn zahlreiche Single-Börsen ermöglichen in Selbstbedienungsmanier das Zusammenbasteln des Traumpartners. Zahlreiche Auswahlkriterien sollen die Suche nach der großen Liebe vereinfachen. Soll es etwa der blonde Mann sein, der sich als Zahnarzt sein Geld verdient, abends zu Liebesfilmen weint und an den Wochenenden romantische Gedichte schreibt? Oder doch der Draufgängertyp in Haudegenoptik, der tagsüber als Marketingleiter auftritt und in seiner Freizeit mit seiner Harley die Straßen unsicher macht? Kein Problem für die Flirtsuche der Single-Börsen.
Liebe scheint planbar bis in kleinste Details zu sein. Eine schöne Vorstellung. Doch der Erfolg bleibt häufig auf der Strecke. Denn solange wir diese Checkliste im Kopf haben, sind unsere Wahrnehmungen stark beschränkt. "Feinheiten" wie ein warmes Lächeln und einen packender Wortwitz gehen da schnell unter. Und wer weiß schon, ob Mr. Perfect im realen Leben überhaupt zu uns passt? Denn in der Realität gehorcht die Liebe ganz anderen Gesetzen.
Der erste wichtige Schritt ist in jedem Fall der Abschied von den eigenen Vorlieben. Das heißt nicht, dass wir nun irgendeinen beliebigen Mann erhören sollen. Es ist eher so, dass wir überhaupt keinen Einfluss darauf haben, bei wem es Klick macht. Wenn man sich öffnet und starre Ansprüche aufgibt, dann wird der Funke eines Tages überspringen. Und der Funke hat immer Recht, egal, ob der Erwählte zehn Zentimeter kleiner ist als der konstruierte Mr. Right. Und warum es bei dem einen funkt und bei dem anderen nicht, vermag keiner so genau zu beantworten. Kein Wunder, denn eine amerikanische Studie konnte belegen, dass zu 34% unsere Gene die Wahl des Partners mitbestimmen.
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