Lob und Anerkennung für das seelische Gleichgewicht - Bedeutung und hilfreiche Tipps

Drei Geschäftsleute sitzen in der ersten Reihe und klatschen

Wie sich das stetige Streben nach Lob und Anerkennun negativ auf das Individuum und Miteinander auswirken kann und was es mit der Aspekte der Equity-Theorie auf sich hat

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  • von Paradisi-Redaktion

Wir alle streben nach Lob und Anerkennung, ob nun bewusst oder unbewusst. Schon von Kindesbeinen an ist Lob und Anerkennung wichtig für die seelische Entwicklung. Stetig danach zu streben hingegen kann sich negativ auf das Individuum und das Miteinander auswirken. Im Bereich einer Partnerschaft spielt laut so genannter Equity-Theorie Ausgewogenheit eine wichtige Rolle, um dieses seelische Gleichgewicht zu erlangen. Erfahren Sie über die Bedeutung von Lob und Anerkennung für die Seele und erhalten Sie diesbezüglich hilfreiche Tipps.

Lob und Anerkennung: Ein wichtiges Bedürfnis

Das Streben nach Glück ist ein Streben nach Lob und Anerkennung, denn was andere Menschen von uns halten und wie sie unsere Leistungen beurteilen, ist wichtig für unser seelisches Wohlergehen. Der Wunsch nach Anerkennung und Lob ist natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt und so gibt es im Grunde kein richtiges Maß, denn jeder Mensch hat hier ein unterschiedliches Empfinden.

Die Wichtigkeit der ersten Lebensjahre

Prägend sind hier die ersten Jahre nach der Geburt, denn hier sammelt man die ersten Erfahrungen und erntet sowohl Lob und Anerkennung, als natürlich auch Ablehnung und negative Reaktionen. Je nachdem, wie ausgewogen diese ersten Erfahrungen sind, prägt sich der Wunsch nach Lob und Anerkennung in jedem ein.

Kleinkinder, die vermehrt auf Ablehnung und negative Reaktionen stoßen, sehnen sich auch im Erwachsenenalter nach Lob und Anerkennung und kämpfen immer damit, dass sie dies nicht im selben Maß wahrnehmen, wie es ihnen eigentlich entgegen kommt.

Bedeutung für die Entwicklung des Selbstbewusstseins

Ob in der Partnerschaft, im Berufsleben oder im Freundes- und Bekanntenkreis - Lob und Anerkennung spielen eine wichtige Rolle im Miteinander. Wer von Klein auf genügend davon erfahren hat, kann leichter damit umgehen, von Menschen abgelehnt zu werden.

Hier spielt die Entwicklung des Selbstbewusstseins eine große Rolle: Wer genügend Anerkennung und Lob erfahren hat, der kann auch mit Ablehnung besser umgehen, da er das nötige Selbstbewusstsein frühzeitig entwickeln konnte.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl benötigen häufig von allen Seiten immer Anerkennung und Lob, denn nur dann fühlen sie sich in ihrem Tun und Handeln sicher. Wer zwangsmäßig danach strebt, der verliert sich leicht selbst und definiert sich selbst am Ende nur noch über Leistung.

Das Problem eines geringen Selbstwertgefühls

Das seelische Gleichgewicht zu erlangen, also sowohl mit Anerkennung als auch mit Ablehnung umgehen zu können, ist für viele Menschen schwierig. Ein geringes Selbstwertgefühl belastet alle sozialen Kontakte und häufig werden Freundschaften und Partnerschaften immer wieder abgebrochen, denn auch die geringste Kritik wird als Ablehnung wahrgenommen und davor kann man sich nur durch Kontaktabbruch schützen.

In den letzten Jahren können Psychologen auch einen Zuwachs an Patienten feststellen, die an einem mangelnden Selbstwertgefühl leiden. Häufig ist festzustellen, dass Patienten von Kindesbeinen an unter dem Streben nach Lob und Anerkennung litten, denn die Wurzel liegt meist im Verhältnis zu den eigenen Eltern.

Komplimente verteilen macht glücklich

Zwei schwarz gekleidete Frauen in Büro arbeiten am Laptop im Besprechungsraum, eine arbeitet an der Flipchart
schulung 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Wer anderen Menschen ein Kompliment macht, löst nicht nur beim Empfänger Freude aus, sondern macht sich damit auch selber glücklich, so der Freiburger Diplom-Psychologe Michael Ziegelmayer.

Daher solle man Mitmenschen im Alltag ruhig öfter kleine Komplimente machen, sei es der freundlich lächelnden Kassiererin im Supermarkt oder der Nachbarin, die einen schönen Garten hat. Auf diese Weise trainiere man seine Wahrnehmung für solch eine Situation, so Ziegelmayer. Wer noch ungeübt im Komplimente-Machen ist, sollte sich immer auf konkrete Situationen beziehen.

Gesund bleiben mit Anerkennung und Lob

Paar beim Renovieren, Mann schlägt Nagel mit Hammer in Wand, Frau hält Bild zum Aufhängen
new house © diego cervo - www.fotolia.de

Im Alltag wird viel zu wenig gelobt und auch Anerkennung gezeigt, dabei sind beide Aspekte die dazu verhelfen gesund zu bleiben. Wird ein Mensch ehrlich gelobt und erhält eine Anerkennung für sein Tun, dann straffen sich automatisch die Schultern und der Botenstoff Dopamin wird im Gehirn ausgeschüttet.

Ein gutes Gefühl wird hierbei ebenso ausgelöst als auch ein Anstieg der Motivation und des Einsatzwillens. Entsteht nun bei der Anerkennung und dem Lob ein Mangelgefühl, dann werden dadurch Frustrationen und auch Depressionen, sowie ein Verlust des Selbstbewusstseins ausgelöst. Bleibt der Mangel an Lob längere Zeit bestehen, dann steigt in der Folge auch das Risiko an Herz-Kreislaufbeschwerden zu erkranken.

Bleiben in Unternehmen die Anerkennung und das Lob aus, fehlt bei den Mitarbeitern ein Identifikationsvermögen und die Kündigungsbereitschaft nimmt zu. Umso wichtiger ist es nicht nur im Privaten, sondern auch besonders im Berufsleben immer mal wieder ein ehrliches Lob auszusprechen.

Frauen leiden am meisten unter dem Hochstapler-Syndrom

Als eine besondere Form des Minderwertigkeitskomplexe zeigt sich bei vielen Frauen das so genannte Hochstapler-Syndrom. Dieses Syndrom beinhaltet bei den Betroffenen das Gefühl, ein Lob nicht verdient zu haben. Stark vertreten ist das Hochstapler-Syndrom bei Frauen, die in männlich geprägten Berufen, wie etwa in der Wirtschaft oder auch Wissenschaft arbeiten.

Treten bei den Frauen berufliche Erfolge hervor, dann sehen sie sich verstärkt als Betrügerin und Blenderin, obwohl sie die gleiche Leistung erbringen wie ihre männlichen Kollegen. Der Grund findet sich vorwiegend in dem immer noch herrschenden Erziehungsstil der Frauen, die sie eher ausbremst und demotiviert anstatt sie stolz zu machen.

Sehr oft liegt diese Entwicklung auch im Elternhaus begründet, da viele Eltern entweder das Kind zu stark vor anderen loben oder auch Geschwister mit dem Lob bevorzugen und dem weniger gelobten Kind das Gefühl vermitteln minderwertig zu sein.

Sprichwort, dass Eigenlob stinkt, bewahrheitet sich!

Frau mit roten Locken lacht in Kamera und hält beide Daumen hoch
Beide Daumen hoch © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Eigentlich sollten sich Menschen mit wenig oder gar keinem Selbstbewusstsein selber loben. Somit kann die Wohlbefindlichkeit gesteigert werden. Allerdings muss es auch gerechtfertigt sein, sich über den grünen Klee zu jubeln, sonst drückt die Selbstlügerei auf die eigene Stimmung. Der Effekt kehre sich dann ins Gegenteil, so eine aktuelle Studie.

3000 Studenten aus Hongkong und den USA führten dafür einen akademischen Test durch und sollten anschließend ihre Leistungen im Vergleich zu ihren Konkurrenten einschätzen. Dann wurden sie auf Depressionen und Ähnliches untersucht. Dabei wurde deutlich, dass die ihrer Meinung nach sehr gut im Test abgeschnittenen Teilnehmer für Depressionen am ehesten empfänglich waren. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass zu viel Eigenlob deshalb auf die Stimmung drückt, weil man schnell der Lüge überführt werden kann. Diese Drucksituation erzeugt viel Stress.

Am besten sei es eine ehrliche Einschätzung der eigenen Leistung, um ein gutes Wohlbefinden zu besitzen.

Von wegen abgenutzt - auch häufig benutzte Komplimente verlieren ihre Wirkung nicht

Lächelndes elegant gekleidetes junges Paar im edlen Resturant beim Abendessen
Attractive elegant young couple drinking a cocktail at the resta © pio3 - www.fotolia.de

Viele Menschen sind der Ansicht, dass man Komplimente an den Liebsten oder die Liebste nicht zu häufig aussprechen sollte, da sie sich sonst abnutzen und nicht mehr wirken. Eine Studie hat jedoch ergeben, dass man auch mit sich ähnelnden Komplimenten nicht sparen muss - ihre Wirkung verlieren sie dadurch auf keinen Fall.

Wichtig ist, dass das Gesagte ehrlich gemeint ist. Tatsächlich macht die Mimik und der Tonfall beim Sprechen sehr viel aus. Ein beiläufiges „Ich liebe Dich“ wirkt schnell unglaubwürdig. Ein „Danke, dass Du bei mir bist“ kann aus tiefstem Herzen kommen und wird beim Angesprochenen definitiv wirken.

Paartherapeuten sagen schon seit Jahren, dass häufige Komplimente sich nicht abnutzen. Jeder Mensch benötigt von Freunden, Familie und dem Partner Wertschätzung. Da wir soziale Wesen sind, ist Anerkennung sehr wichtig - besonders dann, wenn sie von den Menschen kommt, die wir lieben und die eben auch um unsere Schwächen wissen.

Am Besten kommen daher Komplimente an, die nicht unbedingt aufs Aussehen abzielen, sondern Dankbarkeit ausdrücken. Dies versichert dem Menschen, dass er gebraucht wird.

Umfrage zeigt, dass Komplimente, Schuhe und Sonne bei Frauen die Laune heben

Frau mit Kappe an Baum gelehnt, lächelt in Kamera
nature © Amir Kaljikovic - www.fotolia.de

Jeder mag Geschenke, deswegen kommen Blumen, Schmuck und kleine Aufmerksamkeiten auch beim Werben um eine Frau gut an. Doch Männer mit schmalem Geldbeutel müssen nicht verzweifeln, denn Komplimente kommen einer Umfrage eines Getränkeunternehmens zufolge noch besser an als Geschenke.

Zumindest gaben das 41 Prozent der 1000 weiblichen Befragten im Alter von 25 bis 45 an. Nur das gute Wetter gaben Frau als noch stimmungsaufhellender an. 61 Prozent erklärten, Sonne hebe die Laune am nachhaltigsten. Ob die Komplimente von Angesicht zu Angesicht oder per SMS oder Mail verteilt wurden, war für die meisten Frauen nicht einmal besonders ausschlaggebend. Gerne werden Frauen für ihre gute Figur gelobt, oder aber für ihr bezauberndes Lächeln. Für gute Stimmung sorgten bei immerhin noch zehn Prozent die Schuhe. Sexy High Heels anzuziehen sei ein Garant fürs Wohlbefinden, erklärten die Befragten.

Wann Komplimente und Lob angebracht sind

Mal ehrlich: Wann haben Sie zum letzten Mal jemanden ein Lob ausgesprochen? Sie können sich nicht erinnern? Dann geht es Ihnen wie den meisten.

Dabei weiß doch jeder, wie schön es ist, ab und zu ein Lob oder ein anerkennendes Wort zu erhalten und wie gut das tut. Gelegenheiten zum Loben gibt es viele, und ganz besonders im Alltag. Einige haben wir hier für Sie aufgelistet.

Heutzutage wird viel zu selten gelobt

Lob und Anerkennung erhält man in der Regel für irgendwelche außergewöhnlichen Leistungen. Sei es im Beruf oder im Sport, aber meist muss man schon etwas ganze Besonderes vorweisen, um dafür gelobt zu werden.

Das liegt unter anderem daran, dass es in unserer Gesellschaft gar nicht üblich ist, zu loben. Auch derjenige, der ein Lob ausspricht, muss sich dazu überwinden. Deshalb wird meist dann nur gelobt, wenn der Anlass wirklich so außergewöhnlich ist, dass er über jeden Zweifel erhaben ist.

Kinder benötigen Zuspruch

Dabei wäre es so einfach, hin und wieder eine kleine Anerkennung auszusprechen oder jemanden zu loben. Gerade Kinder benötigen diese Art von Zuspruch für eine gesunde Entwicklung.

Loben Sie also Ihr Kind nicht nur für eine gute Schulnote, sondern auch dafür, dass es heute die Hausaufgaben besonders schnell und schön gemacht hat. Oder dafür, dass es pünktlich von der Schule nach Hause gekommen ist.

Kinder mit einem geringeren Selbstwertgefühl sollten nicht übertrieben gelobt werden

3 Kindergartenkinder basteln, eine Kindergärtnerin hilft
preschoolers © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

Eltern und andere Erwachsene neigen oftmals dazu, unsichere Kinder mit besonders viel Lob zu überschütten. Zwar wird dies mit einer guten Absicht getan, jedoch fanden Dr. Eddie Brummelman, welcher als Gaststudent aus den Niederlanden in Ohio war und seine Kollegen von der Universität in Ohio heraus, dass damit leider ganz das Gegenteil bewirkt wird.

Überzogene Begriffe

Oftmals reichen nur ein oder zwei Wörter der Superlative aus und das Kind fühlt sich noch unsicherer als zuvor. Zu diesen Wörtern zählen unter anderem: super, fantastisch oder auch perfekt.

Unsicherheit nicht ungewollt verstärken

Selbstbewusste Kinder fassen das ganz anders auf und gehen weiter mit einem gestärkten Selbstwertgefühl durch das Leben. Unsichere Kinder hingegen empfinden nach einem solch großen Lob eher Angst. Sie fürchten sich nun vor neuen Aufgaben und Herausforderungen. Als besonders beklemmend empfinden diese Kinder die Tatsache, dass sie den Erwartungen nicht noch einmal gerecht werden könnten. Eltern sollten daher unsicheren Kinder mit einfachen, angemessenen Worten gut zureden und ihnen Mut zusprechen für kommende Aufgaben.

Schüler soll man trotz schlechter Noten loben, wenn sie sich angestrengt haben

Junge Lehrerin sitzt neben Schüler in Klasse an Tisch, hilft bei Hausaufgaben, Klassenhefte neben ihr, Schülerin hinten
Teacher and pupil © pressmaster - www.fotolia.de

Wenn Schüler schlechte Noten nach Hause bringen, soll man sie nicht nur immer tadeln, sondern wenn sie sich angestrengt haben, auch einmal loben, so die Meinung von dem Verfasser des Ratgebers "Null Bock auf Lernen?", Detlef Träbert.

So sollen Eltern und Lehrer auch einmal die Anstrengungen eines Schülers honorieren und nicht nur die Fehler sehen. Man ja beispielsweise sagen, wenn von zehn Aufgaben drei fehlerhaft sind, dass der Schüler nicht drei Fehler gemacht, sondern sieben Aufgaben richtig gelöst hat. Aber wenn trotz Anstrengungen und auch Anerkennung die besseren Leistungen sich nicht einstellen, so muss man eventuell dem Schüler Hilfestellung geben, vielleicht in Form von Nachhilfeunterricht.

Aber wenn wir Goethes "Faust" lesen, so steht auch dort geschrieben "wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen", doch sollte man besser in seinem Arbeitszeugnis nicht als Beurteilung "er war ständig bemüht" stehen haben.

Alltäglichkeiten loben

Sprechen Sie Ihren Freunden und Ihrer Familie Anerkennung für Dinge aus, die zu ihrem Alltag gehören, und die fälschlicherweise häufig als Selbstverständlichkeit hingenommen werden.

Loben Sie den Koch oder die Köchin für das Essen, auch wenn es ein einfaches Alltagsessen ist. Der Koch wird sich trotzdem freuen, wenn es Ihnen schmeckt.

Wie man loben sollte

Achten Sie darauf, dass Ihr Lob nicht gönnerhaft und von oben herab wirkt. Das lässt sich ganz einfach dadurch erreichen, dass man nur lobt, was man auch wirklich so meint. Wenn Sie genau hinschauen, wird Ihnen plötzlich vieles auffallen, über das Sie mal wieder ein nettes Wort verlieren könnten.

Auch kleine Komplimente sind ein Lob. Bewundern Sie eine hübsche Frisur oder die schicke Kleidung Ihrer Freundin ruhig laut, anstatt sie nur wortlos wahrzunehmen. Jedes Lob, das ernst und ehrlich gemeint ist, wird auch beim Empfänger ankommen und seine Wirkung nicht verfehlen.

Voraussetzung: Anerkennung der eigenen Person

Um anderen Anerkennung geben zu können, ist es in der Regel so, dass man sich selbst wertschätzen muss - der Respekt der eigenen Person ist maßgebend dafür, dass man diesen auch seinen Mitmenschen überbringen kann. Sich selbst zu lieben, fällt vielen Menschen schwer - wer beispielsweise selbst viel Kritik erfahren hat, fühlt sich minderwertig und denkt oft, dass etwas nicht mit einem stimmt.

Es ist wichtig, sich selbst den Rücken zu stärken, so oft es nur geht. Dann kann man sich von der Anerkennung anderer unabhängig machen.

Fehlende Anerkennung vom Chef kann Arbeitnehmer krank machen

Auf Rang vier der häufigsten Gründe für Krankmeldungen stehen psychische Erkrankungen

Büromitarbeiter streitet sich mit Chefin
Office life © diego cervo - www.fotolia.de

Wie eine Studie herausfand, melden sich immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland krank aufgrund psychischer Leiden. Das Wissenschaftliche Institut der AOK (Wido) hat für die Studie die Krankheitsdaten von rund zehn Millionen erwerbstätigen AOK-Versicherten ausgewertet. Dabei wurde herausgefunden, dass Stress, Überlastung, aber auch fehlendes Lob vom Chef krank machen kann.

Im letzten Jahr waren es 9,3 Prozent aller Fehltage, die auf seelischen Störungen basierten. Bisher lag der Höchststand im Jahr 2008 bei 8,6 Prozent. Wenn man die Fehltage wegen psychischer Gründe mit dem Jahr 1994 vergleicht, haben sich die Arbeitsausfallzeiten sogar mehr als verdoppelt.

Fehlen von Lob und Anerkennung ist auch für das Unternehmens nicht gut

Wido fand bei der Studie heraus, dass es mehr als 54 Prozent der Arbeitnehmer sind, die selten oder nie von ihrem Chef gelobt werden. Wie der Wido-Geschäftsführer Helmut Schröder erklärt, ist das weder für das Wohlbefinden des Arbeitnehmers noch für den Erfolg des Unternehmens gut. Fehlende Anerkennung führe dazu, dass sich die Mitarbeiter nicht mit dem Unternehmen identifizieren. Mehr Lob führe außerdem zu weniger gesundheitlichen Beschwerden.

Doch auch die Führungskräfte stehen unter Druck. So waren im Jahr 2010 Führungskräfte durchschnittlich nur an 4,8 Tagen krankgemeldet. Eigentlich hätten sie aber an 8,3 Tagen ins Bett gehört, schleppten sich aber dennoch ins Büro.

Der häufigste Grund für Krankschreibungen waren Rückenschmerzen

Ein durchschnittliches Mitglied der AOK war im Jahr 2010 17,6 Tage krank. Das bedeutet: 0,3 Tage länger als im Jahr 2009. Mit 24,2 Prozent entfielen die meisten Krankheitstage auf Muskel- und Skeletterkrankungen. Meist waren es Rückenschmerzen, die zur Krankschreibung führten. Auf den Rängen zwei und drei kamen mit 12,9 Prozent akute Verletzungen und mit 12 Prozent Erkrankungen der Atemwege. Auf Rang vier folgten die psychischen Erkrankungen.

Diese sind besonders langwierig, wie Wido-Geschäftsführer Schröder erklärt. Denn sie verursachen im Jahr bis zu 23 Fehltage. Damit sind das sind längsten Ausfallzeiten. Patienten mit Atemwegserkrankungen hingegen blieben nur durchschnittlich 6,4 Tage krank zu Hause.

Auch innerhalb der Berufsgruppen fallen die Fehlzeiten je nach körperlicher Beanspruchung sehr unterschiedlich aus. Angestellte der Müllabfuhr beispielsweise fallen im Jahr rund 30 Tage aus, bei Hochschullehrern sind es 4,8 Tage.

Lob am Arbeitsplatz: Sag's einmal mit Kärtchen

Das Wort Danke mit bunten Wasserfarben auf weißen Hintergrund gepinselt, darunter Pinsel
Danke © Finetti - www.fotolia.de

Jeder Arbeitnehmer sehnt sich nach Lob und Anerkennung. Studien und Umfragen haben mehrmals ergeben, dass nichts einen Menschen so sehr motiviert, wie einige lobende Worte über eine gut ausgeführte Tätigkeit oder generelle Anerkennung der Arbeit. Leider tun sich Chefs und Kollegen noch immer schwer damit, anderen ein Kompliment auszusprechen. Wer die Worte so gar nicht über die Lippen bekommt, kann sich nun anderweitig helfen: Mit den Lobkärtchen von Wolpertinger Warenhaus.

Für 9,95 Euro gibt es eines von drei Sets, wahlweise für Erwachsene, für das Büro und für Kinder. Jedes Set besteht aus zehn Kärtchen mit Aufdrucken wie "Gut gemacht", "Perfekt", "Optimal" und ähnliches. So wird es einem Angestellten garantiert ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn er nach einem Meeting mit Präsentation eine "Gut gemacht"-Karte vom Chef auf seinem Schreibtisch findet und auch die Kollegin freut sich über Lob, wenn sie für das ganze Team einen Auftrag gewonnen hat.

Zuhause können die Lobkärtchen ebenfalls sehr effektiv sein, wenn sie den Kindern für eine gelungene Schulklausur, ein perfekt aufgeräumtes Zimmer oder nach der Hilfe im Haushalt gegeben werden: Hat das Kind alle zehn Kärtchen gesammelt, gibt es eine Belohnung.

Wie Chefs ihre Mitarbeiter motivieren - drei goldene Regeln für das Lob

Junge Geschäftsleute in Anzügen und Blazern ziehen an einem Seil
Lachende motivierte Mitarbeiter ziehen am Seil © Nick Freund - www.fotolia.de

Anerkennung motiviert zu guten Leistungen. Wer vom Chef selten gelobt wird, ist dagegen schnell verunsichert und frustriert. Auf lange Sicht senkt das auch die Leistung. Führungskräfte sollten deshalb nicht mit anerkennenden Worten sparen.

So kommt das Lob richtig an

Das Lob sollte zeitnah, unter vier Augen und konkret erfolgen. Lobende Worte zum Jahresende sind nett – aber nicht genug. Wer seine Mitarbeiter motivieren möchte, sagt ihnen zeitnah, wenn es etwas besonders gut war.

Konkretes Lob

Mancher Chef macht es sich leicht und streut wohlwollende Worte mit der Gießkanne. Pauschales Lob ist zwar gut für das Betriebsklima, es verbessert aber nicht die Motivation. Der Mitarbeiter muss wissen, welche Leistung konkret gefallen hat.

Unter vier Augen loben

Wenn das ganze Team tolle Arbeit geleistet hat, sollten auch alle gelobt werden. Ansonsten empfiehlt es sich, jedem Mitarbeiter unter vier Augen ein positives Feedback zu geben. Durch die öffentliche Wertschätzung könnten sich andere Kollegen zurückgesetzt fühlen.

Perfektionisten machen sich das Leben schwer - Lob hilft

Lob rettet leben, gefährliche Erkrankungen können Folge von Perfektionismus und Unzufriedenheit sein

Junge dunkelhaarige Frau mit Bluse in Büro zwischen Computer und Büchern mit Wasserglas, hält sich Kopf wg Kopfschmerzen
douleur et mal de tête © Charly - www.fotolia.de

Etwa jeder fünfte Deutsche hält sich für einen Perfektionisten, und zwei bis vier Prozent haben ein Problem damit.

Perfektionistische Menschen leiden öfter unter Depressionen, Ess-Störungen und Sexualproblemen, Bluthochdruck und Herzinfarkte sind bei ihnen häufiger und – wen wundert's? – auch das Erschöpfungssyndrom Burn-out.

"Verglichen mit anderen Ländern, etwa den USA, sind das sehr viele", erklärt Dr. Christine Altstötter-Gleich im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Die Psychologin forscht an der Universität Lindau in der Pfalz über Perfektionismus und ist der Meinung, dass in Deutschland traditionell sehr viel Kritik geübt werde.

Lieber loben statt jammern

Sie rät, sich stärker die Lob-Kultur, wie sie in den USA üblich sei, zu eigen zu machen. Also nach einem verlorenen Spiel nicht zu klagen, wie schlecht man gewesen sei, sondern den Gegner für seine Leistung zu loben.

Perfektionistische Eltern sollten damit möglichst schon bei den Kindern beginnen. "Um ein Gefühl für die eigene Leistung zu entwickeln, sich realistisch einschätzen zu können, müssen Kinder gefördert werden, brauchen aber auch eine angemessene Bestätigung", sagt Altstötter-Gleich.

Frauen scheuen sich viel zu häufig Kritik zu äußern

Die Angst vor Kritik führt bei Frauen dazu keine Kritik zu üben oder erkennen zu lassen

Gesichtsportrait, junge Frau hält Zeigefinger vor geschlossenen Mund
shht! © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wer möchte es nicht gerne jedem immer und überall recht machen? Vor allem wir Frauen sind von diesem Phänomen betroffen. So versuchen wir insbesondere unter Kollegen stets unser Lächeln zu wahren und sind ständig von dem Gefühl geplagt, die Kollegen könnten uns ansonsten nicht mehr leiden. Leider führt dies aber häufig dazu, dass Frauen, sollten sie einmal ihre Scheu überwinden und Kritik äußern entweder nicht ernst oder gar nicht wahrgenommen werden.

Indirekte Kritikäußerung

Frauen machen es ihrem Gegenüber aber häufig auch nicht wirklich einfach, Kritik erkennen zu lassen, denn durch den Wunsch, keine schlechte Stimmung zu verbreiten, äußern sie Kritik nicht direkt, sondern verfolgen einen eher indirekten Stil. Daran schuld sind wie immer die Männer, denn erfahrungsgemäß reagieren sie abweisend, wenn Frauen so kommunizieren wie sie und signalisieren ihrem Gegenüber demonstrativ, es als Frau nicht mehr länger für voll zu nehmen.

Infolgedessen haben Frauen dann häufig die Angst, ihr Gesicht zu verlieren und schlucken ihre Kritik leider wortlos runter.

Besonders innerhalb einer Beziehung sollten Lob und Anerkennung eine Rolle spielen...

Lob und Komplimente in der Partnerschaft

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie wichtig Lob und Komplimente gerade in der Partnerschaft sind? Sind Sie sicher, dass Sie Ihrem Partner genügend Aufmerksamkeit zuteil werden lassen und ihm ihre Wertschätzung auch ausreichend zeigen? Oder sind Sie der Meinung, dass es nicht notwendig ist, diese Dinge noch an- oder auszusprechen, wenn man in einer Partnerschaft lebt?

Dann irren Sie sich. Denn natürlich ist in einer Partnerschaft Vieles selbstverständlich, gerade dann, wenn man schon länger zusammen ist, und sich nicht mehr, so wie am Anfang, fast stündlich seiner Zuneigung versichern muss. Trotzdem tut es gerade dann auch gut, hin und wieder ein ehrlich gemeintes Wort der Anerkennung von seinem Partner zu hören.

Zuneigung zeigen

Pflegen Sie Ihre Partnerschaft. Gehen Sie nicht davon aus, dass der Partner ganz selbstverständlich über Ihre Gefühle Bescheid weiß, und sich doch automatisch Ihrer Zuneigung und Anerkennung sicher sein kann.

Denn wenn Sie etwas zu bemängeln haben, dann tun Sie dies doch auch, und in jeder Beziehung gibt es hin und wieder auch Streit. So wie Sie Dinge ansprechen, die Ihnen nicht gefallen, sollten Sie aber auch Dinge ansprechen, die Ihnen besonders gut gefallen, und diese nicht nur einfach als Selbstverständlichkeit hinnehmen.

Komplimente machen

Ihr Partner wird sich über Lob und Komplimente genauso freuen, wie Sie das tun. Sagen Sie ihm ab und zu etwas Nettes. Wenn er abends müde von der Arbeit nach Hause kommt, sagen Sie ihm zum Beispiel, dass Sie sich freuen, dass er zuhause ist. Frauen sind in der Regel sogar noch empfänglicher für Komplimente als Männer, dennoch nehmen auch Männer gerne Anerkennung an.

Machen Sie Komplimente nicht nur für besonders auffällige Dinge, sondern loben Sie vor allem auch Kleinigkeiten. Loben Sie ein gutes Essen, eine neue Frisur oder ein hübsches Kleidungsstück.

Wenn Sie Kinder haben, können Sie Ihrem Partner auch für seine Erziehungsarbeit eine Anerkennung aussprechen. Jede Mutter freut sich über ein Lob, das ihr Kind betrifft - jeder Vater übrigens auch.

Fazit

Nehmen Sie sich einfach vor, Ihrem Partner jeden Tag etwas Nettes zu sagen. Um etwas Geeignetes zu finden, müssen Sie meist nicht allzu lange suchen.

Und Sie werden sehen: Auch der Partner wird Ihnen mit der Zeit dann öfters ein nettes kleines Kompliment machen, denn positives Denken überträgt sich und wirkt ansteckend.

Undankbare Partner: Weder Anerkennung noch Lob für die Hausarbeit

Junges Paar schaut in Kamera, füttert sich gegenseitig mit Erdbeeren
Erdbeeren füttern © Kzenon - www.fotolia.de

86 Prozent der deutschen Frauen finden, dass ihre Hausarbeit vom Partner nicht genügend anerkannt wird. Das berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Nur die wenigsten Frauen können sich daran erinnern, wann sie das letzte Mal gelobt wurden.

Frauen sagen den Männern öfter die Meinung als umgekehrt

Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat für die Frauenzeitschrift „Lisa“ eine Umfrage durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass Frauen ihrem Partner deutlich schonungsloser die Meinung sagen, als umgekehrt.

Von den Frauen mokieren sich 93 Prozent über die Marotten des Partners, aber nur 84 Prozent der Männer. Weiterhin sagen 88 Prozent der Frauen ihrem Partner deutlich, wenn mal wieder eine Dusche nötig sei, bei den Männern machen dies nur 75 Prozent.

Jede vierte Frau will mehr Komplimente vom Partner

Aschblonde Kurzhaarfrisur verdeckt Auge und Nase einer jungen Frau
just perfect © Amir Kaljikovic - www.fotolia.de

Rund 25 Prozent der Frauen wünschen sich von ihrem Partner oder Gatten mehr Komplimente und Aufmerksamkeiten. Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage, die das Magazin "Frau von Heute" in Auftrag gegeben hat.

Bei dieser Umfrage sollten die nervigsten Gewohnheiten und Eigenschaften des männlichen Geschlechts ermittelt werden, die "Frau" schon länger nerven. So wurde unter anderem auch herausgestellt, dass sich fast 25% der Frauen darüber aufregen, wenn der Partner nicht ordentlich ist. Außerdem sei jede fünfte Frau unzufrieden damit, dass ihr Lebensgefährte nicht genug mit ihnen unternimmt.

Außerdem wünschen sich knapp 11 Prozent, dass der Partner sich mal ein neues Outfit zulegt.

Beziehungen verbessern mit positiver Verstärkung

Junges Paar steht verliebt und romantisch am Ufer eines Sees
happy romantic sensual couple in love together on summer vacatio © Asia Yakushevich - www.fotolia.de

Loben statt tadeln, eine Beziehungstechnik, die man sich zunutze machen sollte. Der Partner hilft nicht im Haushalt, lässt alles rumliegen, kümmert sich zu wenig um Sie?

Augen zu und durch, heißt die Devise. Mit positiver Verstärkung kommt man sehr viel weiter, als mit ständiger Nörgelei, auch wenn es mitunter lange dauern kann. Wer überschwenglich lobt, wenn etwas gut gelaufen ist, der erhöht den Anreiz, dass dieses Gute erneut getan wird.

Mitunter muss man jedoch auch mal harte Geschütze auffahren. Wer sich von seinem Partner vernachlässigt fühlt, der sollte sich darauf besinnen, auch alleine gehaltvolle Zeit zu verbringen. Verabreden sie sich doch mal mit einem Bekannten oder einer Bekannten, die für den Liebsten oder die Liebste ein richtig rotes Tuch ist - und im Handumdrehen wird die zweisame Zeit wieder mehr im Vordergrund stehen.

In Bezug auf die Partnerschaft fällt auch immer wieder die so genannte Ressourcentheorie...

Fairness und Zufriedenheit in der Partnerschaft - Aspekte der Equity-Theorie

Eine langfristige Beziehung stellt beide Partner teils vor große Probleme. So müssen Mittel und Wege in der Partnerschaft gefunden werden, wie beide Partner dauerhaft mit sich und der Beziehung zufrieden sind. Doch welche Aspekte der Equity Theorie sind für Partnerschaften interessant, sodass Fairness und Zufriedenheit in der Beziehung vorherrschen?

Die Equity-Theorie geht zunächst einmal grundlegend davon aus, dass Partnerschaften nur dann als qualitativ hochwertig und damit erfüllend wahrgenommen werden, sobald der Eindruck der Ausgewogenheit besteht. Diese Ausgewogenheit könnte dabei auch als Fairness umschrieben werden, welche nicht nur so vorherrschen, sondern auch so wahrgenommen werden muss.

Sechs unterschiedliche Ressourcen

Diese Fairness ist im Falle von Partnerschaften besonders interessant, da hier ein komplexes gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis besteht, wobei es zum Austausch unterschiedlichster Ressourcen kommt. Beispielhaft können hier die Ressourcen Geld sowie Zeit und Aufmerksamkeit genannt werden.

Im Falle von Geld kann es beispielsweise sein, dass der Mann seiner Frau einen teuren Ring kauft. Die Ressource Aufmerksamkeit und Zeit würde wiederum transferiert, sobald sich die Frau die Probleme des Mannes anhört und ihm zur Seite steht.

Allgemein lässt sich die Vielzahl an Ressourcen allerdings auch in sechs Ressourcenklassen einteilen, wie sie nach Foa beschrieben werden. So gibt es die Ressourcen:

  1. Güter
  2. Geld
  3. Informationen
  4. Dienstleistungen
  5. Status
  6. Liebe
Ein Gleichgewicht schaffen

Laut der Equity-Theorie hängt die Qualität der Beziehung nun vom Gleichgewicht dieses Austauschprozesses ab. In diesem Zusammenhang ist es optimal, sobald ein absolutes langfristiges Gleichgewicht beim Ressourcenaustausch der Partner besteht.

Sobald ein Ungleichgewicht eintritt, leidet aber interessanterweise nicht nur der benachteiligte Partner. Stattdessen nimmt auch der bevorteilte Partner die Beziehung als weniger erfüllend wahr, auch wenn dessen Unzufriedenheit in der Regel nicht das Niveau des Benachteiligten erreicht.

Diese Unzufriedenheit ist zudem kein künstliches und theoretisches Konstrukt. Vielmehr konnten Studien nachweisen, dass Menschen in einer Beziehung vermehrt zu Depressionen neigen, sobald kein solches Gleichgewicht besteht.

Des Weiteren ist es interessant zu wissen, dass sich die Ausgewogenheit innerhalb der Beziehung zwar auf die Beziehungsbindung, nicht aber auf die Gefahr des Fremdgehens auswirkt. Die Gefahr eines Seitensprungs nimmt demnach nicht ab, selbst wenn eine idealtypische Beziehung nach der Equity-Theorie besteht.

Glücklicher mit ähnlichen Charaktereigenschaften

Letztlich lässt sich durch die Equity-Theorie auch erklären, warum oftmals Menschen mit ähnlichen Persönlichkeitsmerkmalen glückliche Partnerschaften eingehen können. So genießen die verschiedenen Ressourcen in diesem Fall eine ähnliche Wertschätzung, was den Austausch erleichtert und für ein intaktes Gleichgewicht sorgt.

Hier stelle man sich nur eine Frau vor, für welche die Ressource Geld kaum eine Rolle spielt. Ein Mann, welcher Geld als die wichtigste Ressource wahrnimmt, könnte ihr nun teure Geschenke machen, welche er als Kompensation für andere vernachlässigte Austauschprozesse sieht. Die Frau fühlt sich dann dennoch benachteiligt, was sich wiederum auf die Beziehungsqualität auswirkt.

Fazit

Lob und Anerkennung ist zwar wichtig, doch sollte das Streben danach nie das Leben beherrschen und so sollte man sich klar darüber werden, dass man nie von allen Seiten Lob und Anerkennung ernten kann.

Wer sich durch einen Mangel immer wieder unter Druck gesetzt fühlt und selbst unter dem Streben danach leidet, der sollte sich dringend ärztliche Hilfe holen. enn erst wenn Lob und Anerkennung nicht mehr überbewertet werden, kann man das Leben richtig genießen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: One row of clapping hands © János Gehring - www.fotolia.de

Autor:

Tanja Tasci - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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