Geschenke - Anlässe, Zwecke und mögliche Ideen rund um das Schenken

Mädchen vor blauem Geschenk, Augen werden von Großvater zugehalten, daneben Großmutter

Vom jährlichen Familienfest über besondere Ereignisse bis zum Nicht-Geburtstag - Anlässe, um etwas zu schenken, gibt es viele - Ein kleiner Ratgeber zum Thema Geschenke

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Geschenk muss nicht immer einen besonderen Anlass haben oder kostspielig sein. So können auch kleine Präsente für Freude beim Beschenkten sorgen. Besonders gut kommen sie an, wenn sie völlig überraschend sind, zum Beispiel um einem lieben Menschen seine Dankbarkeit, Freundschaft oder Liebe zu zeigen. Vom jährlichen Familienfest bis zum Nicht-Geburtstag - lesen Sie über passende Anlässen und Zwecke des Schenkens und lassen Sie sich von unseren Ideen inspirieren.

Unter Geschenken versteht man Gaben, die anderen Menschen freiwillig überreicht werden. Man macht sie aus unterschiedlichen Motiven und Anlässen.

Bevor man ein Geschenk überreicht, wird es in der Regel so verpackt, dass die zu beschenkende Person nicht sehen kann, worum es sich dabei handelt. Man verwendet Geschenkpapier sowie Geschenkband und unterschiedliche Schleifen.

Motive und Anlässe

Normalerweise wird ein Geschenk gemacht, um jemandem seine Zuneigung oder Dankbarkeit zu zeigen. Mitunter können Geschenke aber auch verpflichtend sein, denn wenn man ein Geschenk annimmt, wird von dem Schenkenden erwartet, dass man ihm eine soziale Antwort erteilt. Dies können

  • eine Dankesbezeugung
  • ein Gegengeschenk
  • das Beenden von feindseligen Handlungen oder
  • mehr Freundlichkeit zum Schenkenden

sein.

Geschenke zu den unterschiedlichsten Motiven

Geschenke werden aus den unterschiedlichsten Motiven gemacht. Dazu gehören vor allem

Kinder bekommen Geschenke oftmals als Belohnung für eine bestimmte Leistung, ein erwünschtes Verhalten oder um sie zu trösten, wenn sie sich wehgetan oder etwas verpasst haben.

Manche Menschen verschenken etwas aus purer Großzügigkeit oder Freude am Schenken. Aber auch aus egoistischen Gründen werden mitunter Präsente überreicht. In diesem Fall erhofft sich der Schenkende, ein ebenso wertvolles oder womöglich noch wertvolleres Geschenk zu erhalten.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen werden Präsente gemacht, zum Beispiel als Werbegeschenk, um das Anbahnen einer geschäftlichen Beziehung zu fördern. Gelegentlich sollen auch die Mitarbeiter einer Firma durch Sonderzahlungen motiviert werden.

Ebenfalls als Geschenk gilt das Ausgeben einer Runde Schnaps oder Bier in einem Lokal. Geschenke können aber auch anonym sein, in Form von Almosen oder Spenden, die Bedürftigen zugute kommen.

Geschenke zu speziellen Anlässen

Am häufigsten werden jedoch Geschenke zu speziellen Anlässen gemacht. Dazu gehört vor allem der Geburtstag, an dem man die Person, die an jenem Tag geboren wurde, beschenkt. Das Geburtstagskind revanchiert sich dabei oftmals, indem es seine Gäste bewirtet. Auch bei der Geburt oder Taufe eines Babys werden dem Neugeborenen bzw. Täufling Geschenke überreicht.

Am Muttertag oder Vatertag ist es üblich, dass die Kinder ihre Eltern beschenken. In manchen Regionen ist der Namenstag ein Anlass für Geschenke. Dort kann der Namenstag, an dem das Fest des jeweiligen Namenspatrons gefeiert wird, sogar wichtiger sein als der Geburtstag selbst.

Als größtes Fest des Schenkens gilt jedoch Weihnachten. So wird hierzulande an Heiligabend eine Bescherung abgehalten, bei der sich Familienangehörige oder Freunde einander beschenken.

Weitere Anlässe für Geschenke sind

Kommerzrausch an Weihnachten? Nein, Schenken macht glücklich!

Verschenken macht nicht nur Freude, sondern stärkt zwischenmenschliche Beziehungen

Frau hält Mann von hinten Augen zu, hält Geschenk in Hand, Überraschung
Woman covering her husband's eyes to surprise him © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Zuverlässig wird jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit über den alljährlichen Kommerzrausch gestöhnt und die Unsummen, die für "überflüssige" Geschenke ausgegeben werden.

Psychologen weisen jedoch darauf hin, dass Geschenke fast nie überflüssig seien, denn der Akt des Schenkens stärkt die zwischenmenschlichen Beziehungen und macht glücklich. Dabei ist es relativ egal, welchen Wert das Geschenk hat- viel wichtiger ist, dass der Geschmack des Beschenkten getroffen wurde.

Der Geschmack des Partners

Frauen haben es hier etwas leichter: Eine Studie der University of British Columbia zeigte bereits 2008, dass das weibliche Geschlecht eine höhere Trefferquote beim Finden passender Geschenke hat.

Auch zeigen sie sich nachsichtiger, wenn ihnen selbst etwas Unpassendes geschenkt wird. Männer wittern dann eher ein Signal, dass mit der Beziehung etwas nicht stimmt.

Den Partner umtauschen?

Findet ein Geschenk wenig Anklang, sollte nicht ausrechnet am Weihnachtsabend eine Diskussion darüber vom Zaun gebrochen werden, raten Psychologen.

Hält die Enttäuschung auch nach dem Fest noch an, weil der Partner komplett daneben gegriffen hat, kann dann noch immer ein sachliches Gespräch über die enttäuschten Erwartungen geführt werden.

Meist ist es stressfreier, das Geschenk umzutauschen als gleich den unsensiblen Partner.

Teurer Spaß: Deutsche kaufen Weihnachtsgeschenke für 245 Euro

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch die Zeit, in der es ganz schnell ganz schön teuer werden kann. Die Wahl nach dem richtigen Geschenk kann sich als ganz schön schwierig erweisen und hat man es dann gefunden, greift man auch schonmal tiefer in die Tasche.

Eine aktuelle Studie er Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ergeben, dass die Deutschen (93 Prozent) durchschnittlich 245 Euro für ihre Liebsten ausgeben. Insgesamt erwartet der Handel einen Umsatz von 14 Milliarden Euro.

In Zeiten der stressigen Weihnachtszeit verzichten viele Bundesbürger auch darauf und bestellen bequem übers Internet. Vor allem Bücher, Spiele und Accessoires stehen dabei hoch im Kurs. Geschenke kaufen ist vorwiegend Aufgabe der Frau; nur fünf Prozent der Damen verzichten gerne darauf, während es bei den Männern doppelt so viele sind.

Der größte Weihnachtswunsch der Deutschen ist Gesundheit

Rote Christbaumkugel an Weihnachtsbaum, im Hintergrund goldener Baumschmuck
christmas decoration © AGphotographer - www.fotolia.de

Wenn Sie glauben, das wichtigste Gut, das sich die Deutschen zu Weihnachten wünschen, wäre ein teures Geschenk oder Geld, dann liegen sie falsch, denn einer Umfrage des Internetshops DaWanda zufolge wünschen sich die meisten einfach nur Gesundheit.

Insgesamt wurden 1.000 Leute ab 18 Jahren zu ihrem sehnlichsten Weihnachtswunsch befragt. 35% der Befragten wünschen sich Gesundheit zu Weihnachten. Vor allem unter den befragten Senioren ist dieser Wunsch weit verbreitet. Von den 50 bis 65-Jährigen wünschen sich dies 42%.

Den zweiten Platz auf der Wunschliste belegte das Geldgeschenk mit 14% der Stimmen und den dritten Platz holte der Frieden mit 11%. Die üblichen Sachgeschenke wie Klamotten, Parfum oder Bücher kamen bei der Befragung nicht so gut weg. Die jüngere Generation unter 18 Jahren hingegen wünscht sich vor allem Geld (22%), aber auch bei ihnen steht der Wunsch nach Gesundheit mit 21% sehr weit vorne.

Auf der Liste der beliebtesten Weihnachtsgeschenke stehen Computerspiele ganz oben

Weihnachtsgeschenke aus dem elektronischen Bereich sind besonders beliebt

Blond gelockte Frau in Weihnachtskostüm hält 2 Geschenkpakete hoch
Santa 3 with snow / beautiful Santa-woman © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Weihnachten rückt immer näher und wie jedes Jahr stellt sich die Frage nach dem passenden Geschenk. Wie eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergeben hat, schenken die Deutschen 2010 sehr gerne etwas aus dem elektronischen Bereich - rund 42 Millionen Bürger gaben dies an. Auf dem ersten Platz stehen dabei Computerspiele.

Laut Umfrage verschenken dieses Jahr 15 Prozent ein Videospiel; 2009 waren es noch zwölf Prozent. Bei sieben Prozent der Bundesbürger steht eine Spielekonsole auf der Einkaufsliste. "Man merkt, dass die Stimmung bei den Verbrauchern dieser Tage viel besser ist als vor einem Jahr", so Bitkom-Präsident August Wilhelm Scheer.

Dabei liegen Actionspiele bei Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren weit vorne - generell sind jedoch Management-, Strategie- und Denkspiele am beliebtesten. Doch auch andere Produkte aus der elektronischen Abteilung finden Gefallen. Zwölf Prozent der Bundesbürger möchten dieses Weihnachten ein Mobiltelefon verschenken, elf Prozent einen Fernseher und bei zehn Prozent wird sich für ein Notebook oder eine Digitalkamera entschieden.

Die meisten Weihnachtsgeschenke werden von Frauen gekauft

Nur 43% der Männer unterstützen ihre Frau beim Weihnachtseinkauf

Beleuchtete Straße mit Weihnachtssternen und Schnee auf der Straße
weihnachten 2 © www.jenshagen.info - www.fotolia.de

Eigentlich müsste es "Weihnachtsfrau" und nicht "Weihnachtsmann" heißen. Das zumindest ergab eine aktuelle Umfrage des Forsa-Institutes. Demnach sind es vor allen Dingen die Frauen, die in der Vorweihnachtszeit durch die Straßen bummeln und die Geschenke für Kinder, Freunde und Familie versorgen. Die Männer sind da eher Geschenke-Muffel.

Frauen shoppen gerne und häufiger

74 Prozent der Geschenke suchen die Damen aus. Jede vierte Frau hat zumindest die Unterstützung des Partners, doch die meisten "Weihnachtsfrauen" sind tatsächlich komplett auf sich selbst gestellt.

Die Männer scheinen das interessanter Weise ein wenig anders zu sehen. 43 Prozent gaben an, dass sie sich sehr wohl am Geschenkekauf für die Liebsten beteiligen. Eines der beiden Geschlechter scheint da beim Beantworten der Fragen wohl etwas geschummelt zu haben.

Immerhin gaben die Männer aber zu, dass sie sich allein ganz sicher nicht um das Geschenkekaufen kümmern wollen. Nur vier Prozent machen sich jedes Jahr allein auf den Weg. Damit zeigt sich auch in Punkto Weihnachten, dass die Frauen eindeutig die Familienmanagerinnen sind.

Männer zu Weihnachten knauserig

Die deutschen Männer geben im Vergleich am wenigsten Geld für Weihnachtsgeschenke aus

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln
Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de

Laut einer Umfrage von Gatwick Airport unter 1.015 britischen, französischen, deutschen und spanischen Männern sind die Deutschen am geizigsten beim Kauf der Weihnachtsgeschenke. Sie gaben an, im Durchschnitt 136 Euro für Präsente ausgeben zu wollen.

Großzügiger zeigen sich dagegen die Italiener. Sie investieren 184 Euro in Geschenke für ihre Partnerin. Auch britische Männer zeigen sich mit durchschnittlich 165 Euro spendabler als ihre deutschen Geschlechtsgenossen.

Briten und das schlechte Zeitmanagement zu Weihnachten

Allerdings sind Briten unentschlossener bei der Wahl des richtigen Geschenkes. Fünf Prozent von ihnen warten mit dem Einkauf bis Weihnachten. Alle Deutschen hatten zu diesem Zeitpunkt schon die Präsente besorgt.

Auch brauchen die Männer von der Insel im Durchschnitt dreieinhalb Tage länger, bis sie das richtige Mitbringsel gefunden haben. Laut "Daily Mail" leidet ein Drittel der britischen Männer beim Einkauf der Geschenke unter Stress. Genau so viele Befragte kannten auch nicht die Konfektionsgröße ihrer Liebsten.

Gestresste Franzosen beim Weihnachtsshopping

Lediglich 18 Prozent der befragten Franzosen zeigen ebenfalls Stresssymptome beim Weihnachts-Shopping. Alle Männer haben jedoch Probleme bei der Auswahl des richtigen Geschenkes zum Fest.

Fast 60 Prozent der Befragten aller Nationalitäten finden nur schwer das passende Geschenk zu Weihnachten.

Deutsche geben 400 Euro im Jahr für Geschenke aus

Für Geschenke gibt jeder Deutsche rund 400 Euro im Jahr aus. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Messe Frankfurt mit 1068 Teilnehmern. Das ergibt eine Gesamtsumme von etwa 27 Milliarden Euro, die in Deutschland jährlich für Präsente aufgewendet werden.

Das meiste Geld geben die Befragten zu Weihnachten aus: fast 220 Euro. Auch Hochzeiten (166 Euro) und Geburtstage (135 Euro) sind beliebte Anlässe, um ein wenig tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

Obwohl immer mehr Bundesbürger im Internet shoppen, tätigen über die Hälfte der Studienteilnehmer ihre Einkäufe ausnahmslos in Geschäften. Jeder Siebte kauft genauso häufig im Geschäft wie beim Online-Handel. Nur etwa zwei Prozent gaben an, ihre Geschenke überwiegend im Internet zu erwerben.

Spendable Chefs: Fast drei Viertel aller Mitarbeiter erhalten Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsgeschenke an Arbeitnehmer sorgen für ein gutes Betriebsklima

Kleine rot eingepackte Geschenke mit goldener Schnur
Päckchen für Weihnachten © Anja Liefting - www.fotolia.de

In Deutschland dürfen sich fast drei Viertel der Mitarbeiter über eine Aufmerksamkeit des Chefs zu Weihnachten freuen. Dies ergab eine Umfrage von Edenred unter 100 Geschäftsleitern. Als wichtigsten Beweggrund gaben die Chefs an, dass sie mit Weihnachtsgeschenken ihre persönliche Wertschätzung für die Untergebenen ausdrücken wollten (35 Prozent).

Ebenfalls genannt wurde die Schaffung eines guten Betriebsklimas und eine verstärkte Mitarbeiterbindung (je 23 Prozent), sowie eine Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber (16 Prozent).

Positive Auswirkungen

Die Angestellten sahen es ähnlich:

  1. 32 Prozent von ihnen gaben an, dass sie das Geschenk als Ausdruck persönlicher Wertschätzung betrachteten
  2. während 27 Prozent befanden, die Geschenke sorgten für gute Stimmung.
  3. Motiviert fühlten sich hingegen nur 23 Prozent von einer Aufmerksamkeit zu Weihnachten und
  4. 15 Prozent waren gar mit Stolz erfüllt, Teil des Unternehmens zu sein.

Dass ihnen Geschenke nicht wichtig seien, meinten dagegen nur 3 Prozent.

Gutscheine bei Empfängern beliebt

Mit Abstand am beliebtesten bei Schenkenden und Empfängern waren übrigens Gutscheine (64 Prozent), während sich 36 Prozent für Sachgeschenke aussprachen. Allerdings ist dies nur eine Seite der Medaille.

Eine andere Umfrage von Sodexo brachte nämlich etwas ganz anderes zutage: Danach erhielten nur 34 Prozent der Befragten einen Gutschein oder eine Sonderzahlung - während sich 73 Prozent eine Sonderzahlung gewünscht hätten.

Geschenkideen - ein Überblick

Sich auf die Suche nach einem Geschenk zu begeben, erweist sich oftmals als nicht besonders einfach. Es gibt die typischen Menschen, die schon alles haben; in anderen Fällen kennt man die Person nicht besonders gut. Aber auch generelle Einfallslosigkeit kann das Schenken deutlich erschweren.

Vor allem viele Onlineshops haben sich diesem Problem angenommen und unterteilen ihr Geschenkeangebot in verschiedene Rubriken. Möglich sind zum Beispiel

  • Alltägliche Geschenke
  • Blumen und Pflanzen
  • Elektronische Geschenke
  • Erlebnisgeschenke
  • Essen und Genießen
  • Reisen
  • Außergewöhnliches (Geschenke für Menschen, die schon alles haben)
  • Geschenke nach Hobbys sortiert
  • Beauty und Kosmetik
  • Schmuck und Accessoires
  • Geschenke nach Anlass sortiert (Hochzeit, Weihnachten, Geburtstag etc.)
  • Wohnen und Einrichten
  • Romantische Geschenke
  • Sportliche Geschenke
  • Outdoor und Freizeit
  • Party und Feiern
  • Praktische Geschenke
  • Geschenke nach Alter sortiert
  • Geschenke nach Geschlecht sortiert
  • Geschenke nach Personengruppe sortiert (Eltern, Partner, Geschwister etc.)
  • Geschenke nach Preis sortiert

Zudem besteht die Möglichkeit, ein bestimmtes Suchwort einzugeben und damit sein Glück zu versuchen.

Teilen fällt schwer – Kinder reagieren auf Ungleichheit mit Trotz

Kinder verzichten lieber ganz auf etwas, bevor sie weniger davon bekommen, als Freunde oder Geschwister

Kind mit brünetten Locken und grün-weißem Pullover schmollt, den Kopf auf den Handrücken
pouting © Sandra Brunsch - www.fotolia.de

Schon Kinder lehnen Ungleichheit ab. Wenn sie beim Teilen weniger bekommen sollen als ihre Geschwister oder Freunde, verzichten sie lieber ganz. Nach Ansicht britischer Wissenschaftler handeln die Kleinen dabei aus Trotz. Bereits Vierjährige vermeiden unfaire Situationen – vor allem, wenn sie selbst im Nachteil wären.

Ähnliche Reaktion bei Tieren - hier spielt Frustration eine Rolle

Die Abneigung gegen Ungerechtigkeit ist bereits in unserer Stammesgeschichte angelegt. Sogar manche Tierarten verschmähen weniger attraktive Speisen oder Spielsachen, wenn sie sehen, dass Artgenossen bessere Dinge erhalten haben. Bei Tieren vermuten die Forscher als Ursache Frustration, beim Menschen sehen sie dagegen Trotz am Werk.

Indem Kinder benachteiligende Situationen ablehnen, halten sie ihren Rang stabil. Das funktioniert allerdings nur, wenn sie beeinflussen können, dass der andere auch leer ausgeht: Besser wir haben beide nichts, als wenn der andere mehr bekommt als ich.

Mit dem Alter nimmt die Trotzreaktion ab

Mit steigendem Alter nimmt dieses Trotzverhalten ab. Kinder ab neun Jahren können unfaire Situationen zwar auch nicht leiden, sie sind jedoch eher in der Lage, sich mit einer kleineren Belohnung zufrieden zu geben. Auch Erwachsene zeigen sich selbstloser und gönnen ihrem Gegenüber mehr – wohl aber auch, weil sie nicht als missgünstig gelten wollen.

Österreichische Studie: Die Hälfte aller Kinderweihnachtswünsche bezieht sich auf Markenware

Dr. Martin Waiguny arbeitet als Wissenschaftler an der Alpen-Adria-Universität im österreichischen Klagenfurt. Mit zwei Kollegen wertete er 250 Wunschzettel von Kindern aus Österreich aus, die von den Eltern auf Anfrage anonym in die Universität geschickt worden waren. Es handelt sich um Wunschzettel ans Christkind, also um Geschenk-Wünsche zum Weihnachtsfest 2010.

Es zeigte sich, dass die Kinder vor allem beim Spielzeug Markenware bevorzugen. Von den insgesamt 1025 Wünschen bezogen sich 499 auf eine jeweils ganz bestimmte Marke. Die Hälfte der Kinder wünschten sich eine Spielkonsole, eine Puppe oder ein Brettspiel einer bestimmten Marke. Ob das Christkind ihnen diese Wünsche erfüllt hat, ist nicht bekannt.

Die Forscher konnten jedoch immerhin feststellen, dass die Kinder bei Süßigkeiten nicht so markenfixiert wünschten.

Der Tipp zum Weihnachtsfest - Verschenken Sie Gesundheit!

Junges Paar steht am Weihnachtsbaum, sie schauen sich lächelnd ins Gesicht und stoßen an
Portrait of sweet couple gazing at each other © pressmaster - www.fotolia.de

Nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest: Der Endspurt für Weihnachtsgschenke hat begonnen. Wer jetzt noch nicht weiß, was er seinen Lieben schenken will, behilft sich häufig mit Gutscheinen. Diese können jedoch auch individuell und originell sein - und dabei auch noch gesund. Beliebt sind zum Beispiel Gutscheine für das örtliche Thermalbad oder eine Sauna, in der sich einige Stunden abschalten lässt. Auch Massagegutscheine werden immer gerne gesehen, egal ob für die klassische Gesundheitsmassage, die populäre Thai Massage oder eine indische Ayurveda-Behandlung.

Wer einen anderen Menschen sportlich auf Trab bringen will, sollte eher einen Gutschein für gemeinsame Unternehmungen verschenken, statt Nordic Walking-Stöcke oder Hanteln, die nach einigen Wochen schon wieder ungenutzt unterm Bett verstauben. Dies können Probestunden im Yoga-Studio sein, ein Zumba-Kurs im Fitness-Studio oder ein Wanderwochenende im kommenden Frühling - die Auswahl ist riesig.

Auch Kleinigkeiten eignen sich gut als Geschenke: Entspannungsbäder, Duftöle und -kerzen oder Pflegeprodukte für die Haut sind ein Klassiker, der auch heute noch überall gerne angenommen wird. Figurbewusste Feinschmecker freuen sich auch über hochwertige gesunde Delikatessen, zum Beispiel ein tolles Olivenöl oder ein Obstkorb mit köstlichen exotischen Früchten.

Blumensträuße sollten in Größe, Farbe und in der Art der Blumen zum Anlass passen

Bunter Blumenstrauß in grüner Gießkanne auf Baumstumpf
bunch of wild flowers © vkph - www.fotolia.de

Blumen sind eine der beliebtesten Möglichkeiten anderen Menschen eine Freude zu machen, Danke zu sagen oder jemandem seine Zuneigung zu beweisen. Allerdings ist nicht jeder Strauß für jeden Anlass geeignet. Bei der Wahl des richtigen Blumenstraußes spielt nicht nur die Größe, sondern auch die Farbe und die Art der Blumen eine wichtige Rolle.

Symbolik der Blumen beachten

Nahezu alle Blumen und Farben haben seit jeher eine ganz besondere Symbolik inne. So stehen rote Rosen bekanntermaßen für die Liebe. Ein Strauß roter Rosen ist daher für einen Geburstag eines Arbeitskollegen eher weniger geeignet.

Weiße Blumen dagegen gelten besonders für ältere Menschen als Friedhofsblumen, insbesondere Lilien, Hortensien, Callas, Chrysanthemen und Astern. Kennt man den Beschenkten nicht so gut, dass man sagen kann für ihn spielt die Friedhofssymbolik keine Rolle, sollte man vom Verschenken eines weißen Straußes daher lieber Abstand nehmen.

Mischt man dagegen verschiedene Blumenarten und Farben ist man in der Regel auf der sicheren Seite, da durch die Mischung die Bedeutung einzelner Blüten aufgehoben wird.

Große Blumensträuße passen besser zu seltenen Anlässen

In Bezug auf die Größe des Blumenstraußes sollte man sich ebenfalls am Anlass orientieren. Generell lässt sich sagen, dass ein Blumenstrauß umso größer ausfallen darf, je seltener der Anlass ist. Einen opulenten Strauß zur goldenen Hochzeit wird beispielsweise niemand als übertrieben erachten. Um jemandem seinen Dank zu zeigen, reicht dagegen ein kompakter Strauß völlig aus.

Geschenke-Knigge: Dürfen Geld und Gebrauchtes unter den Tannenbaum?

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln
Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de

Schenken ist keine Kunst – gerade zu Weihnachten gerät die Suche nach Präsenten oft zur richtigen Arbeit. Wenn die Zeit knapp wird, der Geldbeutel schon leer ist oder einfach kein passendes Geschenk einfallen will, bieten sich Geld und Gebrauchtes als einfache Lösung.

Wie verpackt man Geldgeschenke?

Doch ist es auch eine gute Wahl? Geldgeschenke gelten als phantasielos. Viele Beschenkte wünschen sich jedoch ausdrücklich Geld, und ab einem bestimmten Alter freuen sich auch Kinder über einen knisternden Umschlag. Wichtig ist jedoch, die Geldscheine ansprechend zu verpacken.

Direkt aus dem Portemonnaie unter den Tannenbaum – das geht gar nicht. Zumindest ein Umschlag sollte dabei sein, idealerweise mit ein paar persönlichen Worten an den Beschenkten. Außerdem: zerknitterte Scheine sind ein Zeichen von Gleichgültigkeit. Also besser zur Bank gehen und dort um neues Geld bitten, als Schein oder polierte Münze.

Second-Hand-Geschenke sind heikel

Bei Second-Hand gehen die Meinungen auseinander. Wer kurz vor dem Fest den eigenen Haushalt durchstöbert, um schnell noch ein paar Dinge auszusortieren, tut niemandem einen Gefallen. Der Beschenkte sollte im Mittelpunkt stehen. Auch Schnäppchen vom Flohmarkt sind keine ideale Wahl. Es sei denn, sie sind gezielt für den Beschenkten ausgewählt, etwa eine alte Vase für die Sammlung, ein antiker Teddy oder ein nicht mehr erhältliches Buch.

Bildband, Reportage oder Roman - Outdoor-Bücher als Geschenk zu Weihnachten

Wanderer mit Rucksack und Wanderstöcken in Berglandschaft
Wandern in der Steinernen Stadt (Gröden) © diavoletto - www.fotolia.de

Über die Feiertage mit einem guten Buch gemütlich auf dem Sofa zu sitzen, kann man sehr gut mit einem Buch, das Appetit auf die nächste Outdoor-Saison macht. Ob Bildband, Wanderführer, Reportage oder Roman - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Eindrücke aus der Arktis

In die Arktis reist man mit der Schriftstellerin Tina Uebel und ihrem Werk "Nordwestpassage für dreizehn Arglose und einen Joghurt". Im Sommer 2011 begleitete sie für drei Monate Kapitän Wolf Kloss mit seinem 20 Meter langen Segelboot "Santa Maria Australis" auf seiner Route durch die berüchtigte Nordwestpassage im Nordpolarmeer. Erlebnisse und Eindrücke von diesem Abenteuer schildert die Autorin locker und umgangssprachlich, ohne dabei ins Klamaukhafte abzurutschen.

Atemberaubende Kletterrouten in den Dolomiten

"50 alpine Kletterrouten" in den Dolomiten bieten Ralf Gantzhorn und Christoph Willumeit an. Bergsteiger und solche, die es werden wollen, finden hier spannende Texte und atemberaubende Bilder über das für viele wohl schönste Gebirge der Welt. Von gut abgesicherten Einsteigertouren bis hin zu den ganz großen Unternehmungen ist alles dabei.

"Das größere Wunder" - Mount Everest

Der bekannte österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic ("Die Arbeit der Nacht") führt die Leser seines neuen Romans "Das größere Wunder" ins Basislager an den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest.

Dabei erzählt er zwei Geschichten: Zum einen den Versuch einer Everest-Besteigung, zum anderen, wie die Hauptfigur Jonas dazu kommt, auf den höchsten Gipfel zu wollen. In dieser Zeltstadt, die jährlich aufgebaut wird, treffen Bergsteiger aus der ganzen Welt auf Sherpas. Es wird wild gefeiert, Krankheit und Tod sind ständig präsent. Der Roman überzeugt mit tiefsinnigen Dialogen, ein wenig Esoterik und viel Spannung.

Rückforderung und Widerruf einer Schenkung nur in Ausnahmefällen möglich

Auch bei Verträgen unter Familienmitgliedern sollte man auf eine schriftliche Niederlegung setzen

Handschlag, Frau und Mann geben sich Hände
business handshake © Rafa Irusta - www.fotolia.de

In bestimmten Fällen dürfen Schenkungen zurückverlangt werden. Doch der Gesetzgeber hat dem enge Grenzen gesetzt. Dazu zählt,

  • dass der Gönner verarmt,
  • sich der Beschenkte grob undankbar verhält oder
  • der Zweck der Schenkung nicht mehr existiert.

Allerdings muss der Schenker dafür Beweise vorlegen. Das hat jetzt das Landgericht Coburg entschieden (Az.: 11 O 204/14). Ferner dürfen auch Sozialhilfeträger Schenkungen zurückverlangen, sofern sie noch keine zehn Jahre zurückliegen.

Widerruf wegen groben Undanks

Im vorliegenden Fall hatte ein Vater seinen beiden Kindern insgesamt 14 Grundstücke mit einigen Teichen jeweils zur Hälfte übertragen. Schriftliche Vereinbarungen über Wohnrecht, Wart- und Pflegeleistungen gab es nicht. Der Kläger verwies jedoch auf mündliche Abmachungen über ein lebenslanges Wohnrecht und eine Verköstigung.

Der Sohn habe sich jedoch nicht an die Abrede gehalten und ihn zudem beleidigt und körperlich angegriffen. Daher habe er die Schenkungen wegen groben Undanks widerrufen. Der beklagte Sohn bestritt die Zusicherungen an den Vater und alle weiteren erhobenen Vorwürfe.

Wirksamkeit des Schenkungswiderrufs

Das Gericht erkannte keine Beweise für die vorgebrachten Beschuldigungen. Die Voraussetzungen für einen wirksamen Schenkungswiderruf wegen groben Undanks seien nicht gegeben, teilten die Richter mit. Sie wiesen die Klage daher zurück.

Das Gericht unterstrich mit dem Urteil, dass die Voraussetzungen für die Anfechtung einer Schenkung uneingeschränkt bewiesen und erheblich sein müssen. Auch bei Verträgen unter Familienmitgliedern sollte man daher auf die vollständige schriftliche Niederlegung eventueller mündlicher Zusagen Wert legen.

Zu den Klassikern unter den Geschenken zählen Geld und Gutscheine...

Mit Geldgeschenken und Gutscheinen kann man immer eine Freude machen

Manchmal ist es schwer, ein originelles Geschenk zu finden. Wer keine Zeit oder Gelegenheit hat, passende Geschenke zu kaufen, kann auch Geld oder Gutscheine schön verpacken und verschenken.

Was schenkt man Freunden, Bekannten oder Familienangehörigen, die keine Wünsche äußern oder "schon alles haben"? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die zu Familienfesten, Jubiläen oder besonderen Anlässen eingeladen werden. Gut geeignet sind Geldgeschenke und Gutscheine.

Geldgeschenke richtig verpacken

Geldgeschenke eignen sich

Wenn sich Jubilare ausdrücklich Geld wünschen, sollten die geladenen Gäste diesem Wunsch auch nachkommen. Der Wert des Geldgeschenks wird meist individuell bestimmt.

Geldgeschenke können sehr schön verpackt werden. Oft werden die Geldscheine in Blumensträuße eingebunden.

Sehr schön sind auch kleine Präsente mit Geldscheinen oder Geldstücken, wie zum Beispiel eine "Flaschenpost" für die Reise, das Häuschen aus Bausteinen für ein zukünftiges Bauvorhaben oder die Hochzeitstorte mit Schmetterlingen aus Geldscheinen. Der Handel bietet mittlerweile auch eine große Auswahl an sehr schönen Karten für Geldgeschenke an.

Gutscheine auswählen und verschenken

Wenn Zeit oder Ideen fehlen, um Freunde und nahe Angehörige zu beschenken, sind Gutscheine sehr gut geeignet. Diese besonderen Präsente können ganz genau auf den Anlass und die zu beschenkende Person abgestimmt werden. Beliebt sind

  • Restaurant-
  • Kino-
  • Wellness- oder
  • Einkaufsgutscheine.

Viele Unternehmen bieten bereits vorgefertigte Gutscheinkarten an, in die nur noch der Geldwert oder die bezahlte Leistung eingetragen wird. Die Gutscheine können auch im Internet bestellt werden und sind dann meist auch in den zugehörigen Ladengeschäften einlösbar.

Für aktive Menschen haben Spezialanbieter besondere Gutscheinpakete zusammengestellt. So genannte "Adventure-Gutscheine" können zum Beispiel

beinhalten. Individueller sind Koch- oder Malkurse und romantische Wochenenden zu zweit. Detailliertere Informationen zu solchen Erlebnisgeschenken erhalten Sie hier.

Sehr persönliche Gutscheine sollten selbst gebastelt werden. Wer dem Partner einen Gutschein für eine besondere Unternehmung - zum Beispiel für ein Picknick, einen Theaterbesuch oder einen gemeinsamen Ausflug - schenkt, kann den Gutschein am PC erstellen und vielleicht mit einem passenden Foto versehen oder die Gutscheinkarte selbst bemalen.

Vorsicht vor Geldsendung im Briefumschlag

Blonde, lächelnde Frau hält leeren, weißen Briefumschlag in Kamera
Business card or white sign © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Viele Menschen schicken Geldgeschenke im Briefumschlag. Man sollte allerdings einige Dinge beachten, wenn man Bargeld in einen Briefumschlag versendet. Im Schnitt verschwindet einer von zehn Briefen, in denen Geld versendet wird.

Möchte man unbedingt bares Geld verschicken, so sollte man dies in einem versicherten Brief tun. Bei der Post sind zum Beispiel versandte Geldbeträge bis zu 500 Euro versichert. Jedoch sollte man am Besten einen Gutschein statt Bargeld verschenken. Sollte man allerdings unbedingt Geld verschenken wollen, sollte man kleinere Beträge in einen Umschlag verstauen und diesen dann so unauffällig wie möglich aussehen lassen.

Geldgeschenke werden bei drei Viertel der Deutschen gern gesehen

Viele kennen sicher das Problem. Weihnachten rückt immer näher und bei vielen Personen weiß man einfach nicht, was man ihnen schenken soll. Und so entscheidet man sich in vielen Fällen letztendlich für etwas Geld. Doch wie kommt dies bei den Beschenkten an? Eine aktuelle Umfrage es Emnid-Instituts hat dies herausgefunden.

So wurden 500 Deutsche ab 14 Jahren gefragt, was sie von Geldgeschenken halten. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie sich darüber freuen würden, der Rest empfindet es eher als "stillos". Interessant war der Fakt, dass diejenigen mit einem höheren Bildungsabschluss Geld weniger als Geschenk akzeptieren. Und auch die Region bringt Unterschiede; 30 Prozent der Ostdeutschen empfinden es als stillos, in Westdeutschland sind es sieben Prozent weniger.

Keine allgemeine Regelung - Die Gültigkeit eines Gutscheins hängt vom Anbieter ab

Gutscheine gehören zu den beliebtesten Geschenken. Ob diese für eine Parfümerie, ein Kleidungsgeschäft oder eine Buchhandlung gelten - mit einem Gutschein muss man sich im Normalfall keine Sorgen darüber machen, der Empfänger könne nichts damit anfangen, schließlich hat er die freie Wahl, wofür er ihn einlöst. Doch damit dies auch geschehen kann, ist es wichtig zu wissen, dass Gutscheine nicht ewig haltbar sind.

Ein allgemeines Gesetz für die Gültigkeit gibt es nicht, daher sollte derjenige, der den Gutschein ausstellen lässt, am besten immer direkt nachfragen. Auf vielen Exemplaren steht geschrieben, wie lang man sie einlösen kann, meistens jedoch fehlt so eine Angabe. Generell gilt: "Je höher der Gutscheinwert und je spezieller die einzulösende Ware oder Dienstleistung ist, desto länger muss die Einlösefrist sein", so ein Sprecher vom Hanseatischen Oberlandesgericht. Wenn Gutscheine unbefristet sind, müssen sie jedoch innerhalb von drei Jahren nach Ausstellung eingelöst werden.

Beim Verschenken von Gutscheinen gibt es einige Regeln

Gerade an Weihnachten werden immer häufiger Gutscheine verschenkt. Um bei der Einlösung Ärger zu vermeiden, sollten dabei einige Regeln beachtet werden.

Die Ablauffrist des Gutscheins kann bei bestimmten Ereignissen, wie Konzerten, manchmal sehr kurz sein. Ansonsten dürfen Händler das Ablaufdatum nicht zu kurz bemessen. Ist auf dem Gutschein kein spezielles Datum vermerkt, beträgt die Frist drei Jahre. Wenn der Gutschein dann doch einmal verfallen ist, steht dem Kunden immerhin noch ein Teil des Geldes zu.

Eine Namensbindung ist nicht zwingend, der Gutschein kann trotzdem von anderen Personen eingelöst werden. Eine Barauszahlung des Gutscheins kann der Beschenkte von dem Händler nicht verlangen. Da der Verbraucher mit dem Gutschein in Vorkasse tritt, ist der Beschenkte der Gelackmeierte, wenn der Händler Pleite geht.

Geschenkkarten werden immer beliebter

Jedes Jahr aufs Neue steht man vor der leidvollen Aufgabe, ein Geschenk für seine Liebsten auszusuchen, sei es nun zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zu einem anderen Anlass. Dass diese Aufgabe meist undankbar ist, weiß jeder aus eigener Erfahrung, denn nur selten trifft das Geschenk auch den Geschmack des Beschenkten. Eine gute Alternative ist da die Geschenkkarte, die es mittlerweile nicht nur in fast jedem Laden zu kaufen gibt, sondern auch auf zahlreichen Internetseiten.

Vor dem Kauf einer Geschenkkarte muss sich der Käufer lediglich Gedanken über die Wahl eines geeigneten Produktbereichs machen. Die nervenaufreibende Entscheidung für ein spezielles Produkt entfällt dagegen, denn das kann sich der Beschenkte später mit seiner Geschenkkarte ganz nach Belieben selbst aussuchen. Dieser Vorteil der Geschenkkarte hat sich längst herumgesprochen, denn Geschenkkarten zählen mittlerweile zu den beliebtesten Geschenken überhaupt.

Ganz besonders leicht fällt die Suche nach einer passenden Geschenkkarte über Suchmaschinen im Internet. Auf einigen Seiten kann man die Geschenkkarte sogar personalisieren und den Namen des Beschenkten sowie eigene Motive einfügen. Hat man sich entschieden, braucht man die Geschenkkarte lediglich zu bezahlen und über den hauseigenen Drucker auszudrucken. Schon hält man das passende Geschenk ganz ohne Aufwand und innerhalb weniger Minuten in der Hand.

Sparverträge für ABC-Schützen sind selten sinnvoll

Einschulung, erster Schultag: Schultüte mit Süßigkeiten, drumherum bunte Stifte
bunte Schultüte mit Deko © magele - www.fotolia.de

In vielen Bundesländern startet wieder die Schule. Für die neuen ABC-Schützen heißt das: Vorfreude auf die Schultüte. Immer häufiger finden sie darin neben Süßem, Buntstiften und Spielzeug aber auch einen Sparvertrag für die spätere Ausbildung. Finanzexperten raten zur Vorsicht.

Nur wenige der auf dem Markt erhältlichen Verträge sind sinnvoll. Kinderpolicen verbinden das Sparen mit einer Ausbildungsversicherung, die nicht dem Bedarf von Familien entspricht. Sie kosten zu viel und leisten zu wenig - so der Vorwurf der Verbraucherschützer. Außerdem seien die Papiere nicht flexibel genug.

Wer gern Geld schenken möchte, ist mit einem Tagesgeldkonto auf den Namen des Kindes besser beraten. Das angelegte Vermögen ist dann jederzeit verfügbar. Oder man investiert direkt in die Ausbildung, indem man die Kosten für den privaten Musikunterricht oder den Schwimmkurs übernimmt.

Gutscheine als Geschenk zu Weihnachten immer beliebter

Wer sich vor Insolvenz und Ablaufdaten schützen möchte, sollte lieber Geld verschenken

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln
Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de

Nicht nur zu Weihnachten zählen Gutscheine zu den beliebtesten Geschenken.

Ob für

Eins haben alle Gutscheine gemeinsam: Sie haben ein Verfallsdatum.

Drei Jahre Gültigkeit

Gewöhnlich sind Gutscheine drei Jahre lang gültig. Die Rechnung beginnt jedoch erst am Ende des Jahres. Ein im Juni 2014 gekaufter Gutschein ist laut Gesetz bis zum 31. Dezember 2017 gültig - bis zum Ende des aktuellen Jahres plus drei Jahre.

Sonst gilt die Dauer, die auf dem Gutschein steht. Ist der Gutschein jedoch an eine Veranstaltung an einem bestimmten Datum gebunden, verfällt er genau an diesem Tag. Eine Barauszahlung dürfen Händler ablehnen. Dafür ist ein Gutschein auch dann übertragbar, wenn der Name auf dem Dokument aufgeführt ist.

Kulanz ist keine Pflicht

Ist ein Gutschein abgelaufen, bekommen Kunden nur dann noch etwas dafür, wenn sich das Unternehmen kulant zeigt. Eine Pflicht dazu besteht nicht. Bei einer Insolvenz des Händlers verfällt der Gutschein. Wer ganz sicher gehen will, bastelt daher selbst einen Gutschein oder verschenkt lieber Geld.

Die schönsten Geschenke sind in der Regel solche, die zwischendurch gemacht werden - einfach so, zum Nicht-Geburtstag...

Zum Nicht-Geburtstag: Besondere Kleinigkeiten für zwischendurch

Geschenke werden normalerweise zu besonderen Anlässen überreicht. Dazu gehören vor allem Geburtstage, Hochzeiten, Hochzeitstage, Feiertage wie Weihnachten, der Namenstag oder der Muttertag.

Man kann aber auch ohne einen besonderen Anlass einem nahe stehenden Menschen eine Freude bereiten. Dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, ist eine alte Binsenweisheit. So freuen sich die meisten Menschen auch über besondere Kleinigkeiten, die sie zwischendurch erhalten, manchmal sogar mehr, als über kostspielige Geburtstagsgeschenke.

Dann ist die Überraschung das größte Geschenk. Mit einem kleinen Präsent ohne einen besonderen Anlass zeigt man dem Beschenkten, dass man an ihn denkt und er große Wertschätzung genießt.

Ideen für eine gelungene, kleine Überraschung zwischendurch

Kleine Geschenke für zwischendurch sind oft ganz simpel und müssen nicht viel kosten. Zum Beispiel kann man den Partner mit

überraschen. Ebenso kann ein selbst gebackener Kuchen oder ein liebevoll zubereitetes Leibgericht ein schönes Geschenk für eine nahe stehende Person sein. Weitere Überraschungen sind zum Beispiel

Eine große Auswahl an Geschenkideen findet man im Internet. Die Auswahl ist dort noch größer als in Fachgeschäften.

So bieten spezielle Geschenke-Onlineshops die verschiedensten und originellsten Geschenke aller Art an. Ein Geschenk lässt sich aber auch selber machen, was den Vorteil hat, dass es dadurch eine ganz persönliche Note erhält.

Selbstgemachtes verschenken!

Selbstgemachte Geschenke bereiten viel Freude
Selbstgemachte Geschenke bereiten viel Freude

Oftmals erreicht man mit einem selbst angefertigten Geschenk mehr Freude als mit einem teuren Geschenk aus einem Geschäft. Dabei kann es sich um

  • ein selbst genähtes Kräutersäckchen
  • selbst hergestellte Kräuteröle
  • selbst gebackene Glückskekse
  • eine individuell zusammengestellte und verzierte CD, die die Lieblingsmusik des Beschenkten enthält
  • ein liebevoll gemaltes Bild oder
  • einen selbst gemachten Gutschein

handeln. Eine weitere schöne Geschenkidee ist ein personalisiertes Fotoalbum. Verbringt die Person, die beschenkt werden soll, ihren Urlaub beispielsweise am Meer, passt es gut, wenn man ihr ein Fotoalbum schenkt, auf das man kleine Steinchen, Sand oder Muscheln aufklebt. Auch Schmuck wie Halsketten oder Ohrringe lässt sich selber basteln und anschließend verschenken.

Ungeliebte Geschenke

So erkennt man, ob das Weihnachtsgeschenk dem Beschenkten gefällt

Blond gelockte Frau in Weihnachtskostüm hält 2 Geschenkpakete hoch
Santa 3 with snow / beautiful Santa-woman © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Wenige Wochen vor Weihnachten beginnt für viele die alljährliche, verzweifelte Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk für die Liebsten. Ist man schließlich endlich fündig geworden, bleibt die große Frage und auch eine leichte Angst, ob dem Beschenkten das Geschenk auch tatsächlich gefallen wird.

Wenn sich der Beschenkte ernsthaft über das Geschenk freut, ist das meist ganz deutlich an seiner Mimik und Gestik zu erkennen. Werden die Augen groß und formt sich der Mund zu einem ehrlichen Lachen, bei dem sich auch Falten um die Augen bilden, handelt es sich in der Regel um wirkliche Freude. Wer von seinem Geschenk begeistert ist, zeigt dies auch eindeutig mit seiner Körpersprache. Die Hände gestikulieren wild, das Geschenk will garnicht mehr weggelegt werden und wird liebevoll an die Brust gedrückt, gedreht und von allen Seiten betrachtet.

Ist der Beschenkte dagegen eher unzufrieden mit seinem Geschenk, wird die Freude, meist übetrieben, gespielt. Laute und übertriebene Begeisterungsrufe, ein breites aber steifes Grinsen, an dem die Augenpartie nicht beteiligt ist und häufiges Blinzeln verraten die fehlende Begeisterung des Beschenkten. Er will das Geschenk möglichst schnell weglegen und am besten dort, wo er es nicht die ganze Zeit betrachten muss. Er weicht Blicken aus, schaut sich auch das Geschenk nicht wirklich an und versucht möglichst schnell das Thema zu wechseln.

Wie man unpassende Weihnachtsgeschenke wieder los wird

Es gibt wirklich schöne Geschenke. Aber leider wird man viel zu häufig mit Trödel beschenkt, den man wirklich nicht gebrauchen kann oder der nicht dem Geschmack entspricht. Direkt nach dem gehäuchelten "Oh, wie schön!" sollte man überlegen, wie man das Geschenk an jemand anderen weiter geben kann.

Eine beliebte Lösung ist natürlich Ebay, da muss man als privater Verkäufer kein Rückgaberecht einräumen. Eine lustigere Lösung ist eine Tauschparty, die in einigen Clubs oder von Radiosendern organisiert werden. Bekommt man tatsächlich den Kassenbon, kann man das schöne Stück innerhalb einer Frist im Geschäft umtauschen, bekommt aber vielleicht nur einen Gutschein und kein Bargeld. Bei Käufen im Internet hat man eine zweiwöchige Frist, außerhalb der EU hat man mindestens eine Woche Kulanzzeit.

Sollte das Geschenk einfach kaputt oder mangelhaft sein, sollte man die Garantie möglichst schnell geltend machen. Mit dem Kassenbon hat man zwei Jahre zum Umtauschen, doch häufig wird auch etwas vergessen.

Geschenke, die man nicht braucht - Weiterschenken oder aufbewahren?

Weihnachten, Geburtstag, Jahrestag, immer bekommt man Geschenke. Im Normalfall freut man sich über die netten Mitbringsel, doch was ist, wenn einem das Geschenk absolut nicht zusagt und nur noch als Staubfänger agiert?

Experten sagen, dass das Weiterschenken absolutes Tabu ist, weil der Schenkende nicht nur gute Absichten hatte, sondern auch Zeit und Geld aufgebracht hat. Bekommt er mit, dass sein Präsent weiter geschenkt wurde, wird er womöglich sehr enttäuscht sein und beim nächsten Mal wahrscheinlich kein Geschenk mehr für sie parat haben. Auch derjenige, der das weiter geschenkte Präsent bekommt, wird enttäuscht von Ihnen sein, wenn er bemerkt, dass sich keinerlei Gedanken gemacht wurden und er oder sie lediglich "Müll" geschenkt bekommt. Aber eben genau die Freude am Schenken sollte im Vordergrund stehen, so dass es in manchen Fällen die Frage vielleicht doch erübrigt, ob ein Geschenk weiter geschenkt werden darf, oder nicht.

Ungeliebte Weihnachtsgeschenke werden bei eBay versteigert

Nur ein Viertel der Österreicher sind mit ihren Weihnachtsgeschenken zufrieden

Blonde Frau mit Weihnachtstüten
frau mit geschenken © bilderbox - www.fotolia.de

Weihnachten ist gerade vorbei und schon versteigern etwa 500.000 Österreicher ihre ungeliebten Geschenke bei eBay. Mit dem erhofften Geld wollen sie sich dann ihren Lieblingswunsch erfüllen oder das Geld auch sparen, wie eine Umfrage im Auftrag vom Online-Marktplatz ergab.

Ein Drittel der Befragten gab auch an, dass sie ein völlig unpassendes Geschenk erhalten haben und 39 Prozent legen das ungeliebte Geschenk in irgendeine Ecke. Andere verschenken es einfach weiter. Nur ein Viertel der Österreicher sind mit ihren Geschenken vollkommen zufrieden.

Unpassende Weihnachtsgeschenke

Als unpassende Geschenke gelten Unterwäsche und Socken, aber auch Haushaltsgeräte wie Staubsauger oder Toaster sind nicht gerade der große Renner. Handwerkszeug unter den Weihnachtsbaum zu legen ist auch nicht bei jeder Frau angebracht, aber bei den Männern sind irgendwelche Kosmetika auch nicht besonders beliebt.

Besonders Onkel und Tanten finden leider nicht immer das Richtige, aber auch neun Prozent der Eltern und sechs Prozent von den guten Freunden liegen nicht immer richtig bei der Auswahl der Geschenke. An der vom Marktforschungsinstitut TNS durchgeführten Umfrage nahmen 1.044 Personen teil.

Woran man erkennt ob dem Beschenkten sein Weihnachtspräsent wirklich gefällt

Wahrscheinlich jeder hat zu Weihnachten schon einmal ein Geschenk bekommen, mit dem er gar nichts anfangen konnte. Doch anstatt dem Schenkenden die Wahrheit zu sagen, überspielt man seine Enttäuschung mit falscher Freude. Dabei kann man vorgetäuschte Emotionen ganz einfach an der Mimik und Gestik des Beschenkten erkennen, weiß Autorin und Menschenrechts-Spezialistin Tatjana Strobel.

Wenn es sich um echte Freude handelt, werden die Augen beim Lachen oder Lächeln immer zusammengekniffen. Bleiben die Augen hingegen starr, handelt es sich lediglich um ein sogenanntes soziales Lächeln und die Freude ist nur gespielt.

Auch wenn der Beschenkte das Kinn in Falten legt oder die Unterlippe leicht nach oben zieht, ist er mit dem Geschenk eher nicht zufrieden.

Forscher decken auf, wie Beschenkte ticken - großes Geschenk allein kommt besser an

In den USA haben sich Forscher passend zur Weihnachtszeit mit der Psychologie des Schenkens auseinander gesetzt. Sie wollten herausfinden, wie Beschenkte ticken und welche Art von Präsenten am Besten ankommen.

Viele Menschen neigen dazu, ihren Liebsten etwas Großes zu schenken. Dabei geht es nicht unbedingt um die Ausmaße des Präsent, sondern um seinen finanziellen Wert. Zusätzlich zum Hauptgeschenk gibt es dann oft noch ein kleineres Präsent. Genau das kommt psychologisch beim Beschenkten aber nicht so gut an.

Viel besser wirkt es, wenn man nur das große Geschenk allein vergibt. Dies ist ein Paradoxon, da mehrere Geschenke als Kombi doch wertvoller sind - dennoch tickten die Probanden der Studie ganz anders. Eines der Experimente testete zum Beispiel, wie viel Probanden bereit wären, für einen MP3-Player zu zahlen. Das gleiche Gerät wurde zweimal angeboten: einmal allein für sich und einmal mit einem Gutschein für einen Download.

Das Ergebnis war eindeutig. Die Studienteilnehmer wollten für das Angebot mit Download nur 170 Dollar im Schnitt ausgeben, für den Player an sich aber 240 Dollar. Tatsächlich führt das billigere Geschenk dazu, dass im Kopf des Beschenkten das große Geschenk eine gewisse Entwertung erfährt.

Unpassende Geschenke – So wird man sie wieder los

Wieder mal eine CD bekommen, aber mit der falschen Musik? Oder einen Eierkocher, den niemand braucht? Es gibt Geschenke, die einfach völlig am eigenen Geschmack vorbei gehen. Am liebsten würde man sie so schnell wie möglich wieder loswerden. Bei vielen Sachen ist dieser Wunsch einfach zu bewerkstelligen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um aus falschen Geschenken das Beste herauszuholen.

Die einfachste Variante ist die, das Geschenk zu verkaufen. Gerade nach Weihnachten findet auf einschlägigen Onlineplattformen ein ausgiebiger Verkauf von Unnötigem und Überflüssigem statt. Gleichzeitig kann man auf diese Weise, das, was man sich eigentlich gewünscht hatte, günstig ersteigern.

Grundsätzlich kann man Waren, die im Internet bestellt wurden, innerhalb von 14 Tagen zurück geben. Dazu braucht man dann allerdings den Schenker, der den Kontakt vermittelt. In Geschäften läuft ein Umtausch auf Kulanz. Auch hier ist ein Beleg nötig. Allerdings bekommt man in den seltensten Fällen Bargeld zurück. Meist erhält man einen Gutschein. Anders ist das, wenn sogenannte Sachmängel bestehen, also etwas kaputt ist. Dann muss der Verkäufer nachbessern oder für Ersatz sorgen. Kann er das nicht, gibt es das Geld zurück.

In vielen Städten gibt es Tauschbörsen nach den Feiertagen. Sie finden in der Regel in Lokalen oder Stadtteilzentren statt. Dort kann man munter tauschen und bekommt vielleicht sogar die eine oder andere Kuriosität.

Ist ein Weihnachtsgeschenk wertvoller als mehrere?

Zwei Mädchen mit Nikolausmütze sitzen vor Weihnachtsbaum, lachen
x-mas girls © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Psychologen und Marketing-Experten stellten fest, dass ein einzelnes Weihnachtsgeschenk aus Sicht des Beschenkten wertvoller ist als mehrere. So wird beispielsweise ein teurer Pullover aus Kaschmirwolle allein in den Augen des Empfängers wertvoller empfunden, als wenn man eventuell zusätzlich noch einen Büchergutschein verschenkt.

Aus Sicht des Schenkenden heißt es oft "je-mehr-desto-besser", aber beim Empfänger werden die gesamten Geschenke beurteilt und dann ein Durchschnittswert gebildet, wie die Wirtschaftswissenschaftlerin an der Virginia Polytechnic Institute and State University, Kimberlee Weaver, berichtet. Dies klingt zwar irgendwie paradox, aber man könne es auch in anderen Lebensbereichen sehen, wie die Experten meinen.

Unliebsame Geschenke: Weiterreichen oder nicht?

Eine Krawatte, ein Handtuch oder Socken - Jeder hat schon einmal ein Geschenk erhalten, mit dem er nichts anzufangen wusste. Doch wohin mit dem ungeliebten Präsent? Die meisten Menschen haben Skrupel, es an eine andere Person weiterzuverschenken.

Brauchen sie aber nicht, sagen britische Psychologen. Sie haben in einer Studie herausgefunden, dass die Schenkenden dies weit weniger kränkt, als die Beschenkten glauben. Sie kämpfen mit ihrem Gewissen und fürchten, dass sie den Wohltäter verstimmen würden, wenn sie ein Mitbringsel weiterreichen. Dabei, so die Wissenschaftler, steige jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass den Gegenstand jemand erhält, der ihn wirklich zu schätzen weiß und auch gebrauchen kann.

Ähnlich konträr verhält es sich mit dem Wert eines Geschenkes. Die Schenkenden glauben, dass ein teures Präsent freudiger angenommen werde als ein günstiges. Doch diese Annahme stimmt in dem meisten Fällen nicht. Der Preis, dies zeigt die Studie, spielt für die Beschenkten keine große Rolle.

Auch Überraschungsgeschenke sind nicht so beliebt, wie viele glauben. Erhält jemand etwas, was er sich ausdrücklich gewünscht hat, dann zeigt er sich begeisterter als bei einem unerwarteten Mitbringsel. Das könnte sich nämlich ganz schnell zu einer Enttäuschung entwickeln, die gut verpackt an eine andere Person weiter gereicht wird. Wenn da nur nicht diese Skrupel wären.

Weihnachtsgeschenke: schon beim Kauf an eventuellen Umtausch denken

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln
Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de

Eine Krawatte für Opa, ein Tablet-PC für den Sohnemann und Parfum für die Liebste – was tun, wenn die Weihnachtsgeschenke nicht gefallen? Wer Präsente auswählt, sollte schon beim Kauf an einen möglichen Umtausch denken.

Ein generelles Recht darauf hat der Kunde nicht. Ob ein Händler die Ware zurücknimmt, hängt von seiner Kulanz ab. Damit es Geld zurückgibt, muss der Käufer deshalb einiges beachten. Manchmal entscheidet die Art des Geschenks.

Elektroartikel und Technik

Auch der Patenonkel hat ein Tablet geschenkt? Die großen Elektronik-Händler nehmen Ware in aller Regel anstandslos zurück.

Am einfachsten klappt es mit originalverpackten Produkten. Eine Quittung sollte man jedoch vorlegen können. Und falls der Sohn das Tablet kurz ausprobiert hat, sollte sämtliches Zubehör wieder in der Schachtel liegen.

Düfte und Kosmetik

Parfüm steht laut GfK-Umfrage ganz oben auf der Liste der beliebtesten Präsente. Aber nicht jeder Duft gefällt. Eine verschlossene Verpackung lässt sich problemlos zurückgeben. Wenn sich die Abneigung erst nach dem Aufsprühen entwickelt, ist es jedoch zu spät.

Gutscheine

Der Gutschein ist beliebt. Gegen Geld lässt er sich aber nicht eintauschen. Wer zunächst Ware dafür einlöst und diese dann zurückgibt, hat ebenfalls keinen Anspruch auf Barauszahlung. Es gibt wieder nur einen Gutschein.

Tiere

Tiere zu verschenken ist heikel. Der Händler muss sie nicht zurücknehmen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, können Eltern aber im Laden fragen, ob es möglich ist, das Tier zunächst auf Probe mitzunehmen.

Psychologie unterm Tannenbaum: Was tun, wenn das Geschenk nicht gefällt?

Zwei Mädchen mit Nikolausmütze vor einem geschmückten Weihnachtsbaum
xmas engerl © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Schenken ist gar nicht so einfach. Aber auch das Beschenktwerden birgt Tücken. Nicht jedes Präsent trifft den eigenen Geschmack. Aber wie soll man reagieren, wenn etwas nicht gefällt? Begeisterung heucheln, im Internet verkaufen oder die nackte Wahrheit sagen?

Brüske Zurückweisung schadet der Beziehung

Psychologen betonen, dass es beim Schenken nicht nur auf das Materielle ankommt. In jedem Präsent sind auch die Liebe und Aufmerksamkeit des Schenkenden enthalten. Freude vorzutäuschen oder ein Geschenk brüsk zurückzuweisen, schadet deshalb der Beziehung. Der Rat lautet deshalb, bei der Wahrheit zu bleiben – allerdings nett verpackt.

Enttäuschung nett verpacken

Wenn der Empfänger enttäuscht ist, sollte er sich für die gute Absicht und Mühe bedanken, in der Sache jedoch deutlich werden. Dabei gilt: besser spät als nie. Wer die Socken in einer Farbe akzeptabel fände oder statt der Kaffeemaschine eigentlich einen Teebereiter auf die Wunschliste gesetzt hatte, muss aber an die Umtauschfristen denken.

Geschenke kleiner Kinder sind immer willkommen

Die Artikel heimlich im Internet zu verkaufen oder weiter zu verschenken ist keine Alternative. Falls es herauskommt, fühlt sich Schenkende zu recht verletzt. Einzige Ausnahme vom Gebot der Ehrlichkeit sind kleine Kinder. Ob selbst gemaltes Bild oder vom Taschengeld abgesparter Aschenbecher – Geschenke von Kindern sind immer Grund zur Freude.

Grundinformationen und Hinweise zu Geschenken

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Happy grandparents closing eyes of their granddaughter with gift © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: dolci © Anna Khomulo - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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