Fotografieren für Anfänger - Als Hobbyfotograf mit verschiedenen Bedingungen und Motiven klarkommen

Die schönsten Tage und Wochen des Jahres werden gerne visuell dokumentiert. Damit die Erinnerung daran dauerhaft präsent und schön bleibt, sollte sie auch gut und jederzeit griffbereit aufbewahrt werden. Als Anfänger schöne Fotos zu schießen, ist dank heutiger technischer Möglichkeiten überhaupt nicht mehr schwer. Sind Sie Anfänger im Bereich der Fotografie? Möchten Sie wissen, wie Sie am besten mit unterschiedlichen Bedingungen und Motiven klarkommen? Dann haben wir die richtigen Tipps für Sie.

Tipps für den Hobbyfotografen, um die schönsten Erinnerungen - beispielsweise im Urlaub, gekonnt festzuhalten: Aufnahmen am Abend, unter Wasser, von Gruppen, Kindern und Co

Erinnerungen festhalten

Mit einer Fotokamera, dem umgangssprachlichen Fotoapparat, werden bewegte oder auch statische, also feststehende Bilder, auf einem Film aufgezeichnet. Es wird fotografiert.

Wenngleich heutzutage mit einer Videokamera, mit einer digitalen Kinokamera oder mit einem Camcorder andere Aufnahmetechniken bestehen, so ist die Fotografie nach wie vor eine der bevorzugten und beliebten Möglichkeiten, um beispielsweise schöne Urlaubserlebnisse festzuhalten. Ihr Anblick weckt Erinnerungen und ist oftmals der Auftakt zu einer gemütlichen Runde. Urlaubsfotos sind auch eine gute Gelegenheit, um denjenigen, die nicht dabei waren, über das Erlebte anschaulich zu berichten.

Doch auch abgesehen vom Urlaubstrip ist es immer schön, besondere Momente auf Fotos festzuhalten. Dabei kann man auch als Hobbyfotograf zu tollen Ergebnissen gelangen, wenn man sich ein bisschen mit dem Thema Fotografie beschäftigt.

Moderne Präsentationsmöglichkeiten

Die heutige Technik bietet verschiedenartige Möglichkeiten, die Fotos zu präsentieren. Dazu gehören die herkömmlichen Lichtbildabzüge, die Farbfotos oder die etwas überholte Form von einzeln gerahmten Dias. Noch vor ein, zwei Jahrzehnten wurden sie mit einem Diaprojektor präsentiert.

Heutzutage werden die Digitalfotos als Diashow am heimischen PC, oder bei der entsprechenden Technik am größeren TV-Flachbildschirm, gezeigt. Damit solche Erinnerungsabende für alle Beteiligten ein Erfolg werden, muss der Fotograf als Inhaber der Foto- und der Bildrechte einiges Grundsätzliche beachten.

Motivauswahl am Beispiel des Urlaubs

Die Urlaubsfotos müssen eine gekonnte Motivauswahl sein. Dazu zählen sowohl ausgewählte als auch Erlebnismotive. Das Spektrum muss einen abgerundeten Überblick

  • zum Urlaubsziel
  • zu den Urlaubsaktivitäten und
  • zu den Urlaubsteilnehmern

geben. Die Urlaubsbilder sollten deutlich zeigen, wer was im Urlaub gemacht und erlebt hat. Bilder müssen trotz ihrer Statik lebhaft sein und Erlebtes vermitteln. Deshalb sollte der Fotoapparat im Urlaub immer mitgeführt werden.

Der Fokus ist darauf gerichtet, die Erinnerungen an den Urlaub möglichst erlebnisreich zu dokumentieren. Dazu gehören sowohl Ad-hoc-Aufnahmen als auch Fotos "mit der versteckten Kamera" - also Fotoaufnahmen, die der Fotografierte nicht bemerkt.

Nicht alle Fotos werden scharf - mehrfach knipsen ist angesagt

Um für die späteren Urlaubserinnerungen eine ansprechende Fotoauswahl zu haben, muss ausreichend Gelegenheit zum Aussuchen bestehen. Es müssen also deutlich mehr Fotos aufgenommen werden, als später benötigt. Das Selektieren ist dann eine weitere Etappe auf dem Weg zu einer gekonnten Sammlung von Erinnerungsfotos an den Urlaub.

Schon vorab planen

So kann es durchaus hilfreich sein, vor Urlaubsbeginn eine grobe Struktur über die zukünftigen Urlaubsfotos festzulegen. Bei mehreren hundert Urlaubsfotos sollte in etwa die Gewichtung für die verschiedenen Themen feststehen.

Das hängt auch davon ab, ob es sich um einen Bade- und Erholungsurlaub, um eine Städtereise, um einen Themenurlaub oder um einen Erlebnisurlaub wie eine Trekkingtour handelt.

Bei einer Kreuzfahrt ist die fotografische Dokumentation des Urlaubs recht einfach. Der beginnt mit dem Betreten des Kreuzfahrtschiffes, und das erste Foto zeigt den Liner in seiner ganzen Größe am Kreuzfahrtterminal.

Urlaubsfotos sollten grundsätzlich, wie es formuliert wird, unverfänglich sein. Missgeschicke oder peinliche Situationen gehören auch dann nicht in die Sammlung, wenn sie ausschließlich Verwandten, Bekannten oder Freunden gezeigt wird.

Fotos geschickt kommentieren können

Hilfreich und für die Zuschauer interessant kann es sein, wenn Erläuterungen zu Besichtigungsorten, beispielsweise zu UNESCO-Welterben, mit fundiertem Wissen mündlich kommentiert werden. Erst ein interessanter Mix aus Urlaubsfotos und Urlaubserinnerungen macht aus der Präsentation einen so abwechslungsreichen wie unterhaltsamen Erinnerungsabend im heimischen Wohnzimmer.

Wie man als Hobbyfotograf gelungene Fotos unter verschiedenen Bedingungen und von unterschiedlichen Motiven schießen kann, haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Aufnahmen unter Wasser

Aufnahmen unter Wasser sind auch heute eine außergewöhnliche Form der Fotografie. Der Fotografierende gibt damit Einblick in seinen Urlaub in die damit verbundenen Aktivitäten.

Faszinierende Unterwasserwelt

Als Unterwasser wird der Lebensraum bezeichnet, der unterhalb der Wasseroberfläche beginnt. Die Wasseroberfläche ist die Grenze zwischen Luft und Wasser.

Unter Wasser ist die sogenannte Unterwasserwelt. Sie ist für den Menschen auch deswegen so interessant und erlebnisreich, weil dort ein Leben oder ein längerer Aufenthalt nicht möglich ist.

Die Unterwasserwelt zu entdecken und dann noch fotografisch festzuhalten, gehört zu den besonderen Urlaubserlebnissen. Eine Voraussetzung dafür ist das Tauchen oder Schnorcheln, um sich längere Zeit unter Wasser aufhalten zu können. Die Unterwasserwelt ist, wie es gerne gesagt wird, so geheimnisvoll wie erlebnisreich.

Die Unterwasserwelt ist oft bunt und faszinierend
Die Unterwasserwelt ist oft bunt und faszinierend

Voraussetzungen für einen Unterwassershoot

Der Unterwasserfotograf, der seine Urlaubsexkursionen unter Wasser fotografiert, muss mehrerlei können. Er muss ein geübter Taucher sein, und er muss sein Gerät, die Unterwasserkamera, perfekt beherrschen.

Veranstalter bieten weltweite Pauschalreisen zu so genannten Tauchspots an. Das sind Regionen mit einer abwechslungsreichen bis hin zu einmalig schönen Unterwasserwelt.

Die Unterwasserkamera
Erst wenn man das Tauchen beherrscht kann man sich ans Fotografieren wagen
Erst wenn man das Tauchen beherrscht kann man sich ans Fotografieren wagen

Die Unterwasserkamera ist als eine Outdoor-Kamera wasserdicht und stoßfest. Mit ihr lassen sich sowohl bewegliche Motive wie Fische als auch unbewegliche wie beispielsweise Korallenbäume, Seesterne oder die Unterwasserlandschaft als solche fotografieren.

Ob Einweg-Unterwasserkamera oder Unterwasser-Digitalkamera - der versierte Unterwasserfotograf kann mit seiner unterwassertauglichen Kamera bedenkenlos in einer Tiefe von dreißig bis vierzig Metern tauchen und fotografieren. Je seltener und schöner die Bilder aus der Unterwasserwelt sind, umso interessanter wird der anschließende Vorführabend im Trockenen.

Lichtverhältnisse

Sonnenlicht kann das Wasser bis zu mehreren Metern Tiefe erhellen, so dass hier ohne Blitzlicht fotografiert werden kann. Größere Wassertiefen, also ab etwa fünf bis zu zehn Metern, sind in der optischen Wahrnehmung blaugrün oder duster-verschwommen. Um hier zu fotografieren, wird starkes künstliches Licht, das Blitzlicht, benötigt.

Der Abstand zum Motiv sollte nicht größer als circa zwei Meter sein. Mit diesem Basiswissen, der entsprechenden Kameraausrüstung und dem Knowhow zum Schnorcheln oder Tauchen sollten Fotos unter Wasser möglich sein.

Tauch-Know-how

Der Tauchsportler weiß, dass Tauchen oder Schnorcheln sowie das Fotografieren unter Wasser Zweierlei sind. Der Unterwassersport muss recht gut beherrscht werden, weil das Fotografieren die volle Konzentration erfordert. Der Aufenthalt im Wasser beim Tauchen oder Schnorcheln muss so selbstverständlich sein wie der Aufenthalt über Wasser.

Tauchreviere auswählen

Jedes der weltweit angepriesenen Tauchreviere hat seine ganz eigenen Reize. Die Inselwelt der Malediven im Indischen Ozean ist für den einen Urlauber besonders interessant, während der andere das Rote Meer bevorzugt. Ein fotobegeisterter Tauchsporturlauber wird das Ziel für seinen Aktivurlaub vorwiegend danach aussuchen, dass er sein Hobby Tauchen und Fotografieren mit dem geringstmöglichen Aufwand ausüben kann.

PADI

Dazu gehört auch, dass am Urlaubsort die PADI, die Professional Association of Diving Instructors, präsent ist. PADI ist die weltweit größte Tauchorganisation mit mehreren tausend Tauchbasen. Hier fühlt sich der tauchsportbegeisterte Urlauber gut aufgehoben und betreut.

Die Tauchausbildungen sind standardisiert, so dass jeder weiß, was ihn erwartet und was er erwarten kann. Vor Ort ist es gängige Praxis, dass Mitarbeiter der PADI neben Tauchkursen mit Fotografieren unter Wasser auch geführte Tauchexkursionen anbieten. Das Motto lautet: Learning by Doing.

Aufnahmen am Abend oder beim Kerzenlicht

Wenn das zu fotografierende Objekt durch vorhandenes Licht nicht genügend beleuchtet ist, dann muss es künstlich ausgeleuchtet werden. Dafür sorgt das Blitzlicht mit einem Lichtblitz in dem Sekundesbruchteil der Aufnahme.

Blitzgeräte

Seit Mitte der 1930er Jahre wird mit Blitzlicht fotografiert. Genau genommen war das der Beginn eines Blitzgerätes, des umgangssprachlichen Blitzlichtgerätes.

Heutzutage werden so unterschiedliche wie vielfältige Blitzlichtsysteme angeboten. Digitalkameras haben ein internes, das eingebaute Blitzgerät. Mit dem Blitzgerät lassen sich ganz unterschiedliche Effekte erzielen.

Unterschieden wird in das direkte sowie in das indirekte Blitzen. Mit einem kurzen Aufhellblitz lässt sich die vorhandene Lichtstimmung weitgehend erhalten, obwohl ein Blitzgerät benutzt worden ist. Gängige Blitzgeräte sind kameraintern, aufgesteckt oder die Stabblitze.

Bei Aufnahmen in der Dämmerung und in der Dunkelheit am Abend, oder bei Kerzenschein in einem abgedunkelten Raum, ist für den Fotografen der zu dunkle Hintergrund im Gegensatz zum Fotomotiv das Problem.

Der Vordergrund, zum Beispiel der für das Candle-Light-Dinner eingedeckte Tisch, ist richtig belichtet. Der Hintergrund hingegen ist mit einer dunklen Wand vergleichbar. Der direkte Blitz ist auf das Motiv, also auf den eingedeckten Tisch, gerichtet.

Die richtige Wahl treffen

Das Blitzlicht kann beim Fotografieren einerseits eine Lichtlösung sein, andererseits aber auch das Fotomotiv oder die Fotoszene kreativ erweitern. Dafür ist die Auswahl des richtigen Blitzgerätes mitentscheidend.

Das Blitz- sowie das Umgebungslicht müssen gekonnt miteinander kombiniert werden. Im besten Falle harmonieren sie miteinander, so dass der Bildbetrachter nur ein Licht und insofern keinen Unterschied erkennt.

Mit dem Blitz sollen keine neuen Belichtungsprobleme geschaffen, sondern vorhandene gelöst werden. Das richtige Dosieren beim Blitzen muss gelernt und geübt werden.

Dazu gehört das richtige Einstellen des Blitzgerätes. Eine Überbelichtung ist an der Weißfärbung des Fotomotivs erkennbar, beispielsweise an einem weißen Gesicht, oder an rötlichen Augen.

Umgekehrt ist bei stark reflektierendem Sonnenlicht ein dementsprechender Blitz notwendig. Indirektes Blitzen, Aufhellblitzen oder kabelloses Blitzen sind einige Formen, mit denen bedarfsgerechte Dosierungen erreichbar sind.

Richtige Belichtungszeit und Blitzgeräte für optimale Ergebnisse
Richtige Belichtungszeit und Blitzgeräte für optimale Ergebnisse

Belichtungsproblem lösen

Das Belichtungsproblem lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise lösen. Bei einer professionellen Aufnahme werden weitere Blitzgeräte im Hintergrund platziert.

Ganz allgemein sollten alle anderen im Raum vorhandenen Lichtquellen ausgenutzt werden. Je besser er beleuchtet und ausgeleuchtet ist, umso besser.

ISO-Wert

Mit dem ISO-Wert des Films kann die Aufnahmequalität maßgeblich beeinflusst werden. ISO steht für International Organization for Standardization mit Sitz in Genf.

Die Internationale Organisation für Normung bestimmt Normungswerte für eine Filmempfindlichkeitsangabe. Sowohl auf jedem Film als auch auf jeder Digitalkamera ist die ISO-Angabe vermerkt.

Die Normung beginnt bei der Ziffer 25 und reicht über mehr als ein Dutzend wie 1600, 3200, 6400 bis hin zu 12800, 25600 und so weiter. Mit zunehmend hoher Zahl verringert sich das notwendige Licht beim Fotografieren. Das geht mit steigendem ISO-Wert zu Lasten der Bildqualität.

Für den daheim eingedeckten Tisch bei Kerzenlicht sind Film oder Digitalkamera mit einem ISO-Wert von 800, 1600 oder 3200 gut und ausreichend. Die Verschlusszeit sollte möglichst kurz sein.

Der Weißabgleich einerseits und die durch das natürlich-weiche Kerzenlicht geschaffene Stimmung andererseits müssen anhand der jeweiligen Kameratechnik aufeinander abgestimmt sein.

Der höhere ISO-Wert ersetzt in vielen Situationen das Blitzlicht. Können und Routine bestehen unter anderem darin, zwischen ISO-Wert und Blitznotwendigkeit auszubalancieren. Beides hat seine eigenen Nachteile.

Die Filme als das fotografische Material werden in die vier Bereiche niedrig-, normal-, hoch- und höchstempfindlich unterteilt. Je empfindlicher der Film mit seinem ISO-Wert ist, umso besser lassen sich Mängel bei Lichtverhältnissen, Belichtungszeiten oder Blitzreichweiten ausgleichen. Die Körnung, auch Körnigkeit genannt, steigt mit der Empfindlichkeit des Filmmaterials.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz, bei einer höheren Lichtempfindlichkeit in einer dunklen Umgebung mit unveränderter Belichtungszeit zu fotografieren. Eine Alternative dazu ist die Reduzierung der Belichtungszeit bei gleichbleibender Helligkeit.

Auf die Belichtungszeit gehen wir im Folgenden noch etwas genauer ein...

Alles rund um die richtige Belichtungszeit

Als Belichtungszeit wird beim Fotografieren die Zeitspanne bezeichnet, in welcher der Film zur Fotoaufnahme dem Licht ausgesetzt ist. Er wird belichtet, und die Belichtungsdauer wird in Sekundenbruchteilen gemessen.

Mit der Blende wird der Lichtdurchlass durch das Objektiv beeinflusst. Die kurze, buchstäblich blitzartige Belichtung, wird durch das Blitzlichtgerät ausgelöst und vom Objekt reflektiert.

Der Lichtblitz, oder das Blitzlicht muss mit der Verschlusszeit korrespondieren. Es muss dann blitzen, wenn der Verschluss geöffnet ist.

Die Belichtungssteuerung und damit die richtige Dosierung werden durch die eingestellte Blende und die Leistung des Blitzlichtgerätes gesteuert. Für den Fotografen kommt es im Einzelfall darauf an, für die anstehende Blitzlichtaufnahme in der jeweiligen Umgebung den Lichtblitz passend einzustellen.

Belichtungsmesser

Heutzutage ist in alle gängigen Fotoapparate ein Belichtungsmesser integriert. Er steuert das jeweilige Verhältnis zwischen der Belichtungszeit und der Blendenöffnung.

Mitentscheidend ist die Filmempfindlichkeit, angegeben als ISO-Wert. Die so berechnete Belichtungszeit wird automatisch, oder aber manuell vom Fotografen eingestellt.

Die Blitzanlage am Fotoapparat wird mit einem Synchronkabel durch den Blitzbelichtungsmesser ausgelöst, oder kabellos durch den Blitz selbst, sobald das Messgerät aktiviert wird. Wenn der Blitz zu hoch dosiert, also zu grell ist, dann steht das Fotomotiv in einem Lichtkegel, während der Hintergrund dunkel bis hin zu unkenntlich ist.

Die richtige Balance ist dann gefunden, wenn das Licht, also die Helligkeit der Umgebung, mit dem Licht für das Fotomotiv abgeglichen wird und weitgehend identisch ist. Die Einstellung des Blitzes sollte geringfügig darunter liegen. Der Blitz ist auch dann gut dosiert, wenn er nicht frontal, sondern seitlich auf das Fotomotiv trifft.

Learning by Doing

Der Blitzeinsatz für eine Reportage ist ganz anders als der für die stimmungsvolle Ausleuchtung einer Porträtfotografie. Learning by Doing ist für eine gekonnte Blitzlichtfotografie ebenso wichtig wie ein Üben und Trainieren in der Gruppe.

Hier lernt einer vom andern, und praktische Erfahrungen werden auf direktem Wege weitergegeben. Die können positiv und negativ sein, wobei es durch einen kommunikativen Erfahrungsaustausch bei den einmal gemachten Fehlern bleiben kann. Die anderen lernen daraus, so dass jeder einen Mehrwert hat.

Aufnahmen im Gegenlicht

Das Gegenlicht ist beim Fotografieren eine gewollte oder unbeabsichtigte Lichtquelle. Sie liegt direkt oder nahe zum Fotomotiv hin und hat ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das Lichtbild.

Vorteile einer Streulichtblende

Wenn das Licht aus einer helleren, hellen oder gar grellen Lichtquelle wie der Sonne auf das Objektiv trifft, dann entstehen dadurch Reflexionen. Das Licht wird, wie es umgangssprachlich heißt, reflektiert.

Mit einer Streulichtblende, auch als Gegenlichtblende oder als Sonnenblende bezeichnet, kann verhindert werden, dass ein seitlich einfallendes Licht reflektiert wird und dadurch auf das Filmmaterial gelangt. Das ist dann hilfreich, wenn ein Gegenlicht unerwünscht ist.

Gegenlicht bewusst nutzen

Umgekehrt kann ein Gegenlicht auch ausdrücklich gewünscht sein, um den Bildausdruck zu kontrastieren. In solchen Fällen kann vorhandenes Gegenlicht gekonnt genutzt, oder aber durch einen Filter künstlich generiert werden.

In den meisten Fällen ist bei Außenfotografien die Sonne das starke Gegenlicht. Der Kontrast zwischen hell und dunkel ist stark. Bei Gegenlichtaufnahmen, also beim Fotografieren gegen die externe Lichtquelle, muss mit dem Aufhellblitz eine zusätzliche Lichtquelle genutzt werden.

Polarisationsfilter

Blendenflecken treten häufig bei einem Fotografieren gegen die Sonne auf, weil sie den Kontrast an der betreffenden Stelle verringern. Derartige Blendenflecken können durch den Einsatz von Polarisationsfiltern vermieden werden. Das unerwünschte Licht wird mit diesen Filtern nicht reflektiert, sondern absorbiert.

Auf Gegenlichtaufnahmen werden oftmals Strukturen sichtbar, die bei einer normalen Lichtaufnahme nicht oder nur konturenhaft erkennbar geblieben wären. Um das zu können, muss der Gegenlichtfotograf neben seinem ausgewiesenen Können auch erfahren sein. Beim Bearbeiten der Gegenlichtaufnahme kann das ursprüngliche Ergebnis mit einigen wenigen Korrekturen deutlich verbessert werden.

Mitentscheidend ist auch hier der ISO-Wert des Films.

  • Mit einer leichten Erhöhung der Belichtung
  • mit einer deutlichen Erhöhung des Schwarzanteiles sowie
  • mit einer Anhebung des Kontrastes

wird die Gegenlichtaufnahme schärfer und klarer. Ein Aufhellen der dunklen Töne sowie ein Nacharbeiten der Farbtöne wie blau, gelb, orange macht das Foto buchstäblich farbiger.

  • Die manuelle Kameraeinstellung
  • eine Festbrennweite von 85 Millimetern
  • eine Blende von 2.0
  • ein ISO-Wert von 400
  • die Belichtungszeit von 1/3200 Sekunde sowie
  • eine Spotmessung

sind der Ausgangswert für ein eher durchschnittliches Foto bei Sonnenlicht als dem Gegenlicht. Das Ergebnis von vorher zu nachher kann sich mit diesen wenigen Kniffen durchaus sehen lassen. Das Gegenlicht wird so genutzt, dass ein solches Porträtfoto zu einer farblich weichen und stimmungsvollen Aufnahme wird.

Richtige Belichtung finden

Das Hauptproblem beim Gegenlichtfotografieren ist die richtige Belichtung des Bildmotivs. Das starke Licht im Hintergrund erschwert ein gleichgutes Erkennen von Vorder- und Hintergrund.

Die Fotokamera orientiert sich zunächst immer am hellsten Motivteil, den sie zu belichten versucht. Daraus resultiert, dass der dunklere Bildteil, also das eigentliche Bildmotiv im Vordergrund, zu dunkel erscheint.

Die Belichtung muss korrigiert werden.

Sowohl Kompakt- als auch Spiegelreflexkamera bieten die Voraussetzungen dafür. Mit einem Knopfdruck lässt sich die Belichtung korrigieren.

Als Faustregel gilt, die Belichtung um ein, zwei oder maximal drei Stufen höher zu stellen, um den Vordergrund zu erhellen. Der schon hellere Hintergrund wird dadurch noch heller.

Reflektor verwenden

Eine Alternative dazu ist die Benutzung eines Reflektors. Der kann so platziert werden, dass das Licht ausschließlich auf das dunklere Motiv im Vordergrund reflektiert, also zurückgeworfen wird, ohne dass der ohnehin schon helle Hintergrund dadurch übermäßig erhellt wird.

Der Hobbyfotograf sollte sich auch beim Gegenlichtfotografieren nicht entmutigen lassen.

Aufnahmen von Portraits und Bewegungsbildern

Mit einem gekonnten Porträt gelingt es dem Fotografen, die besonderen Wesenszüge seines Porträtmotivs deutlich zu machen. Die gängige Form der Bewegungsbilder ist das Aktionsbild - das Bildmotiv ist buchstäblich aktiv.

Porträtfotos

Porträtfotos werden in aller Regel von Menschen, oftmals auch von Tieren gefertigt. Das französische Wort "Portrait" heißt zu Deutsch "Bildnis, Brustbild" oder ebenfalls "Portrait", auch Porträt geschrieben.

Das Porträtfoto kann von der Aufnahme her als ein erweitertes Passfoto mit künstlerischem Wert bezeichnet werden. Porträtfotos werden ihrer Einmaligkeit und Bedeutung wegen gerne von professionellen Porträtfotografen aufgenommen.

Die betreiben ein speziell ausgestattetes Fotoatelier. Gearbeitet wird mit speziellen Porträtobjektiven, die aufgrund von Brennweite und Lichtstärke für Porträtaufnahmen besonders geeignet sind.

Was es für den Hobbyfotografen zu beachten gilt

Der Hobbyfotograf sollte für Porträtfotos einige Grundsätze beachten. Das Porträt kann sowohl ein Brustbild als auch eine Ganzkörperaufnahme sein.

Entscheidend für die Porträtqualität ist die Ausleuchtung des Gesichtes. Ist das vorhandene Licht nicht ausreichend, hilft ein seitlich platzierter Aufhell- oder ein Reflexschirm.

Im Innenraum ist der Platz am Fenster eine gute Position für das Porträtmotiv, weil das Licht natürlicher und dadurch auch weicher ist. Das Freilichtporträt bietet sich bei jeweils schräg stehender Sonne am frühen Vor- oder am späten Nachmittag an.

Der Hintergrund sollte möglichst detailarm, also neutral sein. Eine ansehnliche Mauer ist allemal besser als Sträucher oder Bäume.

Die normalerweise scharfe Zeichnung des Objektivs sollte durch einen weichzeichnenden Filter abgeschwächt werden. Mit der Auswahl des passenden Filters, beispielsweise Center-Spot oder Soft-Spot, können unterschiedliche Weichzeichnungseffekte erzielt werden. Auch der Porträtfotograf probiert viele Male hin und her, bis es ihm gelingt, das Porträtmotiv buchstäblich ins rechte Bild zu rücken.

Bewegungsbilder

Zu den häufigsten Bewegungsbildern gehören die von Menschen und Tieren in allen nur erdenklichen Situationen. Der Sport ist ein bedeutender Teil des gesellschaftlichen Lebens, in dem die Akteure in Bewegung und insofern aktiv sind.

Ähnlich verhält es sich mit Tieren. Das Spektrum reicht vom heimischen Vierbeiner auf dem täglichen Spaziergang, über Tiere im Wildgehege, bis hin zu freilaufenden Tieren in der Natur.

Auch Fotoaufnahmen von Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen gehören zu den Bewegungsbildern. Darunter wird alles subsumiert, was sich bewegt - bis hin zur Schnecke oder zur Schildkröte.

Das Können des Fotografen liegt darin, schnelle und schnellste Fortbewegungen fotografisch zu erfassen. Entscheidend ist die richtige Auswahl des Objektivs mit seiner Brennweite.

Notwendige Einstellungen und Vorkehrungen

Die notwendige Lichtstärke wird von vielen Faktoren beeinflusst. Hier geht es um das Aktionsfoto in einer künstlich beleuchteten Sporthalle, also um Indoor-Sport - dort wird ein Tier im Morgengrauen in freier Wildbahn fotografiert.

Ein hoher ISO-Wert des Films oder der Digitalkamera sorgt für den notwendigen Ausgleich. Mit einem leistungsstarken Blitz können sowohl indoor als auch outdoor mangelhafte Lichtsituationen ausgeglichen oder neutralisiert werden.

Letztendlich sollte die Geschwindigkeit beim Fotografieren von Bildserien möglichst hoch sein. Ein halbes Dutzend Bilder je Sekunde ist eine gute Grundlage dafür, um anschließend das einzige und richtige Bild auswählen zu können.

Die eigentliche "Kunst" bei den Bewegungsbildern liegt darin, den genau richtigen Moment, also die Bewegung, abzupassen und zu fotografieren. Das erfordert neben einer guten bis sehr guten Fotoausrüstung auch Erfahrung und Routine. Eins geht nicht ohne das andere.

Aufnahmen von größeren Gruppen

Gruppenaufnahmen sind seit jeher eine beliebte Erinnerung. Das Schöne daran ist, dass sich nach Jahren oder gar Jahrzehnten jeder darauf wiederfindet - wenn auch erst nach einem längeren Suchen.

Als Hobbyfotograf größere Gruppen fotografieren

In vielen Fällen wird die Fotoaufnahme einer kleineren oder auch größeren Gruppe professionell gemacht. Ein Fotograf wird damit beauftragt, und die Gruppenaufnahme ist für alle Beteiligten ein Fototermin, ein Fotoshooting.

Das ist oft, aber nicht immer möglich. Im familiären Kreis wird aus unterschiedlichen Gründen auf einen Profi verzichtet - und bei der spontanen Idee zu einer Gruppenaufnahme ist es nicht möglich, einen Fotografen damit zu beantragen.

Dann wird zur Selbsthilfe gegriffen - ebenso auf der Familienfeier wie einer Kommunion, einer Konfirmation oder der Hochzeit mit standesamtlicher und kirchlicher Trauung.

Von dem Hobbyfotografen wird dann einiges erwartet. Viel darf nicht schiefgehen, weil sich die Gruppenaufnahmen so nicht wiederholen lassen. Daher sollte der Auserwählte ein guter Autodidakt sein und sich im Übrigen auf seine Aufgabe vorbereiten.

Tipps zur Positionierung der Gruppe

Bei einer größeren Gruppenaufnahme handelt es sich meistens um ein stehendes Foto. Die Gruppe bewegt sich nicht; sie wird vom Fotografen platziert, sozusagen eingewiesen.

Eine "wirkliche Gruppe" steht eng beieinander. Trotzdem dürfen sich die Gruppenteilnehmer nicht auf den Füßen stehen.

Jeder von ihnen muss gut sichtbar sein. Wenn mehrere Reihen hintereinander stehen, dann muss auf die Körpergröße geachtet werden. Jeder möchte auf das Foto, jeder möchte gesehen werden und sich selbst sehen.

Der Anlass des Gruppenfotos entscheidet darüber, wie verbindend die Teilnehmer zueinander stehen. Bei einem Familienfoto kann die Hand auf der Schulter des Vordermanns verbindlich wirken - bei einem Gruppenfoto anlässlich der Aushändigung einer beruflichen Urkunde steht jeder Gruppenteilnehmer eher für sich allein.

Wenn es in einer Gruppe eine oder mehrere exponierte Personen gibt, dann sollte das auch deutlich werden. Gängig ist das auf Klassenfotos, bei denen der Lehrkörper links steht.

Gelesen wird von links nach rechts. Das Auge beginnt beim Suchen auf dem Gruppenfoto also automatisch links und wandert dann weiter über das Bild.

Für die Oberbekleidung der Gruppe gilt der Grundsatz, die Träger von hellen Hemden, Blusen oder Jacken entweder zu verteilen oder im Bildhintergrund zu platzieren. Allzu dominante Flächen gilt es zu vermieden, was in einer größeren Gruppe gut möglich ist. Bei älteren Teilnehmern ab 60plus lockert es das Gruppenbild auf, wenn die vordere Reihe auf Stühlen sitzt.

Der Gruppenfotograf ist ein Regisseur für das Gruppenfoto. Er muss klare Anweisungen geben und darauf achten, dass sie eingehalten werden.

Serienaufnahmen sind empfehlenswert

Damit das letztendlich ausgewählte Gruppenfoto auch ein wirkliches Highlight wird, empfiehlt es sich, eine allgemeine Faustregel für die Zahl der Fotoaufnahmen zu beachten. Die Personenzahl der Gruppe geteilt durch zwei oder drei ergibt die Zahl der notwendigen Fotos.

Der Auslöser des Fotoapparates sollte möglichst oft betätigt werden. Je schneller die Abfolge ist, umso geringer ist die Gefahr, dass der eine oder andere seine Körperhaltung ändert, ein Auge schließt oder verdreht. Eine Serienbildfunktion verringert das Risiko auf ein Minimum.

Bei einem Gruppenfoto soll jeder aufs Bild, manche dürfen einfach nicht fehlen. Die sollten so platziert sein, dass sie auf den ersten Blick gesehen und erkannt werden.

Tipps für gelungene Fotos von den Kleinen

Da Kinder und vor allem Kleinkinder ihren eigenen Kopf haben und nur ungern lange stillhalten, ist es nicht immer leicht, gute Fotos von ihnen für das Familienalbum anzufertigen. Daher kann es hilfreich sein, ein paar simple Tipps zu befolgen.

Lebendige Kinderfotos lassen sich meist zu bestimmten Anlässen schießen. Dazu gehören zum Beispiel

Am besten werden Aufnahmen von Kindern immer dann, wenn sie in eine Sache vertieft sind. Auf diese Weise wirken die Fotos authentischer.

Technik beherrschen

Nicht jeder beherrscht die Technik einer Fotokamera von Anfang an. Gerade frischgebackene Väter erhalten sie häufig erst als Geschenk, um damit Aufnahmen von ihrem Nachwuchs zu machen und dessen Heranwachsen auf diese Weise zu dokumentieren.

Bei Anfängern kann es jedoch schnell zu Frust kommen, wenn die Fotos nicht so werden, wie sie sich das vorgestellt haben. Um gute Aufnahmen anfertigen zu können, muss man sich jedoch mit seiner Kamera und deren Technik gut auskennen. Daher ist es wichtig, sich mit ihrer Bedienung und ihren Funktionen vertraut zu machen.

Auf diese Weise kann man als Fotograf auch schneller reagieren, wenn eine bestimmte Einstellung vorgenommen werden muss, anstatt wertvolle Zeit bei der Suche nach den richtigen Funktionen zu vergeuden.

Zu Beginn viele Fotos schießen

Anfänger sollten zu Beginn ruhig so viele Fotos wie möglich schießen, denn mit der Zeit gewinnt man dadurch Routine, und die Wahrscheinlichkeit von gelungenen Aufnahmen steigt immer mehr. Außerdem lernt der Fotograf dadurch den richtigen Umgang mit der Kamera am besten.

Kind an die Kamera gewöhnen

Möchte man sein Kind von kleinauf fotografieren, ist es ratsam, es rasch an die Kamera zu gewöhnen. Dadurch empfindet es das Kind als ganz natürlich, wenn es häufiger fotografiert wird. Das hat zudem den Vorteil, dass die Fotos nicht gestellt wirken.

Gute Laune

Damit die Fotoaufnahmen gelingen, ist gute Laune überaus wichtig. Daher sollte man als Fotograf selbst stets gute Stimmung verbreiten und das Kind nicht zu irgendwelchen Posen zwingen. Übt man Druck auf die Kleinen aus, damit sie eine bestimmte Position einnehmen oder irgendwelche Gesten machen, wirken die Aufnahmen oftmals gestellt und somit nicht authentisch.

In unbeobachteten Momenten fotografieren

Beim Anfertigen einer Aufnahme stellt sich die Frage, ob man ein Motiv inszeniert oder das Foto lieber ganz spontan schießt. Bei Kindern werden Fotoaufnahmen jedoch am besten, wenn sie in einem unbeobachteten Moment fotografiert werden, ohne dass sie es merken. Möchte man dennoch ein Foto stellen, sollten die Kinder Lust dazu haben, mitzumachen und eigene Ideen einbringen können.

Möglichst dicht herangehen

Da das Kind auf einem Kinderfoto schließlich das Wichtigste ist, empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass andere Objekte in der Nähe nicht ablenkend wirken. Damit das Kind auch den größten Anteil an dem Bild hat, sollte man zum Fotografieren so nahe wie möglich herangehen.

Sehr hilfreich dabei ist ein gutes Teleobjektiv. Auf diese Weise kann eine nahe Perspektive eingenommen werden und der Fotograf gleichzeitig Abstand halten.

Sortieren der Fotos

Häufig werden viele Fotos von einer bestimmten Situation gemacht, von denen jedoch nicht alle gleichermaßen gut gelingen. In diesem Fall ist es sinnvoll, die weniger guten gleich auszusortieren und nur die besten als Erinnerung zu behalten.

Aufnahmen von Tieren

Die Tierfotografie ist, zusammen mit der Landschaftsfotografie, ein Bereich der Naturfotografie. Fotografiert werden lebende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Die einen machen ein Fotoshooting auf der Safari, andere fotografieren ihre geliebten Vierbeiner in heimscher Umgebung.

Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT)

Die GDT, Gesellschaft Deutscher Tierfotografen mit Verbandssitz in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel, ist die europaweit größte Vereinigung von Naturfotografen. Mitglieder sind sowohl Hobby- als auch Profinaturfotografen.

Zum Satzungszweck der GDT gehört das artgerechte Fotografieren von Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum. Das ist die freie Wildbahn ebenso wie der Zoo, der kleinere Tiergarten oder das Aquarium.

Aufnahmen mit Teleobjektiv

Das Fotografieren von Tieren ist aus mehrerlei Gründen nicht immer einfach. Tiere leben wild, sie sind scheu oder als Raubtier gefährlich. Daher wird auch bei Amateuraufnahmen von Tieren oft und viel mit einem Teleobjektiv gearbeitet.

Gegenüber einem normalen Objektiv hat es eine deutlich längere Brennweite und einen kleineren Bildwinkel. Für Tieraufnahmen unter Wasser, die so genannte Unterwasserfotografie, ist eine eigene Fotoausrüstung erforderlich.

Tipps für den Hobbyfotografen

Der Liebhaber seiner Haustiere beginnt schon in jungen Jahren damit, seinen Vierbeiner zu fotografieren. Ob Hund oder Katze - eine Voraussetzung dafür ist die erste Ausstattung mit einer Kamera, die manuell oder vollautomatisch bedient wird.

Ein lichtstarker Zoom mit einer Brennweite zwischen achtzig und zweihundert Millimetern ist für Haus, Zoo und Tiergarten ausreichend. Für größere Gehege sowie für Tieraufnahmen in der freien Wildbahn sollte die Brennweite bis zu vierhundert Millimeter betragen.

Die langen Brennweiten erfordern ein lichtstarkes Objektiv. Bei einer Blende von beispielsweise 2,8 oder 3,0 kann mit einer kurzen Belichtungszeit fotografiert werden. Gerade bei Tierfotos als Bewegungsbildern wird so die Gefahr eines Verwackelns deutlich verringert.

Der ISO-Wert von 400 sollte bei Film und Kamera die untere Grenze sein. Jede Tieraufnahme wird umso schöner, je besser, also weicher das Licht ist.

Bei Aufnahmen im Freien muss auf den Sonnenstand geachtet werden. Hartes und grelles Sonnenlicht muss vermieden werden. Die Sonne sollte möglichst im Rücken des Tierfotografen sein, so dass sich Gegenlichtaufnahmen erübrigen.

Viel Geduld mitbringen

Bei der Tierfotografie kann der Hobbyfotograf sehr schnell seine künstlerischen Fähigkeiten zeigen. Abhängig von dem Tiermotiv muss er viel bis hin zu sehr viel Geduld haben. Das trifft auf ein besonderes Motiv in heimischer Umgebung ebenso zu wie auf das Tierrudel in freier Wildbahn im Morgengrauen, oder auch auf die buchstäblich wilden Tiere in einem Nationalpark.

Reaktionen und Verhaltensweisen der Tiere sind weder vorausseh- noch kalkulierbar. Der Tierfotograf muss einfach so lange abwarten, bis sich ihm das gewünschte Motiv bietet.

Tierfotografien von Vögeln sind besonders sensibel. Mit einem unachtsamen Geräusch sind die Vögel aufgescheucht, und das anvisierte Tiermotiv hat sich buchstäblich in Nichts aufgelöst.

Stativ verwenden, Blitz vermeiden

Hilfreich bis hin zu notwendig ist die Verwendung eines Stativs. Aufnahmen mit Blitzlicht sollten möglichst vermieden werden, um ein Erschrecken der Tiere zu verhindern. Das gilt auch für Tieraufnahmen im Aquarium oder im Terrarium.

Auf die Tierfotografie trifft ganz besonders das Sprichwort aus Schillers Schauspiel Wilhelm Tell zu: "Früh übt sich, was ein Meister werden will."

Die Liebe der jungen Generation zum Haustier wird mit einer Tierhaltung entwickelt und durch die eigene Bilderdokumentation verstärkt. Der begeisterte Hobbyfotograf von heute entwickelt sich so zum interessierten Tierfotografen von morgen.

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Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • telephoto lens hidden behind canes © Damian - www.fotolia.de
  • White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Coral and fish in the Red Sea.Egypt © Brian Kinney - www.fotolia.de
  • Female diver exploring colorful reef fishes © uwimages - www.fotolia.de
  • Superstar crowded by paparazzi © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

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