Positive und negative Auswirkungen des Fernsehens - Kindern ein gesundes Maß beibringen

Frau hält Fernbedienung in Richtung Fernseher

Der Fernsehkonsum zählt in vielen Familien schon in der Kindheit dazu - Fernsehen hat Vor- und Nachteile, nicht nur für Kinder

Heutzutage gibt es kaum mehr ein Kind, das nicht hin und wieder vor dem Fernseher sitzt. Doch welche Unterschiede gibt es zwischen Kindern, die nur hin und wieder einen Film anschauen und Kindern, die täglich stundenlang vor der Flimmerkiste sitzen? Welche Auswirkungen - ob positiv oder negativ - kann der Fernsehkonsum haben?

Vor- und Nachteile des Fernsehens

Wohl kaum ein Haushalt kommt heutzutage ohne Fernseher aus. Der Fernsehkonsum ist ein beliebtes Hobby bei Groß und Klein. Dabei bringt er einige Vor-, aber besonders auch Nachteile mit sich.

Dabei ist es jedoch auch immer entscheidend, für welche Art von Fernsehprogramm man sich entscheidet, schließlich gibt es von Serien, Soaps und Filmen über Dokumentationen und Reportagen bishin zu den täglichen Nachrichten diesbezüglich ein vielfältiges Angebot.

Generell gilt, dass man auf einen mäßigen Konsum achten sollte, denn auch wenn man qualitativ hochwertige Sendungen anschaut, kann das Fernsehen der Gesundheit schaden.

Zu den möglichen Nachteilen zählt:

  • Es nimmt teils sehr viel Zeit in Anspruch
  • Es kann süchtig machen
  • Es führt zu Bewegungsmangel, Übergewicht und verschiedenen Folgeerkrankungen
  • Es kann den Augen schaden
  • Es kann je nach Inhalt aggressiv machen
  • Es fördert durch die Ausstrahlung von Werbung das Verlangen nach Konsum
  • Es kann dazu führen, dass andere Tätigkeiten sowie soziale Kontakte vernachlässigt werden
  • Es kann zu Langeweile führen
  • Es kann teilweise falsche Informationen verbreiten

Was die Vorteile angeht, so gilt für das Fernsehen:

  • Es stellt eine gute Möglichkeit dar, sich über aktuelle Meldungen zu informieren
  • Es bietet eine Vielfalt an Informationen zu unterschiedlichen Themen und in verschiedenen Bereichen
  • Es stellt eine gute Unterhaltungsmöglichkeit dar
  • Es fördert Gesprächsthemen
  • Es hilft dabei, den persönlichen Horizont zu erweitern
  • Es dient je nach Inhalt nicht nur der reinen Information, sondern auch dem persönlichen Studium
Auswirkungen auf die Gesundheit

Jede Stunde Fernsehen bringt 167 Kilokalorien extra

Junge Frau mit Popcorn auf Couch, schaut Fernsehen
Woman watching television with popcorn in living room © CandyBoxPhoto - www.fotolia.de

Werbung wirkt – wenn Kinder viel Zeit vor dem Fernseher verbringen, essen sie mehr Snacks und trinken mehr Softdrinks, die besonders oft beworben werden. Dadurch nehmen sie im Schnitt pro zusätzlicher Stunde Fernsehen 167 Kilokalorien extra auf und werden dicker, so lauten die Ergebnisse einer Studie der Harvard School of Public Health (USA).

Die Forscher untersuchten 548 Bostoner Schüler im Abstand von 19 Monaten und befragten sie insbesondere zu Snacks, Softdrinks und ihrem Sportverhalten. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und der vor dem Fernseher verbrachten Zeit besteht, der Grund war aber offen geblieben.

Werbung für energiedichte, wenig nährstoffreiche Nahrungsmittel ist nun ein erster möglicher Mechanismus, der die Verbindung erklären könnte. Die Ergebnisse der Studie erscheinen in den „Archives of Pediatric and Adolescent Medicine“.

Hirnforscher: Fernsehfans nehmen Verkümmern ihres Denkorgans in Kauf

Leuchtende Glühbirne in der Form eines Gehirns
Brain Flourescent Light Bulb © alswart - www.fotolia.de

Wer bis ins Alter geistig fit bleiben möchte, sollte seinen TV-Konsum in Grenzen halten. „Fernsehen ist kulturell anerkannter Tagesschlaf“, beklagt Prof. Bernd Michael Fischer (von der Memory-Liga) im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

Natürlich kann man das Programm auch kreativ nutzen, etwa das Buch lesen, das Elke Heidenreich besprochen hat oder die Rezepte einer Kochsendung nachkochen. Wer sich aber nur passiv berieseln lässt, dessen Denkorgan verkümmert.

Stillstand und Routine sind arge Feinde des älter werdenden Hirns, das viel leistungsfähiger ist, als die meisten vermuten. Nicht etwa nur intellektuelle Beschäftigungen halten es in Schwung. Hirnforscher empfehlen vor allem, sich mit neuen Dingen auseinander zu setzen und soziale Kontakte aufrechtzuerhalten.

Hirnforscher: Dumm und dick durch zuviel TV-Konsum

Professor Manfred Spitzer, ein Hirnforscher, hat in einem Artikel im Magazin "Forschung & Lehre" die Ergebnisse seiner Untersuchung um übermäßige TV-Nutzung von Kindern veröffentlicht.

Das Fazit ist, dass der übermäßige TV-Konsum bei den Kindern zu Fettleibigkeit, Dummheit und auch zur Gewalttätigkeit führt. In weiteren 50 Ländern führten diese Tests zu einem gleichen Ergebnis. Außerdem wird das Risiko durch den übermäßigen TV-Konsum an Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose zu erkranken erhöht.

In den USA wurde beobachtet, dass Schüler in den 12 Schuljahren nur 13.000 Stunden in der Schule sind, aber 25.000 vor dem Fernseher sitzen. Die Zunahme der Aggressivität ist bei 32.000 Fernseh-Morden, bzw. 200.000 Gewalttaten, verständlich.

Deutsche lieben Essen mit TV-Unterhaltung

Mann sitzt mit Bier und Brotkorb auf der Couch vor dem Fernseher, seine Frau steht mit Nudelholz hinter ihm und schimpft
Shut Up Wife, Match Starts © milanmarkovic78 - www.fotolia.de

Zur Lieblingssoap eine Tüte Pommes, zum Krimi Spaghetti Bolognese und zur nächtlichen Talkrunde noch ein Täfelchen Schokolade – die Deutschen lieben Mahlzeiten mit TV-Unterhaltung. Mehr als ein Drittel der Männer und Frauen (38,2 %) gaben bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.150 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Online-Portals "GesundheitPro.de" zu: "Bei mir/uns läuft während des Essens häufig der Fernseher."

Besonders anfällig fürs Speisen vor der Glotze sind Deutschlands Twens: Bei drei von fünf Befragten in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen (61,8 %) flimmert zum Essen die Mattscheibe. Auch die 30- bis 39-Jährigen sind in diesem Punkt nicht viel vernünftiger: Von ihnen wollen mehr als die Hälfte (50,4 %) nicht auf TV-Berieselung beim Speisen verzichten.

Einen Tick einsichtiger sind da sogar noch die Teenies: Bei den 14- bis 19-Jährigen kann immerhin nur knapp die Hälfte (49,4 %) die Fernbedienung beim Essen nicht aus der Hand legen.

Fernsehen verführt zum Alkoholkonsum

Lachender Mann vor TV auf der Couch mit Pizza und Bier
Man Enjoying Beer And Pizza In Front Of TV © Monkey Business - www.fotolia.de

US-amerikanische und britische Wissenschaftler warnen vor den Folgen der Alkoholwerbung im Fernsehen. Besonders Jugendliche sind für einen derart präsentierten Alkoholumgang anfällig diesen auch zu trinken.

Die gesehenen Idole, wie James Bond oder auch Musiker in den entsprechenden Musikvideos die Alkohol trinken, erhöhen das Risiko das gleiche zutun bei 14-15 jährige Jugendlichen um etwa 9%. Wird der Fernsehkonsum nochmals um einige Stunden durch das Sehen von Spielfilmen mit Alkoholszenen erhöht, steigt diese Anfälligkeit sogar auf circa 15% an.

Patienten, die oft Arztserien schauen, werden ängstlich und anspruchsvoll

Arzt mit Halbglatze und weißem Poloshirt sitzt mit Patient in der Sprechstunde
Allgemeinmedizin © ISO K° - photography - www.fotolia.de

Fans von Arztserien im Fernsehen sind im Krankenhaus unzufriedener mit den Visiten und haben mehr Angst vor Operationen. Das erfuhr der Chirurg und Kommunikationswissenschaftler Dr. Kai Witzel, der diesen Zusammenhang untersucht hat.

"Viele Patienten glauben, dass Visiten wie im Fernsehen ablaufen. Der Arzt hat Zeit, hält Händchen, hört gut zu", sagt er im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". In der Realität dauerten chirurgische Visiten aber oft nur kurz.

Witzel rät seinen Kollegen zum Umdenken. "Gerade in Zeiten, wo Kliniken buchstäblich rechnen müssen, lässt sich eine gute Stimmung von Patienten nicht hoch genug einschätzen. Die Visite ist oft der einzige Moment im Krankenhaus, wo der Patient eine aktive Rolle spielt."

Neben den überhöhten Erwartung an die ärztlichen Besuche am Bett leiden Vielseher unter größerer Angst vor Operationen. Im Fernsehen liefen diese meistens dramatisch ab. "Dort fließt viel Blut, es geht um Leben und Tod", so Witzel. "Normale Routine gibt es da nicht."

3D-Fernsehen belastet die Augen und verursacht Kopfschmerzen

3D Brille mit rotem und grünem Plastik, weißer Hintergrund
3D Movie Glasses on white background © Serj Siz`kov - www.fotolia.de

US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Betrachten von 3D-Inhalten beim Zuschauer zu erhöhter Augenbelastung und zu Kopfschmerzen führen kann. Sie warnen vor den gesundheitlichen Folgen, da die Augen bei der Nutzung von 3D-TV-Geräten und 3D-Monitoren permanent dem so genannten Konvergenz-Anpassungs-Konflikt ausgesetzt sind. Je geringer der Betrachtungsabstand, desto höher der Anpassungs-Koflikt, weshalb 3D-Fernseher und 3D-PC-Spiele am meisten Sorgen bereiten.

Bei Kindern im Alter von neun Jahren ist die Entwicklung der visuellen Wahrnehmung noch nicht abgeschlossen, so dass massive Nutzung von 3D-Monitoren im Gehirn zu einer Art „neurologische Neuverdrahtung“ führen kann. Beim Auswerten von dreidimensionalen Bildern fokussieren die Augen immer auf die flache Ebene des Bildschirms. Der Konvergenz-Anpassungs-Konflikt entsteht hierbei durch den Widerspruch zur Position eines im Fokus befindlichen Objektes.

Diabetologe: "Mehr Tote durch TV-Konsum als durch das Rauchen"

Vor kurzem fand das Diabetes Update 2011 in Mainz statt. Professor Stephan Martin, ein Diabetologe aus Düsseldorf, stellte eine australische Studie vor, die errechnet hat, dass pro Stunde täglichem TV-Konsum das Herz-Kreislauf-Sterberisiko um 18 Prozent steigt.

Martin verwies dann auf die deutschen Vehältnisse. Hierzulande schauen die Menschen im Durchschnitt etwa drei Stunden täglich in den Fernseher. Das hieße, sie hätten ein Sterberisiko, das um 54 Prozent erhöht ist. Dieses Risiko entspreche dem Risiko eines Raucher, der 10 Zigaretten am Tag rauche.

Allerdings würden nur 30 Prozent der Deutschen rauchen. Daraus zieht der Professor die überraschende Schlussfolgerung, dass in Deutschland mehr Menschen durch zu viel Fernsehen als durch das Zigarettenlaster sterben. Daher fordert Stephan Martin eine Gesundheitsabgabe der Fernsehanstalten. Mit diesem Geld sollten die gesundheitsschädlichen Folgen des Fernsehens wissenschaftlich erforscht und Lösungen des Problems gesucht werden.

Wenn Kinder zu viel Fernsehen, besteht später ein höheres Risio für Herz-Erkrankungen

Zwei Jungen liegen auf dem Boden und spielen Videospiel mit Konsole
zwei jungen spielen videospiel © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Wer im Kindesalter zu lange vor dem Fernseher oder am Computerbildschirm sitzt, der hat im Erwachsenenalter ein höheres Risiko für Herzerkrankungen oder auch Bluthochdruck. Dies liegt daran, dass sich die Netzhaut-Arterien verengen, wie Forscher vom Institut für Augenheilkunde der Universität von Sydney feststellten.

Bei Untersuchungen von sechs- bis siebenjährigen Kindern haben die Forscher dies bei den Kindern festgestellt, die viel Zeit vor den Bildschirmen verbrachten, während Kinder, die draußen im Freien spielten die Arterien durchschnittlich um 0,0022 Millimeter weiter waren.

Diese Verengungen können später zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen führen. Durch Bewegung wird die Blutzirkulation in den Arterien angeregt, so sollte auf jeden Fall in den Schulen ein zweistündiger Sportunterricht pro Woche eigentlich Pflicht sein.

Fernsehabende können je nach Programm zum Stressfaktor werden

Seitenansicht junges Paar sitzt auf Couch und schaut Fußball im Fernsehen
Couple in living room watching television © Monkey Business - www.fotolia.de

Für einen Großteil der Deutschen sieht der Feierabend so aus, dass sie vor dem Fernseher vom Stress des Alltags abzuschalten versuchen. Wissenschaftler der Technischen Universität in Dresden und vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun aber anhand eines Stresstests nachgewiesen, dass Sendungen mit Menschen in Stresssituationen beim Betrachter "empathischen Stress" auslösen können.

Das TV-Programm kann empathischen Stress auslösen

Gemeint ist damit, dass alleine das Beobachten von gestressten Menschen zu einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Kortisol führen kann. So sei es bei durchschnittlich 26 Prozent jener Probanden, die im Rahmen des besagten Stresstests andere Probanden beim Lösen von komplexen Kopfrechenaufgaben sowie beim Führen von Bewerbungsgesprächen beobachteten, zu einem deutlich Anstieg des Kortisolspiegels gekommen.

Bei Probanden, die in einer partnerschaftlichen Beziehung zu den Beobachteten standen, hätten sogar 40 Prozent verstärkt Kortisol ausgeschüttet. Das Beobachten völlig Fremder hätte wiederum bei zehn Prozent den Kortisolspiegel ansteigen lassen. Zudem habe sich gezeigt, dass ein direktes Verfolgen des Geschehens bei 30 Prozent und das indirekte Betrachten über einen Bildschirm bei 24 Prozent zu Stress führten.

Vorsicht bei der Auswahl des Fernsehprogramms

Folglich sollte man bei der Auswahl des Fernsehprogramms in Zukunft lieber etwas Vorsicht walten lassen, damit aus einem vermeintlich gemütlichen Fernsehabend kein unnötiger Stressfaktor wird.

Zwei Stunden TV am Tag erhöht das Todesrisiko

Sich gemütlich auf die Coach vor den Fernseher zu legen, macht träge - und erhöht das Risiko früher zu sterben. Als "Coach-Potato" lebt es sich bequemer aber auch ungesünder, wie mehrer Studien herausgefunden haben. Schon zwei Stunden am Tag vor dem Glotze erhöhen das Sterberisiko um dreizehn Prozent.

Das liegt allerdings nicht TV-Gerät selbst, sondern an den dazugehörigen menschlichen Gewohnheiten. Wer vor dem Fernseher sitzt, bewegt sich nicht und mampft ungesundes Zeug in sich rein wie Chips, Flips oder zuviel Schokolade. Dadurch wird laut der Studien das Diabetes-Risiko um 20 Prozent erhöht. Herzerkrankungen steigen um 15 Prozent an.

Amerikaner sind dabei gefährdeter als Europäer, denn sie sitzen durchschnittlich fünf Stunden pro Tag vor der Flimmerkiste, die Europäer bis zu vier Stunden. Die Ergebnisse resultieren aus acht Studien, an denen 235.000 Personen teilnahmen.

TV gucken kostet Lebensjahre

Wer am Tage viele Stunden vor dem Fernseher verbringt, steigert Risiko auf Diabetes massiv

Übergewichtiger Mann in weißem Unterhemd mit Pizza und Flasche Bier
Overweight mature man with pizza © Simone van den Berg - www.fotolia.de

Wie eine aktuelle Studie des Magazins der American Medical Association ergeben hat, besteht für Menschen die täglich über drei Stunden vor dem Fernseher sitzen eine höhere Gefahr an Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Die Studienautoren haben acht Studien aus Australien, den USA und Europa zusammengefasst um ein genaues Ergebnis zu erhalten.

Zweistündiger TV-Konsum, erhöht das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken um 20 Prozent. Das Risiko an eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden stieg um 15 Prozent. Das Sterberisiko insgesamt kletterte um 13 Prozent.

Schlechte Kombination aus Fast-Food und Fernsehen

Nach Angaben der verantwortlichen Wissenschaftler A. Grøntved und F. B. Hu ist das Fernsehen für zahlreiche Menschen eine Alltagsbeschäftigung, nach der Arbeit und Schlafen viel Zeit in Anspruch nimmt.

Die durchschnittliche Fernsehzeit würde sich den Forschern zufolge in Europa auf 3,5 bis 4 Stunden belaufen. In den USA sind es fünf Stunden. Der Konsum nährstoffarmer Lebensmittel und Getränke vor dem Fernseher wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit aus. Die Studie wurde im Juni veröffentlicht.

Hoher Fernsehkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit für längere Arbeitslosigkeit

Wie eine norwegische Studie mit rund 1.000 Männern im Alter von 32 Jahren zeigt, scheint es einen Zusammenhang zwischen hohem TV-Konsum und der Wahrscheinlichkeit für eine längere Arbeitslosigkeit zu geben.

Demnach erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine mindestens sechsmonatige Arbeitslosigkeit bereits mit jeder zusätzlichen Fernsehstunde pro Tag. Diesen Zusammenhang konnten die Wissenschaftler allerdings nur bei Männern entdecken.

TV und PC verändern nicht das Gehirn

Grafik Gehirn Neurologie in blau
the brain © ktsdesign - www.fotolia.de

Viele Erwachsene aber auch immer mehr Kinder verbringen den halben Tag vor dem Bildschirm. Entweder ist es der Flachbildschirm des Fernsehers oder es ist der PC-Monitor. Bei vielen verstreicht fast die komplette Freizeit bei Aktivitäten an diesen beiden Geräten. In den USA hat man ermittelt, dass schon Achtjährige bis zu acht Stunden am Tag vor dem Fernseher oder Computer verweilen.

Lange Zeit waren nicht nicht nur Eltern, sondern auch Wissenschaftler besorgt, ob dies nicht die Hirnaktivität der Betroffenen verändert. Doch diverse Studien haben gezeigt, dass man sich zumindest in dieser Hinsicht keine Sorgen machen muss. Das Gehirn an sich leidet nicht darunter. Gewalt im TV oder im Spiel führt in Studien auch nicht zu Verhaltensstörungen, da die Medienwelt anders als die reale Welt aufgefasst wird. Was sich aber sehr wohl ändern kann, ist das Gewicht, und das erklärt sich mit der überwiegend sitzenden Haltung.

Der Medienkonsum hat aber nicht nur neutrale und negative Auswirkungen. Gerade die neue Generation der Tablet-Nutzer wird von Wissenschaftlern sogar sehr positiv erlebt. Viele verlassen durch das tragbare Gerät dennoch die Wohnräume. Immer mehr sieht man im Park eben nicht mit einem Buch, sondern mit einem Tablet, was eine unbedenkliche Wandlung sei.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass durch gezielte TV-Programme und Spiele an PC/Tablett das Lernverhalten positiv beeinflusst werden kann. Es gibt anschaulichen Unterricht via DVD und Hilfe beim Spracherwerb durch Programme, die schon Kleinkinder unter einem Jahr das Sprechen und Verstehen der Umwelt erleichtern.

3D-Technik kann gesundheitliche Beschwerden auslösen

Jeden Vierten plagen nach dem Schauen eines 3D-Fernsehfilms Kopfschmerzen, Schwindel und Co

Rückansicht Köpfe einer großen Menge vor geschlossenem roten Vorhang, Kino, Theater
Business Audience © max blain - www.fotolia.de

Die 3D-Technologie wird immer beliebter, ob im Kino oder auf neuesten Fernsehern und Spielekonsolen. Doch nicht jedem bekommt das dreidimensionale Sehvergnügen. Laut einer kürzlich veröffentlichten US-amerikanischen Studie, plagen jeden Vierten nach dem Schauen eines 3D-Fernsehfilms gesundheitliche Beschwerden. Diese äußern sich zumeist in

Im schlimmsten Fall können epileptische Anfälle auftreten.

Nicht zu nah vor den Bildschirm!

Grundsätzlich sind 3D-Filme eine Belastung für die Augen. Auf dem Fernseher zu Hause ist diese Belastung noch stärker ausgeprägt als im Kinosessel, da der Abstand zum Fernsehmonitor geringer ist. Experten raten daher dazu, nicht zu dicht vor dem Fernseher zu sitzen, um Sehproblemen vorzubeugen.

Große Anstrengung für die Augen

Auch bei einem 3D-Handy sind die Herausforderungen für das menschliche Auge groß, ständig müssen Bewegungen auf dem Display vom Auge neu fixiert werden. Vor allem der Wechsel von Nah- und Fernsicht macht dem Auge bei der 3D-Technik besonders zu schaffen.

Wenn sich Bildausschnitte auf den Zuschauer zubewegen, passt sich das Auge diesen Ausschnitten an. Doch dann muss das Auge den Blick schnell wieder auf den weiter entfernten Bildschirm richten. Kopfschmerzen und Migräne können die Folge sein.

Besonders positiv ist der Lerneffekt hervorzuheben - ein mögliches Beispiel ist das Lernen von Fremdsprachen...

Mit ausländischen Filmen die Fremdsprachenkenntnisse verbessern

Um Fremdsprachen besser zu erlernen, ist es hilfreich ausländische Filme im Original anzusehen. Im deutschen Fernsehen werden jedoch nur wenige Filme in fremden Sprachen gezeigt.

Wortschatz erweitern und Hörverständnis schulen

Möchte man eine fremde Sprache wie englisch oder französisch erlernen, ist es empfehlenswert Spielfilme, Serien oder Dokumentarfilme in der Originalsprache zu verfolgen. Blendet man zusätzlich auch noch die Untertitel der jeweiligen Sprache ein, ist der Lerneffekt noch größer.

Eine beliebte und lehrreiche Methode, um Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, ist das Ansehen von ausländischen Filmen und Fernsehsendungen in deren Originalsprache. Auf diese Weise können Unterhaltung und Lernen gut miteinander verbunden werden. Durch das Verfolgen der Filme in einer Fremdsprache lassen sich sowohl der Wortschatz erweitern als auch das Hörverständnis schulen.

Synchronisation und Untertitel

In Deutschland ist es jedoch sehr schwer, im Fernsehen untertitelte Filme in der jeweiligen Landessprache zu verfolgen, da es im Gegensatz zu anderen Staaten hierzulande traditionell üblich ist, Filme deutsch zu synchronisieren.

Obwohl Kritiker der Synchronisation bemängeln, dass diese zu sehr in den Film eingreifen würde und nicht authentisch genug sei, sieht die klare Mehrheit der deutschen Zuschauer lieber deutsch synchronisierte Filme und Serien. In anderen Ländern, wie zum Beispiel der Niederlande oder in Skandinavien, ist es dagegen üblich, ausländische Filme stets in der jeweiligen Landessprache und mit Untertiteln zu verfolgen. Studien zufolge trägt dies dazu bei, dass die Fremdsprachenkenntnisse in diesen Ländern besser sind als in anderen europäischen Ländern.

Untertitel haben allerdings den Nachteil, dass sie von vielen Zuschauern als zu anstrengend empfunden werden. Darüber hinaus lässt sich nicht immer erkennen, von wem der gesprochene Dialog stammt.

Vorteile von DVDs und Blue-rays

Eine gute Möglichkeit, Filme mehrsprachig zu verfolgen, bieten DVDs, die in der Regel über mehrere Tonkanäle und Untertitel verfügen. Die Auswahl an Spielfilmen und TV-Serien auf DVD oder Blu-ray ist riesengroß, sodass für jeden Geschmack etwas zu finden ist.

Studien zufolge lassen sich die Fremdsprachen besser erlernen, wenn die Untertitel in der jeweiligen Landessprache gelesen werden und nicht in der eigenen Muttersprache, denn diese lenkt die Aufmerksamkeit für die andere Sprache ab.

Untermauert wird diese These durch Studien, in denen Probanden, die einen ausländischen Film mit Untertiteln in dessen Sprache verfolgten, bei anschließenden Sprachtests besser abschnitten als Teilnehmer, die die Filme mit Untertiteln in ihrer Heimatsprache ansahen.

Die Auswirkungen des Fernsehens schneiden besonders im Kindesalter schlecht ab - dem Thema Kinder und Fernsehkonsum widmen wir uns im Folgenden.

Auswirkungen im Kindesalter

Das Fernsehen beeinflusst die Entwicklung der Kinder. Während Kinder, die nur hin und wieder fernsehen dürfen, sicher keinen Schaden in ihrer Entwicklung nehmen, merkt man Kindern, die ständig vor der Flimmerkiste sitzen dies deutlich an.

In der modernen Zeit ist es für Kinder völlig selbstverständlich mit Fernsehen aufzuwachsen. So verbringen sie gerne viel Zeit vor einem TV-Gerät, um Serien oder Spielfilme zu sehen. Bei den 3- bis 13-Jährigen sind es im Durchschnitt 100 Minuten täglich.

Kritiker halten so viel Fernsehkonsum jedoch für bedenklich. Der übermäßige TV-Konsum von Kindern wird für verschiedene Probleme verantwortlich gemacht. So würden Kinder und Jugendliche, die viel fernsehen,

  • unter Übergewicht leiden
  • schlechter in der Schule abschneiden, sowie
  • aggressiv und gewalttätig reagieren.

Außerdem sei Fernsehen wie eine Droge, die die Kinder träge und phantasielos macht. Die Kritiker stützen sich dabei auf Studien, die ihre Theorien untermauern. Allerdings wurden in früheren Zeiten auch Bücher als schädlich eingestuft.

Kinder welche ständig vor der Flimmerkiste sitzen nehmen Schaden in ihrer Entwicklung
Kinder welche ständig vor der Flimmerkiste sitzen nehmen Schaden in ihrer Entwicklung

Medienwissenschaftler sehen das Fernsehen dagegen durchaus auch als positiv und lehrreich an. Wichtig ist jedoch, das richtige Maß zu finden.

Hier muss man auch bedenken, welche Filme und Sendungen die Kinder jeweils ansehen. Schaut ein Kind eine halbe Stunde pro Tag einen altersgemäßen Film an, so ist dies natürlich anders zu beurteilen als wenn das gleiche Kind in der halben Stunde einen Gewaltfilm sieht, der erst ab dem Erwachsenenalter freigegeben ist. Grundsätzlich jedoch kann man schon deutliche Unterschiede feststellen zwischen Kindern, die kaum oder nur wenig fernsehen und Kindern, deren Freizeitbeschäftigung das Fernsehen ist.

Sitzen die Kinder zu lange vor dem Fernseher, ist dies absolut schädlich für ihre Entwicklung. Die Kinder lassen sich dann stundenlang vom Fernsehprogramm berieseln und vernachlässigen dabei sogar ihre Freunde. Während andere Kinder draußen herumtoben, sitzen diese Kinder auf der Couch und starren in den Fernseher.

Dieses Berieseln führt in der Schule auch zu Konzentrationsstörungen. Außerdem drohen durch übermäßigen Fernsehkonsum auch Haltungsschäden und Schlafstörungen.

Besonders Babys und Kleinkinder sollte man noch nicht vor den Fernseher setzen, um sie zu beschäftigen. Nachweislich schadet es den Kindern in diesem Alter nämlich sehr. Kindergarten- und Grundschulkinder dürfen aber durchaus altersgerechte Sendungen und Filme schauen, wenn die tägliche Fernsehzeit auf ein Minimum reduziert wird.

Auswirkung auf Entwicklung, Freundschaften und Gewicht

Vielseher verbringen ihren ganzen Nachmittag vorm TV. In dieser Zeit beschäftigen sich Kinder, die nur selten fernsehen, mit anderen Dingen wie zum Beispiel mit

Kinder, deren Freizeit nicht ausschließlich aus Fernsehen besteht, haben auch Zeit, ein Musikinstrument zu lernen. Das Musizieren wiederum fördert nachweislich die Intelligenz.

Außerdem haben Wenigseher auch die Gelegenheit, sich mit Freunden und Freundinnen zu verabreden. Hier wird die Kommunikation untereinander gefördert, was auch auf die Entwicklung eine sehr positive Auswirkung hat.

Kinder, die stundenlang vor dem Fernseher sitzen, haben häufig keine Freunde und sind sehr einsam. Zudem fehlt ihnen auch die körperliche Bewegung, so dass Vielseher deutlich häufiger zu Übergewicht neigen als Kinder, die den Nachmittag draußen verbringen.

Auswirkung auf Konzentration und schulische Leistungen

Kindergärtnerinnen und Lehrer bemerken einen ganz deutlichen Unterschied zwischen Kindern, die wenig fernsehen und Kindern, die stundenlang vor dem Fernseher sitzen: Vielseher können wesentlich schlechter ruhig sitzenbleiben und sich konzentrieren, da sie sich schon beim Fernsehen nicht bewegen und ihnen somit der Ausgleich fehlt.

Die Wenigseher toben sich hingegen richtig aus und können dann natürlich im Kindergarten und der Schule auch ruhig sitzen. Die meisten Vielseher erreichen daher schlechtere schulische Leistungen als die Kinder, die zu den Wenigsehern gehören.

Einfluss im Kindesalter

Fernsehserien haben Einfluss auf die Berufswahl der Kinder

Kommunikationswissenschaftler der Universität Löwen in Belgien haben 350 Schüler in Bezug auf ihre Fernsehgewohnheiten und Berufsziele befragt. Die befragten Schüler waren der Ansicht, dass Eltern, Freunde und Lehrer sie bezüglich ihrer Berufswahl beeinflussen.

Die Wissenschaftler stellten aber fest, dass eine hohe Zahl der Entscheidungen durch Fernsehserien beeinflusst wird. Beispielsweise führte eine Serie, in der Innenarchitekten eine Rolle spielen, zu erhöhten Anmeldungen für diesen Studiengang.

Baby sieht und begreift Situationen aus dem Fernseher

Schon einjährige Babys können Situationen aus dem Fernseher erfassen – und lassen sich dadurch in ihrem Handeln beeinflussen. Das legen Untersuchungen amerikanischer Psychologen nahe, über die die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau berichtet.

Forscher um Donna L. Mumme von der Tufts-Universität in Massachusetts zeigten Kindern Situationen, in denen eine Schauspielerin Ärger, Angst, Freude oder Begeisterung auslösende Situationen spielte. Reagierte die Schauspielerin ängstlich oder abweisend auf einen Gegenstand, wollten die zwölf Monate alten Babys damit nicht spielen. Sie schienen beunruhigt, weinten oder schrien. Positive Emotionen wirkten umgekehrt ansteckend auf das Verhalten der Kinder. Studienautorin Mumme warnt deshalb: „Erwachsene sollten sich genau überlegen, ob sie in Babys Anwesenheit jedes beliebige Programm laufen lassen.“

Fernsehende Kinder: Mehr Stress als in der Schule

Fernsehen regt Kinder mehr auf als die Schule. Das konnte Prof. Dr. Michael Myrtek vom Psychologischen Institut der Universität Freiburg bei einer Studie mit 200 Kindern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren an ihrer Herzschlagfolge nachweisen, wie die Apothekenzeitschrift „Gesundheit“ berichtet.

Myrtek stattete die Kinder 23 Stunden lang mit tragbaren Messgeräten aus und ließ sie tagsüber alle 15 Minuten auf einem kleinen Bildschirm Fragen zu ihrem Befinden und Verhalten beantworten. Beim Fernsehen stieg ihre Herzfrequenz häufiger an als etwa in der Schule. Bei Vielsehern – mehr als drei Stunden täglich – beobachtete der Psychologe schlechtere Schulleistungen, Kontaktarmut und zu wenig körperliche Bewegung.

Für ihn ist eine Stunde Flimmerkiste pro Tag genug, und er rät zu keinen Fernseher im Kinderzimmer.

Als Entwicklungsbremse für Kinder gilt der Fernseher

Kinder, die viel vorm Fernseher sitzen, lernen langsamer, stumpfen ab und sind anfälliger für Stress. So lauten die Erkenntnisse aus zwei neuen Studien, über die das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet.

Die ungünstigen Auswirkungen ließen sich in der ersten Klasse noch nicht nachweisen, zwei Jahre später jedoch schon, sagt der Ulmer Psychiatrie-Professor Manfred Spitzner über eine Studie an Schulanfängern.

Eine zweite Untersuchung verfolgte die körperlichen und emotionalen Auswirkungen von Vielsehern unter 11- bis 15-jährigen Kindern. Als wichtiges Ergebnis zeigte sich, dass sie den Fernsehinhalten gegenüber stärker "abstumpfen" als die Wenigseher. Darüber hinaus empfanden sie die Schule stärker als Stress – und hatten schlechtere Noten. Besonders in Deutsch sind die Leistungen erkennbar schwächer. Die körperliche Belastung ist durch das viele Sitzen stark reduziert.

Sexuelle Entwicklung der Kinder wird durch das Fernsehen beeinflusst

Die sexuelle Entwicklung von Kindern, die zu zeitig Fernsehen, kann dadurch beeinflusst werden. Sie sind meistens früher reif, als die Kinder, die kein TV sehen, wie Wissenschaftler bei einem Gruppentest feststellten.

Bei den Kindern ohne Fernseher wurden um 30 Prozent höhere Melatonin-Werte gemessen. Ist der Melatoninwert zu niedrig bei den Kindern, so haben sie Schlafstörungen und sind sexuell früher entwickelt.

Der Melatoninwert schwankt aufgrund der Strahlungen durch das Fernsehgerät, wie die Forscher meinen. Statt Fernsehen wurde bei dem Test mit den Kindern gespielt und Geschichten vorgelesen.

Das Fernsehen beeinflusst kindliche Lernerfolge stärker als soziale Herkunft

Ein Fernseher im Kinderzimmer gefährdet den schulischen Erfolg. „Wir haben einen deutlichen Zusammenhang zwischen hohem Fernsehkonsum und schlechten schulischen Leistungen beobachtet“, sagt Professor Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Rund jeder vierte Sechsjährige habe bereits einen eigenen Fernseher, von den 14- bis 15-jährigen Jungen sogar zwei Drittel. Der negative Einfluss aufs Lernen geht durch alle Schichten: „Insgesamt zeigen unsere Ergebnisse“, sagt Pfeiffer, „dass die Schulleistungen stärker vom Fernsehkonsum abhängig sind als davon, aus welcher Familie der Betreffende stammt.“

Neurobiologen haben eine Erklärung, wie sich Lernen und Fernsehen gegenseitig beeinflussen: Die große emotionale Wucht von Filmszenen verdrängt frisch gelerntes Wissen wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis.

Es kommt darauf an, was Kinder im TV sehen

Beim TV-Konsum für Kinder ist es entscheidend, wie konsequent Eltern sind. „Sie sollten immer wissen, was läuft“, mahnt der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jo Groebel im Interview mit dem Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre.

Richtig dosiert, kann Fernsehen Kinder sogar fördern, zeigten Studien an der Universität Texas in Austin. Kinder, die wenige Stunden in der Woche erzieherische TV-Sendungen, wie etwa Sesamstraße, schauten, schnitten nach drei Jahren beim Lesen, Schreiben und Rechnen besser ab als andere, die solche Programme nicht gesehen hatten.

Umgekehrt zeigte sich, dass Kinder, die viele Stunden vor Unterhaltungssendungen und Cartoons verbrachten, eher schlechte Testergebnisse aufwiesen.

Eine andere Studie wies nach, dass mit jeder Stunde, die ein Kind täglich mehr vor dem Fernseher verbringt, das Risiko um 10 Prozent steigt, Aufmerksamkeitsprobleme zu entwickeln.

Auswirkungen von Fernsehserien bei der Berufswahl von Jungendlichen

In Belgien hat Kathleen Beullens mit ihren Kollegen von der Universität Löwen die Fernsehgewohnheiten und die Berufswünsche von 350 Schülern analysiert.

Dabei kamen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass viele Jugendliche ihre Wünsche, durch Fernsehserien beeinflusst, äußerten, obwohl die Schüler der Meinung waren, dass der Einfluss von Freunden, Lehrern und Eltern käme.

Die Serie "De para’s", bei der es sich um Fallschirmspringer handelt, und eine neue Reihe, bei der Innenarchitekten eine Rolle spielen, dienten als Beispiele. Nach der neuen Serie erhöhte sich die Anzahl der Studienbewerber für dieses Studium.

Mit dem Fernsehkonsum steigt bei Jugendlichen die Gefahr für Depressionen

Trauriger Junge sitzt zusammengekauert an Wand, einsam, mit Schulrucksack neben sich
upset boy against a wall © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Je mehr sich Jugendliche vom Fernseher berieseln lassen, desto wahrscheinlicher entwickeln sie später eine Depression, berichtet die „Apotheken Umschau“. Forscher der Universität von Pittsburgh (USA) beobachteten sieben Jahre lang 4000 anfangs psychisch gesunde Heranwachsende und ermittelten, wie lange diese fernsahen, am PC spielten oder Radio hörten.

Am Ende der Beobachtungsperiode litten 308 (7,4 Prozent) der inzwischen Erwachsenen an einer Depression. Das Krankheitsrisiko war umso höher, je mehr Zeit die Teilnehmer vor dem Fernseher verbracht hatten.

Zu hoher Fernsehkonsum bei Kindern macht sich auch Jahre später noch bemerkbar

Ein zweistündiger Fernsehkonsum am Tag kann dauerhaft negative Folgen haben

Nahaufnahme Knöpfe Bildschirm, TV
tasti tv © nikc80 - www.fotolia.de

Die eigenen Kinder sind für die Eltern ein Segen, aber so schön diese Zeit auch ist, so lästig kann es manchmal auch sein, wenn plötzlich das Gequengel und Geschreie losgeht. Viele Eltern machen es sich dann einfach und setzen die Kinder vor dem Fernseher ab, denn dann ist meistens Ruhe.

Doch zuviel Fernsehen in der frühen Kindheit kann auch noch Jahre später seine Folgen zeigen, wie eine Studie der Universität in Montreal in der französischen Provinz Quebec gezeigt hat.

Zwei Stunden täglich Fernsehen hat deutliche Auswirkung aufs Verhalten

Insgesamt 1.314 Kinder zwischen zweieinhalb und viereinhalb Jahren wurden von ihren Eltern hinsichtlich ihres Fernsehkonsums beobachtet. Nach mehreren Jahren fragte man die Lehrer der Kinder nach ihren schulischen Leistungen und ihrem Verhalten und die Forscher stellten fest, dass Kinder, die täglich mehr als zwei Stunden vor dem Fernseher verbrachten auch mit zunehmendem Alter noch Bewegungsmuffel sind und in ihrer Freizeit lieber rumhängen.

Zudem sind sie meist übergewichtig und zeigen nur wenig Engagement in der Schule.

Situation bleibt meist im zunehmendem Alter unverändert

Gerade in den ersten Lebensjahren entwickelt sich mit dem Gehirn auch das individuelle Verhalten der Kinder. Diejenigen, die in dieser Zeit gelernt haben eher TV zu schauen anstatt rumzutoben und sich zu bewegen, machen dies auch noch mit zunehmendem Alter lieber.

Anstatt die Kinder also vor dem Fernseher zu parken, sollten Eltern eher den natürlichen Spiel- und Bewegungstrieb fördern.

Fernsehen beeinflusst Essverhalten von Jugendlichen

Vier Jugendliche sitzen auf Couch vor TV und spielen mit Spielkonsole
Gamers © gajatz - www.fotolia.de

Wie eine Untersuchung des 29. Ernährungskongresses in Wien ergeben hat, könnte das Fernsehen das Essverhalten vieler Kinder und Jugendliche negativ beeinflussen. Dabei hatte man sich auf elf Serien konzentriert, die besonders gerne von jüngeren Menschen gesehen werden, unter anderem "Dr. House", "Grey's Anatomy", "Simpsons" und "Anna und die Liebe".

Wie sich herausstellte, werden bei diesen Serien vorwiegend Lebensmittel konsumiert, die den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge nur selten konsumiert werden sollten, wie zum Beispiel Süßigkeiten oder Alkohol. Man fordert nun eine Strategie, bei der man das Thema Ernährung in den Jugendserien gemeinsam mit Diaetologen und Publizisten erarbeitet. Dies sei in den USA bei manchen Serien bereits erfolgreich angenommen worden.

Je höher der Fernsehkonsum, desto übergewichtiger die Kinder

Wissenschaftler aus Montreal haben nun den Zusammenhang zwischen Fernsehkonsum und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen nachgewiesen.

Für die Studie wurden über 1300 Kinder ab einem Alter von 3 Jahren über einen Zeitraum von 7 Jahren untersucht. Beobachtet wurde dabei, wie viele Stunden die Kinder täglich vor dem Fernsehgerät verbrachten und wie viele Kilos sie nach der Grundschule auf die Waage brachten. Die Ergebnisse sind alarmierend. Bei einem Wochenkonsum von 18 Stunden und mehr, stieg nicht nur die Anzahl der überflüssigen Kilos, auch die Sportlichkeit ließ zu wünschen übrig.

Experten raten Eltern daher, den Fernsehkonsum ihrer Kinder einzuschränken. Bis zu einem Alter von 6 Jahren sollten Kinder nicht mehr als eine halbe Stunde vor dem Bildschirm verbringen. Danach sollte eine Zeit von 2 Stunden am Tag nicht überschritten werden.

Zu viel Fernsehen bei Kindern fördert die Anlage zur Kriminalität

Schwarz-weiß Bild Jugendlicher in Kapuzenpulli hockt an Mauer, Hände in Handschellen
teen in handcuffs, young teen against wall, slight added grain © Sascha Burkard - www.fotolia.de

Seit Jahrzehnten kritisieren Psychologen und Pädagogen zu viel Fernsehen bei Kindern. Bis jetzt war allerdings unklar, ob Menschen aus niedrigen Bildungsschichten mehr fernsehen, oder ob das Fernsehen dazu führt, dass sich Menschen asozial verhalten.

Jetzt hat eine Studie von Wissenschaftler der Universität Otago herausgefunden, dass Fernsehen zu dissozialem Verhalten führt.

Dafür wurden 1000 Kinder, die zwischen 1972 und 1973 in Dunedin in Neuseeland das Licht der Welt erblickten, vom 5. Bis 15. Lebensjahr im zweijährigen Turnus nach ihren Fernsehgewohnheiten befragt.

Als die Kids erwachsen wurden, erhoben die Forscher Daten bezüglich ihrer Persönlichkeit und eventuellen Straffälligkeiten. Wer in seiner Kindheit häufig ferngesehen hatte, wurde später eher kriminell. Jede Stunde, die jene Befragten in ihrer Kindheit länger ferngesehen hatten, brachte sie einer späteren Verurteilung näher. Die Wahrscheinlichkeit stieg um 30 Prozent.

Außerdem stiegen späteres aggressives Verhalten und der Hang für negative Gefühle. Andere Faktoren schienen dabei eine untergeordnete Rolle zu spielen, auch die Tatsache, dass die Kinder vorher schon aus dissozialen Verhältnissen kamen, beeinflusste das spätere Bild nicht.

Mit dieser Studie wurde der Fernsehkonsum während einer Kindheit und daraus später resultierendes dissoziales Verhalten zum ersten Mal unter die Lupe genommen. Trotzdem kann die Studie nicht beweisen, dass Fernsehen der Grund für die spätere Kriminalität ist.

Allerdings ist es ein Beleg dafür. Als Hinweis meinen die Forscher, dass Kinder am Tag maximal zwei Stunden fernsehen sollten, und zwar „ausgesuchtes Qualitätsfernsehen“.

„Sucht“ nach Lieblingsserie vergleichbar mit Drogenabhängigkeit

Wahre Fans verpassen keine Folge ihrer Lieblingsserie. Eine Studie des Privatsenders Fox und des Mobilfunkunternehmens Vodafone brachte nun ans Licht, dass diese Leidenschaft bei einer plötzlichen Unterbrechung die gleichen körperlichen Reaktionen auslösen kann wie eine Drogenabhängigkeit.

Störung der Sendung führt zu Missempfinden

Im Rahmen der Studie spielten die Wissenschaftler den Probanden eine Folge ihrer Lieblingsserie vor. Nach etwa drei Minuten unterbrachen die Forscher die Sendung, indem sie eine technische Störung vorgaben. Die Teilnehmer reagierten daraufhin mit vermehrtem Schwitzen und einer veränderten Atmung. Zusätzlich sank die Hauttemperatur der Testpersonen. Diese körperlichen Auswirkungen sind auch bei drogenabhängigen Personen erkennbar, wenn diesen die Droge vorgelegt und dann wieder entfernt wird.

Aber keine echte Abhängigkeit

Trotz dieser Parallele kann man bei Serien-Fans nicht von einer tatsächlichen Abhängigkeit sprechen, wie es bei den Drogenabhängigen jedoch der Fall ist. Dennoch sollte man einen echten Fan lieber nicht beim Anschauen seiner Lieblingsserie stören.

Doch dem Fernsehkonsum kann man auch eine positive Wirkung zuschreiben...

Die guten Seiten: Wie Fernsehen die Kinderentwicklung fördern kann

Alles, was man den Kindern komplett verbietet, ist besonders reizvoll. So ist es natürlich auch mit dem Fernsehen.

Man kann außerdem auch nicht den Fernseher aus dem Haus verbannen, wenn man selbst ab und zu fernsehen möchte. Daher sollte man den Kindern einen vernünftigen Umgang mit dem Fernsehgerät lernen und darauf achten, was sie anschauen. Denn dann kann das Fernsehen zu einer positiven Kindesentwicklung beitragen.

Einer Studie zufolge erreichen Kinder, die mäßig fernsehen, in der Schule bessere Leistungen. Ganz im Gegensatz zu den Kindern, die täglich mehrere Stunden vor der Flimmerkiste sitzen oder aber auch den Kindern, die gar nicht fernsehen dürfen.

Lernsendungen

Schauen die Kinder nämlich ausgewählte Sendungen im Fernsehen an, so kann man als Eltern anschließend mit den Kindern den Inhalt dieser Sendung besprechen. Wurden hier z.B. verschiedene Blumenarten erklärt, so kennt sich das Kind nach der Sendung damit schon ein wenig aus und kann dieses Wissen einige Zeit später im Kindergarten oder der Schule anwenden.

Das Erzählen des Inhaltes regt auch die Sprachentwicklung an und fördert außerdem auch den Wissensdurst nach weiteren Informationen. Lernsendungen sind also förderlich für die Entwicklung der Kinder, wenn sie gezielt ausgesucht und ggfs. auch gemeinsam mit den Eltern angeschaut werden.

Großes Lob für Wissenssendungen - Kinder lernen beim Fernsehen dazu

Mädchen mit Fernbedienung vor blauem Hintergrund
Wylacz sie. Dziecko z pilotem tv © Robert Przybysz - www.fotolia.de

Vielfach wird behauptet, dass Kinder nur noch Quatsch im Fernsehen ansehen - doch gerade die deutschen Kinder meinen, durch Wissenssendungen im TV extrem viel gelernt zu haben, dies besagt jetzt eine neue Studie. Das Gleiche behaupten zwar auch die US-amerikanischen Kinder, doch reden sie hier von "SpongeBob" und nicht von solchen Sendungen wie "Peter Lustig". Für diese Studie wurden rund 1.400 Kinder aus sechs verschiedenen Ländern befragt, wann sie "so richtig viel vom Fernsehen gelernt" hätten.

Die deutschen Kinder lernen extrem viel von Wissenssendungen, in den USA sind es dagegen die Zeichentrickserien, die Wissen vermitteln. Rund die Hälfte der deutschen Kinder zählt Wissenssendungen auf, wie "Die Sendung mit der Maus" aus dem ARD-Programm oder "Willi will's wissen" aus dem Bayerischen Rundfunk. Die Kinder aus den USA dagegen geben zu rund 50 Prozent Serien wie "SpongeBob" an.

Das Ergebnis dieser internationalen Studie soll nun auf dem Fernsehfestival "Prix Jeunesse" in München präsentiert werden. Die Medienpädagogin und Festivalleiterin Maya Götz meint, dass diese Studie sehr für das deutsche Fernsehen an sich spricht.

Kinderfilme

Gleiches gilt natürlich auch für Kinderfilme. Diese müssen allerdings altersgerecht sein. Sofern Kinder ausgewählte Filme anschauen, können sie in dieser Zeit auch in Fantasiewelten eintauchen.

Wie sieht maßvoller Fernsehkonsum bei Kindern aus?

Grundsätzlich ist das Fernsehen natürlich nicht schlecht. Dies gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Kinder altersgemäße Filme und Sendungen sehen und die Fernsehzeit auf ein Minimum reduziert wird.

Komplettes Verbieten des Fernsehens ist heutzutage nicht mehr durchführbar und auch nicht sinnvoll. Wenn Eltern eine Zeit für das tägliche Fernsehen festlegen, sollten sie bedenken, dass gerade ältere Kinder zusätzlich zum Fernsehen auch noch am Computer oder einer Spielekonsole spielen.

Und noch ein Tipp: Kinder, die keinen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer haben, sitzen nachweislich weniger vor der Flimmerkiste.

Unangemessene Sendungen vermeiden

Ein Problem ist, dass sich Kinder oftmals Sendungen ansehen, die für sie nicht geeignet sind. So kann es vorkommen, dass ein Kind einen Stoff nicht versteht, aber dennoch gefühlsmäßig dadurch aufgeregt wird. Dazu gehören zum Beispiel Bilder von Kriegen, Katastrophen und Todesfällen.

Die Verarbeitung der Eindrücke im Fernsehen ist meist individuell verschieden. Daher sind natürlich die Eltern gefragt, das richtige Maß für den TV-Konsum ihrer Sprösslinge zu finden.

Keinesfalls sollte man seine Kinder stundenlang vor dem Fernseher parken, damit man seine Ruhe hat. Besser ist es, sich gemeinsam bestimmte Sendungen mit den Kindern anzusehen und ihre Fragen zu beantworten. Damit die Kinder die entstandenen Eindrücke verarbeiten können, empfiehlt es sich, das Gerät auch einmal konsequent abzuschalten.

Das richtige Maß finden

Das richtige Maß für den TV-Konsum hängt natürlich auch vom Alter des Kindes ab.

  • So sollten Kinder unter zwei Jahren nicht mehr als 15–20 Minuten am Tag Fernsehen.
  • Bei drei- bis fünfjährigen Kindern werden etwa 20–30 Minuten täglich empfohlen.
  • Gehen die Kinder in die Schule, kann der TV-Konsum auf eine Stunde pro Tag steigen. Ab einem Alter von zehn Jahren gelten eineinhalb Stunden täglich als sinnvoll.

NCIS, CSI und Co - Sind die Krimiserien schon etwas für Kinder?

Zwei Kinder lesen in Büchern, ein hellhäutiges, brünettes Mädchen links und ein farbiger Junge in blauem Shirt rechts
literacy and diversity © Varina Patel - www.fotolia.de

Nahezu jeden Abend flimmert auf einem Sender eine spannende Krimiserie. Man muss nicht einmal auf die Primetime warten. Denn inzwischen ermitteln die Helden der Serien zum Teil schon im Vorabendprogramm. Doch sind diese Serien überhaupt schon etwas für Kinder?

Experten sagen nein. Oftmals kommen Themen zur Sprache, die von Missbrauch, über Totschlag bis hin zur häuslichen Gewalt reichen. Darüber hinaus sind Filmsequenzen zu sehen, die alles andere als für Kinderaugen gedacht sind. Zu guter Letzt fällt es Kindern noch zu schwer, der oftmals sehr verstrickten Handlung zu folgen.

Kriminalgeschichten für Kinder

Finden Kinder jedoch Gefallen an spannenden Kriminalgeschichten, dann sollten Eltern dafür sorgen, dass der Nachwuchs Sendungen sieht, die für das Alter gerecht sind. Seit vielen Jahren verfolgen die kleinen Zuschauer mit Spannung die packenden Geschichten rund um die Drei ???, TKKG und auch Die Pfefferkörner lösen so manchen Fall. Nicht nur als Serie im TV, sondern auch als Hörspiel oder als Buch.

Bei den Serien für Kinder werden ebenfalls brisante Themen aufgegriffen, die allerdings sensibel und vor allem altersgerecht behandelt werden. Darüber hinaus stehen natürlich die kleinen Detektive im Mittelpunkt, die jeden noch so kniffligen Fall lösen.

In der Januar-Ausgabe der FLIMMO kann man mehr über dieses Thema lesen.

Auch weitere Hobbys betreiben

Um seinen Kindern das richtige Maß an TV-Konsum beizubringen, ist es hilfreich neben dem Fernsehen auch noch andere Hobbys zu pflegen, wie zum Beispiel

Auch Ausflüge

sind eine gute Alternative.

Fernsehkonsum

Medienstudie bestätigt das Fernsehen als wichtiges Medium

Fernsehen und Internet - ohne diese Medien kommen wir nicht mehr aus

Junge Frau liegt mit Notebook auf schwarzer Ledercouch
Chatten © Frank Eckgold - www.fotolia.de

Zwar ist das Internet als Medium weiter auf dem Vormarsch, doch hat es für viele eine andere Funktion als das Fernsehen. Laut einer Umfrage, die von ProSiebens SevenOne Media in Auftrag gegeben wurde, schauen 83 Prozent der über 14-Jährigen mindestens viermal in der Woche fern. Spannung, Unterhaltung und Mitfiebern sind hierbei starke Motivatoren.

Bei der Jugend punktet das Internet mit sozialen Netzwerken

Auch das Radio ist mit 67 Prozent weit vorn, gefolgt von 57 Prozent für die Zeitung und 47 Prozent für das Internet. Bei den jungen Befragten bis 29 ist das Internet allerdings mit 82 Prozent zu 71 Prozent Fernsehen das beliebtere Medium. Besonders wichtig sind hier soziale Netzwerke, mit denen sie Kontakt aufnehmen können und am Leben anderer Personen teilhaben können.

Derzeit haben 73 Prozent der Haushalte einen Internetanschluss, davon 82 Prozent per Breitband. Ebenfalls zunehmend ist das Onlinegehen über Laptops (von 47 auf 56 Prozent) im Vergleich zum Heim-PC (von 81 auf 67 Prozent).

Jeder Sechste geht schon mit dem Handy ins Internet. Sowohl Internetnutzer als auch tägliche Internetnutzer sind ebenfalls gestiegen, sodass 3 von 4 Personen schon regelmäßig online sind. Printmedien sinken allerdings in der Beliebtheit.

Statistik - So viel Fernsehen schauen Deutschlands Kinder täglich

Der Gesamtdurchschnitt im Fernsehkonsum deutscher Kinder liegt bei 91Minuten täglich

Linke Hand hält Fernbedienung und Daumen liegt auf einem Knopf
remote in hand over white © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

Die Kinder der heutigen Generation schauen zuviel Fernsehen. Während unsere Eltern sich im Kindesalter weitesgehend draußen beschäftigt haben, verbringen die Kinder von heute ihre Freizeit am liebsten vor dem Fernseher oder dem Computer. Das Marktforschungsinstitut Media Control hat einmal statistisch zusammengefasst wie ernst es tatsächlich um den Fersehkonsum unserer Kinder steht.

Regionale Unterschiede

In Ostdeutschland schauen die Kinder von drei bis dreizehn Jahren mit durchschnittlich 105 Minuten pro Tag mehr fern als in Westdeutschland mit einem Durchschnitt von 88 Minuten. Am wenigsten vertreiben sich die Kinder in Berlin mit Fernsehen die Zeit. Hier schauen sie rund 71 Minuten täglich in die Röhre. Auch in Rheinland-Pfalz mit 77 Minuten und in Bayern mit 80 Minuten liegt der Fernsehkonsum der Kleinen vergleichsweise niedrig.

Am längsten sitzen Kinder aus Thüringen vor der Flimmerkiste, sie verbringen täglich 144 Minuten mit fernsehen. Brandenburgs Kinder schauen durchschnittlich 123 Minuten fern, in Sachsen-Anhalt sind es 111 Minuten, in Schleswig-Holstein 103, in Sachsen 102 und in Bremen 100 Minuten, die die Kinder mit dem täglichen Fernsehprogramm verbringen. Der Gesamtdurchschnitt in Deutschland liegt bei 91 Minuten täglichen Fernsehkonsum.

Hier nochmal alle Daten zusammengefasst:

  • Berlin 71 Minuten
  • Rheinland-Pfalz 77 Minuten
  • Bayern 80 Minuten
  • Bremen 100 Minuten
  • Sachsen 102 Minuten
  • Schleswig-Holstein 103 Minuten
  • Sachsen-Anhalt 111 Minuten
  • Brandenburg 123 Minuten
  • Thüringen 144 Minuten

Fernsehverbote bringen wenig – Vorbild der Eltern ist wichtiger

Wenn Kindern zu viel fernsehen, haben sie das meist bei den Eltern abgeguckt. In einer Studie mit 1550 Eltern und rund 600 Jugendlichen konnten amerikanische Sozialmediziner nachweisen: wenn die Eltern lange vor der Glotze sitzen, zeigen auch die Kinder einen hohen Fernsehkonsum.

Vater und Mutter merken allerdings oftmals nichts davon. Denn die Kinder gaben an, deutlich mehr Zeit vor dem TV zu verbringen als ihre Eltern vermuteten. Und auch auf Verbote und Regeln reagierten sie kaum. Nur Kinder bis 11 Jahre zeigten sich hier folgsam. Ältere wissen die Verbote geschickt zu umgehen.

Wer seinem Kind einen gesunden Umgang mit dem Fernsehen beibringen möchte, muss nach Ansicht der Forscher das richtige Verhalten vorleben. Statt besorgter Debatten über die Fernsehgewohnheiten sollten die Eltern einfach mit gutem Beispiel vorangehen.

Grundschüler sollten nicht mehr als eine Stunde Fernsehen am Tag

Zwei kleine Jungs beim Spielen mit Holzautos im Kindergarten
children in kindergarten © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

Zu viel Fernsehen wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Spanische Forscher haben hierzu eine aktuelle Untersuchung mit insgesamt 1.700 Vorschulkindern und Grundschulkindern unternommen. Bereits eineinhalb Stunden TV am Tag für Grundschulkinder verschlechtere den Schlaf, so die Forscher.

Besonders vor dem Schlafen gehen sollten generell auf das Fernsehen verzichtet werden, denn die flackernden Bilder unterbinden, dass die Kinder müde werden. Vorschulkinder brauchen immerhin noch zwischen 11 und 13 Stunden Schlaf. Selbst in der Grundschule sollten es wenigstens noch 10 Stunden Schlaf werden.

Darüber hinaus sorgt ein überhöhter TV Konsum für Übergewicht und kann zu Verhaltensstörungen führen. Damit Eltern ungefähr einschätzen können, wie viel Fernsehen am Tag für den Nachwuchs noch unbedenklich ist, haben die Forscher eine kleine Übersicht erstellt:

  • Babys und Kleinkinder bis zu einem Alter von 30 Monaten sollten noch gar kein Fernsehen schauen.
  • Kleinkinder ab 30 Monate und Kinder bis zu sechs Jahren sollen nicht mehr als 45 Minuten am Tag vor dem TV verbringen.
  • Im Grundschulalter sind 60 Minuten ausreichend und für Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren genügen 120 Minuten.

Generell sollten ältere Kinder und Erwachsene nicht mehr als 180 Minuten vor dem Fernseher sitzen.

Weltrekord: 50 Stunden vor dem Fernseher

Vier Männer und eine Frau aus Herzogenrath bei Aachen haben den Weltrekord im Dauer-Fernsehgucken gebrochen. Sie schauten 50 Stunden und 5 Minuten lang fern. Alle acht Stunden gab es eine Pause, damit die Wettkämpfer auf die Toilette gehen konnten.

Der alte Rekord, welcher im aktuellen Guinessbuch der Rekorde steht, lag knapp drei Stunden unter dem Neuen.

Täglich verbringt der Deutsche 3 1/2 Stunden vor dem Fernseher

Die Deutschen sitzen immer länger vor dem Fernseher, so berichtet der Vermarkter SevenOne Media. Im Jahr 1994 verbrachten die Deutschen täglich nur 43 Minuten im Durchschnitt vor dem Fernseher. Heute sitzen sie 210 Minuten vor dem Fernseher, wobei bezeichnenderweise junge Leute täglich 311 Minuten fernsehen.

Im Jahr 1994 lag der Tagesdurchschnitt 78 Minuten weniger. Bei den Rentnern ist ein Anstieg von 245 auf 293 Minuten täglich zu verzeichnen.

Britische Jugendliche verbringen 5,5 Stunden am Tag mit Medien

Das Fernsehen ist elementar im Alltag britischer Kinder und Jugendlicher. So gaben bei einer Umfrage von "Childwise" 65 Prozent der Befragten an, dass sie schon vor Schulbeginn morgens fernsehen, nach der Schule schalten dann 85 Prozent die Flimmerkiste an.

Im Schnitt sitzen Jungs 2,7 Stunden vor dem Fernsehgerät und 1,9 Stunden im Internet. Bei den Mädchen sieht es geringfügig anders aus, denn sie sehen 2,6 Stunden täglich fern, surfen aber 2,1 Stunden pro Tag im Netz.

Das TV-Gerät verliert jedoch langsam seinen Status als "Alleinunterhalter" und läuft eher im Hintergrund, beispielsweise beim Abendessen oder während des Surfens im Netz.

Übermäßigen TV-Konsum: Nehmen Sie dem Fernseher seinen Ehrenplatz

Ein gesetztes Zeitbudget kann gegen einen überhöhten TV-Konsum helfen - Alternativen suchen

Mehr als vier Stunden verbringen Menschen über 60 Jahre täglich vor dem Fernseher. Viele ärgern sich selbst darüber, lassen sich aber immer wieder verführen.

Nehmen Sie der Glotze seinen Ehrenplatz, rät das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“, denn in den meisten Haushalten hat der Fernseher den besten Standort im Wohnzimmer. Wenn es der Platz erlaubt, sollte man ihn anderswo unterbringen. Ist die Wohnung zu klein, hilft schon eine Ecke, in der er nicht das ganze Zimmer beherrscht.

Wer sich das stundenlange tägliche Abschalten durch anschalten erst einmal angewöhnt hat, wird zunächst einige Mühe darauf verwenden müssen, die gewonnene Zeit mit sinnvollen, anregenden Tätigkeiten zu füllen.

Alternativen zum übermäßigen Fernseh-Konsum

Raus aus dem Haus ist eine gute Vorbeugung gegen Rückfälle: zu einem Spaziergang, einem Treffen mit Bekannten, einem Vortrag. Aber auch zuhause gibt es Alternativen: Buch, Hör-CD, Hobby, Briefe schreiben, jemanden anrufen. Und tabu muss der Fernseher ja nicht sein: Ein selbst gesetztes Zeitbudget kann helfen.

Im Programmheft anstreichen, was man sehen möchte und danach abschalten, ohne abzuwarten, bis man von der Ankündigung zum nächsten spannenden Film oder Talk überfallen wird.

Zu viel TV-Konsum - Alternativen notwendig

Das Abendprogramm vieler Bundesbürger besteht darin, sich vom TV-Programm berieseln zu lassen. Dabei nehmen sich viele vor, ihren TV-Konsum einzuschränken - nur so richtig klappen will dies nicht. Laut Gitte Härter, Autorin des Ratgebers "Mehr Disziplin, bitte!", sei es wichtig, dass man attraktive Alternativen zum Fernsehgerät hat.

Ohne die sei es nämlich schwer, sich dem Fernsehen zu entsagen, so Härter. Die Expertin rät dazu, einmal Dinge auszuprobieren, die man immer schon einmal machen wollte. Es sei laut Härter wichtig, sich den Raum zu nehmen, um Erfahrungen zu sammeln. Und wenn dies nicht immer gelingen will, sei es auch nicht verwerflich, wenn man hin und wieder vor dem Fernseher sitzt.

Der Mythos vom Unterschichtenfernsehen

Mann im Unterhemd mit Bierflasche und Pizza auf Couch
Beer and pizza series © Simone van den Berg - www.fotolia.de

Paul Nolte und Harald Schmidt haben sich immer über die schlicht gestrickten Programme des so genannten Unterschichtenfernsehens amüsiert. Doch dieser Begriff hat vielleicht keine so standfeste Berechtigung, wie man aus den Zahlen der neuen Studie "Sparten- und Formattrends im deutschen Fernsehen" herauslesen kann.

Die Fernsehgewohnheiten unterscheiden sich nach Gruppen stark, wie eh und je. Frauen lieben Schnulzen, Männer gucken Sport, die Alten schauen ZDF und die Jugend erfreut sich an Hollywoodproduktionen. Doch die Bildung hat in diesem Verhältnis wenig mitzureden. Zwar schauen Konsumenten mit Abitur oder abgeschlossenem Studium insgesamt weniger fern, doch die Inhalte des Hauptschulzuschauers. Information, Sport, Unterhaltung oder Fiction wird in beiden Haushaltstypen in ähnlichen Verhältnissen geschaut.

Bereits seit drei Jahren räumt eine Forschungsgruppe aus Köln mit den Fernsehklischees auf. Die Medienwissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen formalem Bildungsstand und der genutzten Fernsehsendern bestätigen. Obwohl man über das Programm meckert, wird es doch von allen gleichermaßen konsumiert.

Fernsehkonsum: Mädchen holen die Jungs ein

Bis dato waren es immer die Jungs, die den Großteil ihrer Freizeit vor der Glotze verbrachten. Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Media Control zufolge haben die Mädchen die Jungen mittlerweile aber deutlich überholt.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sahen Mädchen durchschnittlich 102 Minuten Fernsehen täglich. Im Vergleich zum vergangenen Quartal sind das 7 Minuten mehr. Die Jungen blieben konstant bei 95 Minuten Serienkonsum. Am verlockendsten ist die Mattscheibe am Wochenende: Von Freitag bis Sonntag schauen Kinder durchschnittlich knapp 6 Stunden fern.

Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland in Sachen Fernsehkonsum

Höherer Fernsehkonsum in Ostdeutschland, RTL ist der beliebteste Sender

Lachendes Paar sitzt mit Popcorn auf der Couch vor TV
Smiling couple watching TV © Artur Gabrysiak - www.fotolia.de

Auch wenn sie seit 1989 wieder vereint sind, unterscheiden sich die Ostdeutschen von ihren westlichen Vettern in vielerlei Hinsicht, was natürlich auch immer wieder gerne thematisiert wird. Die neuste Unterscheidung zwischen Ost und West beläuft sich auf ihre Eigenschaften des Fernsehkonsums.

Fernsehdauer

Laut den veröffentlichten Zahlen im "Focus-Magazin" verbringen die Ostdeutschen durchschnittlich 52 Minuten pro Tag länger vor dem Fernseher, als die Westdeutschen. Während im Osten Deutschlands die Fernseher rund vier Stunden und 25 Minuten liefen, waren die TVs im Westen nur etwa drei Stunden und 33 Minuten täglich in Betrieb.

Am wenigsten fern schaute man in Bayern und Hessen mit drei Stunden und 20 Minuten und am längsten starrten die Einwohner von Sachsen-Anhalt in die Röhre, nämlich ganze vier Stunden und 30 Minuten.

Lieblingssender

Auch die Lieblingssender variieren von Ost nach West. Während in Ostdeutschland vorwiegend RTL läuft, schaut man sich im Westen lieber ZDF an. Die Nachrichten werden von den meisten bei der "Tagesschau" verfolgt, nur in Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen setzt man auch bei den Nachrichten auf RTL.

Kinder in Thüringen sitzen zweieinhalb Stunden täglich vor dem Fernseher

In einer Sonderstudie von Media Control wurde zwischen Januar und September 2010 der Fernsehkonsum von 3 bis 13jährigen Kindern in Deutschland gemessen. An der Spitze liegt Thüringen. Dort verbringen die Kinder im Schnitt 145 Minuten jeden Tag vor dem Fernseher.

Das sind fast zweieinhalb Stunden täglich. Dann folgen die Kinder aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit jeweils 118 und Sachsen mit 109 Minuten. Im Saarland sind es 98 und in Hamburg 82 Minuten. Dr. Monica Niehaus ist die Sprecherin des Landesverbandes Thüringen innerhalb des Deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Sie erklärt sich die Tatsache, dass in den neuen Bundesländern mehr ferngesehen wird als in den alten, mit der hohen Arbeitslosigkeit und den fehlenden Freizeitangeboten, insbesondere im ländlichen Bereich.

US-Studie: Nebenher Fernsehen beansprucht sehr viel Aufmerksamkeit

Medien-Multitasking wird immer alltäglicher, doch was macht das mit unserer Aufmerksamkeit?

Rückenansicht zwei Freundinnen auf Couch vor Fernsehen essen Pralinen
Two women in living room watching television eating chocolates s © Monkey Business - www.fotolia.de

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Cyberpsychology, Behaviour and Social Networking" ist ein interessanter Artikel zu lesen. Geschrieben hat ihn der Marketing-Professor S. Adam Brasel vom US-amerikanischen Boston College.

Er untersuchte mit einer Kamera die Augenbewegungen von 42 männlichen und weiblichen Menschen zwischen 28 und 65 Jahren. Die Studienteilnehmer saßen in einem Raum mit laufendem Computer und Fernseher.

Brasel sagt, dieses sogenannte Medien-Multitasking sei bei Menschen unter 18 Jahren heute der Normalfall, aber auch bei Erwachsenen etabliere sich dieses Verhalten zunehmend: Fernseher und Computer laufen gleichzeitig. Was Brasel herausfand, hat ihn selbst überrascht.

Wechsel der Aufmerksamkeit überraschend

Die Teilnehmer befanden sich 30 Minuten in dem Raum. Sie selbst glaubten, sie hätten in dieser halben Stunde etwa 15 mal zwischen PC und TV hin und her geschaut. Tatsächlich waren es aber 120 mal! Alle 14 Sekunden wechselten die Teilnehmer die Aufmerksamkeit. Nur in 7,5 Prozent der Fälle sah jemand über eine Minute lang auf den PC. Nur in 2,9 Prozent der Fälle sah jemand konzentriert über eine Minute lang TV.

Brasel schließt daraus, dass die Werbespots der Zukunft anders beschaffen sein müssten, und der Professor gibt auch zu, dass Eltern darauf achten sollten, wie viele Geräte laufen, wenn die Kinder versuchen, Hausaufgaben zu machen.

Die meisten Familien und Partner haben eine feste Sitzordnung vor dem Fernseher

Die beste Möglichkeit, am Abend nach der Arbeit zu entspannen, ist sich vor den Fernseher auf die gemütliche Couch zu mummeln. Das jedenfalls findet ein großer Teil der deutschen Bevölkerung. Dabei gibt es in vielen Familien und Partnerschaften sogar für jeden seinen angestammten Sitzplatz, wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.998 Personen zeigt.

Insgesamt 77,5% der Befragten gaben an, dass es bei ihnen Zuhause eine feste Sitzordnung vor dem Fernseher gibt. Bei den älteren Personen ab 50 Jahren ist dies sogar bei 87,5% der Fall.

Zudem sind die Deutschen offenbar auch beim Fernsehen sehr gesellig. 68,5% gucken nämlich am liebsten zusammen TV.

Kinder zum Teil bis Mitternacht vor dem Fernseher

Viele Kinder sitzen bis tief in die Nacht vor dem Fernseher, obwohl sie längst schlafen sollten

Linke Hand hält Fernbedienung und Daumen liegt auf einem Knopf
remote in hand over white © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

Eine Studie der Marktforschungsfirma „Media Control“ hat jüngst das Fernsehverhalten von Kindern zwischen dem 1. Januar und 29. Mai dieses Jahres untersucht. Das Ergebnis: 230.000 Kinder zwischen drei und 13 Jahren sitzen regelmäßig bis 23 oder 24 Uhr vor dem Fernseher – eine Zeit, zu welcher sie in diesem Alter normalerweise im Bett liegen sollten.

Besonders samstags lassen Eltern ihren Nachwuchs bedenkenlos vor den Fernsehern sitzen. Dann schauen sich rund 530.000 Kinder in Deutschland Abendprogramme an. An Freitagabenden sind es durchschnittlich 360.000.

Fernsehkonsum der Kinder steigt stetig

Große Attraktivität unter den Abendsendungen genießt dabei die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“: 410.000 Drei- bis 13-Jährige sahen am 7. Mai das bis weit nach Mitternacht gehende Finale der Sendung. Das entspricht einem Marktanteil von 72,6 Prozent der an diesem Abend fernsehenden Kinder.

Laut der Studie der in Baden-Baden ansässigen Firma „Media Control“ stieg der Kinderfernsehkonsum in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Schauten 2008 zu später Stunde etwa 200.000 Kinder fern, waren es 2009 bereits 210.000 und 2010 220.000 Kinder zwischen drei und 13 Jahren.

Ältere in Berlin fast sechs Stunden täglich vor dem TV-Gerät

Ältere Menschen sitzen länger vor dem Fernsehgerät als jüngere. Dies belegt eine Studie des Marktforschungsinstituts Media Control. 297 Minuten am Tag verbrachten die über 50-Jährigen zwischen Januar und Juli 2011 vor der Mattscheibe. Sechs Minuten mehr als im gleichen Zeitraum 2010.

Nur auf einen täglichen Fernsehkonsum von 193 Minuten brachte es dagegen die Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die sogenannte "werberelevante Zielgruppe" schaute damit 2011 lediglich eine Minute länger fern als in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres.

Berliner über 50 Jahre sitzen täglich am längsten vor dem Fernseher: 350 Minuten. Ihre Altersgenossen aus Baden-Württemberg dagegen nur 263 Minuten.

Insgesamt verbrachte jeder Bundesbürger 227 Minuten vor dem TV-Apparat. Trotz der zahlreichen neuen Medien immer noch vier Minuten mehr als 2010.

Umfrage: Fernseher bleibt in Deutschland länger aus

Deutsche sitzen nicht mehr so gerne vor dem Fernsehgerät. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Meinungsforschern. So sank die Zeit, die die Bundesbürger vor dem Fernseher verbringen, in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Minuten. Im Schnitt beträgt sie vier Stunden und zwei Minuten am Tag. Der Hauptgrund für den reduzierten TV-Konsum liegt an der schwächelnden Qualität beliebter Fernsehformate.

Besonders auffällig ist das geringere Interesse bei Jugendlichen. Die 14- bis 19-Jährigen schalteten das Fernsehgerät 14 Minuten weniger am Tag an als im Vergleichszeitraum 2011. Die 10- bis 13-Jährigen verbrachten vor dem Heimkino acht Minuten weniger als noch im Vorjahr. Am dramatischsten war der Einbruch bei den drei- bis fünf-jährigen Mädchen. In dieser Gruppe ließ die Begeisterung für Fernsehsendungen am stärksten nach: minus 25 Minuten am Tag. Lediglich bei den Sechs- bis Neunjährigen gab es einen Zuwachs, und zwar um neun Minuten täglich.

Grundinformationen und Hinweise zum Fernsehen

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Woman with remote control and flat tv © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Spannende Unterhaltung mit 3D © ajlatan - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema