Umweltschutz - Aufgaben, Ziele und Tipps zur Umsetzung

Seifenblase auf Wasseroberfläche in grüner Natur

Umweltbewusst leben

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Unter Umweltschutz versteht man unterschiedliche Maßnahmen, die der Erhaltung der Umwelt dienen. Dies wiederum soll sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken, denn eine intakte Umwelt stellt die Basis für ein gesundes Leben dar. Der Schutz der Umwelt lässt sich auf zahlreiche Bereiche beziehen, und auch schon kleine, alltägliche Verhaltensweisen können dazu beitragen. Lesen Sie über Aufgaben und Ziele des Umweltschutzes und holen Sie sich Tipps zur Umsetzung.

Umweltschutz - Aufgaben und Ziele

Unter Umweltschutz, auch als Ökologie zusammengefasst, versteht man sämtliche Maßnahmen, die zum Schutz der Umwelt beitragen und damit die Gesundheit des Menschen in den Fokus legen. Er ist als Staatsziel im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert.

Zu den unterschiedlichen Teilbereichen, zwischen denen auch Wechselwirkungen bestehen, zählen

  • Klima
  • Luft
  • Wasser und
  • Boden.

Umweltschutz basiert auf verschiedenen Funktionen sowie Prinzipien. Zu diesen gehören

  • Pävention: Beeinträchtigungen vorbeugen
  • Repression: Beeinträchtigungen zurückdrängen
  • Reparation: Naturressourcen soweit wie möglich wiederherstellen
  • Verursacherprinzip: Verursacher müssen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt übernehmen
  • Kooperationsprinzip: Die Nutzung darf nicht zum einseitigen Vorteil erfolgen

Elementare Ziele sind der Schutz der menschlichen Gesundheit, der Gewässerschutz, der Waldschutz und der Klimaschutz.

Aspekte der Umweltverschmutzung

Die Umwelt wird auf unterschiedliche Art und Weise in den verschiedensten Bereichen belastet und verschmutzt. Es handelt sich um Änderungen der Umwelt, die durch den Menschen verursacht werden und sich nachteilig auf das Wohlergehen oder die zukünftige Existenz des Menschen auswirken.

Dass die Handlungen der Menschheit die Umwelt beeinflussen, ist nicht zu vermeiden. Dies ist neben positiven auch in Form von negativen Folgen möglich. Dabei erfolgt die Einteilung der Umweltprobleme nach unterschiedlichen Kriterien, so zum Beispiel nach den Umweltbereichen, die betroffen sind, wie

  • Wasser
  • Boden
  • Ökosysteme
  • Luft.

Ebenso gibt es die räumliche Einteilung:

  • global: Belastung der Atmosphäre
  • international: Kriege
  • grenzüberschreitend: Verschmutzung von grenzüberschreitenden Flüssen
  • lokal: Luftverschmutzung in Ballungszentren
Die Umwelt ist empfindlich von unserem verhalten abhängig
Die Umwelt ist empfindlich von unserem verhalten abhängig
Typische Umweltprobleme

Die Liste an Umweltproblemen ist lang. Es folgt eine Auflistung aktueller Beispiele. Durch Emissionen und Abfälle kommt es beispielsweise zu

  • Lärm
  • Gewässerverschmutzung
  • Luftverschmutzung und Smog (als Folge: globale Erwärmung, Treibhauseffekt, Ozonloch, saurer Regen)
  • Bodenverschmutzung
  • Müllprobleme (als Folge: Strahlung, Gefährdung des Grundwassers, Austreten von Gasen und giftigen Flüssigkeiten)

Des Weiteren gibt es Probleme durch Ressourcenverbrauch und -beschaffung, zu denen

  • Zerstörung von Lebensräumen und Landschaft durch Berg- und Tagebau
  • Rodung von Regenwäldern
  • Artensterben
  • Verlust von Biodiversität
  • Bodenversiegelung
  • Bodenerosion
  • Wassermangel

Schließlich gibt es noch die komplexen Umweltprobleme:

  • Ressourcenfluch
  • umweltbedingter Welthunger
  • Umweltkatastrophen
  • Waldsterben

Problematisch könnten sich auch Medikamentenrückstände im Trinkwasser erweisen...

Arzneimittelreste im Wasser
Wasser fließt aus goldenem Wasserhahn
Wasser fließt aus goldenem Wasserhahn

Experten zufolge sind Rückstände von Arzneimitteln im Trinkwasser nicht gesundheitsgefährlich. Dass sie da jedoch trotzdem nicht hineingehören, ist klar - hinzu kommt, dass es keine eindeutigen Untersuchungsergebnisse darüber gibt, welche langfristigen Folgen es haben kann, dass man über Jahrzehnte geringe Mengen dieser Rückstände aufnimmt.

Es würde naheliegen, dass man diese Situation durch Filterung des Abwasseres vermeiden könnte. Doch wie sich herausstellt, können auch die modernsten Kläranlagen nicht alle Stoffe herausfiltern. Ein weiteres Problem: etwa ein knappes Drittel des Abwassers erreicht die Filterungen in Städten mit alter Kanalisation erst gar nicht - so gelangt es nicht geklärt ins Erdreich.

Werte bei Klinik-Abwässern vergleichsweise hoch

Lediglich 10 bis 20 Prozent der Medikamente in örtlichen Abwässern kommen von Krankenhäusern und Kliniken. Allerdings ist die Konzentration teilweise bis zu zehn Mal so hoch. Was die Klärung angeht, ist eine solche konzentrierte Menge einfacher zu handhaben, wenn auch mit speziellen Anlagen.

Am wirkvollsten wäre es natürlich, es erst gar nicht dazu kommen zu lassen, dass sich Medikamentenreste im Wasser ansammeln. Zu diesem Zweck ist unter anderem eine umweltbewusste Entsorgung notwendig, wozu in erster Linie die Bürger aufgerufen werden.

Umweltschutz oft viel zu halbherzig

Greenpeace und Co machen sich seit Jahrzehnten für den Umweltschutz stark und versuchen durch Öffentlichkeitsarbeit ein neues Bewusstsein für die Umwelt zu schaffen. Der Umweltschutz fängt nun mal schon im Kleinen an, doch oft wird im Alltag das Thema Umweltschutz nicht wirklich ernst genommen.

Doch genau im Alltag kann jeder von uns etwas für den Umweltschutz tun; dies fängt schon beim bewussten Einkaufen an. Wer zu Nahrungsmitteln ohne viel Verpackungsmüll greift oder eben Mehrwegflaschen bevorzugt, der schont die Umwelt, denn wenn jeder auf diese Kleinigkeiten achtet, könnten die Müllberge um einiges reduziert werden.

Auch der bewusste Umgang mit Energie sorgt dafür, dass die Umwelt entlastet wird, so sollten alternative Heizformen bevorzugt werden und auch Elektrogeräte sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich nötig ist. Der bewusste Umgang mit Energie entlastet zudem nicht nur die Umwelt, sondern zusätzlich den Geldbeutel.

Vergangenheit und Gegenwart

Während in den 90er Jahren gerade bei der damaligen Jugend ein starkes Bewusstsein für den Umweltschutz vorhanden war, scheint es sich nun wieder umgekehrt zu haben. Die Generation der heute 30- bis 40-jährigen geht häufig noch sehr bewusst vor, während Jugendliche heute mit Umweltschutz oft nicht viel verbinden.

Klar ist häufig, dass der Müll getrennt werden muss; nur weshalb dies so ist, wird kaum hinterfragt. Auch Müllvermeidung ist für die heutige Jugend häufig kein Thema, denn man kauft und es fällt eben Müll an, ob dieser nun nötig ist oder nicht. Großes Manko ist somit die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen, denn auch an den Schulen kommt häufig zwar Mülltrennung und Co zum Einsatz, doch leider werden Kinder und Jugendliche zu wenig informiert und auch zu wenig einbezogen.

Zudem ist merklich, dass der Umweltschutz auch in den Medien in den letzten Jahren relativ kurz kommt. Es wird zwar über Preissteigerungen bei den Energiekosten berichtet, doch die Auswirkungen unseres Energieverbrauchs auf die Umwelt wird häufig unter den Tisch fallen lassen.

Aufklärung ist wichtig

Es ist schwierig in einer sehr schnelllebigen Gesellschaft wie der unseren, Werte wie den Umweltschutz wieder ins Gedächtnis zu rufen. Entsprechend greifen Umweltschutzorganisationen zu immer spektakuläreren Maßnahmen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erreichen.

Zwar haben sich gesetzliche Grundlagen gebildet die die Umwelt schützen sollen, doch auch diese Langzeitpläne stellen häufig nur lückenhaften Umweltschutz sicher und sorgen nicht unbedingt für Verständnis des Sachverhalts bei der Bevölkerung. Damit Umweltschutz wieder aktiv im Alltag geschieht, bedarf es einer guten Aufklärung der Bevölkerung und natürlich entsprechenden Druck auf die Industrie, damit diese freiwillig Standards einführt, die umweltschonend sind.

Es gibt einige Firmen, die sich diesbezüglich sehr hohe Standards gesetzt haben und auch dafür sorgen, dass alle Zulieferer diese Standards einhalten. Sie haben erkannt, dass Umweltschutz ein Gemeinschaftsprojekt sein muss, denn er betrifft jeden, der auf diesem Planeten lebt.

Um Umweltschutz im Alltag präsent zu haben, ist die Information die Grundlage, und so sollten Schulen sich wieder die Zeit nehmen, ihren Schülern das Thema zu vermitteln. Organisationen wie Greenpeace stehen hier gerne zur Verfügung und unterstützen Bildungseinrichtungen auf Wunsch.

Umfrage: Große Zustimmung zum Recycling

Deutsche wollen Umwelt schützen, aber nur bei für sie gleichbleibender Lebensqualität

Dunkelhaarige, junge Frau mit brauner Wolldecke und weißer Tasse friert und zittert
ill woman with hot cup © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Schon im Alltag kann jeder einzelne die Ressourcen der Natur schonen, wenn er sich einschränkt. Wie umweltbewusst leben die Deutschen und welche Maßnahmen ergreifen sie zur Erhaltung der Natur? Aktionen, die wenig Aufwand erfordern sind sehr beliebt, Lebensqualität wollen die meisten aber nicht einbüßen.

Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.069 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der Apotheken Umschau.

Umweltschutz ohne großen Aufwand

So nutzen fast alle die Infrastruktur zur Mülltrennung. Neun von zehn Bundesbürgern (90,2%) entsorgen pflichtbewusst ihr Altpapier. Ebenso viele (88,6%) nutzen auch zur Altglasentsorgung die entsprechenden Container. Jeweils mehr als sieben von zehn Befragten verwenden bevorzugt Energiesparlampen (73,2%) und achten beim Kauf von Elektrogeräten auf stromsparende Modelle (71,1%). Zwei Drittel der Deutschen sagen zudem, sie würden ihre Wohnung energiesparend lüften (68,8%) und ihre Elektrogeräte vollständig (kein Standby-Betrieb) ausschalten, um so Strom zu sparen (65,9%).

Geringer fällt die Zustimmung bei Maßnahmen aus, die größeren Aufwand erfordern. Immerhin vier von zehn Bürgern (38,8%) verzichten im Winter auf wohlige Wärme, indem sie die Temperatur herunterregeln. Ähnlich viele (38,2%) setzen Wasser sparende Armaturen und Brausen ein. Ein Drittel (34,6%) schränkt den Verbrauch von warmem bzw. heißem Wasser generell ein.

Sechs von Zehn würden keinesfalls für Umweltschutz bezahlen

Umweltschonendes Verhalten im Alltag ist möglich. Viele Deutsche sind jedoch skeptisch. Sie glauben Maßnahmen im Alltag sind teuer und bringen wenig. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Nürnberg bei 2.069 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der „Apotheken Umschau“.

Sechs von zehn Befragten (60,2%) wollen umweltschonende Maßnahmen nur dann umsetzen, wenn sie dafür nicht höhere Kosten in Kauf nehmen müssen. Mehr als jeder Zweite (56,8%) meint ohnehin, dass umweltverträgliches Handeln für die meisten Familien kaum erschwinglich ist. Viele Bundesbürger zweifeln auch den Sinn mancher Maßnahmen an. Vier von zehn Deutschen (41,1%) sind der Ansicht, dass Mülltrennung nichts bringt, da dieser hinterher sowieso wieder zusammengeschüttet werde.

Ebenso viele Befragte (40,4%) sind Skeptiker: Sie halten das Katastrophenszenario in Zusammenhang mit Klimaveränderungen für übertrieben. Knapp jeder Dritte (30,7%) gab zudem an, er wisse gar nicht so genau, wie man sich umweltschonend verhalte.

Die Zerstörung der Natur bringt der Menschheit einen jährlichen Schaden in Billionenhöhe

Um Bedrohung von Ökosystemen zu stoppen, müssen die Länder sich gegenseitig unterstützen

Naturaufnahme Wasserfall im Wald
Wasserfall © Bernd S. - www.fotolia.de

Wenn es keine intakte Natur mehr gibt, stirbt auch die Menschheit aus. Damit das nicht passiert, befassen sich Politiker aus aller Welt auf regelmäßigen Konferenzen mit dem internationalen Artenschutzprogramm.

Was wäre, wenn bestimmte Arten aussterben?

Auf der diesjährigen Artenschutzkonferenz in Japan war vor allem die aktuelle Studie des TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodiversity), in der für jedes natürliche Ökosystem ein Wert errechnet wurde, Thema. Würden beispielsweise die Bienen aussterben, müssten die Menschen die Bestäubung der Pflanzen übernehmen, was sie jährlich rund 153 Milliarden Dollar kosten könnte.

Auch Korallenriffe sind vor dem Aussterben bedroht. Wenn sie wegfallen, fällt auch ein Großteil des menschlichen Fischertrags weg. Derzeit liefern die Korallenriffe Menschen weltweit Nahrung im Wert von 172 Milliarden Dollar im Jahr.

Finanzielle Unterstützung zum Schutz der Arten gefordert

Um bedrohte Ökosysteme und Tierarten zu schützen, müssen die Länder zusammenarbeiten. Auch Deutschland will finanzielle Unterstützung leisten. Schon im Jahr 2008 hatte die Kanzlerin bei der Bonner Artenschutzkonferenz versichert dem Artenschutz ab 2013 jährlich 500 Millionen Euro zukommen zu lassen. Nur woher soll das Geld kommen?

Für umweltfreundliche Urlaubsreise zahlen Touristen gerne einen Aufschlag

Preisaufschlag für umweltfreundliche Reisen - Urlauber erwarten u.a. Angebot regionale Speisen

Bergsee mit Wald unter blauem Himmel
Mountain lake © Dmitry Pichugin - www.fotolia.de

Viele deutsche Urlauber sind bereit für eine umweltfreundlichere Reise auch etwas mehr zu bezahlen, was sich aber auch dementsprechend in der Qualität zeigen muss, wie eine Studie ergab.

Wenn jeder Urlauber pro Urlaubstag einen Aufschlag zwischen 10 und 20 Euro bezahlen würde, so ergibt sich daraus ein Umsatz von 4,5 Milliarden Euro, wie ein Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), laut einer Berechnung des Beratungsunternehmens DWIF Consulting, berichtet.

Erwartungen der Urlauber

Doch was erwarten dann die Urlauber für ihren Aufpreis, so einmal Speisen aus der jeweiligen Region und besonders auch freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber viele Betriebe haben in den letzten Jahren in den Umweltschutz auch schon kräftig investiert, so beispielsweise bei den Heizungsanlagen, Wasserversorgung und den erneuerbaren Energien.

Doch sind die Investitionen in den letzten beiden Jahren etwas zurückgegangen und auch für nächstes Jahr wird mit einem weiteren Rückgang gerechnet, wie die Sparkassen berechneten. Besonders kleinere Unternehmen sind von diesen Sparmaßnahmen betroffen.

Dicke Luft: Umweltzonen helfen wenig

Umweltzonen sollen in deutschen Städten helfen, die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Nur Fahrzeuge, die bestimmte Umweltkriterien erfüllen und mit einer entsprechenden Plakette gekennzeichnet sind, dürfen in die ausgeschilderten Umweltzonen einfahren oder nicht. Überflüssig, meint der Umweltmediziner Prof. David Groneberg von der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität. Die Feinstaubbelastung sinke trotz einer Umweltzone lediglich um drei Prozent.

Anwohner einer viel befahrenen Straße sollten ihr Schlafzimmer nach hinten verlegen, empfiehlt der Wissenschaftler. Schon in wenigen Metern Entfernung von einem Auto sei der Feinstaubgehalt viel niedriger. Auch spiele das Wetter eine entscheidende Rolle bei der Konzentration von Schadstoffen in der Luft. Je stärker es wehe, desto geringer sei die Belastung durch Feinstaubimmissionen, so Prof. Groneberg.

Am wichtigsten sei jedoch, in den eigenen vier Wänden nicht zu rauchen, rät der Umweltmediziner. Schließlich sei die Feinstaubbelastung durch Zigaretten höher als durch Autoverkehr. Selbst, wenn die Fenster geöffnet seien.

Viele Deutsche achten auch im Urlaub auf den Umweltschutz

Eine Befragung durch den Online-Hotelreservierungsservice "hotel.de" bei 2.400 Teilnehmern zum Thema Umweltschutz ergab, dass viele Deutsche nicht nur im Alltag, sondern auch in ihrem Urlaub darauf achten. An der ersten Stelle steht zu Hause wie auch im Urlaub die Müllentsorgung, sprich Mülltrennung beziehungsweise Vermeidung. Aber auch das Sparen von Energie und Wasser stehen gleich an zweiter Stelle, wobei im Urlaub darauf etwas weniger geachtet wird.

Fahren heute zu Hause immer mehr Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, kein Wunder bei den jetzigen Spritpreisen, so werden auch am Urlaubsort die dortigen öffentliche Verkehrsmittel mehr als das Auto, ob eigenes oder Mietwagen, benutzt.

Doch schon bei der Buchung des Urlaubsquartier achten etwa die Hälfte darauf, dass das Hotel selber auch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Auch verzichten viele Urlauber bei der Anreise auf ihr Auto oder auch auf das Flugzeug und reisen lieber mit der Bahn.

Inventur für alle Tier- und Pflanzenarten geplant

Derzeit sind so viele Forscher und Amateure in der Taxonomie tätig wie noch niemals zuvor

Grünes Reptil ähnlich wie ein Leguan klettert Ast mit grünen Blättern hoch
grünes reptil versteckt sich © Stefan Redel - www.fotolia.de

Wie viele Pflanzen- und Tierarten es auf der Erde gibt, weiß niemand genau. Immer wieder werden neue Spezies entdeckt, die noch kein Mensch zuvor jemals gesehen hat. Andererseits stehen 65.500 Arten auf der Roten Liste, fast ein Drittel davon gilt als akut vom Aussterben bedroht.

Klassifizierung von Arten

Um sich einen genauen Überblick zu verschaffen, planen neuseeländische Biologen eine Inventur von Flora und Fauna. Was auf den ersten Blick unmöglich scheint, ist nach Ansicht der Wissenschaftler von der Universität in Auckland mit weniger Aufwand verbunden als vermutet. So sind derzeit so viele Forscher und Amateure in der Taxonomie tätig wie noch niemals zuvor. Die Zahl derjenigen, die sich mit der Klassifizierung von Arten beschäftigen, soll rund 50.000 betragen.

Schutz für bedrohte Arten

Aktuell beschreiben Fachleute in jedem Jahr insgesamt 18.000 Arten neu. Bei einem Bestand von zwei Millionen Spezies wäre die Inventur damit bis 2040 abgeschlossen. Sollten allerdings fünf Millionen Arten auf der Erde existieren, wären die Arbeiten erst im Jahre 2220 beendet.

Wie bedrohte Arten geschützt werden sollen, teilten die neuseeländischen Wissenschaftler jedoch nicht mit. Wenn in jedem Jahrzehnt rund fünf Prozent aller Spezies verschwinden würden, was durchaus möglich ist, würde sich der Gesamtbestand aller Arten in den nächsten 150 Jahren halbieren.

Feinstaubbelastung: Umweltbundesamt zieht Bilanz

Obwohl sich die Luftqualität in Deutschland verbessert zeigt, besteht weiterhin Optimierungsbedarf

Stau im Straßenverkehr einer Stadt, Autoschlange im Berufsverkehr
Stau_4 © Kara - www.fotolia.de

Immer wieder war in den letzten Jahren von teils enormen Feinstaubbelastungen in den bundesdeutschen Großstädten die Rede. Gerade in den Sommermonaten konnten diese auch einmal weit über die vorgeschriebenen Grenzwerte klettern - ebenso wie Stickstoffdioxid und Ozon, die in hoher Konzentration ebenfalls gesundheitsschädigend wirken kann. Jetzt hat das Umweltbundesamt seinen Bericht zur Luftqualität im Jahr 2012 herausgegeben.

Gründe für erhöhte Feinstaubbelastung

Während die Ozonspitzenbelastungen in der Regel innerhalb der gesetzten Höchstgrenze lagen, wurden in 4 Prozent aller Messstationen mindestens 35 Tage mit erhöhter Feinstaubbelastung gemessen. Als Ursache hierfür gelten zum einen die Abgase von Autos, Bussen und Co., weshalb viele Städte inzwischen eine Feinstaub-Plakette eingeführt haben.

Hier dürfen nur noch Pkw mit entsprechend geringem Emissionsausstoß in die ausgewiesenen Zonen fahren. Darüber hinaus tragen auch Industrieemissionen sowie Emissionen aus Haushalten, beispielsweise durch den immer beliebter werdenden Kamin, zur Luftbelastung bei. Die individuelle Wetterlage bestimmt dann mit, wie stark die Konzentration in den einzelnen Wohngebieten ausfällt.

Weiterhin Verbesserungsbedarf

Das Fazit der Experten über die vorläufigen Ergebnisse fällt differenziert aus: Einerseits habe sich die Luftqualität in der Bundesrepublik innerhalb der vergangenen 30 Jahre deutlich verbessert.

haben hierbei eine wichtige Rolle gespielt. Gleichzeitig zeigen die nach wie vor signifikanten Überschreitungen, dass weiterhin Verbesserungsbedarf durch geeignete Maßnahmen besteht.

Reiche Länder sollen mehr Geld für Umweltschäden bereitstellen

Zurzeit findet in der polnischen Hauptstadt Warschau die UN-Klimakonferenz statt, an der Delegierte aus mehr als 190 Ländern teilnehmen.

Dabei geht es vor allem um ein global verbindliches Klimaschutzabkommen, das ab 2020 auch in Kraft treten soll. Das Ziel dabei ist es, auch die Erderwärmung auf ein Maß von bis zu zwei Grad zu begrenzen.

Arme Länder fordern Geld für Umweltschäden

Doch bei der Konferenz geht es auch um viel Geld, das vor allem von den ärmeren Ländern für die Umweltschäden und für zukünftige bessere Vorsorge vor Naturkatastrophen gefordert wird, wie jetzt vor einigen Tagen auf den Philippinen.

Die Weltbank hat jetzt auch eine Liste über die Verluste und Schäden durch die Wetterkatastrophen in den letzten 30 Jahren erstellt. So sind dabei zirka 2,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen und der materielle Schaden liegt bei etwa vier Billionen Dollar.

Schadenssumme durch Klimakatastrophen steigt stetig

Lag die Schadenssumme im Jahr 1980 noch bei jährlich 50 Milliarden Dollar, so ist sie mittlerweile auf knapp 200 Milliarden Dollar im Jahr 2012 gestiegen, so dass besonders arme Länder dies finanziell nicht alleine bewältigen können.

Ab dem Jahr 2020 sollen jährlich 100 Milliarden Dollar für die Folgen von Klimaschäden aufgebracht werden, wobei hier besonders die reichen Ländern gefordert sind.

Welterschöpfungstag 2014 - die natürlichen Ressourcen der Erde sind bereits aufgebraucht

Goldener Kompass auf einer Weltkarte
Vintage compass © Creativeye99 - www.fotolia.de

Den Welterschöpfungstag, den sogenannten "Earth Overshoot Day", haben Umweltschutzorganisationen ins Leben gerufen, um auf die Verschwendung von natürlichen Ressourcen hinzuweisen. An diesem Tag übersteigt nach ihren Berechnungen die menschliche Nachfrage an Ressourcen die Fähigkeit der Erde, diese wieder zu reproduzieren.

2014 fällt er auf den 19. August und liegt damit um einen Tag früher als noch im Vorjahr. 1987 war der Welterschöpfungstag noch am 19. Dezember. Seitdem rückt er im Kalender immer weiter nach vorn.

Bei gleichbleibender Entwicklung werde die Menschheit nach Berechnungen der Naturschützer bis 2050 jährlich Ressourcen von zwei Planeten beanspruchen. Derzeit liegt der Wert bei 1,5.

Faktoren, die die Erde belasten

Zu den wichtigsten Faktoren zählen:

  • Treibhauseffekte, die schneller erzeugt werden als von Wäldern und Ozeanen absorbiert und abgebaut werden
  • die Abholzung der Wälder
  • der Rückgang der Artenvielfalt
  • die Überfischung

Besonders hoch liegt der Verbrauch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort leben die Leute so, als hätten sie die Ressourcen von 12,3 Erden zur Verfügung. Für Deutschland wurde der Wert 2,5 errechnet.

Viele Entwicklungsländer - besonders in Afrika oder Asien - liegen unterhalb der Ressourcenkapazität. Das bedeutet, dass die Industrienationen auf Kosten der Vorräte von diesen Staaten leben.

Forscher warnen vor dem sechsten großen Massenaussterben von Tieren und Pflanzen

Besonders die Menschheit treibt die Artenschwund-Rate laut Forschern in die Höhe und muss endlich handeln

Landschaftsbild Spreewald mit dem Fluss
Spreewald © T. Lieder - www.fotolia.de

Fünf Massenaussterben hat die Erde bereits überstanden. Bei der letzten vor etwa 66 Millionen Jahren verschwanden die Dinosaurier von unserem Planeten. Mit ihnen starben 70 Prozent der damals lebenden Tier- und Pflanzenarten aus.

Nach Ansicht von mexikanischen Wissenschaftlern erleben wir derzeit die sechste Massenextinktion. Vor allem Amphibien sterben aktuell sehr schnell aus.

Menschheit beschleunigt die Artenschwund-Rate erheblich

Der Einfluss des Menschen auf diese Entwicklung ist sehr groß, wie die Ökologen von der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko herausfanden. Die Menschheit beschleunigt die Artenschwund-Rate erheblich. Demnach fiel sie im letzten Jahrhundert 114 Mal höher aus als ohne menschliches Zutun zu erwarten gewesen wäre.

Zudem erreichte die Zahl der in diesem kurzen Zeitraum ausgestorbenen Arten eine Größe, wie sie erst innerhalb von 800 bis 10.000 Jahren zu erwarten gewesen wäre. An jedem Tag sterben nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN rund 100 Arten aus.

Menschen müssen ihre Bemühungen schnell und erheblich verstärken

Es ist nicht das sogenannte Hintergrundsterben, also das natürliche Artensterben, das auch ohne menschliche Einflüsse stattfinden würde, das die Vielfalt auf der Erde bedroht, sondern vor allem das Agieren des Menschen.

  • Klimaerwärmung,
  • Umweltverschmutzung und
  • Waldrodung

gefährden laut IUCN 41 Prozent aller Amphibien-Arten und 26 Prozent aller Säugetier-Arten.

Daher müsste die Menschheit ihre Bemühungen zum Erhalt bedrohter Arten schnell und erheblich verstärken. Insbesondere

  • der Verlust des natürlichen Lebensraums,
  • die Ausbeutung der Natur und
  • der Klimawandel

müssten gestoppt werden.

Umweltbewusst leben

Umweltbewusst leben bedeutet in erster Linie, ein Umweltbewusstsein zu vermitteln. So sollte man sich darüber klarwerden, was es heißt, die Umwelt zu schonen, und welche Wirkung dies erzielen kann, wenn jeder einzelne auf diese Weise leben würde. In diesem Zusammenhang spielt auch Nachhaltigkeit eine Rolle.

Nachhaltigkeit - ein wichtiger Wert in der Familie

Nachhaltigkeit - was ist das eigentlich? Heute ist der Begriff zu einer Art Gummiwort geworden.

Nachhaltiges Denken und Handeln sind wichtig, um das Klima zu schützen, die Zukunft für die nächsten Generationen zu sichern und die Welt zu erhalten. Hierzu kann jeder seinen Beitrag leisten. Nachhaltigkeit ist kein Thema, das nur große Konzerne angeht, es geht uns alle an.

Ursprünglich entstammt der Begriff "Nachhaltigkeit" der Forstwirtschaft und bedeutet nichts anderes, als dass man mit einem nachwachsenden Rohstoff, in diesem Falle Holz, sorgsam umgehen sollte. So sollte beispielsweise nicht mehr Holz geschlagen werden als in absehbarer Zeit nachwachsen kann. Dieser Grundsatz der sorgsamen Behandlung nachwachsender Ressourcen lässt sich auch auf andere Systeme als den Wald übertragen.

Krisen und Konzepte

Der inzwischen sehr spürbare Klimawandel und die weltweite Finanzkrise haben die Menschheit und die Wirtschaft wachgerüttelt. So entwickeln global agierende Konzerne, aber auch zahlreiche regionale Firmen inzwischen Nachhaltigkeitskonzepte.

Doch auch im kleinen, privaten Rahmen der Familie lässt sich Nachhaltigkeit verwirklichen. Mit kleinen, aber wichtigen Veränderungen kann jeder seinen Betrag zur weiteren Entwicklung unseres Planeten leisten.

Je früher Kinder dies erkennen, desto besser werden sie es verinnerlichen. Wichtig ist, dass Nachhaltigkeit in der Familie bewusst vorgelebt wird. Nur dann können Kinder die Notwendigkeit erkennen und verstehen und für ihr eigenes Leben übernehmen.

Wasserverbrauch

Jeder Bundesbürger verbraucht am Tag bis zu 190 Liter Trinkwasser, und der kleinste Teil davon wird getrunken. Mit Wasserspareinsätzen in Wasserhähnen und Dusche beispielsweise kann die Wasserdurchflussmenge halbiert werden.

Außerdem ist Duschen immer dem Baden vorzuziehen. Beim Zähneputzen muss das Wasser nicht laufen und Geschirr wäscht man sparender in einer Spülmaschine mit Eco-Waschgang.

Die Waschmaschine sollte nur benutzt werden, wenn sie auch voll ist. Der beste Wäschetrockner ist und bleibt die Wäscheleine.

Stromverbrauch

Strom kann man sparen, indem man seine regulären Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauscht. Der Backofen ist nur selten die günstigste Art, etwas zu erhitzen. Mit Schnellkochtöpfen spart man nicht nur Zeit, sondern auch Energie.

Räume, die leer sind, müssen auch nicht beleuchtet sein. Der Kühlschrank muss nicht auf der höchsten Stufe eingestellt sein, die meisten modernen Geräte kühlen auch auf mittlerer Stufe zuverlässig. Wenn der Stromanbieter gerade wieder einmal die Preise erhöht, kann man zu einem der zahlreichen Ökostrom-Anbieter, die den Strom aus erneuerbaren Energien produzieren.

Fazit

Wie man sieht sind dies alles nur Maßnahmen im Kleinen, allerdings ist die Wirkung beachtlich, besonders wenn man sich auch um die Trennung des Mülls bemüht und vor allem auch seinen Nachkommen vorlebt, dass sich der Nabel der Welt nicht nur um das Wort "haben" dreht, sondern vor allem um das Wort "sein". Sicherlich wird man nicht alles von gleich auf jetzt verändern können, denn dafür ist der Mensch zu sehr Gewohnheitstier, doch nicht nur im eigenen Interesse lohnt es sich, auch mit minimalen Schritten Nachhaltigkeit zu leben.

Tipps für ein umweltbewusstes Leben in den eigenen vier Wänden

Umweltschutz kann auf vielen Ebenen stattfinden. So kann es sich hierbei um bundesweite oder gar globale Projekte handeln.

Gleichzeitig kann sich gelebter Umweltschutz aber auch innerhalb eines einzelnen Haushalts vollziehen. Doch welche Tipps können dabei helfen, selbst ein umweltbewusstes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen?

In der Küche

Zunächst einmal sollte in der Küche nur mit einem Induktionsherd gekocht werden. In erhitztem Zustand haben solche Kochplatten zwar ähnliche Energiewerte wie gewöhnliche Keramikmodelle.

Beim Erhitzen sind Induktionsherde allerdings unschlagbar schnell und schaffen es, die eigene Oberfläche ohne großen Energieaufwand in relativ kurzer Zeit zu erhitzen. Damit spart man auf lange Sicht nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Außerdem ist es egal, mit welcher Art von Herd gekocht wird: es sollte stets darauf geachtet werden, dass sich der Deckel während des Kochens auf dem Topf befindet.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, das Wasser zuvor im Wasserkocher zu erwärmen. Dieser Weg der Erhitzung ist nämlich weitaus effizienter und verkürzt zudem noch die gesamte Kochzeit.

Mülltrennung

Zum umweltbewussten Leben in den eigenen vier Wänden gehört außerdem auch eine konsequente Mülltrennung. Nur so wird es den Recyclinganlagen ermöglicht, die Abfälle möglichst effektiv wiederzuverwerten.

Ein Ausfiltern von falsch sortiertem Abfall ist dagegen höchst kostspielig und verbraucht viel Energie, was wiederum eine Belastung für die Umwelt darstellt. Informieren Sie sich hier über die richtige Mülltrennung.

Mülltrennung als wichtiger Wert
Mülltrennung als wichtiger Wert
Lufttrocknen

Des Weiteren sollte man es sich zweimal überlegen, ob es denn tatsächlich notwendig ist, die Wäsche mit einem Wäschetrockner zu trocknen. Dieser verbraucht schließlich fast so viel Energie wie eine Waschmaschine. Stattdessen kann nach Möglichkeit versucht werden, die Wäsche mit Hilfe der klassischen Wäscheleine zu trocknen.

Duschen statt Baden

Ein warmes Bad mag zwar erholsam sein. Umweltbewusste Bürger, welche trotzdem Wert auf das tägliche Waschen legen, sollten sich allerdings mit dem Duschen begnügen. Dieses verbraucht schließlich nur etwa 1/3 der Energie des Badens.

Heizen und Lüften

Darüber hinaus kann mit dem richtigen Heizverhalten ebenso viel für die Umwelt getan werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, die Wohnung ein- bis zweimal am Tag stoßzulüften und die Heizung nur am Tag aufzudrehen. So stellt man sicher, dass man angenehme Wohntemperaturen erreicht, ohne gleich unnötig Heizenergie zu verbrauchen.

Ökostrom

Letztlich kann zudem noch ein Stromanbieter ausgewählt werden, welcher den Strom auf ökologische Art und Weise produziert. So unterstützt man sinnvoll einen Anbieter, welcher im Sinne des Umweltschutzes handelt.

Luftverschmutzung geht auch hierzulande auf die Lunge - vor allen Dingen bei Adipositas

Junge Frau nach vorn gebeugt hält sich Hand vor Mund und hustet
Young girl coughing © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

Denkt man an Regionen in Indien oder in China, dann erscheint die Luft hierzulande sehr sauber. Im Vergleich zu den Hochburgen der Belastung kann man auch von einer guten Qualität sprechen - sie ist jedoch bei Weitem nicht perfekt.

Wie stark sich auch die vergleichsweise geringe Belastung in unseren Breiten auf die Lunge auswirkt, hat eine EU-Studie untersucht. An der Erhebung nahmen 7.613 Männer und Frauen teil, die aus acht verschiedenen Ländern Europas kamen. Auch Deutschland zählte dazu.

Die Forscher untersuchten genau, wie stark die Luftverschmutzung im jeweiligen Wohnort der Teilnehmer war. Anschließend wurde bei jedem ein Gesundheitscheck durchgeführt. Besonderes Augenmerk legten die Forscher dabei auf die Messung der Lungenfunktion.

Folgen hoher Luftverschmutzung

Die ermittelten Werte stellte man dann vergleichend gegenüber und fand sofort einen Zusammenhang: Je höher die Belastung mit Feinstaub und die Menge an Stickstoffdioxid in der Luft war, desto schlechter war die Lungenfunktion der Menschen.

Die Einsekunden­kapazität der Lunge nahm um jeweils 14 Milliliter ab, wenn die Menge an Stickstoffdioxid um 10 µg/m3 stieg. Die Einsekunden­kapazität gibt an, welches Volumen an Luft nach einem tiefen Einatmen innerhalb von genau einer Sekunde wieder ausgeatmet werden kann. Je kleiner dieser Wert ist, desto schwächer ist die Lunge.

Die Menge von 10 µg/m3 Feinstaub wirkte sich sogar noch drastischer auf die Lungenfunktion aus: Hier nahm die Kraft jeweils um 44,6 Milliliter ab.

Fettleibige Menschen stärker betroffen

Die Studie zeigte außerdem, dass die Einwirkung der Luftverschmutzung auf die Lunge umso schlimmer ist, je dicker der betroffene Mensch war. Die Teilnehmer, die an Adipositas litten, reagierten am stärksten auf die Verschmutzung der Luft. Ihre Werte lagen noch über denen der normalgewichtigen Menschen.

Luftverschmutzung beeinflusst geistige Entwicklung der Kinder

Die Luftverschmutzung in den Städten wirkt sich Tag für Tag auf die dort lebenden Schüler aus

Leerer Klassenraum in einer Schule
salle de classe © Uolir - www.fotolia.de

Wer in einer Großstadt lebt, der kennt das befreiende Gefühl, wenn man am Wochenende rauskommt und beispielsweise zu Freunden in ländlichen Regionen fährt. Dieses Durchatmen ist dabei nicht nur seelischer Natur, sondern tatsächlich auch körperlich.

Die Luftverschmutzung in den Städten ist sehr hoch und wirkt sich Tag für Tag auf die dort lebenden Menschen aus. Wie sehr das vor allen Dingen die Kinder belasten kann, hat eine spanische Studie untersucht. Die Forscher wollten wissen, ob die Lernfähigkeit durch die schlechte Luft eingeschränkt wird.

Studie zu Lernfähigkeit und Luftqualität

2.715 Jungen und Mädchen nahmen an der Studie teil. Sie waren zwischen sieben Jahren und zehn Jahren alt. Die kleinen Probanden verteilten sich auf insgesamt 39 Schulen, die in unterschiedlichen Regionen standen. Daher herrschte überall eine andere Stärke der Luftverschmutzung vor.

Wie genau es um die jeweilige Luft bestellt war, überprüften die Forscher durch Analysen vor Ort. Neben Feinstaub achtete man auf Kohlenstoffpartikel und Stickstoffdioxid in den Klassenzimmern. Man begleitete die Kinder insgesamt ein Jahr und ermittelte durch regelmäßige Tests ihre Lernfähigkeit.

Nachteile durch Luftverschmutzung

Die Auswertung zeigt deutlich, dass schlechte Luft einen großen Einfluss auf die kleinen Köpfe hatte. Die Schulen mit der schlechtesten Luftqualität hatten auch die meisten Problemkinder. Die Forscher mussten sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen einen Entwicklungsrückstand feststellen.

Interessant war, dass die Kinder von Anfang an einen Nachteil hatten. Auch wenn ein Grundschüler erst wenige Monate in die betreffende Schule ging, waren seine Lernleistungen bereits schlechter als bei Kindern, die bessere Atemluft hatten. Nach einem Jahr gab es in Sachen Kurzzeitgedächtnis eine Kluft von 13 Prozent.

Soziale Schicht irrelevant

Die Forscher betonen, dass schlechte Luft nicht in sozial schwachen Wohnvierteln vorkam, sondern gerade in den "besseren" Schulen. Die Nachteile der Kinder hatten also nichts mit der Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht zu tun, sondern tatsächlich mit der Atemluft.

Spaziergänge und Sport entlang von Straßen sind für Lunge und Herz eine große Belastung

Negative Einflüsse durch belastete Luft sind in Großstädten größer als der gesundheitliche Nutzen des Spazierengehens

Junge Frau in kurzer Hose spaziert über eine schmale alte Fußgängerbrücke
Young woman walking on a foot bridge © LoloStock - www.fotolia.de

Viele Menschen wollen ihrer Gesundheit durch Sport im Freien und regelmäßige Spaziergänge etwas Gutes tun. Doch der positive Effekt der Betätigung verkehrt sich eher ins Gegenteil, wenn die Outdoor-Aktivitäten in der Nähe gut befahrener Straßen stattfinden. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung aus London mit 120 Freiwilligen.

Straße vs. Park

Die Männer und Frauen wurden in vier Gruppen aufgeteilt. Zunächst unterschied man in gesunde Teilnehmer und in Patienten mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden, Asthma und COPD. Von beiden Gruppen schickte man je rund die Hälfte entweder zu Spaziergängen entlang der Oxford Street oder durch den Hyde Park. Insgesamt sollte jeder zwei Spaziergänge zu je zwei Stunden absolvieren.

Die Forscher untersuchten sowohl zu Studienbeginn als auch am Ende die Lungenfunktion der Probanden und die Gesundheit des Herzens.

Es zeigte sich, dass bei Spaziergängen durch den Park sowohl bei gesunden Teilnehmern als auch bei jenen mit Vorerkrankungen die Lungenfunktion besser wurde. Bei den gesunden Menschen, die entlang der befahrenen Straße gelaufen waren, zeigte sich keinerlei Verbesserung und keine Verschlechterung. Die Personen mit Vorerkrankung jedoch fielen durch vermehrte Beschwerden wie Husten samt Auswurf und Atemnot auf. Die negativen Auswirkungen der belasteten Luft hatten einen größeren Einfluss als die positiven Aspekte des Spaziergengehens.

Auch Feinstaub und Stickoxide in Großstädten problematisch

Wie problematisch die Luft in vielen Städten ist, hat jüngst auch die European Study of Cohorts for Air Pollution Effects, kurz ESCAPE, gezeigt. Dabei wurden 22 Untersuchungen aus europäischen Städten ausgewertet. Vor allem Feinstaub fiel als großes Gesundheitsproblem auf. Gesunde Menschen haben nach rund 13 Jahren des Lebens in einer Großstadt ein Lungenkrebsrisiko, das 22 Prozent über der Norm liegt. Auch Stickoxide wirken sich direkt auf die Lungenfunktion aus.

Sport und selbst ruhige Spaziergänge sollten daher vor allem abseits befahrener Straßen erfolgen, so das Fazit.

Selbstmordrate steigt durch Klimawandel

Die immer heißeren Temperaturen im Sommer werden laut Forschern zu noch mehr Suiziden führen

Junge Pflanze wächst aus trockenem, bröckeligem Boden
lonely plant © Witold Krasowski - www.fotolia.de

Es ist der Psychologie ein Rätsel, doch seit Jahrhunderten zeigen Beobachtungsstudien, dass Menschen sich eher in den Sommer- als in den Wintermonaten selbst töten. Eigentlich würde man einen Anstieg der Suizidfälle in den tristen und dunklen Monaten erwarten, da es dann vor allem depressiven Menschen schlechter geht. Doch die Zahlen sprechen seit kontinuierlichen Beobachtungen im 19. Jahrhundert eine andere Sprache.

Steigende Temperaturen werden laut Studie für mehr Selbstmorde sorgen

Eine aktuelle Studie bezieht nun auch den Klimawandel in die Überlegungen mit ein und kommt zum Schluss, dass es die steigenden Temperaturen im Sommer sind, die eine Suizidalität bei gefährdeten Personen fördern. Da es durch den Klimawandel in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch wärmer werden soll, dürfte damit auch die Selbstmordrate weiter steigen.

An der Stanford Universität haben Ökonomen dazu ein Modell erstellt. Ihren Berechnungen zufolge dürfte bis 2050 in den USA und Mexiko die Rate soweit steigen, dass es jährlich zu rund 21.000 Suiziden zusätzlich kommt.

Es wurden für das Modell mit Absicht zwei so unterschiedliche Länder gewählt. Die USA haben eine vergleichsweise hohe Wirtschaftsleistung, während in Mexiko die Menschen unter den Auswirkungen einer schwachen Wirtschaft leiden. Dennoch bleib die steigende Selbstmordrate in beiden Ländern. In den USA war sie allerdings stärker: 14.020 Suizide werden 2050 hinzukommen, in Mexiko "nur" 7.460 Fälle.

Laut den Wissenschaftler spielt es auch keine Rolle, ob ein Mensch im Sommer viel im Freien unter der Hitze leidet oder in seinen Räumlichkeiten eine Klimaanlage besitzt. Pro einem Grad Celsius mehr in den USA stieg die Selbstmordrate um 0,7 Prozent in den Jahren 1970 bis 2004. In Mexiko waren es pro einem Grad Celsius 2,1 Prozent mehr Suizide in den Jahren 1990 bis 2010. Dies übertragen auf die nächsten Jahrzehnte samt Klimawandel ist entsprechend eine unschöne Prognose.

Kindern ein angemessenes Umweltbewusstsein beibringen

Wie sollen Erwachsene ein Umweltbewusstsein entwickeln, wenn sie es als Kind nicht schon gelernt haben? Wer seinen eigenen Kindern nicht beibringt, dass man das Wasser nicht ständig laufen lassen darf, dass das Licht nur brennen soll, wenn man es benötigt wird, dass man lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto fahren sollte oder dass man auf Tiere und Pflanzen Rücksicht nehmen soll, der braucht sich über die Erwachsenen nicht wundern, die genau diese Dinge nicht tun.

Den Müll trennen

Um unsere Umwelt zu schützen sind natürlich viele Dinge notwendig. Bereits von klein auf kann man den Kindern zeigen, dass Müll getrennt werden muss. Selbst ein zweijähriges Kind kann schon lernen, dass es ein Stück Papier nicht in den Restmüll werfen soll.

Bringt man die Flaschen zum Glascontainer, so kann man die Kinder mitnehmen und ihnen zeigen, wie die Glasflaschen gemäß ihrer Glasfarbe getrennt werden. Anschließend dürfen die Kinder die Flaschen natürlich selbst in den Container werfen.

Energie sparen und zu Fuß gehen
Kindern Umweltschutz näherzubringen ist sehr wichtig
Kindern Umweltschutz näherzubringen ist sehr wichtig

Um das Umweltbewusstsein der Kinder zu sensibilisieren, gehört natürlich noch viel mehr dazu als die Mülltrennung. Auch die Verwendung von Energiesparlampen ist ein Teil, um unsere Umwelt zu schützen. Ein anderer ist der Verzicht auf das Auto - so oft es eben möglich ist.

Wenn die Kinder protestieren, weil sie den weiten Weg zu Fuß in den Kindergarten oder die Schule gehen müssen, so sollte man ihnen erklären, wie schlecht es für die Umwelt ist, wenn jeder diese verhältnismäßig kurzen Strecken mit dem Auto fahren würde. Alternativ kann man an einem Regentag die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen - eine Fahrt im Bus gleicht einem kleinen Abenteuer für die Kinder.

Umweltschutz muss von klein auf gelernt werden. Eltern sollten ihren Kindern alle Fragen beantworten, die diese wissen möchten.

Es ist auch keine Schande, einmal im Internet nachzuschlagen, wenn man die Antwort nicht weiß. Zusätzlich gibt es auch viele Bücher, die das Thema Umwelt und Umweltschutz kindgerecht erklären.

Wie Läufer zum Umweltschutz beitragen können

Das Laufen gehört zu den umweltfreundlichsten Sportarten. Läufer

  • rauchen nicht
  • verzichten so weit wie möglich auf ihr Auto und
  • benutzen Laufkleidung mit einer langen Lebensdauer.

Dennoch stehen jedem Läufer weitere Möglichkeiten offen, um beim Training und Wettkampf zum Umweltschutz beizutragen.

Der Läufer ist ein sehr bewusst lebender Mensch. Er verzichtet auf den Einsatz von Nikotin und Alkohol, er wählt seine Nahrung sorgsam aus.

Zu Ramsch- und Vorratskäufen, von denen die Hälfte der Lebensmittel aufgrund von Überlagerung weggeworfen wird, lässt er sich eher nicht verleiten. Ein Läufer weiß, was er benötigt, auf Übriges verzichtet er.

Der Laufrucksack

Für lange Strecken beispielsweise benötigt der Läufer einen Laufrucksack beziehungsweise eine ausreichende Menge an Trinkflaschen, die sich an einem Gürtel mitführen lassen.

Sie können, ebenso wie die im Laufrucksack enthaltene Getränkeblase, mehrfach verwendet werden. Das Entsorgen von Getränkeflaschen in der Umwelt ist für den Läufer also tabu.

Entsorgung von Trinkflaschen in der Natur sollte tabu sein
Entsorgung von Trinkflaschen in der Natur sollte tabu sein
Verpflegung und Laufstrecken

Der Läufer führt nur ein Minimum an Verpflegung mit sich. Alle Verpackungsmaterialien werden im Laufrucksack mitgenommen und nach der Rückkehr in die dafür vorgesehenen Behälter geworfen.

Die Laufstrecke wählt der Sportler so aus, dass sie nicht durch Naturschutzgebiete oder über gesperrte Wege führt. Denn auch, wenn ein Läufer sich relativ leise bewegt, aufscheuchen möchte er die Wildtiere nicht.

Die Kleidungswahl

Ein Thema, das jeden Sportler angeht, ist die ökologische Auswahl seiner Kleidung. Läufer benötigen Hosen, Jacken, Shirts und Unterwäsche aus Funktionsmaterialien; Baumwollkleidung und Leinen eignen sich nicht.

Dennoch ist es interessant, wie die synthetischen Fasern gewonnen werden. Öko-Sportmode heißt ein neues Schlagwort. Hierbei handelt es sich um den Einsatz von chemisch unbehandelten Naturprodukten aus fairem Handel. Beispielsweise trifft dies auf das Leder für Laufschuhe zu.

Chemische Fasern hingegen bestehen aus Recyclingmaterialien, Funktionsjacken aus PET-Flaschen, Shirts aus Joghurtbechern. Dem Einfallsreichtum der Hersteller sind noch lange keine Grenzen gesetzt.

Events

Tatsächliche Umweltprobleme im Laufsport entstehen allerdings nicht beim Training des einzelnen Läufers, sondern bei größeren Wettkämpfen, zum Beispiel bei Marathons, seien es durch die Läufer entsorgte Getränkebecher oder durch Zuschauer hinterlassene Abfälle.

Diese Hinterlassenschaften belasten die Umwelt ebenso wie die notwendigen Arbeiten zu deren Beseitigung. Viele Veranstalter spenden die Startgelder für Umweltprojekte. Kaum ein Sport dürfte so ökologisch wie der Laufsport sein.

Buntstifte und Malkästen mit Schadstofffen belastet

Stiftung Warentest prüfte Schulbedarf auf Schadstoffe - mit erschreckendem Ergebnis

Nahaufnahme Spitzen bunter Malstifte aus Holz
harmonious row #2 © Evgeniy Mitroshkin - www.fotolia.de

Die Stiftung Warentest hat 105 Artikel für den Schulbedarf auf Schadstoffe untersuchen lassen. Dabei stießen die Experten in den Radiergummis, Faserstiften und auch in biegsamen Linealen auf gesundheitsschädliche Weichmacher, wie beispielsweise DEHP, BBP oder DBP.

Malstifte mit gefährlichen Weichmachern

Besonders schlimm waren die Funde in den Malstiften, wo fast jeder zweite in der Lackschicht die gefährlichen Weichmacher enthielt. Diese sind laut EU-Richtlinien für alle Spielzeuge generell verboten, und auch diese Buntstifte fallen darunter, weil sie auch außerhalb der Schule von Kindern unter 14 Jahren benutzt werden.

Besonders betroffen waren Erzeugnisse von den Billiganbietern, so wurde sogar im Faserstift "Smily" von Woolworth das krebserzeugende Lösungsmittel Benzol gefunden.

Aber auch bei der gehobenen Preisklasse wurden die Experten fündig, so entdeckten sie bei dem Markenprodukt "Stabilo" in den Farbstiften "Trio dicke Farbstifte" lösliches Barium. Bei den Malkästen wurden Blei- und Chromhaltige Farben nachgewiesen.

Beim Kauf auf Prüfsiegel achten

Laut Stiftung Warentest haben mittlerweile sechs Anbieter die Konsequenzen gezogen und ihre Produkte vom Markt genommen. Der Rat der Experten an die Eltern beim Kauf auf umweltfreundliche und schadstoffarme Produkte achten, wobei auch das Zeichen "CE" keinen Freibrief darstellt, sondern nur ein Zeichen für die geprüfte Sicherheit ist.

Anders ist es mit den Prüfsiegeln „LGA tested“ und „LGA Qualitätszertifikat“, bei denen eine Prüfung auf Schadstoffe immer Pflicht ist.

Spezielle Pflastersteine sollen die Luft reinigen

Spezielle Pflastersteine sorgen in einigen südlichen Ländern, wo ja bekanntlich mehr die Sonne scheint, für eine bessere Luft, indem sie die Stickoxide, die in den Autoabgasen vorhanden sind, in Nitrat umwandeln. Dies geschieht mit Hilfe von Titanoxid, das wie ein Katalysator wirkt.

Jetzt hat man auch bei uns in Deutschland sich diesem Thema gewidmet und eine Steinfabrik in der Nähe von Fulda hat schon solche speziellen Pflastersteine jetzt hergestellt, wobei hier Titanoxide zum Einsatz kommen, die die Stickoxide noch besser umwandeln können. So soll das Titanoxid erst am Ende der normalen Mischung für die Steine beigefügt werden. Danach werden dann die Steine erst gebrannt. An normalen Tagen konnte man einen Wirkungsgrad zwischen 25 bis 30 Prozent messen, an Sonnentagen sogar bis zu 70 Prozent, was auch vom Fraunhofer Institut für angewandte Ökologie bestätigt wurde. In Erfurt hat man jetzt schon den Gothaer Platz mit den neuartigen Pflastersteinen versehen.

Sieg der Umweltschützer - Tüten aus Plastik werden in den Regionen um Los Angeles verboten

Die Metropole Los Angeles selbst ist ausgenommen, doch alle kleinen Bezirke Rund um die Millionenstadt dürfen keine Plastiktüten mehr im Umlauf haben. Damit ist Umweltschützern ein riesiger Erfolg gelungen.

Künftig, ab dem Sommer 2011, darf dort in keinem Supermarkt mehr eine Tüte aus Plastik den Kunden zum Transport seiner Käufe angeboten werden. Auch wenn die Metropole selbst vom dem neuen Gesetz nicht betroffen ist, so betrifft es dennoch mehr als eine Millionen US-Bürger und dürfte daher dennoch einen guten Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ab Juni 2011 müssen alle Menschen dann eigene Tragetüten zum Einkauf mitbringen beziehungsweise können umweltfreundliche Papiertüten an den Kassen erwerben. Diese kosten allerdings dann jedes Mal zehn US-Cent.

Im nächsten Winter will die Stadt Köln eventuell kein Salz mehr streuen

Granulat statt Salz? Im Rheinland wird mit Problemen gerechnet

Grafik blaue Schneeflocke im Schnee
snowflake © Olga Lyubkina - www.fotolia.de

Noch hat uns der Winter, auch im Rheinland, fest im Griff und schon wird wieder in der Stadt Köln diskutiert, ob man vielleicht auf das Salz-Streuen doch besser verzichten soll und kann. Als Beispiel führen die Vertreter von "Rot-Grün" die Stadt München an, wo anstelle von Salz nur Granulat verwendet wird, was der Umwelt zu Gute kommt.

Probleme der Granulat-Anwendung im Rheinland

Doch Kritiker merken an, dass in Bayern, wie auch in Österreich, eine durchgängig feste Schneedecke vorhanden ist, wo man natürlich mit Splitt oder Granulat besser zurecht kommt. Im Rheinland dagegen haben wir oft zwischendurch höhere Temperaturen, der Schnee schmilzt, dann sinken die Temperaturen rapide und schon bilden sich Eisplatten, die das Fahren auf den Straßen zu einer Rutschpartie machen.

Hier hilft aber tatsächlich nur Salz, auch wenn es nicht umweltfreundlich ist.

Damit es aber nicht wie zurzeit zu Nachschubschwierigkeiten beim Salz kommt, sollte man sich besser um eine rechtzeitige Beschaffung und auch Lagermöglichkeiten vor Ort kümmern, so dass man dann auch nicht überteuerte Preise zahlen muss.

Förderung für Solarenergie soll Mitte des Jahres gekürzt werden

Um die Stromzahler zu entlasten, soll die Förderung für Ökostrom gekürzt werden

Dach mit Solarzellen, darüber strahlt die Sonne
panneaux solaire © Cyril Comtat - www.fotolia.de

Das Bundesumweltministerium mit dem Minister Norbert Röttgen (CDU) und die Branchenvertreter für Solarenergie haben sich verständigt, dass Mitte dieses Jahres der Förderbeitrag um bis zu 15 Prozent gekürzt werden soll. Dadurch soll eine Begrenzung der Stromkosten für die Verbraucher erreicht werden, denn darüber wird mit etwa 13,5 Milliarden Euro jährlich die Ökoenergieförderung unterstützt.

Hohe Kosten für Verbraucher durch Ökostromförderung

Aber auch die Branchenvertreter stehen hinter den neuen Plänen, sagte auch Björn Klusmann, der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, dass man die Kosten der Stromkunden begrenzen müsse. So muss der Verbraucher pro Kilowattstunde 3,53 Cent für die Ökostromförderung mitbezahlen. Da aber auch die Anlagen bei der Photovoltaik preiswerter wurden, sind trotz weniger Förderung mehr Installationen vorgenommen worden.

Wie hoch die Kürzung im Juli 2011 sein wird, das hängt auch von der Menge der neuen Anlagen in den Monaten März bis Mai ab. Daraus wird dann die Jahresleistung ermittelt und dementsprechend dann der Prozentsatz der Kürzung. Den jetzigen Vorschlägen zur Kürzung müssen aber noch der Bundestag und auch der Bundesrat zustimmen.

Passend zum Thema

Holzindustrie ist ein wichtiger Teil einer "grüneren" Wirtschaft

Das Jahr 2011 ist das "Internationale Jahr der Wälder" und in diesem Rahmen wirbt auch die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) dafür, dass die Holzindustrie sich als einen wichtigen Teil einer "grüneren" Wirtschaft versteht.

Viele Menschen wissen immer noch nicht, was das Ökosystem der Wälder beim Kampf gegen den Klimawandel bedeutet. So müsste man dafür sorgen, dass die Mangrovenwälder bestehen bleiben, denn sie schützen die Küsten vor Stürmen.

Auf der ganzen Welt werden jede Minute Wälder in der Größe von etwa 35 Fußballfeldern abgeholzt. Ein Fußballfeld hat etwa die Maße von 70 mal 105 Metern. Aber wie die FAO weiter ausführt, können Verbraucher ruhig Holzprodukte weiter kaufen, denn sie sind ein natürliches Material, das aus erneuerbaren Ressourcen besteht und auch problemlos recycelt werden kann. Aber im letzten Jahr hat man auch schon 37 Prozent aller Holzprodukte aus Holzabfällen oder auch wieder verwertbaren Papier hergestellt, Tendenz steigend.

Website gibt Tipps, wie man sinnvoll mit Müll umgeht

Wiederverwertbare Verpackungen kaufen und Müll zu trennen ist allgemein üblich. Eine Website hat darüber hinaus noch jede Menge Tipps, wie man den entstehenden Abfall pfiffig zu neuen Dingen nutzen kann.

Dass wir mehr und mehr in Müll ersticken, ist keine Neuigkeit. Alle Projekte, diesem Umstand Herr zu werden, sind nicht wirklich zufriedenstellend. Müllverbrennung reduziert zwar die Menge an Abfall, führt aber zu CO2 Emissionen und zu giftigen Stoffen, die wiederum gesondert entsorgt werden müssen. Darum lautet die einzig befriedigende Lösung von vorne herein weniger Abfall zu erzeugen. Kommt dann noch eine Wiederverwertung hinzu, wird die Müll-Lage viel entspannter.

Aluschalen oder die Kartonverpackungen werden zu Stifteboxen oder Blumentöpfen. Plastikpellets, die Leerräume in Verpackungen ausfüllen zur Drainage in Pflanzkübeln. Die Auswahl auf der Webseite ist umfangreich und keineswegs allzu öko oder gar schräg. Ein wenig mehr Gedanken von allen und schon bleibt das grüne Gewissen nicht länger eine Floskel.

Studie zeigt, wie der Fleischkonsum die Umwelt belastet

Auch der Fleischkonsum der Deutschen hat einen negativen Effekt auf die Umwelt

Fleisch und Wurst dekoriert mit Cherrytomaten und einer gelben Paprika
fresh meat © .shock - www.fotolia.de

Eine aktuelle Studie der Umweltstiftung "WWF" zeigt, dass der Fleischkonsum der Deutschen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Umwelt hat. Demnach sei durch den hohen Verbrauch so viel Nutzland nötig, dass dies negativ für das Gleichgewicht der natürlichen Biotope ist.

Schätzungen zu folge verzehrt ein Deutscher innerhalb eines Jahres gut 60 Kilo Fleisch. Damit diese beachtliche Menge für jeden Bürger bereit gestellt werden kann, muss eine umfassende Tierzucht betrieben werden. Der Platz für die Tiere, aber auch die Anbaufläche für deren Futter fordert eine Fläche ein, die mit der Größe von Österreich vergleichbar ist. All diese künstlichen Flächen verdrängen die normale Natur und tragen dabei auch zur Klimaerwärmung bei.

Weniger Fleisch, mehr Bio-Produkte

Aber muss man nun zum Vegetarier werden? Das verneint die Studie. Sie weißt darauf hin, dass man den wöchentlichen Genuss von Fleisch lediglich etwas senken sollte und mehr zu Bio-Fleisch greifen könnte. Dieses ist zwar teurer, doch die Tiere stammen von Flächen, die natürlicher belassen sind und somit der Umwelt weniger schaden.

Strom für die Wintersportgebiete aus Wind- und Sonnenenergie

Bergisel Skischanze im Skigebiet für Skisprung in Tirol in Nadelwald vor Bergen
Tirol © Wolfgang Feischl - www.fotolia.de

In den Wintersportregionen werden jährlich viele Kilowattstunden an Strom für den Betrieb der Skilifte und in den Bergstationen benötigt. Deswegen setzen die Betreiber wegen der hohen Kosten für Strom immer mehr auf Wind- und Sonnenenergie und jetzt wird in der Schweiz in Tenna in Graubünden auch der erste Skilift auf der Welt, der mit Solarkraft betrieben wird, eröffnet. Der neue 460 Meter lange Skilift ersetzt einen 40 Jahre alten Schlepplift und wird pro Saison etwa 22.000 Kilowattstunden verbrauchen, aber auch etwa 90.000 Kilowattstunden erzeugen, so dass der Überschuss ins Stromnetz abgegeben werden kann und man dann durch den Verkauf die etwa 420.000 Schweizer Franken, das sind umgerechnet zirka 344.000 Euro, teure Anlage finanzieren kann.

Aber auch in anderen Skigebieten versucht man immer mehr Strom auch durch Windenergie zu gewinnen. So versorgt ein 105 Meter hohes Windrad in Salzstiegl in der Steiermark die dortigen fünf Ski-Lifte, ein Hotel und eine Almhütte mit dem nötigen Strom. Auch hier wird der überschüssige Windstrom, besonders nachts und im Sommer, in das örtliche Stromnetz eingespeist.

Betreiber von Windkraftanlagen haben sich in Kanada etwas Besonderes einfallen lassen, so haben sie in der Nabe des Windrads eine Aussichtskanzel eingebaut, wo Besucher hinauffahren können. Aber im Prinzip werden Windräder in den Bergen in Europa noch wenig gebaut, weil sie nicht in das Landschaftsbild hineinpassen.

Im bayrischen Oberstdorf setzt man auch auf Wasserenergie, so wird am Nebelhorn das Wasser aus dem Faltenbach in ein Turbinenhaus geleitet, hierfür benutzt man das Hauptrohr der Beschneiungsanlage, und die Stromgewinnung beträgt jährlich etwa 700.000 Kilowattstunden, die für den Betrieb der Hauptbahn von Oberstdorf auf die Spitze des Nebelhorns ausreichen. Doch auch in vielen anderen Skigebieten sorgen Solaranlagen für die Stromversorgung der dortigen Restaurants oder Beschneiungsanlagen.

Kommt das Nachtflugverbot?

Fluglärm hat einen nicht zu missachtenden Einfluss auf die Gesundheit der Anwohner in direkter Umgebung

Aufnahme von unten: Frau schaut auf Flugzeug in blauen Himmel
the plane © Matthias Geipel - www.fotolia.de

Um die Bevölkerung in Flughafennähe vor Lärm zu schützen, fordert das Umweltbundesamt eine nationale Verkehrsplanung sowie ein Nachtflugverbot. Hierzulande ist gerade Lärm ein extrem unterschätztes Problem, unter dem vor allem Herz-Kreislauf-Patienten darunter leiden.

Für die Behandlung dieser Menschen durch Fluglärm im Raum Frankfurt entstehen alleine in den kommenden zehn Jahren geschätzte Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro.

Lärmbelästigung durch Nachtflüge

Die Planfeststellung für den Flughafen Frankfurt soll in dieser Woche nun vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig genau unter die Lupe genommen werden. Hierbei geht es in erster Linie um die Nachtflüge sowie Lärmbelästigungen an den größten Airports in Deutschland.

Laut dem Umweltbundesamt ist speziell für die stadtnahen Flughäfen wie Berlin-Brandenburg oder Frankfurt am Main ein Start- und Landeverbot zwischen 22 bis 6 Uhr dringend notwendig.

Laute Starts und Landungen

Der Lärm durch startende und landende Flugzeuge ist für die Bevölkerung in Flughafennähe vor allem in den Nachtstunden gesundheitsschädlich. Nur an Airports außerhalb der Stadtzentren solle laut dem Umweltbundesamt in den Nachtstunden der unvermeidbare Flugverkehr abgewickelt werden.

Was passiert mit den Plastiktüten?

Die Mitglieder der EU sind sich uneinig, wie künftig mit Plastiktüten umgegangen wird. Auch wenn Potocnik der Umweltkommissar den Einsatz dieser die Umwelt belastenden Tüten völlig verbieten will, wird sein Wunsch kein Gehör finden. Denn ein solches Verbot würde den Gesetzen des Europäischen Binnenmarktes zuwiderlaufen, heißt es in einem Gutachten, das eine Studie aus Brüssel zusammenfasst.

Ebenso wäre es, wenn einige Länder der EU ein Verbot für Plastiktüten aussprechen würden. Außerdem gefährde ein solches Verbot zahlreiche Arbeitsplätze. Besser sei es eine Gebühr für die Ausgabe solcher Tüten zu erheben, die ständig angehoben werden solle. Die Verbraucher würden dann nach und nach bewusster mit Plastiktüten umgehen.

Wahrscheinlich wird sich in der EU-Kommission darauf geeignet, den Gebrauch von Plastiktüten zu reduzieren.

Neue Farbe an Gebäuden und co. soll die Luft filtern

Mit neu entwickelter Farbe gegen die Luftverschmutzung angehen

Kreppband wird nach Streichen von Wand gezogen
Removing masking tape from painted wall © joppo - www.fotolia.de

Die Metropolen der Welt, aber auch schon viele normale und kleinere Städte haben mit der allgemeinen Luftverschmutzung zu kämpfen. Die Menschen atmen den Dreck aus der Luft ein und leiden daher an diversen Atemwegserkrankungen.

Mit Farbe gegen Luftverschmutzung

Auch in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, haben die Menschen mit dem Smog zu kämpfen. Daher nahm sich ein örtlicher Hersteller von Farben vor, diesem Problem ein Ende zu machen, indem er eine Farbe erfand, die die Umgebungsluft filtern kann. Was zunächst unglaubwürdig klingt, hat sich in ersten wissenschaftlichen Tests als tatsächlich wirksam herausgestellt.

Der Mann und seine Firma haben wohl einen großen Coup gelandet, denn nun soll ihre Farbe auch in der EU benutzt werden.

Wirkung der Farbe

Die neuen Farbanstriche sind so konzipiert, dass in der Farbe sogenannten „Titaniumdioxid-Kristalle“ vorhanden sind. Diese sind solang inaktiv, bis UV-Strahlung mit ihnen in Berührung kommen. Dann erfolgt eine chemische Reaktion, bei der Stickstoffoxide aufgespaltet werden.

Genau solche Stickstoffoxide befinden sich in unserer Luft und wirken als Giftstoffe auch auf die menschlichen Atemwege. In Studien ließ sich sichtbar machen, wie die Lichtenergie das Titaniumoxid quasi aktiviert und dieses dann eines seiner Elektronen an umgebende Wasserdampfmoleküle weitergibt.

Das Ergebnis ist, dass diese Wasserdampfmoleküle zu freien Radikalen werden und nun Schadstoffe in der Luft angreifen und harmlos werden lassen. Gut 20 Prozent Stickstoffoxid kann so unschädlich gemacht werden, was bedeutet, dass ein Quadratmeter der neuen Farbe bereits die Arbeit eines ausgewachsenen Baumes übernehmen kann.

Klimaschutz in den USA: Obama will Autofahrer zum Spritsparen bringen

Obama setzt Regelungen zum Spritsparen durch

Zapfhahn hängt in Tanköffnung eines blauen Autos
tanken © Surrender - www.fotolia.de

Die USA sind allgemein bekannt als das Land der überdimensionierten SUVs und Pick-Ups, die Benzin verbrauchen als ob das weltweite Öl niemals enden würde. Damit soll nach Plänen der US-Regierung von Barack Obama jedoch bald Schluss sein: Er will eine neue Regelung einführen, wonach in den USA verkaufte Neuwagen im Jahr 2025 nur noch 4,36 Liter auf 100km verbrauchen dürfen - aktuell schlucken US-Autos im Durchschnitt doppelt so viel.

Planung in der Theorie

Aktuell gilt bereits eine Regelung, nach der die Autohersteller den Benzinverbrauch bis 2016 auf 6,7 Liter pro 100km senken müssen. Doch Obama will weitergehen: Sollten die Ziele bis 2025 erreicht werden, könnten pro Tag bis zu 317 Millionen Liter Öl in den USA gespart werden. Die Zahl der Treibhausgase würde sich um 6 Milliarden Tonnen CO2 verringern.

Auch die amerikanischen Verbraucher würden sparen: Nämlich rund 1,7 Billionen US-Dollar.

Wie effektiv die Pläne sein werden, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Die bei den Amerikanern so beliebten schweren Pick-Ups und ähnliche Geländewagen sind nämlich von der Regelung ausgenommen. In den USA werden von diesen Wagen, die als "Light Trucks" geführt werden, fast zu so viele verkauft wie normale PKWs.

Kronkorken entsorgen - aber richtig!

Leere Flaschen und ein Haufen mit Korken und Kronkorken
party © goldbany - www.fotolia.de

Ein lauer Sommerabend auf dem Balkon, ein gemütlicher Plausch mit dem Ehepartner oder Freunden – dazu eine Flasche kühles Bier oder eine kalte Limonade. Doch wohin mit den Kronkorken?

Die Einmalkorken gehören nicht in den Restmüll, teilt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Kronkorken setzen sich aus Metall und Kunststoff zusammen. Die PVC-Schicht auf den Innenseite, die heute teilweise noch zum Einsatz kommt, wirft Probleme bei der Wiederverwertung auf.

Sie gehören in die Sammelbehälter für Weißblech, die meist neben den Sammeleinrichtungen für Weiß-, Grün- und Braunglas stehen oder in den Gelben Sack bzw. Gelbe Tonne.

Auch Drehverschlüsse aus Plastik oder Metall sollten nicht gedankenlos weggeworfen werden. Sie schützen das Gewinde von Mehrwegflaschen beim Rücktransport und sollten daher wieder auf die leere Flasche gedreht werden.

Elektrogeräte, die von selbst verschwinden

Gewöhnlich sollen Elektrogeräte möglichst lange halten und auch funktionieren. Nun haben US-Wissenschaftler jedoch Geräte entwickelt, die sich nach einer bestimmten Zeit von selbst auflösen. Diese Utensilien stehen jedoch nicht in der Küche oder im Wohnzimmer, sondern befinden sich im menschlichen Körper.

Der Medizin bieten sich so ganz neue Möglichkeiten. Implantate könnten sich etwa nach dem Heilungsprozess im Körper zersetzen und würden anschließend ohne Rückstände verschwinden. Die entwickelten Geräte bestehen aus Silizium, Magnesium und Seide.

Bei Versuchen mit Ratten löste sich ein kleiner Thermoregler, der die lokale Erhöhung der Temperatur bei einer bakteriellen Wundinfektion verhinderte, in der Körperflüssigkeit der Tiere in kurzer Zeit auf. Die Forscher teilten mit, dass sich das Tempo des Abbaus im Körper durch die genaue Zusammensetzung der Geräte bestimmen lasse. Auch Licht, Druck, Temperatur oder andere Umweltfaktoren könnten für die Auflösung ausschlaggebend sein.

Autofahrer müssen für die Fahrt durch das Ruhrgebiet die Umweltplakette haben

Ab dem 1. Januar gilt für die Autofahrer im Ruhrgebiet, dass sie nur mit den Umweltplaketten, gelb oder grün, unterwegs sein dürfen. Wer nicht mit dieser Plakette oder nur mit der roten erwischt wird, der muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen.

Durch diese Maßnahme erhofft man sich, das der Feinstoffgehalt gesenkt wird, denn in einigen Städten, so vor allem in Herne und auch in Essen, Dortmund, Gelsenkirchen, Oberhausen, Duisburg sowie in Schwerte, wurden öfters im Jahr die täglichen Höchstwerte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. Diese Werte dürfen laut Richtlinie nur maximal an 35 Tagen jährlich überschritten werden.

So wird also das Ruhrgebiet ab Januar 2013 die größte Umweltzone in Deutschland sein, doch der ADAC steht sieht diese Aktion eher kritisch. Auch in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen werden die Umweltzonen eingeführt, so unter anderem auch in Mönchengladbach und Köln.

Doch was bedeuten die drei Farben der Umweltplakette? Die grüne Plakette erhalten alle Benzin-Fahrzeuge, die einen geregeltem Katalysator (G-Kat) haben, was also auch für ältere Modelle der Fall sein kann. Auch manche Dieselfahrzeuge können die grüne Plakette erhalten. Die roten und gelben Plaketten sind für die Diesel-Fahrzeuge vorgesehen, was vom Alter des Fahrzeugs abhängt.

Übrigens wird die Plakette für ein Kennzeichen ausgegeben, so dass nur bei einer Änderung eine neue Plakette fällig wird, beispielsweise bei Umzug oder einem Verkauf.

Der Umwelt zuliebe: Im Winter nicht mit Streusalz streuen

Der Naturschutzbund empfiehlt umwelt- und tierfreundliche Alternativen zum Streusalz

Große Schneeschaufel steckt im Schnee, Schneeschieber
Schneeschieber 448 © Edler von Rabenstein - www.fotolia.de

Wenn im Winter die Gehwege vereisen, nutzen die meisten Menschen Streusalz um sie von Schnee und Eis zu befreien. Dass dies in vielen Gemeinden aus Umweltschutzgründen gar nicht erlaubt ist, wissen die wenigsten. Auf die negativen Auswirkungen von Streusalz weist aus aktuellem Anlass der Naturschutzbund hin.

Auswirkungen auf die Fauna

Durch den Regen wird das Salz bei Tauwetter in die Bäche und Flüsse der Region gespült und tötet dort Kleintiere und Fische. In den Städten leiden Hunde und Katzen, deren Pfoten sich durch das Salz entzünden können.

Umwelt- und tierfreundliche Alternativen

Eine sinnvolle und umweltfreundliche Alternative zu Streusalz seien

  • Split,
  • Sand oder
  • Kies,

so der Naturschutzbund. Zwar können diese Materialien das Eis nicht abtauen, doch sie sorgen dafür, dass die Gehwege nicht mehr glatt und somit sicher zu benutzen sind. Und dies gilt bereits als ordnungsgemäße Erfüllung des Winterdienstes, Ein vollständiges Abtauen des Weges ist gar nicht nötig.

Sparen und Gutes tun

Wer aktiv die Umwelt schützen will, sollte zudem auf das Umweltzeichen "Blauer Engel" achten, mit dem Produkte ausgezeichnet werden, die einen gewissen ökologischen Standard entsprechen. Ein weiterer positiver Aspekt der alternativen Produkte: Kies oder Split kann nach Einsetzen des Tauwetters einfach zusammengefegt und bis zum nächsten Wintereinbruch aufbewahrt werden. Dies schont den Geldbeutel.

Plastiktüten sollen nach Willen des Umweltbundesamtes bald Geld kosten

Unter Umweltschützern gelten Plastiktüten schon lange als Sünde, die meisten Verbraucher verwenden sie hingegen sorglos. Das soll sich nach Meinung des Umweltbundesamtes (UBA) bald ändern. Die Behörde möchte die kostenlose Verteilung von Mülltüten in deutschen Geschäften beenden und eine Bezahlpflicht einführen. So soll der ausufernde Gebrauch von Umweltschädlichem Plastikmüll eingedämmt werden.

In den Weltmeeren treiben große Mengen Plastikmüll mit gravierenden Auswirkungen für die Meeresbewohner, zahlreiche Delfine ersticken beispielsweise an dem Müll. Doch nicht nur für Tiere birgt die zunehmende Vermüllung der Meere eine Gefahr, so könnte Mikroplastik auch in die Nahrungskette des Menschen gelangen.

Um der Vermüllung der Meere entgegenzuwirken, könnte in der Fischerei auch eine Pfandpflicht auf Netze eingeführt werden. Zudem sollten die Abfallgebühren, die Schiffsbetreiber bezahlen müssen, laut Experten bereits in den Hafengebühren enthalten sein. Damit würden Anreize entfallen, Abfälle auf dem offenen Meer zu entsorgen.

Experten fordern, dass artenreiche Regionen der Erde besser geschützt werden müssen

Skógafoss, Waldwasserfall im Süden Islands
Skogarfoss, Island © Robin Heal - www.fotolia.de

Ein Forscherteam aus den USA und England hat die weltweit größte Datenbank zum Thema Artenvielfalt analysiert und sind leider zu einem wirklich erschreckenden Ergebnis gekommen. Laut Angaben aus dieser Studie sind besonders die artenreichen Regionen der Welt nicht ausreichend geschützt.

Rund ein Sechstel der Landoberfläche beherbergt zwei Drittel der gesamten Pflanzenarten weltweit. Allerdings sind davon lediglich 6 Prozent geschützte Region. Wie die Biodiversitäts-Konvention der Vereinten Nationen mitteilte, sollen bis zum Jahr 2020 17 Prozent der Erdoberfläche als geschütztes Gebiet gelten und mindestens 60 Prozent der Pflanzen unter Schutz stehen.

Nach den Auswertungen der Datenbanken, kamen die Forscher zu der Erkenntnis, dass es vor allem die tropischen und subtropischen Regionen sind, die die artenreichsten der Erde sind. Rund 89 Prozent aller Vogelarten, 80 Prozent der Amphibienarten und immerhin noch 74 Prozent aller Säugetierarten kommen in diesen Regionen vor.

Zukünftig müsse man diese Regionen verstärkt schützen. Das gilt für die Wälder in Süd- und Mittelamerika, die Tropen Asiens, als auch für die Ökosysteme im Mittelmeer.

Industrialisierung begünstigte das Gletschersterben schon vor der Klimaerwärmung

Landschaftsbild verschneite Bergspitzen
Snowy mountain peaks © MAXFX - www.fotolia.de

In dem Zeitraum zwischen 1860 und 1930 schrumpften die Gletscher der Alpen im Schnitt um einen Kilometer pro Jahr, obwohl es damals kühler wurde und der Schneefall zunahm. Als Ursache für das Phänomen sehen Forscher nun die zunehmende Rußverschmutzung, die mit der damals aufkeimenden Industrialisierung einherging.

Der Ruß wurde vermeintlich aufgrund seiner Schwere recht niedrig durch den Wind in die Alpen getrieben, wo er sich dann auf die Gletscher legte und als eine Art Wärmespender fungierte. Damit ist gemeint, dass Rußpartikel nicht zuletzt wegen ihrer dunklen Färbung besonders gut die Sonnenenergie absorbieren und dadurch Schnee, auf dem sie liegen, schmelzen lassen.

Bohrkernuntersuchungen und computergestützte Simulationen anhand von Modellen sollen die Vermutungen der Forscher zur Rußverbreitung und zu den daraus resultierenden Folgen für die Alpengletscher bereits gestützt haben.

Als Nächstes wollen die Forscher eigenen Angaben zufolge untersuchen, welche Auswirkungen Ruß auf Gletscher anderer Erdregionen hatte und wohl auch weiterhin noch hat.

Gravierende Umweltschäden durch Lebensmittelverschwendung

Grüne, gelbe und rote Mülltonne an Wand
trash cans for garbage separation © Yali Shi - www.fotolia.de

Den wenigsten Konsumenten ist überhaupt bewusst, wie viele Einkäufe getätigt werden, um diese anschließend in den Müll zu werfen. Jährlich landen 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll. Das hat nicht nur Folgen für den persönlichen Geldbeutel, sondern auch gravierende Auswirkungen auf die Umwelt.

Das gab nun ein Bericht der Vereinten Nationen umfangreich wieder. Laut dem Bericht werden 28 Prozent der weltweiten Ackerflächen nur genutzt, um die Erträge zu entsorgen oder gar nicht erst zu ernten. Für die Herstellung von Lebensmitteln, die nicht gegessen werden, sind jährlich 250 Kubikkilometer Wasser notwendig und es entstehen Treibhausgase mit einer Wirkung von 3,3 Milliarden Tonnen CO2.

Um diesen Umstand zu ändern, müsse ein jedes Glied der Nahrungsmittelkette etwas dazu beitragen. Das beginnt beim Landwirt, führt über die Supermärkte und endet schließlich beim Verbraucher, so José Graziano da Silva, Chef der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft.

Es ist nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern selbstverständlich auch eine Frage der Moral. Es kann nicht sein, dass Tonnen Lebensmittel auf dem Müll landen, während andere Menschen an Hungersnot leiden und versterben.

Deutschland geht mit dem Projekt „Zu gut für die Tonne“ bereits einen Schritt in diese Richtung. Noch immer ist es jedoch die Industrie, welche mit 52 Prozent Anteil an der Lebensmittelverschwendung hat.

Gefährliche Umweltgifte - Diese Orte sind stark belastet

Haufen mit klein gedrückten Dosen und Flaschen, daraus wächst grüne Pflanze
new life © Roman Milert - www.fotolia.de

Umweltgifte sind in höherer Konzentration extrem gesundheitsschädlich und können sogar Krebs auslösen. An manchen Orten der Welt ist die Belastung so hoch, dass tausende von Menschenleben in Gefahr sind. Dem Umweltgiftreport 2013 zufolge sind derzeit weltweit rund 200 Millionen Menschen durch Umweltgifte gefährdet.

Asien und Afrika besonders betroffen

Die Umweltorganisation Green Cross Schweiz hat in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Blacksmith Institut die zehn am stärksten belasteten Orte der Welt ausfindig gemacht. Die meisten dieser Orte liegen in Asien und in Afrika, aber auch in Südamerika und Europa gibt es hochgradig belastete Regionen.

Radioaktivität in Tschernobyl

Besonders tragisch ist die Situation in Tschernobyl in der Ukraine. Seit der schlimmen Reaktorkatastrophe im Jahr 1986 ist die gesamte Region radioaktiv verseucht. Ein Leben dort scheint fast unmöglich. Dennoch wohnen dort und in der näheren Umgebung noch immer Menschen. Akut von der Gefahr betroffen sind derzeit schätzungsweise zehn Millionen Menschen.

Gefahrenquelle verschmutztes Wasser

Besonders in ärmeren Gegenden der Welt herrschen teilweise gefährlich hohe Belastungen. In Hazaribagh in Bangladesh etwa leiten zahlreiche Gerbereien ihr Abwasser in den Fluss, der den Einwohnern der Stadt als Wasserquelle dient. Das Wasser ist jedoch hochgradig mit Chrom belastet. Ähnlich geht es den Bewohnern am Citarum River in Indonesien und den Menschen am argentinischen Matanza-Riachuelo-Flussbett.

Verursacher Mülldeponien, Erdöl, Chemie- und Metallindustrie

In Ghana ist es die Agbogbloshie Dumpsite, die den Menschen in der Hauptstadt Accra auf die Gesundheit schlägt. Auf der Mülldeponie laden Länder aus der ganzen Welt ihren Elektroschrott ab, der Cadmium, Blei und Quecksilber freisetzt.

In Nigeria leiden die Menschen am Niger-River-Delta unter der starken Belastung des Wassers durch Erdöl. In Russland sind es die Orte Norilsk und Dzershinsk, die zu den dreckigsten Orten der Welt zählen. Dort sind vor allem die Chemie- und Metallindustrien für die Belastung verantwortlich. Dzershinsk wurde im Jahr 2007 sogar vom "Guiness Buch der Rekorde" zur schmutzigsten Stadt der Welt ernannt.

Deutsche Verbraucher investieren viel Zeit für die Mülltrennung

Grüne, gelbe und rote Mülltonne an Wand
trash cans for garbage separation © Yali Shi - www.fotolia.de

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet, hat sich die Restmüllmenge in den Jahren von 2006 bis 2012 um eine Million Tonnen auf 13,2 Millionen verringert.

So sortieren die deutschen Verbraucher fleißig ihren Abfall in die verschiedenen Tonnen, wie grün oder blau für Papier und Pappe, in die braune Tonne kommt der biologische Abfall aus Haus und Garten, in die gelbe Tonne landen die Verpackungen mit dem grünen Punkt, so dass schließlich noch in der grauen Tonne der Restmüll wandert.

Nebenbei gibt es natürlich noch die einzelnen Glascontainer, für grüne, braune oder farblose Flaschen. Auch Farbreste werden gesondert gesammelt und ausgediente Elektrogeräte entweder an den entsprechenden Stellen abgegeben oder auch abgeholt.

Was gehört in die gelbe Tonne?

Aber besonders bei der Nutzung der gelben "Wertstofftonne" werden noch die meisten Fehler gemacht. So gehören beispielsweise kaputtes Plastikgeschirr (ohne grünen Punkt) oder eine alte Bratpfanne nicht hinein, sondern in die graue Restmülltonne.

Zwar sind wir Deutschen bei der Mülltrennung noch keine Weltmeister, aber gegenüber anderen Europäern machen wir uns sehr viel mehr Mühe bei der Mülltrennung. Doch Umweltexperten kritisieren, dass immer weniger Verbraucher langlebige Geräte kaufen oder auch diese noch reparieren lassen.

Einsatz von Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat soll reduziert werden

Löwenzahn Blumen auf grüner Wiese werden angesprüht
Spraying the dandelions © Wega52 - www.fotolia.de

Seit vielen Jahren werden Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat im Gartenbau, Parkanlagen aber auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Jetzt hat sich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel geäußert. Es hält dieses Mittel für weniger giftig, als bisher angenommen wurde.

Im Jahr 2012 wurden von diesem Wirkstoff zirka 6.000 Tonnen allein in Deutschland verkauft. Wie mehrere Studien zeigen, gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass durch diese Mittel Krebs verursacht werden könnte.

Für die Koordination der Zulassung für diese Pflanzenschutzmittel sind innerhalb der EU die deutschen Behörden zuständig, so dass das BfR jetzt seinen neuesten Bericht an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) weitergereicht hat.

Warnungen von Kritikern und Umweltbundesamt

Kritiker bemängeln aber, dass eventuelle gesundheitliche Auswirkungen durch Glyphosat nicht ausreichend untersucht wurden, so könne etwa das Hormonsystem geschädigt werden und es könnten Fehlbildungen auftreten. Aber auch in der Tier- und Pflanzenwelt könnten nachhaltig Schäden auftreten.

Sogar das Umweltbundesamt warnt vor eventuellen Risiken im Ökosystem, denn die Natur erhole sich nicht von allein, so dass man möglichst viele Ausgleichsflächen schaffen müsste. Schließlich könnten auch beim Einsatz in der Landwirtschaft jährlich etwa Tausend Tonnen Glyphosat eingespart werden. Oftmals wird dieses Unkrautvernichtungsmittel in privaten Gärten benutzt. Hier sollten Hobbygärtner besser das Unkraut mechanisch vernichten. Auf Wegen und Plätzen sind schon seit längerer Zeit Unkrautvernichtungsmittel verboten.

BfR erlaubt weiterhin Unkrautvernichter Glyphosat in Gärten und der Landwirtschaft

Steinweg durch Garten, am Wegesrand verschiedene bunte Blumen
Lush blooming summer garden with paved path © Elenathewise - www.fotolia.de

Kaum ein Herbizid kommt in Deutschland so häufig zum Einsatz wie Glyphosat. Drei Viertel aller Landwirte verwenden Präparate wie Roundup, die die Substanz enthalten. Auch an Bahngleisen, Garageneinfahrten oder in Schrebergärten wird das Unkrautvernichtungsmittel benutzt, um unliebsame Pflanzen zu beseitigen. Glyphosat steht bei Kritikern jedoch im Verdacht, das menschliche Hormonsystem zu beeinflussen, Fehlbildungen zu verursachen und das Krebsrisiko zu erhöhen.

Nun hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mehr als tausend neue Studien ausgewertet und kam dabei zudem Ergebnis, dass Glyphosat keine krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Wirkung habe. Landwirten und Kleingärtnern könne es daher weiterhin erlaubt werden, das Herbizid zu versprühen.

Umweltverbände kritisieren die Entscheidung des BfR

Umweltverbände zeigten sich von der Entscheidung entsetzt. Das Institut habe nur Studien berücksichtigt, die von der Industrie in Auftrag gegeben worden seien. Andere Untersuchungen belegten sehr wohl, dass bei Menschen Gesundheitsgefahren bestehen würden. Das Urteil des BfR, so der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), sei daher nicht nachvollziehbar.

Doch auch die Forscher vom Bundesinstitut warnen vor dem Gebrauch von Mitteln wie Roundup. Zwar sei Glyphosat für Säugetiere relativ ungiftig, aber andere Substanzen, wie etwa Netzmittel oder Entschäumer, seien gefährlich. Der umstrittenste ist das Tallowamin. Bereits wenige Milligramm pro Liter Wasser reichen aus, um Fische zu töten. In Tierversuchen mit Tallowamin traten bei Ratten Nieren- und Leberschäden auf.

Reflektierende Dächer senken die Umgebungstemperatur

Zwei Dachdecker gesichert bei der Arbeit
travaux couvreur © 123idees - www.fotolia.de

Laut einer aktuellen Studie von Matei Georgescu und seinem Team von der Arizona State University in Tempe wird es in den USA bis zum Jahr 2100 alleine durch das Wachsen der Städte um geschätzte ein bis zwei Grad Celsius wärmer.

Idee stammt von Physik-Nobelpreiträger

Einen großen Einfluss darauf haben unter anderem die Hausdächer. Stark reflektierende Flächen könnten die Umgebungstemperatur um bis zu 1,5 Grad senken, da sich die darunter befindlichen Gebäude weniger stark aufwärmen.

Bereits im Jahr 2009 hat der Physik-Nobelpreisträger und einstige US-Energieminister Steven Chu den Vorschlag gemacht, sämtliche Dächer in den USA mit weißer Farbe zu streichen.

Individueller Anstrich für kühlende Dächer je nach Region

Allerdings müsste man die exakte Farbe nach der Region anpassen, da diese Dächer im Winter um bis 1,5 Grad kühlen, wodurch sich der Heizbedarf in einigen Gebieten wiederum stark vergrößern würde. Anhand der Simulationen zeigte sich auch, dass in Florida sogar der Niederschlag durch die kühlenden Dächer um bis zu vier Millimeter pro Tag geringer ausfallen würde, was auch in anderen Gegenden an der US-Ostküste der Fall wäre.

Somit müsste man nach Ansicht der Forscher die Bedingungen jeder Region exakt unter die Lupe nehmen, bevor man etwas gegen die Erwärmung unternimmt.

Orangen und Zitronen, die einen umweltbewussten Modetrend ermöglichen

Frische halbe Orange, Schale der anderen Hälfte noch dran
orange essen © Maria.P. - www.fotolia.de

Wer hätte jemals gedacht, dass mit den Abfällen von Zitrusfrüchten und einem Überschuss aus dem Anbau der Apfelsinen Kleidung entstehen könnte? Dank zwei findigen italienischen Unternehmerinnen und einer Expertin für Zellulose, konnte ein neues Verfahren patentiert werden.

„Orange Fiber“ gewährleistet eine Produktion die kaum eine Belastung für die Umwelt bedeutet. Wundervoll ist die Tatsache bei dem Tragen dieser Kleidung, dass Vitamine und eingekapselte Öle auf der Haut freigesetzt werden. In der Kollektion der Bekleidungen aus Orangen, sind die Modelle für circa 80 Euro zu bekommen.

Wertvolle Kleidung ohne wertvolle Rohstoffe

Bei 700.000 Tonnen Abfälle durch Zitrusfrüchte, kann hier eine große Menge an wichtigen Rohstoffen gewonnen werden. Gerechnet wird auch mit dem Interesse außerhalb von Italien.

Vorteil ist auch der geringe Bedarf an wertvollen Rohstoffen bei der Produktion. Sinnvoll ist die Herstellung der Bekleidung aus Orange-Fiber, in Zeiten wo die Umweltbelastung ein Thema ist, immer. Ware die sonst ihren Weg auf eine Mülldeponie finden müssten, können auf diese Weise für einen modischen Look sorgen.

Mit einem kleinem, psychologischen Trick verwenden Hotelgäste ihre Handtücher öfter

Badesalz, weiße Handtücher und Tulpe
Handtuch Stapel mit Tulpe und Sauna Salz © dazarter - www.fotolia.de

Muss man sich nicht selber um die Wäsche kümmern, dann stört es einen auch recht wenig, wenn man am Tag ein oder auch mal zwei Handtücher verwendet. In Hotels jedoch sorgt diese Verschwendung für wachsenden Unmut, denn für die Umwelt bedeutet das eine enorme Belastung. Damit die Hotelgäste ihre Handtücher nicht nur einmal verwenden, haben sich Forscher ein kleines Experiment für Hotels in der Schweiz und Österreich überlegt.

Experiment für mehr Umweltfreundlichkeit

In bekannten Skiorten wurden in den Hotels drei verschiedene Schilder in unterschiedlichen Badezimmern aufgestellt. Diese Schilder waren sowohl in Deutscher, als auch in Englischer Sprache verfasst, so dass ein Großteil der Gäste die Schilder auch lesen und verstehen konnte.

Zum einen wurde darauf hingewiesen, dass ein sparsamer Verbrauch der Handtücher gut für die Umwelt sei. Auf einem weiteren Schild stand im Bad geschrieben, dass 75 Prozent der Hotelgäste die Handtücher mehrfach verwenden. Auf dem dritten Schild wandelte man den Wortlaut nochmals etwas ab und schrieb, dass 75 Prozent der Gäste dieses Zimmer die Handtücher mehrfach verwendet hatten.

Am Ende stellte sich heraus, dass Gäste, bei denen das letztere Schild aufgestellt worden war, am meisten Rücksicht nahmen. Hier konnte bis zu 40 Prozent der Wäsche gespart werden. Das liegt den Forscher zufolge am Drang, zu einer Gruppe gehören zu wollen. Die Gäste wollten mit ihrem Verhalten dem guten Vorbild ihrer Vor-Gäste einfach folgen.

Zu hohe Luftverschmutzung besonders in den Städten der östlichen Bundesländern

Nahaufnahme Auto Auspuff mit Abgasen
abgase noch und nöcher © Stefan Redel - www.fotolia.de

In manchen deutschen Städten liegt die Feinstaubbelastung über den Grenzwerten, wie das Umweltbundesamt in seinem neusten Bericht mitteilt, obwohl Umweltzonen und Plaketten eingeführt wurden.

Besonders betroffen ist die Hauptstadt Berlin, wo an der Messstelle Silbersteinstraße in diesem Jahr der vorgeschriebene Tageshöchstwert von 50 Mikrogramm Feinstaub schon an 33 Tagen überschritten wurde. Laut Richtlinien der EU darf aber der Höchstwert nur an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Aber auch in Frankfurt Oder wurde dieser Wert schon an 32 Tagen überschritten und auch in den Städten Halle und Leipzig wurden erhöhte Werte an 30 Tagen gemessen.

Gesundheitliche Schäden können auftreten

Durch eine zu hohe Feinstaubbelastung können gesundheitliche Schäden wie Atemwegsbeschwerden, Lungenkrebs sowie auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen. Jährlich sterben weltweit sieben Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtet.

Die grünen Plaketten der Umweltzonen helfen

Um die Luftverschmutzung in Deutschland zu begrenzen, wurden die sogenannten Umweltzonen eingeführt, wobei nur Autofahrer mit einer bestimmten Plakette, meistens die grüne, dort fahren dürfen. Neben der grünen Plakette gibt es noch eine gelbe und rote. Die rote Plakette gilt für Dieselfahrzeuge mit der Schadstoffgruppe 2 und die gelbe für die Schadstoffgruppe 3. Welche Plakette für welches Fahrzeug gilt, das steht in den Kfz-Papieren. Aber mancher Autofahrer musste sein Fahrzeug extra dafür umrüsten lassen, was einige Tausend Euro gekostet hat. Ohne die Einführung der hauptsächlich grünen Plakette läge die Feinstaubbelastung in den deutschen Städten noch höher.

Aber nicht nur die Autofahrer tragen an der Luftverschmutzung die Schuld, sondern auch die Industrie, hier besonders die Kohlekraftwerke. Viele Kraftwerke, besonders im Nachbarland Polen, sorgen für eine höhere Luftverschmutzung in den östlichen Bundesländern. Zusätzlich sorgen, oftmals in den ersten Monaten des Jahres, auch die privaten Haushalte durch die Heizungen, besonders die alten Kohle oder Holzöfen, für eine stärkere Luftverschmutzung.

Kampf gegen Erderwärmung - Brasilien führend beim Klimaschutz

Flagge von Brasilien
Flagge von Brasilien © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Ob Brasilien den Titel bei der Fußball-WM im eigenen Land holt, wird man erst in vier Wochen wissen. Doch schon jetzt ist das Land Weltmeister in Sachen Klimaschutz. Dies ist das Ergebnis zweier Studien, die jetzt erschienen sind.

Brasiliens Programm zur Reduzierung der Abholzung des Regenwaldes erfolgreich

Vor wenigen Jahren noch galt das Land als Regenwald-Killer und Kohlendioxid-Schleuder. Doch damals legte die Regierung ein Programm auf, um die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes erheblich zu reduzieren. Seitdem spart Brasilien in jedem Jahr mehr als 750 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein, das entspricht etwa zwei Prozent der weltweiten Emissionen.

Zwischen 1996 und 2005 wurden in jedem Jahr 19 500 Quadratkilometer Wald gerodet. 2013 waren es dagegen nur noch gut 6000 Quadratkilometer. Die Flächen, die nun Schutz- oder Stammesgebiet sind, hat die Regierung erheblich vergrößert. Außerdem bekommen Bauern nur noch dort Kredite, wo wenig Land verloren geht.

Alternative Energiegewinnung in Brasilien noch ausbaufähig

Konzerne wie Nestlé und McDonald's kaufen zudem nur noch Getreide von Flächen, die bereits im Juni 2006 frei waren. Eine intensivere Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen hat dazu geführt, dass die Bauern aus weniger Fläche einen größeren Ertrag erzielen.

Allerdings sind auch in Brasilien noch Verbesserungen möglich. Das südamerikanische Land konzentriert sich bei der Stromerzeugung vor allem auf Wasserkraft. Die hohen Potentiale von Wind, Sonne und Biomasse wurden in Brasilien bisher noch nicht weitgehend ausgeschöpft.

Kreuzfahrtschiffe werden umweltfreundlicher – Naturschützer fordern mehr Kontrollen

Frau mit Strohhut liegt in blauer Hängematte, blickt auf Kreuzfahrtschiffe
relaxation view © Jeff Clow - www.fotolia.de

Kreuzfahrten liegen im TrendUmweltschützer sehen die schwimmenden Hotels jedoch kritisch. Durch die Verbrennung von Schweröl blasen die Ozeangiganten riesige Mengen Schwefeldioxid, Ruß und Schwermetalle in die Luft.

Nur wenige Reedereien investieren bisher in umweltfreundliche Technologien. Doch es ist Besserung in Sicht: im aktuellen Nabu-Ranking haben die deutschen Marktführer Aida und Tui Cruises die Nase vorn. Noch 2011 bekamen die beiden Reedereien den Titel "Dinosaurier des Jahres" verliehen. Mit ihren neu gebauten Schiffen sorgen sie jedoch für eine frische Brise auf See.

Rußpartikelfilter und Landstromanschluss für den Umweltschutz

Platz 1 und 2 im Ranking gehen an die Aida "Prima" und ihr Schwesterschiff, die demnächst mit Abgaswäscher, Stickoxidkatalysator und Rußpartikelfilter auf Reisen gehen. Ein Landstromanschluss garantiert auch im Hafen saubere Luft.

Ebenfalls gute Noten gab es für die "Mein Schiff 3" bis "Mein Schiff 6" von TUI Cruises. In den Neubauten werden die Abgase durch ein Entschwefelungs-Stickoxidkatalysator-System gereinigt.

Neue Vorschriften werden teuer für die Reedereien

Hintergrund der aufwendigen Investitionen ist allerdings nicht nur die Umweltliebe. Ab 2015 werden schrittweise die Grenzwerte für Stickoxide und Schwefel in den Schiffsabgasen verschärft. In Häfen sowie dicht befahrenen Gewässern wie Nord- und Ostsee müssen die Reedereien bereits jetzt das teurere Marineöl verbrennen.

Naturschützer begrüßen die Maßnahmen. Sie fordern jedoch schärfere Kontrollen durch die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO. Es werde etwa nicht nachgeprüft, ob die Schiffe auf See tatsächlich die vorgeschriebenen Abgaswerte einhalten.

Ozonschicht der Erde erholt sich dank des FCKW-Verbots

Blauer Himmel mit einpaar weißen Wolken und strahlendem Sonnenschein
Blue sky with bright sun. © Stas Perov - www.fotolia.de

Nach neuesten Messungen scheint sich die Ozonschicht der Erde zu regenerieren. In gut 35 Jahren könnte sie wieder ähnlich gut ausgebildet sein wie in den 1980er Jahren. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern im Auftrag der UNO und der Welt-Meteorolie-Organisation.

Das internationale Forscherteam untersuchte die Ozonwerte in mehr als 15 Kilometern Höhe. Nach der Entdeckung des Ozonlochs 1985 sorgte das Montrealer Protokoll vom 16. September 1987 in vielen Staaten für eine drastische Reduktion der Herstellung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die die Ozonschicht stark ausgedünnt hatten.

Gefahren von FCKW und Treibhausgasen

Sonnenstrahlen wurden dadurch weniger gefiltert. Die stärkere UV-Strahlung der Sonne führte zu einem erheblich höheren Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Das weitreichende Verbot von schädlichen Chemikalien, besonders des FCKW, sorgte dafür, dass sich die Ozonschicht langsam wieder aufbaut. Rund zwei Millionen Hautkrebsfälle ließen sich nach Angaben der Wissenschaftler zwischen 1989 und 2030 verhindern.

Zudem habe das Verbot auch einen positiven Effekt auf das Klima, da einige der Substanzen auch Treibhausgase sind. Allerdings sorge die rasante Zunahme einiger anderer Treibhausgase wie Kohlendioxid für einen gegenteiligen Effekt, der die positive Entwicklung in der Atmosphäre behindert.

Feinstaubwerte sinken nicht mehr – Bundesamt erklärt Umweltzonen für wirkungslos

Verkehrspolitische Maßnahmen müssen überdacht werden

Nahaufnahme Auto Auspuff mit Abgasen
abgase noch und nöcher © Stefan Redel - www.fotolia.de

Die Einführung der Umweltplaketten für Autofahrer war umstritten – und offenbar überflüssig. Die Feinstaubwerte in den Städten sind durch die Einführung von Umweltzonen im Jahr 2007 nicht dauerhaft gesunken. Das Umweltbundesamt fordert deshalb neue Maßnahmen.

Umweltzonen haben Sinn verloren

Aus Sicht der Behörden hatten die Umweltzonen in der Vergangenheit durchaus Sinn: sie hielten Autos mit besonders schlechten Abgaswerten aus den Innenstädten fern.

Mittlerweile erfüllten jedoch fast alle Fahrzeuge die Abgasnormen, so dass die Umweltzonen keinen Sinn mehr hätten. Rund 60 Städte müssten deshalb entscheiden, ob die Zonen abgeschafft werden könnten.

Fahrradstrecken könnten wirksam sein

Stattdessen schlägt die Präsidentin des Umweltbundesamtes andere verkehrspolitische Maßnahmen vor. Sinnvoll sei etwa die weitere Verlagerung des PKW-Verkehrs auf Busse und Bahnen. Auch der Ausbau von Fahrradstrecken verbessere die Luft in den Städten.

Casas Bioclimáticas auf Teneriffa – Urlaub im Öko-Labor

Für rund 100 bis 135 Euro pro Tag testen Touristen verschiedene Häuser auf ihre langfristige Nutzbarkeit

Männliche Hand hält Schlüssel mit Haus-Schlüsselanhänger hoch
The key symbolizes the house that is waiting for you © ktsdesign - www.fotolia.de

Durch das Wohnzimmer plätschert ein Bach, die Energie stammt von Sonne und Wind – die Casas Bioclimáticas im Süden von Teneriffa sind ein Feriendorf mit ökologischem Anspruch. Oder besser: ein Versuchslabor für nachhaltigen Tourismus. In 24 individuellen Häusern können Gäste einen CO2-neutralen Urlaub verbringen – im Dienste der Wissenschaft.

Urlaub im Versuchslabor

Betreiber der Casas Bioclimáticas ist das Institut für Technologie und Erneuerbare Energien (ITER), auf dessen Gelände die teils futuristischen Häuser auch stehen. Der gesamte Ferienpark ist energetisch autark, das Wasser wird aus einer eigenen Entsalzungsanlage gewonnen. Den Energiebedarf decken eigene Sonnenkollektoren und Windräder, angepasst an das Klima der Kanaren.

Jedes der Häuser ist unterschiedlich gestaltet. Sensoren im Inneren messen Temperatur und Feuchtigkeit, das Raumklima wird vollautomatisch geregelt. Welches der Gebäude sich am besten für die langfristige Nutzung eignet, sollen dabei die Gäste herausfinden. Für rund 100 bis 135 Euro pro Tag können Touristen die Häuser mieten und dadurch wertvolle Daten liefern, wie sich die bioklimatischen Technologien verbessern lassen.

Häuser mit verschiedenen Vorzügen

Im würfelförmigen El Cubo sorgt ein zentraler Innenhof auf angenehmes Klima, das El Muro ist durch eine Steinmauer in eine Tag- und Nachthälfte geteilt. Andere Häuser wiederum sind wie eine Muschel halb in der Erde vergraben oder ragen strahlenförmig in die Landschaft. Einmal wöchentlich machen die Wissenschaftler durch die Führung durch die gesamte Anlage.

Feinstaub und Stickstoffdioxid machen Stuttgart zum schmutzigsten Ort Deutschlands

Die Stadt im Schwabenland liegt einsam an der Spitze der Orte mit der höchsten Luftverschmutzung

Stau auf der Autobahn, A8 Richtung Stuttgart, Autoschlange
Stau auf der A 8 bei Stuttgart - Möhringen © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Stuttgart ist die schmutzigste Stadt Deutschlands. Das belegt eine Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Demnach ist nirgends die Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid so hoch wie im Schwabenländle.

Der Jahreswert beim Stickstoffdioxid beträgt teilweise das Doppelte des zulässigen Grenzwertes. Dies liegt auch an der ungünstigen Lage der Stadt im Stuttgarter Talkessel. Der Wind wird dort bis zum Stillstand ausgebremst.

Grenzwert wurde an 91 bzw. 63 Tagen überschritten

Die Belastung durch Feinstaub erreicht am Stuttgarter Neckartor den höchsten Wert in ganz Deutschland. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter wurde 2013 an bis zu 91 Tagen überschritten - erlaubt sind 35. Fenster und Fassaden am Neckartor verschmutzen daher besonders schnell.

2014 hatte sich die Situation bereits etwas verbessert. Der Grenzwert wurde nur noch an 63 Tagen übertroffen. Doch damit liegt das Neckartor einsam an der Spitze. Einzelne Straßen in Berlin auf Platz zwei der schwarzen Liste kommen lediglich auf 48 solche Tage.

Auch in anderen Städten ist die Luftbelastung zu hoch

Doch schlecht ist es um die Luftreinheit nach Angaben des Bundesumweltministeriums auch in anderen Städten bestellt. Hohe Stickstoffdioxidwerte weisen auch

  • München
  • Reutlingen
  • Düren
  • Kiel
  • Limburg und
  • Freiburg

auf. Die Feinstaubbelastung ist in

  • Reutlingen
  • Markgröningen
  • Tübingen
  • Gelsenkirchen
  • Hagen und
  • Leipzig

besonders stark.

Die bundesweit höchste Ozonbelastung herrscht auf dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal. Dort wurde an 46 Tagen im Jahr der Zielwert überschritten. Die höchste Belastung mit 320,5 Milligramm Nitrat je Liter gibt es im rheinland-pfälzischen Meckenheim. Der zulässige Wert liegt bei 50 Milligramm pro Liter. Auch in einigen Regionen in Niedersachsen finden sich hohe Nitratwerte.

Ozonloch hätte ohne FCKW-Verbot gigantische Ausmaße

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Ozonloch ohne die Vereinbarung von Montreal um 40 Prozent größer wäre

Strahlender Sonnenschein an blauem Himmel bricht durch Wolken
dieu du ciel © free_photo - www.fotolia.de

Vor 30 Jahren haben britische Wissenschaftler das Ozonloch über der Antarktis nachgewiesen. Verantwortlich für den gefährlichen Abbau der Ozonschicht in rund 30 Kilometern Höhe waren Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

1987 einigten sich 46 Länder auf das Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht, bis heute sind 197 Staaten dem Abkommen beigetreten. Da FCKW seitdem aus Kühlschränken und Spraydosen verbannt sind, schließt sich das Ozonloch wieder.

Die Vereinbarung von Montreal

Britische Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass das Ozonloch ohne die Vereinbarung von Montreal in der Antarktis um 40 Prozent größer wäre. Selbst in unseren Breiten wäre die wichtige UV-Schutzschicht um 15 Prozent geschrumpft.

Auch in der Arktisregion wäre ein Ozonloch entstanden. Die Folge wäre ein rasanter Anstieg von Hauterkrankungen gewesen. So sorgt bereits ein höhere UV-Belastung von fünf Prozent dafür, dass die Hautkrebsraten um 8 bis 15 Prozent anwachsen.

Folgen für Mensch, Tier und Umwelt

Ohne das Montreal-Protokoll wäre die Lage auf der südlichen Halbkugel katastrophal, meinen die Forscher. Die Größe des Ozonlochs würde mittlerweile 37 Millionen Quadratkilometer betragen. Davon wären nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen betroffen, sondern auch das Klima und die atmosphärische Zirkulation.

Der Jetstream - Starkwindbänder, die für die Luftdruckverteilung sorgen - würde sich auf der Südhalbkugel im Sommer durch das Ozonloch stärker polwärts verschieben.

Unesco-Weltnaturerbe Baikalsee in seiner Existenz stark gefährdet

Die Bedrohung des Süßwassersees ist besonders groß für Fische, Robben und Vögel

3D Grafik aufgeschnittene Erdkugel mit Wasser gefüllt, Tropfen fällt hinein
water of the world © Eray Haciosmanoglu - www.fotolia.de

Der Baikalsee in Sibirien ist mit 1642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. Seit 1996 zählt die Baikal-Region zum Weltnaturerbe der Unesco. Doch jetzt ist der See in seiner Existenz bedroht.

Existenzbedrohung des Baikalsees

Nicht nur setzt ein Algenplage, die auf eine abnehmende Wasserqualität schließen lässt, dem Gewässer zu, auch der Bau von Staudämmen und die Abholzung von Wäldern gefährden den Baikalsee. Hinzu kommen noch die Folgen des wilden Campens, von

  • Lagerfeuern,
  • Müllplätzen und
  • einer fehlenden Kanalisation.

Fatal sind auch die Folgen der seit Monaten in den Weiten Sibiriens wütenden heftigen Wald- und Steppenfeuer. In der russischen Teilrepublik Burjatien östlich des Baikalsees stehen bereits 84.000 Hektar in Flammen.

Kritik an Russland und der Mongolei

Die Gefahr wird in Zukunft möglicherweise noch größer, denn das Nachbarland Mongolei plant, am Selenga-Fluss, dem wasserreichsten Zufluss des Baikalsees, einen Staudamm zu bauen. Die Bedrohung sei besonders groß für Fische und Vögel, warnen Biologen. Auch die einzigartige Baikalrobbe sei in ihrer Existenz stark gefährdet.

Die Weltbank forderte die mongolische Regierung daher in einem Brief auf, das sogenannte Shuren-Projekt abzusagen. Das Land solle stattdessen Unterstützung erhalten, um auf alternative Energien wie Wind- und Sonnenkraft zu setzen.

Umweltschützer und Wissenschaftler kritisierten zudem die russische Regierung, da sich diese zu wenig um den Zustand des Sees kümmere.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Seifenblase + Wassereffekt © Stephanie Bandmann - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: kids world © emmi - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Back view of father his son on shoulders on nature © zaikina - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: fill the bath © Jo Ann Snover - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 80655558 © Comugnero Silvana - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Cut off of young couple jogging in the bush © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema