Umweltschutz - Aufgaben, Ziele und Tipps zur Umsetzung

Unter Umweltschutz versteht man unterschiedliche Maßnahmen, die der Erhaltung der Umwelt dienen. Dies wiederum soll sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken, denn eine intakte Umwelt stellt die Basis für ein gesundes Leben dar. Der Schutz der Umwelt lässt sich auf zahlreiche Bereiche beziehen, und auch schon kleine, alltägliche Verhaltensweisen können dazu beitragen. Lesen Sie über Aufgaben und Ziele des Umweltschutzes und holen Sie sich Tipps zur Umsetzung.

Umweltbewusst leben

Umweltschutz - Aufgaben und Ziele

Unter Umweltschutz, auch als Ökologie zusammengefasst, versteht man sämtliche Maßnahmen, die zum Schutz der Umwelt beitragen und damit die Gesundheit des Menschen in den Fokus legen. Er ist als Staatsziel im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert.

Zu den unterschiedlichen Teilbereichen, zwischen denen auch Wechselwirkungen bestehen, zählen

  • Klima
  • Luft
  • Wasser und
  • Boden.

Umweltschutz basiert auf verschiedenen Funktionen sowie Prinzipien. Zu diesen gehören

  • Pävention: Beeinträchtigungen vorbeugen
  • Repression: Beeinträchtigungen zurückdrängen
  • Reparation: Naturressourcen soweit wie möglich wiederherstellen
  • Verursacherprinzip: Verursacher müssen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt übernehmen
  • Kooperationsprinzip: Die Nutzung darf nicht zum einseitigen Vorteil erfolgen

Elementare Ziele sind der Schutz der menschlichen Gesundheit, der Gewässerschutz, der Waldschutz und der Klimaschutz.

Aspekte der Umweltverschmutzung

Die Umwelt wird auf unterschiedliche Art und Weise in den verschiedensten Bereichen belastet und verschmutzt. Es handelt sich um Änderungen der Umwelt, die durch den Menschen verursacht werden und sich nachteilig auf das Wohlergehen oder die zukünftige Existenz des Menschen auswirken.

Dass die Handlungen der Menschheit die Umwelt beeinflussen, ist nicht zu vermeiden. Dies ist neben positiven auch in Form von negativen Folgen möglich. Dabei erfolgt die Einteilung der Umweltprobleme nach unterschiedlichen Kriterien, so zum Beispiel nach den Umweltbereichen, die betroffen sind, wie

  • Wasser
  • Boden
  • Ökosysteme
  • Luft.

Ebenso gibt es die räumliche Einteilung:

  • global: Belastung der Atmosphäre
  • international: Kriege
  • grenzüberschreitend: Verschmutzung von grenzüberschreitenden Flüssen
  • lokal: Luftverschmutzung in Ballungszentren
Die Umwelt ist empfindlich von unserem verhalten abhängig
Die Umwelt ist empfindlich von unserem verhalten abhängig

Typische Umweltprobleme

Die Liste an Umweltproblemen ist lang. Es folgt eine Auflistung aktueller Beispiele. Durch Emissionen und Abfälle kommt es beispielsweise zu

  • Lärm
  • Gewässerverschmutzung
  • Luftverschmutzung und Smog (als Folge: globale Erwärmung, Treibhauseffekt, Ozonloch, saurer Regen)
  • Bodenverschmutzung
  • Müllprobleme (als Folge: Strahlung, Gefährdung des Grundwassers, Austreten von Gasen und giftigen Flüssigkeiten)

Des Weiteren gibt es Probleme durch Ressourcenverbrauch und -beschaffung, zu denen

  • Zerstörung von Lebensräumen und Landschaft durch Berg- und Tagebau
  • Rodung von Regenwäldern
  • Artensterben
  • Verlust von Biodiversität
  • Bodenversiegelung
  • Bodenerosion
  • Wassermangel

Schließlich gibt es noch die komplexen Umweltprobleme:

  • Ressourcenfluch
  • umweltbedingter Welthunger
  • Umweltkatastrophen
  • Waldsterben

Problematisch könnten sich auch Medikamentenrückstände im Trinkwasser erweisen...

Arzneimittelreste im Wasser

Wasser fließt aus goldenem Wasserhahn
Wasser fließt aus goldenem Wasserhahn

Experten zufolge sind Rückstände von Arzneimitteln im Trinkwasser nicht gesundheitsgefährlich. Dass sie da jedoch trotzdem nicht hineingehören, ist klar - hinzu kommt, dass es keine eindeutigen Untersuchungsergebnisse darüber gibt, welche langfristigen Folgen es haben kann, dass man über Jahrzehnte geringe Mengen dieser Rückstände aufnimmt.

Es würde naheliegen, dass man diese Situation durch Filterung des Abwasseres vermeiden könnte. Doch wie sich herausstellt, können auch die modernsten Kläranlagen nicht alle Stoffe herausfiltern. Ein weiteres Problem: etwa ein knappes Drittel des Abwassers erreicht die Filterungen in Städten mit alter Kanalisation erst gar nicht - so gelangt es nicht geklärt ins Erdreich.

Werte bei Klinik-Abwässern vergleichsweise hoch

Lediglich 10 bis 20 Prozent der Medikamente in örtlichen Abwässern kommen von Krankenhäusern und Kliniken. Allerdings ist die Konzentration teilweise bis zu zehn Mal so hoch. Was die Klärung angeht, ist eine solche konzentrierte Menge einfacher zu handhaben, wenn auch mit speziellen Anlagen.

Am wirkvollsten wäre es natürlich, es erst gar nicht dazu kommen zu lassen, dass sich Medikamentenreste im Wasser ansammeln. Zu diesem Zweck ist unter anderem eine umweltbewusste Entsorgung notwendig, wozu in erster Linie die Bürger aufgerufen werden.

Umweltschutz oft viel zu halbherzig

Greenpeace und Co machen sich seit Jahrzehnten für den Umweltschutz stark und versuchen durch Öffentlichkeitsarbeit ein neues Bewusstsein für die Umwelt zu schaffen. Der Umweltschutz fängt nun mal schon im Kleinen an, doch oft wird im Alltag das Thema Umweltschutz nicht wirklich ernst genommen.

Doch genau im Alltag kann jeder von uns etwas für den Umweltschutz tun; dies fängt schon beim bewussten Einkaufen an. Wer zu Nahrungsmitteln ohne viel Verpackungsmüll greift oder eben Mehrwegflaschen bevorzugt, der schont die Umwelt, denn wenn jeder auf diese Kleinigkeiten achtet, könnten die Müllberge um einiges reduziert werden.

Auch der bewusste Umgang mit Energie sorgt dafür, dass die Umwelt entlastet wird, so sollten alternative Heizformen bevorzugt werden und auch Elektrogeräte sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich nötig ist. Der bewusste Umgang mit Energie entlastet zudem nicht nur die Umwelt, sondern zusätzlich den Geldbeutel.

Vergangenheit und Gegenwart

Während in den 90er Jahren gerade bei der damaligen Jugend ein starkes Bewusstsein für den Umweltschutz vorhanden war, scheint es sich nun wieder umgekehrt zu haben. Die Generation der heute 30- bis 40-jährigen geht häufig noch sehr bewusst vor, während Jugendliche heute mit Umweltschutz oft nicht viel verbinden.

Klar ist häufig, dass der Müll getrennt werden muss; nur weshalb dies so ist, wird kaum hinterfragt. Auch Müllvermeidung ist für die heutige Jugend häufig kein Thema, denn man kauft und es fällt eben Müll an, ob dieser nun nötig ist oder nicht. Großes Manko ist somit die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen, denn auch an den Schulen kommt häufig zwar Mülltrennung und Co zum Einsatz, doch leider werden Kinder und Jugendliche zu wenig informiert und auch zu wenig einbezogen.

Zudem ist merklich, dass der Umweltschutz auch in den Medien in den letzten Jahren relativ kurz kommt. Es wird zwar über Preissteigerungen bei den Energiekosten berichtet, doch die Auswirkungen unseres Energieverbrauchs auf die Umwelt wird häufig unter den Tisch fallen lassen.

Aufklärung ist wichtig

Es ist schwierig in einer sehr schnelllebigen Gesellschaft wie der unseren, Werte wie den Umweltschutz wieder ins Gedächtnis zu rufen. Entsprechend greifen Umweltschutzorganisationen zu immer spektakuläreren Maßnahmen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erreichen.

Zwar haben sich gesetzliche Grundlagen gebildet die die Umwelt schützen sollen, doch auch diese Langzeitpläne stellen häufig nur lückenhaften Umweltschutz sicher und sorgen nicht unbedingt für Verständnis des Sachverhalts bei der Bevölkerung. Damit Umweltschutz wieder aktiv im Alltag geschieht, bedarf es einer guten Aufklärung der Bevölkerung und natürlich entsprechenden Druck auf die Industrie, damit diese freiwillig Standards einführt, die umweltschonend sind.

Es gibt einige Firmen, die sich diesbezüglich sehr hohe Standards gesetzt haben und auch dafür sorgen, dass alle Zulieferer diese Standards einhalten. Sie haben erkannt, dass Umweltschutz ein Gemeinschaftsprojekt sein muss, denn er betrifft jeden, der auf diesem Planeten lebt.

Um Umweltschutz im Alltag präsent zu haben, ist die Information die Grundlage, und so sollten Schulen sich wieder die Zeit nehmen, ihren Schülern das Thema zu vermitteln. Organisationen wie Greenpeace stehen hier gerne zur Verfügung und unterstützen Bildungseinrichtungen auf Wunsch.

Umweltbewusst leben

Umweltbewusst leben bedeutet in erster Linie, ein Umweltbewusstsein zu vermitteln. So sollte man sich darüber klarwerden, was es heißt, die Umwelt zu schonen, und welche Wirkung dies erzielen kann, wenn jeder einzelne auf diese Weise leben würde. In diesem Zusammenhang spielt auch Nachhaltigkeit eine Rolle.

Nachhaltigkeit - ein wichtiger Wert in der Familie

Nachhaltigkeit - was ist das eigentlich? Heute ist der Begriff zu einer Art Gummiwort geworden.

Nachhaltiges Denken und Handeln sind wichtig, um das Klima zu schützen, die Zukunft für die nächsten Generationen zu sichern und die Welt zu erhalten. Hierzu kann jeder seinen Beitrag leisten. Nachhaltigkeit ist kein Thema, das nur große Konzerne angeht, es geht uns alle an.

Ursprünglich entstammt der Begriff "Nachhaltigkeit" der Forstwirtschaft und bedeutet nichts anderes, als dass man mit einem nachwachsenden Rohstoff, in diesem Falle Holz, sorgsam umgehen sollte. So sollte beispielsweise nicht mehr Holz geschlagen werden als in absehbarer Zeit nachwachsen kann. Dieser Grundsatz der sorgsamen Behandlung nachwachsender Ressourcen lässt sich auch auf andere Systeme als den Wald übertragen.

Krisen und Konzepte

Der inzwischen sehr spürbare Klimawandel und die weltweite Finanzkrise haben die Menschheit und die Wirtschaft wachgerüttelt. So entwickeln global agierende Konzerne, aber auch zahlreiche regionale Firmen inzwischen Nachhaltigkeitskonzepte.

Doch auch im kleinen, privaten Rahmen der Familie lässt sich Nachhaltigkeit verwirklichen. Mit kleinen, aber wichtigen Veränderungen kann jeder seinen Betrag zur weiteren Entwicklung unseres Planeten leisten.

Je früher Kinder dies erkennen, desto besser werden sie es verinnerlichen. Wichtig ist, dass Nachhaltigkeit in der Familie bewusst vorgelebt wird. Nur dann können Kinder die Notwendigkeit erkennen und verstehen und für ihr eigenes Leben übernehmen.

Wasserverbrauch

Jeder Bundesbürger verbraucht am Tag bis zu 190 Liter Trinkwasser, und der kleinste Teil davon wird getrunken. Mit Wasserspareinsätzen in Wasserhähnen und Dusche beispielsweise kann die Wasserdurchflussmenge halbiert werden.

Außerdem ist Duschen immer dem Baden vorzuziehen. Beim Zähneputzen muss das Wasser nicht laufen und Geschirr wäscht man sparender in einer Spülmaschine mit Eco-Waschgang.

Die Waschmaschine sollte nur benutzt werden, wenn sie auch voll ist. Der beste Wäschetrockner ist und bleibt die Wäscheleine.

Stromverbrauch

Strom kann man sparen, indem man seine regulären Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauscht. Der Backofen ist nur selten die günstigste Art, etwas zu erhitzen. Mit Schnellkochtöpfen spart man nicht nur Zeit, sondern auch Energie.

Räume, die leer sind, müssen auch nicht beleuchtet sein. Der Kühlschrank muss nicht auf der höchsten Stufe eingestellt sein, die meisten modernen Geräte kühlen auch auf mittlerer Stufe zuverlässig. Wenn der Stromanbieter gerade wieder einmal die Preise erhöht, kann man zu einem der zahlreichen Ökostrom-Anbieter, die den Strom aus erneuerbaren Energien produzieren.

Fazit

Wie man sieht sind dies alles nur Maßnahmen im Kleinen, allerdings ist die Wirkung beachtlich, besonders wenn man sich auch um die Trennung des Mülls bemüht und vor allem auch seinen Nachkommen vorlebt, dass sich der Nabel der Welt nicht nur um das Wort "haben" dreht, sondern vor allem um das Wort "sein". Sicherlich wird man nicht alles von gleich auf jetzt verändern können, denn dafür ist der Mensch zu sehr Gewohnheitstier, doch nicht nur im eigenen Interesse lohnt es sich, auch mit minimalen Schritten Nachhaltigkeit zu leben.

Tipps für ein umweltbewusstes Leben in den eigenen vier Wänden

Umweltschutz kann auf vielen Ebenen stattfinden. So kann es sich hierbei um bundesweite oder gar globale Projekte handeln.

Gleichzeitig kann sich gelebter Umweltschutz aber auch innerhalb eines einzelnen Haushalts vollziehen. Doch welche Tipps können dabei helfen, selbst ein umweltbewusstes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen?

In der Küche

Zunächst einmal sollte in der Küche nur mit einem Induktionsherd gekocht werden. In erhitztem Zustand haben solche Kochplatten zwar ähnliche Energiewerte wie gewöhnliche Keramikmodelle.

Beim Erhitzen sind Induktionsherde allerdings unschlagbar schnell und schaffen es, die eigene Oberfläche ohne großen Energieaufwand in relativ kurzer Zeit zu erhitzen. Damit spart man auf lange Sicht nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Außerdem ist es egal, mit welcher Art von Herd gekocht wird: es sollte stets darauf geachtet werden, dass sich der Deckel während des Kochens auf dem Topf befindet.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, das Wasser zuvor im Wasserkocher zu erwärmen. Dieser Weg der Erhitzung ist nämlich weitaus effizienter und verkürzt zudem noch die gesamte Kochzeit.

Mülltrennung

Zum umweltbewussten Leben in den eigenen vier Wänden gehört außerdem auch eine konsequente Mülltrennung. Nur so wird es den Recyclinganlagen ermöglicht, die Abfälle möglichst effektiv wiederzuverwerten.

Ein Ausfiltern von falsch sortiertem Abfall ist dagegen höchst kostspielig und verbraucht viel Energie, was wiederum eine Belastung für die Umwelt darstellt. Informieren Sie sich hier über die richtige Mülltrennung.

Mülltrennung als wichtiger Wert
Mülltrennung als wichtiger Wert

Lufttrocknen

Des Weiteren sollte man es sich zweimal überlegen, ob es denn tatsächlich notwendig ist, die Wäsche mit einem Wäschetrockner zu trocknen. Dieser verbraucht schließlich fast so viel Energie wie eine Waschmaschine. Stattdessen kann nach Möglichkeit versucht werden, die Wäsche mit Hilfe der klassischen Wäscheleine zu trocknen.

Duschen statt Baden

Ein warmes Bad mag zwar erholsam sein. Umweltbewusste Bürger, welche trotzdem Wert auf das tägliche Waschen legen, sollten sich allerdings mit dem Duschen begnügen. Dieses verbraucht schließlich nur etwa 1/3 der Energie des Badens.

Heizen und Lüften

Darüber hinaus kann mit dem richtigen Heizverhalten ebenso viel für die Umwelt getan werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, die Wohnung ein- bis zweimal am Tag stoßzulüften und die Heizung nur am Tag aufzudrehen. So stellt man sicher, dass man angenehme Wohntemperaturen erreicht, ohne gleich unnötig Heizenergie zu verbrauchen.

Ökostrom

Letztlich kann zudem noch ein Stromanbieter ausgewählt werden, welcher den Strom auf ökologische Art und Weise produziert. So unterstützt man sinnvoll einen Anbieter, welcher im Sinne des Umweltschutzes handelt.

Kindern ein angemessenes Umweltbewusstsein beibringen

Wie sollen Erwachsene ein Umweltbewusstsein entwickeln, wenn sie es als Kind nicht schon gelernt haben? Wer seinen eigenen Kindern nicht beibringt, dass man das Wasser nicht ständig laufen lassen darf, dass das Licht nur brennen soll, wenn man es benötigt wird, dass man lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto fahren sollte oder dass man auf Tiere und Pflanzen Rücksicht nehmen soll, der braucht sich über die Erwachsenen nicht wundern, die genau diese Dinge nicht tun.

Den Müll trennen

Um unsere Umwelt zu schützen sind natürlich viele Dinge notwendig. Bereits von klein auf kann man den Kindern zeigen, dass Müll getrennt werden muss. Selbst ein zweijähriges Kind kann schon lernen, dass es ein Stück Papier nicht in den Restmüll werfen soll.

Bringt man die Flaschen zum Glascontainer, so kann man die Kinder mitnehmen und ihnen zeigen, wie die Glasflaschen gemäß ihrer Glasfarbe getrennt werden. Anschließend dürfen die Kinder die Flaschen natürlich selbst in den Container werfen.

Energie sparen und zu Fuß gehen

Kindern Umweltschutz näherzubringen ist sehr wichtig
Kindern Umweltschutz näherzubringen ist sehr wichtig

Um das Umweltbewusstsein der Kinder zu sensibilisieren, gehört natürlich noch viel mehr dazu als die Mülltrennung. Auch die Verwendung von Energiesparlampen ist ein Teil, um unsere Umwelt zu schützen. Ein anderer ist der Verzicht auf das Auto - so oft es eben möglich ist.

Wenn die Kinder protestieren, weil sie den weiten Weg zu Fuß in den Kindergarten oder die Schule gehen müssen, so sollte man ihnen erklären, wie schlecht es für die Umwelt ist, wenn jeder diese verhältnismäßig kurzen Strecken mit dem Auto fahren würde. Alternativ kann man an einem Regentag die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen - eine Fahrt im Bus gleicht einem kleinen Abenteuer für die Kinder.

Umweltschutz muss von klein auf gelernt werden. Eltern sollten ihren Kindern alle Fragen beantworten, die diese wissen möchten.

Es ist auch keine Schande, einmal im Internet nachzuschlagen, wenn man die Antwort nicht weiß. Zusätzlich gibt es auch viele Bücher, die das Thema Umwelt und Umweltschutz kindgerecht erklären.

Wie Läufer zum Umweltschutz beitragen können

Das Laufen gehört zu den umweltfreundlichsten Sportarten. Läufer

  • rauchen nicht
  • verzichten so weit wie möglich auf ihr Auto und
  • benutzen Laufkleidung mit einer langen Lebensdauer.

Dennoch stehen jedem Läufer weitere Möglichkeiten offen, um beim Training und Wettkampf zum Umweltschutz beizutragen.

Der Läufer ist ein sehr bewusst lebender Mensch. Er verzichtet auf den Einsatz von Nikotin und Alkohol, er wählt seine Nahrung sorgsam aus.

Zu Ramsch- und Vorratskäufen, von denen die Hälfte der Lebensmittel aufgrund von Überlagerung weggeworfen wird, lässt er sich eher nicht verleiten. Ein Läufer weiß, was er benötigt, auf Übriges verzichtet er.

Der Laufrucksack

Für lange Strecken beispielsweise benötigt der Läufer einen Laufrucksack beziehungsweise eine ausreichende Menge an Trinkflaschen, die sich an einem Gürtel mitführen lassen.

Sie können, ebenso wie die im Laufrucksack enthaltene Getränkeblase, mehrfach verwendet werden. Das Entsorgen von Getränkeflaschen in der Umwelt ist für den Läufer also tabu.

Entsorgung von Trinkflaschen in der Natur sollte tabu sein
Entsorgung von Trinkflaschen in der Natur sollte tabu sein

Verpflegung und Laufstrecken

Der Läufer führt nur ein Minimum an Verpflegung mit sich. Alle Verpackungsmaterialien werden im Laufrucksack mitgenommen und nach der Rückkehr in die dafür vorgesehenen Behälter geworfen.

Die Laufstrecke wählt der Sportler so aus, dass sie nicht durch Naturschutzgebiete oder über gesperrte Wege führt. Denn auch, wenn ein Läufer sich relativ leise bewegt, aufscheuchen möchte er die Wildtiere nicht.

Die Kleidungswahl

Ein Thema, das jeden Sportler angeht, ist die ökologische Auswahl seiner Kleidung. Läufer benötigen Hosen, Jacken, Shirts und Unterwäsche aus Funktionsmaterialien; Baumwollkleidung und Leinen eignen sich nicht.

Dennoch ist es interessant, wie die synthetischen Fasern gewonnen werden. Öko-Sportmode heißt ein neues Schlagwort. Hierbei handelt es sich um den Einsatz von chemisch unbehandelten Naturprodukten aus fairem Handel. Beispielsweise trifft dies auf das Leder für Laufschuhe zu.

Chemische Fasern hingegen bestehen aus Recyclingmaterialien, Funktionsjacken aus PET-Flaschen, Shirts aus Joghurtbechern. Dem Einfallsreichtum der Hersteller sind noch lange keine Grenzen gesetzt.

Events

Tatsächliche Umweltprobleme im Laufsport entstehen allerdings nicht beim Training des einzelnen Läufers, sondern bei größeren Wettkämpfen, zum Beispiel bei Marathons, seien es durch die Läufer entsorgte Getränkebecher oder durch Zuschauer hinterlassene Abfälle.

Diese Hinterlassenschaften belasten die Umwelt ebenso wie die notwendigen Arbeiten zu deren Beseitigung. Viele Veranstalter spenden die Startgelder für Umweltprojekte. Kaum ein Sport dürfte so ökologisch wie der Laufsport sein.

Quellen:

  • Rainer Griesshammer: Der Klima-Knigge: Energie sparen, Kosten senken, Klima schützen, Aufbau Tb, 2008, ISBN 3746670632
  • Wilhelm Schmid: Ökologische Lebenskunst: Was jeder Einzelne für das Leben auf dem Planeten tun kann, Suhrkamp, 2008, ISBN 351846034X

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