25. Oktober 2008
Von Tanja Tasci
Gründe für Trauer gibt es viele, doch die Auswirkungen sind immer ähnlich. Wie man Trauer verarbeitet und mit ihr umgeht kann sehr unterschiedlich sein. Wichtig ist allerdings in erster Linie die Trauer zu zulassen, denn nur so kann sie wirklich verarbeitet werden.
Trauer ist ein Gefühlszustand, der von den meisten Menschen gerne verdrängt wird. Trauer bedeutet immer Schmerz durch einen Verlust. Trauer um die verlorene Liebe, Trauer ausgelöst durch einen Todesfall oder eben einfach Trauer die durch bestimmte Situationen hervorgerufen wird. Das Gefühl der Trauer lähmt viele Menschen in ihren Handlungen, da sie das Gefühl haben keine Luft mehr zu bekommen und der ganze Körper schmerzt. So ist Trauer ein sehr schmerzhafter Zustand, doch wer Trauer nicht zulässt, macht sich das Leben noch schwerer, denn nur wer sich das Trauern erlaubt kann den Schmerz verarbeiten. Verdrängte Trauer beeinflusst oft langfristig das Leben und so kann das verdrängen von Trauer zu psychischen Problemen führen.
Wer Trauer zulässt, kann irgendwann die Trauer auch loslassen und sich wieder dem Leben und seinen Herausforderungen stellen. Die Seele kann nur den Schmerz der Trauer verarbeiten, wenn sie ihn leben darf und dann auch loslassen darf. Während früher lange Trauerphasen normal waren, bleibt hierfür in der schnelllebigen Welt heut kaum Raum und so wird die Trauer unterdrückt. Durch unterdrückte Trauer entstehen Aggression und Wut, die meist nur schwer kontrollierbar ist und sich auf Arbeitsleben und Privatleben auswirkt. Oft richten sich Wut und Aggression gegen sich selbst und so bestraft man sich selbst für die Trauer die sich in der Seele aufstaut und kein Ventil findet. Wer es langfristig nicht schafft seine Trauer zu zulassen, der sollte sich dringen Hilfe holen. Betroffene stehen oft ratlos ihrer Trauer, Wut und Aggression gegenüber. Psychologen sind hier die richtige Anlaufstelle, wenn man Trauer nicht zulassen kann. Der Schritt sich Hilfe beim Trauern zu holen kommt oft erst viel zu spät, meist dann, wenn sich die Probleme schon lange angestaut haben.
Ein Beispiel für Hilfe bei der Trauerbewältigung ist die Sedona Methode. Die Methode baut sich darauf auf Gefühle zu zulassen und sich dann zu fragen ob man diese Gefühle behalten möchte oder ob sie schlecht für einen sind und man sie besser loslassen sollte. Auch wenn sich das simpel anhört, steckt sehr viel hinter der Methode, denn durch die Fragestellungen, werden Gefühle frei gesetzt und je nach dem wie tief sie in einem Menschen verwurzelt sind, kann er sie relativ schnell neutralisieren. Die Methode zu erlernen benötigt etwas Zeit und sollte durch einen Sedona Trainer geschehen, doch wer die Methode einmal erlernt hat, kann sie nicht nur im Bereich der Trauerarbeit und Trauerbewältigung anwenden, sondern auch für jedes andere Gefühl was das eigenen Handeln blockiert. Das Gute an der Sedona Methode ist es, dass man durch das Loslassen von Gefühlen wieder neue Freiräume, doch die Erinnerungen werden dadurch nicht beeinflusst und alle Gefühle entstehen immer wieder neu.
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