Trauer

Das Gefühl tiefer Traurigkeit und Verzweiflung nach einem Verlust

Das Gefühl der Trauer erlebt wohl jeder Mensch irgendwann in seinem Leben, zum Beispiel wenn eine sehr nahestehende Person verstirbt. Der Weg aus der Trauer und Verzweiflung heraus ist oft lang und jeder Trauerprozess benötigt viel Zeit, Einfühlsamkeit von außen und Tränen.

Junge Frau hält Hände vor Gesicht, Trauer, Einsamkeit
Trauer © Berchtesgaden - www.fotolia.de

Trauer ist eine Reaktion auf einen Schicksalsschlag, der meist mit einer Trennung einhergeht. Menschen, die trauern, fühlen sich niedergeschlagen und freudlos. Oft wird Trauer auch von Zweifel, Zorn oder Aggressionen gegen sich selbst, die Umwelt oder Gott begleitet.

Folgt die Trauer auf einen erwarteten Tod am Ende eines langes Sterbeprozesses, fühlen Angehörige sich aber auch oft erleichtert oder erlöst. Trauer muss immer als Prozess gesehen werden. Dieser Prozess verläuft zwar immer ähnlich, unterscheidet sich aber individuell in Dauer und Intensität.

Phasen der Trauer

Schock

Am Anfang eines Trauerprozesses steht der Schock auf den Verlust eines lieben Menschen. In dieser Phase möchte man den Verlust und den Schmerz nicht wahrhaben und ist oft unfähig, die schlimme Nachricht rational zu verarbeiten.

Angst, Aggressionen und Wut

Die zweite Phase wird begleitet von Emotionen, die je nach Situation von Aggressionen über Angst bis hin zu Wut gegenüber dem Verstorbenen reichen können. In dieser Phase werden viele Betroffene von psychischen oder physiologischen Problemen, wie zum Beispiel Depressionen oder Schlafstörungen heimgesucht.

Akzeptanz und neue Perspektiven

In der dritten Trauerphase beschäftigt der Trauernde sich intensiv mit seiner Situation und beginnt zunehmend, die Realität zu akzeptieren. Erst in der vierten Phase öffnet der Betroffene sich wieder gegenüber der Außenwelt und sieht neue Perspektiven trotz seines Verlustes.

In der Gesellschaft wird ein offener Umgang mit Trauer oft vermieden, viele Menschen fühlen sich in ihrem Handeln gegenüber Trauernden unsicher. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema bietet akut Betroffenen und auch Dritten die Möglichkeit, sich im Trauerfall nicht hilflos und verlassen fühlen zu müssen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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