Tierschutz - Ziele, Entwicklung und Bereiche

Schwarzer Hundekopf guckt nach links, Menschenhand stupst auf die Hundenase

Auch Tiere haben Rechte

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  • von Paradisi-Redaktion

Tierschutz ist eines der Themen, die wohl nie an Relevanz verlieren, denn immer wieder müssen Tierschützer eingreifen, um das Leben der Tiere zu schützen und sie vor den Menschen zu beschützen. Die Idee der Menschenrechte reicht bereits tausende Jahre zurück. Die Vorstellung, dass aber auch Tiere entsprechende Rechte besitzen, welche mit Würde behandelt werden müssten, ist hingegen vergleichsweise jung. Lesen Sie über die Entwicklung, Ziele und Bereiche des Tierschutzes.

Tierschutz - Aufgaben und Bestandteile

Bei dem Thema Tierschutz fallen einem Bilder von Hühnerfarmen, Pelztierzuchtanlagen und Versuchslaboren ein, doch immer öfter müssen Tierschützer auch Haustiere vor ihren Besitzern beschützen. Die Entwicklung ist für Tierschützer erschreckend, denn immer mehr Haustiere verkümmern bei ihren Besitzern und häufig kommt der Tierschutz zu spät, um die Tiere retten zu können. Groß angelegte Aktionen des organisierten Tierschutzes bleiben im Gedächtnis, doch die wirkliche Arbeit der Tierschützer ist meist weniger spektakulär und findet häufig im Kleinen statt.

Schicksale von Mensch und Tier

Der Missbrauch von Tieren ist häufig erschreckend, und häufig treffen Tierschützer auf traurige Schicksale. Sowohl mit Tier- als auch Menschenschicksalen werden Tierschützer in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert und gerade in der Basisarbeit gestaltet sich der Tierschutz oft schwierig, da Tierbesitzer häufig gar nicht wissen, was sie ihrem Tier antun.

So fehlt auch häufig das Verständnis für das Anliegen der Tierschützer. Besonders tragisch ist es, wenn Tiere durch menschliche Schicksalschläge, die ihrem Besitzer zustoßen, verwahrlosen. Vor allem in ländlichen Gebieten muss der Tierschutzverein auch häufig bei der Haustier- und Nutztierhaltung einschreiten, denn viele Tiere werden hier nicht artgerecht gehalten. Hinweise von Nachbarn und Bekannten helfen den Tierschützern häufig dabei, gequälte Tiere aufzufinden, sodass eingeschritten werden kann.

Füng verschiedene Haustiere vor weißem Hintergrund - Hund, Katze, Hamster, Meerschweinchen und Maus
Füng verschiedene Haustiere vor weißem Hintergrund - Hund, Katze, Hamster, Meerschweinchen und Maus oder Ratte

Mehr als 700 Tierschutzvereine deutschlandweit

Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich für alle Tiere ein und ist in ganz Deutschland im Namen des Tierschutzes unterwegs. 16 Landesverbände und über 740 örtliche Tierschutzvereine sowie 550 Tierheime setzen sich in Deutschland für das Wohl der Tiere ein.

Finanziert wird die Arbeit des deutschen Tierschutzbundes durch Mitgliedsbeiträge und Spendengelder. Auch wenn der Deutsche Tierschutzbund immer wieder Erfolge für sich verbuchen kann, werden die aktiven Mitglieder auch dauerhaft mehr als genug Arbeit haben, denn Verstöße gegen den Tier-, Natur und Artenschutz sind keine Seltenheit. Der Kampf für das Wohlergehen der Tiere ist nie vollständig zu gewinnen, doch zählt letztlich jedes einzelne Tier dessen Situation verbessert werden kann.

Kinder- und Jugendarbeit

Besonderen Einsatz zeigt der Deutsche Tierschutzbund auch bei der Kinder- und Jugendarbeit. Gerade dieser Ansatz ist für die Zukunft wichtig, denn wenn bereits im Kindesalter das Verständnis für den Tierschutz geweckt wird, dann prägt dies Kinder und Jugendliche, und so werden sie auch in späteren Jahren das Leben eines Tieres ernst nehmen und artgerechte Haltung bei eigenen Haustieren praktizieren.

Das Wecken von Verständnis und das Erklären, wie der ideale Lebensraum und die idealen Lebensbedingungen der verschiedenen Tierarten aussehen sollten, zählen zu den Zielen. Gerade Jugendlichen steht es auch frei, in Tierheimen des Deutschen Tierbundes als ehrenamtliche Helfer tätig zu werden und so ein besonderes Verhältnis zu den Tieren aufzubauen.

Durch die Jugend- und Kinderarbeit geht der Deutsche Tierschutzbund einen Schritt in die Zukunft. Auch Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiges Thema; so gibt es in Tierheimen regelmäßig einen Tag der offenen Tür. Und auch die Tierschutzvereine versuchen in ihrer Region zusätzliche Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um eine Sensibilisierung für den Tierschutz zu erreichen.

Ziele

Der Tierschutz beschäftigt sich mit sämtlichen das Tier betreffenden Aspekten. Dieses kann auf vielfältige Weise genutzt werden, sei es als Freund und Lebensbegleiter, Arbeitstier, aber auch Versuchstier sowie den Verzehr. Das hauptrangige Ziel des Tierschutzes ist es, den Tieren - in jeder dieser Lagen - ein möglichst leidfreies Leben zu bieten.

Aufgabe der Tierschutzvereine ist die Beratung und Aufklärung des Menschen zur optimalen Haltung eines Tieres, sowohl als Haustier als uach als Nutztier in der Landwirtschaft. Die Arbeit der Tierschützer erfolgt oft ehrenamtlich - bei ihnen steht das Wohl des Tieres an erster Stelle.

Nicht immer sind sie dabei jedoch erfolgreich; die Ratschläge werden oft einfach nicht richtig umgesetzt. Gerade in solchen Fällen brauchen Tiere ein neues Zuhause.

Tierschutzvereine und Tierheime bieten in diesem Fall die perfekte Anlaufstelle. Sie geben den Tieren eine Obhut und betreuen sie, bis sie ein neues Zuhause finden - die Vermittlung von Tieren gehört also ebenso zu den Aufgaben.

Dabei ist auch die Nachkontrolle wichtig. Die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt ist typisch.

Eine weitere Aufgabe liegt im Einfangen von Wildtieren. Auf diese Weise können beispielsweise streunende Katzen kastriert werden, um die Verbreitung und damit viele Leben voller Leid zu vermeiden.

Die Entwicklung der Tierrechte

Die Idee des Tierrechts hat ihren Ursprung in den 70ern des letzten Jahrhunderts. So begannen zu dieser Zeit Forscher der University of Oxford damit, sich philosophisch mit dem Tierreich auseinanderzusetzen. Dabei stellte sich schon bald die Frage, warum Tieren denn eigentlich nicht dieselben Rechte wie dem Menschen zugebilligt werden.

Bahnbrechend war dann ein Werk von Richard Ryder, welcher ebenso Professor in Oxford war. In diesem prägte er den Begriff des Speziesismus und entwarf damit eine Analogie zum Rassismus unter Menschen.

Animal Liberation

Dieser Begriff beschreibt die systematische Unterdrückung anderer Lebewesen durch den Menschen, was natürlich auch einschließt, dass deren Grundrechte nicht gewahrt werden. Das drei Jahre später publizierte "Animal Liberation", was übersetzt soviel wie "Die Befreiung der Tiere" heißt, sollte ein weiterer Meilenstein der Tierrechtsbewegung werden, auf welchen sich noch heute viele philosophische Überlegungen stützen. Bis heute handelt es sich bei den Tierrechten um ein Forschungsfeld, welches nicht nur in der Wissenschaft behandelt wird, sondern zunehmend auch Auswirkungen auf den Umgang mit Tieren in der Praxis hat.

Der utilitaristische Ansatz

Wer sich mit den Tierrechten auseinandersetzen will und sich für diese interessiert, der sollte zudem auch wissen, dass diese in der Wissenschaft auf höchst unterschiedliche Weise begründet wurden. So gibt es einerseits den utilitaristischen Ansatz.

Dieser geht davon aus, dass es absolut willkürlich sei, Tiere vom Gleichheitsprinzip aller Lebewesen auszuschließen. Diese Willkür kommt wiederum einer Nichtbeachtung jener Rechte gleich, welche die Tiere aufgrund des universellen Gleichheitsprinzips ebenso haben sollten.

Die Goldene Regel

Ein weiterer zentraler Ansatz wird heute als jener der einfachen Ethik bezeichnet. Diese stützt sich unter anderem auf die Goldene Regel, welche besagt, dass wir andere nur so behandeln sollen, wie wir auch selbst behandelt werden wollen.

Einen Ausschluss der Tierwelt sieht die einfache Ethik bei der Weltformel nicht gegeben, weshalb Tiere ebenso mit Respekt behandelt werden sollten. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Ansätze, etwa die praktische Autonomie von Steven Wise oder die bestehende Ungleichbehandlung von Gary Franciones.

Welche wichtige Rolle der Tierschutz spielt, wird beispielsweise im folgenden Bereich erkennbar...

Auch Therapie-Delfine sollten ein artgerechtes Leben führen

Delfine haben auf die meisten Menschen eine ganz besondere Wirkung. Sie sind intelligent, fröhlich und freundlich und können Kindern dabei helfen, schwere Krankheiten zu überwinden.

In einer Delfintherapie geben die Tiere kranken Kindern oft neuen Lebensmut, animieren sie dazu, sich zu bewegen und zaubern ein Lächeln in ihr Gesicht. Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen machen so erstaunlich schnelle Fortschritte. Doch nicht nur das Wohl der kleinen Patienten, sondern auch das der tierischen Therapeuten sollte bedacht werden.

Delfinarien oft nicht artgerecht

Die Zahl der Delfinarien in Europa, aber auch in vielen Reiseregionen auf der ganzen Welt, ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Manche der Tiere werden zu Therapiezwecken, andere nur zur Unterhaltung gehalten.

Dabei müssen sie ihre Zeit oft in beengten Becken verbringen, die ihre akustische Kommunikation unmöglich machen und ihren Bewegungsdrang einschränken. Dabei sollten auch die Erfolge der Delfintherapie nicht als Rechtfertigung für eine unangemessene Haltung gebraucht werden.

Auf Haltungsbedingungen achten

So gibt es zum Beispiel auch Therapiezentren mit Freiwasserhaltung, in denen Delfine in großflächigen Meerwassergehegen weitgehend artgerecht leben können. Dennoch sind sie von erfahrenen Tiertrainern zu therapeutischen Behandlungen ausgebildet worden. Die Zufriedenheit eines Delfins überträgt sich nämlich auch auf seinen Patienten.

Neben der nicht artgemäßen Haltung werden Tiere zudem auch häufig gequält - hier geben wir Anregungen, wie Tierquälerei geskämpft werden kann.

Tierschutz ist in Deutschland eine Katastrophe

Zwei Schmetterlinge auf Flieder farbenden Blumen, Sonnenlicht, Wiese
two butterfly on flowers © Iaroslav Danylchenko - www.fotolia.de

So viele Menschen sind für einen Tierschutz. Manche Schlachthöfe sehen das anders. Einige wissen gar nicht, welche Zustände in Deutschland herrschen. Zum Beispiel werden den Schweinen ihre Schwänze abgeschnitten. Enten müssen mit kurzen Schnäbeln leben, weil sie einfach gekürzt werden. Diese Prozedur wird deswegen durchgeführt, weil sich die Tiere anknabbern. Schuld daran ist der Stress und die Langweile, die sie ausstehen müssen.

Da so viele Tiere falsch gehalten werden, kommt es zu Krankheiten. Diese wiederum werden mit Medikamenten behandelt. Ein Problem, das sich so nicht lösen lässt. Die Tiersterblichkeit in der Zucht muss besser dokumentiert werden. Nur so kann man etwas an der Situation ändern. Seit rund zehn Jahren wird der Tierschutz in Deutschland großgeschrieben. Trotzdem hat sich noch nicht wirklich viel verändert.

Viele Meeresschildkröten sterben ungewollt beim Fischfang

Durch die kommerzielle Fischerei werden unnötig viele Millionen Meeresschildkröten mitgefangen und getötet, wie auch eine Studie von amerikanischen Wissenschaftlern ergab. Besonders in den Fischereigegenden bei Mexiko und vor der Küste von Uruguay, aber auch im Mittelmeer in der Adria kommt es vermehrt zu den sogenannten Beifängen.

Vor der mexikanischen Küste wird meistens Langleinen-Fischerei betrieben und vor Uruguay und in der nördlichen Adria werden meistens Schleppnetze eingesetzt, in denen sich dann die Schildkröten verfangen. Aber es gibt auch Möglichkeiten dies zu vermeiden, so benutzen die amerikanischen Fischer Netze mit einem Turtle Excluder Device (TED), der es den Schildkröten möglich macht, aus dem Netz zu entkommen, doch europäische Fischer brauchen diese nicht offiziell benutzen.

Der Schutz der Meeresschildkröten muss aber nicht nur für das Wasser, sondern auch für das Land gelten, denn am Strand legen die Schildkröten ihre Eier ab, so dass durch den steigenden Tourismus oft diese Reviere gefährdet sind.

Der Walfang bleibt weltweit verboten

Das internationale Walfangverbot besteht bereits seit 1986. Norwegen, Japan und Island sollte es einem Entwurf nach für zehn Jahre erlaubt werden, die Tiere zu fangen. Doch dieser Kompromiss ist gescheitert und somit bleibt das Walfangverbot vorerst bestehen.

Dafür haben 88 Länder der Internationalen Walfangkommission (IWC) zwei Tage lang diskutiert. Ilse Aigner, Bundesagrarministerin der CDU ist froh über diese Entscheidung: "...für uns war von Anfang an klar, dass der vorgelegte Kompromissvorschlag so nicht akzeptabel war. Der Schutz der Wale hat für uns Priorität."

Ein Jahr lang soll dieses Verbot nun bestehen bleiben, danach wird über eine mögliche Änderung nachgedacht.

Für den menschlichen Schönheitswahn müssen zahlreiche Tiere sterben

Für den medizinischen Fortschritt sind Tierversuche, so traurig es auch ist, oft notwendig, aber für kosmetische Belange müssen genauso viele Tiere ihr Leben lassen, wenn nicht sogar noch mehr. Allein bei Tierversuchen mit dem Nervengift Botox, womit sich zahlreiche Frauen ihre Fältchen für eine kurze Zeit wegzaubern lassen, müssen mehr als 600.000 Versuchsmäuse auf der ganzen Welt qualvoll sterben und das, obwohl es bereits alternative Testmethoden gibt bei denen gänzlich auf Tierversuche verzichtet werden kann.

Doch zunächst müssen die Hersteller zum Umdenken angeregt werden, denn ob sich die neuen Testmethoden durchsetzen können, liegt allein bei ihnen. Da bislang noch nicht festgestellt werden konnte ob die Ergebnisse der neuen Methoden zuverlässig sind, wofür die Botoxhersteller zuständig sind, müssen die Tiere weiterhin leiden und schließlich ersticken. Damit sie endlich zu den neuen Tests greifen, fordert die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche einen Verkaufsstop für alle Hersteller.

Besserer Schutz für Hühner

Freilaufende Hühner auf einer Wiese unter blauem Himmel
Chickens In A Field © FiledIMAGE - www.fotolia.de

Die Bundesregierung will den Neubau von Käfiganlagen für Hühner verbieten. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung. Auch Käfige für Hühner in Kleingruppen sollen unter das Verbot fallen. Für bereits existierende Anlagen soll, so der Bericht, eine Übergangsfrist gelten. Künftig gäbe es dann nur noch Boden-, Freiland- und Öko-Haltung von Hühnern.

Zudem will Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) ein neues Tierschutz-Etikett für Lebensmittel einführen, behauptet die Zeitung. Verbraucher sollen so erkennen können, aus welcher Art von Haltung die Tiere stammten. Ferner plane die Ministerin, Brandzeichen bei Pferden sowie Ferkel-Kastrationen ohne Betäubung zu verbieten. Auch soll es verschärfte Regeln für das Halten von Mastkaninchen und Wildtieren geben.

Das Bundesagrarministerium teilte mit, dass diese Regelungen wahrscheinlich schon in diesem Jahr beschlossen werden sollen.

Umweltschützer verhindern japanischen Walfang in der Antarktis

Sea Shepherd: Umweltschützer verringern Japans Walfangquote

Amerikanische Umweltschützer von Sea Shepherd haben jetzt den Walfang einer japanischen Walfang-Flotte in der Antarktis verhindert, so dass sich auch die Verantwortlichen im japanischen Fischereiamt entschlossen haben, den Walfang auszusetzen, doch ist nicht entschieden, ob auch die ganze Aktion abgeblasen wird.

Die Aktionen der Umweltschützer

Die Umweltschützer hatten in den letzten Monaten das japanische Schiff "Nisshin Maru" öfters auch angriffen und bewarfen es mit Farbbeuteln und Stinkbomben. Zudem fuhren sie auch öfters mit ihren Schlauchbooten zwischen den Walen und den Harpunen-Booten der Walfangflotte. Nach Angaben des Kapitäns von Sea-Shepherd, Paul Watson, ist das japanische Schiff "Nisshin Maru" zurzeit von den Jagdgewässern weit entfernt.

Die Fangquote

Auch der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) in Hamburg reagierte freudig auf die jüngsten Berichte und laut Medienberichten aus Japan hat die Flotte auch nur die Hälfte der selbst vorgegebenen Quote von 1.000 Walen bisher gefangen. Normalerweise läuft die Fang-Saison bis Mitte März, aber auch die japanische Regierung überlegt, ob die Flotte nicht vorzeitig zurückbeordert werden soll.

Tierschutzpolizei in Holland eingeführt

Nach Regierungswechsel nun Polizei für Tiere in Holland

Kleine graue Katze im Gras
little kitten playing on the grass close up © Dušan Zidar - www.fotolia.de

In Holland waren 2010 Wahlen. Jetzt regiert eine Mitte-Rechts-Regierung. Der rechte Teil des Bündnisses ist die Partei der Freiheit (VVD). Deren Chef ist der Islam-Kritiker Geert Wilders. Er hatte den Holländern eine Aufstockung der Polizeistellen versprochen. Das hat er gehalten.

Die Nummer für Tierrettung

Und weil die Holländer besonders tierliebe Menschen sind, hatte Wilders ihnen zusätzlich eine Polizei für Tiere versprochen. Die gibt es nun auch. "Een, een, vier - red een dier": Dieser Spruch prangt auf den neuen Polizeiwagen.

114 - rette ein Tier, heißt das. Es gibt eine Notfallnummer und 500 Tierpolizisten, die immerhin mit Pfefferspray und Schlagstock bewaffnet und obendrein unifomiert sind. Sie kümmern sich um die Sicheheit der holländischen Katzen und Hunde.

Spott über Tierpolizei

In Holland macht man sich teilweise lustig über die neuen Polizisten. Man nennt sie "Meerschweinchen-Polizisten". Frank Dales ist Chef der Tierschutzinspektion (LID). Er sagt, von den 40000 gemeldeten Tiermissbrauchsfällen sind nur 8000 wirklich ernst zu nehmen. Und die behandeltenn die 200 ehrenamtlichen LID-Helfer bisher ohne Probleme.

Um die wirklich schweren Tierquälerfälle habe sich auch früher schon die Polizei gekümmert, so Dales, der die neue Tierpolizei für reinen Populismus hält.

Mehr Schutz für Pflanzen und Tiere in Europa

Um unsere Welt zu schützen, soll nun das Artensterben aufgehalten werden

Gartenteich mit Pflanzen und Fischen
bassin © joël BEHR - www.fotolia.de

Die EU-Kommission in Brüssel hat sich geeinigt bis zum Jahr 2020 den Artenschutz in Europa so weit voranzutreiben, dass die Artenvielfalt bestehen bleibt und keine Tiere und Pflanzen mehr aussterben. So trägt gerade diese Vielfalt zu einem stabilen Klima und frischer Luft bei, was sich dann im Trinkwasser und der Nahrung widerspiegelt.

Zurzeit sind in Europa etwa ein Viertel der Tiere vom Aussterben bedroht, so beispielsweise Vögel, Schmetterlinge, Amphibien, Reptilien aber auch viele Säugetiere. Besonders schwer betroffen sind die Fische, wobei hier 88 Prozent der Fische stark bedroht sind.

Die Maßnahmen für den Schutz der Arten

Um das gesteckte Ziel der vermehrten Schutz bis zum Jahr 2020, eigentlich sollte es schon jetzt passiert sein, zu erreichen, müssen einige Maßnahmen ergriffen werden. So müssen sich einerseits die Landwirtschaft, die Fischerei aber auch die Forstbetriebe an neue Auflagen zum Erhalt der Lebensräume halten, aber zugleich müssen auch die Arten, die nach Europa eingeschleppt wurden, nachhaltig bekämpft werden.

Die Ursachen für das Aussterben liegen beim Menschen, der für die Umweltverschmutzung, Überfischung und Überdüngung, aber auch für das Abholzen ganzer Wälder verantwortlich ist. Zudem wird noch die Natur durch den Bau von Straßen und Gewerbegebiete zerstört. Doch der Mensch schadet sich dadurch selbst, denn man schätzt, dass der wirtschaftliche Wert durch die Insektenbestäubung bei etwa jährlich 15 Milliarden Euro liegt, und durch den Rückgang der Insekten sinkt auch der "Fleiß" dieser Tiere.

Doch nach Meinung der Naturschutzorganisation WWF ist das Bemühen der EU-Kommission nicht ausreichend, denn damit kann der Verlust der "Biodiversität" nicht aufgehalten werden.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Biodiversität"?

Diesen Begriff haben nur 35 Prozent der europäischen Bevölkerung schon einmal gehört haben. Hierunter wird einfach die Vielfalt der Lebensräume und des Lebens sowie die der Arten bezeichnet. Auch etwa 85 Prozent der Bevölkerung sehen in dem Artensterben ein großes Problem, wenn man es ihnen vorher erklärt hat.

Hai-Schutz - Jagdverbot auf den Bahamas

Die Bahamas haben sich für den Haischutz ausgesprochen - Jagd-und Handelsverbot

Nahaufnahme grauer Hai unter Wasser
Grey whaler Shark © cbpix - www.fotolia.de

Haie leben gefährlich. Jäger haben es besonders auf ihre Flossen abgesehen. Diese gelten in China als Delikatesse und es wird viel Geld dafür bezahlt.

Haie sind vom Aussterben bedroht

Laut der Angaben von Umweltexperten töten Menschen im Jahr etwa 73 Millionen Haie. Die Bahamas sind der Meinung, dass das von den Menschen so gefürchtete Meeres-Tier geschützt werden muss. Daher ist die Jagd in Zukunft in den Gewässern um den Inselstaat verboten. Die Haie würden eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen und seien bald vom Aussterben bedroht, wenn sich nicht etwas ändern würde, sagte der Chef der Treuhandgesellschaft des Inselstaates zum Schutz der Umwelt.

Ausweitung auf den Handel mit Haiprodukten

Doch nicht nur die Jagd ist untersagt. Auch der Verkauf, der Import und Export von Haiprodukten ist verboten. Doch dem Inselstaat geht es nicht nur um das Wohl der Haie. Sie sorgen sich um ihre Einnahmen aus dem Tourismus. Durch das Tauchangebot mit Haien nehmen die Bahamas jährlich 80 Millionen Dollar ein. Um diese Einnahmen stabil zu halten oder besser noch zu steigern, bedarf es ebenfalls des Hai-Schutzes.

Die Bahamas sind jedoch nicht das erste Land, das ein Haijagdverbot ausgesprochen hat. Auch Honduras, die Malediven und Palau haben dies getan. Selbst der US-Bundesstaat Kalifornien denkt über ein Jagdverbot nach.

Viele junge Eisbären ertrinken, weil das Polareis schmilzt

Während der Nahrungssuche müssen die Eisbären weite Strecken schwimmen - und scheitern

Eisbär auf Eisplatte im Wasser
The last Polar Bear © Jan Will - www.fotolia.de

Laut einer Studie der Umweltstiftung WWF führt die zunehmende Polarschmelze zu einer höheren Sterblichkeit bei den Eisbären, besonders die jungen Eisbären sind davon betroffen. Weil weniger Polareis vorhanden ist, so müssen die Eisbären oftmals mehrere Kilometer schwimmend zurücklegen, was aber viele junge Eisbären nicht schaffen und dabei ertrinken.

Studie zeigt Ausmaß der Klimaerwärmung

So stellten die Forscher in einer fünfjährigen Studie fest, bei der sie 68 Eisbärweibchen mit einem GPS-Sender versehen hatten, dass diese oftmals Einzelstrecken von mehr als 30 Kilometern schwimmend zurücklegten und dabei verloren etwa 45 Prozent ihren Nachwuchs. Wenn aber die Strecke kürzer war, so lag die Sterblichkeitsrate bei den Jungtieren nur bei 18 Prozent, wie die Wissenschaftler der WWF berichten. Der absolute Schwimmrekord lag bei einer Strecke von 687 Kilometern, die in etwa 12 Tagen bewältigt wurde.

Zurzeit gibt es weltweit noch etwa 20.000 bis 25.000 Eisbären, doch befürchten Experten, dass durch die Eisschmelze der bestand sich in den nächsten 45 Jahren um wenigstens 30 Prozent verringern wird.

Aber auch die Schifffahrt und die Öl- und Gasförderung in der Arktis bedroht die Eisbären, so dass sie auch seit dem Jahr 2006 auf der Liste der gefährdeten Tierarten stehen, die von der Naturschutzorganisation IUCN herausgegeben wird.

Windkraftanlagen gefährden Fledermäuse

Weil aktuelle Windkraftanlagen Fledermäuse töten können, beschäftigen sich Forscher mit Veränderungsmöglichkeiten

Windräder unter blau-rosanem Himmel
turbina eolica © Giuseppe Porzani - www.fotolia.de

Der Ausstieg aus der Atomkraft führt dazu, dass in Deutschland immer mehr Windkraftanlagen gebaut werden. Ein Problem dabei ist, dass solche Anlagen Fledermäuse töten können. Das Töten von Fledermäusen ist allerdings durch ein EU-Gesetz verboten.

Das Bundesumweltministerium fördert daher ein Projekt der Universitäten Hannover und Erlangen mit 400000 Euro. Dieses Projekt versucht den Fledermäusen gegen die Windkraft zu helfen.

Standort der Anlage ist entscheidend

Zunächst hatte man 72 Windkraftanlagen genauer untersucht. Im Schnitt tötete jede Anlage 10 Fledermäuse pro Jahr. Tatsächlich waren es aber bei manchen Anlagen über 50 pro Jahr, bei anderen keine einzige. Es kommt also ganz auf den Standort der Anlage an.

Die Forscher haben auch ein Computerprogramm entwickelt, das die Windkraftanlagen im 10-Minuten-Takt ein- und ausschalten soll. Auf diese Weise könnten die hohen Druckunterschiede im Kraftwerksbereich abgebaut werden.

Veränderte Luftdruckverhältnisse schaden den Fledermäusen

Die Fledermäuse sterben nämlich nicht durch Kontakt mit den Rotorblättern, sondern durch die veränderten Luftdruckverhältnisse. Ihre inneren Organe nehmen dadurch Schaden.

Die Forscher möchten jetzt berechnen, wie sich so ein 10-Minuten-Takt auf die Wirtschaftlichkeit einer Windkraftanlage auswirken würde. In den Monaten Juni bis September sind die Fledermäuse am aktivsten. Vielleicht könnte man die 10-Minuten-Taktung auf die warmen Monate beschränken.

Passend zum Thema

    EU will Haifische besser schützen - Finning-Verbot geplant

    Die EU fordert das Verbot von Shark Finning, wobei Haie verstümmelt und wieder freigelassen werden

    Nahaufnahme grauer Hai unter Wasser
    Grey whaler Shark © cbpix - www.fotolia.de

    Einen grausamen Tod erleiden Haifische beim sogenannten Finning. Dabei werden die Flossen abgetrennt und die verstümmelten, noch lebenden Tiere anschließend ins Meer zurückgeworfen. Der Hai ist nicht mehr in der Lage zu schwimmen und sinkt zu Boden. Dort verendet er qualvoll durch Ersticken oder wird zur Beute von anderen Fleischfressern.

    Haiflossen für Suppe und Traditionelle Chinesische Medizin

    Das Shark Finning ist weltweit verbreitet. Experten schätzen, dass etwa 100 Millionen Haie im Jahr wegen ihrer Flossen sterben müssen.

    Wegen des gestiegenen Wohlstandes in China erhöhte sich auch die Nachfrage nach Haifischflossensuppe. Die Suppe gilt aufgrund ihres hohen Preises (über 600 US-Dollar pro Kilo getrockneter Flosse) als Prestigeobjekt. Auch in der traditionellen Medizin finden die Flossen Verwendung.

    EU-Kommission will Finning eingrenzen

    Die EU-Kommission will dem Finning nun Einhalt gebieten und fordert dessen Verbot. Sie schlagen vor, dass gefangene Haie nur mit Flossen in einen Hafen gebracht werden dürfen.

    Um Platz zu sparen, soll es jedoch erlaubt sein, die Flossen so einzuschneiden, dass sie sich falten lassen. Die neuen Regelungen sollen gefährdete Haipopulationen besser schützen.

    Zur Freude aller Tierschützer – bald soll das Medizinstudium ohne Sezieren ablaufen

    Wer Medizin oder allgemein Biologie studieren will, der kommt bisher nicht darum herum, auch einmal einen Frosch oder eine Maus zu sezieren. Vielen bereitet das als Tierfreund Unbehagen und auch die Tierschützer auf der ganzen Welt verachten diese Praxis.

    Inzwischen sind sich auch Wissenschaftler einig, dass man im Grunde auf das Sezieren verzichten kann. Eingehende Lehrfilme sollen das nötige Wissen gemeinsam mit detaillierten Modellen am Computer vermitteln. Tiere selbst müssen dann nicht mehr dran glauben. Die Technik ist weit genug, dass man mit Simulationen und nicht mit echten Tieren arbeiten kann.

    Die Universität ins Mainz hat sich daher bereits jetzt dafür entschieden, die Pflicht zum Sezieren für kommende Semester abzuschaffen. Die Studenten und Studentinnen müssen dann gar keine Tiere mehr zerlegen und bekommen dennoch ihren Abschluss. Mainz hofft, damit nur die erste Stadt mit diesem Entschluss zu sein und das viele Universitätsstädte noch folgen werden. Allerdings müssen auch in Mainz die Absolventen dann damit leben, dass in ihrem Uni-Zeugnis stehen wird, dass sie keine Tiere seziert haben. Das dürfte einige dennoch trotz schlechtem Gewissen zum Sezieren bewegen, damit das Zeugnis gefühlt besser aussieht.

    Das Abschaffen der Sezier-Pflicht ist aber auf jeden Fall ein Fortschritt und gibt den Absolventen mehr Freiheiten.

    Bringen Halsbandsittiche das Ökosystem ins Wanken?

    Das Bundesamt für Naturschutz untersucht, ob der exotische Halsbandsittich auf die graue Liste gehört

    Zwei Papageien, Pfirsichköpfchen, auf einem Ast
    Pair of lovebirds agapornis-fischeri isolated on white © Dmitry Pichugin - www.fotolia.de

    Versehentlich oder absichtlich eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten können das heimische Ökosystem gehörig ins Wanken bringen. Beispiele hierfür zeigen sich insbesondere auf Inseln wie Australien oder Großbritannien, wo einzelne Tierarten teils ganze Bestände bedrohen.

    Liste potentieller Bedrohungen

    Auch in Deutschland ist das Problem nicht unbekannt: Aktuell untersucht das Bundesamt für Naturschutz, ob der exotische Halsbandsittich auf die sogenannte graue Liste gehört. Hier werden solche Tierarten gelistet, die als potentielle Bedrohung für das heimische Ökosystem gelten. Exemplare der "schwarzen Liste" gefährden oder verdrängen definitiv vorhandene Bestände, während importierte Arten auf der "weißen Liste" keine akute Bedrohung darstellen.

    Wie kam es zur Überpopulation?

    Doch wie fand der farbenprächtige Papagei im Mini-Format eigentlich den Weg in die deutschen Parkanlagen? Wie so oft, so waren es auch hier vermutlich einzelne, ausgebüchste Tiere, die es sich in Bäumen und Höhlen gemütlich machten und bald vermehrten.

    Aktuell sollen mehr als 8000 Exemplare in Deutschland zu Hause sein. Ob die Halsbandsittiche heimische Vögel gefährden oder sogar aktiv vertreiben, ist unter Experten nach wie vor umstritten.

    Kontakt zu Menschen beeinflusst Haie nicht

    Meereswissenschaftler können durch unauffällige GPS-Daten von Haiüberwachungen Entwarnung geben

    Nahaufnahme grauer Hai unter Wasser
    Grey whaler Shark © cbpix - www.fotolia.de

    Bislang dachten viele Menschen, dass die Haianlockung zur Bespaßung der Touristen den Tieren schaden würde. Dies wird jetzt allerdings durch Untersuchungen vor den Küsten Floridas und den Bahamas widerlegt. Demnach nehmen die Raubfische keinen Schaden davon, wenn sie Kontakt zu Menschen haben.

    Umweltschützer warnen

    Die Veranstalter müssen die Haie mit zahlreichen Ködern anlocken, dass die Urlauber auf ihre Kosten kommen und den riesigen Haien durch ein Stahlkäfig direkt in ihre Augen sehen können.

    Schon seit Jahren laufen Umweltschützer gegen dieses Vorgehen Sturm, da sie der Ansicht sind, dass der Kontakt zu Menschen sowie die Fütterung negative Auswirkungen auf das Verhalten der Haie habe. Auf der einen Seite klingt diese These plausibel, wobei es auf der anderen Seite keine Daten darüber gibt, ob dies tatsächlich so ist.

    Untersuchung durch Meereswissenschaftler

    Ein Team von Meereswissenschaftlern unter Führung von Neil Hammerschlag von der Universität Miami hat jetzt die Reviere und Wanderrouten von zwei Tigerhaipopulationen genau unter die Lupe genommen und sie dazu mit GPS-Sendern ausgestattet.

    Die eine ist vor der Küste Floridas beheimatet, wo sie nicht durch Futter angelockt werden dürfen, während die zweite Population vor den Bahamas lebt und durch Köder regelmäßig angelockt wird.

    GPS-Daten unauffällig

    Nach der Auswertung der GPS-Daten kam heraus, dass selbst die Haie vor den Bahamas genau wie ihre Artgenossen vor den Küsten Floridas extrem weite Distanzen von über 3.000 Kilometer zurücklegen. Somit befinden sie sich also nicht immer in den Gebieten der Fütterung, womit der Tauchtourismus aufatmen kann.

    Ferkelkastration: Tierschutzgesetz soll verbessert werden

    Die Kastration von jungen Ferkeln ohne Betäubung ist heftig umstritten. Trotzdem wird sie unter anderem in Deutschland nach wie vor praktiziert. Ein neues Gesetz soll dies jetzt ändern: Ab 2017, so der Plan, soll die Kastration ohne schmerzstillende Betäubung verboten werden. In anderen europäischen Ländern ist dies zum Teil bereits seit Jahren der Fall.

    Doch was steckt eigentlich hinter der Diskussion um die Ferkelkastration? Grob zusammengefasst ließe sich sagen: Finanzielle Aspekte auf der einen, Tierschutz auf der anderen Seite. Denn dass die Kastration auch schon kleinsten Ferkeln starke Schmerzen bereitet, davon sind Tierschützer überzeugt. Umgekehrt erachten sie viele Schweinehalter für notwendig, da Fleisch von männlichen Schweinen ohne Kastration einen starken Eigengeschmack aufweisen kann. Die Nachfrage bestimmt hier offenbar, dass kastriert werden muss.

    Dabei gäbe es durchaus Alternativen, wie Tierschützer immer wieder betonen: Eine Kastration mit Betäubung ist zum einen bereits in anderen Ländern gang und gäbe. Zum anderen könnten männliche Schweine mit speziellen Medikamenten behandelt werden oder geschlachtet werden, bevor der eigentümliche Ebergeruch einsetzt. Dies jedoch würde die Kosten für Schweinefleisch deutlich in die Höhe treiben - was viele Verbraucher vermutlich dazu bringen würde, Billigprodukte aus anderen Ländern zu kaufen.

    Einsatz von Minihubschrauber zum Schutz von Rehkitzen, Fasanen und Rebhühnern

    Jährlich sterben in Deutschland bei der Ernte durch die modernen Mähmaschinen etwa 90.000 Rehkitze und unzählige Fasane, Rebhühner und Wachteln. Die Rehkitze werden von ihrer Mutter im hohen Gras niedergelegt, wo sie Schutz vor Menschen und anderen Tieren haben. Aber wenn das junge Reh lauten Lärm, wie von den Mähmaschinen, hört, so läuft es nicht fluchtartig weg, sondern duckt sich noch tiefer. So passiert es dann oft, dass das junge Rehkitz verletzt oder sogar total zerstückelt wird.

    Dadurch entsteht aber auch für die betroffenen Bauern ein erheblicher finanzieller Schaden, denn wenn verdorbenes Fleisch in die Silo mit eingelagert wird, so ist das gesamte Futter für die Kühe, die nur Pflanzenfresser sind, nicht verwertbar.

    Jetzt hatte der Informatiker Wolfgang Thorn, der Dekan an der Fachhochschule in Worms ist, die Idee mit Hilfe eines Minihubschraubers, der durch acht Propeller angetrieben wird, die im Gras verborgenen Rehkitze aufzustöbern und zu retten. Für die Suche nach den Tieren befindet sich an Bord des Minihubschraubers, dem "Oktokopter", eine Wärmebildkamera.

    Aber dieses Projekt wird von allen Seiten blockiert und vom Landesbetrieb Mobilität in Rheinland-Pfalz wurde sogar für den Minihubschrauber ein Flugverbot erlassen.

    Klimawandel nimmt Pandabären ihre Nahrung

    Bambus ist die Hauptnahrungsquelle des Großen Pandas. Doch der Klimawandel macht den Pflanzen zu schaffen.

    So sind in den chinesischen Qinling-Bergen in der Mitte des Landes die drei Bambusarten Fargesia qinlingensis, Fargesia dracocephala und Bashania fargesii in ihrem Bestand stark bis sehr stark gefährdet. Damit wäre auch den Pandabären die Existenzgrundlage entzogen.

    Es gebe bei solchen Vorhersagen natürlich noch Unsicherheiten, erklärte ein chinesischer Forscher, doch zahlreiche Klimamodelle wiesen auf potenzielle Herausforderungen für den Erhalt der Pandas hin.

    Möglich, so der UN-Klimarat IPCC, sei auch, dass Pflanzen und Tiere auf eine Erwärmung mit einer Verlagerung ihrer Lebensräume in Richtung der Pole reagieren. Um zu überleben, benötigt der Große Panda rund 10 bis 20 Kilogramm Bambus am Tag. Da die Gewächse je nach Art nur alle 12 bis 120 Jahre blühen, fällt es ihnen schwerer, sich an ein neues Klima anzupassen.

    Tierschützer fordern mehr Meeresschutzgebiete

    Vor allem wegen Überfischung sind immer mehr Arten in den Weltmeeren bedroht, weshalb Tierschützer schon seit Jahren größere Schutzgebiete fordern. Forscher des norwegischen Institute of Marine Research konnten jetzt sogar beweisen, dass selbst kleine Schutzgebiete von einhundert Metern Durchmesser für die Meeresbewohner positive Wirkung haben.

    In derartigen Arealen haben sich in Norwegen die Bestände von Kabeljau und Hummer deutlich erholt, da sie den Tieren den benötigten Schutz gewährleisten. Alleine zwischen den Jahren 2006 bis 2010 nahm in den dortigen Schutzgebieten die Hummerdichte durchschnittlich um 245 Prozent zu, während die Tiere Im Schnitt 13 Prozent größer wurden.

    Dies gilt in ähnlicher Weise auch für die Bestände des Kabeljau, dessen Fangraten in den Schutzgebieten weitaus höher als in den Nachbargebieten ist.

    Bienensterben - EU plant Verbot von Insektiziden

    Schon geringe Mengen von Insektiziden können Bienen töten. Besonders die Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, die zu den Neonicotinoid zählen, stehen in der Kritik. Sie gelangen bei der Aussaat auf Blütenpflanzen und sorgen schon in geringer Dosis für den Tod der Insekten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) warnt daher vor dem Gebrauch dieser Substanzen.

    Von den Herstellern der Insektizide, den Unternehmen Bayer und Syngenta, kommt jedoch Widerspruch. So seien schlechte Bienengesundheit und Milbenbefall schuld am massenhaften Sterben der Tiere.

    Die EU-Kommission zieht ein Verbot der Gifte in Erwägung, will aber noch die Stellungnahme der betroffenen Unternehmen abwarten. Eine Entscheidung fällt möglicherweise auf einer Tagung der Mitgliedsländer Ende Januar. Kritiker fordern schon seit längerem, den Gebrauch von Neonicotinoid zu untersagen.

    Frösche sterben durch Pestizide

    Leiter einer Studie zeigt sich erschüttert über die tödliche Wirkung zugelassener Pestizide

    Grüner Laubfrosch auf Stein
    grüner laubfrosch © martin filzwieser - www.fotolia.de

    Pestizide können für Frösche tödlich sein. Die Amphibien leiden unter den Pflanzenschutzmitteln stärker als bis jetzt angenommen. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau.

    Wirkstoffe im Laborversuch

    Bei Laborversuchen mit Europäischen Grasfröschen (Rana temporaria) testeten sie, ob die Tiere sieben gängige Wirkstoffe:

    vertragen. Die Sterblichkeitsrate reichte bei der empfohlenen Dosierung von 100 Prozent Toten nach einer Stunde bis zu 40 Prozent nach sieben Tagen. Als besonders gefährlich erwies sich das Fungizid "Headline", das auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt.

    Tödliche Wirkung zugelassener Pestizide

    Der Leiter der Studie zeigte sich erschüttert darüber, dass es bei zugelassenen Pestiziden zu einer so hohen Sterblichkeit von Fröschen komme. Es müsse daher schnell etwas dagegen unternommen werden.

    So müssten bei Pestiziden nicht nur die einzelnen Wirkstoffe geprüft werden, sondern das gesamte Mittel inklusive aller Zusatzstoffe. Als Beispiel nannte er das aus Erdöl hergestellte Lösungsmittel Naphta. Es verstärkte im Versuch die tödliche Wirkung von "Headline" erheblich.

    Schweizerin organisiert Walbeobachtungen im spanischen Tarifa

    Whale Watching in Spanien - die Stiftung firmm bietet Touren zu Grindwalen, Orcas und Co. an

    Zum Whale Watching muss man nicht nach Kanada oder in die Antarktis reisen. Auch vor den europäischen Küsten kann man imposante Meeressäuger beobachten.

    Eine der interessantesten Touren startet von Tarifa in Spanien - geführt von einer mindestens ebenso interessanten Frau.

    Vom Modedesign zur Tierforschung

    Als die Schweizerin Katharina Heyer ihren gut dotierten Job in der Modebranche an den Nagel hängte, konnte sie noch nicht wissen, wie sich ihr Engagement für die Wale entwickelt. Heute steht die 70-Jährige dreimal täglich an Bord eines Kutters, mit dem Naturliebhaber und Touristen zum Wale-Beobachten hinausfahren. Organisiert werden diese Touren durch die Stiftung firmm (foundation for information and research on marine mammals).

    Ebenso wie ihre erfahrene Crew kennt Heyer die Lieblingsplätze von Walen und Delfinen. Bereits vor dem Start gibt sie den Teilnehmern eine Einführung in die Lebensbedingungen der Tiere. Und auch während der Fahrt steht sie für Fragen und Informationen zur Verfügung.

    Wenn sich an der Wasseroberfläche etwas rührt, bringt sie das Schiff schnell auf Kurs. Dabei ist es immer eine Glückssache, ob man die Tiere erblickt, schließlich handelt es sich um freilebende Meeresbewohner. Die Schweizer Stiftung garantiert jedoch, dass es auf 98 Prozent der Touren zu Sichtungen der Meeressäuger kommt und bietet eine kostenlose Zweittour an, wenn es ein mal doch nicht der Fall sein sollte.

    Angebotene Touren

    Die zwei- bis zweieinhalbstündigen Whale Watching-Touren in der Straße von Gibraltar werden von der Schweizerin und ihrem Team zwischen April und Oktober angeboten. Dabei lassen sich laut firmm

    • Grindwale
    • Finnwale
    • Gemeine Delfine
    • Große Tümmler und
    • Blau-Weiße Delfine

    das ganze Jahr über beobachten; in den Sommermonaten Juli und August kann man mitunter auch

    • Orcas (Schwertwale)

    sehen. Die Reisezeit der

    • Pottwale

    liegt wie die des firmm-Kutters zwischen April und Oktober.

    Gutes Wetter ist für die Touren übrigens Voraussetzung - bei starken Winden finden keine Ausfahrten statt.

    Ziele der firmm

    Die firmm wurde bereits im Jahr 1998 gegründet. Seitdem setzen sich Katharina Heyer und ihre Mitarbeiter für den Schutz von Walen und Delfinen ein. Die angebotenen Touren werden dabei genutzt, um weitere Forschungsergebnisse zu sammeln und diese gleichzeitig mit vielen Interessenten zu teilen. Ziel ist es auch, den Menschen für einen respektvollen Umgang mit den Tieren zu sensibilisieren.

    Adresse und Kontakt für Interessierte:
    Pedro Cortés 4 (im Hafen von Tarifa)
    11380 Tarifa, Spanien
    Tel.: +34 956 62 70 08
    Mobil: +34 619 45 94 41
    www.firmm.org

    Das Ökosystem braucht auch die seltenen Tiere und Pflanzen

    Manche Tierarten kennt jeder. Zu glauben, dass sie deswegen auch wichtiger sind als ihre unbekannteren Verwandten, ist jedoch ein Irrtum. Welche Bedeutung gerade die seltenen Lebensformen für unser Ökosystem haben, hat nun eine Forschergruppe belegt.

    In einer internationalen Studie haben die Wissenschaftler sich das Zusammenspiel der verschiedenen Arten in Korallenriffen, in den Alpen und im Urwald Französisch-Guyanas genauer angeschaut. Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Die Pflanzen und Tiere mit den individuellsten Merkmalen können sich am besten an schwierige Umweltbedingungen anpassen.

    Von entscheidender Bedeutung könnte dies noch im Klimawandel werden. Wenn die globalen Veränderungen zunehmen, bieten die Exoten durch ihre vielseitigen Fähigkeiten bessere Überlebenschancen für das gesamte Ökosystem.

    Statt nur die großen und bekannten Arten zu schützen, sollten wir deshalb auch auf die kleinen, unscheinbaren und exotischen Gattungen achten.

    Versauerung der Meere setzt Tintenfischen zu

    Bislang galten Korallen und Kalkalgen durch die Versauerung der Meere als stark bedroht. Nach neusten Erkenntnissen jedoch sind es auch die Tintenfische, die unter der Versauerung der Meere sehr leiden. Der sinkende ph-Wert trägt dazu bei, dass Eier der Kalmare und damit dann auch die Jungtiere zu klein sind. Ihr empfindliches Gleichgewichtsorgan wird gestört und sie beginnen, nur noch im Kreis zu schwimmen.

    US-Forscher haben weitere Hinweise darauf, dass die Versauerung der Meere weit mehr Lebewesen betrifft, als bislang angenommen. Auch der berühmte Clownfisch zeigt Reaktionen. So verliert dieser seinen Geruchssinn bereits bei einem ph-Wert unter 7,8. Forscher warnen vor fatalen Folgen.

    Wenn die Tintenfische aus dem Kreislauf fallen, dann hat das Auswirkungen auf die gesamte Unterwasserwelt. Immerhin sind Tintenfische für eine Vielzahl von Lebewesen die Nahrungsquelle Nummer eins. Thunfische beispielsweise ernähren sich hauptsächlich von ihnen. Die Versauerung der Meere dürfte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

    Auf einem Sechstel der Landoberfläche wachsen 60 Prozent Pflanzenarten: Schutz dringend nötig

    Sandstrand mit Palmen, Boot im Meer
    palm beach boat © Baltazar - www.fotolia.de

    Wissenschaftler bemängeln, dass rund 60 Prozent aller pflanzlichen Arten auf ungefähr einem sechsten Teil der Landoberfläche wachsen und nur sechs Prozent davon geschützt würden. Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler um Stuart Pimm von der Duke University in Durham (US-Staat North Carolina), als sie eine Datenbank auswerteten, die als eine der größten auf der Welt gilt, und in der die Artenvielfalt in den Royal Botanic Gardens in Kew in England verzeichnet ist.

    Auf der Grundlage von 110.000 Arten wurden die Vorkommen in den jeweiligen Regionen errechnet. Das Vorkommen der Pflanzen hat Auswirkungen auf die Tiere, denn dort leben 74 Prozent verschiedener Säugetiere, 80 Prozent unterschiedlicher Amphibien und 89 Prozent von vielfältigen Vögeln.

    Schützenswert sind bisher schon 13 Prozent der Landoberflächen, doch nur 6 Prozent stehen tatsächlich unter Schutz. Wichtig wäre nach Erkenntnis der Forscher, die Einheimischen der jeweiligen Gebiete mit einzubeziehen. Dazu gehören beispielsweise die subtropischen und tropischen Wälder von Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien, viele Inseln, auch in der Karibik und die Ökosysteme am Mittelmeer.

    Anonyme Abgabestelle für Pferde - In Schleswig-Holstein steht Deutschlands einzige Pferdeklappe

    Junge Frau in weißem Oberteil mit einem grauen Pferd
    freunde © soschoenbistdu - www.fotolia.de

    Die Haltung von Pferden ist teuer. Menschen, die sich ihr Pferd auf Grund eines familiären Schicksalsschlags, einer Krankheit ihres Tieres oder einer finanziellen Notlage nicht mehr leisten können, haben meist keine Wahl und müssen das Tier verkaufen. Wenn es sich um ein krankes Tier handelt, hält sich das Käuferinteresse jedoch stark in Grenzen. Oft werden solche Pferde dann an Schlachter verkauft oder eingeschläfert.

    Wer das nicht übers Herz bringt, der hat die Möglichkeit seinen geliebten Vierbeiner zu Deutschlands bislang einziger Pferdeklappe nach Schleswig-Holstein zu bringen. In Norderbrarub können Besitzer ihr Tier anonym in einer Box neben einer Pferdekoppel abstellen. Den so genannten Equidenpass, den Personalausweis des Pferdes, müssen sie dabeilegen, denn damit treten die Besitzer jegliche Besitzansprüche an dem Pferd ab. Die abgestellten Pferde werden dann von der Koppelbesitzerin abgeholt und auf ihrem Reiterhof untergebracht.

    Derzeit beherbergt die Betreiberin der Pferdeklappe zwei Abgabepferde. Für 15 Tiere wäre im Notfall Platz. Die abgegebenen Pferde sind meist in einem katastrophalen gesundheitlichen Zustand. Sie werden daher zunächst von einem Tierarzt durchgecheckt und versorgt, bevor sie an Liebhaber weiterverkauft werden. Damit die Klappenpferde nicht an Schlachter geraten, liegt ihr Verkaufspreis deutlich über dem eines Schlachttiers.

    Wilderei in Afrika nimmt kein Ende – Zahl der getöteten Tiere 2013 wieder gestiegen

    Afrikanischer Elefant von links in Natur mit Sträuchern im Hintergrund am Fluss
    elefant © Haya Kilray - www.fotolia.de

    Tierschützer ziehen für das Jahr 2013 eine traurige Bilanz: Im vergangenen Jahr sind rund 30.000 Elefanten und beinahe 1.000 Nashörner Wilderern zum Opfer gefallen. Damit breitet sich die Wilderei in Afrika immer weiter aus und ist nicht zu stoppen.

    Ursache der Wilderei

    Hauptgrund für die gestiegene Zahl der gewilderten Elefanten und Nashörner ist der illegale Elfenbein- und Nashorn-Handel im asiatischen Raum. Hier wird dem Elfenbein oder den Hörnern des Nashorns eine potenzsteigernde und anregende Wirkung nachgesagt. Als Pulver landen die Stoßzähne und Hörner in verschiedenen Medikamenten und sollen damit die Potenz und das Wohlbefinden der Kunden steigern.

    Florierender Elfenbein- und Nashorn-Handel

    Trotz der Regelungen im Washingtoner Artenschutzübereinkommen werfen Tierschützer den asiatischen Staaten Passivität im Kampf gegen die Wilderei vor. Immerhin handelt es sich beim Handel mit Elfenbein und Nashorn-Hörnern um ein Millionen-Geschäft, das vor allem gut situierte Bürger anspricht. So wird ein Kilogramm Hornpulver für ungefähr 50.000 Euro gehandelt. Solange dieser Handel jedoch nicht unterbunden wird, kann die Wilderei in Afrika auch nicht gestoppt werden.

    Auf lange Sicht gesehen gefährden die Wilderer jedoch die Elefanten- und Nashorn-Bestände in Afrika – höchste Zeit also, um den Handel einzudämmen und die Arten zu schützen.

    Fischfangsaison in Japan hat begonnen - Hunderte Delfine werden abgeschlachtet

    Verschiedene Fischarten liegen nebeneinander auf weißem Hintergrund
    pesce in pescheria © Giuseppe Porzani - www.fotolia.de

    In einer Bucht des japanischen Walfangortes Taiji hat die alljährliche Fischfangsaison begonnen und dabei machen die Fischer unter anderem auch gezielt Jagd auf Delfine. Obwohl die Zahl der Delfintötungen in Japan in den vergangenen Jahren bereits stark zurückgegangen ist, werden dort noch immer jedes Jahr hunderte Delfine abgeschlachtet.

    Grausame Delfinjagd

    Wie Tierschützer berichten, die das grausame Geschehen vor Ort beobachteten, wurden am vergangenen Dienstag rund 250 Delfine in die Bucht getrieben. Zunächst seien knapp 50 Tiere ausgewählt worden, die an Vergnügungsparks und Delfinarien verkauft werden sollen. Der Rest der Delfine sei anschließend getötet worden, heißt es.

    Einsatz von Prominenten

    Die Delfinschlachtung in Japan sorgt weltweit für Aufsehen. Sogar Prominente melden sich kritisch zu Wort und appellieren an die Regierung dem brutalen Treiben ein Ende zu setzen, so zum Beispiel Yoko Ono, die Witwe des verstorbenen Beatles-Sängers John Lennon. In einem offenen Brief bat sie die Regierung die Delfinjagd abzuschaffen, da das weltweite Ansehen Japans sonst Schaden nehmen könnte.

    Stellungnahme der japanischen Regierung

    Japan jedoch scheint sich keiner Schuld bewusst zu sein. Der Gouverneur der Provinz Wakayama teilte mit, dass die Schlachtung der Delfine nicht unmenschlicher sei als die Schlachtung anderer Tiere, die dem Menschen als Nahrungsmittel dienen und auch der Sprecher der japanischen Regierung erklärte, dass dass die Jagd der Tiere auf Grundlage des Gesetzes ordnungsgemäß durchgeführt werde.

    Der Handel mit geschützten Wildtieren floriert: Tigerpenisse als Potenzmittel

    Afrikanischer Elefant von links in Natur mit Sträuchern im Hintergrund am Fluss
    elefant © Haya Kilray - www.fotolia.de

    Vixay Keosavang ist ein international gesuchter Tierhändler, der Millionen Dollar mit dem Verkauf von toten oder lebenden Wildtieren verdient. Er bietet dabei alles an, was sich zu Geld machen lässt, ob Tiger- und Löwenknochen, Nashornpulver oder Tigerpenisse.

    Dem Schweizer Enthüllungsjournalisten und Artenschützer Karl Ammann ist es nun gelungen, einen laotischen Mitarbeiter in das Versteck Keosavangs in der Stadt Pakse einzuschleusen. Dort lebt der Tierhändler in einer luxuriösen Villa und geht unbehelligt seinem Geschäft nach, wie heimliche Aufnahmen mit einer Miniaturkamera zeigen.

    Für Keosavang ist besonders Asien ein lukrativer Markt. In China und Vietnam werden den Überresten von Wildtieren magische Kräfte zugeschrieben, aus denen sich Potenzsteigernde oder Krebsheilende Mittel herstellen lassen.

    Ammann entdeckte Zoos zur Tarnung von Wildhandel

    Besonders mit seltenen Tierarten lassen sich große Summen erzielen. Mittlerweile hat sich der Schmuggel mit geschützten Tieren zu einer der größten Einnahmequellen von Mafiaorganisationen entwickelt, hinter dem Menschen- und Waffenhandel. Für Tiger etwa errichten die Tierhändler eigene Zuchtstationen, oberflächlich getarnt als Zoos oder Zirkusse, wie Recherchen von Ammann gezeigt haben.

    Die internationale Gemeinschaft steht derartigen Machenschaften relativ hilflos gegenüber. Die 1973 gegründete Tierschutzorganisation CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), die den Vereinten Nationen untersteht, hat wenig Erfolg im Kampf gegen den Handel mit Wildtieren. So wurden beispielsweise allein in Afrika im Jahr 2013 rund 30.000 Elefanten von Wilddieben getötet.

    Beifang gefährdet das Ökosystem der Meere

    Frischer Hummer, eisgekühlt auf Markt
    Langoustines on a market stall © dutourdumonde - www.fotolia.de

    Albatrosse schnappen nach Fisch-Ködern, Delfine und Schildkröten verheddern sich in den Netzen: Einer aktuellen Studie von Forschern der San Diego State University in Kalifornien zufolge soll der so genannte Beifang das Ökosystem der Ozeane nachhaltig gefährden.

    An der US-Atlantikküste sowie im Mittelmeer sterben demnach besonders viele Schildkröten an den Fischerhaken, während im südlichen Indischen Ozean sowie in der Bering-See vor allem Seevögel als Beifang in den Netzen landen.

    Besonders gefährlich für Wale und Delfine wird es im östlichen Pazifik sowie der südamerikanischen Atlantikküste. Grundsätzlich gefährdet die Tiere vor allem die Treibnetzfischerei mit ihren kilometerlangen ausgelegten Netzen, welche in den USA sowie der Europäischen Union verboten ist.

    Bei der Langleinenfischerei gibt es hingegen wesentlich weniger Beifang, wo an einer langen Leine viele Köder-Schnüre befestigt werden. Bei der Schleppnetzfischerei, bei der die Netze von Schiffen durch die Tiefsee gezogen werden, waren die Auswirkungen am geringsten.

    Möglichkeiten und Beifang zu vermeiden

    Laut den Wissenschaftlern lassen sich die Beifang-Raten jedoch auch leicht verringern, indem man beispielsweise Fluchtöffnungen in die Netze einbaut, welche nur von großen Tieren geöffnet werden können.

    Zudem eignen sich Sprenkleranlagen an den Fischerbooten dafür, um Albatrosse vom Schnappen nach Ködern an den Langleinen abzuhalten. Derartige Maßnahmen werden jedoch von den wenigsten Ländern vorgeschrieben, sodass es bezüglich des Themas Beifang nicht an Lösungen, sondern an einer effektiven Implementierung mangelt.

    Bienen bei der Nahrungssuche helfen: Bundesministerium informiert Bürger mit App

    Nahaufnahme Biene am Weidenröschen
    Biene und Weidenröschen © Heinz Waldukat - www.fotolia.de

    Bienen sind für den Menschen nützliche Tiere, das hat nun auch das Bundeslandwirtschaftsministerium erkannt. Die Behörde hat eine kostenlose Bienen-App herausgebracht. Diese listet 130 Pflanzen auf, die Bienen als Nahrung dienen.

    Aktion Bienen füttern

    Im Rahmen der Aktion "Bienen füttern" werden die Bundesbürger ihre Gärten und Balkone in diesem Jahr verstärkt mit bienenfreundlichen Pflanzen versehen, so die Hoffnung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Die hiesigen Gartencenter unterstützen die Aktion und richten ihr Sortiment verstärkt nach den Berdüfnissen der Insekten aus.

    Bienen sind als Bestäuber von Nutzpflanzen nahezu unverzichtbar und laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium das drittwichtigste Nutztier in Deutschland. Nicht zuletzt deshalb ist das Überleben der Bienen im Interesse des Menschen.

    Milben, Viren und Pflanzenschutzmittel machen Bienen zu schaffen

    In Deutschland leben zurzeit rund 600.000 Bienenvölker, dem Deutschen Imkerbunde (DIB) zufolge könnte die Population hierzulande locker dreimal so groß sein. Doch Milben, Viren und Pflanzenschutzmittel machen Bienen zu schaffen. Zwar gibt es in Deutschland laut dem Imkerbund immer mehr Hobby-Imker, doch diese kümmern sich in der Regel nur um ein oder zwei Bienenvölker. Um die Population zu erhöhen, sollten Imker im Optimalfall rund 10 Bienenvölker halten.

    Klimawandel lässt Fischbestände schrumpfen

    Blauer exotischer Fisch im Meer
    marine fish © Johnny Lye - www.fotolia.de

    Schon viele Jahre ist bekannt, dass der Klimawandel die Meere immer weiter erwärmt. So kam es etwa hauptsächlich in den Tropen vor, dass ganze Fischbestände vollständig aus diversen Regionen vertrieben wurden und schließlich enorm verringert wurden. Wie inzwischen bekannt ist, macht der Klimawandel aber auch den Meeresbewohnern in anderen Meeren, wie etwa der Nordsee, ordentlich das Leben schwer.

    Die Qualität der Meere wird aufgrund der steigenden Wärme immer schlechter, weshalb Forscher vom Alfred-Wagner-Institut davon ausgehen, dass die Fischbestände in den nächsten 30 bis 40 Jahren vermutlich auf gerade einmal noch 80 Prozent oder sogar noch deutlich weniger sinken werden. Nach und nach werden daher voraussichtlich keine Fischbestände mehr in den tropischen Gewässern vorzufinden sein.

    Auch Schadstoffbelastung schuld an Schrumpfen der Fischbestände

    Doch nicht nur die Klimaerwärmung setzt den Meeren enorm zu, auch solche Schadstoffe wie Düngemittel und Abwässer sorgen für Probleme, da sie dafür sorgen, dass das Algenwachstum enorm zunimmt. Diese wiederum sorgen dafür, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt, weshalb das Leben für Meeresbewohner beinahe nicht mehr möglich ist.

    Durch den Klimawandel verdrängt in Nordamerika die Regenbogenforelle die heimischen Arten

    Zwei Regenbogenforellen, daneben frischer Lauch, Basilikum, Pfeffer
    Regenbogenforelle © HLPhoto - www.fotolia.de

    In Nordamerika wurde die Regenbogenforelle Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt, die sie ein sehr leckerer und beliebter Speisefisch ist.

    Diese Forellenart liebt jedoch wärmeres Wasser und so kommt es, dass die Regenbogenforelle sich mit den ursprünglichen Arten vermischt, so dass im Endeffekt beispielsweise die Westslope-Cutthroat-Forelle verdrängt wird. Diese Art liebt aber eher das kältere Gewässer.

    Paarung zwischen den Arten aufgrund von Klimawandel

    Wie Forscher von der University of Montana in Polson zusammen mit Kollegen im Flathead River im US-Bundesstaat Montana beobachten konnten, kam es in den letzten 30 Jahren zu mehr Paarungen aufgrund des Anstiegs der Wassertemperatur zwischen diesen beiden Arten. So hat sich dort in der Region die mittlere Lufttemperatur pro Jahrzehnt um durchschnittlich 0,36 Grad Celsius erhöht, was sich auch auf die Wassertemperatur auswirkt.

    Durch die vermehrten Paarungen zwischen diesen beiden Arten geht im Laufe der Zeit aber das Erbgut der heimischen Forelle verloren. In Nordamerika findet man diese Forellenart heute nur noch in zirka zehn Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes.

    Schwarznarbenkröten breiten sich in Madagaskar aus: Gefahr für die heimische Tierwelt

    Flagge Madagaskar
    Flagge von Madagaskar © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

    Madagaskars einzigartige Tierwelt ist in Gefahr. Grund ist die Schwarznarbenkröte, die sich derzeit völlig ungehindert auf dem Inselstaat ausbreitet.

    Kröteninvasion bringt Ökosystem der Insel ins Ungleichgewicht

    Ursprünglich kommt die Schwarznarbenkröte aus Südostasien und hat in Madagaskar nichts verloren, doch ein australischer Doktorand hat zufällig mehrere Exemplare auf der Insel entdeckt. Anscheinend sind die Tiere in Schiffscontainern als blinde Passagiere auf die Insel gelangt. Das wahre Ausmaß der Invasion ist noch nicht bekannt, allerdings hätte ein Ausbreiten der Kröten dramatische Folgen für das Ökosystem.

    Pläne zur Eindämmung der hohen Amphibienzahl

    Die Eindringlinge sind nicht nur giftig, sondern auch Überträger von amphibischen Krankheiten. Zudem kann ihre Zahl in kurzer Zeit extrem ansteigen, da ein einziges Weibchen bis zu 40.000 Eier legt. Da die Zeit drängt, sprechen sich Forscher in der Fachzeitschrift "Nature" dafür aus, die Invasion der fremden Art im Keim zu ersticken, um ein drohendes Artensterben zu verhindern.

    Über mögliche Gegenmaßnahmen sind sich die Experten allerdings noch nicht einig. So könnten entweder die erwachsenen Kröten gejagt, oder auch die Eier zerstört werden. Darüber hinaus würden neue Zäune die wanderungsfreudigen Amphibien am weiteren Vordringen in neues Terrain hindern. Ein drastisches Mittel wäre zudem, ganze Teiche trockenzulegen, damit die Weibchen keine Eier mehr legen können.

    Die Rückkehr des Weißen Hais - Vor Kalifornien leben erheblich mehr Raubfische als angenommen

    Der Weiße Hai gilt als der gefährlichste Räuber in den Weltmeeren. Doch obgleich er keinen Fressfeind fürchten muss, zählt er zu den bedrohten Arten. Durch Beifang in der kommerziellen Fischerei sowie gezielter Bejagung zum Gewinn von Trophäen gilt er als im Bestand bedroht. Lange Zeit vermutete man, dass es weltweit höchstens noch 3000 Exemplare gibt. Doch nun zeigt eine neue Studie, dass allein vor der Küste Kaliforniens weit mehr Weiße Haie leben als angenommen.

    Anzahl der geschätzten Haie ist höher als vermutet

    2011 hatten Wissenschaftler die Zahl der dort lebenden Tiere auf rund 220 geschätzt. Einer neuen Analyse zufolge schwimmen in den Gewässern vor Kalifornien jedoch wenigstens 2000 Weiße Haie aller Altersstufen. Möglicherweise leben im östlichen Nordpazifik jedoch noch erheblich mehr dieser Raubfische. Die Haie profitieren von dem größeren Schutz Kaliforniens für Seelöwen und Robben, die zu ihren Beutetieren zählen.

    Erholung des Haibestands

    Außerdem gehören Weiße Haie laut Weltnaturschutzunion (IUCN) zu den gefährdeten Spezies und dürfen deshalb nicht gejagt werden. Dies hat dazu geführt, dass sich die Bestände erholt haben. Obendrein kommt es in vielen Fällen zu Fehlern beim Schätzen der Populationsgröße, weil Haie Kiemen besitzen und sie deshalb zum Atmen nicht an die Oberfläche kommen müssen.

    Igel nicht zusätzlich füttern - Lebensgefahr durch Milch und Obst

    Braunes Herbstlaub
    herbstlaub © Konstanze Gruber - www.fotolia.de

    Frei lebende Igel darf man nicht füttern. Die Wildtiere kommen gut selbst zurecht und benötigen keine menschliche Hilfe, sie finden ihr Futter selbst. Darauf hat der Berliner Tierschutzverein nun hingewiesen.

    Die Gefahren durch Milch und Obst

    Besonders gefährlich und ungeeignet sind alle Arten von Kuhmilchprodukten. Sie enthalten Milchzucker (Laktose), den Igel nicht aufspalten können. Er ist die Ursache für schmerzhafte Durchfälle und häufig tödliche Koliken.

    Obst können die Tiere aufgrund ihres Magen-Darm-Traktes nicht verwerten. Sie sind Insektenfresser und bevorzugen die fleischliche Ernährung.

    So kann man den kleinen Wildtieren dennoch helfen

    Derzeit bereiten sich die Gartenbewohner auf den Winterschlaf vor. Erhalten Igel im Spätherbst und im Winter zusätzliches Futter, gelingt ihnen dies unter Umständen nicht. Wenn ein Jungigel im Spätherbst das für den Winterschlaf erforderliche Gewicht von 500 bis 600 Gramm nicht erreicht, ist er auf menschliche Hilfe angewiesen. Diese leisten Fachleute in einem Igelzentrum.

    Um es dem Igel so gemütlich wie möglich zu machen, sollten Gartenbesitzer Laub für ein Winterquartier zusammenharken. Außerdem sollten sie keinen Laubsauger verwenden, weil kleine Igel darin verschwinden können.

    Walhai-Boom vor der mexikanischen Küste – neue Regeln für Touristen

    Ein strenger Verhaltenskodex auf dem Meer soll die Tierwelt vor aufdringlichen Besuchern schützen

    Taucher mit nacktem Oberkörper, Schnorchel und Taucherbrille
    taucher © KENCKOphotography - www.fotolia.de

    Die mexikanische Halbinsel Cancún gilt bei Tauchern als magisches Revier. An den Korallenriffen vor der Küste schwimmen Tausende von Fischen direkt an der Taucherbrille vorbei.

    Zwischen Mai und September lockt eine weitere Attraktion aufs Meer: Wenn die Planktonmassen an die Oberfläche treiben, kommen die Walhaie. Bis zu 450 Tiere haben Biologen an einem Tag gezählt. Die sanften Riesen sind zum Touristenmagneten geworden – und geraten dadurch zunehmend in Gefahr.

    Neue Jobs durch Hai-Tourismus

    Walhaie können bis zu 16 Meter lang werden und sind damit die größten Fische der Welt. Wegen der markanten Punkte auf ihrem Rücken nennen die Mexikaner sie auch "Domino". Noch vor zehn Jahren tauchten die friedlichen Plankton-Sauger vor Cancún nur vereinzelt auf. Nur wenige Boote fuhren zu ihren Fressplätzen hinaus. Jetzt springen täglich bis zu 2300 Touristen vor der

    ins Wasser. 750 neue Arbeitsplätze sind durch das Walhai-Watching entstanden. Wo die Walhaie schwimmen, lässt sich schon von weitem an den herausragenden Schwanz- und Rückenflossen erkennen. Eine Gefahr für Schwimmer besteht bei dem gemeinsamen Bad nicht: die Haie sind gutmütig.

    Werden die Besucher jedoch zu zahlreich, unterbrechen die Tiere ihre Nahrungsaufnahme und tauchen ab. Biologen fürchten deshalb, dass der Tourismus den Bestand der Walhaie gefährden könnte. Gleiches gilt für Mantarochen.

    Weniger Lizenzen für Touristenboote

    Die Behörden stecken im klassischen Dilemma: sie verfügen über eine natürliche Attraktion, mit der sie Touristen in ihre Region locken können. Werden es zu viele Besucher, nehmen die Tiere jedoch Schaden.

    Ein weiterer Faktor in den Überlegungen sind die Fischer. Sie haben kein Interesse die Walhaie zu fangen, vielmehr dienen die Meeresgiganten ihnen als Orientierung. Denn wo die Walhaie das Plankton ansaugen, tummeln sich auch große Mengen an anderen Fischen. Je mehr Gäste den Walhaien auf die Pelle rücken, desto weniger Einnahmen haben die Fischer. Viele haben ihr Geschäftsmodell deshalb geändert und fahren selbst Touristen aufs Meer.

    Um diesen Trend zu stoppen, überlegen die Behörden nun, die Lizenzen für Touristen zu begrenzen. Außerdem soll ein strenger Verhaltenskodex auf dem Meer die Tiere vor allzu aufdringlichen Besuchern schützen.

    Gefahr für Eichhörnchen – invasive Grauhörnchen könnten die heimischen Nager verdrängen

    Die "Grauen" sind deutlich größer und robuster, und müssen außerhalb ihrer Heimat kaum Fressfeinde fürchten

    Nahaufnahme Haselnüsse an Strauch auf weißem Hintergrund
    hazel nut © Irina Ukrainets - www.fotolia.de

    Eichhörnchen sind "sooo süß". Kein Nagetier ist bei den Deutschen so bleibt wie die rotbraunen Kletterkünstler mit den Puschelohren. Es droht jedoch Gefahr. In Großbritannien hat sich bereits das größere Grauhörnchen angesiedelt. Auch aus Richtung Italien könnten die robusteren Verwandten allmählich das heimische Hörnchen verdrängen.

    Konkurrenz der Hörnchen

    Zugegeben, auch Grauhörnchen sind niedlich. Zwar fehlen ihnen die typischen Puschel auf den Ohren, ihr Schwanz ist aber mindestens ebenso buschig wie der von Eichhörnchen. Die "Grauen" sind aber deutlich größer und robuster, zudem haben sie außerhalb ihrer nordamerikanischen Heimat kaum Fressfeinde. Die britischen Eichhörnchen leiden deshalb bereits unter der Konkurrenz.

    Auch in Italien rückt die amerikanische Verwandtschaft den grazilen Eichhörnchen auf den Pelz. Einzelne ausgesetzte Exemplare haben zu einer massenhaften Vermehrung geführt. Bis die Nager den Sprung über die Alpen machen, kann aber noch einige Jahre dauern.

    Der Platz reicht für alle

    Eine Bedrohung sind die Grauhörnchen ohnehin nicht. Biologen sehen in Deutschland ausreichend Lebensraum für beide Gattungen. Eine größere Gefahr für Eichhörnchen geht demnach vom Straßenverkehr und heimischen Tierfreunden aus. Zahlreiche Einrichtungen in Deutschland kümmern sich um

    • verwaiste,
    • verletzte oder
    • kranke Hörnchen.

    Nicht immer gelingt die anschließende Auswilderung.

    Folge: die Tiere gewöhnen sich an den Menschen und verlieren die Fähigkeit, in der freien Natur zu überleben. Mancher Experte rät deshalb vom Aufpäppeln kränkelnder Nager ab. Sinnvoll sind dagegen Projekte wie die Berliner Eichhörnchen-Seilbrücke, auf der die Tiere in luftiger Höhe die Straße überqueren können.

    Grundinformationen und Hinweise zum Tierschutz

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: wet nose © davidcrehner - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Puppy and kitten and guinea pig © Happy monkey - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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