Altersvorsorge - Möglichkeiten der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Alterssicherung

Alter Mann mit Hut und Gehstock und alte Frau sitzen nebeneinander auf einer Schaukel vor weißem Hintergrund

Die Altersvorsorge basiert auf dem "Drei-Säulen-Modell" - wir zeigen, welche Möglichkeiten der Absicherung Arbeitnehmern und Selbstständigen zur Verfügung stehen

Um im Alter bzw. nach Ende der Erwerbstätigkeit finanziell abgesichert zu sein und seinen weiteren Lebenesunterhalt zu bestreiten, werden Maßnahmen zur Altersvorsorge getroffen. Ziel ist, möglichst keine Einschränkungen des bisherigen Lebensstandards in Kauf nehmen zu müssen.

Der abstrakte Begriff der Altersvorsorge

Als Altersvorsorge wird ganz allgemein die finanzielle Vorsorge für den Lebensabschnitt nach dem Erwerbsleben bezeichnet. Die damit verbundenen Mindereinnahmen sollen durch Zusatzeinnahmen aus der Altersvorsorge bestenfalls ganz, zumindest aber teilweise kompensiert werden.

Der gesellschaftlich gängige Begriff Altersvorsorge ist absichtlich sehr abstrakt gehalten. Vorgesorgt werden kann sowohl finanziell als auch materiell oder immateriell. Eine eigene Immobilie, die im Alter unbelastet ist, kann ebenso als Altersvorsorge bezeichnet werden wie die ausreichend hohe Privatrente.

Und wer sich einer Wohngemeinschaft mit mehreren Generationen anschließt, der sorgt ebenfalls für das Alter vor, ohne dass dazu erhebliche finanzielle Anstrengungen notwendig sind. Hier werden die verschiedenen Kräfte und Ressourcen aller Bewohner gebündelt sowie im Sinne der Gemeinschaft auf alle gleichmäßig verteilt. Nur die notwendigsten Waren und Dienstleistungen werden gekauft.

Die Altersvorsorge sorgt auf jeden Fall für einen Ausgleich im Alter. Ausgeglichen werden müssen das fehlende Erwerbseinkommen, und vielfach auch das damit verbundene soziale Umfeld. Die Zeit nach dem Arbeitsleben ist im wahrsten Sinne des Wortes ein neuer, ein ganz anderer Lebensabschnitt.

Für ein beruhigtes Leben im Alter sollte frühzeitig vorgesorgt werden
Für ein beruhigtes Leben im Alter sollte frühzeitig vorgesorgt werden

Die drei Säulen der Altersvorsorge

Der Lebensunterhalt wird zu jeder Zeit durch das Geld als Zahlungsmittel bestritten. Ob Einkommen aus Arbeit, aus Rente oder aus Vermögen - alle Zahlungen erfolgen in der Landeswährung Euro. Insofern basiert auch die Altersvorsorge auf Geldzahlungen.

Aufgebaut wird eine Altersvorsorge auf drei Säulen. Dies sind

  • die gesetzliche Altersvorsorge
  • die betriebliche Altersvorsorge sowie
  • die private Altersvorsorge.

Durch diese drei Vorsorgemaßnahmen soll die finanzielle Absicherung im Alter, nach dem Ende der Berufstätigkeit, sichergestellt werden. Waren in früheren Jahren staatliche Renten als alleinige Altersvorsorge ausreichend, sind in der heutigen Zeit zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern.

  • Die erste der drei Säulen zur Altersvorsorge ist die gesetzliche Altersvorsorge. So ist jeder Arbeitnehmer dazu verpflichtet, während seines gesamten Berufslebens Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dieser so genannte Rententopf dient zur direkten Finanzierung der Renten, was man auch als Umlageverfahren bezeichnet.

  • Die zweite Säule wird aus weiteren, ergänzenden Alterssicherungen zusammengesetzt. Diese basieren ebenfalls auf Erwerbstätigkeit. Dazu gehören die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes sowie die betriebliche Altersvorsorge.

  • Immer wichtiger wird die dritte Säule zur Altersvorsorge: die private Vorsorge. Zu diesem Zweck wird eigenverantwortlich Kapital angespart, das dann im Alter zur Verfügung steht. Dazu zählen Aktienfonds-Sparpläne, Lebensversicherungen, die Rürup-Rente oder die Riester-Rente. Darüber hinaus können auch Immobilien als private Altersvorsorge angelegt werden.

Gesetzliche Rente

Die gesetzliche Altersvorsorge bezieht sich auf die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die von ihrem monatlichen Bruttoverdienst Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung bezahlen. Im Gegenzug erhalten sie im späteren Rentenalter eine gesetzliche Rente. Sie ist, allerdings nur teilweise und das in kontinuierlich sinkender Höhe, der finanzielle Ausgleich zum bisherigen Arbeitseinkommen.

Lange Zeit war in der Bundesrepublik Deutschland die gesetzliche Rentenversicherung die wichtigste Maßnahme für eine soziale Absicherung. Durch die Einforderung eines Pflichtanteils von jedem Berufstätigen durch den Staat wurde automatisch für eine Rentenzahlung nach dem Ende der Berufstätigkeit gesorgt.

Inzwischen reicht die staatliche Rente in vielen Fällen jedoch nicht mehr aus, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Darüber hinaus wurde im Jahr 2007 das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre angehoben.

Betriebliche Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente gilt somit als eines von mehreren Standbeinen für die Altersvorsorge. Bei einer betrieblichen Altersvorsorge handelt es sich um Versorgungsleistungen, die im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall vom Arbeitgeber aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses garantiert werden. Dieses zweite Standbein der Altersvorsorge hält in der Praxis nicht das, was es verspricht.

Die Zahl der Arbeitgeber, die sich beispielsweise an einer Direktversicherung beteiligen, nimmt nicht zu, sondern eher ab. Negativ beeinflusst wird eine dauerhafte betriebliche Altersvorsorge auch durch Arbeitsplatzwechsel aus unterschiedlichen Gründen.

Der frühere Dauerarbeitsplatz in ein und demselben Unternehmen, von der Lehre bis hin zum Renteneintritt, ist heutzutage nicht mehr realistisch. Die betriebliche Altersvorsorge erweist sich als das schwächste Glied in der Dreierkette einer Vorsorge für das Alter.

Private Vorsorge

Bezüglich der privaten Altersvorsorge sind unterschiedliche Modelle möglich. Sie alle haben jedoch gemeinsam, dass eine private Person in eigener Verantwortung Kapital für das Alter anlegt.

Welche Art der privaten Vorsorge gewählt wird, hängt meist vom Lebensalter, dem Einkommen und zuletzt auch der Risikobereitschaft ab. Wichtig ist, dass man mit der privaten Altersvorsorge möglichst frühzeitig beginnt und nicht zu lange wartet, auch wenn nur kleine Summen zur Verfügung stehen.

Die private Vorsorge ist, neben der gesetzlichen Rente, das nächstwichtige Standbein der Altersvorsorge. Als Vorteil erweist sich, dass sie vom zukünftigen Rentner direkt beeinflussbar ist. Er kann selbst entscheiden, wie umfangreich er im Laufe des Erwerbslebens die private Altersvorsorge gestalten kann und will.

Der Staat hat die Notwendigkeit der privaten Vorsorge erkannt und fördert sie mit Zuschüssen. Damit sind die Riester-Rente sowie die Rürup-Rente angesprochen, die beide durch Geldzahlungen aus öffentlichen Mitteln bezuschusst werden.

Während die Riester-Rente für unselbstständige Arbeiter und Angestellte vorgesehen ist, bezieht sich die Rürup-Rente in erster Linie auf selbstständige Unternehmer sowie auf Freiberufler. Beide geförderten Privatrenten sind nur ein Bestandteil der privaten Altersvorsorge.

Sofern die Einnahmelücke zwischen dem bisherigen Arbeits- und dem späteren Renteneinkommen noch nicht geschlossen oder doch noch zu groß ist, bietet sich der Abschluss einer weiteren privaten Rente an. Der Betroffene hat seinerseits vielfach das Problem, dass die private Altersvorsorge für ihn auch tatsächlich finanzierbar ist.

Pflegeversicherung

Zum Thema der Altersvorsorge gehört auch die Pflegeversicherung. Die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit steigt mit zunehmendem Alter. Akute oder auch chronische Erkrankungen haben eine oftmals dauerhafte Pflegebedürftigkeit zur Folge.

Der sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter ist von Gesetz wegen kranken- und pflegeversichert. Vergleichbar mit der gesetzlichen Rentenversicherung sind auch die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in vielen Fällen nicht ausreichend hoch.

Während es sich bei der Rente um fehlende Einnahmen für den Lebensunterhalt handelt, sind es bei der Pflege die Ausgaben, die von der Pflegeversicherung nicht bezahlt werden. Da aus gesundheitlichen und auch ethischen Gründen gepflegt wird, fallen die damit verbundenen Kosten an. Was die gesetzliche Pflegeversicherung nicht zahlt, das muss der Pflegebedürftige aus seinem Einkommen und Vermögen bezahlen.

Um diese Situation zu vermeiden, ist der frühzeitige Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung notwendig. Sie ist ein weiteres Standbein der Altersvorsorge. Auch hier hat der Staat die Notwendigkeit zur Unterstützung erkannt.

Pflege-Bahr ist, analog zur Riester- und zur Rürup-Rente, eine staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherung. Nach Vorgabe des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes PNG hat seit dem Jahre 2013 jeder Bürger den Anspruch auf diese staatlich geförderte private Pflegezusatzversicherung.

In vielen Fällen sind die Leistungen der gesetzlichen sowie der staatlich geförderten Pflegeversicherung jedoch nicht kostendeckend. Um die Finanzierungslücke, beispielsweise bei einer dauerhaften Heimunterbringung in der dritten, der höchsten Pflegestufe zu schließen, ist der Abschluss einer weiteren privaten Pflegezusatzversicherung erforderlich. Auch hier stellt sich für den späteren Pflegebedürftigen die Frage nach der Finanzierbarkeit in den vorherigen Jahren und Jahrzehnten.

Viele Deutsche haben Angst vor kostspieliger Pflege im Alter

Krankenschwester in grünem Kittel überprüft am Handgelenk einer Seniorin den Puls
Female Caretaker Checking Pulse Of Senior Woman © Tyler Olson - www.fotolia.de

Die Angst, im Alter nicht mehr über ausreichend Geldmittel für die eigene Pflege zu verfügen, treibt die Deutschen um.

Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.017 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" wünschen sie sich von der Politik neue Konzepte für eine überalternde Gesellschaft: Neun von zehn Deutschen (89,5%) kritisieren, dass die Politiker sich noch viel zu wenig Gedanken über bezahlbares Wohnen und Pflege im Alter machen.

Angesichts von niedrigen Pflegesätzen, schlechten Rentenaussichten und horrender Pflegepreise haben drei von vier Deutschen (74,2%) große Angst vor der eigenen Pflegebedürftigkeit. Fast zwei Drittel der Befragten (64,9%) sind überzeugt, sich im Alter einen Platz in einem guten Seniorenheim bzw. beim betreuten Wohnen finanziell wahrscheinlich gar nicht leisten zu können.

Gesundheitsstudie zeigt: ein frühzeitiges Vorsorgen fürs Alter rechnet sich

Deutschland vor einer Pflegekrise - Ältere verlassen sich auf Pflege durch Familie

Rückansicht drei Senioren sitzen auf Bank im Park
Senioren sitzen Bank © dresden - www.fotolia.de

Die British United Provident Association (Bupa), ein Gesundheitsunternehmen, das weltweit tätig ist, hat eine Befragung an über 65 Jahre alten in Deutschland lebenden Personen vorgenommen. Man hat sich die gesundheitlichen Aspekte in diesem Alter einmal genauer angesehen und festgestellt: "80 ist die neue 65".

Man fühlt sich jünger, als man ist

80 Prozent der Befragten sagten aus, sie fühlen sich jünger als sie tatsächlich sind; knapp über die Hälfte betonte, sich gesund zu fühlen. Für 44 Prozent der deutschen Senioren beginnt das Rentenalter laut Studienergebnisse erst ab einem Alter von 80 Jahren. Und so wie sie das Altwerden vor sich herschieben, kümmert die meisten auch das Thema Altersvorsorge nicht wirklich. Denn 72 Prozent gehen davon aus, ihre Familie würde sich um die Pflege kümmern, wenn es soweit kommt - nur 19 Prozent der Ü-65-Jährigen hat finanziell vorgesorgt.

Immer weniger ätere Menschen werden von Familienmitgliedern gepflegt

Dabei zeigt ein aktueller Bericht der Bupa, dass die Zeiten, in denen sich jüngere Familienmitglieder um die älteren Generationen kümmern, immer mehr verblassen. Der Grund in dieser Wende liegt unter anderem darin, dass es mehr pflegebedürftige Menschen als jüngere Generationen gibt.

Der Direktor der Bupa sieht in dieser Entwicklung ein ernstes Problem: "Deutschland steht wie viele Länder in Europa vor einer Pflegekrise und die Menschen bereiten sich nicht auf ihr Alter vor". Zum Schluss fügt er noch hinzu: "Jeder ältere Mensch hat das Recht auf eine personalisierte, hochwertige Pflege.

Dies wird jedoch nur möglich sein, wenn die im Hier und Jetzt lebenden Menschen auch mit dem Planen für morgen beginnen".

Fazit

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass eine umfassende und wirksame Altersvorsorge schon in jungen Jahren beginnen muss. Über Jahrzehnte hinweg lässt sich, auch mit überschaubaren Monatsraten, durchaus eine private Altersvorsorge aufbauen, die sowohl die Mindereinnahmen aus der gesetzlichen Rente ausgleicht als auch die pflegebedingten Mehrausgaben finanziert. Die Alternative dazu sind verschiedenartige Transferleistungen der öffentlichen Hand, wodurch die freie Verfügbarkeit über das eigene Einkommen und Vermögen allerdings stark eingeschränkt wird.

Die Altersvorsorge stellt ein komplexes Thema dar, das aufgrund einiger Fachbegriffe nicht immer sofort ersichtlich ist - bevor wir auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der Altersvorsorge eingehen, haben wir daher zunächst ein Lexikon mit wichtigen Begriffen für Sie zusammengestellt.

Wichtige Begriffe rund um die Altersvorsorge

Die Altersvorsorge mit gesetzlicher und privater Rentenversicherung ist ebenso differenziert wie für den Laien kompliziert. Er muss sich mit vielerlei Begriffen vertraut machen, die wir im Folgenden in einer Übersicht zusammengefasst haben.

Ablaufleistung

Die Kapitallebensversicherung ist eine von mehreren Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge. Wie das Wort sagt, wird im Rahmen einer Lebensversicherung durch die regelmäßigen Beitragszahlungen Kapital angesammelt.

Wenn der Leistungsfall, also der Tod des Versicherten während der Vertragslaufzeit eintritt, denn wird die Lebensversicherung sofort ausbezahlt, anderenfalls zum Vertragsende. Die Versicherung läuft ab, und die dann fällige Gesamtsumme ist die Ablaufleistung.

Es ist der Betrag, der nach Ablauf der Versicherungszeit geleistet wird. Er setzt sich

  • aus den eingezahlten Versicherungsbeiträgen
  • aus den Habenzinsen sowie
  • aus den Überschüssen

zusammen. Als Überschuss wird derjenige von der Versicherungsgesellschaft erwirtschaftete Betrag bezeichnet, der die vertraglich in Aussicht gestellte Garantieverzinsung übersteigt. Insofern ist der Versicherte, ohne Einfluss darauf nehmen zu können, vom Versicherer abhängig, wie gekonnt er mit der Kapitalanlage wirtschaftet.

Bausparvertrag

Zu einer späteren Altersvorsorge gehört der möglichst früh abgeschlossene Bausparvertrag. Er wird bei einer Bausparkasse abgeschlossen und ist die Voraussetzung dafür, dass zusätzlich zur Bausparsumme ein Bauspardarlehen gewährt wird.

Beide zusammen sind die Grundlage für eine Immobilienfinanzierung wie den Hausbau oder den Wohnungskauf. Sinn dieses Wohnraumeigentums ist es, die Fremdfinanzierung spätestens dann abgeschlossen zu haben, wenn das Arbeitseinkommen durch die deutlich geringere gesetzliche Rente ersetzt wird.

Diese Mindereinnahmen werden durch die Minderausgaben für die Unterkunft bestenfalls so kompensiert, dass die Rechnung für den Immobilieneigentümer plus/minus null aufgeht. Mit einer frühzeitigen Schaffung von Wohnungseigentum wird die private Altersvorsorge dahingehend verbessert, dass in späteren Jahren keine oder deutlich geringere Ausgaben für die Unterkunft anfallen. Diese Altersvorsorge ist mit einer Esparnis der Kaltmiete für eine Mietwohnung gleichzusetzen.

Beleihbarkeit

Als Beleihbarkeit wird die Möglichkeit bezeichnet, einen beweglichen oder unbeweglichen Vermögensgegenstand in Höhe seines Wertes zu beleihen, also mit einer Verbindlichkeit zu belasten. Der Umfang wird Beleihungswert genannt.

Beliehen werden kann unter bestimmten Voraussetzungen der Rückkaufwert einer Lebensversicherung. Die Beleihbarkeit setzt voraus, dass der beliehene Wert im Bedarfsfalle verkauft, buchstäblich zu Geld gemacht werden kann. Gut beleihbar sind Münzsammlungen sowie Gold- oder Silberbarren.

Hier besteht das einzige Risiko in der täglichen Kursschwankung, während die Werte von Münzsammlungen sich eher langfristig verändern. Auch eine Immobilie ist bis zu einem bestimmten Wert beleihbar. Das ausgezahlte Darlehen wird durch die Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch besichert.

Eine Beleihbarkeit verkörpert als solche keinen direkten pekuniären Wert. Sie verhilft jedoch dazu, durch die mit ihr verbundene Sicherheit des Beleihungswertes im Gegenzuge über die Fremdfinanzierung wie ein Darlehen oder einen Kredit an Geld zu gelangen.

Dachfonds

Das französische Wort "Fonds" heißt zu Deutsch Kapital, oder verfügbares Geld. Eine Kapitalgesellschaft sammelt als Investmentgesellschaft Kapital von Geldanlegern ein, bündelt es zu einem Investmentfonds und investiert dieses so genannte Sondervermögen dann in mehrere unterschiedliche Anlagenbereiche.

Dachfonds sind wie Fonds der Fonds. Es sind Investmentfonds, die das ihnen überlassene Anlagekapital nicht direkt anlegen, sondern wiederum anderen Fonds zum dortigen Anlegen überlassen. Bei einer Altersvorsorge ist das Fondsparen eine der sowohl ertrag- als auch risikoreichen Möglichkeiten.

Sofern der Anleger als zukünftiger Rentner keine eigenen Kenntnisse dazu hat, muss er sich auf den externen Fondmanager verlassen. Der ist wie sein Vermögensverwalter. Er verdient an der Vermögensverwaltung, ohne für einen wirtschaftlichen Misserfolg zu haften.

Die Fondserträge sind lukrativ, wenn sie realisiert werden. Dachfonds bieten ihren Anlegern eine breitere und dadurch deutlich sichere Anlagemöglichkeit. Sie haben die Auswahl unter den ihnen nachgeordneten Fonds als solchen, sowie darüber hinaus unter allen anderen Anlagemöglichkeiten.

Die Renditemöglichkeiten beim Dachfonds sind um ein Vielfaches größer als bei einem einzigen Fonds. Der ist an sich selbst sowie an seine begrenzten Anlagemöglichkeit gebunden.

Entgeldpunkt

Entgeltpunkte sind eine Berechnungsgrundlage in der Rentenformel für die Berechnung der gesetzlichen Rente. Die Höhe der Entgeltpunkte errechnet sich vorwiegend aus dem Verhältnis des Einkommens des späteren Rentners zu dem Durchschnittseinkommen aller Versicherten.

Die Zahl der erworbenen Entgeltpunkte wird in jeder Renteninformation mitgeteilt, die der Arbeitnehmer in regelmäßigen Abständen von seinem Rentenversicherungsträger zugeschickt bekommt. Die Entgeltpunkte werden für jedes Kalenderjahr separat berechnet und anschließend addiert. Das in den einzelnen Jahren durch Rentenversicherungsbeiträge versicherte Einkommen wird in Entgeltpunkte umgerechnet.

Ein voller Punkt entspricht der Versicherung des Einkommens in Höhe des bundesweiten durchschnittlichen Entgeltes. Die Entgeltpunkte neutralisieren und machen die unterschiedlichen Beitragszahlungen der einzelnen Jahre vergleichbar.

Ihre Zahl je Kalenderjahr ist auf die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung begrenzt, und insofern auch die Höhe der gesetzlichen Rente. Aus dieser Situation heraus ergibt sich geradezu die Notwendigkeit zu einer privaten Altersvorsorge. Vereinfacht gesagt: Die spätere gesetzliche Rente wird also schon in früheren Jahren durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt.

Erwerbsminderungsrente

Obwohl beides oftmals miteinander verknüpft sind, ist die Rente für verminderte Erwerbsfähigkeit nicht gleichzusetzen mit dem Grad der Behinderung, dem GdB. Er bezieht sich auf alle anderen Lebensbereiche, die Erwerbsminderungsrente jedoch ausschließlich auf das Berufsleben.

Der Umfang einer vollen oder teilweisen Erwerbsminderung richtet sich nach der Leistungsfähigkeit. Wer zwischen drei und sechs Stunden täglich einen Beruf ausüben kann, der ist teilweise erwerbsgemindert.

Bei weniger als drei Stunden liegt eine volle Erwerbsminderung vor. Dabei muss es sich nicht um den erlernten Beruf handeln, sondern um eine zumutbare Berufstätigkeit auf dem Arbeitsmarkt.

Grundlage für diese Bewertung sind die Prüfung und die Bewertung der ärztlichen Unterlagen durch den Rentenversicherungsträger. Ergänzend dazu sind die bis dahin gezahlten Pflichtbeiträge mitentscheidend.

Voraussetzung für den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente sind drei so genannte Pflichtversicherungsjahre innerhalb von fünf Jahren vor der Antragstellung. Ergänzend dazu muss die sogenannte Wartezeit von fünf Versicherungsjahren erfüllt sein.

Förderhöhe

Als Förderhöhe wird das Limit bezeichnet, ab dem beziehungsweise bis zu dem eine Förderung möglich ist. Wenn beispielsweise bei der Riester-Rente als einer Form der privaten Altersvorsorge von einer maximalen Förderhöhe gesprochen wird, dann ist damit die Obergrenze der staatlichen Förderung gemeint.

Sie ergibt sich aus den Berechnungsgrundlagen für den einzelnen Versicherten und ist insofern variabel. Anders ist die feststehende Förderhöhe bei der privaten Pflegezusatzversicherung Pflege-Bahr. Hier steht sie mit fünf Euro monatlich fest, sie ist auf sechzig Euro je Kalenderjahr begrenzt.

Wer eine Pflegetagegeldversicherung mit einem Monatsbeitrag von mindestens zehn Euro abschließt, der erhält einen staatlichen Zuschuss von monatlich fünf Euro. Das einzige Kriterium für diese Förderhöhe ist der Mindestbeitrag von zehn Euro monatlich.

Der Begriff "Förderhöhe" beinhaltet, dass eine Zahlung geleistet wird. Im Falle der privaten Altersvorsorge wird diese private Leistung aus öffentlichen Mitteln gefördert. Deren Höhe ist vom Einzelfall abhängig und gesetzlich begrenzt.

Fondsparplan

Der Fondsparplan wird wie ein feststehender Sparvertrag behandelt. Anstelle auf ein Sparbuch oder auf ein Sparkonto werden beim Fondsparplan regelmäßige Zahlungen in einen Investmentfonds geleistet.

Das eingezahlte respektive angelegte Geld wird seinerseits in Wertpapieren angelegt. Der Sparer erwirbt Fondsanteile, die in seinem Wertpapierdepot verwaltet beziehungsweise hinterlegt werden.

Mit Blick auf eine private Altersvorsorge bieten sich Fondsparpläne in

  • Aktien-
  • Renten-
  • Pensions- oder
  • Mischfonds

an. Der Fondsparer kann zwar entscheiden, in welchen Fonds er investiert; er muss sich jedoch auf das Fondsmanagement verlassen, das seinerseits die Fondspareinlagen anlegt. Darüber wird der Fondsparer von Zeit zu Zeit informiert, ohne jedoch Einfluss nehmen zu können.

Gegenüber einem Sparplan mit fest vereinbarten Zinsen bietet der Fondsparplan die Chance auf höhere, aber auch ein Risiko auf weniger Zinsen. Da Aktienanlagen dauerhaft renditeträchtiger als Geldanlagen sind, verspricht der Fondsparplan als eine langfristig angelegte Altersvorsorge mehr Gewinn.

Garantieverzinsung, (Mindestverzinsung)

Eine Garantieverzinsung, auch Mindestverzinsung genannt, ist die untere und gleichzeitig auch vertraglich garantierte Zinshöhe bei Anlagen oder Versicherungen. Bei der privaten Altersvorsorge ist eine Garantie- respektive Mindestverzinsung von Kapitallebensversicherungen entscheidend für die Höhe der Ablaufleistung - also für derjenige Summe, die nach Vertragsablauf an den Versicherungsnehmer ausgezahlt wird.

Sie wird wahlweise verrentet oder in einer Summe bezahlt. Wichtig ist im Einzelfall auch, auf welche Versicherungssumme sich der Garantiezins bezieht. Ist es der verbleibende Sparanteil, also abzüglich aller anderen Kosten für Verwaltung, Provision und dergleichen, oder werden die tatsächlich geleisteten Zahlungen verzinst.

Eine Grundlage für diese Verzinsungen ist der vom Bundesfinanzministerium vorgegebene Höchstrechnungszins für die Lebensversicherungen. Im Rahmen der privaten Altersvorsorge wird unter anderem auch die Riester-Rente in Form von Fondsparplänen, Banksparplänen oder von fondsgebundenen Rentenversicherungen gefördert.

Das Altersvermögensgesetz sieht im weitesten Sinne den Kapitalerhalt sowie eine Garantieverzinsung vor. Damit soll sichergestellt sein, dass bei gleichzeitiger Gewährung von staatlichen Zuschüssen der spätere Rentner unterm Strich nicht weniger erhält, als er und der Staat zuvor gezahlt haben.

Die individuelle Förderhöhe beim umgangssprachlichen "riestern" steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Garantie- oder Mindestverzinsung. Jede Förderung orientiert sich am Einkommen und Familienstand des Versicherungsnehmers. Für die Förderhöhe ist immer entscheidend, dass der Vertrag, für den die Förderung gilt, auch erfüllt wird. Ist das nicht der Fall, muss die erhaltene Förderung zurückgezahlt werden.

Bei einer vorzeitigen Vertragskündigung einer Riester- oder Rürup-Rente geschieht das direkt durch die Versicherungsgesellschaft. Insofern sollte begrifflich in Förderhöhe einerseits und Förderung andererseits unterschieden werden.

Das System der Altersvorsorge zu verstehen hilft richtig vorzusorgen
Das System der Altersvorsorge zu verstehen hilft richtig vorzusorgen

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die das Kapital ihrer Anleger in so genannte Geldmarkttitel investieren. Sie werden ihres Zweckes wegen auch Liquiditätstitel genannt.

Es sind Wertpapiere, die zum Beschaffen kurzfristiger Gelder für die Liquiditätsverbesserung ausgegeben werden. Zu solchen verzinslichen Wertpapieren gehören

  • Schuldverschreibungen
  • Pfandbriefe oder
  • Rentenpapiere.

Die Geldmarktfonds als eine besondere Form der Investmentfonds können im weiteren Sinne mit einem Tagesgeldkonto verglichen werden. Anleger wie Kreditinstitute und Lebensversicherungsgesellschaften nutzen die Möglichkeit, über Geldmarktfonds sowohl kurzfristig als auch kurzzeitig zu investieren.

Der private Investor ist durch den indirekten Erwerb von Anteilen an dem jeweiligen Geldmarktfonds beteiligt. Für ihn ist der Geldmarktfonds eine Möglichkeit, für seine Ersparnisse mit Blick auf die private Altersvorsorge deutlich höhere Zinsen zu erhalten als bei anderen Sparformen. Dem Anleger muss dabei bewusst sein, dass auch bei Geldmarktfonds ein negatives Zinsrisiko besteht.

Günstigerprüfung

Die Günstigerprüfung ist eine der ganz wenigen Situationen, in denen die Finanzverwaltung von sich aus eine Prüfung zugunsten des Steuerpflichtigen vornimmt. Der ist im Rahmen seiner Steuererklärung für deren Richtigkeit verantwortlich. Das Betriebsfinanzamt nimmt für die Steuerfestsetzung ausschließlich solche Änderungen vor, die sich zugunsten der Behörde auswirken. Wenn der Steuerpflichtige Angaben zu seinen Ungunsten gemacht hat, dann werden die nicht von Amts wegen korrigiert.

Bei der Riester- oder Rürüp-Rente

Bei der Riester-Rente als einer Form der privaten Altersvorsorge ist die Situation anders. Hier überprüft das Finanzamt in jedem einzelnen Fall, ob die staatliche Förderung, die so genannte Riester-Zulage, oder die Geltendmachung als Sonderausgabe zu einem günstigeren Ergebnis führt.

Rechtsgrundlage dafür ist § 10a Absatz 2 des Einkommensteuergesetzes EStG. Er bezieht sich ausdrücklich auf die Günstigerprüfung im Rahmen der zusätzlichen, also der privaten Altersvorsorge.

Gleiches gilt für die Rürup-Rente als eine andere Form der privaten Altersvorsorge. Hier ist der § 10 Absatz 4a EStG die Rechtsgrundlage, jedoch begrenzt auf den Zeitraum bis einschließlich 2019.

Der Riester- oder Rürup-Versicherte kann also ganz sicher sein, dass im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung die für ihn finanziell günstigste Lösung im Steuerbescheid festgesetzt wird; in diesem Falle ganz unabhängig davon, was er erklärt hat.

Kapitalabfindung

Die Kapitalabfindung ist eine einmalige Geldzahlung; das Gegenteil dazu ist die Verrentung, also eine regelmäßige Teil- oder Ratenzahlung. Im Rahmen der privaten Altersvorsorge sind Kapitalabfindungen beispielsweise bei Fälligkeit der langjährigen Kapitallebensversicherung eine Alternative zu deren Verrentung.

Gleiches gilt für die Direktversicherung als eine betriebliche Altersvorsorge. Immer dann, wenn eine Versicherung zum Ende der Laufzeit fällig, also ausgezahlt wird, stellt sich die Frage nach einer Kapitalabfindung oder der Verrentung.

Im Einzelfall ist auch beides möglich, also eine Splittung der Ablaufleistung in Kapitalabfindung sowie Verrentung. Der Versicherungsnehmer muss im Einzelfall abwägen und sich fachlich beraten lassen, welches die für ihn finanziell günstigste Lösung sein kann. Mit einer Kapitalabfindung werden, juristisch gesehen, die bisherigen Rechtsansprüche abgelöst.

Das wird am Beispiel einer Kapitallebensversicherung verständlich. Die Ablaufleistung steht fest, der Vertrag endet, und der Versicherte kann jetzt entscheiden, in welcher Form er darüber verfügen möchte.

Er sollte sich sowohl steuerrechtlich, als auch von seiner Krankenkasse im Hinblick auf die einmalige Beitragszahlung zur Kranken- sowie zur Pflegeversicherung beraten lassen. Um ganz sicher zu sein, empfiehlt es sich, dazu eine zweite Meinung einzuholen. Die Kapitalabfindung hat den Vorteil, dass der Abgefundene die Verfügungsgewalt über sein Kapital bekommt und dann frei darüber entscheiden kann.

Kostenquote

Eine Kostenquote ist der rechnerische Anteil von Kosten an den geleisteten Zahlungen. Den Versicherungsgesellschaften entstehen Kosten, beispielsweise für Personal- und Verwaltung.

Diese Ausgaben finanziert der Versicherte indirekt in irgendeiner Form. Entweder werden sie beim Versicherer als Ausgabe nachgewiesen, oder aber von den Einnahmen, also den Kapitalerträgen, abgezogen.

Da es sich bei Kosten um Ausgaben handelt, ist es transparenter, sie auch als solche auszuweisen. Die Kostenquote zeigt, welcher Anteil des Zahlbetrages für die Kosten des Versicherers aufgewendet wird.

Das Ausweisen ist sowohl in Prozentsätzen als auch sumerisch möglich. Je höher die Kostenquote ist, umso aufwändiger und kostspieliger ist der so genannte Verwaltungsapparat der Versicherungsgesellschaft.

Umgekehrt zeigt die niedrige Kostenquote eine schlanke Geschäftsstruktur, sprich mit einem deutlich geringeren Verwaltungsaufwand. Im Hinblick auf eine jahrzehntelange Zahlung für die private Altersvorsorge ist es nicht nur lohnenswert, sondern geradezu ein Muss, sich die Kostenquote des Versicherers kritisch anzusehen. Was in die Kosten investiert wird, fehlt dem Versicherten an irgendeiner Stelle.

Umgekehrt bleibt ihm umso für seine private Altersvorsorge, je geringer die dauerhafte Kostenquote ist. Sie steigt bei langen Laufzeiten, was sich besonders bei einer privaten Altersvorsorge mit niedrigen Monatszahlungen auswirkt.

Derselbe Anteil an einer niedrigen Beitragshöhe wirkt sich deutlich höher und zu Ungunsten des Versicherungsnehmers aus. Bei einer sehr niedrigen Kostenquote muss umgekehrt allerdings darauf geachtet werden, dass sich die damit verbundene Struktur nicht negativ auf den Service für die Versicherten auswirkt.

Rendite

Die Rendite ist ein jährlicher prozentualer Wert. Er zeigt das Verhältnis zwischen den Ein- und den Auszahlungen einer Kapitalanlage. Abhängig von der Anlage für die private Altersvorsorge setzt sich die Rendite aus mehreren Einnahmearten zusammen.

Bei Sparanlagen sind Zinsen und Rendite dasselbe, sie sind identisch. Bei Fondsanlagen können sich die Erträge aus Zinsen, Dividenden sowie aus tatsächlichen Kursgewinnen zusammensetzen.

Die Rendite ist, vom allgemeinen Verständnis her, das Ergebnis unterm Strich. Für die private Altersvorsorge ist sie entscheidend, sie ist der Ertrag aus der Kapitalanlage.

Die Rendite bezieht sich sowohl sachlich gesehen als auch subjektiv empfunden auf einen längeren Zeitraum. Damit werden temporäre Ertragsschwankungen ausgeglichen, die sowohl positiv als auch negativ sein können.

Renditen aus Geldanlagen, aus Anleihen sowie aus Wertpapieren werden aufgrund verschiedenartiger Anlageformen unterschiedlich berechnet. Für den Anleger als Laien ist letztendlich ausschlaggebend, bei welcher Anlage er für seine private Altersvorsorge die beste Rendite erwarten kann. Sie soll einerseits möglichst hoch, andererseits aber auch sicher, bestenfalls garantiert sein.

Rentenpapiere

Rentenpapiere sind festverzinsliche Wertpapiere. Zu ihnen gehören Obligationen, also Anleihen wie Kommunalobligationen, Pfandbriefe oder Industrieanleihen. Sie werden in den meisten Fällen für langfristige Kapitalanlagen oder Fremdfinanzierungen genutzt.

Bei festverzinslichen Rentenpapieren haben beide Seiten ihren eigenen Vorteil. Der Kapitalgeber kann mit den Zinsen als Einnahme, als Ertrag sowie als Rendite rechnen. Der Anleger respektive Investor kann das Kapital langfristig sowie sicher anlegen und damit ebenfalls eine höhere Rendite erzielen.

Der Unterschied zu einer Aktie besteht darin, dass der Käufer von Rentenpapieren kein Anteilseigner wird, sondern sein Kapital als Fremdkapital, also als einen Kredit, zur Verfügung stellt. Das Rentenpapier kann insofern als ein Gläubigerpapier, eine Gläubigerurkunde bezeichnet werden. Zum Fälligkeitszeitpunkt der Anleihe erhält der Anleger sein Kapital, zuzüglich der fest oder variabel vereinbarten Zinsen, zurückbezahlt.

Rentenpapiere als festverzinsliche Wertpapiere sind Finanzprodukte, die auf dem Finanzmarkt in vielfältigen Varianten gehandelt, also angeboten und gekauft werden. Obwohl sie eine gute Möglichkeit für die private Altersvorsorge sind, stehen sie von der Namensgebung her in keinem Zusammenhang mit der Rente im späteren Alter.

Sparerfreibetrag

Der frühere Sparerfreibetrag ist seit dem Jahre 2009 der heutige Sparer-Pauschalbetrag. Er ist ein Freibetrag auf Kapitaleinkünfte wie Zinsen oder Dividenden. Beim Freibetrag wird, im Gegensatz zur Freigrenze, nur der darüber hinausgehende Ertrag versteuert.

Wenn eine Freigrenze überschritten wird, dann ist der Gesamtbetrag steuerpflichtig. Rechtsgrundlage für den Sparerfreibetrag respektive Sparer-Pauschalbetrag ist § 20 Absatz 9 EStG, des Einkommensteuergesetzes. Er beträgt 810 Euro für eine Person und das Doppelte für Ehepaare.

Im Hinblick auf die Altersvorsorge bietet der Sparerfreibetrag eine dementsprechend hohe Vergünstigung, wenn Erträge aus Kapitalvermögen besteuert werden. Werbungskosten in tatsächlicher Höhe können nicht steuerlich geltend gemacht werden - der Sparer-Pauschalbetrag deckelt insofern diese Steuervergünstigung.

Einkünfte aus Kapitalvermögen sind in die Steuererklärung aufzunehmen. Das Finanzamt berücksichtigt von Amts wegen, also automatisch, den Sparer-Pauschalbetrag in der jeweiligen Höhe.

Der Steuerpflichtige sollte den Steuerbescheid daraufhin prüfen, ob das auch tatsächlich geschehen ist. Wenn nicht, dann ist das der Anlass für ein Rechtsmittel, damit die Korrektur von Amts wegen erfolgt.

Rentenbescheid

Der Rentenbescheid ist die offizielle schriftliche Information des Rentenversicherungsträgers über den zukünftigen Rentenbezug. Formal ist der Rentenbescheid ein Verwaltungsakt, gegen den als Rechtsmittel der Widerspruch eingelegt werden kann.

Für den Rentner als Rentenempfänger ist der Rentenbescheid die Rechtsgrundlage für die bewilligte gesetzliche Altersrente. Auslöser dafür ist der Rentenantrag, der in aller Regel einige Monate vorher beim örtlichen Servicecenter des Rentenversicherungsträgers gestellt worden ist.

Der erste Rentenbescheid ist mit etwa zwanzig Seiten sehr umfangreich und auf den ersten Blick wenig verständlich. Er beinhaltet auch die Grundlagen zur Rentenberechnung.

Der Rentenempfänger sollte den Erstbescheid genau prüfen oder fachlich prüfen lassen, um mögliche Fehler innerhalb der Widerspruchsfrist festzustellen. Aufgrund des Bescheides wird die Rente, also die gesetzliche Altersrente, jeweils im Nachhinein am letzten Werktag des Monats auf das Girokonto überwiesen.

Rentenzahlungen sind in der Bankensprache Prior2-Überweisungen. Das sind so genannte beschleunigte Überweisungen. Der Rentenempfänger kann fest davon ausgehen, dass seine Rente um die Mittagszeit am Zahltag auf dem Girokonto gutgeschrieben wird, so dass er nachmittags darüber verfügen kann.

Der Rentenbescheid beinhaltet auch Informationen über den zukünftigen Hinzuverdienst als Rentner. Das ist für Minijobber interessant, die sich strikt an die gesetzlichen Vorgaben halten müssen.

Ganz allgemein ist der Rentner zu einer Mitarbeit dahingehend verpflichtet, dass er den Rentenversicherungsträger über jegliche Änderungen seiner persönlichen oder wirtschaftlichen Situation informieren muss. Er kann sich also nicht zurücklehnen und auf die monatliche Rentenzahlung warten. Der Rentenbescheid ist in seiner Gesamtheit so inhaltsreich und vielseitig, dass er durchaus mehr als einmal gelesen werden sollte.

Tagesgeldkono

Das Tagesgeldkonto ist ein separates Konto, das auf Guthabenbasis geführt wird. Neben dem Girokonto für die laufenden Buchungen ist es also ein zweites Konto. In der Regel ist eins das Referenzkonto vom anderen.

Im Gegensatz zu einem Festgeldsparkonto ist der Zinssatz auf dem Tagesgeldkonto variabel und spürbar höher als für das herkömmliche Sparbuch.

Tagesgeldkonten werden, ebenso wie Girokonten, überwiegend online geführt. Der Kontoinhaber kann sie selbstständig bewirtschaften, was die Personal- und Verwaltungskosten des kontoführenden Kreditinstitutes deutlich reduziert.

Vergleichbar mit dem Dispo-Kredit kann die Bank oder Sparkasse den Zinssatz einseitig und beliebig ändern. Da es keine Kündigungsfrist gibt, kann der Kontoinhaber jederzeit darauf reagieren - er kann das Guthaben abheben oder das Tagesgeldkonto kündigen. Wenn ein fester Zinssatz angeboten wird, dann ändert der sich nach Fristablauf hin zu dem dann üblichen Tageszinssatz, der in der Regel deutlich niedriger ist.

Zinsgutschriften erfolgen in festen Zeitabschnitten, beispielsweise quartalsweise. Da beim Tagesgeldkonto Zinseszinsen berechnet werden, ist der Intervall für Zinsgutschriften umso besser, je kürzer er ist.

Hier bietet sich die Entscheidung für ein Tagesgeldkonto mit monatlicher Zinsgutschrift an. Die Tagesgeldkonten unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung - sie sind innerhalb der EU-Mitgliedsländer bis zur Höhe von hunderttausend Euro geschützt, also gesichert.

Zinsen als Kapitalerträge aus Tagesgeldkonten sind steuerpflichtig. Die fällige Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent, und hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag sowie von Fall zu Fall die Kirchensteuer.

Überschussbeteiligung

Überschussbeteiligungen an Kapitallebensversicherungen als eine private Altersvorsorge sind zurzeit ein aktuelles und viel diskutiertes Thema. Sie sind eine Beteiligung des Versicherten am erwirtschafteten Überschuss des Versicherers.

Rechtsgrundlage für die Überschussbeteiligung sind der einzelne Versicherungsvertrag sowie das VVG, das Versicherungsvertragsgesetz. Bei der Kapitallebensversicherung wird die jährlich von der Versicherung festgesetzte Überschussbeteiligung rechnerisch der Ablaufleistung hinzuaddiert.

Bei Fälligkeit der Lebensversicherung setzt sich diese Ablaufleistung, also der Zahlbetrag. aus den gezahlten Beiträgen, aus den Zinsen sowie aus der Überschussbeteiligung zusammen.

Ihre Höhe war in den vergangenen Jahrzehnten der wesentliche Anreiz zur Entscheidung für eine Kapitallebensversicherung als private Altersvorsorge. Diese Situation hat sich geändert. Neben den niedrigeren Zinsen gibt es mehrere Gründe, aus denen die Versicherer auch die Überschussbeteiligung deutlich reduzieren.

Die Versicherung legt ihrerseits das Kapital gewinnbringend an. Wenn dort nur marginale oder niedrige Zinsen erwirtschaftet werden können, dann schmälert das den Überschuss, an dem die Versicherungsnehmer beteiligt werden.

Ein Grund dafür ist die seit längerer Zeit anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank EZB. Kreditnehmer bezahlen niedrige Kreditzinsen, die Anleger erhalten auf der anderen Seite sehr niedrige Habenzinsen. Trotz allem ist die Überschussbeteiligung an Kapitallebensversicherungen ein Werbeargument der einzelnen Versicherungsgesellschaften.

Sie sind alle in derselben Situation. Jede von ihnen muss ihren Umsatz sowie Gewinn maximieren, niemand hat etwas zu verschenken. Vor diesem Hintergrund muss der Versicherungsnehmer den Vertrag und die Geschäftsbedingungen in Bezug auf die Überschussbeteiligung genau lesen.

Formulierungen im Konjunktiv, Kannbestimmungen oder Relativierungen sind keine absolute vertragliche Zusage. Wenn es einige Jahrzehnte später um die Höhe der Ablaufleistung geht, dann gilt nur das, was im Vertrag steht. Was nicht drinsteht, lässt sich dann nicht mehr hineininterpretieren.

Versicherungsberater

Der Versicherungsberater berät seine Kunden in allen Belangen des gesamten Versicherungswesens. Als Allrounder muss er über ein profundes Wissen und über eine ausreichende Berufserfahrung verfügen. Seine Tätigkeit ist in ihrer Gesamtheit sehr verantwortungsvoll.

Näheres dazu bestimmt der § 34e GewO, der Gewerbeordnung. Dort ist das gewerbsmäßige Aufgabenspektrum näher definiert und festgelegt.

Um als Versicherungsberater zugelassen zu werden, ist die Ausbildung zum Versicherungskaufmann eine bildungsmäßige Voraussetzung. In der späteren Berufspraxis wird sich der Versicherungsberater, wie es genannt wird, spezialisieren.

Erfahrungsgemäß kann er nur dann erfolgreich sein, wenn die Qualität seiner Beratung stimmt. So entscheidet er sich zum Beispiel frühzeitig, ob er private oder gewerbliche Kunden beraten möchte.

Eine Alternative dazu ist die Fokussierung auf bestimmte Versicherungsbereiche wie Sach- oder Personenversicherungen, und dann auf die jeweils dazugehörigen Versicherungen selbst. Neben der Beratung gehören auch Analysen und Bewertungen zu seinem Aufgabengebiet.

Versicherungsberater arbeiten selbstständig auf eigenes Risiko. Sie dürfen nicht für den oder im Auftrage des Versicherten tätig werden, sondern ihn ausschließlich extern beraten. Sie werden mit einem Honorar vergütet, das zu Beginn der Beratungstätigkeit vereinbart wird.

Im Hinblick auf die private Altersvorsorge ist ein Versicherungsberater der genau richtige Ansprechpartner, um sich beraten zu lassen. Er vermittelt oder verkauft keine Versicherung, sondern er berät objektiv und unabhängig. Das Honorar für die Beratung ist dann gut angelegt, wenn als Beratungsergebnis die Gewissheit besteht, aus mehrerlei Sichtweise die passende, richtige und günstigste Form der Altersvorsorge ausgewählt zu haben.

Vorsorge für das Alter schon frühzeitig treffen

Tipps zur Wahl eines privaten Vorsorgemodells, um den Lebensstandard halten zu können

Älteres glückliches Paar, Gesicht an Gesicht, lächelnd
Couple at the beach smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Zu dem Thema "Altersvorsorge" wurden im Auftrag der HanseMerkur Versicherungsgruppe sieben Finanzexperten befragt. Als Fazit gilt, dass man für sein Alter vorsorgen muss, denn in der Gruppe der unter 30 Jährigen werden nur 20 Prozent in der Lage sein, später ihren Lebensstandard zu halten.

Bei den heute 40 bis 50-Jährigen wird es dagegen etwas besser sein, wobei hier bis zu 35 Prozent das Alter ohne große Einschränkungen genießen kann. Zurzeit liegt der Beitragsatz für die gesetzlich Rente bei 19,9 Prozent, die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, und für die nächsten Jahre wird sich daran nicht viel ändern.

Private Vorsorgemodelle nutzen!

Deshalb wird, auch von den Experten, empfohlen, die privaten Vorsorgemodelle, die auch vom Vater Staat gefördert werden, siehe Riester- und Rürup-Rente, zu nutzen.

Vor allem bei Singels mit einem guten Einkommen, aber auch für alle die Kinder haben, ist ein Abschluss eines privaten Vorsorgemodells lohnenswert. Hierbei sind aber mindestens fünf Prozent des Bruttojahresgehalts anzulegen, wie die Experten sagen, so dass bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro monatlich 125 Euro fällig wären.

In der Altersgruppe von 30 bis 40 Jahren sollte die Sparrate sogar zwischen fünf bis zehn Prozent liegen, und bei den älteren zehn bis 20 Prozent betragen. Aus dem Grund ist es sinnvoll, schon beizeiten für sein Alter vorzusorgen.

Die Deutschen sind unsicher in ihrer Altersvorsorge

Im höheren Alter ein finanziell sicheres Leben führen ist wohl der Wunsch jedes Menschen. Doch der Gedanke, dass man dafür die richtige Vorsorge braucht, scheint wohl in diesem Moment noch zu weit entfernt zu sein.

So legen 62 Prozent der Deutschen ihr Geld höchstens für die nächsten wenigen Jahre zurück und/oder sparen für den kommenden Sommerurlaub. Jetzt schon an die Rente zu denken, ist nicht Jedermanns Sache. 64 Prozent sagten aus, dass sie unsicher seien, wie die finanzielle Lage in Zukunft aussehen wird.

Die Studie, in der 1004 Bundesbürger im Alter von 18 bis 60 Jahren befragt wurden, ergab außerdem, dass diejenigen, die einen Mindestlohn von 3000 Euro Netto erhalten, eher auf einen langjährigen Finanzplan Wert legen; in dem Bereich waren es mit 48 Prozent fast die Hälfte.

Im Alter abgesichert: Für wen lohnt sich die Sofortrente?

Badewanne mit Geldscheinen, eine Frau im schwarzen Bikini darin
bath © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die Verbraucher-Zeitschrift "Ökotest" hat Sofortrenten und sogenannte aufgeschobene Einmalpolicen getestet und miteinander verglichen.

Dabei wird ein zur Verfügung stehender Geldbetrag nicht einfach auf einem Tagesgeldkonto geparkt - denn dort ist er zwar sicher, bringt aber nichts ein - sondern verzinst. Die Auszahlung einer Sofortrente beginnt dabei unmittelbar nach Vertragsabschluss. Die Modelle mit Aufschub werden hingegen mit etwas mehr Vorlauf abgeschlossen, so dass der Kunde erst einmal Zinsen sammeln kann. 2,25 Prozent plus Überschussbeteiligung sind hier - ähnlich wie bei einer normalen Rentenversicherung - zu holen.

Als problematisch sieht "Ökotest" bei den Sofortrenten das hohe Alter an, das erreicht werden muss, damit sich eine Einzahlung lohnt. Männer und Frauen, die ein solches Rentenmodell wählen, müssen nämlich mindestens stolze 90 Jahre alt werden, um eine Rendite zu kassieren. Das Fazit der Zeitschrift lautet deswegen: Eher eine Versicherungspolice mit Aufschub abschließen.

Schlechte Beratung zum Thema Altersvorsorge

Bei der Altersvorsorge werden viele Menschen von Versicherungsagenten und Makler schlecht, beziehungsweise auch falsch beraten, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen festgestellt hat.

Für einen Testversuch wurde eine Studentin, die über ein monatliches Nettoeinkommen über 800 Euro verfügte, wobei hier noch die Miete und der Lebensunterhalt bestritten werden musste, so dass im Endeffekt knapp 100 Euro übrig blieben, die für eventuelle Reparaturen als Rücklage galten, zu den einzelnen Beratungsgesprächen geschickt. Als Ergebnis kam heraus, dass man der jungen Frau, obwohl sie sich dies gar nicht leisten kann, Verträge zur Altersvorsorge angeboten hat.

Darunter waren auch Riester- und Rürup-Verträge, die aber nur für Personen mit einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit möglich sind, was bei der Studentin nicht der Fall war. Auch hatte sich kein Makler nach dem genauen finanziellen Rahmen der Kundin erkundigt.

Auch Frauen sollten an die Altersvorsorge denken

Viele Männer denken an ihre Altersvorsorge und schließen Lebensversicherungen und Sparpläne ab, doch bei den Frauen ist der Anteil derjenigen weitaus niedriger, wie eine Beraterin für Finanzdienstleistungen berichtet.

Doch Frauen zwischen 20 und 30 Jahren sollten schon den ersten Schritt mit Hilfe eines Tagesgeldkonto für den Notfall tun. Aber gleichzeitig auch an ihre Altersvorsorge denken, wobei sich hier der sogenannte "Riester-Vertrag" anbietet. Wer dann noch über zusätzliches Geld verfügt, der kann dann an das richtige Sparen denken, so beispielsweise Festgeld-Anleihen oder auch Fonds-Sparen. Weil Kapitallebensversicherungen oder auch andere Rentenversicherungen oft nicht flexibel genug sind, so empfiehlt die Beraterin diese Form weniger.

Aber grundsätzlich sollte man alle geförderten Anlagemöglichkeiten ins Auge fassen, so einmal die vermögenswirksamen Leistungen und die betriebliche Altersvorsorge. Für mehr Sicherheit und eine höhere Rendite sollte man seine Sparpläne auf mehreren Anlageformen verteilen. Auch während einer Elternzeit oder wenn man nur noch in Teilzeit arbeitet, sollte man das Sparen nicht vergessen.

Wo kann man sich am besten über die Altersvorsorge informieren?

Karteien: Schild mit Aufschrift "Beratung"
beratung © Falko Matte - www.fotolia.de

Im Auftrag von n-tv hat das Deutsche Institut für Service-Qualität die einzelnen Anbieter für eine Altersvorsorge getestet.

So wurden bei 15 Finanzinstituten, regionale und überregionale, einmal die Qualität der Beratung direkt vor Ort und auch die mitgegebenen Unterlagen bewertet. Die Bewertungsskala ging von 0 (ungenügend) bis 100 (sehr gut).

Meistens waren die Kundenberater sehr freundlich und vertrauenswürdig, doch vielfach gingen sie nicht auf die individuellen Probleme der Kunden ein. So wurde beispielsweise bei jedem fünften Kundengespräch überhaupt nicht nach dem Einkommen gefragt, was ja eigentlich mit das Wichtigste ist. Zudem wurden teilweise die monatlichen Belastungen, wie Haushaltsausgaben und Kredite, nicht berücksichtigt. Auch gaben die Kundenberater nach dem Gespräch nicht immer die individuellen Berechnungen mit, sondern nur Broschüren, die meistens dann nur die Angebote des jeweiligen Instituts enthielten.

Als Testsieger wurde mit 100 Punkten die Deutsche Bank, gefolgt von der Berliner Sparkasse, die auf 83,1 Punkten kam. Den dritten Platz konnte die Berliner Volksbank erreichen. Schlusslicht wurde die Postbank, die besonders bei der Beratung vor Ort sehr schlecht abschnitt.

Deutsche werden bei der Altersversorgung schlecht beraten

Die Deutschen Verbraucher werden in Hinblick auf ihre Altersversorgung so schlecht beraten, dass sie unnötig Milliarden verschleudern. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Finanzwissenschaftlers Andreas Oehler. Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben.

Allein die vorzeitige Kündigung von Verträgen bei Kapitallebensversicherungen sowie privaten Rentenversicherungen schlägt mit Kosten in Höhe von 16 Milliarden Euro zu Buche. Schuld sei eine unvollständige oder verwirrende Beratung der Verbraucher vor dem Vertragsabschluss. Auch bei der Riester-Rente deckt die Studie erhebliche Defizite auf.

Der Wissenschaftler beziffert die Verluste der Verbraucher infolge mangelhafter Beratung jährlich auf rund 50 Milliarden Euro. Ein Unding für die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, Nicole Maisch.

Diese fordert eine Eindämmung der überhöhten Provisionen und eine Regulierung des unübersichtlichen Marktes. Viele Finanzprodukte seien selbst für Experten kaum mehr zu verstehen.

Jede fünfte Frau ist von Altersarmut bedroht

Gründe für vermehrte Armut bei Frauen liegen in langer Kinderpause und Teilzeitjobs

Körperausschnitt Frau zieht ihre leeren Hosentaschen, weißer Hintergrund
Pleite, junge Frau zeigt ihre leeren Taschen © bilderbox - www.fotolia.de

Wer arbeitet, zahlt auch in die Rentenkasse ein. Zumindest theoretisch. Denn in kaum einem Land sind die Rentenbeiträge von Männern und Frauen so unterschiedlich wie in Deutschland. Kaum eine Frau könnte mit den gesetzlichen Leistungen im Alter leben.

Lange Auszeiten wegen Kinderbetreuung und das Verharren in Teilzeit- oder Minijobs führen fast jede fünfte Frau in die Armut.

Was die Familienpolitik tun kann

Die Weichen für die wirtschaftliche Situation von Frauen werden in der Politik gestellt. So kritisieren Experten, dass Frauen durch das Betreuungsgeld verleitet werden, länger aus dem Job auszusteigen.

Auch steuerliche Anreize wie das Ehegattensplitting und die Mitversicherung des Ehegatten halten Frauen von Vollzeitjobs fern. Im Alter zeigen sich dann Versorgungslücken, weil viele Jahre zu wenig Beiträge gezahlt wurden.

Besonders hoch ist die Armutsgefahr bei Alleinerziehenden oder nach einer Scheidung. Statt staatliche Leistungen auf Familien zu konzentrieren, fordern Verbände deshalb, die Berufstätigkeit von Frauen zu fördern.

Was jede einzelne Frau tun sollte

Die Ursachen für die wirtschaftliche Misere von Frauen liegt aber nicht nur in der Politik. Jede einzelne Frau sollte sorgfältig prüfen, ob und wie lange sie auf Berufstätigkeit verzichtet. Neben einer fundierten Ausbildung und einem guten Netzwerk für die Kinderbetreuung sollte die Elternzeit möglichst kurz sein.

Auch wenn ein Vollzeitjob in der Kinderphase anstrengend und finanziell wenig attraktiv erscheint, zahlt er sich auf lange Sicht aus.

Tipps und Empfehlungen für die richtige finanzielle Altersvorsorge

Die richtige Altersvorsorge kann einen im Alter vor Armut bewahren

Ältere Frau mit Brille in Hand lächelt, schaut nach oben, blauer Himmel mit Wolken
Grandmothers leisure © Deklofenak - www.fotolia.de

Eine private Altersvorsorge schützt vor Armut im Alter. Die Experten von "Finanztest" geben Tipps, wie man sich am besten finanziell absichert.

Sparplan auf Aktien-Indexfonds

Ein Sparplan auf Aktien-Indexfonds (ETFs) ist für Menschen geeignet, die sich nicht regelmäßig um ihre Geldanlage kümmern möchten. Banksparpläne helfen, Verluste zu vermeiden. Für diejenigen, die ausreichend Eigenkapital besitzen und Kredite sicher bedienen können, bietet es sich gerade jetzt an, aufgrund der niedrigen Zinsen Immobilien zu erwerben.

Die seit langem steigenden Aktienkurse ermöglichen größere Renditechancen als klassische Lebensversicherungen. ETFs oder das sogenannte "Pantoffel-Depot" mit einem Mix unterschiedlicher Anlagemöglichkeiten sind geeignete Alternativen.

Riester-Rente

Eine staatliche Förderung ist bei der Riester-Rente garantiert. Sie sorgt neben der beruflichen Altersvorsorge für weitere Einnahmen im Ruhestand.

Gerade für Arbeitnehmer mit Kindern ist die Riester-Rente zweckmäßig, denn für jedes ab 2008 geborene Kind gibt es zusätzlich zur Grundzulage in Höhe von 154 Euro noch 300 extra. Dafür ist es lediglich erforderlich, vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den Vertrag fließen zu lassen.

Die Jungen bezahlen für die Alten in Deutschland

Wer heute an seine Rente denkt, dem graut es wahrscheinlich schon. Keiner der jungen Deutschen glaubt noch an das Märchen, in ein paar Jahren allein von der staatlichen Rente leben zu können.

Die relativ gute Situation der heutigen Rentner wird sich wahrscheinlich rapide verschlechtern - von Generation zu Generation. Dazu kommt der immer größer werdende Konflikt zwischen Jung und Alt.

Die alte Generation lebt immer mehr auf Kosten der Jungen. Laut dem US-amerikanischen Ökonom Laurence Kotlikoff fehlen der Bundesrepublik Deutschland derzeit rund sieben Billionen Euro, um die Lastenverteilung in Balance zu halten. Kotlikoffs Meinung nach würden die alten Menschen die Gesellschaft so beeinflussen (z.B. durch die Politik), dass es ihnen gar nicht erst schlecht gehen kann. Dies ist allerdings eine sehr subjektive Meinung.

Immer mehr Künstler denken an die Altersvorsorge

In den letzten 15 Jahren haben immer mehr Künstler sich für das Alter versichert, so stieg die Zahl von 1992 bis zum Jahr 2007 von ehemals 46.000 auf jetzt etwa 147.000 an, wie die Deutsche Rentenversicherung in Berlin feststellte.

Weil viele Städte die Künstler nicht fest anstellen, müssen diese sich als Freiberufler selber versichern. Auch ist in den letzten Jahren die Künstlersozialkasse bekannter geworden. Zulauf kommt auch aus dem Bereich der Medienberufe.

Testament: Rund 80% der Deutschen haben keines

Über den Tod nachzudenken ist nicht Jedermanns Sache und damit auch nicht das Schreiben eines Testaments, das den letzten Wille bekundet und die Erbmasse entsprechend verteilt.

Etwa 80% der Deutschen schreibt demzufolge kein Testament, dabei lässt sich dieses mit nur wenigen Formalitäten schnell handschriftlich im eigenen Zuhause erstellen. So muss das Testament per Hand geschrieben sein, Datum, Ort und Unterschrift tragen, sofern es nicht von einem Notar beglaubigt wurde. Dieses Testament kann man dann entweder beim Notar oder dem Amtsgericht hinterlegen, aber auch durchaus in der eigenen Wohnung lassen.

Besteht bei Todeseintritt kein Testament, dann erfolgt die gesetzliche Erbregelung, wie etwa an den Ehepartner oder die Kinder.

Generell gilt: Das letztdatierte Testament enthält die Gültigkeit des Erblassers.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Altersvorsorge vor.

Möglichkeiten der Altersvorsorge

Je nachdem, ob man als Angestellte arbeitet oder selbstständig ist, hat man diverse Möglichkeiten, wenn es um die Altersvorsorge geht. Manche Arten kommen auch für beide Berufsgruppen in Frage. Zunächst einmal haben wir die generellen Möglichkeiten der Altersvorsorge in einer Tabelle für Sie zusammengefasst:

Arten der Altersvorsorge
Säule 1: Die gesetzliche VorsorgeSäule 2: Die ergänzende erwerbsbasierte AlterssicherungSäule 3: Die private Vorsorge
Gesetzliche Rentenversicherung, Berufsständische VersorgungBetriebliche Altersvorsorge, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (ZÖD)Fondssparpläne, Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherung, Immobilienbesitz

Nun gilt es noch zu unterscheiden, ob man als Angestellter arbeitet, oder selbstständig ist.

Altersvorsorge für Angestellte

Angestellte können folgende Möglichkeiten der Altersvorsorge nutzen:

  • die gesetzliche Rentenversicherung
  • die betriebliche Altersvorsorge
  • die private Altersvorsorge

Als ergänzende Altersvorsorgemaßnahme für die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes kommt die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes in Frage.

Altersvorsorge für Selbstständige

Wer als Selbstständiger arbeitet, hat nahezu dieselben Möglichkeiten, im Alter vorzusorgen. Allerdings gibt es auch entscheidende Unterschiede - nicht alle Berufsgruppen, die unter die Selbstständigkeit fallen, sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Zudem gehören Selbstständige nicht zu den begünstigten Personengruppen für die betriebliche Altersvorsorge. Generelle Möglichkeiten also:

  • die gesetzliche Rentenversicherung
  • die private Altersvorsorge

Zu den Berufsgruppen, die auch bei Selbstständigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, zählen:

Werden mehrere selbstständige Tätigkeiten ausgeübt, kann in jeder eine Versicherungspflicht bestehen. Besteht neben der Arbeit als Arbeitnehmer zusätzlich eine selbstständige Tätigkeit, kann ebenso eine Mehrfachversicherungspflicht bestehen.

Die Berufsständische Versorgung als Bestandteil der gesetzlichen Altersvorsorge gilt für kammerfähige freie Berufe. Zu diesen zählen:

Auf die unterschiedlichen Arten der Altersvorsorge innerhalb der drei Säulen gehen wir nun einmal genauer ein.

Säule 1: Die gesetzliche Vorsorge

Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung dient hauptsächlich der Altersvorsorge von Beschäftigten. Werden die notwendigen persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, besteht der so genannte Rentenanspruch.

Neben der Pflichtversicherung der Beschäftigten - sowie weiterer Personengruppen - ist grundsätzlich auch eine freiwillige Versicherung möglich. Neben der Rente als Altersvorsorge gibt es des Weiteren Renten wegen Todes an die Hinterbliebenen, Renten bei verminderter Erwerbstätigkeit sowie Renten zur Rehabilitation.

Weitere Informationen zum Thema Rente haben wir hier in unserem separaten Artikel für Sie zusammengestellt.

Freiwillige Beitragszahlungen

Selbstständige entscheiden sich häufig für freiwillige Beiträge in die gesetztliche Rentenversicherung. Eine private Altersvorsorge bietet diesen Berufsgruppen aber in der Regel bessere Leistungen, sodass im Allgemeinen davon abgeraten wird.

Durch die freiwillige Form dieser Rente ist es möglich, bei Überschreitung der Wartezeit von fünf Jahren einen Anspruch auf Altersrente zu erwerben. Ebenso kann man die spätere Monatsrente durch weitere Einzahlungen erhöhen. Werden gewisse Voraussetzungen erfüllt, ist zudem mitunter die Aufrechthaltung des Anspruchs auf Rente wegen Erwerbsminderung möglich.

Die Höhe und Anzahl der Beiträge werden vom freiwillig Versicherten selbst festgelegt. Dabei haben die Selbstständigen die Wahl zwischen einem und 12 Monatsbeiträgen. Des Weiteren sind jederzeit Änderungen möglich; zudem können Zahlungen eingestellt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Berufsständische Versorgung

Die berufsständische Versorgung beruht auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft und bezieht sich, wie bereits oben erwähnt, auf kammerfähige Berufe. Den Mitgliedern wird eine umfassende Altersversorgung geboten; auch die Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebendenversorgung sind Bestandteil.

Die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen e. V. ist Dachverband; hier gibt es einen Zusammenschluss der Versorgungswerke. Die Versorgungswerke für Abgeordnete sind als Besonderheit hervorzuheben, da Abgeordnete keine Tätigkeit ausführen, die in den Bereich des Kammerberufs fällt.

Die berufsständische Versorgung ist der ersten Säule der Altersvorsorge zuzuordnen, stellt jedoch eine Versorgungsform eigener Art dar. Mitunter findet man auch Angebote mit dem Begriff des Versorgungswerkes, welche sich an den Einzelhandel oder das Handwerk richten. Bei diesen handelt es sich jedoch oft um Zusatzleistungen freiwilliger Art (meist als Lebensversicherungen), die nicht der ersten Säule zugerechnet werden können, sondern in der Regel von einer privaten Versicherung angeboten werden.

Säule 2: Die ergänzende erwerbsbasierte Alterssicherung

Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersversorgung ist Hauptbestandteil der ergänzenden erwerbsbasierten Alterssicherung. Voraussetzung ist die Zusage des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer über Versorgungsleistungen bei Alter, Invalidität und/oder Tod. Definiert wird diese Form der Altersvorsorge im Betriebsrentengesetz.

Zu den begünstigten Personengruppen zählen:

  • Angestellte
  • Arbeiter
  • Auszubildende
  • Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH
  • Mitglieder des Vorstands einer Aktiengesellschaft

Auch einer betriebsfremden Person kann mitunter eine betriebliche Altersversorgung zugesagt werden, wenn diese für das jeweilige Unternehmen tätig ist.

Für Selbstständige ist betriebliche Altersversorgung nicht möglich.

Es handelt sich somit um eine Zusatzrente über den Arbeitgeber. Bei der klassischen arbeitgeberfinanzierten betriebliche Altersversorgung übernimmt der Arbeitgeber die Beiträge zur späteren Rente allein. Es ist jedoch auch möglich, dass der Arbeitnehmer einen Teil seines Bruttogehalts für eine Betriebsrente einsetzt.

Die Betriebsrente muss später versteuert werden. Zudem müssen gesetzlich krankenversicherte Renter den vollen Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung leisten.

Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (ZÖD)

Bei der Zusatzversorung des öffentlichen Dienstes handelt es sich um eine ergänzende Maßnahme der Altersvorsroge für die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes. Neben dem größten Träter, der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) gibt es noch 24 weitere Zusatzversorgungskassen.

Es handelt sich also um eine betriebliche Altersversorgung zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung für Beschäftigte in den kommunalen Unternehmen und Verwaltungen. Die Abwicklung der Zusatzversorung erledigen die Arbeitgeber nicht selbst; sie erfolgt über die Zusatzversorungseinrichtungen.

Was geschieht mit der betrieblichen Altersversorgung beim Job-Wechsel ?

Unverfallbarkeit - unter gewissen Bedingungen bleiben Ansprüche auf betriebliche Altersvorsorge

Älterer Geschäftsmann schaut nach oben, weißer Hintergrund
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In vielen Betrieben erhalten Arbeitnehmer auch eine betriebliche Altersvorsorge. So gibt es hier fünf verschiedene Möglichkeiten wie die Pensionskasse, Pensionsfonds, eine Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionszusage.

Alle diese Formen sind natürlich langfristig und der Arbeitnehmer hat den Vorteil, dass hierfür während der "Anspar-Phase" keine Steuern und Beiträge zur Krankenkasse und Pflegeversicherung anfallen. Aber später, wenn es zur Auszahlung kommt, müssen diese entrichtet werden, doch da dann die gesamten Einkünfte in der Regel niedriger sind, so sind auch die Abgaben dementsprechend geringer.

Situation bei Arbeitsverlust oder Jobwechsel

Doch was geschieht, wenn ein Arbeitnehmer den Job wechselt oder arbeitslos wird? Für ältere gilt bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, eine sogenannte Unverfallbarkeit bei einer Direktversicherung und den Pensionskassen und Pensionsfonds, so dass die Ansprüche bestehen bleiben. Doch dies aber nur, wenn der Arbeitnehmer selber Beiträge, zum Beispiel durch Entgeltumwandlung in die Betriebsrente einzahlt.

Wenn der Arbeitgeber alleine die Beiträge entrichtet, so muss der Vertrag mindestens fünf Jahre bestehen und der Arbeitnehmer 30 Jahre alt sein. Den Anspruch auf diese Unverfallbarkeit muss man aber innerhalb eines Jahres nach dem Ausscheiden aus dem alten Betrieb beantragen.

Bei einer Unterstützungskasse und der Pensionszusage erlöschen aber die Ansprüche. Bei einem betrieblichen Wechsel kann man den alten Vertrag nicht weiter fortführen und nur der bisher angesparte Betrag wird auch übertragen, was natürlich nachteilig sein kann, denn der neue Vertrag kann den aktuellen Bedingungen angepasst werden, so dass sich die ursprüngliche Höhe der Betriebsrente ändern kann.

Storno- und Abschlusskosten werden aufgrund des Übertragungsabkommen für Betriebsrenten von den Versicherer nicht genommen.

Arbeitnehmer können bei der betrieblichen Altersvorsorge etwas mehr steuerfrei einzahlen

Nahaufnahme Cd Steuererklärung neben Formular zur Einkommensteuererklärung
steuer © Maria.P. - www.fotolia.de

Seit einigen Jahren besteht für Arbeitnehmer auch die Möglichkeit einer freiwilligen betrieblichen Altersvorsorge, wie beispielsweise der Abschluss einer sogenannten Direktversicherung, wo im Rahmen einer Gehaltsumwandlung bis zu 2.688 Euro im Jahr eingezahlt werden, für die weder Steuern noch Sozialabgaben fällig werden.

Im letzten Jahr lag diese Höchstgrenze noch bei 2.640 Euro. Man kann aber noch bis zu 1.800 Euro mehr einzahlen, für die man zwar Sozialabgaben, aber keine Steuern entrichten muss. Erst später bei der Auszahlung werden dann die Steuern, sowie auch Kranken- und Pflegeversicherung fällig, die aber in den meisten Fällen geringer ausfallen, weil das gesamte Einkommen im Rentenalter auch niedriger ist.

Entscheidung zwischen Betriebs- und Riester-Rente verlangt nach akribischer Einkommensanalyse

Lupe und Taschenrechner
loupe et calculatrice © laurent hamels - www.fotolia.de

Dem Bundesarbeitsministerium zufolge sorge einer von fünf sozialversicherungspflichtigen Berufsnehmern mit Riester- und Betriebsrente vor. Einkommensschwache können sich aber zumeist nur eine der beiden Altersvorsorgen leisten.

Allgemein rate das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA), das neben der Deutschen Bank noch von anderen Unternehmen der Finanzbrache getragen würde, zu einer akribischen Einkommensanalyse, bei der unbedingt auch die vorherrschende Familiensituation berücksichtigt werden müsse, zumal keine der beiden Vorsorgevarianten pauschal empfohlen werden könne.

So sei zum Beispiel die weitverbreitete Annahme, dass eine Riester-Rente für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen aufgrund der stattlichen Zuschüsse per se sinnvoller sei, nicht zwingend korrekt. Tatsächlich könne eine betriebliche Altersvorsorge sowohl für Alleinstehende, als auch für verheiratete Paare lohnender sein, sofern diese kinderlos seien.

Wenn das monatliche Einkommen 2500 Euro läge, verlöre die Frage nach den Kindern laut DIA hingegen an Bedeutung, da die selbst ernannte "Denkfabrik für Altersvorsorge" eigenen Angaben zufolge anhand von 34 Fallbeispielen bewiesen haben will, dass eine Riester-Rente dann immer einer betrieblichen Rente vorzuziehen sei. Bei einem Einkommen von 3000 Euro und mehr pro Monat sei wiederum die Betriebsrechte zu bevorzugen, da dann die eingesparten Sozialbeiträge sowie die Steuereinsparungen während der Ansparphase schwerer als die Zulagen zur Riester-Rente wögen.

Ohnehin habe sich gezeigt, dass die Vorteile betrieblicher Altersversorgen entsprechend zur Höhe des Gehalts zunähmen, obgleich letztendlich alle Arbeitnehmer individuell abwägen sollten, welche Altersvorsorge in ihrer jeweiligen Situation die bessere Wahl sei.

Arbeitnehmer haben Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge – aber nicht immer lohnt das Sparen

Wer einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, hat das Recht auf betriebliche Altersvorsorge. Da die Sparformen sehr unterschiedlich sind, sollten Arbeitnehmer jedoch genau kalkulieren. Im ungünstigsten Fall können die eingezahlten Summen verloren gehen.

Welche Art der Altersvorsorge die Mitarbeiter wählen können, entscheidet in aller Regel der Betrieb. Üblich sind etwa Kooperationen mit Versicherungen, die dann eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Unterstützungskasse einrichten. Häufig ist auch der Abschluss einer Direktversicherung möglich.

Bei der sogenannten Pensionszusage legt das Unternehmen dagegen selbst Geld auf die Seite. Vom Ersparten wird später eine Betriebsrente ausgezahlt. Die Unternehmen können außerdem selbst entscheiden, ob sie sich an der Finanzierung der Altersvorsoge beteiligen.

In der Praxis sind viele unterschiedliche Modelle verbreitet. Risiko: Wenn ein Arbeitnehmer die Firma wechselt, können die Ansprüche auf den Firmenanteil verfallen. Hier lohnt ein genauer Blick auf die Vertragsdetails.

Weihnachtsgeld in Altersvorsorge investieren – ein Trick zum Sparen?

Lederportemonnaie mit Geldscheinen und verschiedenen Karten
Geldbörse © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

Ein üppiges Weihnachtsgeld freut nicht nur den Arbeitnehmer. Auch das Finanzamt hält seine Hände auf und verlangt Steuern und Sozialabgaben.

Arbeitgeber empfehlen deshalb oft, das Geld in die betriebliche Altersvorsorge zu investieren. Verbraucherschützer raten eher zur privaten Vorsorge.

Inwiefern lohnt die betriebliche Altersvorsorge?

Wenn das Weihnachtsgeld in die Betriebsrente fließt, betrachtet der Fiskus dies als Entgeltumwandlung: Der Chef muss keine Sozialbeiträge abführen, und der Arbeitnehmer spart Steuern. Aber natürlich nicht grenzenlos. Bis zu 2784 Euro dürfen Arbeitnehmer derzeit pro Jahr steuerfrei investieren. Je nach Datum des Vertragsabschlusses unterscheiden sich zudem die Grenzwerte.

Der Nachteil: was jetzt an Steuern und Abgaben gespart wird, zieht der Fiskus später von der Betriebsrente ein. Lohnenswert ist die Entgeltumwandlung nach Ansicht von Verbraucherschützern deshalb nur, wenn der Arbeitgeber die gesparten Sozialbeiträge als Zuschuss oben drauflegt.

Vorteile der privaten Altersvorsorge

Alternativ können Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld auch in eine private Altersvorsorge investieren. Dann müssen sie zwar Sozialabgaben zahlen, diese erhöhen später aber die Rente. Und das bereits versteuerte Geld bleibt im Rentenalter abzugsfrei.

Betriebliche Altersvorsorge mit Entgeltumwandlung – Arbeitnehmer müssen selbst aktiv werden

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
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Wenn die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge direkt vom Bruttolohn abgezogen werden, fallen weniger Steuern und Sozialabgaben an. Arbeitnehmer, die diese Entgeltumwandlung nutzen wollen, müssen aber selbst aktiv werden und ihren Chef ansprechen. Das hat das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil entschieden.

Arbeitnehmer muss sich selbst über die Altersvorsorge informieren

Im verhandelten Fall hatte ein Mann nach dem Ende seines Arbeitsverhältnisses mehr als 14.000 Euro Schadenersatz von seinem ehemaligen Arbeitgeber verlangt. Sein Argument war, dass dieser ihn über die Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge mit Entgeltumwandlung hätte hinweisen müssen.

Die Richter sahen das anders. In allen Instanzen wiesen sie die Forderung des Mitarbeiters zurück. Der Arbeitgeber habe nicht die Pflicht, seine Angestellten über ihre gesetzlichen Ansprüche zur Altersvorsorge zu informieren. Dies liege in der eigenen Verantwortung der Beschäftigten.

Beiträge von der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung abhängig

Wie hoch die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge sein dürfen, richtet sich nach der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung. Maximal 4 Prozent dieser Summe können jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei investiert werden. Derzeit sind das bis zu 2.784 Euro pro Jahr. Je nach Vertragsalter kommen weitere steuerfreie Beträge hinzu.

Deutsche Arbeitnehmer sparen bei der Betriebsrente

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft fordert finanzielle Anreize für Betriebsrenten

Sparen - Frau legt Geldmünzen aufeinander
Frau mit Münzstapel beim Geld sparen © Gina Sanders - www.fotolia.de

Nicht mal ein Prozent ihres Verdientes geben deutsche Arbeitnehmer für ihre betriebliche Altersvorsorge aus. Das hat das Statistische Bundesamt bekanntgegeben.

Ausgaben für die Altersvorsorge

Demnach zahlten Beschäftigte 2012 durchschnittlich 362 Euro oder 0,9 Prozent der Bruttojahresverdienste in die Betriebsrente. Das meiste Geld investierten sie in Direktversicherungen (3,25 Milliarden Euro). Für Pensionsfonds wandten sie dagegen am wenigsten auf (0,25 Milliarden).

Die höchsten Beiträge zahlten Arbeitnehmer in der Finanz- und Versicherungsbranche - im Schnitt 1115 Euro oder 1,8 Prozent. Weniger gut verdienende Beschäftigte in der Leiharbeitsbranche oder der Gastronomie gaben dagegen lediglich 36 Euro beziehungsweise 59 Euro aus.

Finanzielle Anreize gefordert

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fordert daher finanzielle Anreize, um Betriebsrenten auch für Menschen mit geringem Einkommen attraktiver zu gestalten. So müsste es Freibeträge für Renten aus selbst angesparter Altersvorsorge geben.

Säule 3: Die private Vorsorge

Sinn und Zweck einer Altersvorsorge ist es, den in der Berufs- und Erwerbsphase gewohnten Lebensstandard möglichst uneingeschränkt im anschließenden Rentenalter aufrecht zu halten. Einschränkungen beim Jahresurlaub sowie bei Neuanschaffungen wie Auto oder Mobiliar werden goutiert.

Der Alltag muss jedoch unverändert fortgeführt und dem Rentenleben angepasst werden können. Das kann der Staat mit der gesetzlichen Rente nicht leisten. Jeder zukünftige Rentenempfänger sollte also schon in frühen Jahren mit der privaten Vorsorge beginnen.

Sparangebote im Vergleich: Welche Bank bietet die besten Konditionen

Vor Entscheidung für ein Sparangebot einer Bank sollten mehrere Anbieter verglichen werden

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Wer eine private Altersvorsorge aufbauen, oder für seine Kinder etwas Geld fürs Studium zurücklegen möchte, muss sparen. Je länger der Zeitraum, für den man monatlich kleinere Beträge zurücklegt, desto höher der finale Sparbetrag.

Wem das Sparschwein in der Küche jedoch zu unsicher ist, hat die Möglichkeit, eines der zahlreichen Angebote namenhafter Banken anzunehmen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich Laufzeit, Rendite und Kündigungsmöglichkeiten und sollten vor Abschluss genaustens geprüft werden.

Sparkasse, Deutsche Bank und ADAC

Das Modell der Sparkasse kann maximal über 25 Jahre geführt werden. Entsprechend dem jährlichem Sparbetrag, erhalten Kunden eine Geldprämie.

Das "TopZinsSparen"- Modell der Deutsche Bank ist ebensowenig empfehlenswert, wie das des ADAC. Beide Verträge müssen über 15 Jahre angelegt werden und es gibt keine Kündigungsmöglichkeit. Der Prozentsatz der Verzinsung liegt beim ADAC zwar höher, jedoch muss man Mitglied werden.

Tipp: Spar- und Bauverein Hannover

Kundenfreundlicher aufgebaut ist das Programm des Spar- und Bauvereins Hannover. Es bietet passable Zinssätze für die Maximallaufzeit von 15 Jahren und es besteht jederzeit die Möglichkeit der Vertragskündigung. Da es sich hierbei um eine Genossenschaft handelt, muss man zuvor Mitglied werden, was mit einer Zahlung von 25 Euro jedoch erledigt ist.

Weniger Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds

In Deutschland ist die Gesamtzahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds um etwa 200.000 gesunken, wobei hier bei den Aktionären eine Zunahme um 269.000 verzeichnet wurde, dagegen bei den Aktienfondsbesitzern ein Rückgang um 484.000. Auf die Bevölkerung in Deutschland gerechnet liegt die Aktionärsquote bei 13,3 Prozent.

In den letzten Jahren haben besonders niedrige und mittlere Einkommensschichten den Aktien den Rücken zugekehrt und nur Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro haben vermehrt Aktien erworben.

Altersvorsorge schwer gemacht

Deutsches Institut für Service-Qualität von Altersvorsorge-Angeboten nicht überzeugt

Mann hält eine silberne E-Zigarette über dem Schreibtisch mit Taschenrechner, Brille und Tastatur
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Die Altersvorsorge bildet ein immer wichtigeres Thema in unserer immer älter werdenden Bevölkerung. Aus diesem Grund wurden mehrere Geldinstitute, darunter die größten überregionalen Banken als auch die Volksbanken, Sparkassen, Sparda- und Raiffeisenbanken untersucht.

Viel Kritik trotz guter Bewertungen

Die SEB landete, dank ausführlicher Bedarfsanalyse und umfangreichen Beratungsunterlagen auf Platz 1. Die Hypo Vereinsbank überzeugte mit einem sehr guten Beratungsgespräch. Dahinter folgte die Berliner Volksbank, die in allen Bereichen sehr ausgeglichen war.

Trotzdem war Das Deutsche Institut für Service-Qualität nicht wirklich überzeugt. Es bemängelt, dass viel zu wenige Fragen gestellt wurden, um auf die optimalen und sehr individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. Außerdem kritisiert es, dass die Fragen zu oberflächlich waren, um das exakte Finanzbild des Kunden auswerten zu können.

Dabei ist dies der wichtigste Schritt für eine gute Altersvorsorge. Man möchte ja genügend abgesichert sein und nicht erst im Alter erfahren, dass man seinen Lebensstandard nicht mehr halten kann.

Was auch negativ auffiel, war die Tatsache, dass man keine ausführliche Fassung der Beratungsunterlagen bekam. Vielleicht jede 4. Beratungsmappe hatte einen individuell angepassten Altersvorsorgevorschlag.

Kein Geld für die Altersvorsorge: Junge Erwachsene verwirrt und desillusioniert

Im Zuge einer Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes wurden 1.000 Frauen und Männer zwischen Anfang 20 und Ende 30 zu ihrer privaten Rentenversicherung befragt. Das Ergebnis belegte, dass nur etwa 30 Prozent aller Befragten etwas für ihre private Altersvorsorge zurücklegt. Die Gründe dafür sind verschieden. Viele fühlen sich vom Finanz- und Angebotswirrwar überfordert, andere glauben nicht mehr an die Funktion des Generationenvertrages und sind desillusioniert.

30 Prozent aller Befragten verfügen am Ende des Monats über keinen Betrag, den sie sparen könnten, selbst wenn sie wollten. Davon Betroffen sind Alleinstehende, Frauen und vor allem Beschäftigte auf 400 Euro Basis. Immerhin haben etwa 65 Prozent ein kleines Polster angespart, dass jedoch für einen Urlaub oder eine kleinere Anschaffung gedacht ist, nicht aber für die Vorsorge im Alter.

Viele Deutsche machen oft schwerwiegende Fehler bei der privaten Altersvorsorge

Bei der privaten Altersvorsorge setzen die Deutschen vor allem auf die Kapitallebensversicherung

Liste Versicherungen, Lebensversicherung rot markiert
Lebensversicherung © Christian Jung - www.fotolia.de

Seit einigen Jahren setzen die meisten Deutschen nicht nur auf die gesetzliche Rentenversorgung, und so werden Verträge zur privaten Altersvorsorge abgeschlossen. Aber besonders in der vergangenen Finanzkrise haben viele Deutsche gravierende Fehler gemacht, denn sie haben entweder diese Altersvorsorge gekürzt oder sogar gekündigt, was mit großen Verlusten geschieht.

Auch wird oft der gesamte verfügbare Betrag für eine Altersvorsorge nur in ein Projekt investiert, was eventuell mit Risiken verbunden ist. Die meisten Deutschen setzen bei der privaten Altersvorsorge auf maximal zwei Projekte, wie auch eine Umfrage des Instituts Allensbach ergab und im Auftrag der Postbank durchgeführt wurde.

Ranking der privaten Altersvorsorge

Bisher haben für eine private Altersvorsorge 59 Prozent der Deutschen auch schon eingezahlt, wobei fast die Hälfte nur ein Produkt gewählt hat, etwa 38 Prozent haben auf zwei Produkte ihre Beträge verteilt und nur 14 Prozent haben dies auf mehrere verteilt. Bei den Produkten liegt die Kapitallebensversicherung mit 35 Prozent an der Spitze, gefolgt von der privaten Rentenversicherung mit 30 Prozent und danach kommt mit 22 Prozent die fondsgebundene Rentenversicherung.

Zurückhaltung bei dem Kauf von Fonds oder Aktien

Andere Möglichkeiten wie Aktien- und Rentenfonds oder auch nur Aktien wählten vergleichsweise wenige Anleger. Die meisten Menschen, die nur eine Form der Altersvorsorge gewählt haben, gaben auch "Geldmangel" dafür an und ein Viertel sieht in einer Verteilung keinen Sinn. Etwa 15 Prozent der Anderen wollen dies aber eventuell nach umsetzen.

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    Privates Geldvermögen erreicht Rekordhöhe

    Bruttovermögen der Deutschen ist im Jahr 2010 um 4,7 Prozent angestiegen

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    Rocketing profits © Christos Georghiou - www.fotolia.de

    Derzeit ist das Geldvermögen der privaten Haushalte auf einem Rekordniveau. Knapp 60.000 Euro hat jeder Deutsche auf der hohen Kante. Zum einen liegt dies an der hohen Sparquote, zum anderen am Dax. Dennoch sind die Deutschen den konservativen Anlagestrategien treu geblieben.

    Das private Geldvermögen in Deutschland erreicht einen neuen Rekord. Allianz Global Investors (AGI) schätzt, dass das Bruttovermögen im Jahre 2010 um 4,7 Prozent zugelegt hat. Das heißt umgerechnet um fast 220 Milliarden Euro. Damit wurde zum Jahresende eine Rekordhöhe von 4,88 Billionen Euro erzielt.

    Ein Jahr zuvor lag das private Geldvermögen noch bei 4,67 Billionen Euro. Das heißt: Jeder Deutsche hat 2.900 Euro mehr zur Verfügung, als es noch 2009 der Fall war.

    Höheres Einkommen, gutes Börsenjahr

    Die Gründe für diesen Anstieg sind auf die hohe Sparquote und das gute Börsenjahr zurückzuführen. Darüber hinaus hat auch das vorhandene Einkommen in diesem Jahr zugelegt, und zwar im circa 2,6 Prozent. Leichtsinnig in Sachen Geld sind die Bundesbürger dennoch nicht geworden. Denn in ihren Anlageentscheidungen bleiben sie doch eher konservativ.

    Der größte Teil des privaten Geldvermögens wurde mit 38 Prozent in Anlagen bei Banken und Sparkassen angelegt: als Spareinlage und Sparbriefe sowie als Sicht- und Termineinlage.

    Ein wenig zugelegt haben auch die Investitionen in Investmentfonds, Aktien, Rentenpapiere und nicht börsennotierte Beteiligungen. Hier liegt die Beteiligung bei rund 28 Prozent. Pensionsrückstellungen mit einem Anteil von rund 6 Prozent sowie Versicherungen mit einem Anteil von knapp 29 Prozent blieben gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich

    Urteil: Immobilienfonds für die Altersvorsorge nicht zweckmäßig

    Ein geschlossener Immobilienfonds ist keine geeignete Altersvorsorge. Dies hat jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden (Az 20 U 167/11). Geklagt hatte eine Anlegerin, die auf der Suche nach einer sicheren Altersvorsorge war. Ihr Anlageberater hatte ihr einen derartigen Fonds empfohlen. Die Frau hatte bei der Investition jedoch Geld verloren.

    Eine Anlageform rein spekulativer Natur sei solch ein geschlossener Immobilienfonds, urteilten die Richter. Der Berater habe deshalb seine Pflichten verletzt und nicht ordnungsgemäß informiert. Die Klägerin müsse folglich finanziell so gestellt werden, als hätte sie mit dieser Geldanlage niemals Vermögen eingebüßt. Sie erhält daher ihrer Beteiligungszahlungen gegen Rückgabe der Fondsanteile erstattet.

    Geld wird zu Gold – dank der Eurokrise - Verbraucher wollen ihr Erspartes retten

    Viele aufgereihte Goldbarren mit kleinen Gravuren, 3 Reihen
    Gold Bars © Tomislav Forgo - www.fotolia.de

    Verbraucher suchen infolge der Eurokrise stabile Geldanlagen für ihr Erspartes und landen dabei bei Sachwerten wie Gold oder Immobilien. Rolf Bürkl vom Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK erklärt, wie Verbraucher denken. Deutsche Verbraucher wünschen Sicherheit für ihr sauer verdientes Geld. Diese Sicherheit vermuten sie in Anlagen wie Immobilien oder Gold.

    Trotz derzeit guter Einkommensentwicklungen schätzen die Verbraucher die weiteren Aussichten so schlecht ein wie zuletzt im Juni 2010. Laut Bürkl sei die leicht gestiegene Arbeitslosigkeit dafür verantwortlich. Die Furcht vor Steuererhöhungen nach den Milliarden teuren Rettungsschirmen und unübersehbaren Anleihenkäufen zerrt zusätzlich an den Nerven. Die Höchststände an den Benzinzapfsäulen ergänzen die Furcht vor dem Gespenst Inflation.

    Doch das vorläufige Resultat besteht darin, dass Menschen vermehrt ihr Geld ausgeben. Grund dafür sind auch die zur Zeit kaum mehr wahrnehmbaren Zinsen, die ein Sparer für sein hart verdientes Geld erhält. Da wird lieber die Wohnung renoviert, statt das Geld zusammenzuhalten. Der private Konsum wird zwar wachsen, aber das Konsumklima der GfK verharrte unverändert bei 5,9 Punkten.

    Der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft ist das Ifo-Geschäftsklima. Dieses hatte sich im September nun schon zum fünften Mal in Folge abgekühlt. Damit wird deutlich, dass die Skepsis von Unternehmern wächst.

    Vorsorge für das Alter? Zwei Drittel sorgen privat vor.

    Weil für das Alter die gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreicht, sorgen etwa zwei Drittel der Bundesbürger privat für das Alter vor.

    So schließen etwa 38,7 Prozent eine Riester- oder Rürup-Versicherung ab, so dass schließlich 28,1 Prozent eine Lebensversicherung besitzen. Gut 30 Prozent sorgen mit einem Sparbuch oder Festgeldkonto für das Alter vor, so dass sie im Alter etwas zusätzlich zu ihrer Rente monatlich zur Verfügung haben. Andere haben ihr Geld in Fonds oder Aktien angelegt.

    Doch ein Drittel sorgt nicht für das Alter vor, trotz der ganzen Debatten um Altersarmut und der sinkenden Renten. Der Grund dafür ist einfach, denn diesen Personen fehlt meistens das Geld um privat zusätzlich noch eine diesbezügliche Versicherung abzuschließen.

    Die Zahlen wurden aufgrund einer Umfrage von 1254 Bürgern ermittelt, die das Institut innofact durchführte.

    Ist unser Geld bald nichts mehr wert? Bundesbürger haben Angst

    Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
    Businessman with coins © Jozsef Szocs - www.fotolia.de

    TNS Infratest führte für die Allianz Deutschland AG eine Umfrage durch, wonach über 40 Prozent der Bundesbürger Angst vor Inflation und dem Wertverlust des Euros haben. Noch im Juni fiel eine Befragung eher zum Vorteil des Euros aus, während diesmal 37 Prozent der Menschen kein Vertrauen mehr in unsere Währung haben.

    Nur noch ein Drittel fühlt sich mit dem Euro sicher. Über die Hälfte der Befragten zeigte jedoch großes Vertrauen in unsere Wirtschaft und mehr als ein Drittel ist mit seinem Einkommen zufrieden. Teilweise werden sogar noch Gehaltsverbesserungen erwartet. Während nur ein kleiner Teil der befragten Personen gerade eben genug Einkommen hat, kann mehr als die Hälfte sogar noch sparen und zusätzlich Geld für schöne Dinge ausgeben. Die Tendenz fürs Geldausgeben geht zu Reisen, Dingen für die Wohnung und Kleidung.

    Knapp 40 Prozent der Menschen sind mit ihrem Vermögen zufrieden. Diese Zufriedenheit wird allerdings bereits durch die Angst vor der Inflation überschattet. Das Sparbuch ist noch immer die beliebteste Sparform, obwohl es inzwischen lukrativere Möglichkeiten gibt. Die private Altersvorsorge geriet hingegen ein wenig ins Hintertreffen. Anleger sehen es nicht mehr als gegeben an, dass angelegtes Kapital an deutschen Geldinstituten sicher ist. 556 Personen wurden für diese Studie befragt.

    Deutsche fürchten um ihr Geld - besonders um ihre Ersparnisse auf den Sparkonten

    Gelscheine auf einem Hotelbett, Trinkgeld für Dienstleistung
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    Die Spareinlagen der deutschen Bürger sind mit rund zwei Billionen Euro derzeit so hoch wie nie zuvor. Allerdings fürchten immer mehr Sparer hierzulande laut einer Umfrage von Infratest Dimap um ihre Ersparnisse.

    Knapp drei Viertel der Umfrageteilnehmer ist demnach der Ansicht, dass der schlimmste Teil der momentanen Schuldenkrise in Europa noch kommt. Dafür ist unter anderem die jetzige Rettung der Banken in Zypern sowie die provokativen Kriegsdrohungen aus Nordkorea mitverantwortlich.

    Laut Hermann-Josef Tenhagen vom Magazin "Finanztest" müssen sich die Bürger allerdings keine Sorgen um ihr Erspartes machen, da diese in Deutschland pro Sparer grundsätzlich bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesetzlich geschützt sind.

    Selbst bei einer Bankpleite erfolgt die Rückzahlung sämtlicher Einlagen innerhalb von maximal vier Wochen, was sowohl für Sparbriefe, Sparbücher als auch Tages- und Festgelder gilt.

    Die private Altersvorsorge braucht individuelle Lösungen

    In der Altersvorsorge gibt es keine vorgefertigten Lösungen - wer privat vorsorgen möchte, muss einen individuellen Weg suchen. Eine Studie zeigt, welche Möglichkeiten sich für welche Lebenssituation anbieten.

    Klassiker wie die private Rentenversicherung, Sparverträge oder festverzinsliche Wertpapiere bringen derzeit zwar wenig Rendite, dafür schützen sie vor dem Verlustrisiko. Um den mageren Zins aufzupeppen, lohnt ein Blick auf staatliche Förderprogramme. Beim Riester-Sparen legt der Staat zum Beispiel jährlich etwas drauf: Singles bekommen die Grundzulage von 154 Euro, für Familien macht sich das Riestern mit bis zu 900 Euro jährlich bezahlt.

    Das Portfolio der Sparprodukte ist mittlerweile so breit gefächert, dass für jede Lebensphase und jeden Spartyp etwas dabei ist. Häufig unterstützt auch der Betrieb die Altersvorsorge durch eine Betriebsrente, für die der Arbeitnehmer sogar steuerlich entlastet werden kann.

    Als langfristiges Projekt eignet sich die Finanzierung von Wohneigentum. Hier machen sich die derzeit niedrigen Zinsen positiv bemerkbar. Häuslebauer sollten jedoch einkalkulieren, dass sich die Investition nur mit einem gesicherten Einkommen rechnet. Sonst profitiert allein die Bank.

    Betongold statt Lebensversicherung - Deutsche denken bei Altersvorsorge um

    Kleines Modellhaus in einer Handfläsche vor grünem Hintergrund, Schlüssel hängt an einem Finger
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    Sparen ist derzeit wenig rentabel. Der Zugewinn auf dem Festgeldkonto wird von der Inflation gleich wieder aufgefressen. Laut einer Umfrage des Allenbach Instituts will deshalb nur noch jeder zweite Deutsche für die Zukunft mehr Geld zurücklegen. Wer für das Alter vorsorgen möchte, investiert zunehmend in Immobilien.

    Am beliebtesten ist das selbst genutzte Eigenheim. Aber auch Betongold in Form von Mietobjekten oder Bausparverträgen ist gefragt. Klassische Vorsorgemodelle wie die Lebensversicherung oder der Sparplan sind dagegen weit abgeschlagen.

    Nur noch fünf Prozent der berufstätigen Deutschen möchte entsprechende Neuverträge abschließen.

    Sparvermögen in Rente umwandeln – wie lukrativ sind Auszahlpläne?

    Kleine Setzlinge mit etwas Erde wachsen auf kleinen Stapeln von Geldstücken, funkelnder Hintergrund
    Investment. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de

    Ob Abfindung oder Erspartes, Erbschaft oder Geld aus der Lebensversicherung – viele Deutsche haben im Alter einen größeren Betrag auf dem Konto. Mit einem Auszahlplan lässt sich das Vermögen in ein regelmäßige Zusatzeinkommen verwandeln. Für wen lohnt die Rente aus eigener Tasche?

    Verschiedene Varianten des Auszahlplans

    Die meisten Anbieter haben zwei Varianten im Programm, einen Auszahlplan ohne Kapitalverzehr, bei dem lediglich Zinsen ausgezahlt werden, und einen Plan mit Kapitalverzehr. Hier wird mit jeder Rate auch ein Anteil vom Sparvermögen überwiesen. Die monatlichen Summen sind also entsprechend höher – bis das eingezahlte Kapital aufgebraucht ist.

    Einige wenige Banken bieten auch sogenannte Teilzahlungspläne, bei denen am Ende der Laufzeit noch mindestens die Hälfte des Vermögens auf dem Konto bleibt. Sinnvoll ist dies etwa für Anleger, die weniger Geld monatlich benötigen und flexibel bleiben wollen.

    Wovon die Höhe des Zusatzeinkommens abhängig ist

    Wie hoch das Zusatzeinkommen ist, hängt von der Anlagesumme und -dauer ab. Je länger sich der Sparer festlegt, desto mehr Zinsen kann er kassieren. Angesichts der derzeitigen Niedrigzinsen müssen Anleger jedoch damit rechnen, dass ihre Rendite in einigen Jahren von anderen Angeboten überholt wird. Eine vorzeitige Kündigung ist kaum möglich.

    Auch steuerliche Faktoren spielen eine Rolle. Zu Beginn des Auszahlplans ist der Zinsanteil an der Rente höher und entsprechend mehr Abgeltungssteuer wird fällig.

    Finanzielle Vorsorge fürs Alter – Geldanlage und Risikoschutz trennen

    Liste Versicherungen, Lebensversicherung rot markiert
    Lebensversicherung © Christian Jung - www.fotolia.de

    Eine Kapitallebensversicherung verspricht sicheres Geld fürs Alter – und der Verbraucher muss sich um nichts kümmern.

    Was so einfach klingt, ist jedoch nicht immer die lukrativste Lösung. Finanzberater empfehlen, Geldanlage und Risikoschutz bei der Altersvorsorge zu trennen. So kommt unterm Strich mehr raus.

    Geringe Rendite und ungünstige Aufteilung der eingezahlten Beträge

    Ihre Beliebtheit verdankt die Kapitallebensversicherung ihrem vermeintlichen Doppelschutz: der Anleger spart nicht nur Geld an, sondern die Hinterbliebenen bekommen im Todesfall auch eine stattliche Versicherung ausgezahlt. De facto ist die Rendite bei diesem Modell jedoch gering, denn die eingezahlten Beträge werden nur zu einem Teil angespart, der Rest fließt in den Todesfallschutz.

    Vergleich von Konditionen

    Für beide Bereiche finden sich auf dem Markt Angebote mit besseren Konditionen. So zeigt ein einfacher Vergleich, welche Banken oder Wertpapiere mehr Zinsen abwerfen. Und zur Risikoabsicherung gibt es meist Policen mit günstigeren Beiträgen. Zum kleineren Preis schließen sie oft sogar die Familie in den Todesfallschutz ein.

    Einziges Manko: Der Verbraucher muss Konditionen vergleichen und zwei unterschiedliche Verträge abschließen.

    Private Altersvorsorge im Vergleich: Debeka Testsieger bei Riester- und Rürup-Rente

    In einem Test erwies sich die Debeka als bester Anbieter für die private Altersvorsorge

    Aufeinander gestapelte Euro-Geldstücke neben weiteren Münzen
    Euro coins. Euro money. Euro currency.Coins stacked on each other in different positions. Money concept. © weyo - www.fotolia.de

    Viele Deutsche sorgen sich, dass ihre gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird. Eine private Vorsorge soll helfen, Finanzlücken zu schließen. Als bester Anbieter einer Riester-Rente erwies sich im Test vom Deutschen Institut für Service-Qualität die Debeka, die als einziger Versicherer die Note "sehr gut" erhielt.

    Riester-Rentenzahlung

    Sieben weitere Unternehmen wurden als "gut" eingeschätzt. Letzter im Test war die Ergo mit lediglich "ausreichend". Die Debeka überzeugte vor allem durch die höchsten Rentenzahlungen für ihre Kunden.

    Rürup-Rente

    Auch bei der Rürup-Rente setzte sich die Debeka als Testsieger durch. Der Versicherer bekam hier ebenfalls ein "sehr gut". Ein "ausreichend" gab es lediglich für die Generali.

    Auch hier punktete die Debeka durch hohe Zahlungen. Den insgesamt besten Service aller Versicherer bot die Aachen-Münchener, die in diesem Bereich als einziges Unternehmen das Qualitätsurteil "gut" bekam.

    Tipps zur Altersvorsorge von Arbeitnehmern während der Elternzeit

    Auch in der Elternzeit sollte die Altersvorsorge nicht außer Acht gelassen werden

    Zwei pinke Babysöckchen und zwei Euro-Geldscheine hängen mit Holzwäscheklammern an einer Leine vor weißem Hintergrund
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    Auch in der Elternzeit sollten sich Versicherte weiterhin um ihre Altersvorsorge kümmern. Wer während dieser Zeit eine Riester-Rente nutzen möchte, muss darauf achten, dass er den Mindesteigenbeitrag einzahlt, um in den Genuss der vollen Förderung zu kommen.

    Problematisch ist, dass sich auch im ersten Jahr der Elternzeit der Mindesteigenbeitrag am Vorjahreseinkommen orientiert. Dementsprechend hoch ist in den ersten zwölf Monaten der Beitrag.

    Beiträge stunden

    Versicherte haben auch die Möglichkeit, Beiträge zu stunden. Nach Ablauf der Stundung fallen jedoch Zinsen an.

    Lebensversicherungsvertrag ruhen lassen

    Wer wenigstens ein oder zwei Jahre lang Beiträge gezahlt hat, kann seinen Lebensversicherungsvertrag für maximal ein Jahr ruhen lassen. Manche Versicherer verlängern diese Frist jedoch individuell.

    Beitragsfreistellung

    Eine weitere Möglichkeit bietet sich in der Beitragsfreistellung. Dabei reduzieren sich allerdings Risikoschutz und Versicherungssumme.

    Es gibt ferner die Möglichkeit, die regelmäßigen Versicherungsbeiträge zu verringern. Ein bestimmter Mindestbeitrag darf dabei aber nicht unterschritten werden.

    Problematisch gestaltet sich in der Elternzeit die Betriebliche Altersversorgung, da in diesem Zeitraum kein Entgelt gezahlt wird. Beschäftigte dürfen jedoch während dieser Zeit eigene Beiträge zum Aufbau ihrer Betriebsrente zahlen.

    Altersvorsorge mit schmalem Geldbeutel – je früher, desto besser

    Senioren Paar steht lächelnd Arm in Arm vor Haus
    Senior couple standing outside house © Monkey Business - www.fotolia.de

    Private Altersvorsorge ist heute unverzichtbar. Junge Leute oder Beschäftigte mit geringem Einkommen verzichten jedoch häufig auf Rücklagen. Das kann sich rächen.

    Experten empfehlen, frühzeitig mit dem Sparen anzufangen – auch kleinen Beträge zählen.

    Wenig sinnvoll ist die Investition in private Renten, wenn die dafür erforderlichen Summen per Kredit aufgenommen werden müssen. Bevor man einen Sparvertrag unterzeichnet, sollten Darlehen getilgt und erforderliche Police für Haftpflicht und Berufsunfähigkeit abgeschlossen sein.

    Für die dann noch verfügbaren Summen heißt es: flexible Anlageformen wählen.

    Riester-Rente

    Gerade Menschen mit schmalem Geldbeutel sollten den Staat an der Finanzierung ihres Ruhestandes beteiligen. Klassiker wie die Riester-Rente lohnen bereits bei monatlichen Einzahlungen von zehn Euro.

    Große Sprünge kann man damit im Alter nicht machen, die staatlichen Zulagen sorgen jedoch für ein angenehmes Plus auf dem Konto.

    Vermögenswirksame Leistungen

    Neben Vater Staat kann zusätzlich der Arbeitgeber beim Vermögensaufbau helfen: vermögenswirksame Leistungen gelten zwar nicht direkt als Altersvorsorge, ebenso wie Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie helfen sie jedoch, ein finanzielles Polster zu schaffen.

    Fondsparpläne und Tagesgeldkonten

    Wer sein Geld risikofreudiger anlegen möchte, kann auch in Fondsparpläne investieren. Angesichts niedriger Zinsen sind sie eine echte Alternative zum Festgeld.

    Die beste Flexibilität bieten Tagesgeldkonten – hier sollten Sparer jedoch vergleichen. Die besten Zinsen finden sich häufig bei Direktbanken.

    Fondssparpläne

    Bei einem Fondssparplan handelt es sich um einen Sparvertrag, bei dem regelmäßig Einzahlungen in einen Investmendfonds getätigt werden. Die Fondsgesellschaft gibt verschiedene Möglichkeiten der Zahlungsintervalle vor, wie z.B. monatlich oder vierteljährlich.

    Angeboten werden Fondssparpläne heutzutage bei nahezu allen Banken; schon Beiträge ab 50 Euro pro Monat sind in der Regel möglich. Endet die Laufzeit, geht es um die Sicherung des Ersparten; hierfür werden festverzinsliche Wertpapiere eingesetzt.

    Der Anleger kann oftmals frei über das angesparte Kapitel verfügen, ausgenommen bei Riester-Fondssparplänen. Mit der Bank wird oftmals ein Auszahlungsplan erstellt, sodass der Anleger eine fixe monatliche Rente erhält.

    Riester-Rente

    Die Bedingungen für Rentner dürften sich auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer weiter verschlechtern. Schließlich steigt nicht nur das Renteneintrittsalter, sondern es sinkt auch die Höhe der Rente gemessen am aktuellen Preisniveau. Doch was sollte man über die private Altersvorsorge mit der Riester-Rente wissen, mit welcher man sich zumindest finanziell im Alter absichern kann?

    Was ist die Riester-Rente?

    Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, was die Riester-Rente eigentlich ist. Bei der Riester Rente handelt es sich um eine Form der privaten Altersvorsorge, welche seitens des Staates unterstützt wird. Dies bedeutet, dass man später nicht nur von den früheren Einzahlungen profitiert.

    Stattdessen gewährt einem der Staat auch Zuschüsse und Vergünstigungen, welche dieses Vorsorgeprodukt noch attraktiver erscheinen lassen. Merkmale der Riester-Rente sind

    • das geringe Risiko
    • der lebenslange Rentenanspruch und
    • die Tatsache, dass eventuell auch Angehörige Anspruch auf die Rente im eigenen Todesfall haben.
    Für wen ist die Riester-Rente geeignet?

    Die Riester-Rente steht prinzipiell jedem offen, der über eine gesetzliche Rentenversicherung verfügt. Somit hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf eine Riester-Rente. Daneben können auch Beamte von dieser Form der Rentenvorsorge profitieren.

    Die Riester-Rente ist dabei die derzeit beliebteste Form der Altersvorsorge. So sorgen derzeit über 15 Millionen Menschen in Deutschland in Form einer Riester-Rente vor, was nicht zuletzt auch an den zahlreichen Riester-Produkten liegen dürfte, welche sich an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpassen lassen.

    Beitragshöhe

    Um in den vollen Genuss der Riester Rente zu kommen, müssen bestimmte Mindestbeiträge eingezahlt werden. Hierbei handelt es sich derzeit um 4% des Bruttoeinkommens des Vorjahres.

    Sollte der eigene Beitrag geringer gewählt werden, kann zwar immer noch eine Riester-Rente abgeschlossen werden. In diesem Fall stehen einem dann aber nicht mehr alle Zuschüsse und Vergünstigungen zu, weshalb sich die Riester Rente in einem solchen Fall kaum noch lohnt.

    Die richtige Wahl treffen

    Die Auswahl des passenden Riester-Renten-Angebots sollte man von einer Vielzahl von Faktoren abhängig machen. So spielen hier beispielsweise das Alter, das Einkommen und der Familienstand eine wichtige Rolle.

    Hier kann es sich dann auch lohnen, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die richtige private Altersvorsorge auszuwählen. Letztlich ist es noch erwähnenswert, dass die Riester-Rente erst ab dem offiziellen Renteneintrittalter in voller Höhe ausgezahlt wird.

    Riester-Rente kann gepfändet werden

    In Ausnahmefällen kann sogar angespartes Riestervermögen gepfändet werden, wenn es beispielsweise auf nicht geförderten Beiträgen beruht. Um die Pfändung zu umgehen, sollte der Sparer die entsprechende Fördergrenze auf keinen Fall überschreiten und zudem regelmäßig einen Antrag auf Förderung stellen.

    Der Schutz gilt dabei jedoch nur bis zur Höhe des angesparten Kapitals, welches wiederum vom Staat gefördert wurde. Sofern jährlich über 2.100 Euro inklusive der Zulagen eingezahlt wurde, unterliegt dieses nicht geförderte Kapital keinem Schutz und kann somit gepfändet werden.

    Immer weniger Menschen entscheiden sich für die Riester-Rente

    Junger Mann mit Brille und grauem Hemd posiert vor herunterregnenden Euro-Geldscheinen und -Münzen
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    Nach Angaben des Altersvorsorgeberichts der Bundesregierung entscheiden sich immer weniger Menschen für den Abschluss einer Riester-Rente. In der ersten Hälfte des Jahres 2012 wurden nur noch 200.000 Neuverträge gezählt; mehr als eine Million waren es in den Jahren zuvor noch.

    Experten sehen den Grund für den Rückgang zum einen in der Tatsache, dass in letzter Zeit häufig negativ über die Riester-Rente berichtet wurde und zudem sei die Menschheit generell sehr skeptisch geworden, wenn es um eine kapitalgedeckte Altersvorsorge geht. Somit sind auch andere Finanzanlage von den sinkenden Abschlüssen betroffen. Für den Ausbau seiner Altersvorsorge wird nun vermehrt auf Immobilien gesetzt, also auf den Kauf oder den Bau eines Eigenheims.

    Riester-Rente soll für Geringverdiener attraktiver werden

    Seit einigen Jahren besteht für Arbeitnehmer die Möglichkeit zusätzlich eine Altersvorsorge zu treffen, indem monatlich ein Beitrag zur sogenannten "Riester-Rente" eingezahlt werden, die auch staatlich gefördert wird.

    Doch mittlerweile ist das Interesse an dieser Form der Altersvorsorge erlahmt, weil besonders viele Geringverdiener die hohen Abschlusskosten bemängeln. Jetzt soll es die Möglichkeit geben, Verträge ohne Zusatzkosten abzuschließen.

    Diese sind aber von einem maximalen Netto-Einkommen von jährlich 11.000 Euro abhängig, wie das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) berichtet. Näheres soll in Kürze dazu bekannt gegeben werden.

    Als Beispiel führte das Institut einen Fall an, wobei eine alleinerziehende Mutter mit einem dreijährigen Kind bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.000 Euro jährlich nur 60 Euro in den Riester-Vertrag einzahlen müsste, um die volle staatliche Förderung von 514 Euro zu erhalten.

    Verbraucherschützer empfehlen Riester-Sparpläne zur Altersvorsorge – auch für Jüngere

    Rückansicht drei Senioren sitzen auf Bank im Park
    Senioren sitzen Bank © dresden - www.fotolia.de

    Nach anfänglichen Erfolgen hat der Ruf von Riester-Renten gelitten. Angesichts niedriger Zinsen und hoher Gebühren wollen kaum noch Deutsche in die Rentenpolicen investieren. Finanzexperten nennen aber eine Alternative: Riester-Banksparpläne verursachen kaum Kosten und ermöglichen einen unkomplizierten Zugang zu staatlichen Zulagen.

    Wie bei allen Bankangeboten gibt es jedoch Unterschiede. Finanztest hat 71 Sparpläne genauer geprüft und nennt die wichtigsten Kriterien zur Auswahl. Neben dem Einstiegszins und Verwaltungskosten sollten Verbraucher vor allem auf die Regelungen zum Referenzzins achten.

    Diese entscheiden, wie weit die Bank ihre Zinsen nach unten korrigieren darf. Je weniger der Sparplan-Zins vom Referenzzins abweichen darf, desto besser für den Kunden. Durchschnittlich beträgt der Abstand maximal 0,5 Prozent. Wenn eine Bank mehr Spielraum fordert, sollte man kritisch nachrechnen. Auch mit hohem Anfangszins kann die Rendite am Ende mager ausfallen. Nach 25 Jahren Vertragslaufzeit ist eine Differenz von bis zu 15.000 Euro möglich.

    Weiterer Vorteil: einen Riester-Sparplan kann man jederzeit ohne Verluste kündigen. Verbraucherschützer raten deshalb auch Jüngeren zur Investition – als flexible Alternative zur Lebensversicherung.

    Riester-Rente: Allianz muss ärmere Kunden an Überschuss beteiligen

    Das Oberlandesgericht Stuttgart hat eine Überschussklausel in den Riesterverträgen der Allianz für unwirksam erklärt. Ärmere und kinderreiche Kunden würden durch die intransparente Regelung von Zahlungen ausgeschlossen. Verbraucherschützer raten Betroffenen, jetzt ihre Ansprüche geltend zu machen. Die Vorwürfe gegen die Allianz stammen bereits aus dem Jahr 2011.

    Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Hamburg und des Bundes der Versicherten (BdV) werden ärmere, ältere und kinderreiche Allianz-Kunden beim Abschluss von Riester-Policen geprellt. Das Unternehmen informiere die Anleger nur im Kleingedruckten, dass sie am sogenannten Kostenüberschuss nicht beteiligt werden.

    Die Stuttgarter Richter bestätigten die Vorwürfe: die Verträge seien intransparent und damit ungültig. Es werde der Eindruck erweckt, dass alle Kunden von den Überschüssen profitieren. Bei genauerem Hinsehen zeige sich jedoch, dass nur Versicherte mit einem Garantiekapital von mindestens 40.000 Euro zusätzliche Zahlungen erhalten. Nach Schätzungen des BdV macht das bis zum Rentenalter einen finanziellen Unterschied von bis zu 3.500 Euro.

    Eine Revision hat das Landgericht Stuttgart ausgeschlossen. Versicherte können also sofort ihre Rechte geltend machen. Musterbriefe lassen sich gegen geringe Gebühr bei der Verbraucherzentrale Hamburg herunterladen.

    Riester-Vertrag vor Jahresende prüfen – sind die Zulagen optimal ausgeschöpft?

    Welche Faktoren Sie prüfen müssen um die maximalen Zulagen zu erhalten

    Wer einen Riester-Vertrag hat, sollte vor Jahresende prüfen, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, um die maximalen Zulagen zu kassieren. Wichtig ist dies etwa, wenn sich das Einkommen geändert hat und dadurch andere Mindestbeiträge gelten.

    Zulagen richtig berechnen

    Damit ein Sparer die vollen Zulagen bekommt, muss er 4 Prozent seines Bruttolohnes (aus dem Vorjahr) einzahlen. Die Höchstsumme beträgt 2.100 Euro, wovon die Zulagen abgezogen werden müssen. Die Grundzulage liegt derzeit bei 154 Euro, für Kinder gibt es jeweils 185 Euro oder 200 Euro obendrauf. Entscheidend ist das Geburtsjahr des Kindes.

    Mindestgrenze beachten

    Wichtig für Geringverdiener: wer weniger als 60 Euro einzahlt, hat keinen Anspruch auf Förderung mehr. Ab einem bestimmten Jahreseinkommen reicht dieser Grundbeitrag jedoch nicht mehr aus. Um die 4-Prozent-Grenze zu erreichen, muss mehr Geld in den Vertrag fließen – kombiniert aus Eigenbetrag und Fördersummen. Wird zu wenig eingezahlt, werden auch die Zulagen prozentual gesenkt.

    Wohnriester – staatliche Förderung erhöht Steuerlast im Alter

    Fließt die Steuerersparnis in die normale Lebenshaltung, droht zu Rentenbeginn ein teures Erwachen

    Hand im Büro hält ein Hausmodell, Euro-Geldscheine und Schlüssel
    Hand mit Haus und Geld und Schlüssel © Robert Kneschke - www.fotolia.de

    Mit dem Wohnriester können Bauherren und Immobilienbesitzer schneller ihre Schulden abzahlen. Die staatlich geförderten Verträge erfordern allerdings viel Voraussicht. Wer die eingesparten Steuern konsequent zur Tilgung einsetzt, steht im Alter gut da.

    Wenn die Steuerersparnis in die normale Lebenshaltung fließt, droht zu Rentenbeginn allerdings ein teures Erwachen. Denn der Fiskus fördert die staatliche Förderung zurück.

    Viele Verträge ungünstig für Sparer

    Wohnriester-Bausparverträge sind ein komplexes Regelwerk. Unabhängige Finanzberater monieren, dass es den Banken dabei häufig nur um den eigenen Profit geht. Die Interessen des Kunden kommen zu kurz. Wer die Riesterförderung in Anspruch nehmen möchte, sollte sich deshalb gründlich informieren.

    Um überhaupt in den Genuss staatlicher Förderung zu kommen, dürfen das Hypothekendarlehen oder Bausparvertrag ausschließlich zur Finanzierung einer Immobilie genutzt werden. Wer vier Prozent seines zu versteuernden Einkommens (max. 2.100 Euro) jährlich in einen entsprechenden Vertrag einzahlt, bekommt einen staatlichen Zuschuss von 154 Euro pro Jahr.

    Familien werden zusätzlich gefördert: für Kinder, die nach Januar 2008 geboren wurden, zahlt der Staat weitere 300 Euro. Ist der Nachwuchs bereits älter, gibt es 185 Euro jährlich – pro Kind.

    Darüber hinaus können Bauherren die Beiträge als Sonderausgabe beim Fiskus geltend machen. Zwar werden die Zulagen für Kinder und die Prämie von 154 Euro wieder von der Steuerersparnis abgezogen, unterm Strich bleibt jedoch mehr Geld auf dem Konto – das sinnvollerweise sofort den Bausparvertrag fließt. Viele Musterrechnungen arbeiten ausdrücklich mit diesen Sonderzahlungen.

    In der Praxis nutzen aber nur wenige Kunden die Möglichkeit, die Steuererstattung direkt in den Bausparvertrag einzubringen. Sie nutzen das Geld für die allgemeine Lebenshaltung. Die ursprüngliche Rechnung bei Vertragsabschluss geht dann nicht auf.

    Hohe Steuerbelastung für Rentner

    In der Ansparphase ist die staatliche Förderung komplett steuerfrei. Die Beiträge lassen sich sogar als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Im Ruhestand schlägt der Fiskus dann allerdings zu. Im Zuge der sogenannten nachgelagerten Besteuerung muss der Riester-Rentner nun die staatlichen Spar- und Tilgungssummen versteuern. Maßgeblich ist der individuelle Steuersatz. Wer gut verdient hat, muss also mehr an das Finanzamt überweisen.

    Viele Rentner sind von diesen Forderungen überrascht. Schließlich haben sie das Geld meist schön längst zur Tilgung eines Darlehens oder zum Bezahlen von Baukosten verwendet. Der Fiskus erfasst jedoch alle geförderten Zulagen und Tilgungen auf einem fiktiven Wohnförderkonto und verzinst diese mit zwei Prozent jährlich.

    Zwei Modelle zur Rückzahlung

    Für die Rückzahlung bietet der Gesetzgeber den Steuerpflichtigen zwei Optionen:

    1. entweder der frischgebackene Rentner zahlt seine Steuerschuld auf einen Schlag und bekommt dafür 30 Prozent Rabatt, oder
    2. er stottert die Steuerschuld in Raten bis höchstens zum 85. Lebensjahr ab.

    Sollte der Riester-Sparer sterben, bevor er den Fiskus ausgezahlt hat, müssen die Erben die restliche Steuerlast berappen. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile. Beim Rabattmodell lockt zwar ein Erlass von 30 Prozent der Steuersumme, das Vertragsguthaben wird allerdings auf die Einkünfte angerechnet – und erhöht die reguläre Steuerlast. Für Gutverdiener ist das lohnend, Kunden mit niedrigem Einkommen sollten aber eher das Verminderungsmodell wählen.

    Damit zahlen sie zwar länger, müssen aber insgesamt weniger Steuern überweisen. Bei einem Single mit Alterseinkünften von 15.000 Euro macht die Differenz rund 1.200 Euro aus, gerechnet über 12 Jahre.

    Rürup-Rente

    Die Rürup-Rente oder auch Basisrente beschreibt eine Form der privaten Altersvorsorge, die als günstige Alternative vor allem für die Personengruppen, die in der Phase der Ansparung ein höheres steuerpflichtiges EInkommen haben oder/und auch für diejenigen, die keine Riester-Rente in Anspruch nehmen können, z.B. weil als Selbstständige.

    Im Gegensatz zur Riester-Rente sowie zur klassichen privaten Rentenversicherung besteht hier kein Kapitalwahlrecht: die Basisrenten werden als lebenslange Rente ausgezahlt. Zu den Zielgruppen zählen:

    • Selbstständige
    • Vertreter der freien Berufe
    • Angestellte mit hohen rentenversicherungspflichtigen Einkünften

    Zu den Vorteilen zählen:

    • die Auszahlung einer lebenslangen Leibrente
    • die staatliche Förderung
    • keine Besteuerung der Wertsteigerungen in der Ansparphase
    • flexible Besparung

    Mögliche Nachteile:

    • kein Kapitalwahlrecht
    • Versteuerung der Rentenzahlungen abhängig vom Rentenbeginnjahr
    • Rürup-Verträge lassen sich nicht übertragen oder verschenken
    • keine Vererbung möglich
    Lebensversicherung

    Auch die Lebensversicherung lässt sich für die Altersvorsorge nutzen. Je nach Vertrag, persönlichen Möglichkeiten und Bedarf wird von dem Versicherten monatlich ein vertraglich ausgemachter Betrag eingezahlt. Beim Eintritt ins Rentenalter erhält die Person eine Auszahlung der Kapitalleistung, die daraus resultiert.

    Die Versicherungsgesellschaft garantiert dabei die Höhe dieser Auszahlung. Man kann in der Regel wählen, ob man eine monatliche Rentenzahlung wünscht oder ob der Betrag einmalig ausgezahlt werden soll.

    Weitere Informationen zum Thema Lebensversicherung erhalten Sie hier.

    Hartz IV-Empfänger können Lebensversicherung mit Verwertungsausschluss vor der Auflösung retten

    Euro-Geldscheine, Kugelschreiber und Brille liegen auf einem Blatt mit der Aufschrift "Lebensversicherung"
    #30601480 © Butch - www.fotolia.de

    Ein großes Ärgernis für Empfänger von Hartz IV ist die Pflicht, Ersparnisse zu verbrauchen, ehe die staatliche Hilfe fließt. Davon betroffen sind in der Regel auch Lebensversicherungen - es sei denn, der Antragsteller hat mit seiner Versicherung einen Verwertungsausschluss vereinbart. Dies entschied das Sozialgericht Mainz und gab damit einem 53jährigen Mann Recht, der sich weigerte, seine Kapital-Lebensversicherung im Wert von 20.000 Euro aufzulösen.

    Der Mann hatte mit der Versicherung einen Verwertungsausschluss vereinbart, durch den er sich verpflichtete, die Versicherung nicht vor dem Erreichen des Rentenalters zu kündigen, zu verpfänden oder anderweitig abzutreten. Das Jobcenter weigerte sich zunächst, dem Mann die volle Hilfe auszuzahlen, doch das Sozialgericht gab ihm recht: Die Versicherung sei genau wie beispielsweise die Riester-Rente vor dem Zugriff der Behörden geschützt, da sie nicht vor dem Erreichen des Rentenalters verwertet werden könne.

    Das Gericht merkte zusätzlich an, dass die Jobcenter Besitzer von Lebensversicherungen eigentlich sogar darauf hinweisen müssen, dass sie ihre Versicherung retten können, indem sie nachträglich einen Verwertungsausschluss mit dem Versicherungsunternehmen abschließen. Wird diese Möglichkeit von Hilfeempfängern dann auch genutzt, können sie dafür nicht bestraft werden.

    Finanzpolster der Lebensversicherungen schmilzt – Kunden fürchten um ihre Altersvorsorge

    Lebensversicherungen stecken in der Zinsfalle. Da die Europäische Zentralbank den Leitzins dauerhaft niedrig hält, können die Unternehmen keine ausreichende Rendite erzielen. Einige Versicherer planen bereits, weniger Geld anzulegen. Für Kunden könnte das im Alter herbe Konsequenzen haben.

    Aktuell meldet die zuständige Finanzaufsicht (Bafin) zwar noch keine Anträge auf Sparstopp, die Verbraucher sind jedoch verunsichert. Denn nur wenn die Gesellschaften regelmäßig einen Teil der Gewinne zurücklegen, können sie später genug Geld auszahlen.

    Der Garantiezins beträgt aktuell nur 1,75 Prozent. Allianz und Ergo bieten seit Sommer 2013 gar keine garantierte Zinshöhe mehr. Für ältere Verträge müssen die Unternehmen aber trotzdem mehr ausgeben als sie erwirtschaften. In den 90er Jahren lag der Zins noch bei 4 Prozent.

    Auch bei der Überschussbeteiligung setzen die Versicherer deshalb den Rotstift an. Verbraucherschützer fordern dagegen, dass die Firmen im Interesse ihrer Kunden die Verwaltungs- und Vertragsgebühren senken sollten.

    Lebensversicherung – hat die Police als Altersvorsorge ausgedient?

    Lebensversicherungen stecken in einer Wende. Noch haben die Deutschen mehr als 90 Millionen Policen in ihren Schränken liegen, die niedrigen Zinsen setzen Kunden und Versicherer jedoch unter Druck. Fast alle Gesellschaften entwickeln neue Produkte.

    Allgemeine Ratschläge zu Lebensversicherungen lassen sich nicht geben. Inhaber von älteren Policen genießen etwa noch eine höhere Garantieverzinsung, obendrein haben sie steuerliche Vorteile. Die jährlichen Beiträge lassen sich als Sonderausgabe absetzen – und bei Verträgen mit mindestens zwölfjähriger Laufzeit bleiben die Auszahlungen steuerfrei.

    Kunden, die ihre Altersvorsorge später begonnen haben, können diese Vorteile nicht mehr nutzen. Für Verträge ab 2005 fallen die Steuervergünstigungen weg, und auch die Zinsen liegen nur noch selten über drei Prozent. Der von der Bundesregierung festgelegte Garantiezins beträgt momentan nur 1,75 Prozent. Statt feste Zinsen zu versprechen, locken die Gesellschaften mit höheren Renditen per Überschussbeteiligung.

    Immobilienbesitz

    Immobilien zählen zu den wichtigsten Bestandteilen einer privaten Altersvorsorge. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer im Alter keine Miete für eine Wohnung mehr zahlen muss, kann seine Einkommensverluste, die durch das Ausscheiden aus dem Berufsleben entstehen, besser ausgleichen.

    Mit eigenen Immobilien, die man vermietet, kann zudem die Rente aufgebessert werden. Immobilien bieten bei guter Pflege eine hohe Wertbeständigkeit. Trotzdem sind einige Dinge zu beachten, damit die Altersvorsorge in Form von Wohnungen oder Häusern nicht zur Belastung wird.

    Mieteinnahmen aus Immobilien bessern die Rente auf
    Mieteinnahmen aus Immobilien bessern die Rente auf
    Prämisse: Eigenkapital

    Grundvoraussetzung für eine Altersvorsorge mit Immobilien ist ein angemessenes Eigenkapital. Darüber hinaus sollte man über ein gutes Einkommen verfügen, um die langwierige Baufinanzierung stemmen zu können.

    Wohneigentum gilt aus guten Gründen als sinnvolle Kapitalanlage. Damit sich eine Wohnung oder ein Haus als Altersvorsorge bezahlt machen, sollten allerdings ein paar Dinge beachtet werden.

    • Dazu gehören u.a. der Preis für die Immobilie sowie die Instandhaltungskosten.
    • Ebenfalls zu beachten ist die Höhe der möglichen Darlehensverzinsung sowie der Zeitraum, in dem das Darlehen abbezahlt werden muss.
    • Außerdem sollte eine mögliche Wertsteigerung der Immobilie beachtet werden.
    Vorteile

    Zu den Vorteilen von Immobilien als Altersvorsorge zählt, dass sie als Kapitalanlage relativ sicher sind. Langfristige Wertsteigerungen sind durchaus wahrscheinlich, sofern sich das Objekt in einer guten Lage befindet, einen fairen Kaufpreis hat und ansprechend ausgestattet ist. Darüber hinaus braucht man im Alter keine Angst vor Mieterhöhungen zu haben.

    Nachteile

    Es gibt aber auch Nachteile. So ist es möglich, dass der Preis einer Immobilie sinkt. Besonders groß ist diese Gefahr für Eigentümer von vermieteten Immobilien.

    Das Risiko erhöht sich, wenn für das Objekt ein zu hoher Kaufpreis entrichtet wurde. Als größter Nachteil von Immobilien gilt deren geringe Flexibilität, denn kauft man ein Haus, bindet man sich oft ein ganzes Leben lang daran.

    Da Immobilien zudem einen hohen Preis haben, ist es häufig nicht möglich, noch andere Maßnahmen zur Altersvorsorge zu treffen. Wurde die Baufinanzierung schlecht geplant, besteht die Gefahr, dass es bei unvorhergesehenen Ereignissen wie Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit zu finanziellen Problemen kommt. Darüber hinaus muss eine Immobilie stets gepflegt und instand gehalten werden.

    Umkehrhypotheken – Trotz knapper Rente in den eigenen vier Wänden ohne Geldnot leben

    Deutsche können auf Zuwachs im Bereich der Umkehrhypotheken hoffen

    Senioren Paar steht lächelnd Arm in Arm vor Haus
    Senior couple standing outside house © Monkey Business - www.fotolia.de

    Viele Deutsche decken sich inzwischen mit vielen Formen der Altersvorsorge ein, das eigene Haus gehört hier natürlich dazu. Doch meist reichen die Zusatzrenten nicht aus und so leben die Rentner mit zu wenig Geld um ihre alltäglichen Bedürfnisse zu stillen.

    Oftmals sind sie auf Unterstützung der Familie angewiesen; existiert diese Unterstützung nicht, sind sie entweder gezwungen ihren Lebensstil grundlegend zu verändern oder aber aus dem eigenen Haus auszuziehen und es zu verkaufen, um in einer kleinen Wohnung oder dem Altersheim von dem Verkaufsertrag zu leben.

    Das Prinzip der Umkehrhypotheken

    In den USA und Großbritannien existiert nun eine Alternative: Umkehrhypotheken. Die Banken belasten das Haus mit einer Hypothek, man erhält dafür entweder monatliche Raten oder eine Einmal-Zahlung. So kann der Eigentümer in seinem Haus wohnen bleiben und hat für sein restliches Leben genügend Geld um ein angenehmes Leben zu führen. Sobald der Eigentümer gestorben oder ausgezogen ist, wird dann im Regelfall das Haus verkauft und von dem Ertrag wird die Hypothek abbezahlt.

    In Deutschland erst zwei Anbieter

    Allerdings steckt dieses Verfahren in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Es gibt bislang nur zwei Banken die Umkehrhypotheken anbieten: die Immokasse "ImmoRentenPlus" und die Investitionsbank "IB.Immorente". Letztere stammt aus Schleswig-Holstein und wendet dieses Verfahren nur auf Häuser in Norddeutschland an. Beim Verfahren selbst zahlt die IB.Immorente das Geld in monatlichen Raten aus, während die Immokasse das Geld in einer Einmalzahlung auszahlt.

    Da davon auszugehen ist, dass sich dieser Markt auch noch für andere Banken erschließt, wird empfohlen noch abzuwarten bevor man sich auf eine Umkehrhypothek einlässt. Denn mit größerer Konkurrenz kommen auch attraktivere Angebote für die Kunden.

    Angesichts dieses Überblicks über die unterschiedlichen Arten der Vorsorge fassen wir in der folgenden Tabelle zusammen, welche Formen für welche Berufsgruppen geeignet sind.

    Formen der Altersvorsorge und deren Zielgruppen
    VorsorgeformFür wen geeignet?
    Gesetzliche RentenversicherungAngestellte & Selbstständige
    Berufsständische VersorgungFreie Kammerberufe
    Betriebliche AltersvorsorgeArbeiter und Angestellte
    Zusatzversorgung des öffentlichen DienstesArbeitnehmer des öffentlichen Dienstes
    FondssparpläneAngestellte & Selbstständige
    Riester-RenteAngestellte & Selbstständige
    Rürup-RenteAngestellte & Selbstständige
    LebensversicherungAngestellte & Selbstständige
    ImmobilienbesitzAngestellte & Selbstständige

    Ein besonders wichtgier Punkt in Sachen Altersvorsorge ist auch die Absicherung der Familie - auf die entsprechenden Möglichkeiten gehen wir im Folgenden daher noch mal gesondert ein.

    Die finanzielle Absicherung der Familie

    Ein wichtiger Punkt bei der Altersvorsorge ist die finanzielle Absicherung der Familie, denn Familien sollten gegen bestimmte Risiken, wie zum Beispiel den Todesfall des Hauptverdieners, unbedingt abgesichert sein. Zu den wichtigsten Absicherungsmaßnahmen gehört eine Risiko-Lebensversicherung.

    Risiko-Lebensversicherung

    Durch einen unerwarteten Todesfall des Ernährers einer Familie besteht die Gefahr, dass dessen Angehörige in eine finanzielle Notlage geraten. Noch größer ist das Risiko bei allein Erziehenden.

    Grundsätzlich wird Paaren mit Kindern, aber auch ohne Kinder, empfohlen, Vorsorge für den Fall zu treffen, dass der Hauptverdiener berufsunfähig oder arbeitslos wird oder sogar verstirbt. Zu diesem Zweck sollte eine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen werden.

    Private Rentenversicherung und Risiko-Lebensversicherung

    Um Kapital für die Altersvorsorge aufzubauen, ist es ratsam, eine private Rentenversicherung oder eine Kapital-Lebensversicherung zu besparen. Solche Versicherungen können sowohl klassisch als auch an Fonds gebunden sein, was von der jeweiligen Anlagementalität abhängt.

    Vor allem Freiberufler und Selbstständige sollten sich um ihre Altersvorsorge kümmern. Bei Angestellten kann auch eine Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung in die Altersvorsorge eingebaut werden. Durch eine Direktversicherung lassen sich interessante Renditen erzielen, darüber hinaus können Steuern gespart werden.

    Eigenheimzulage

    Da Familien Platz benötigen, kann als Altersvorsorge auch in eine Immobilie zum Wohnen investiert werden. Für eine ausreichende Finanzierung sind allerdings wenigstens 20 Prozent Eigenkapital erforderlich.

    Die dabei üblichen 30 Jahre für den Finanzierungszeitraum sollten jedoch vermieden werden, denn die Immobilie wird umso billiger, je kürzer die Finanzierung ausfällt. Dazu wird empfohlen, eine Eigenheimzulage zu nutzen. Außerdem werden in den letzten Jahren vermehrt Möglichkeiten für eine Sondertilgung angeboten.

    Während man die monatliche Hypothek abzahlt, sollte man gleichzeitig konsequent sparen. Als sichere Möglichkeit Geld anzusparen, gelten Banksparpläne.

    Allerdings sind diese weniger renditestark. Eine Alternative sind Fondssparpläne, in die man, je nach Risikofreude, investieren kann.

    Kinderunfallversicherung

    Für eine Familie mit Kindern ist es ratsam, vorsorglich eine Kinderunfallversicherung abzuschließen. Eine solche Versicherung lässt sich bereits während der Geburt des Kindes abschließen und läuft in der Regel bis zum 16. Lebensjahr.

    Später wird der Versicherungsvertrag von den Versicherungsunternehmen normalerweise von einem Kindertarif in einen Erwachsenentarif umgewandelt. In der Regel sind in einer Kinderunfallversicherung die gleichen Leistungen enthalten wie in einer privaten Unfallversicherung. Allerdings gibt es kein Tagesgeld.

    Finanzielle Sicherheit für die Familie - Tipps zum Vorsorgen und Sparen

    Bei der Altersvorsorge gibt es Einiges zu beachten

    Diagramm Aktienkurve auf Tisch, daneben Kuli, Taschenrechner
    stock chart with calculator and pen © Marlee - www.fotolia.de

    Wenn Eltern zum Monatsende noch Geld übrig haben, sind sie gut dran. Beim Gedanken, wie sich der Überschuss für die Altersvorsorge nutzen lässt, kommt jedoch rasch Unsicherheit auf.

    Ein Sparbuch wirft kaum Zinsen ab, Aktien sind unsicher. Aber wie sollen Familien ihr Vermögen anlegen, damit es im Alter zuverlässig etwas abwirft?

    Flexibel bleiben

    Zunächst heißt es: realistisch bleiben. Anlageformen, die Familien jeden finanziellen Spielraum nehmen, verfehlen ihr Ziel. Es sollte genug Geld übrig bleiben, um unaufschiebbare Ausgaben wie Waschmaschine oder neue Heizung zu stemmen. Für den Notgroschen eignet sich etwa ein Tagesgeldkonto, von dem jederzeit höhere Summen abgehoben werden können.

    Wie viel brauche ich?

    Neben einem klaren Blick auf die aktuellen Finanzen sollten Familien auch in die Zukunft schauen: wie viel Geld brauchen wir, wenn die Kinder in der Ausbildung sind? Wie groß ist voraussichtlich die Lücke zwischen Rente und tatsächlichem Finanzbedarf?

    Versicherungen

    Da diese Kalkulationen davon abhängen, ob auch weiterhin regelmäßige Einkünfte aufs Konto kommen, empfehlen Experten als ersten Schritt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Um die Familie abzusichern, ist für junge Eltern auch eine Risiko-Lebensversicherung sinnvoll.

    Wenig empfehlenswert sind derzeit private Rentenversicherungen. Unter dem Strich bleibt oft weniger als 1 Prozent Zinsen übrig. Im Alter muss allerdings auch nur ein Ertragsanteil von 18 Prozent versteuert werden.

    Wichtig: Alle Verträge so lange erklären lassen, bis man jedes Detail versteht.

    Immobilien

    Der beliebteste Weg, um im Alter größere finanzielle Spielräume zu haben, ist die eigene Immobilie. Hier machen sich die niedrigen Zinsen aktuell positiv bemerkbar.

    Auch Familien mit mittlerem Einkommen können sich ein Eigenheim leisten. Zu niedrig sollte das Eigenkapital allerdings nicht sein.

    Banksparplan

    Beim Banksparplan legt der Sparer monatlich einen festen Betrag an, gebührenfrei. Neben den – derzeit niedrigen – Zinsen fallen noch Boni an.

    Je länger die Laufzeit ist, desto höher steigt die Rendite. Angestellte können den Banksparplan zudem mit einem Riester-Vertrag kombinieren.

    Riester-Rente

    Für Alleinstehende ist die Riester-Rente wenig attraktiv. Familien mit Kindern können jedoch doppelt profitieren: von den staatlichen Zulagen und vom Sonderabgaben-Anzug bei der Steuer.

    Die Förderung beträgt für Erwachsene aktuell 154 Euro pro Jahr, für Kinder gibt es je nach Geburtsjahr 185 Euro (vor 2008 geboren) oder 300 Euro (nach 2008 geboren). Dazu müssen 4 Prozent des Vorjahreseinkommens in den Rentenvertrag fließen.

    Tipp: wer flexibel bleiben möchte, verzichtet auf die Zulage. 30 Prozent der angesparten Summe kann man sich dann auszahlen lassen.

    Aktienfonds

    Finanzexperten empfehlen, die Altersvorsorge auf verschiedene Säulen zu verteilen. Wer langfristig plant, sollte deshalb einen Teil des Geldes in Aktienfonds investieren. Sogenannte Indexfonds haben niedrige Gebühren und lohnen somit schon bei geringem finanziellen Einsatz.

    Grundinformationen und Hinweise zur Altersvorsorge

    • Altersvorsorge - Möglichkeiten der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Alterssicherung

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Elderly man and an elderly woman sitting on swings © Ljupco Smokovski - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Couple sitting at the sea © falkjohann - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: A senior old couple enjoying at a vacation © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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