18. September 2008
Von Tanja Tasci
In den Kindertagen sind Muttersöhnchen oft gut angesehen, denn sie sind brav und folgsam. Doch wenn Muttersöhnchen erwachsen werden, kommt es häufig zu Problemen im sozialen Umfeld.
Erziehung ist nicht immer einfach und jede Mutter versucht ihre Kinder zu verwöhnen, doch auch beim Verwöhnprogramm sollten Mütter Grenzen setzen. Gerade Söhne werden häufig von den Müttern über alle Maßen verwöhnt. Dies kann mit zunehmendem Alter zu Problemen führen. Söhne die sich zu sehr an ihre Mütter binden haben es nicht immer leicht.
Erste Probleme kommen oft bereits kurz nach der Einschulung auf. Während sich die meisten Kinder zu diesem Zeitpunkt langsam von ihren Eltern lösen und erste Freiräume für sich beanspruchen, sind Muttersöhnchen häufig nicht in der Lage sich von ihrer Mutter abzunabeln. Diese Tatsache verhindert hier oft zum ersten Mal, ein gleichwertiges Teil der Gruppe zu sein und so sind Muttersöhnchen bereits in der ersten Klasse häufig Einzelgänger. Das Bemühen zur Gruppe zu gehören und gleichzeitig die Bemühung es der Mutter und den Lehrern recht zu machen, schafft häufig eine seelische Unausgeglichenheit und beeinträchtigt den gesamten Alltag.
Noch problematischer wird die Situation in der Pubertät, das erste Interesse am anderen Geschlecht erwacht und die innerliche Zerrissenheit der sogenannten Muttersöhnchen nimmt weiter zu. Schon zu dieser frühen Phase der ersten Versuche Partnerschaften einzugehen, kommt kein Mädchen wirklich an die Mutter ran. Grundsätzlich sehen die Mütter von "Muttersöhnchen" jedes Mädchen, für das der Sohn Interesse zeigt, als unliebsame Konkurrenz, die nur schlecht sein kann für den eigenen Sohn. Diese Tatsache bleibt oft noch bestehen, auch wenn der Sohn bereits eine eigene Familie gegründet hat, denn auch hier bleibt Mutter der ständige Begleiter und wichtigste Ratgeber und die beste Ehefrau und Mutter kann hier nicht punkten.
Grundsätzlich entsteht das "Muttersöhnchen-Dasein" bereits im Kleinkindalter durch entsprechende Erziehung. Dies liegt oft nicht mal in der Absicht der jeweiligen Mütter, denn meist haben sie nur übermäßige Angst um ihre Kinder und versuchen sie zu beschützen und bemuttern sie rund um die Uhr.
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