Die tägliche Arbeit gibt oftmals einen persönlichen Sinn des Daseins und eine Motivation, an den persönlichen Fähigkeiten und Leistungen zu arbeiten. Im Falle der Arbeitslosigkeit fallen viele Menschen dann allerdings in ein tiefes Loch, aufgrund welchem jede Motivation und Lebensfreude verloren geht. Doch was kann im Falle einer Arbeitslosigkeit unternommen werden, so dass es nicht zum Auftreten von derartigen depressiven Erscheinungen kommt, welche leicht auch krankhafte Züge annehmen können?
Zunächst einmal sollte sich der Arbeitslose bewusst machen, dass der derzeitige Zustand nicht das Ende der Welt bedeutet. Dank unseres sozialen Systems ist man in seiner Existenz nicht bedroht. Dieser prinzipiell angenehme Zustand sollte allerdings nicht dazu genutzt werden, den Alltag mit sinnlosen oder gar überhaupt keinen Inhalten zu füllen. Stattdessen erlaubt einem die momentane Arbeitslosigkeit das eigene Stecken von Zielen, welche kein Arbeitgeber, sondern man selbst diktiert. Solche möglichen Ziele sind breit gestreut und können prinzipiell alles sein, was die eigene Person interessiert. Für manch einen können dies beispielsweise sportliche Ziele sein, auf deren Erfüllung hintrainiert wird. Die Anforderungen sind dabei egal, weshalb hierfür sowohl die Bewältigung eines Marathons als auch das Erlernen von Jonglieren mit vier Bällen in Frage kommt. Für Feinschmecker kann es wiederum erstrebenswert sein, bestimmte Rezepte zu perfektionieren und ein breites Repertoire an Gerichten zu beherrschen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man sich kurzfristige und langfristige Ziele steckt. Daraufhin kommt es nicht nur beim Verfolgen dieser zu einer Sinnfüllung. Vielmehr stellt auch die erfolgreiche Bewältigung derartiger Herausforderungen ein Erfolgserlebnis dar, welches dem Aufkommen depressiver Tendenzen entgegenwirkt. Neben einem aktiven Angehen es Alltags und dem Stecken von Zielen kann einem aber auch die eigene Familie und der Freundeskreis jene Kraft geben, welche benötigt wird, diese zugegebenermaßen harte und unangenehme Situation durchzustehen. Dabei schöpft man nicht nur Zuversicht, sondern behält auch den Glauben an die eigene Person. Die Vermeidung des Fallens in ein depressives Loch gelingt deshalb am besten, wenn der drohenden Passivität der Kampf angesagt wird. Nichtsdestotrotz sollten sich der Betroffene und die Angehörigen aber auch darüber im Klaren sein, dass es sich bei depressiven Erscheinungsbildern auch um die gleichnamige ernstzunehmende Erkrankung handeln kann. Diese bedarf wiederum einer ärztlichen Behandlung und kann alleine wenn überhaupt nur schwer überwunden werden.
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