Rückenschwimmen

Eine beliebte Schwimmart, die die Rückenmuskulatur kräftigen und so Rückenschmerzen vorbeugen kann

Das Rückenschwimmen ist ein Schwimmstil, bei dem sich der Rückenschwimmer in Rückenlage und mit einem Körperteil oberhalb der Wasseroberfläche befindet. Die wechselseitigen Armzüge werden mit abwechselnden Auf- und Abbewegungen der Beine unterstützt.

Junge Frau in blauem Badeanzug im Schwimmbad lässt sich auf Rücken im Wasser treiben
wasserbett © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Regelungen des Wettkampfschwimmens

Das Rückenschwimmen zählt zu den vier Lagen des Wettkampfschwimmens. Im Wettkampfsport ist die Ausführung des Rückenschwimmens genau definiert, und auch die Art der Wenden sind vorgegeben.

Armzug und Beinschlag

Hier darf der Schwimmer beispielsweise nicht beide Arme parallel aus dem Wasser heben, sondern muss einen alternierenden Armzug ausführen. Als Beinschlag wird ausschließlich ein Freistilbeinschlag akzeptiert. Das Schwimmen von Brustbeinschlag in Rückenwettkämpfen führt selbst bei einmaliger Ausführung zur Disqualifikation.

Wende

Mussten die Wenden früher in Rückenlage vollzogen werden, so sind inzwischen die Rollwenden des Freistilschwimmens erlaubt. Der Schwimmer kann sich kurz vor der Wende bereits auf den Bauch drehen, muss die restliche Strecke dann aber ausschließlich mit Unterstützung der Gleitphase und des Beinschlags zurücklegen. Führt er einen weiteren Armzug aus, so bedeutet dies ebenfalls die Disqualifikation.

Varianten

Im Rückenschwimmen können verhältnismäßig hohe Geschwindigkeiten erzielt werden, es rangiert mit dem Delphinschwimmen direkt hinter dem Freistilschwimmen. Im Freizeitbereich kann Rückenschwimmen in verschiedenen Varianten beobachtet werden.

Rückenschwimmen im Freizeitbereich wird häufig mit einem parallelen Armzug und in Kombination mit einem Brustbeinschlag praktiziert. Diese stilistische Variante ist das Altdeutsch-Schwimmen und war bis vor weniger als 100 Jahren noch als Wettkampfdisziplin verbreitet.

Gesundheitliche Vorzüge

Viele Menschen - vor allem ältere Personen - nutzen das Rückenschwimmen, um ihre Wirbelsäule zu entlasten. Über lange Strecken betrieben, kann Rückenschwimmen schonender sein als Brustschwimmen. Zwar wäre Freistilschwimmen für das Knochengerüst noch gesünder, dazu sind viele Menschen technisch aber nicht oder nicht mehr in der Lage.

Das Rückenschwimmen bietet für weniger sichere Schwimmer den Vorteil, dass durch die große Auflagefläche des Rückens der Körper bereits fast selbsttätig auf dem Wasser gehalten wird. Hinzu kommt, dass Mund und Nase frei sind, die Atmung also ungestört erfolgen kann.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Rückenschwimmen

Übungen für Rückenschwimmer

Übungen für Rückenschwimmer

Die Koordination der Arme und Beine beim Rückenschwimmen ist nicht gerade einfach. Deswegen sollte dies im Voraus geübt werden.

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