13. Juli 2010
Das Kitesurfen ist eine sehr dynamische und schnelle Sportart. Vor allem bei starkem Wind findet eine hohe Beschleunigung statt, während das Kiteboard selbst eine nur wenig kippstabile Konstruktion ist. Stürze gehören zum Sport dazu und sind an der Tagesordnung. Jedoch gibt es einige Sicherheitsvorkehrungen, mit denen man Verletzungen vermeiden oder verringern kann.
Auch geübte Kitesurfer sollten niemals alleine ins Wasser gehen. In jedem Fall sollte eine Kontakperson an Land bleiben und die Surfer beobachten, um im Notfall schnell Hilfe holen zu können. Bei Materialschäden oder aufkommendem Starkwind kann es zum Beispiel notwendig sein, die Surfer mit einem Motorboot wieder sicher an Land zu bringen.
Bevor mit dem Surfen begonnen wird, sollten die Windverhältnisse, die Großwetterlage und eventuelle Strömungen, Riffe und sonstige Gefahrenquellen erkundet werden. In unbekannten Revieren ist es ratsam, sich bei Einheimischen oder der Strandaufsicht zu erkundigen. Bei ablandigem Wind zum Beispiel besteht die Gefahr, aufs offene Gewässer hinaus gezogen zu werden. Deshalb sollte ablandiger Wind grundsätzlich gemieden werden. Aufwinde dagegen können besonders an Deichen und Böschungen zur Gefahrenquelle werden.
Bei jedem Start, auch wenn nur eine Pause eingelegt wurde, sollten das Board, der Schirm und die Seile gut überprüft werden. Wichtig ist, ob alle Verbindungen noch fest sitzen. Ebenfalls getestet werden sollte die Funktion des Auslösesystems. Weisen einzelne Teile Abnutzungserscheinungen oder Materialschäden auf, so sollten sie vor dem nächsten Start ausgetauscht werden.
Sehr wichtig ist auch der Sicherheitsabstand. Empfohlen wird hier eine doppelte Seillänge Abstand zu Schwimmern, anderen Wassersportlern und Surfern sowie zu Strandgästen. Das Surfen in Badebereichen ist mit Recht verboten. Ist im Startbereich viel Betrieb, so ist es empfehlenswert, den Start etwas zu verschieben. Start- und Landehelfer sind in manchen Revieren vorhanden.
Unerlässlich ist das Tragen einer geeigneten Schutzkleidung, die neben dem wärmenden Neopren Anzug auch noch aus einem Helm und einer Prallschutzweste besteht. Füßlinge und Handschuhe schützen die Extremitäten vor Verletzungen und Blasenbildung.
Bei der Erkundung des Geländes richtet der erfahrene Surfer sein Augenmerk nicht nur aufs Wasser, sondern auch aufs Hinterland. Straßen zum Beispiel, die in einem Abstand kürzer der Leinenlänge verlaufen, können schnell zur Gefahr werden. Wenn der Schirm auf die Straße geweht wird, sind schlimme Unfälle vorprogrammiert. Ein Fahrzeug kann sich in den Leinen verfangen und Material und Surfer mit sich schleifen.
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