Autogas, Carsharing und Co.: so sparen Autofahrer Sprit und schonen die Umwelt

Junges Paar fährt mit Fahrrädern durch Felder

Gründe für ein Leben ohne Auto und wie sich der Alltag mit Auto spritsparender und umweltschonender gestalten lässt

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  • von Paradisi-Redaktion

Beim Autofahren Sprit sparen und die Umwelt schonen - ein schöner Gedanke, der aber nur selten in die Tat umgesetzt wird. Wer auf seinen geliebten Wagen nicht verzichten kann, hat jedoch tatsächlich Möglichkeiten, die Umweltbelastung so niedrig wie möglich zu halten - und Geld lässt sich mit ein paar Änderungen auch sparen. Lesen Sie, wie Sie als Autofahrer Sprit sparen und die Umwelt schonen können.

Die Umwelt schonen und sich für kurze Strecken auch mal aufs Rad schwingen

Dass das Fahrradfahren einen positiven Einfluss auf die Figur ausübt, ist keine neue Weisheit. Doch nicht nur Abnehmwillige profitieren davon, auf kürzeren Strecken auf das Auto zu verzichten und das Fahrrad zu benutzen. Bei vielen Berufstätigen ist die Zeit für sportliche Aktivitäten knapp bemessen.

  • Nach der Arbeit wird das Kind aus der Einrichtung abgeholt,
  • Einkauf und Hausarbeit sollen bewältigt werden und
  • der Hund will raus.

Gründe genug, um sich für die Benutzung eines Fahrzeugs zu entscheiden. Doch dieses muss keinen Motor besitzen.

Rauf auf's Rad!

Aktives Fahren liegt im Trend. Welches Verkehrsmittel wäre hierfür besser als ein Fahrrad geeignet?

  1. Beim Fahrradfahren beansprucht der Fahrradfahrer diverse Muskelpartien, ohne dass dabei Gelenke und Wirbelsäule übermäßige Belastungen erfahren.

  2. Der Körper wird insgesamt besser durchblutet, was zu einer optimalen Versorgung mit Sauerstoff führt.

  3. Die Atmung vertieft sich, das Lungenvolumen wird deutlich erhöht.

Die regelmäßige Benutzung des Fahrrades beugt nicht nur der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Die Ausschüttung von Endorphinen sorgt außerdem für Stressabbau.

Tun Sie Gutes!

Es lohnt sich also, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und zu radeln. Angesichts der Kraftstoffpreise profitiert davon nicht nur die Gesundheit des Radfahrers, sondern auch seine Brieftasche. Und nicht zuletzt käme der Umwelt der Verzicht auf das Auto sehr recht.

Statistisch gesehen beträgt jede zweite Strecke, die mit dem Auto gefahren wird, unter drei Kilometer. Statistisch gesehen könnte also auf die Hälfte aller Autofahrten verzichtet werden. Wer sich selbst gegenüber ehrlich ist, wird zugeben müssen, dass die Bäckertüte sich ebenso wie das Stück Margarine auf dem Fahrrad mitführen ließen.

Kind, Einkauf und Hund mitnehmen

Ausreden, der Einkauf würde größer ausfallen, das Kind müsse auch noch mit, zählen nicht. Der Fahrradhandel bietet diverses Zubehör, das sowohl dem Einkauf als auch dem Kind Möglichkeiten zum bequemen Mitfahren gewährt. Selbst auf den Hund muss beim Radfahren nicht verzichtet werden.

Wenn es sich dennoch nicht vermeiden lässt, das Auto zu benutzen, kann die Fahrt zumindest so effektiv wie möglich gestaltet werden. Die Strecke von der Arbeit nach Hause lässt sich beispielsweise mit dem Einkauf verbinden, das Kind wird auch gleich abgeholt. Doppelte Wege erübrigen sich. Nur der Hund benötigt seine Gassitour. Die natürlich nicht mit dem Auto gefahren wird.

Autofahren zu teuer? Jeder zweite Deutsche fährt jetzt weniger

Autofahren wird immer teurer, so greifen viele Deutsche nun zum Fahrrad oder gehen zu Fuß

Fahrradfahrer in der Stadt fährt entlang einer Häuserwand
biking in the city © SVLuma - www.fotolia.de

In Deutschland verzichten immer mehr Menschen auf das Auto und steigen lieber auf Bus und Bahn um, nehmen das Fahrrad oder gehen einfach zu Fuß. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage für die DEVK Versicherungen.

Am meisten lassen die Autofahrer ihren Wagen am Wochenende in Garage stehen, aber nicht nur am Wochenende wird gespart. So versuchen viele Autofahrer (45 Prozent) durch langsameres Fahren Sprit zu sparen. Aber auch bei der Versicherung lässt sich einiges sparen, was die meisten aber nicht bedenken, so die Ergebnisse der Umfrage.

Sportlichkeit oder Sparsamkeit?

Viele verzichten auf das Auto und erledigen manche Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad, so stellen viele fest, dass sonntags mehr Fahrräder als Autos vor einer Bäckerei stehen. Zwar gaben bei der Umfrage von den Autofahrern etwa 60 Prozent an, dass sie das Fahrrad als sportliche und vor allem umweltfreundliche Variante für die Fortbewegung sehen, aber die wenigsten machen dieses.

Was aber richtig ist, ist, dass sich viele aus reinen Kostengründen kein Auto mehr gönnen, weil auch in den letzten Jahren die deutsche Automobilindustrie die PKW hauptsächlich für die Mittelklasse entwickelt und produziert hat.

Hauptsache bequem - auch Kurzstrecken werden mit dem Auto erledigt

Stau im Straßenverkehr einer Stadt, Autoschlange im Berufsverkehr
Stau_4 © Kara - www.fotolia.de

Am frühen Morgen mal eben zum Bäcker gehen, um frische Brötchen fürs Frühstück zu besorgen - viele greifen dabei auf das Auto zurück, auch wenn die Entfernung nicht weit ist. Es geht einfach schneller und ist bequemer.

Doch wie viel man für so eine Autofahrt bezahlt, machen sich die meisten gar nicht klar. Die Kampagne "Für mich. Für Dich. Fürs Klima" hat ausgerechnet, dass die Fahrt zum Bäcker so teuer ist, wie 8 Brötchen, wenn man von einer Strecke von zwei Kilometer ausgeht. Zudem ist der Benzinverbrauch bei einem kalten Motor erheblich höher; Brötchenliebhaber sollten sich also in Zukunft zwei mal überlegen, ob sie das Auto nehmen - der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe.

Umweltbewusste Jugend - Immer öfter ohne Auto unterwegs

Mann mit Fahrradhelm und Radkleidung schließt sein Rennrad vor einem gläsernen Hochhaus ab
Man with his bike in the city. © william87 - www.fotolia.de

Die neue Jugendstudie von Shell zeigte nun auch folgendes Ergebnis: Immer mehr Jugendliche (insgesamt 44% der Befragten) leben umweltbewusst und entscheiden sich dazu, lieber Fahrrad zu fahren als die Luft mit großen Autos zu verpesten. Falls sie sich doch für ein Auto entscheiden, kaufen um die 39% ein kleines, im Verbrauch geringeres Modell.

Der Klimawandel ist allgemein ein immer wichtigeres Thema für 78% der Jugendlichen, und mittlerweile versucht jeder Zweite, umweltschonender zu leben indem er Energie spart. Viele sehen im Klimawandel sogar ein existenzbedrohendes Problem.

Von A nach B mit dem Bus: Statistisches Bundesamt veröffentlicht Verkehrstrends 2013

Linienbusse halten an Haltestellen von modernem Busbahnhof auf dem Land
Moderner Busbahnhof auf dem Land - Bus Stop in the Countryside © Petair - www.fotolia.de

Das Statistische Bundesamt führt bekanntlich über alles Buch, was sich nur in Zahlen fassen lässt - und was in der Bundesrepublik Deutschland von Bedeutung ist. Jetzt gab das in Wiesbaden beheimatete Amt seine Auswertungen im Bereich Transport und Verkehr bekannt. Dabei zeigte sich auch 2013: Immer mehr Deutsche steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um.

Gerade in Großstädten spielen Autos eine immer kleinere Rolle. Neben Bus, Bahn und Tram ist hier auch das Carsharing Angebot von Bedeutung. Innerhalb Deutschlands wurde deutlich weniger geflogen als noch in den Vorjahren.

Auf der anderen Seite konnten die bundesweiten Buslinien starken Zuwachs verzeichnen: Das aufgebrochene Bahn-Monopol auf viele Strecken zeigt erste Veränderungen, rund drei Millionen Deutsche waren im vergangenen Jahr per Fernbus von nach A nach B unterwegs.

Leben ohne Auto?

Zu den wichtigsten Gründen, sich gegen ein eigenes Auto zu entscheiden, gehören meist finanzielle Belange.

Ein Auto kostet Geld, und zwar mehrfach. Neben den Anschaffungskosten fallen Steuern und Versicherungsprämien an. Die Zulassung, Reparaturen, Durchsichten und gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchungen sowie Abschreibungen müssen in den Ausgaben für das Auto ebenso bedacht werden, wie Kraftstoff, Zubehör und Winter/Sommerreifen.

Je intensiver das Auto genutzt wird, desto höher sind die Wartungskosten.

Um den Pkw sicher abzustellen, zahlen viele Autobesitzer zusätzlich Miete für Parkplätze oder Garagen. Wer in Ballungsgebieten täglich mit dem Auto zur Arbeit fährt, kennt Staus, Parkplatzsuche oder teure Parkhäuser nur zu gut.

Auch im Auslandsurlaub fallen zusätzliche Kosten - meist in Form von Maut und KFZ Schutzbriefen - an.

Viele Menschen sind dennoch auf das Auto angewiesen oder glauben zumindest, dass ein eigenes Auto unerlässlich ist. Es gibt heute viele Möglichkeiten, den Alltag ohne eigenen Pkw zu meistern. Dabei ist oft Improvisationstalent gefragt.

Ohne Auto in der Großstadt

In Großstädten und städtischen Ballungsräumen ist es einfach, den Alltag ohne Auto zu meistern, denn das öffentliche Verkehrsnetz ist meist sehr gut ausgebaut. In nahezu allen Stadtvierteln sind genügend Möglichkeiten zum Einkaufen, Ärzte, Schulen und Kindergärten vorhanden.

  • Wer sich nicht mit dem Fahrzeug durch den Berufsverkehr quälen will, nutzt das Rad oder fährt entspannt mit Bus oder Bahn zur Arbeit.
  • Auch Fahrgemeinschaften sparen Kosten.
  • Für längere Touren oder den Ausflug mit Familie bieten sich Mietwagen an. Die Gesamtkosten sind meist deutlich günstiger als ein eigener Pkw.
  • Für Stadtfahrten ist Carsharing ideal.
  • Billig und komfortabel sind Fahrten mit den Fernbussen, die viele Großstädte in Deutschland ansteuern.

Ohne Auto auf dem Land

Außerhalb der Ballungszentren ist die Infrastruktur meist deutlich schlechter ausgebaut und es wurden vor allem Bahnlinien stillgelegt. Deshalb ist es oft schwierig ohne Auto.

  • Bewohner in entlegenen Regionen profitieren von den Angeboten der "fahrenden Händler" (Bäcker, Fleischer, Lebensmittel) sowie Services, wie Friseur, Massage und Fußpflege.
  • Waren, die über den täglichen Bedarf hinausgehen, werden meist über das Internet geordert.
  • Wer mit Bus oder Bahn zur Arbeit fährt, organisiert sich meist gut.
  • Arzttermine und Einkäufe werden zusammengelegt und oft bilden sich Fahrgemeinschaften.
  • In vielen Regionen fahren sogenannte Bürgerbusse und Mitfahrzentralen werden auch auf dem Land immer häufiger genutzt.

Das Prinzip des Carsharing

Das englische "to share" heißt zu Deutsch "teilen". Carsharing ist die aufgeteilte, also gemeinschaftliche Autobenutzung auf Leihbasis. Kommerzielle und privat organisierte Anbieter stellen Fahrzeuge für eine kurzzeitige Nutzung zur Verfügung. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zur Autovermietung mit ihren längeren bis langen Mietzeiten.

Gesteigerte Mobilität und gleichzeitige Straßenverkehrsentlastung

Das Carsharing soll in Großstädten die Mobilität von Bürgern sowie Touristen erhöhen und gleichzeitig den Straßenverkehr insgesamt entlasten. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde Caresharing in Deutschland eingeführt.

Heutzutage ist der Bundesverband CarSharing, kurz bcs mit Sitz in Berlin ein Ansprechpartner für deutschlandweit mehr als 150 Carsharing-Stationen. Geboten wird unter anderem eine alphabetisch sortierte Orts- und Städteübersicht mit Carsharing-Anbietern - eine Suchfunktion erleichtert die Direktsuche.

Carsharing im Portrait

Carsharing ist vom Prinzip her so einfach wie logisch und verständlich. Wer kurzzeitig oder vorübergehend ein Auto nutzen möchte, der bucht es online oder telefonisch bei dem örtlichen Anbieter. Der stellt seine Fahrzeuge an einer festen Station bereit, wo sie abgeholt und anschließend zurückgegeben werden.

Vieles im organisatorischen Ablauf ist identisch mit dem bekannten Automieten bei einer der namhaften Autovermietungen. Carsharing schließt die Bedarfslücke einer kurzzeitigen Autonutzung, die sich ad hoc ergibt.

  • Das können beispielsweise Einkaufsfahrten sein, oder
  • Fahrten zu einem PoI, einem "Point of Interest" während einer Städtereise.

Wer auf Carsharing fokussiert ist, der hat sich zuvor über die Möglichkeiten am Ort informiert. Das Sharing wird dadurch betont, dass sich mehrere Nutzer für eine kurzzeitige Nutzung im Laufe eines Tages dasselbe Fahrzeug teilen. Beim Automieten ist das so nicht möglich.

Unternehmen Carsharing als Gewerbe

Abholen und Rückgabe, Versicherung sowie Nutzungsbedingungen sind in den wesentlichen Grundzügen vom Automieten adaptiert. Aus rechtlichen Gründen ist es wichtig, dass das Carsharing-Unternehmen eine juristische Person ist. Das kann sowohl eine Kapitalgesellschaft wie eine GmbH oder eine Ltd, ein Einzelunternehmen oder eine BGB-Gesellschaft sein.

Der Anbieter muss das Unternehmen Carsharing als Gewerbe angemeldet haben.

Carsharing nimmt Fahrt auf – speziell junge Menschen lieben die flexible Mobilität

Frau steht im Auto und schaut aus Schiebedach hervor, im Hintergrund Berglandschaft
ausflug © Kica Henk - www.fotolia.de

Immer mehr Deutsche wollen das Auto lieber leihen. Vor allem junge Menschen empfinden den Besitz eines Fahrzeugs eher als Belastung. In den dicht besiedelten Großstädten boomt deshalb das Carsharing: Seit 2011 hat sich die Zahl der Mitglieder und Autos mehr als verdoppelt.

Zwei Grundmodelle

In Metropolen wie Berlin, Hamburg und Frankfurt sind gleich mehrere Anbieter am Start. Wer Freude am Teilen hat, kann dabei zwischen zwei Grundtypen wählen: Bei Modell 1 holt er das Auto an einem festen Standort ab und muss es dort nach der Fahrt auch wieder abgeben. Für die Nutzung wird eine monatliche Grundgebühr fällig, dafür sind die Leihgebühren pro Stunde meist relativ niedrig.

Free-Floating-Prinzip beliebt

Trendmodell Nummer 2 basiert auf dem Free-Floating-Prinzip. Die Fahrzeuge stehen im Stadtgebiet verteilt auf ganz normalen Parkplätzen. Wo sich der nächste Wagen befindet, erfährt der Nutzer per Smartphone. Wenn er seinen Trip beendet hat, kann er den Wagen einfach stehen lassen, wo er möchte.

Flexibilität im Trend

Diese Flexibilität kommt gut an. Seit Anfang des Jahres ist die Kundenzahl von 37.000 auf 183.000 gestiegen. Anbieter wie Drive Now und Car2Go verzichten zudem auf eine feste Grundgebühr - dafür liegen die Minutenpreise deutlich höher als bei der Konkurrenz. Benzinkosten und Pflege der Autos sind bei beiden Modellen inklusive.

Carsharing boomt – welche Vorteile hat die mobile Kurzzeitmiete?

Verkehr - Junge Frau sitzt gelassen am Steuer ihres Autos
pretty girl in car © kristian sekulic - www.fotolia.de

Carsharing ist endgültig aus den Kinderschuhen heraus. Mehr als 750.000 Nutzer sind bereits bei einem der rund 150 Anbieter für mobile Kurzzeitmiete registriert. Neben Daimler und BMW drängt nun auch Audi auf den Markt – speziell mit Luxusfahrzeugen. Welche Vorteile hat das Konzept?

Umweltfreundlich und flexibel

Ein Carsharing-Auto ersetzt durchschnittlich vier Privatwagen. Das Bundesumweltamt sieht in den bunten Fahrzeugflotten von DriveNow, Car2go, Flinkster und Co. deshalb eine umweltfreundliche Verkehrsform. Da die Autos technisch meist auf dem neuesten Stand sind, belasten sie die Städte zudem weniger mit Abgasen. Kritiker fürchten allerdings, dass Carsharing die Stadtbewohner eher von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln fernhält.

Feste Stationen oder Free-Floating?

Als Carsharing entwickelt wurde, setzten die Anbieter auf ein Netz aus festen Stationen, an denen die Wagen abgeholt und wieder zurückgebracht werden müssen. Rund 320.000 Fahrer haben sich bislang einem entsprechenden System angeschlossen, etwa Flinkster, Cambio oder Stadtmobil.

Vorteil: Die Kosten liegen mit 3,50 Euro bis 4,40 Euro pro gefahrener Stunden relativ niedrig. Nachteil: Es fällt eine monatliche Grundgebühr an, so dass sich die Miete vor allem für nur Vielnutzer lohnt. Außerdem kann der Weg zur Leihstation so weit sein, dass viel Zeit verloren geht.

Neuere Anbieter wie DriveNow oder Car2go setzen auf Free-Floating. Bei diesem Konzept stehen die Fahrzeuge im Geschäftsgebiet verteilt, die Teilnehmer können sie überall anmieten und wieder abstellen. Die Suche nach einem passenden Wagen erfolgt über eine Smartphone-App. Die Abrechnung erfolgt minutenweise, pro Stunde werden rund 14 Euro fällig. Benzinkosten sind inklusive.

Vorteil: In Ballungszentren findet sich an fast jeder Ecke ein Fahrzeug, wer losfahren möchte, kann spontan einsteigen. Außerdem fallen keine Fix-Gebühren an. Nachteil: die höheren Stundentarife.

Vorsicht im Schadensfall

Auch mit gemieteten Autos können Unfälle passieren. Die Anbieter haben hierfür grundsätzlich eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen. Für selbstverschuldete Schäden muss der Fahrer jedoch eine Selbstbeteiligung leisten. Und die kann happig sein.

Carsharing keine Konkurrenz zu Bus und Bahn

Befragung deckt auf, dass Mietautos weitaus weniger gefragt sind als der ÖPNV

Mann sitzt am Steuer eines Autos und bedient das Navigationsgerät
Mann bedient Navigationsgerät im Auto © industrieblick - www.fotolia.de

Anbieter für Carsharing gibt es in Deutschland mittlerweile einige:

  • Opel mit Spotcar,
  • Daimlers Car2Go oder auch
  • DriveNow von BMW.

Einer aktuellen Umfrage unter 2900 Kunden von Car2Go und DriveNow zufolge stellen sie jedoch keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr dar. Demnach findet eine Verlagerung von Fahrten hin zum Auto nur in Ausnahmefällen statt, etwa wenn Bus oder Bahn zu selten fahren oder das Ziel mit dem Nahverkehr nur schwierig zu erreichen ist.

ÖPNV gefragter

Zwei Drittel der Befragten nutzen täglich oder mehrmals wöchentlich den ÖPNV. Lediglich ein Viertel fährt wenigstens genauso häufig mit einem gemieteten Auto. Die Hälfte der befragten Personen besitzt überhaupt kein eigenes Fahrzeug, fast 20 Prozent haben es aufgrund der Carsharing-Angebote in den letzten Jahren abgeschafft.

Kunden in Ballungsräumen

Experten sehen zwar noch Wachstumspotential im Carsharing-Bereich, glauben aber nicht daran, dass Mietautos die automobile Welt entscheidend verändern könnten. Carsharing funktioniere lediglich in Ballungsräumen, da es nur dort genügend Kunden gebe. Problematisch sei für viele, dass sie nicht zu jedem Zeitpunkt einen Pkw nutzen könnten.

Kein eigenes Auto mehr: Tipps und Informationen zum problemlosen Carsharing

Gerade in Großstädten verzichten immer mehr Menschen auf ein eigenes Auto und "teilen"

Autoschlüssel und Mietwagenvertrag auf Lenkrad
Transporter mieten © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Seit mehr als 20 Jahren gibt es in Deutschland Carsharing. Gerade in Großstädten verzichten immer mehr Menschen auf ein eigenes Auto. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ausgaben für

fallen weg. Zudem stehen neue Modelle zur Verfügung, die auf dem neuesten Stand sind.

Ist Carsharing zum pendeln geeignet?

Der Bundesverband Carsharing (BCS) registrierte zum 1. Januar 2015 mehr als eine Million Fahrberechtigte. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Zuwachs von rund 37 Prozent. Bei den stationsunabhängigen Angeboten, dem sogenannten Free-Floating-Carsharing, erhöhten sich die Nutzerzahlen sogar um 51 Prozent auf 660.000. Allerdings sind lediglich 150 Autos hinzugekommen, ein Plus von gerade mal 2,4 Prozent.

Daher ist dieses Angebot für Berufspendler eher nicht geeignet. Sie können nicht davon ausgehen, dass ihnen jeden Morgen und Abend ein Fahrzeug zur Verfügung steht. Wer dennoch Carsharing für den Arbeitsweg nutzt, sollte bedenken, dass er das Auto nicht auf privatem Gelände abstellen darf, sondern nur auf öffentlich zugänglichen Plätzen. Die Kosten für das Umparken werden dem Nutzer in Rechnung gestellt.

Recht und Verantwortung

Fahren dürfen bei Car2Go oder DriveNow nur deren Mitglieder, bei Flinkster von der Deutschen Bahn auch andere Führerscheininhaber, allerdings muss das registrierte Mitglied, das die volle Verantwortung trägt, mit im Auto sitzen.

Für Knöllchen und Bußgelder muss der Nutzer zahlen. Zusätzlich fällt eine Bearbeitungsgebühr an. Bei Car2Go und DriveNow gilt eine Null-Promille-Grenze. Alkoholisierte Fahrten sind ein Verstoß gegen die AGB und können zum Ausschluss führen.

  • Bußgelder,
  • Punkte und
  • Fahrverbote

hat der Nutzer zu tragen. Bei DriveNow sollten Fahrer nach dem Ausloggen auf das grüne Licht achten. Sonst zahlen sie für die Nutzung weiter, obgleich sie das Auto gar nicht mehr gemietet haben. Bei Car2Go erfolgt das Abmelden nach Beenden der Miete automatisch nach 15 Sekunden.

Kostenfrage

Die Kosten für das Carsharing errechnen sich aus einer Mischkalkulation von gefahrenen Kilometern und genutzter Zeitdauer. Jeder Anbieter hat seine eigenen Carsharing-Tarife. Bis zu einer jährlichen Kilometerleistung von etwa siebentausend Kilometern ist Carsharing preisgünstiger als die Unterhaltung eines eigenen Kleinwagens.

Wer das Carsharing einem eigenen Auto vorzieht, spart alle laufende Kfz-Kosten, bis hin zu Versicherung, Steuer oder Garage. Bezahlt wird nur dann und vor allem das, was tatsächlich genutzt wird.

Bei einer günstigen Wohnlage zu einer Carsharing-Mietstation kann die Fahrt zur Kita, zum Arzt oder zum Einkauf effektiver sein als der dauerhafte Unterhalt eines Zweitwagens. Die Verfügbarkeit von Fahrzeugen an der Carsharing-Station liegt nach einer bundeweit statistischen Erhebung bei über neunzig Prozent.

Mit einer Vorreservierung um einige Stunden oder um einen halben Tag ist das Carsharing-Fahrzeug so gut wie garantiert verfügbar.

Carsharing in Großstädten

Carsharing wird vorwiegend in größeren und großen Städten angeboten. Um aus Sicht der Anbieter gewinnbringend arbeiten zu können, müssen die angebotenen Fahrzeuge möglichst optimal, sprich oft genutzt werden. Das eine zieht das andere nach sich: Angebot und Nachfrage müssen miteinander korrespondieren.

Nachbarschaftsauto-Vertrag

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit Sitz in Berlin empfiehlt für ein privates Carsharing den sogenannten Nachbarschaftsauto-Vertrag. Damit wird eine Rechtsgrundlage geschaffen, um nachbarschaftliche Fahrgemeinschaften zu Kindergarten, Schule, Freunden und Disko zu organisieren.

Das ist die selbst organisierte Vorstufe hin zu einem professionellen Carsharing.

Werbung, Vermietung, Fahrgemeinschaften - mit dem Auto Geld verdienen

Ein Reh läuft vor einem herannahenden Auto über die Landstraße (Wildwechsel)
Wildwechsel © hykoe - www.fotolia.de

Autobesitzer können ihren Wagen auch als fahrende Litfaßsäule vermieten und damit ein paar Euro verdienen. Doch dabei ist einiges zu beachten, denn sogenannte Vermittlungs-Agenturen verlangen für ihre Arbeit Geld, manchmal bis zu 150 Euro, so dass der eigentliche Verdienst wieder weg ist. Auch wollen einige dieser Agenturen eine Mitgliedschaft für die sie ebenfalls Geld verlangen.

Verdienst durch Werbung auf dem Auto

Der Zusatzverdienst hängt aber auch von der Größe des Aufklebers ab und teilweise wird auch mit dem Werbepartner eine jährliche Laufleistung vereinbart. Grundsätzlich ist aber unbedingt ein Arbeitsvertrag abzuschließen, wie auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät. Hier sollte man auch darauf achten, dass der Auftraggeber für die Aufkleber verantwortlich ist, damit es später beispielsweise wegen eventueller Druckfehler keinen Ärger gibt.

Die Autobesitzer müssen aber diese Einnahmen bei der jährlichen Steuererklärung angeben, unter der Rubrik selbstständiger Arbeit, wobei diese bis zu 256 Euro steuerfrei sind. Übrigens lassen sich die Folien später wieder ohne irgendwelche Spuren problemlos abziehen.

Verdienst durch Wagenvermietung

Eine andere Möglichkeit zusätzlich mit dem eigenen Wagen ein paar Euro zu verdienen, ist die Vermietung des Wagens. Dies kann man über einige Internetportale anbieten, die meistens auch dann eigene Zusatzversicherungen haben. Ansonsten ist hier aber Vorsicht geboten, denn der Vermieter haftet zuerst für eventuelle Schäden, die der Mieter verursacht.

Verdienst durch Bildung von Fahrgemeinschaften

Als letzte Möglichkeit die jährlichen Kosten beim Auto zu senken, ist die Bildung von Fahrgemeinschaften, wo man sich beispielsweise die Spritkosten teilt. Bei der Einkommenssteuer können aber Fahrer sowie Beifahrer die Fahrten unter Werbungskosten (Fahrt zur Arbeit - Entfernungspauschale) absetzen.

Das Finanzamt rechnet dann pro einfachen Entfernungskilometer 30 Cent, wobei es uninteressant ist, wie man zur Arbeit kommt, also zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Auto.

Spritsparend fahren - Heimliche Spritschlucker und wie Sie diese ausschalten

Einmal davon abgesehen, dass dank der Finanzkrise für viele Menschen das Auto ein Luxus geworden ist, zeigt sich auch an den steigenden Spritpreisen ein Kostenfaktor auf, der sich mitunter deftig im Geldbeutel aufzeigen kann. Oft sind es jedoch die sogenannten Sprit-Schlucker, die man als Autofahrer nur selten kennt, an dem Malheur des sich schnell leerenden Benzintanks schuld. Feind erkannt, Verbrauch gebannt. Lesen Sie hier, um welche Spriträuber es sich handelt.

Unnötiger Ballast und Fahrstil

Transportieren Sie ständig Kisten und ähnlich schwere Sachen im Kofferraum? Dann sollten Sie lieber alles raus nehmen, was Sie nicht zwingend notwendig täglich im Auto benötigen. Unnötiger Ballast sorgt nämlich ebenfalls dafür, dass sich die Tanknadel viel schneller gen Rot senkt und damit ein Tanken wesentlich früher wieder erforderlich macht.

Ein cleverer Fahrstil hilft ebenfalls beim Senken der Benzinkosten. Ein permanentes Gasgeben und Bremsen erhöht den Benzinverbrauch deutlich. Flott anfahren und gleich in einen höheren Gang schalten reduziert gleichsam den Verbrauch und anstatt mit einem Bleifuß zu fahren, lohnt es sich lieber etwas langsamer unterwegs zu sein, zumal das auch noch die Nerven schont.

Klimaanlage und Heizung

Haben Sie gewusst, dass besonders die neuen Automodelle mit zahlreichen Extras ausgestattet sind, die den Spritverbrauch deutlich in die Höhe treiben können? >Eine Klimaanlage zum Beispiel verbraucht je Stunde rund 1,5 Liter mehr an Benzin. Damit man dem entgehen kann, empfiehlt es sich diese keinesfalls bei Temperaturen unter 22 Grad anzustellen.

Auch die tolle wärmende Sitzheizung ist ein Spritschlucker, der sich je Stunde mit 0,4 Liter Benzin zu Buche schlägt. Eine elektrische Zusatzheizung hingegen frisst tatsächlich Benzin und das mit einem Liter je Stunde wirklich nicht zu knapp.

Heizen Sie Ihre Frontscheiben kräftig an und das rund eine Stunde lang, dann leert sich der Tank um durchschnittlich 0,5 Liter und auch die Heckheizung verbraucht immerhin noch 0,2 Liter. Die Sicherheit geht auf jeden Fall vor, allerdings sollten Sie im Sinne des Spritsparens nach dem Freiwerden der Autoscheiben diese gleich wieder abstellen.

Klimaanlagen können auf den Kreislauf drücken

An heißen Tagen neigen viele Autofahrer dazu, ihre Klimaanlage ganz aufzudrehen, wenn man schon mal aus der brütenden Hitze ins Auto steigt. Experten warnen aber vor den Gefahren des "Klimaschocks": Mehr als sechs Grad Temperaturunterschied kann beim Aussteigen zu einem Kreislaufkollaps führen. Grundsätzlich sollte die Klimaanlage nicht unter 20 Grad Celsius gedreht werden.

Vorm Fahrtziel abschalten

Ein Trick, der nicht nur Geldbeutel und Umwelt, sondern auch den eigenen Kreislauf schont, ist es, die Klimaanlage bereits einige Minuten vor der Ankunft am Fahrtziel abzuschalten. So gewöhnt der Körper sich langsam an die höhere Außentemperatur.

Besonders Menschen mit Kreislaufproblemen sollten den "Hitzeschock" beim Aussteigen vermeiden. Auch beim Einsteigen oder auf kurzen Strecken kann es helfen, einfach die Fenster komplett runter zu kurbeln, denn bereits der Fahrtwind kühlt das heiße Auto ab und lüftet es durch.

Grundsätzlich spricht aber wenig gegen das Einschalten der Klimaanlage, denn so bewahrt man buchstäblich einen kühlen Kopf und die Unfallgefahr verringert sich. Wichtig ist es aber, auf längeren Fahrten viel zu trinken, da die trockene Luft der Klimaanlage Haut und Schleimhäute austrocknet. Auch sollte der Luftstrom nicht direkt auf den Kopf des Fahrers gerichtet sein.

Der Filter der Klimaanlage sollte in regelmäßigen Abständen gewechselt werden, um den Wagen frei von Pilzen und Bakterien zu halten.

Autogasumrüstung - für wen sich eine Gasanlage lohnt

Das Autogas ist als Flüssiggas ein Gasgemisch zum Antrieb von Fahrzeugen, die mit einem Ottomotor betrieben werden. Autos, die mit Benzin als Kraftstoff gefahren werden, können für ein einige tausend Euro auf Autogas umgestellt werden. Abhängig von Marke, Modell und Typ des Fahrzeuges sowie von der jährlichen Kilometerleistung kann sich die Autogasumrüstung schon innerhalb von zwölf bis vierundzwanzig Monaten lohnen, sprich finanziell rechnen.

Liquefied Petroleum Gas (LPG) und seine Alternativen

Im internationalen Sprachgebrauch wird das Autogas nach der englischen Bezeichnung Liquefied Petroleum Gas kurz LPG genannt. Die wesentlichen Bestandteile des Flüssiggases sind Butan und Propan.

Alternativen zum Autogas sind das verdichtete Erdgas CNG sowie das Flüssigerdgas LNG. Diese beiden Abkürzungen stehen für die jeweils englischen Namen Compressed Natural Gas sowie Liquefied Natural Gas.

Flüssiggase werden seit mehreren Jahrzehnten in der chemischen Industrie als Energieträger genutzt. Als Kraftstoff für Fahrzeuge mit Ottomotor wurde Autogas bereits Mitte der 1930er Jahre entwickelt.

Autogas als aktiver Umweltschutz

Die Verbrennung von Autogas ist deutlich umweltfreundlicher als die von Benzin. Vor dem Hintergrund einer immer wichtiger werdenden Umweltfreundlichkeit des Autofahrens insgesamt wird die Verwendung beziehungsweise Umrüstung auf Autogas zunehmend populärer.

Der Kfz-Halter möchte mit seinem Fahrzeug einen Beitrag zur Umweltfreundlichkeit leisten, muss dabei jedoch sowohl auf den Kosten-Nutzen-Effekt achten als auch das Preis-Leistungs-Verhältnis im Auge behalten.

Autogasumrüstung

Die Autogasumrüstung kostet durchschnittlich zwischen zwei- und dreitausend Euro. Dieser Betrag ist in einer Summe fällig und muss entweder aus dem eigenen Ersparten bezahlt, oder aber mit einem Kredit fremdfinanziert werden.

Nach dieser Ausgabe ist der Autofahrer zunächst einmal so weit wie vorher. Er kann sich mit einer bivalenten Autogasanlage wahlweise für den bisherigen Kraftstoff Benzin sowie für Autogas entscheiden.

Dieser einmaligen Ausgabe für die Autogasumrüstung stehen die dauerhaften Einsparungen beim Kauf von Autogas gegenüber. Es wird ebenfalls in Litern gerechnet und bezahlt. Im bundesweiten Durchschnitt sowie unter Berücksichtigung von saisonalen Schwankungen beträgt der Literpreis für Autogas ungefähr die Hälfte der einzelnen Benzinarten.

Demgegenüber steht ein Mehrverbrauch von Autogas im Vergleich zu Benzin von etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent. Der Benzinverbrauch von zehn Litern je hundert Kilometer ist in etwa mit einem erhöhten Autogasverbrauch von bis zu zwölf Litern gleichzusetzen, der jedoch unterm Strich nur etwa halb so teuer ist wie Tankrechnung für Benzin.

Für wen und wann sich eine Umrüstung rechnet

Für den Autofahrer ergibt sich jetzt die interessante Rechnung, wie lange es dauert, bis die Ausgaben für eine Autogasumrüstung durch Minderkosten für den Kraftstoffverbrauch kompensiert sind. Die beiden entscheidenden Faktoren dafür sins:

  1. der durchschnittliche Benzinverbrauch je hundert Kilometer
  2. die jährliche Kilometerleistung mit dem umgerüsteten Fahrzeug

Als Faustregel gilt, dass sich die Autogasumrüstung umso früher rechnet, je höher die Kosten sind. Damit sind sowohl ein relativ hoher Benzinverbrauch als auch die hohe jährliche Kilometerleistung gemeint.

Der Kfz-Halter hat die Erfahrungswerte aus dem bisherigen Kraftstoffverbrauch. Er kann auch seine zukünftige jährliche Kilometerleistung dahingehend abschätzen, ob sie unverändert so wie bisher bleibt, ob sie sinkt oder sich erhöht.

Für Vielfahrer mit beruflicher Nutzung ihres Autos der gehobenen oder höheren Mittelklasse rechnet sich die Umstellung auf Autogas schon nach Ablauf eines Jahres. Ab dann wird das Autofahren mit jedem Betanken an der Autogastankstelle deutlich billiger.

Die Umstellung auf Autogas hat keine finanziellen Auswirkungen auf die Kfz-Steuer sowie auf die Kfz-Versicherung - hier bleibt alles so, wie es ist. Einige Kfz-Versicherer bieten besondere Öko-Versicherungstarife an, die zu vergleichen sich sowohl untereinander als auch mit der bestehenden Kfz-Versicherung lohnt.

Wo man eine Autogasumrüstung durchführen lassen kann

Der Kfz-Halter muss darauf achten, dass die Autogasumstellung in der dafür zertifizierten Autowerkstatt erfolgt. Eine verbindliche Auskunft dazu erhält er bei "seinem" TÜV - gemeint ist der für seinen Wohnsitz örtlich zuständige Technische Überwachungsverein für Kfz-Überwachung sowie für Kfz-Fahrerlaubniswesen.

Mitentscheidend für eine Autogasumstellung ist auch die räumliche Nähe zur nächsten Autogastankstelle. Die bundesweite Versorgung mit Autogas ist mit dem bestehenden Tankstellennetz (noch) nicht vergleichbar.

Unbestritten ist die Reduzierung der durch den Straßenverkehr hervorgerufenen Umweltbelastung. Mit Autogas betriebene Fahrzeuge emittieren im Vergleich zu den sogenannten Benzinern bis zu zwanzig Prozent weniger Treibhausgas, das Kohlenstoffdioxid CO2.

Schranke unten, Ampel rot, Motor aus

Stau im Straßenverkehr einer Stadt, Autoschlange im Berufsverkehr
Stau_4 © Kara - www.fotolia.de

Auto steht, Motor ausschalten. Auf diese einfache Weise können Fahrzeugbesitzer Benzin und Geld sparen. Schon bei einer Wartezeit von 20 Sekunden lohnt sich ein Abschalten des Motors.

Selbst im Stand verbraucht ein Auto bei laufendem Motor fast einen Liter Treibstoff. Sollte ein Fahrzeug kein Start-Stopp-System besitzen, bleibt immer noch der Griff zum Zündschlüssel. Norbert Hartmann vom Auto Club Europa (ACE) erklärt, dass der Motor durch das Ausschalten keinen Schaden nehme. Auch Anlasser und Batterie haben mit dem Starten und Stoppen keinerlei Probleme.

An Bahnübergängen ist das Abstellen des Motors laut §30 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vorgeschrieben. Bei Nichtbeachtung dieser Regel ist ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro fällig.

Tipps zum Spritsparen im Winter

Wer auf Energiefresser, Reifendruck und Co achtet, kann im Winter ordentlich Sprit sparen

Junge Frau misst Reifendruck ihre Autos an Tankstelle
reifendruck © Phototom - www.fotolia.de

Im Winter steigt beim Autofahren in der Regel auch der Spritverbrauch. Die elektrischen Geräte laufen, damit es im Fahrzeug nicht zu ungemütlich ist. Da der Motor auch die Lichtmaschine antreibt, ist der Tank aber eher leer.

Motor nicht warmlaufen lassen

Doch es gibt einige Möglichkeiten, um die Kosten nicht zu sehr ansteigen zu lassen. So empfiehlt es sich nicht, den Motor bei niedrigen Temperaturen erst einmal warmlaufen zu lassen.

Man riskiert nicht nur eine Geldbuße von zehn Euro, sondern strapaziert auch unnötig das Material. Besser erwärmt sich der Motor während der Fahrt bei mittleren Drehzahlen.

Reifendruck, Luftfilter und Zündkerzen

Im Winter sollten die Reifen mit dem vorgeschriebenen Luftdruck ausgestattet sein. Das sorgt für eine besser Bodenhaftung. Beim Sparen hilft zudem ein einwandfrei arbeitender Motor. Luftfilter und Zündkerzen sollten notfalls ausgetauscht werden.

Kurzstrecken und Heizungsverbrauch

Es empfiehlt sich, Sitzheizung und beheizte Frontscheibe nur dann einzuschalten, wenn es unbedingt erforderlich ist. Auf 100 Kilometern erhöhen sie den Verbrauch um 0,6 Liter.

Benzin sparen lässt sich auch, wenn das Auto möglichst wenig auf Kurzstrecken eingesetzt wird. Die optimale Betriebstemperatur ist im Winter erst bei 20 Kilometern erreicht.

Energiefresser ausschalten

Damit im Winter in einem wetterbedingten Stau nicht das Benzin ausgeht, sollte der Tank möglichst voll sein. Sonst droht die Heizung im Notfall auszugehen.

Wenn man doch einmal festsitzt, sollten alle nicht erforderlichen Energiefresser ausgeschaltet werden. Eigene Bewegungen erhöhen die Körpertemperatur. Der Kreislauf bleibt so besser in Schwung.

Niedrige Preise für Benzin und Diesel: Abends ist der Sprit am günstigsten

Mit diesen hilfreichen Tipps und einer Smartphone-App können Sie beim Tanken Geld sparen

Zapfhahn hängt in Tanköffnung eines blauen Autos
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Benzin und Diesel sind derzeit so günstig wie seit Jahren nicht. Autofahrer können noch mehr sparen, wenn sie zu einer bestimmten Tageszeit die Tankstelle aufsuchen.

So liegen die Preise nach Angaben des Automobilclubs ADAC abends zwischen 18 und 20 Uhr in der Regel am niedrigsten. Die Preisdifferenz beträgt am Tag im Schnitt 8 Cent - bei Benzin liegt sie bei 8,4 Cent und bei Diesel bei 8,7 Cent.

Tagestiefststand in den frühen Abendstunden

Beide Kraftstoffsorten sind laut ADAC stets in den Nachtstunden zwischen 0 Uhr und 5 Uhr am teuersten. Erst ab dem frühen Morgen sinken die Preise allmählich und konstant ab, bis sie zwischen 18 und 20 Uhr ihren Tagestiefststand erreicht haben.

Nach 20 Uhr steigen die Spritpreise dann steil und schnell an, bis sie gegen Mitternacht erneut auf ihrem hohen nächtlichen Niveau angelangt sind.

Kraftstoffpreise per App

Der ADAC rät Verbrauchern daher, ihr Tankverhalten diesen sehr stabilen Werten anzupassen und vor allem am späten Nachmittag und frühen Abend die Zapfsäulen anzusteuern. Auch die Wahl der Tankstelle kann sich positiv auf den Geldbeutel auswirken – freie Tankstellen sind häufig ein wenig günstiger als Markentankstellen.

Um möglichst günstig zu tanken, sollten Autofahrer am besten Smartphone-Apps nutzen, die ihre Daten von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffpreise erhalten.

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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