31. Mai 2011
Beim Reiten verlässt man sich nicht nur auf Schenkel-, Zügel- und Gewichtshilfen, sondern benützt auch noch andere Hilfsmittel wie Reitgerte, Sporen und die Stimme. Wie man welche Hilfsmittel einsetzt, erklären wir Ihnen.
Schenkelhilfen zählen zu den wichtigsten Hilfen beim Reiten. Dadurch dass die Waden flach am Pferdeleib angelegt werden, nimmt man Kontakt zu den Hinterbeinen des Pferdes auf. Die Beine sollten jedoch nicht willkürlich an den Leib gepresst werden, sondern immer in einer leichten Grundspannung verharren und leichte Impulse geben. Will man das Pferd antreiben, so liegen die Schenkel am Sattelgurt. Sind die Schenkel eine Handbreit weiter hinter dem Gurt, so wird das Pferd langsamer, da das Hinterbein begrenzt wird.
Mithilfe der Zügel kann man dem Pferd ebenfalls signalisieren, was es tun soll. Dabei ist darauf zu achten, dass die Zügel gleichmäßig und sanft mit beiden Händen gehalten werden, da das Pferdemaul relativ empfindlich ist. Ein hektisches Reißen an den Zügeln ist keineswegs angebracht und macht das Pferd nur nervös. Wenn man den Zügel annehmen möchte, wird der Handrücken leicht gewölbt. Als Faustregel gilt: Dabei kommt der kleine Finger dem eigenen gegenüberliegenden Ohr ein bisschen näher. Als wichtigste Zügelhilfe wird das Nachgeben angesehen. Dabei lässt man den Zügel langsam durch die Finger rutschen.
Neben diesen klassischen Reiterhilfen wird auch die Stimme dazu eingesetzt, um mit dem Tier Kontakt aufzunehmen. Man kann das Pferd mit der Stimme aufmuntern und in stressigen Situationen beruhigen. Pferde gewöhnen sich mit der Zeit an die Stimme des Besitzers und können genau unterscheiden, ob der Tonfall positiv oder negativ ist.
Mithilfe einer Reitgerte kann man das Pferd zusätzlich zu den Schenkelhilfen antreiben. Dabei sollte man das Pferd niemals wirklich schlagen, sondern lediglich leicht antippen. So bemerkt das Pferd, dass es schneller laufen soll.
Die Sporen zählen ebenfalls zu den Hilfsmitteln beim Reiten. Sie sollten aber nicht so eingesetzt werden, wie man es aus alten Cowboy-Filmen kennt. Das Pferd soll durch den Einsatz der Sporen keinerlei Schmerzen erleiden. Mit Sporen werden ebenfalls die Unterschenkel unterstützt. Man benötigt nicht bei jedem Reitstil Sporen.
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