Stretching und Dehnen sind unerlässliche Elemente eines jeden Trainingsplans. Jeder Sportler oder sportlich interessierte Mensch sollte sich angewöhnen, seine Muskulatur regelmäßig zu dehnen. Egal ob Freizeitsportler oder Profi, das Dehnen hat eine positive Wirkung auf die gesamte Muskulatur. Warum dies so ist, und warum das Dehnen auf keinen Fall vernachlässigt werden sollte, dazu finden Sie hier einige interessante Fakten und Informationen.
Wer Sport treibt, der setzt seine Muskulatur einer Belastung aus, die meist höher ist als diejenige Belastung, die die Muskulatur im täglichen Leben verrichten muss. Also wird die Muskulatur während des Sports besonders stimuliert und meist auch besonders stark angestrengt. Bei vielen Sportarten ist diese Belastung zusätzlich auch noch einseitig, das heißt, nicht alle Muskelgruppen werden gleich stark beansprucht, sondern einige von ihnen in besonderem Maße und andere dagegen nicht.
Wird nun ein Muskel über einen längeren Zeitraum hinweg beansprucht, so zeigt er eine gewisse Reaktion. Neben der natürlichen Ermüdung steht eine Verkürzung des Muskels meist an erster Stelle. Ganz besonders stark ist dies bei Ausdauersportarten ausgeprägt. Beim Laufen zum Beispiel verkürzen sich die hinteren Beinmuskeln, so dass der Sportler sich "steif" fühlt, wenn er sein Training beendet.
Und genau hier kommen die Vorzüge des Dehnens zum Einsatz: Mit gezielten Dehnübungen werden die strapazierten und überanstrengten Muskeln wieder gelockert und in ihre ursprüngliche Position zurück gebracht. Wird nicht aktiv gedehnt, so kann der Körper diese Leistung zwar selbst auch erbringen, er benötigt jedoch wesentlich länger dazu, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Häufig dauert die Regeneration sogar so lang, dass ein zweites Folgetraining stattfindet, noch bevor die Rückbildung abgeschlossen ist. Dies ist wenig sinnvoll, denn es stellt die Muskulatur mit der Zeit vor Anforderungen, denen sie nicht mehr gerecht werden kann.
Deshalb ist ein vorsichtiges Dehnen nach jeder Übungseinheit so besonders wichtig. Sie verkürzen damit Ihre Regenerationszeit und nehmen Spannungen aus Ihrem Körper, die sonst schnell zu Fehlhaltungen und Schädigungen führen könnten.
Doch auch in Zeiten der aktiven Wettkampfregeneration ist Stretching sehr wichtig und sinnvoll. Ist die heiße Vorbereitungsphase vorbei, wird meist regenerativ und auf Ausdauer und Stil hin trainiert. In einen solchen Trainingsplan passen längere Stretching- und Dehnungseinheiten ganz hervorragend hinein. Sie halten den Körper elastisch und beweglich, beanspruchen ihn aber nicht in der Substanz. So wird in der Regenerationsphase eine hervorragende Grundlage für das nächste Intensivtraining gelegt.
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