17. Oktober 2007
Von manchen müde belächelt, für andere eine sportliche Herausforderung: Spinning.

In der Gruppe wird hier auf feststehenden Rädern die Ausdauer trainiert, und das Ganze in geschlossenen Räumen, also indoor, zu lauter Musik und nach der Anweisung eines Kursleiters, der auch mal den Trittrhythmus und die Position des Trainierenden (sitzend oder in den Pedalen stehend) ändern kann. Spinning gehört mittlerweile zum festen Angebot eines jeden Fitnessstudios, seine Anhänger schwören auf den Ansporn der Gruppe und die treibenden Tönen der schnellen Musik. Dies ist natürlich auch bei schlechtem Wetter möglich – viele begeisterte Radsportler nutzen daher im Winter die Möglichkeit des Spinnings - und keineswegs auf einen unveränderlichen Rhythmus beschränkt: der Anweisung des Kursleiters zufolge geht es mal schneller, mal langsamer zur Sache, zudem können an den Geräten Berg- und Talfahrten wie im echten Gelände simuliert werden. Allerdings zeigt sich hier auch leicht der Nachteil der geschlossenen Räume: auf den kühlenden Fahrtwind muss der Radler verzichten.
Beim Spinning werden spezielle Räder genutzt, die mit schweren Schwungscheiben versehen sind. Generell kann jeder, der körperlich gesund ist, am Spinning teilnehmen, denn auch hier gibt es einzelne Kurse für Einsteiger, die womöglich eine geringere Kondition besitzen. Selbst Übergewichtige oder Personen mit Gelenkproblemen sind hier gut aufgehoben, da der größte Teil des Körpergewichts auf dem Sattel lastet. Trotzdem kann es durch das Training in der Gruppe schnell zu Überlastungen kommen, wenn man versucht, sich trotz geringerer Ausdauer dem Gruppentempo anzupassen. Eine Pulsuhr kann hier sehr nützlich sein, um den eigenen Körper besser zu beobachten. Wichtig ist auch, Signale wie Übelkeit und Erschöpfung ernst zu nehmen. Zudem sollte auf den Flüssigkeitshaushalt geachtet, also stets eine Wasserflasche mitgeführt werden.
Weiterhin gehört unbedingt ein Handtuch zum Spinning dazu. Bei der Kleidung sind Schuhe mit rutschfester Sohle und eine gepolsterte Radhose ratsam, damit das Training auch bei hohem Tempo nicht unangenehm wird.
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