Schluss mit den Ausreden: So haben Sie immer Zeit für Ihr Training

Übergewichtige Frau auf einem Hometrainer
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  • von Paradisi-Redaktion

Keine Zeit zum Trainieren?! Damit sind sie nicht allein und trotzdem schaffen es unzählige andere ein Workout in einen engen Terminkalender unterzubringen. Mit unseres Tipps schaffen Sie das auch!

Zeitmangel ist die am häufigsten zitierte Entschuldigung für wenig und nicht konstante Trainingszeiten. Umfragen zeigen dagegen, dass diejenigen, die regelmäßig Sport treiben ebenfalls mit ihrer Arbeit, ihren Familien und anderen Aufgaben beschäftigt sind. Also ist die Aussage "zu wenig Zeit zu haben" lediglich ein Vorwand und letztlich nichts anderes als eine Ausrede.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, regelmäßige Workouts in Ihr hektisches und gestresstes Leben zu bringen.

Setzen Sie sich Prioritäten

Jeder ist unter Zeitdruck. Aber jeder kann sich die Zeit nehmen und sich eine Listen von Prioritäten festlegen. Sie werden sehen, dass es einfacher ist, Entscheidungen zu fällen, wenn man seine Prioritäten klar formuliert hat und diese im Alltag prüft und anpasst. Dabei lernen Sie sich nicht nur selbst besser kennen, sondern können auch zielgerichteter an den Dingen arbeiten, die Sie glücklich machen.

Diese Herangehensweise führt zu einem starken Selbstbewusstsein und zu einem klaren Auftritt sich selbst und anderen gegenüber. Bevor Sie weitere Maßnahmen ergreifen, um Workouts in Ihr Leben zu integrieren, prüfen Sie gewissenhaft, wie wichtig das regelmäßige Training für Sie ist. Welche Schwierigkeiten sind Sie bereit in Kauf zu nehmen? Welche anderen Dinge in Ihrem Leben können Sie, wenn es darauf ankommt, zurückstecken, um Ihre Trainingseinheiten konstant und intensiv zu halten?

Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten auf diese Fragen. Hier gibt es, wie in allen Bereichen Ihres selbstgeführten und –gewählten Lebens nur Ihre einzig richtige und wahre Antwort.

Das Ziel des Priorisierens ist, Zeitreserven, die Sie mit weniger wichtigen Tätigkeiten füllen, zu erkennen, zu verringern oder vollständig für Ihr Training zu nutzen. Vielleicht ist es bei Ihnen an der Zeit den ganzen Ärger durch zeitintensives, trainingsorientiertes, gesundes Kochen zu mindern, indem Sie sich auf nicht weniger gesunde Fertiggerichte einlassen. Vielleicht kann auch einfach Ihre Mitgliedschaft im "Rotary Club" warten bis Sie vielleicht sportlich so weit sind, dass Sie weniger Zeit für das Trainieren aufwenden müssen.

Erstellen Sie sich einen Zeitplan

Setzen Sie sich hin und schreiben Sie auf, was Sie im Rahmen eines typischen Arbeitstages alles tun müssen. Suchen Sie nach überschüssigen Zeitreserven, die Sie anders füllen können. Wenn Sie beispielsweise merken, dass Sie zwei Stunden am Abend TV sehen, können Sie diese auf 90 Minuten reduzieren und in den freigesetzten 30 Minuten ein kurzes Training durchziehen.

Erstellen Sie sich einen neuen Zeitplan mit den überschüssigen Zeitphasen und legen Sie Ihre Trainingsphasen dementsprechend umfangreicher fest.

Halten Sie sich daran und Sie werden schnell das Gefühl erleben können, dass Ihr Alltag optimaler und erfüllter gestaltet ist und Sie Ihrem Training regelmäßig und intensiv nachkommen können.

Seien Sie konsequent

Konsequenz ist die wichtigste Eigenschaft für einen wirksamen Trainingsplan. Wenn Sie nicht jeden Tag die Zeit für ein rundum intensives Training finden, versuchen Sie zumindest für jeden Tag eine kleine Trainingseinheit einzuplanen. Viele Läufer glauben irrtümlicherweise, dass ein 20-minütiges Training den Aufwand nicht lohnt. Richtig ist, dass man auch im Rahmen eines kurzen Trainings mit der entsprechenden Intensität an Kraft, Technik und allgemeiner Fitness arbeiten kann.

Planen Sie große Workouts für das Wochenende oder an Tagen ein, an denen Sie wenig Stress haben. Bleiben Sie Ihrem Training stets treu und freuen Sie sich über jeden Tag, an dem Sie ein langes oder auch kurzes Training schaffen.

Werden Sie kreativ

Gerade Triathleten haben viele kreative Wege gefunden, um trotz straffen Terminkalenders Trainingseinheiten absolvieren zu können. Laufen Sie oder fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Investieren Sie in einen Hometrainer und trainieren Sie, während Ihre Kinder nebenan am Abend spielen.

Fahren Sie mit Ihrer Familie an den See und gehen Sie schwimmen, während Ihr Ehepartner auf die Kinder aufpasst. Dann wechseln Sie sich ab und lassen Ihren Ehepartner Zeit zum schwimmen.

Im Prinzip ist es ist so einfach wie es das oft zitierte Sprichwort sagt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Versuchen Sie es einfach.

Reden Sie mit Ihrem Partner

In einer Partnerschaft ist das Thema "Zeit" ein oft umstrittenes Thema, wenn der eine Ausdauersportler ist und der andere nicht. Wie bei jeder Unstimmigkeit in einer Partnerschaft ist es am besten, das Konfliktpotenzial so schnell wie möglich anzusprechen und an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten.

Setzen Sie sich mit Ihrem Partner zusammen und sprechen Sie offen über die Zeiten, die Sie für Ihr Training benötigen. Arbeiten Sie gemeinsam an einem Zeitplan, der für sie beide genügend Zeit miteinander vorsieht. Sorgen sie beide dafür, dass Ihre Bedürfnisse abgedeckt sind, damit Sie trotz zeitintensivem Training ein gutes Gefühl hinsichtlich Ihrer Partnerschaft haben können.

Arbeiten Sie daran, dass neben gelungenen Trainingseinheiten auch Ihre Beziehung glücklich ist und wachsen kann. Lassen Sie Ihren Partner wissen, dass es für Sie wichtig ist, Zeit mit Ihrem Partner zu verbringen, genauso wie trainieren zu können. Formulieren Sie für sich einen faire Zeitverteilung zwischen Ihrem Partner und sich und setzen Sie sich dann mit Ihrem Partner konstruktiv zusammen und stellen Sie Ihre Zeitvorstellungen vor.

Versuchen Sie von vornherein bereitwillig aufeinander einzugehen und zögern Sie nicht, etwas nachzugeben oder Ihren Partner um etwas mehr Entgegenkommen zu bitten.

Das Ergebnis dieses gemeinsamen Beziehungsprozesses wird Ihnen beiden einen Überblick über die gegenseitigen Erwartungen und Bedürfnisse zeigen, so dass zukünftige Konflikte konstruktiver und klarer gelöst werden können.

Nehmen Sie sich eine Auszeit

Es besteht nie die Notwendigkeit, 365 Tage im Jahr konsequent durchzutrainieren. Als ambitionierter Fitness-Sportler oder Wettkampfathlet können Sie sechs Monate im Jahr extrem umfangreich und intensiv trainieren, bspw. von Frühlingsmitte an bis zur Herbstmitte und den Rest des Jahres ein leichtes Training absolvieren. In der so genannten Nebensaison können Sie die eingesparte Zeit dafür nutzen, neue Prioritäten zu setzen und Dinge zu machen, für die Sie in der Hauptsaison keine Zeit haben.

Wenn Sie sich auf diese Art und Weise um die anderen Schwerpunkte in Ihrem Leben kümmern, werden Sie in der Wettkampfsaison kein schlechtes Gewissen haben, sondern sich mit klarem Kopf voll und ganz in eine optimale Trainingszeit begeben können.

Fokussieren Sie auf Qualität

Die meisten Läufer können mehr Zeit aus Ihrem bisherigen Trainingsprogramm herausholen, wenn Sie Ihr Training im Hinblick auf die Qualität der Übungen und der erzielten Ergebnisse prüfen. Bevor Sie nach mehr Zeit und weiteren Übungen suchen, um Ihr Training zu verbessern, sehen Sie sich Ihre bisherigen Workouts genauer an.

Ein gutes Trainingsprogramm ist in sich abgerundet.

Viele Läufer machen den Fehler und haben zu viele ähnliche Workouts in Ihrem Trainingsworkflow. Sie halten sich zu sehr mit langen, aeroben Trainingseinheiten auf und vernachlässigen dabei Übungen zur Verbesserung der Geschwindigkeit, Technik und zur Optimierung des Krafttrainings (z.B. Läufe am Hang).

Ausgeglichenheit in den Trainingseinheiten ist ein wesentliches Merkmal für ein effektives Lauftraining. Und ist ebenso ein wesentliches Merkmal für einen gesunden Lebensstil.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: XXL-Model auf Hometrainer © runzelkorn - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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