10. Februar 2012
Viele Mediziner sind immer wieder entsetzt, wenn sie hören, dass ältere Mitbürger sportliche Aktivitäten mit Hinweis auf die Zahl ihrer Lebensjahre ablehnen. Das Alter ist gerade ein Grund, Sport zu machen, denn dieser fördert die Gesundheit und unterstützt so das Wohlbefinden. Empfehlenswert ist diesbezüglich vor allem der Ausdauersport, denn er kombiniert gleich mehrere Faktoren, welche die Gesundheit älterer Menschen unterstützen.
Alte Menschen neigen dazu, sich zu wenig zu bewegen. Dies liegt daran, dass im Alter die Anzahl der Mitochondrien im Blut sinkt. Diese sind aber für den Sauerstofftransport zuständig. Dies bedeutet, alle Bewegungen werden anstrengender, weshalb es menschlich nur allzu gut zu verstehen ist, dass ältere Menschen keine Freude an Bewegung mehr haben.
Vernünftig ist jedoch genau die gegenteilige Entscheidung: Wer sich für Ausdauersport entscheidet, stärkt damit die vorhandenen Mitochondrien, kann auf diese Weise das eigene Blut wieder mehr mit Sauerstoff anreichern, was dazu führt, dass die Pumpe des Körpers, nämlich das Herz, wieder ebenfalls mehr zu tun hat, was sich insgesamt positiv auf die eigene Gesundheit auswirkt.
Sauerstoff ist also der bestimmende Faktor, wenn es um Ausdauersport im Alter geht. Deshalb sollte man sich für eine Sportart entscheiden, die an einem Ort mit einer hohen Anreicherung des lebenswichtigen Gases stattfindet – vereinfacht gesagt: Am besten trainiert man draußen. Die Sportart sollte maximal 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz in Anspruch nehmen, weil sonst das Training nicht mehr nützen könnte, sondern lebensgefährlich wird, weil die Gefahr eines Infarkts besteht.
Leichte Sportarten sind deshalb besonders empfehlenswert. Für Einsteiger bieten sich schon lange Spaziergänge an, doch natürlich sollte man das Training schnell ernsthaft angehen. Walking und insbesondere Nordic Walking eigenen sich für ältere Menschen ebenso gut wie das Schwimmen.
Von scharfen Ausdauersportarten, wie zum Beispiel dem Joggen, sollte man wegen der erwähnten Gefahr für das Herz die Finger lassen. Das Training wird übrigens nicht nur das Herz stärken, sondern auch Osteoporose vorbeugen. Die Knochenkrankheit wird durch eine Abnahme der Knochensubstanz verursacht. Doch durch das Training wirkt man diesem Prozess entgegen.
Wem es speziell um diesen Punkt geht, der sollte sein Ausdauer- mit einem Krafttraining verbinden, bei dem die Muskelgruppen rund um die gefährdeten Knochen gefördert werden.
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