12. September 2008
Von Andreas Hadel
Das Laufen gehört zu den sichersten Sportarten der Welt. Man kann beispielsweise nicht durch gegnerische Spieler zu Boden gerungen werden, wie es bei einigen Mannschaftssportarten der Fall ist. Und da das Laufen an sich den natürlichen Bewegungsabläufen des Menschen entspricht, ist auch das Unfallrisiko im Vergleich zum Turnen entsprechend gering. Trotzdem können viele Läufer über langwierige Beschwerden berichten.
In vielen Fällen liegen die Gründe für Beschwerden beim Laufen in zu großem Ehrgeiz und falschem Trainingsaufbau. Gerade Laufneulinge sind anfänglich sehr motiviert und durch die ersten Fortschritte, die zu Beginn immer sehr schnell eintreten, kaum zu bremsen. Oftmals betreiben Sie dabei jedoch Raubbau am eigenen Körper und vergessen, dass die Regeneration und das dosierte Training wesentliche Bestandteile des langfristigen Erfolges sind.
Um Verletzungen und Überlastungsreaktionen zu vermeiden, sollten Sie immer die ersten fünf bis zehn Minuten ihrer Laufeinheiten für ein gründliches Aufwärmen und Funktionsgymnastik reservieren. Steigern Sie außerdem ihr Laufpensum in kleinen Etappen. Machen Sie sich bewusst, dass mit zunehmender Lauferfahrung das Erzielen neuer persönlicher Rekorde immer mehr Zeit und Training braucht.
Die Wahl des richtigen Schuhwerks ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Kaufen Sie unter keinen Umständen einfach den günstigsten oder den aktuell angesagtesten Jogging-Schuh im nächsten Sportgeschäft um die Ecke. Achten Sie stattdessen darauf, ob das Verkaufspersonal einen geschulten Eindruck vermittelt und lassen Sie sich ausführlich beraten. Im Idealfall werden Ihnen die Verkäufer eine Laufanalyse vorschlagen und Sie unterschiedliche Schuhmodelle auf dem Laufband testen lassen.
Manchmal können trotz perfektem Schuhwerk und richtigem Training Schmerzen beim Laufen auftreten. Unter Umständen liegen dann angeborene Fehlstellungen in den Fuß- und Kniegelenken vor, die sich jedoch mit speziellen Schuheinlagen vermindern lassen. Suchen Sie deshalb vor Beginn ihrer Läuferkarriere einen Sportarzt oder einen Orthopäden auf um langwierige Gelenkprobleme auszuschließen.
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