5. März 2010
Zur wirksamen Behandlung von Falten, kann eine Faltenunterspritzung durchgeführt werden. Dabei kommen verschiedene Methoden zur Anwendung.
Bei der Durchführung einer Faltenunterspritzung injiziert der behandelnde Arzt bestimmte Füllmaterialien mit Hilfe der Tunneltechnik direkt in den Faltenkanal der betroffenen Hautstellen. Für die Unterspritzung kommen verschiedene Materialien in Frage.
Das bakterielle Nervengift Botulinumtoxin A gehört zu den Substanzen, die sehr häufig zur Faltenbehandlung eingesetzt werden. Vor allem Mimikfalten wie so genannte Zornesfalten, Stirnfalten, Augenfalten, Krähenfüße sowie Falten im Bereich des Mundwinkels lassen sich auf diese Weise wirksam behandeln. Das Botulinumtoxin A, das auch als Botox bekannt ist, wird für die Behandlung medizinisch gereinigt und speziell aufbereitet, sodass es für eine Erschlaffung der Gesichtsmuskeln sorgt, die die Entstehung von Falten hervorrufen. Der Nachteil der Behandlung ist jedoch, dass die Wirkung des Botox nur für einige Monate anhält. Danach ist eine erneute Botoxbehandlung notwendig. Manchmal kann es auch zu unerwünschten Nebenwirkungen wie einem maskenhaften Gesichtsausdruck, hängenden Augenlidern oder asymmetrischen Gesichtsstellen kommen, die jedoch nur vorübergehend sind. Die Kosten für eine Behandlung mit Botox liegen normalerweise zwischen ca. 300 bis 400 Euro.
Als Hyaluronsäure bezeichnet man ein natürliches Polysaccharid, das aus aneinander gereihten Zuckerketten besteht und auch im menschlichen Körper vorkommt. Mit Hyaluronsäure, die die Eigenschaft besitzt Wasser einzulagern, werden vor allem Falten im Mundwinkelbereich aufgefüllt. Dazu wird sie oberflächlich in die Haut gespritzt, wodurch deren Hyaluronsäure-Speicher wieder aufgefüllt werden. Durch die Speicherung von mehr Feuchtigkeit kommt es zu einem glatteren und jüngeren Aussehen der behandelten Gesichtspartien. Darüber hinaus gilt Hyaluronsäure als gut verträglich und führt nur sehr selten zu allergischen Reaktionen.
Auch Kollagen wird zur Unterspritzung von Falten benutzt. Kollagen kommt im Bindegewebe des Menschen vor und sorgt für die Stabilität und Elastizität des Gewebes. Im Laufe der Jahre dünnen die Kollagenfasern jedoch immer mehr aus und werden porös, wodurch es zur Entstehung von Falten kommt. Durch ein Auffüllen der Falten mit synthetischem oder tierischem Kollagen, soll feinen oder tiefen Falten entgegen gewirkt werden. Sofort nach der Injektion entfaltet das Kollagen seine positive Wirkung. Da allerdings für die Behandlung Kollagen aus der Haut von Rindern benutzt wird, kann es trotz Reinigung zu allergischen Reaktionen kommen. Daher sollte vor einer Kollagenbehandlung stets ein Verträglichkeits-Test durchgeführt werden.
Eine Faltenbehandlung mit Eigenfett zählt zu den schonendsten Verfahren. Allerdings ist die Methode relativ aufwendig. Für die Behandlung entnimmt der Arzt dem Patienten Fettzellen aus bestimmten Stellen des Körpers. Dies können die Hüften, der Bauch oder das Gesäß sein. Anschließend bereitet man die entnommenen Fettzellen in einer Zentrifuge speziell auf und injiziert sie in die zu behandelnden Körperpartien. Durch Ziehen und Drücken wird das Eigenfett dann vom Arzt in die gewünschte Position gebracht. Die Methode hat den Vorteil, dass das Eigenfett gut verträglich für den Organismus ist. Allerdings ist die Wirksamkeit des Fetts stark begrenzt, was schon bald eine neue Behandlung erforderlich macht.
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