19. Juni 2008
Von Elke Imle
"Schau mir in die Augen" - wenn das Ergebnis weiterhin scharf sein soll, kommt in immer mehr Fällen eine Laser-Operation in Betracht.
Vor einer solchen Augenkorrektur durch den Laser misst der Arzt in einer Voruntersuchung zunächst die Hornhaut-Dicke. Erst ab 450-500 nm wird ein Eingriff überhaupt möglich. Nach der Narkose durch Betäubungströpfchen in das Auge wird die Hornhaut an einer Seite abgelöst und auf die Seite geklappt. Der Laser strahlt dann auf das freigelegte Gewebe, bevor die Hornhaut wieder zurück geklappt wird.
Die verschiedenen Möglichkeiten der Laser-Operation heißen Lasik, Lasek, Epi-Lasik und PRK. Der Unterschied liegt in der Art, wie das Auge freigelegt wird. Bei den Oberflächenverfahren wird statt des scharfen Hornhautschnitts der Lasik-Methode die oberste Epithelschicht zur Seite geschoben. Die Abtrennung erfolgt entweder mitAlkohol (dies ist die Lasek-Methode) oder mit einer stumpfen Klinge (Epi-Lasik).
Bei der PRK (Photorefractive Keratectomy) wird das Epithel weggeschabt und dann durch den Laser verdampft, sodass hier der schützende Epitheldeckel fehlt. Nachteil der PRK sind größere Schmerzen und eine längere Heilungsdauer. Der Vorteil der PRK liegt darin, dass der Hornhautschnitt vermieden werden kann. Je weniger Hornhaut entfernt wird, desto weniger schwerwiegende Probleme treten nach der OP auf.
Unabhängig von der Art wird eine Fehlerkorrektur von bis zu 95% angegeben. Diese ist allerdings sehr fragwürdig: Nicht selten führt die OP zu einer Über- oder Unterkorrektur, sodass die versprochene Sehverbesserung nicht eintritt. Außerdem besteht das Risiko, nach der OP an Kontrastverlust und Nachtblindheit zu leiden oder Doppelbilder zu sehen. Eindeutige Prozentzahlen gibt es hier nicht. Je mehr Studien, je mehr Ergebnisse.
Auch die Kosten pro Auge sind von Arzt zu Arzt unterschiedlich: Zwischen 900 und 3000 Euro werden verlangt. Glückliche mit einer geringen Dioptrienzahl könnten dieses Geld auch in Kontaktlinsen oder eine schicke Brille investieren. "Augen auf und persönliche, ärztliche Beratung einholen" ist für Interessierte zumindest derzeit wohl noch der beste Rat.
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