So reinigt man Wachsjacken

Haarwachs in Dose, daneben Deckel

Damit das gute Stück so ansehnlich bleibt wie am ersten Tag, sollte man einige wichtige Pflegetipps beachten

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  • von Paradisi-Redaktion

Wachsjacken sind die Outdoor-Jacken schlechthin. Ihren Namen verdanken sie ihrer Imprägnierung mit Wachs, sodass aus ihnen wetterfeste Jacken werden. Wachsjacken trotzen Wind und Wetter, sie halten ihren Träger warm und trocken. Doch was tun, wenn das gute Stück einmal zu viel Dreck abbekommen hat?

Wie der Name schon sagt, sind Wachsjacken mit einer dünnen Wachsschicht überzogen. Diese Schicht verhindert, dass Wasser oder Zugluft durch den Stoff dringen können.

Verwendungszweck von Wachsjacken

Wachsjacken werden überwiegend in Großbritannien getragen. Bei dortigem Klima sind diese Jacken ein verlässliches Kleidungsstück bei Outdooraktivitäten wie:

Die Funktion der Wachsschicht

Natürlich steht und fällt eine Wachsjacke zusammen mit ihrer Wachsschicht. Ohne diese wäre sie schließlich nur eine ganze normale Jacke. Damit das Kleidungsstück seinen Träger jedoch vor Wind und Wasser schützt, muss gewährleistet sein, dass die Wachsschicht vollkommen intakt ist.

Regelmäßig prüfen!

Wie eine Wachsjacke zu pflegen ist, hängt ganz davon ab, wie stark sie beansprucht wird. Trägt man das gute Stück beispielsweise nur zwei bis dreimal im Jahr, so reicht es, die Jacke nach dem Tragen mit einem Tuch zu säubern und dann an einen trockenen, wohltemperierten Ort zu hängen. So bleibt das Wachs weich und geschmeidig.

Meist sind die Käufer von Wachsjacken jedoch Menschen, die das gute Stück regelmäßig benötigen. Dann ist es wichtig, dass die Jacke stets auf Beschädigungen und Abnutzung untersucht wird.

Material, Schnitte und Verarbeitung

Da die Jacken vor allem von Briten getragen werden, haben sie für uns einen typisch britischen Look. Angefertigt werden Wachsjacken meist aus 100 Prozent Baumwolle, teilweise auch aus Baumwollmischgewebe. Bei der Farbauswahl hat man in der Regel nur die Wahl zwischen dunklen Tönen wie

  • Braun,
  • Marine oder
  • Khaki.

Wachsjacken gibt es für Männer, Frauen und Kinder. Die Jacken für die Frauen sind oft ein wenig tailliert. Je nach Verwendungszweck - oder einfach eigenem Geschmack - kann man zwischen Jacken wählen, die entweder auf Hüfthöhe oder auf der Mitte des Oberschenkels enden. Darüber hinaus werden auch Wachsmäntel angeboten.

Ihrem Bestimmungszweck angepasst, sind die Jacken sehr gut verarbeitet, sodass sie sehr robust sind und gleichzeitig Merkmale aufweisen, wie:

  • Regenundurchlässigkeit
  • Atmungsaktivität
  • Windschutz

Wie sich Schmutz und Dreck in der Jacke absetzen

Um eine Wachsjacke wieder sauber zu bekommen, ist einiges an Fingerspitzengefühl gefragt. Obwohl die Wachsjacke Wasser und Wind abweist, ist sie nach einiger Zeit nicht mehr immun gegen Verschmutzungen. Es bilden sich an stark beanspruchten Stellen, wie etwa den Ellenbogen, Risse im Wachs und der Stoff darunter kommt langsam zum Vorschein. Hier hat Schmutz überaus gute Möglichkeiten sich festzusetzen.

Im ungünstigsten Fall können sich Schlamm und Mist jedoch auch mit dem Wachs verbinden, wodurch eine äußerst hartnäckige Schmutzschicht entsteht.

Die Jacke säubern und waschen

Beim allgemeinen Säubern der Jacken sollten auch einige Regeln beachtet werden. Wachsjacken dürfen nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Am besten duscht man die Jacken mit kaltem Wasser in der Dusche ab. Warmes Wasser darf nicht verwendet werden, genauso wenig wie Reinigungsmittel.

Selbst reinigen oder zum Fachmann bringen?

Kommt es zu Beschädigungen an der Wachsjacke, bieten die meisten Hersteller einen Reparaturservice an. Hierbei wird die Jacke zusätzlich neu gewachst. Man kann die Jacken jedoch auch ohne vorherige Reparatur wachsen lassen oder sogar selber aktiv werden.

Auf keinen Fall darf eine Wachsjacke mit heißem Wasser oder gar Seife gereinigt werden. Die Wachsschicht würde sich augenblicklich auflösen. Ist die Jacke noch gut erhalten, so wird sich der Schmutz nur oberflächlich abgelagert haben. Alle paar Wochen sollte die Jacke deshalb mit einem Schwamm in kaltem Wasser gesäubert werden. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann eine weiche Bürste zu Hilfe genommen werden.

Anschließend muss die Wachsjacke langsam und auf möglichst natürliche Weise trocknen. Am besten geeignet sind windige, aber verhältnismäßig warme und trockene Tage. Dann kann die Jacke einfach nach draußen gehängt werden. Niemals sollte man sie zum Trocknen zum Beispiel auf die Heizung legen.

Die Wachsjacke nachwachsen

Wachsjacken können durchaus in der Waschmaschine gewaschen werden, sie verlieren dadurch jedoch ihre Wachsschicht, die sie so wertvoll macht. Nach dem Waschen muss die Jacke also nachgewachst werden. Das ist kein leichtes Unterfangen und sollte ohne Hektik und sehr sorgfältig vonstatten gehen.

Warum man nachwachsen sollte

Wie der Name schon sagt, werden Wachsjacken nach der Herstellung mit einer dünnen Wachsschicht versehen. Dieses Wachs sorgt dafür, dass Regen und Schnee keine Chance haben, in das Innere der Jacke vorzudringen - die Nässe perlt einfach am Wachs ab.

Doch eine Wachsjacke wird meist auch stark beansprucht. Dadurch kann es passieren, dass das Wachs stellenweise brüchig wird und abfällt. An diesen Stellen kann das Wasser nun ungehindert in den Stoff eindringen.

Damit die Jacke dauerhaft wasserabweisend bleibt, muss sie von Zeit zu Zeit nachgewachst werden.

Was wird benötigt?

Wer über die nötigen Mittel verfügt, kann seine Jacke natürlich beim Händler einschicken. Dieser bringt das gute Stück professionell wieder auf Vordermann. Allerdings kann man Wachsjacken auch zuhause behandeln. Alles, was man dafür benötigt, sind:

  • eine Dose Spezialwachs
  • ein Stövchen
  • einen kleinen Schwamm

Statt des Schwamms kann auch ein sauberes Stück Stoff aus Baumwolle verwendet werden.

Wie geht man vor?

Das Wachs, das es in Fachgeschäften zu kaufen gibt, muss zuerst erhitzt werden, damit es flüssig genug zum Verreiben auf der Jacke wird. Anschließend wird die gereinigte Jacke auf dem Boden ausgebreitet und mit dem Schwamm eingerieben.

Wichtig hierbei ist, dass die besonders beanspruchten Stellen nicht zu kurz kommen. Vor allem die Nähte benötigen eine Extraportion Wachs.

Patzer ausbessern

Nachdem die gesamte Jacke behandelt wurde, muss sie bei Zimmertemperatur trocknen. Fällt nach dem Trocknen auf, dass das Wachs ungleichmäßig verteilt wurde, so können kleine Patzer mit einem Föhn wieder ausgebessert werden.

Zum Trocknen der Jacke dürfen jedoch keinesfalls elektrische Geräte verwendet werden. Das Wachs würde sonst verlaufen und an den falschen Stellen in den Stoff einziehen.

Zu zweit geht es leichter

Wer befürchtet, dass die Jacke nach dem Wachsen etwas steif sein könnte, der holt sich vor der Behandlung eine zweite Person zu Hilfe. Während die andere Person die Jacke trägt, kann man selbst den Stoff mit Wachs behandeln. So wird die Jacke nicht unnötig verformt und es ist leichter zu erkennen, welche Stellen noch nicht ausreichend behandelt wurden.

Allerdings muss hierbei darauf geachtet werden, dass das Wachs beim Nachkorrigieren nicht verläuft. Dadurch, dass die zweite Person steht, kann das erhitzte Wachs schnell nach unten tropfen. Achten Sie daher auf einen pflegeleichten Untergrund, der idealerweise noch zusätzlich mit einer Folie abgedeckt wird.

Grundinformationen und Hinweise zu Wachsjacken

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Gelbes Haarwachs in einem offenen Gläschen mit Deckel © lantapix - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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