Kontaktlinsen - Merkmale, Funktion und Arten

Brillenträger können oft ein Leid klagen, denn bei zahlreichen Aktivitäten stört das rutschende Brillengestell. Als Alternative kann man hier auf Kontaktlinsen zurückgreifen, die es sowohl als Eintages-Linsen, Zweiwochen- oder Vierwochen-Linsen beziehungsweise auch für sechs Monate und dauerhaft gibt. Lesen Sie alles Wissenswerte über Kontaktlinsen und verschaffen Sie sich einen Überblick über die unterschiedlichen Arten.

Wissenswertes über Kontaktlinsen und unterschiedliche Kontaktlinsenarten

Kontaktlinsen - Merkmale und Funktion

Kontaktlinsen werden auch als

  • Haftschalen,
  • Haftgläser oder
  • Haftlinsen

bezeichnet. Sie sind eine beliebte Alternative zur Brille.

Unter Kontaktlinsen versteht man kleine, runde Kunststoffschälchen. Man bringt sie unmittelbar auf die Hornhaut des Auges auf, wo sie auf der Tränenflüssigkeit schwimmen.

Sehstärke: Dioptrienwerte bei Kontaktlinsen

Um die richtige Stärke der Kontaktlinsen zu ermitteln, bedient man sich der Dioptrienwerte. Dabei stehen positive Werte für Weitsichtigkeit und negative Werte für Kurzsichtigkeit. Welche Stärke man benötigt, können Augenoptiker oder Augenarzt bestimmen.

Krümmung: BC-Werte bei Kontaktlinsen

Beim BC-Wert handelt es sich um den Krümmungsradius der Linse. Er wird in Millimeter gemessen und liegt in der Regel zwischen 8,3 und 9,0.

Hornhautverkrümmung: Zylinder-Werte bei Kontaktlinsen

Des Weiteren stellt der Zylinder einen wichtigen Wert dar, wenn es um die Wahl von Sehhilfen geht. Er gibt an, ob und in welchem Ausmaß eine Hornhautverkrümmung vorliegt.

Durchmesser: DIA-Werte bei Kontaktlinsen

Die menschliche Hornhaut weist durchschnittlich einen Durchmesser von 11,5 Millimetern auf. Der Durchmesser der Kontaktlinsen, der so genannte DIA-Wert, würde bei weichen Kontaktlinsen bei 13,8 bis 14,5 Millimetern liegen.

Vorteile von Kontaktlinsen

Kontaktlinsen bringen einige Vorteile mit sich. Auf einen Blick wären die folgenden zu nennen:

  • sie eignen sich für nahezu alle Fehlsichtigkeiten
  • sie eignen sich für jeden Lebensstil
  • sie bringen Bewegungsfreiheit, z.B. beim Sport
  • sie können das Selbstbewusstsein stärken
  • sie bringen ein uneingeschränktes Sichtfeld
  • sie ermöglichen ein scharfes Sehen
  • sie bringen Flexibilität und einen hohen Tragekomfort
  • sie ermöglichen ein leichteres Schminken
  • viele Kontaktlinsen bieten einen zusätzlichen UV-Schutz

Nachteile: Erkältungen, Medikamente, Schwangerschaft: Wann können Kontaktlinsen den Augen schaden?

Die unsichtbaren Kunststoffschalen sind praktisch, im Alltag kaum spürbar und sorgen für einen scharfen Blick. Doch bei einer Erkältung oder Grippe können Kontaktlinsen schwere Infektionen auslösen. Auch bei der Einnahme bestimmter Medikamente oder während der Schwangerschaft rufen die Linsen oft unangenehme Beschwerden hervor.

Wie gefährlich sind Kontaktlinsen bei Erkältungskrankheiten?

Die wenigsten Menschen machen sich Gedanken, wenn ein Schnupfen im Anmarsch ist. Doch Kontaktlinsenträger sollten vorsichtig sein, denn die praktischen Sehhilfen können bei fiebrigen Erkältungen zu schwerwiegenden Augenschäden führen.

Statistiken belegen, dass bei 86 Prozent der Kontaktlinsenträger mit einer von Fieber begleiteten Erkältung eine Bindehautentzündung auftritt. Bei etwa vier Prozent der Betroffenen kommt es zu einer überaus schmerzhaften und gefährlichen Hornhautentzündung. In extremen und sehr seltenen Fällen kann sogar eine Erblindung drohen.

Besonders hoch ist das Risiko, wenn die Linsen bei Schnupfen getragen werden, denn Erreger gelangen über die Nase in die Augen und setzen sich auf den Haftschalen fest. Keime finden insbesondere auf weichen Kontaktlinsen einen optimalen Nährboden und können schwere Augeninfektionen hervorrufen.

Bei Fieber erhöht sich nicht nur die Körpertemperatur, sondern auch die Temperatur der Augen, was das Keimwachstum begünstigt. Wenn das Auge zudem austrocknet, etwa durch Medikamente, kommt es zu Reibungen auf der Hornhaut. Dadurch haben Erreger leichtes Spiel und dringen über die Außenschicht der Augen ins Innere ein.

Kommt es zu Rötungen und Juckreiz, sollten die Kontaktlinsen sofort entfernt werden. Augenärzte raten generell dazu, bei fiebrigen Erkältungen mit Schnupfen und Husten lieber auf die Brille zurückzugreifen.

Welche Medikamente können Kontaktlinsen-Probleme auslösen?

In der Regel sind Kontaktlinsen gut verträglich und eine optimale Alternative für Brillenträger. Bei einigen Medikamenten oder Augentropfen können jedoch Kontaktlinsen-Probleme auftreten.

Verschiedene Arzneimittel beeinflussen die Qualität des Tränenfilms, zum Beispiel die Antibabypille oder Antihistaminika. Dadurch kann es zu Unverträglichkeiten oder Einschränkungen beim Tragekomfort kommen.

Die Augen sind lichtempfindlicher, brennen oder jucken. Daher sollte der Augenarzt immer über die Einnahme oder einen Wechsel von Medikamenten informiert werden. Oft ist es sinnvoll, dass Kranke für eine gewisse Zeit ganz auf die Brille umsteigen.

Diese Arzneimittel beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt und damit auch de Tränenflüssigkeit:

Schaden Kontaktlinsen während der Schwangerschaft?

Normalerweise können Schwangere Kontaktlinsen tragen und auch die Reinigungslösungen unbedenklich verwenden. Doch durch die Hormonumstellung kommt es häufiger zu einer Unverträglichkeit.

  • Eine Schwangerschaft beeinflusst neben anderen Organen auch die Augen, was vorübergehende Sehveränderungen auslösen kann
  • Als Folge der hormonellen Umstellung verändert sich aufgrund der vermehrten Wassereinlagerung bei einigen Frauen die Hornhautkrümmung
  • Beim längeren Tragen von Kontaktlinsen steigt häufig die Blendempfindlichkeit
  • Zudem reduziert sich in den letzten Schwangerschaftswochen die Menge der Tränenflüssigkeit. Sind die Augen trockener, setzen sich Ablagerungen auf den Haftschalen schneller fest

Schwangere, die Trockenheitsgefühle, Rötungen, Brennen oder eine verminderte Sehleistung bemerken, sollten den Sitz der Sehhilfen beim Augenarzt überprüfen lassen und die Tragezeit verkürzen. In aller Regel müssen Schwangere jedoch nicht auf Kontaktlinsen verzichten.

Kontaktlinsen während der Geburt?

Während der Geburt ist das Tragen farbiger oder harter Kontaktlinsen nicht erlaubt. Bei der Entbindung kann sich der Augeninnendruck erhöhen. Außerdem muss der Arzt im Falle von Komplikationen neben der Hautfarbe auch die Färbung der Augen erkennen.

Weiche Linsen stellen im Allgemeinen kein Problem dar, allerdings sollte die Kontaktlinsenträgerin in der Lage sein, die Kunststoffschalen im Bedarfsfall schnell zu entfernen.

Das Tragen farbiger Kontaktlinsen ist während der Entbindung nicht erlaubt
Das Tragen farbiger Kontaktlinsen ist während der Entbindung nicht erlaubt

Preise: Kosten von Kontaktlinsen

Eine pauschale Antwort auf die Frage, wie teuer Kontaktlinsen sind, lässt sich nicht geben. Es kommt darauf an, welche Art von Kontaktlinsen man wählt, und wo man diese kauft.

Mittlerweile ist die Bestellung von Linsen im Internet sehr beliebt. Hier lassen sich die Preise unterschiedlicher Anbieter schnell miteinander vergleichen. Beim Optiker mag man meist etwas mehr bezahlen - hier gibt es jedoch auch die passende Beratung dazu.

Die Geschichte und Herstellung der Kontaktlinsen

Schon in der Antike bemächtigte man sich einfacher Linsen zur Verbesserung der Sehfähigkeit. So besagen Aufzeichnungen von Seneca dem Jüngeren aus dem 1. Jahrhundert (nach Christus), dass kleine, undeutliche Buchstaben größer und deutlicher erscheinen, wenn man sie denn durch eine Kugel betrachtet, die mit Wasser gefüllt ist.

Bis die erste Brille erfunden wurde, dauerte es jedoch noch bis zum 13. Jahrhundert. Und auf die Erfindung der Kontaktlinsen musste die Menschheit noch einmal 300 Jahre warten. Denn im 16. Jahrhundert erfand das Universalgenie Leonardo da Vinci die Kontaktlinsen.

Allerdings handelte es sich hierbei lediglich um eine Zeichnung. Bis zur tatsächlichen Herstellung der ersten Kontaktlinsen dauerte es dann noch einmal bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Erste Glaslinsen

In jenen Jahren befassten sich Optiker und Ärzte

mit einer Idee des Briten Herschel, einem Astronomen. Die Idee war es, eine Linse aus Glas genau an das Auge anzupassen. Auf diese Weise entstanden die ersten Linsen.

Jedoch waren die ersten Linsen, die aus schwerem Glas hergestellt wurden und die gesamte Hornhaut bedeckten, enorm unangenehm zu tragen. Zumal durch die Glaslinsen auch kein Sauerstoff an das Auge gelangen konnte.

Erste Kunststofflinsen

Nach den ersten Versuchen mit Glaslinsen dauerte es noch einmal rund 40 Jahre bis das erste Mal Kunststoff für die Herstellung von Kontaktlinsen verwendet wurde.

Doch zunächst war die eigentliche Linse noch immer aus Glas. Lediglich der Bereich um die Linse herum war aus Kunststoff. Zudem bedeckten die Linsen noch immer die gesamte Hornhaut.

Erst zu Beginn der fünfziger Jahre waren die Linsen dann vollständig aus Kunststoff. Die großen Linsen aus harten Kunststoff wurden dennoch von vielen Menschen als unbequem empfunden. Daraufhin wurden die Kontaktlinsen in den folgenden 20 Jahren immer dünner. Auch der Durchmesser wurde mit den Jahren immer geringer.

Anfang der siebziger Jahre war dann das heute gebräuchliche Design erreicht. Zuvor jedoch entwickelten tschechische Chemiker 1961 einen weichen Kunststoff, der Wasser absorbieren konnte. Aufgrund dieser Arbeit konnten dann 10 Jahre später die ersten weichen Kontaktlinsen verkauft werden. Die weichen Linsen

  • waren deutlich dünner und
  • hatten einen viel höheren Tragekomfort

als die bis dahin gängigen harten Linsen.

Moderne Kontaktlinsen

Mit der Herstellung der ersten weichen Kontaktlinsen in ihrer heutigen Form war die Entwicklung der Sehhilfen natürlich noch längst nicht abgeschlossen. Die Entwicklung der Kontaktlinsen dauert bis heute an. Und immer neue Innovationen machen das Tragen der Sehhilfen immer

  • angenehmer und
  • effektiver.

Zu den heute erhältlichen Kontaktlinsen gehören zum Beispiel

  • weiche Langzeitkontaktlinsen,
  • Zweistärkenkontaktlinsen als Einweglinsen,
  • getönte und gasdurchlässige Kontaktlinsen,
  • UV-Schutzlinsen und
  • Kontaktlinsen, mit denen die Augenfarbe verändert werden kann.

Im Folgenden gehen wir detaillierter auf die unterschiedlichen Arten von Kontaktlinsen ein...

Kontaktlinsenarten für alle Bedürfnisse

Unterschieden wird zwischen harten bzw. formstabilen und weichen Kontaktlinsen. Gegenüber Brillen bieten Kontaktlinsen den Vorteil, dass sie optisch kaum zu erkennen sind.

Darüber hinaus ist ihre Handhabung recht einfach. Mithilfe der Haftschalen können die unterschiedlichsten Fehlsichtigkeiten korrigiert werden. Dazu gehören

Selbst für komplizierte Fehlsichtigkeitsformen wie Keratoglobus oder Keratokonus eignen sie sich gut. In manchen Fällen sind Kontaktlinsen sogar sinnvoller zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit als eine Brille. Allerdings werden die Kosten für diese unauffälligen Sehhilfen von den gesetzlichen Krankenkassen nur in bestimmten Fällen übernommen.

Tageslinsen, Wochenlinsen, Monatslinsen, Jahreslinsen, Tag- und Nachtlinsen: Anwendungsgebiete von Kontaktlinsen

Kontaktlinsen, auch

  • Haftschalen oder
  • Haftlinsen

genannt, kommen für die verschiedensten Anwendungsgebiete zum Einsatz. So gibt es

  1. Einweglinsen, die nur einen Tag lang getragen und dann wieder weggeworfen werden,
  2. Wochenlinsen, die man 14 Tage trägt,
  3. Monatslinsen, die man alle vier Wochen auswechselt,
  4. Langzeitlinsen, die mehr als ein Jahr halten, sowie
  5. Dauertragelinsen, die sich Tag und Nacht tragen lassen.

Letztere setzt man allerdings nur in Ausnahmefällen ein, da das Risiko von Komplikationen relativ hoch ist. Hinzu kommen intraokulare Kontaktlinsen, die dauerhaft implantiert werden.

Genau wie bei der Brille, ist es auch bei Kontaktlinsen erforderlich, die Haftschalen individuell an die Bedürfnisse des Trägers anzupassen. Das heißt, dass man die Linsen speziell für jedes Auge anfertigt. Ob formstabile oder weiche Kontaktlinsen - dazu im Folgenen Punkt mehr - zum Einsatz kommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören

  1. die Form der Fehlsichtigkeit,
  2. die Verträglichkeit,
  3. Tragegewohnheiten sowie
  4. individuelle Vorlieben.

Die Verträglichkeit von Kontaktlinsen hat sich dank verschiedener Fortschritte bei den Materialien stetig verbessert. Zudem verfügen die Haftschalen über den Vorteil, dass sie optisch nicht so leicht zu erkennen sind wie eine Brille, und sich für beinahe jede Form von Fehlsichtigkeit eignen.

Bei einigen Menschen ist das Tragen von Kontaktlinsen sogar wirkungsvoller als das Tragen einer Brille. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Dioptrienwerte der Augen sich stark voneinander unterscheiden, oder eine erhebliche Sehschwäche vorliegt.

Harte und weiche Kontaktlinsen

Kontaktlinsen aller Art sind äußerst beliebt und werden von immer mehr Menschen getragen. Da kann es folglich nicht schaden, sich einmal einen Überblick zu verschaffen, welche Linsen es eigentlich genau gibt, denn in der Tat ist Kontaktlinse nicht gleich Kontaktlinse. Unterschieden werden nämlich mehrere verschiedene Linsenarten.

Harte Kontaktlinsen

Zu den verschiedenen Linsenarten zählt zunächst einmal die formstabile, harte Kontaktlinse, die erstmals 1976 auf den Markt kam und fortan einen wahren Siegeszug vollbracht hat. Charakteristisch für diese Art von Linsen ist, dass sie

  1. hochgasdurchlässig und
  2. hartflexibel

sind, wodurch sie eine wesentlich höhere Durchlässigkeit von Gas aufweisen als weiche Linsenarten. Mit einem Durchmesser von in der Regel etwa 8 bis 10 Millimetern schwimmen sie flexibel auf dem Tränenfilm über dem Auge, das auf diese Weise ideal mit allen nötigen Nährstoffen versorgt und beinahe in keinem Fall Schäden annehmen kann.

Weiche Kontaktlinsen

Neben den harten Linsenarten sind jedoch auch weiche Linsenarten erhältlich, die sehr beweglich sind und sich dementsprechend der Form der Hornhaut immer sehr gut anpassen. Sie haften näher am Auge, wodurch sie, insbesondere bei sportlichen Aktivitäten, nicht so schnell verloren gehen und weisen meist einen größeren Durchmesser, nämlich von etwa 12 bis 16 Millimetern auf.

Hybridkontaktlinsen

Zudem gibt es mittlerweile auch eine zusätzliche Linsenart, die eine Mischung aus weichen und harten Kontaktlinsen darstellt und als hart-weiche Hybridkontaktlinse bezeichnet wird.

Vor- und Nachteile der harten und weichen Kontaktlinsen

Im Unterschied zur Brille ist es nötig, die Kontaktlinsen häufiger zu wechseln. Man unterscheidet zudem zwischen verschiedenen Arten von Haftschalen. So gibt es harte und weiche Kontaktlinsen. Früher bestanden so genannte harte Linsen aus Plexiglas.

In der heutigen Zeit finden jedoch andere Materialien Verwendung, die allerdings ebenfalls leicht biegbar sind. Daher bezeichnet man harte Kontaktlinsen nun als formstabil.

Im Unterschied zu weichen Linsen sind formstabile Haftschalen ein wenig kleiner. Bei Menschen, die sich noch nicht an die Linsen gewöhnt haben, können sie ein Fremdkörpergefühl erzeugen. Darüber hinaus sind sie auf der Hornhaut gut zu erkennen.

Von weichen Kontaktlinsen wird die Hornhaut jedoch vollständig abgedeckt, sodass sie von außen kaum wahrzunehmen sind. Da sie sich der Oberfläche der Augen sehr gut anpassen, spürt der Linsenträger sie kaum. Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit sind weiche Kontaktlinsen deutlich beliebter als formstabile Haftschalen.

Allerdings haben auch weiche Kontaktlinsen gewisse Nachteile. So besteht bei weichen Hydrogellinsen das Problem, dass sie alles, mit dem sie in Kontakt kommen, aufsaugen. Dadurch können jedoch auch

ins Auge gelangen und dort für Irritationen sorgen. Da die weichen Linsen auch weniger Sauerstoff durchlassen, führt dies bei manchen Haftschalenträgern nach einiger Zeit zu Beschwerden wie

Formstabile Kontaktlinsen haben den Vorteil, dass sie länger halten als weiche Linsen. Allerdings sind sie kostspieliger. Dafür lassen sich mit ihnen auch komplizierte Formen von Fehlsichtigkeit effektiv korrigieren.

Da die harten Linsen zudem über bessere optische Eigenschaften verfügen, können die Träger dieser Haftschalen mit ihnen schärfer sehen als mit weichen Linsen.

Darüber hinaus ist die Reinigung der formstabilen Haftschalen leichter. Allerdings besteht die Gefahr, dass harte Kontaktlinsen bei schnellen Kopfbewegungen rascher herausfallen. Für sportliche Aktivitäten sind weiche Linsen daher geeigneter.

Fazit: Harte oder weiche Linsen?

Ob es sich bei den passenden Kontaktlinsen um weiche oder harte Kontaktlinsen handelt, muss letztendlich jeder Träger für sich selbst entscheiden. Je nach Präferenz und Tragegefühl können in der Regel beide Varianten getragen werden.

Linsen mit verschiedenen Funktionen

Weiterhin unterscheidet man Kontaktlinsen nach den Funktionen der Linsen.

Sphärische, torische und multifokale Kontaktlinsen

So gibt es

  1. sphärische Kontaktlinsen für Kurz- und Weitsichtigkeit,
  2. torische Linsen für Hornhautverkrümmungen sowie
  3. multifokale Linsen für eine mehrfache Sehstärkenkorrektur.

Farbige Kontaktlinsen

Eine eher modische Funktion bringen farbige Kontaktlinsen. Man findet sie mit und ohne Stärke.

Häufig finden sich in diesem Zusammenhang auch Kontaktlinsen mit verschiedenen Motiven. Hier informieren wir ausführlich über diese Kontaktlinsenform.

Kontaktlinsen bestellen: Tipps zur Auswahl und Verwendung von Kontaktlinsen

Um die für sich passenden Kontaktlinsen zu finden, sollte man sich zunächst einmal immer von einem Fachmann beraten lassen, denn ausschließlich entsprechend ausgebildete Ärzte oder Optiker haben genügend Fachkompetenz, um die richtigen Linsen ausfindig zu machen. Die Anpassung an die Augen sollte dementsprechend entweder

  • ein Augenarzt oder
  • ein Augenoptiker

vornehmen, da Linsen, die nicht optimal zum Auge passen, Schäden an diesem verursachen können. Handelt es sich um passende Kontaktlinsen, dann wird bei der Anpassung das Augenmerk in jedem Fall immer

  1. auf die Form des Auges sowie
  2. auf den Tränenfilm

gelegt, da die Linsen ideal auf die Eigenschaften des Auges abgestimmt sein müssen. Zudem ist auch die Größe des Lides bei der Anpassung der Linsen entscheidend.

Augentropfen und Kontaktlinsen?

Augentropfen werden in zahlreichen Situationen verwendet; häufig nutzt man sie bei bzw. gegen trockene(n) Augen. Die meisten Augentropfen sind auch für Kontaktlinsenträger geeignet; allerdings sollte man diesen Punkt vor Verwendung überprüfen.

Bei der Auswahl der Augentropfen sollte man auf folgende Aspekte achten:

  • frei von Konservierungsmitteln
  • befeuchtende Augentropfen
  • frei von Phosphaten
  • Augentropfen mit Hyaluronsäure

In der Regel findet sich aber ein entsprechender Aufdruck auf dem Produkt.

Tipps zum Einsetzen und zur Pflege von Kontaktlinsen

Die richtige Pflege von Kontaktlinsen ist enorm wichtig, damit das Auge auf Dauer darunter nicht leidet.

Kontaktlinsen einsetzen und entfernen: Nur mit sauberen Finger anfassen

Und die richtige Pflege beginnt schon beim Einsetzen und Herausnehmen der Linsen. So sollten die Hände beim Einsetzen und Herausnehmen stets sauber sein. Ansonsten könnten Schmutz und Bakterien an die Kontaktlinsen und somit auch an die Augen geraten.

Kontaktlinsen reinigen und richtige Pflegemittel

Nach dem Herausnehmen der Linsen sollten diese stets gereinigt werden. Für die Reinigung von Kontaktlinsen gibt es spezielle Mittel, mit denen die Linsen behandelt werden können.

Da es verschiedene Reinigungsmittel für Kontaktlinsen gibt, sollte man sich nicht blind von günstigen Preisen zum Kauf verführen lassen. Schließlich benötigen weiche Linsen eine andere Pflege als harte Linsen.

Es ist daher sinnvoll, sich zumindest beim ersten Kauf von Reinigungs- und Pflegemitteln für Kontaktlinsen von einem Optiker beraten zu lassen. Wenn man dann weiß, worauf man beim Kauf dieser Mittel achten muss, kann man auch zu den häufig günstigeren Angeboten im Internet übergehen.

Aufbewahrungssystem für Kontaktlinsen

Doch nicht nur die Pflegemittel sollten perfekt auf die Kontaktlinsen abgestimmt sein, auch das Aufbewahrungssystem (Behälter) sollte zu den Kontaktlinsen passen.

Folgen einer nachlässigen Pflege von Kontaktlinsen

Eine nachlässige Pflege der Kontaktlinsen kann verschiedene nachteilige Wirkungen haben. Werden zum Beispiel die Proteine, die sich in der Tränenflüssigkeit befinden, nicht regelmäßig mit einer speziellen Reinigungslösung entfernt, dann kann das unter Umständen

  • zu Entzündungen am Auge kommen.
  • Zudem kann die Sehfähigkeit negativ beeinflusst werden.
  • Und auch der Tragekomfort kann unter einer schlechten Pflege leiden.

Hier gehen wir genauer auf den richtigen Umgang, besonders auch auf das Einsetzen von Kontaktlinsen ein.

Wissenswertes zur Tragedauer von Kontaktlinsen

Wie lange Kontaktlinsen getragen werden können, hängt vom jeweiligen Typ der Linsen, aber auch vom persönlichen Empfinden ab. So kommt es darauf an, welche Linsenart zum Einsatz gelangt, da die verschiedenen Typen auch eine unterschiedliche Tragedauer erfordern.

Formstabile sauerstoffdurchlässige und weiche Kontaktlinsen lassen sich mehrere Stunden pro Tag verwenden. Allerdings empfiehlt es sich, für die Anfangszeit vom Augenarzt oder Kontaktlinsenanpasser einen individuellen Trageplan erstellen zu lassen und regelmäßig Kontrolltermine wahrzunehmen.

Unverträglichkeit: Mögliche Warnzeichen und Tragehinweise

Ein Warnzeichen, dass etwas nicht stimmt, sind

In diesem Fall sollte man die Linsen nicht weiter tragen und sich an einen Augenarzt wenden. Um die Augen vor Komplikationen zu schützen, ist es überaus wichtig, sich an die vorgeschriebene Tragedauer zu halten. Angepasst werden die Kontaktlinsen

  • entweder vom Augenarzt
  • oder vom Optiker.

Damit sich die Augen an die neuen Linsen, die ja zunächst ein Fremdkörper sind, gewöhnen können, trägt man sie zunächst nur einige Stunden am Tag. Nach etwa 8 bis 10 Tagen wird eine erste Kontrolluntersuchung durchgeführt. Selbst wenn alles in Ordnung ist, sollte alle sechs Monate eine neue Kontrolle erfolgen.

Kontaktlinsen und trockene Augen

Kontaktlinsen werden oft mit trockenen Augen in Verbindung gebracht. Diese können durch die Linsen entstehen, aber auch verstärkt werden.

Durch das Tragen von Kontaktlinsen kann es sein, dass sich die Tränenflüssigkeit nicht ungestört auf der Oberfläche der Augen verteilen kann - durch die Risse in der Benetzung kommt es folglich zu trockenen Augen mit Rötung, Brennen oder Juckreiz. Abhilfe können mitunter befeuchtende Augentropfen bringen. Des Weiteren sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • vor allem beim Kauf der ersten Kontaktlinsen sollte ein Augenarzt befragt werden - nicht jeder verträgt Kontaktlinsen
  • man sollte qualitativ hochwertige Kontaktlinsen verwenden
  • man sollte die Kontaktlinsen möglichst kurz tragen
  • bei Erkrankungen, etwa bei Erkältungen, ist es empfehlenswert, auf das Tragen von Kontaktlinsen zu verzichten

Mit Kontaktlinsen ins Schwimmbad?

Viele Menschen greifen gerade beim Sport auf Kontaktlinsen zurück, da sie eine die nötige Bewegungsfreiheit bieten. Besonders beim Schwimmen scheint es sinnvoll, auf Linsen umzusteigen.

Wer Kontaktlinsen zum Schwimmengehen tragen möchte, sollte auf einige Punkte achten. Hier befassen wir uns näher mit dem Thema.

Zu guter Letzt möchten wir noch ein paar Irrtümer im Bereich der Kontaktlinsen aus dem Weg räumen...

Irrtümer über Kontaktlinsen

Es schwirrem viele Irrtümer angesichts der Kontaktlinsen durch die Gegend, von denen nun einige eine Aufklärung finden sollen.

Irrtum: Die Linsen verschwinden hinter den Augen

Ein weiter verbreiteter Irrtum, denn das Auge ist in sich geschlossen und bietet somit keinerlei Möglichkeit, dass die Kontaktlinse dahinter das Weite suchen kann. Einzig ein Verrutschen durch

  • Reiben oder auch
  • das verkehrte Einsetzen

führt dazu, dass sich die Linse an den Rand des Auges drückt, aber hier kann man sie leicht wieder herausholen.

Einsetzen der Kontaktlinse
Einsetzen der Kontaktlinse

Irrtum: Wenn die Linse auf dem Boden liegt, muss man stundenlang suchen

Auch das ist nicht richtig, denn die zumeist verwendeten weichen Kontaktlinsen sind so groß und vom Material so dick, dass man sich leicht wieder finden kann. Bei harten Linsen hingegen ist ein etwas längeres Suchen durchaus möglich.

Irrtum: Zeigt sich eine Kontaktlinse mit einem großen Wassergehalt, ist das besser für das Auge

Hier ist das Gegenteil richtig. Derartige Linsen enthalten den Nachteil, dass sie die Flüssigkeit leichter und mehr verdunsten lassen, wobei dieser Vorgang an die Umgebung geschieht und nicht selbst für das Auge. Hat man trockene Augen, dann fällt es diesen ungleich schwerer, eigenständig für genug Flüssigkeit zu sorgen.

Irrtum: Leitungswasser kann die Kontaktlinsen gut reinigen

Das sollte man lieber bleiben lassen! Zwar ist das Leitungswasser Trinkwasser, aber es ist nicht steril wie die speziellen Reiniger für die Linsen. Dadurch könnten Bakterien ins Auge treten, die dann unter Umständen zu Entzündungen und ähnlichem führen können. Auch in Schwimmbädern sollte man lieber keine Linsen tragen, da sich gerade dort im Wasser viele Keime befinden.

Irrtum: Eintageslinsen kann man mehrfach tragen

Nein! Diese sind vom Material her so konzipiert, dass sie maximal einen Tag lang getragen werden sollten. So sind sie nicht nur dünner, sondern lassen sich auch nur schwer desinfizieren und somit nur unzureichend reinigen.

Irrtum: Ein verlorenes Aufbewahrungsdöschen lässt sich mit Creme- oder Fotodose ersetzen

Lieber nicht, denn gerade in fetthaltigen Verpackungen lassen sich die noch vorhandenen Rückstände kaum entfernen. Diese legen sich dann auf die Kontaktlinse und verursachen einen fettigen Film, der

  1. das Auge reizt und
  2. die Sehkraft deutlich einschränkt.

Irrtum: Man muss die Linsen beim Augenoptiker kaufen

Auch das stimmt so nicht, denn inzwischen gibt es über das Internet spezialisierte Kontaktlinsen-Portale, die nicht nur viele Informationen bereithalten, sondern vor allem auch oft kostengünstiger die unterschiedlichsten Linsen anbieten. Lediglich zum Herausfinden der persönlichen benötigten Sehstärke und zur Kontrolle sollte man

  • einen Optiker oder
  • Augenarzt

aufsuchen.

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Quellenangaben
  • vision 2 © Graça Victoria - www.fotolia.de
  • Close up of a woman putting contact lens in her eye © Marin Conic - www.fotolia.de
  • colored contact lenses vision © kichigin19 - www.fotolia.de

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