30. November 2009
Zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Entspannung ist eine finnische Sauna sehr zu empfehlen. Dabei wechseln sich Schwitzen und Abkühlen miteinander ab.
Angeboten wird eine finnische Sauna zumeist in Saunabetrieben, Schwimmhallen oder Fitnessstudios. Zu Beginn des Saunaganges wird zunächst geduscht. Danach sollte die Haut gut abgetrocknet werden, damit sich das anschließende Schwitzen nicht verzögert. Schließlich nimmt man in der Saunakabine Platz. Im Rahmen einer finnischen Sauna erfolgt zumeist auch ein Aufguss. Dabei gießt der Saunameister Wasser auf die rund 100 Grad Celsius heißen Steine des Ofens, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit im Raum vorübergehend erhöht. Den dabei entstehenden Dampfstoß, der bis an die Decke der Sauna steigt, nennt man auf finnisch Löyly. Während es in Deutschland üblich ist, den Wasserdampf mit einem Wacheltuch zu verwirbeln, wird dies in Finnland nicht praktiziert. In Deutschland benutzt man Handtücher als Unterlage. In Finnland hingegen sieht man feuchte Handtücher als unhygienisch an und benutzt stattdessen lieber Leinentücher oder Einmalunterlagen. Manchmal verzichtet man dort auch gänzlich auf Unterlagen. Die empfohlene Aufenthaltsdauer in der Saunakabine liegt zwischen 8 und 15 Minuten. Danach sollte eine Abkühlphase an der frischen Luft erfolgen, damit die Lunge wieder gut Sauerstoff aufnehmen kann. Nach diesem Luftbad, werden ein kaltes Bad oder eine kalte Dusche genommen. Anschließend erfolgt die Erholung in einem Ruheraum für rund 15 Minuten. Dabei können auch warme Fußbäder genommen werden, um Nachschwitzen entgegenzuwirken. Die gesamte Prozedur kann zwei- oder dreimal wiederholt werden. Mehr als drei Saunagänge sind jedoch nicht empfehlenswert, da sie keinen medizinischen Nutzen haben und stark ermüden können. Da ein Saunagang individuell verschieden wirkt, muss jedoch jeder Saunagänger seinen eigenen Rhythmus finden.
Eine traditionelle Variante der finnischen Sauna ist die Savusauna (Rauchsauna). Über mehrere Stunden heizt man dabei einen Steinhaufen mit Holzscheiten auf. Der Rauch breitet sich dadurch im Saunaraum aus. Nachdem das Feuer erloschen und der Rauch abgezogen ist, wird vor dem Eintreffen der Saunagänger ein starker Aufguss durchgeführt, um den restlichen Rauch zu vertreiben. Danach kann die Sauna genutzt werden. Dabei verwendet man den Steinhaufen für die Aufgüsse. Feste Zeiten für einen Saunagang gibt es in Finnland nicht. Sie können von fünf Minuten bis zu mehreren Stunden dauern. Im Gegensatz zu Deutschland, gibt es in Finnland keinen Saunameister. Der Aufguss wird normalerweise von demjenigen vorgenommen, der dem Aufgusseimer am nächsten sitzt. Das Wasser wird im Abstand von mehreren Minuten regelmäßig aufgegossen. Da auf diese Weise genügend Hitze und Dampf entstehen, ist das in Deutschland übliche Wedeln mit dem Handtuch nicht nötig. Zudem wird in Finnland in der Regel Geschlechtertrennung praktiziert. Ein weiterer Brauch ist das Abklatschen der Haut mit Birkenzweigen, wodurch es zu einem massageähnlichen Effekt kommt. Zudem ist es in Finnland üblich, zwischendurch Getränke wie Limonade, Saft oder Bier zu reichen. Ein weiterer Unterschied zu deutschen Saunen besteht darin, dass in Finnland und Skandinavien während des Saunierens ganz gern geredet wird, während man in Deutschland lieber schweigt. Sogar geschäftliche Entscheidungen treffen die Finnen manchmal in der Sauna.
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26.01.12 | |
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15.05.11 | |
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13.12.10 | |
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21.10.10 | |
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17.03.10 | |
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