Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Durchführung der Klopftherapie

Unter der Klopftherapie versteht man eine alternative Behandlungsmethode. Sie wird zur energetischen Psychotherapie gezählt. Das Meridianklopfen dient dazu, Ängste, Phobien und leidvolle Erlebnisse schnell aufzulösen. Dabei bedient man sich elektrischer bzw. elektromagnetischer Pole innerhalb des Körpers. Diese Therapieform kann auch erlernt und selbst angewandt werden.

Die Klopftherapie zur Lösung von Blockaden des Meridiansystems

Die so genannte Klopftherapie, die man dem Bereich der energetischen Psychotherapie zurechnet, basiert auf den Meridian-Energietechniken. Sie dient zum Lösen von Blockaden, wodurch seelische und körperliche Belastungen bekämpft werden können.

In den Vereinigten Staaten von Amerika gilt das Meridianklopfen (EFT/MET) mittlerweile als anerkanntes Behandlungsverfahren der Psychotherapie. So werden Meridian-Energie-Therapien dazu verwendet, Angstzustände, Phobien oder Traumen zu bekämpfen und aufzulösen.

Eine bedeutende Rolle spielen dabei elektrische oder elektromagnetische Pole, die auf den Energiefluss des menschlichen Organismus einen überaus wichtigen Einfluss haben.

Die Klopftherapie verwendet auch das Wissen von Akupressur. So wird angenommen, dass die Klopftherapie bereits vor ungefähr 5.000 Jahren angewandt wurde, also zu einem Zeitpunkt, zu dem die Akupunktur noch nicht bekannt war.

Ziel und Zweck der Klopftherapie

Die Grundlage der Klopftherapie ist ähnlich wie bei der Akupressur. So wird vermutet, dass sowohl physische als auch psychische Beschwerden durch Blockaden des Meridiansystems entstehen.

Bei einer Akupressurbehandlung presst der behandelnde Therapeut auf bestimmte Akupressurpunkte des Körpers. Die Klopftherapie verläuft ähnlich, nur dass der Therapeut auf die Akupressurpunkte klopft, anstatt zu pressen. Auf diese Weise soll der energetische Stau im Organismus gelöst werden, wodurch wiederum der Heilungsprozess in Gang gebracht wird.

Der positive Effekt des Meridianklopfens beruht auf der Einwirkung auf das Meridiansystem. Dabei werden spezielle Meridian-Endpunkte in einem bestimmten Verlauf abgeklopft. Auf diese Weise ist es möglich, die Blockaden, die innerhalb des betroffenen Meridians bestehen, aufzulösen.

Der menschliche Körper verfügt insgesamt über 14 unterschiedliche Punkte des Meridiansystems, die während der Klopftherapie gezielt beklopft werden. Zu diesen Stellen zählen zum Beispiel:

Die Akupressurpunkte werden bei der Klofptherapie beklopft anstat bepresst
Die Akupressurpunkte werden bei der Klofptherapie beklopft anstat bepresst

Anwendungsgebiete

Angewandt wird die Klopftherapie vor allem bei psychischen Problemen. Dazu gehören:

Aber auch körperliche Leiden können mithilfe des Meridianklopfens behandelt werden, wie:

Ebenso kommt sie bei Zähneknirschen zum Einsatz. Auch eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit lässt sich mit der Klopftherapie erreichen.

Unterschied zu ähnlichen Ansätzen

Der Unterschied zu anderen Therapien besteht darin, dass man nicht nach den Ursachen der Ängste sucht, die oftmals in der Vergangenheit liegen, sondern die Gefühle, die belastend und beängstigend wirken, mit den Fingerspitzen sozusagen wegklopft.

Das Beklopfen der energetischen Körperpunkte führt zu deren Stimulation, wodurch sich wiederum die Blockaden lösen. Bemerkbar macht sich dieser Effekt dadurch, dass sich die behandelte Person in einer akuten Angstsituation wieder beruhigt.

Da die Meridian-Punkte mit dem gesamten Körper vernetzt sind, wirken sie sich auch auf das Gehirn aus. Durch die Klopftherapie werden negative Verbindungen im Gehirn, wie zum Beispiel

unterbrochen, wodurch neue synaptische Verbindungen entstehen.

Durchführung der Klopftherapie

Durch eine Klopftherapie lassen sich verschiedene Beschwerden bereits in einer einzigen Sitzung wirksam abbauen. Bei ausgeprägten Phobien, wie beispielsweise Angst vor dem Zahnarzt, müssen mitunter mehrere Sitzungen abgehalten werden.

In den meisten Fällen dauert eine Behandlungssitzung rund 60 Minuten und kostet etwa 250 Euro.

In leichten Fällen lässt sich Meridianklopfen auch selbst vornehmen. Um das entsprechende Wissen zu erwerben, kann auf verschiedene Bücher zurückgegriffen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Teilnahme an einem Workshop oder Seminar. Ein selbstständiges Meridianklopfen ist durchaus nützlich, da es sich in allen möglichen Situationen anwenden lässt.

Behandlung selber erlernen

In speziellen Seminaren lässt sich die Klopftherapie auch erlernen, wodurch sie in akuten Angst- und Anspannungssituationen selbst angewandt werden kann. Damit die Anwendung wirkt, ist es ratsam, sie sich nur von ausgebildeten Therapeuten und Psychologen beibringen zu lassen.

Ablauf einer Selbstbehandlung

Zu Beginn des Meridianklopfens stimmt sich der Ausübende zunächst mental ein. Außerdem werden Atemübungen sowie das Beklopfen des Thymus durchgeführt. Dann formuliert der Betroffene einen sogenannten heilenden Satz, in dessen Mittelpunkt der Inhalt des Problems wie zum Beispiel Kopfschmerzen steht.

Diesen Satz spricht der Ausübende dreimal laut aus. Gleichzeitig wird dabei der sogenannte heilende Punkt gerieben, der zwischen Schlüsselbein und Brust auf der Höhe der dritten Rippe zu finden ist.

Die Klopftherapie besteht aus einzelnen Komponenten.

Warm werden

Bevor man die Behandlung an sich selbst vornimmt, sollte man zunächst eine Übung durchführen.

  1. Zu diesem Zweck setzt man sich und führt seine Fingerspitzen zu einem Dreieck zusammen, in das man hineinsehen kann.

  2. Gleichzeitig atmet man bewusst ein, wobei die Spitze der Zunge zum Gaumen geführt wird.

  3. Während man ausatmet, löst man die Zunge wieder vom Gaumen.

Diese Übung sollte ein paar Mal wiederholt werden.

Meridian-Punkte stimulieren

Anschließend kann mit der Klopftherapie begonnen werden, wobei man die Meridian-Punkte sanft mit einem Finger beklopft. Dazu genügt es, die entsprechenden Punkte mit den Fingerspitzen fünf bis sieben Mal leicht zu beklopfen. Da Druck nicht hilfreich ist, sollte man ihn unterlassen.

  1. Begonnen wird mit den Meridianpunkten, die sich an der linken Hand befinden.
  2. Anschließend klopft man die energetischen Punkte im Gesicht ab.
  3. Weitere Punkte liegen unter dem Hals und auf der Brust.

Das Beklopfen aller Punkte nimmt nur etwa zwei Minuten in Anspruch. So lässt sich die Therapie rasch und bei jeder Gelegenheit anwenden.

Zur Selbstbehandlung ist es wichtig, die unterschiedlichen Meridianpunkte zu kennen. Dazu gehören:

  1. Dünndarm-Meridian: äußere Handkante
  2. Dreierwärmer-Meridian: Vertiefung unter dem Ringfinger und dem kleinen Finger
  3. Beginn des Dickdarm-Meridians: Nagelfalz des Zeigefingers zum Körper hin
  4. Ende des Kreislaufmeridians: Nagelfalz des Mittelfingers zum Körper hin
  5. Beginn des Herz-Meridians: Nagelfalz des kleinen Fingers zum Körper hin
  6. Ende des Lungen-Meridians: Nagelfalz des Daumens zum Körper hin
  7. Beginn des Gallen-Meridians: äußerer Augenwinkel
  8. Beginn des Blasen-Meridians: Augenbrauen-Innenseite
  9. Beginn des Magen-Meridians: die Mitte unterhalb des Auges
  10. Ende des Konzeptionsgefäßes: Vertiefung unter der Oberlippe
  11. Ende des Gouverneursgefäßes: die Mitte zwischen Oberlippe und Nase
  12. Ende des Milz-Meridians: unter der Achsel an der Körperseite
  13. Ende des Nieren-Meridians: zwei Fingerbreit unterhalb des Schlüsselbeinanfangs
  14. Ende des Leber-Meridians: bei Frauen an der Brustfalte und bei Männern zwei Finger unterhalb der Brustwarze

Wann man zu einem Therapeuten gehen sollte

Ein erfahrener Therapeut sollte in Anspruch genommen werden, wenn die betroffene Person unter schwierigen Problemen leidet. Dabei kann es sich um ernsthafte Lebensprobleme, psychische Probleme, eine Sucht oder eine chronische Erkrankung handeln. Im Rahmen der Behandlung gibt der Therapeut auch hilfreiche Tipps für das alltägliche Leben.

Wichtig ist, vor einer Behandlung auf die Qualifikation des Therapeuten zu achten.

Wirkungsweise

Die Klopftherapie wirkt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. In der Regel sollten jedoch bereits während des Klopfens Veränderungen des Zustands zu bemerken sein. In manchen Fällen lassen sich die ursprünglichen Probleme bereits durch eine einzige Anwendung lösen.

Ist dies nicht der Fall, sollte man weitere Folgen, bei denen sich auch die Sätze verändern lassen, vornehmen.

Allerdings eignet sich eine Klopftherapie grundsätzlich nicht als alleinige Behandlung. Daher sollte sie nur ergänzend zum Einsatz kommen.

Quellen:

  • Micheline Rampe: Aufräumen im Kopf: Mit Medition und Meridian-Klopfen zur inneren Klarheit, Allegria, 2007, ISBN 3793421023
  • Rainer und Regina Franke: Sorgenfrei in Minuten: Klopfen Sie sich gesund und glücklich mit Meridian-Energie-Techniken, Integral, 2005, ISBN 3778791478

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