5. Oktober 2009
Von Viola Reinhardt
Allergien gegen Pollen, Hausstaub oder Schimmel können durch die erschwerte Atmung zur täglichen Qual werden. Auch Erkrankungen der Haut oder des Herz-Kreislaufsystems reduzieren die Lebensqualität doch deutlich. Ein Klimawechsel kann hier eine wesentliche Erleichterung der Beschwerden bringen. Ob man die Klimakur in einem reinen Urlaub durchführt oder doch gleich mit einer Kur verbindet, sollte von den vorhandenen gesundheitlichen Problemen abhängig gemacht werden.
Die Klimakur ist eines der natürlichsten Mittel, wenn es um die Verbesserung eines gesundheitlichen Zustandes geht. Keuchhustenkinder, die in die Berge fahren können, gesunden wesentlich schneller. Asthmatische Anfälle reduzieren sich in der Kombination aus Bergluft und Höhensonne ebenso als auch Neurodermitis und Schuppenflechte am Meer.
Die Kräfte der Natur sind die Hauptbestandteile der Klimakur, die sowohl im Reiz- und Heilklima der See als auch in der Bergwelt durchgeführt werden kann. Allein schon die veränderte Luft bewirkt in vielen Fällen eine Milderung der bestehenden Beschwerden und werden zusätzliche Anwendungen mit in diese Erholungsphase eingebaut, dann kann man bereits nach drei bis vier Wochen leichter durchatmen.
Anwendungen, die innerhalb einer Klimakur angewendet werden können hängen von der gewählten Umgebung ab. In den Bergen wird neben der Pollenarmen Luft oft auch die Lichttherapie mithilfe der Sonne eingesetzt. Spaziergänge an der Luft unterstützen die Gesundheit ebenso als auch Heubäder, Dampf- und Vollbäder oder auch Massagen, Autogenes Training und viele weitere Behandlungsmethoden.
Wird die Klimakur dagegen am Meer durchgeführt, werden auch die Wirkstoffe des Meeres zur Gesundung eingesetzt. Ob eine Thalasso-Therapie, Solebäder oder pflegende Packungen aus Algen und Heilerde, in der Kombination mit der sauberen und jodhaltigen Luft spürt man relativ schnell, dass der Organismus sehr positiv auf diese neuen Reize reagiert.
Anerkannte Kurheilorte bieten zudem auch Anwendungen nach Pfarrer Kneipp an, sowie verschiedene ergänzende Therapiemethoden, wie etwa die Thermo- oder Hydrotherapie und Atemtherapie. Möchte man eine Klimakur machen, dann sollte man sich allerdings etwas Zeit einplanen, denn unter drei Wochen sind die Wirkungen nicht so stark ausgeprägt. Hat man das Glück eine Kur über die Krankenkasse wahrnehmen zu können, dann sind mindestens vier bis sechs Wochen empfehlenswert.
Doch auch wer keinen Anspruch auf eine Kur hat oder nur präventiv gegen mögliche Beschwerden vorgehen will, der sollte sich einige Wochen im Jahr Zeit nehmen und einen Aufenthalt in den Bergen oder am Meer einplanen. Nicht nur die Gesundheit wird es danken, sondern auch die Seele, die während einer Klimakur herrlich entspannen kann.
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