Finger-Yoga für bessere Lebensqualität: Mudras-Übungen lassen sich auch im Alltag durchführen

Nahaufnahme auf Knie aufgestützte Hand, Yogaübung

Die Finger sind mit bestimmten Energiezentren des Körpers verbunden, welche Einfluss auf Gefühle und Fähigkeiten haben

Mudras sind das Yoga der Hände und Finger. Mithilfe von verschiedenen Mudras-Übungen lässt sich eine höhere Lebensqualität erreichen.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Definition

Bei den Mudras handelt es sich um spezielle Fingerübungen, die den gesamten Organismus beeinflussen können. Das lässt sich darauf zurückführen, dass an den Fingern und Händen zahllose Nerven und Energiebahnen zusammenlaufen.

Mudras-Übungen sind vielfältig einsetzbar und eignen sich sowohl gegen Verspannungen und Schmerzen, als auch gegen seelische Probleme oder zur Förderung der Konzentration. Die positive Wirkung der Mudras beruht auf meditativen Haltungen von Händen und Fingern, durch die Körper, Geist und Seele beeinflusst werden.

Begriffsgeschichte

Der Begriff "Mudra" stammt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet soviel wie "das, was Freude bringt". Einige Mudras-Übungen sind rein körperbezogen und zählen zum Hatha-Yoga, während andere Finger- und Handhaltungen mit Meditation kombinieren.

Der richtige Weg zur Entspannung: Warum Yoga so erfolgreich ist

Schwarzhaarige Frau in Yogapose im Schneidersitz mit weißem Outfit am Strand
yoga at beach © Ye Qiang - www.fotolia.de

Die uralte indische Lehre des Yoga hat in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr Anhänger gefunden. Sie wissen die körperlichen Yoga-Übungen kombiniert mit Meditation als Quell der Entspannung zu schätzen. Forscher des UCLA Semel Institute for Neuroscience and Human Behaviour in Kalifornien haben sich nun mit der Frage befasst, was Yoga eigentlich so erfolgreich macht.

Dazu wurden zwei Versuchsgruppen gebildet, von denen die eine acht Wochen lang ein 12-minütiges Yoga-Programm mit Meditation absolvierte, während die andere Gruppe lediglich 12 Minuten den Klängen einer typischen Entspannungs-CD lauschte. Vor und nach der Studie wurden beiden Gruppen Blutproben entnommen.

Dabei stellte sich heraus, dass die Yoga-Gruppe nach Ablauf der acht Wochen über wesentlich weniger chronische Entzündungsmarker im Blut verfügte als die CD-Gruppe. Entzündungsmarker haben einen großen Einfluss auf das Entstehen chronischer Krankheiten. Daraus erkannten die Forscher, dass die Kombination aus körperlicher Gymnastik und Meditation positivere Entspannungseffekte auf den Körper hat als eine einfache Entspannungs-CD

Erfolgreiche Entspannung dank Yoga

Brünette Frau in weißer Kleidung macht draussen Yoga
Yoga Outside © EastWest Imaging - www.fotolia.de

Der Alltag ist manchmal sehr stressig und kann auch Kraft rauben. Doch das muss nicht so sein, wenn kleine Inseln vorhanden sind, die für eine wirkungsvolle Auszeit sorgen. Bekanntlich beeinflusst Yoga sowohl Körper, Geist als auch Seele. Nicht umsonst wirken Menschen, die gerade eine Yogastunde hinter sich haben so entspannt.

Außerdem wird Yoga auch gerne als Mittel zur Veränderung der Welt beschrieben. Diesen Wandel sollte jeder verinnerlichen, denn je mehr Menschen Yoga praktizieren, umso einfacher ist auch das Zusammenleben. Mit Yoga können Harmonie, natürliche Heilung und Wissen aufleben und für eine absolut harmonische Balance sorgen.

Schon 15 Minuten Yoga am Tag reichen vollkommen aus, um die Welt und sich ein Stück weit zu verändern. Damit der Rückzug in sich selbst auch in einem Rahmen stattfinden kann, der als geschützt wahrgenommen wird, kann die tägliche Übungspraxis auch in der eigenen Wohnung stattfinden. Dafür braucht es meistens nicht mehr, als ein wenig Zeit und auch eine DVD wie beispielsweise „Yoga Everyday“.

Auf sehr einfühlsame Art und Weise wird man an die einzelnen Figuren herangeführt und schon nach einem Zyklus von sieben Tagen kann meist eine Verbesserung wahrgenommen werden. Nicht nur mentale Stärke wird aktiviert, auch körperlich bietet Yoga einige Vorteile.

Speziell Patienten mit Rückenschmerzen berichten, dass sich diese oftmals in Luft auflösen, mindestens ist jedoch mit einer drastischen Linderung zu rechnen. Zudem wird die gesamte Muskulatur gestärkt. Aufgrund einer umfassenden Entspannung wird der Alltag dann effektiver gemeistert und das Zusammenleben harmonischer.

Ziele der Mudras

Gemeinsam haben die verschiedenen Mudras-Übungen, dass sie die Energien des Körpers aktivieren und stimulieren, was zu einer höheren Lebensqualität führt.

Chakren und Nadis

Die Hände sowie deren einzelne Finger sind mit den so genannten Chakren, den Energiezentren des Körpers, sowie den Nadis, den Energiebahnen verbunden. Bei den Mudras werden Hände und Finger so gezielt eingesetzt, dass sie sich positiv auf die Energien des Körpers auswirken.

Die Chakren lassen sich aus wissenschaftlicher Sicht nicht eindeutig belegen, sie bilden jedoch einen überaus wichtigen Bestandteil der Yogalehre, in der man den Körper des Menschen in sieben Energie- und Nervenzentren einteilt. Durch jedes Chakra werden bestimmte Organe, Gefühle oder Fähigkeiten beeinflusst.

Zuordnung der Emotionen

Wer die Fingeryoga-Übungen durchführen möchte, sollte wissen, welche Emotionen welchen Fingern zugeordnet werden:

  • Daumen: für die Linderung der Sorgen
  • Zeigefinger: für die Linderung der Angst
  • Mittelfinger: für die Linderung der Wut
  • Ringfinger: für die Linderung der Trauer
  • Kleiner Finger: für die Linderung der Übereifrigkeit

Im Folgenden stellen wir Ihnen unterschiedliche Mudras vor. Dabei gehen wir im ersten Teil auf Yoga-Übungen für mehr Lebensqualität ein, während die Übungen im zweiten Teil dabei helfen, alltäglichen Stress zu lindern; dabei lassen sie sich auch einfach zwischendurch im Alltag durchführen.

Fingeryoga für Körper, Geist und Seele sowie für ein langes Leben

Die Yogalehre umfasst insgesamt mehr als 50 Mudras, die in Mudras für

  • Körper
  • Geist und
  • Seele

unterteilt werden. Zu den Körperübungen gehört das Mudra für ein langes Leben. Dieses hat einen positiven Effekt auf die Energien, die für den Rhythmus des menschlichen Körpers verantwortlich sind.

Wirkung

Gemeinsam mit einer ausgeglichenen Lebensweise trägt der Körperrhythmus entscheidend zu einem längeren Leben bei. Durch die tägliche Anwendung des Mudras für ein langes Leben lässt sich der Lebenshorizont erweitern.

Das Mudra für ein langes Leben hat Auswirkungen auf das erste Chakra, das sich im Steißbein-Bereich befindet. Da in diesem Chakra die Urenergie ruht, wird es auch Wurzelzentrum genannt. Zudem ist es ein Symbol für die Verbindung mit der Erde.

Durchführung

  • Zur Durchführung der Mudraübung nimmt man bequem im Schneidersitz Platz, wobei der Rücken aufrecht gehalten wird.
  • Die Arme streckt man vor dem Körper aus. Die Handflächen zeigen dabei nach oben.
  • Schließlich legt der Übende seine Hände so zusammen, dass es zu einer Berührung der Handaußenflächen sowie der kleinen Finger kommt.
  • Dann wölbt er seine Hände ein wenig.
  • Im Geiste konzentriert man sich nun auf den Bereich, der sich zwischen den Augenbrauen befindet. Dabei stellt man sich ein umhüllendes rotes Licht vor, in das man sozusagen eintaucht.
  • Während dieses Vorgangs wird kurz und rasch in die Bauchnabelregion geatmet. Dabei sollten zwei bis drei Atemzüge in der Sekunde erfolgen.

Dieser Atemrhythmus wird rund drei Minuten lang beibehalten, bevor man wieder auf normale Weise atmet.

Fingeryoga für die Geistesschärfe

Eine wichtige Übung für mehr Entschlossenheit ist das Mudra für die Geistesschärfe. Dabei wird das sechste Chakra beeinflusst.

Wirkung

Viele Menschen haben das Problem, bei wichtigen Entscheidungen unentschlossen und zögerlich zu sein. Das Mudra für die Geistesschärfe ist jedoch hilfreich, entschlossener und selbstbewusster zu agieren.

So wirkt es sich positiv auf das sechste Chakra, das man auch drittes Auge nennt, aus. Dieses Chakra ist wichtig für

  • Intuition
  • Konzentration und
  • Vorstellungskraft.

Durchführung

  • Bei dieser Übung sitzt der Ausführende bequem und mit geradem Rücken auf seiner Yoga-Matte und kreuzt die Beine.
  • Dann winkelt er seine Arme an und positioniert sie vor dem Körper. Nun werden Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand gespreizt und auf die Fläche der linken Hand gerichtet.
  • Mit seinen Fingerspitzen wandert der Übende dann langsam hinauf bis zu den Fingern, wobei er gleichmäßig gegen die linke Hand drückt.
  • Danach bewegt er die Finger vom linken Mittel- und Ringfinger aus wieder hinunter zur Ausgangsstellung.
  • Gleichzeitig konzentriert man sich innerlich wieder auf den Bereich zwischen den Augenbrauen und stellt sich dabei die Farbe Indigo vor, die den Körper umgibt.
  • Der Atem fließt dabei ruhig und langsam.

Die auf- und abwandernden Fingerbewegungen werden je zehnmal durchgeführt.

Fingeryoga für das Vertrauen

Um ein glückliches Leben führen zu können, ist es wichtig, anderen Menschen zu vertrauen und über genügend Selbstvertrauen zu verfügen. Oftmals wird das Vertrauen jedoch durch negative Erfahrungen erschüttert, was zum Verlust der inneren Sicherheit führt.

Ziel: Selbstvertrauen

Wer nicht über genügend Vertrauen verfügt, kann dieses mithilfe des Mudra für Vertrauen wieder aufbauen. Bei dieser Mudra-Übung wird das siebte Chakra beeinflusst, welches das Zentrum der Selbstverwirklichung bildet.

Durchführung

  • Auch bei dieser Übung setzt sich der Ausführende mit geradem Rücken im Schneidersitz auf die Yoga-Matte.
  • Dann legt er seine Arme und Hände in der Form eines Kreises über dem Kopf zusammen. Die Hände werden bis zu den Daumenkuppen zusammengeführt.
  • Genau wie bei den vorangegangenen Übungen konzentriert man sich wiederum auf die Stelle in der Mitte der Augenbrauen und stellt sich mental einen Ring aus violettem Licht vor, von dem man umgeben wird.

Dabei fungiert der Armkreis als eine Art Energieschirm. Während des Vorgangs wird kurz und rasch in die Bauchnabelregion geatmet. Diese Position nimmt man rund drei Minuten lang ein.

Fingeryoga gegen das vorzeitige Altern

Eine andere Mudra-Übung für den Körper ist das Mudra gegen das vorzeitige Altern. Dabei werden das erste und das zweite Chakra beeinflusst.

Wirkung

Bestimmte Mudras können sich bei regelmäßiger Anwendung positiv auf den Alterungsprozess auswirken. So tragen sie zur Erneuerung der Körperzellen bei und reinigen den Organismus. Zwar lässt sich dadurch nicht die Zeit anhalten, doch man erreicht lang anhaltende Vitalität in jeder Phase des Lebens.

Durchführung

  • Zum Durchführen dieser Mudra-Übung setzt man sich hin und legt seine Hände auf die Knie, wobei die Handflächen nach oben weisen. Außerdem formt der Übende mit Zeigefinger und Daumen einen Kreis. Die anderen Finger werden ausgestreckt.
  • Auch bei dieser Übung erfolgt die Konzentration auf die Stelle zwischen den Augenbrauen.
  • Mental stellt sich der Übende ein rotes Licht vor, in dem er badet. In dieser Stellung verweilt er etwa drei Minuten lang.

Nach einer kurzen Entspannungspause wird die Übung noch einmal wiederholt.

Fingeryoga für das Wohlbefinden

Für ein glückliches und erfülltes Leben spielt das körperliche und seelische Wohlergehen eine wichtige Rolle. Das Mudra für das Wohlbefinden hilft dabei, innere Blockaden zu lösen.

Durchführung

  • Auch diese Mudra-Übung wird auf dem Boden sitzend ausgeführt. Der Übende positioniert seine Hände vor der Brust, wobei es zur Berührung beider Zeigefinger kommt, während die Daumen nach unten geschoben werden.
  • Beim Ausatmen drückt man die Zeigefinger fest gegeneinander.
  • Während der Übende wieder einatmet, dreht er seine Hände um, sodass ihre Flächen nach oben weisen. Nun berühren sich die Außenseiten der kleinen Finger.
  • Erneut wird die Konzentration auf das so genannte dritte Auge zwischen den Augenbrauen gerichtet. Im Geiste stellt sich der Ausführende eine Farbe wie Gelb, Orange oder Rot vor.

Diese Farbe sollte für die gesamte Übungsdauer beibehalten werden. Die Atmung in den Bauchraum erfolgt kurz aber kräftig. Die Handbewegungen erfolgen etwa fünfzigmal in beide Richtungen.

Fingeryoga gegen Schuldgefühle

Die Mudras-Übungen eignen sich auch gegen seelische Probleme wie Schuldgefühle. Beim Mudra zum Überwinden von Schuldgefühlen wird das dritte Chakra beeinflusst.

Wirkung

Fast jeder Mensch leidet von Zeit zu Zeit unter Schuldgefühlen, was völlig normal ist. Mitunter können starke Schuldgefühle jedoch hinderlich sein, um sich weiterzuentwickeln.

Mithilfe des Fingeryogas lassen sich die negativen Gefühle abbauen. So hat das Mudra zum Überwinden von Schuldgefühlen eine positive Wirkung auf das dritte Chakra, welches für das Ego eines Menschen zuständig ist.

Durchführung

  • Bei dieser Übung, die ebenfalls im Sitzen erfolgt, winkelt der Ausführende zunächst seine Arme an.
  • Dann wird die rechte Hand auf die Fläche der linken Hand gelegt.

Sowohl Hände als auch Unterarme befinden sich dabei auf einer Höhe mit dem Bauchnabel.

  • Auch bei dieser Mudras-Übung konzentriert man sich auf die Stelle in der Mitte der Augenbrauen und taucht mental in ein gelbes Licht ein.
  • Die Atmung im Bauchraum geht langsam und gleichmäßig vonstatten.
  • Nun denkt man an die Situation, die für die Schuldgefühle verantwortlich ist.

Bei jedem Ausatmen baut der Übende einen Teil der negativen Gefühle ab. Dabei ersetzt er das Vergangene durch eine positive Vorstellung von der Zukunft, in der er den Fehler, den er einst beging, vermeidet. Auf diese Weise verblasst das belastende Bild mehr und mehr, sodass ein neues Bild entsteht.

Fingeryoga bei gebrochenem Herzen

Viele Menschen leiden unter schmerzvollen Erlebnissen. Mithilfe einer speziellen Mudra-Übung ist es möglich, den seelischen Schmerz zu lindern.

Wirkung

Beim Mudra bei gebrochenem Herzen werden das vierte, das fünfte und das sechste Chakra positiv beeinflusst. Während das vierte Chakra für

  • Freude
  • Mitgefühl
  • Liebe und
  • Güte

steht, symbolisiert das fünfte Chakra

  • Reinheit
  • Wahrheit und
  • Stimme.

Durch das sechste Chakra werden rationales Denken und Intuition symbolisiert.

Durchführung

  • Bei dieser Mudra-Übung, die im Sitzen ausgeführt wird, hält der Übende seinen Kopf gerade und nimmt mit den Händen vor dem Gesicht die Gebetshaltung ein.
  • Dabei berühren die Spitzen beider Mittelfinger die Stelle zwischen den beiden Augenbrauen.
  • Die Arme befinden sich angewinkelt auf Schulterhöhe.
  • Auch bei dieser Übung ruht die Konzentration auf dem so genannten dritten Auge. Im Geiste stellt sich der Ausführende ein blaues oder grünes Licht vor, in dem er schwimmt.
  • Die Atmung ist ruhig und gleichmäßig.
  • Schließlich wird das Mantra "Humme Hum Hum Braham" bei jedem Ein- und Ausatmen ausgesprochen.

Diese Übung wird ca. fünf Minuten durchgeführt.

Fingeryoga bei einer belastenden Situation

Fast jeder Mensch erlebt von Zeit zu Zeit belastende Situationen, die zu Schmerzen in der Herzgegend führen können. Durch eine bestimmte Mudra-Übung lässt sich das Herz jedoch stärken.

Wirkung

Seelisch belastende Situationen rufen bei vielen Menschen Herzschmerzen hervor. Das liegt daran, dass das Herz das Zentrum der menschlichen Emotionen ist und deswegen von seelischen Problemen oft in Mitleidenschaft gezogen wird. Übt man regelmäßig die Mudra-Übung zur Unterstützung bei belastenden Situationen aus, können seelische Schmerzen auf sanfte Weise leichter verarbeitet werden.

Durchführung

  • Bei dieser Übung werden Kopf und Rücken aufrecht gehalten.
  • Der Ausübende legt seine Hände an die Brust, wobei er die leicht geöffneten und gestreckten Finger gegeneinander hält.
  • Während er sich auf den Augenbrauenzwischenbereich konzentriert, stellt er sich im Geiste ein grünes Licht vor, das ihn umhüllt.
  • Nach dem tiefen Einatmen wird das Mantra "Humi Hum Braham Hum Braham Hum" aufgesagt. Dieses Mantra sollte zwischen jedem Ein- und Ausatmen gesprochen werden.

Insgesamt wird die Stellung zehn Minuten lang beibehalten.

Fingeryoga für mehr Mitgefühl

Zu den wichtigsten menschlichen Emotionen zählt Mitgefühl. Durch die Mudra-Übung für mehr Mitgefühl wird das Herzchakra angeregt.

Wirkung

Mitgefühl ist überaus wichtig, um andere Menschen zu verstehen, aber auch um positive Energie ausstrahlen zu können. Durch mehr Mitgefühl hilft man sowohl anderen Menschen, als auch sich selbst, da das eigene Herz erwärmt wird. Beim Fingeryoga für mehr Mitgefühl kommt es zu einem positiven Effekt auf das vierte Chakra, welches Mitgefühl, Güte und Liebe symbolisiert.

Durchführung

  • Zu Beginn der Übung setzt man sich gerade hin und streckt die Arme und Hände mit gespreizten Fingern zur Seite aus.
  • Dann erfolgt die Konzentration auf das Herzchakra, das inmitten der Brust zu finden ist.
  • Im Geiste stellt sich der Übende nun ein grünes Licht vor, in das er eintaucht.
  • Kennt man einen Menschen, für den man gerade Mitgefühl empfindet, denkt man intensiv an ihn und lässt ihn ebenfalls in das Licht eintauchen.
  • Außerdem neigt man während des Einatmens seinen Kopf zur Seite und dreht ihn beim Ausatmen wieder zurück.

Dieser Vorgang wird fünfmal wiederholt.

Fingeryoga für das Immunsystem

Auch die Abwehrkräfte des Körpers lassen sich durch Mudraübungen anregen.

Durchführung

  • Bei der Übung für das Immunsystem nimmt der Übende mit geradem Kopf und Rücken auf der Yogamatte Platz und hebt mit gebeugtem Ellenbogen seine rechte Hand.
  • Dabei streckt er sowohl den Zeigefinger als auch den Mittelfinger in die Höhe. Außerdem werden der kleine Finger sowie der Ringfinger zur Handfläche gebeugt und der Daumen darüber gelegt.
  • Auch in der linken Hand bringt man die Finger in diese Position. Im Unterschied zur rechten Hand wird die linke Hand jedoch über dem Herzen platziert.
  • Nachdem der Übende sich auf die Stelle zwischen den Augenbrauen konzentriert hat, stellt er sich eine Regenbogenfarbe vor und atmet ganz tief ein.
  • Vor dem Ausatmen wird der Atem einen Moment lang angehalten.

Die Stellung und den Atemrhythmus behält man rund fünf Minuten bei.

Fingeryoga gegen Wut und Ärger

Wut und Ärger können Menschen schwer zu schaffen machen. Mithilfe einer Mudra-Übung lassen sich die negativen Gefühle jedoch in positive umwandeln.

Durchführung

  • Bei dieser Übung wird zunächst eine aufrechte Sitzposition eingenommen.
  • Dann ballt der Übende seine Fäuste und positioniert sie an der Stirn. Während die Ballen der Hände nach außen zeigen, liegen die Daumen genau auf der Stelle zwischen den Augenbrauen, die man als drittes Auge bezeichnet.
  • Mit den Spitzen der Daumen drückt der Übende ein wenig auf diese Stelle.

Je nachdem, welches Chakra angesprochen werden soll, stellt man sich eine bestimmte Farbe vor. Die Atmung in den Bauch verläuft ruhig und gleichmäßig. In dieser Haltung verbleibt der Übende für rund drei Minuten.

Fingeryoga als Meditations-Einstimmung

Eine beliebte Methode, um zur Ruhe zu gelangen, ist Meditation. Dabei lässt sich Fingeryoga als Einstimmung nutzen.

Wirkung

Für viele Menschen ist Meditation eine ausgezeichnete Methode, ihren Geist zur Ruhe zu bringen. Durch die Anwendung einer Mudraübung kann das Meditieren erleichtert werden.

Durchführung

  • Vor dem Meditieren setzt sich der Ausführende aufrecht hin und legt seine rechte Hand in die linke.
  • Mit den Fingern der rechten Hand wird zudem der Puls des linken Handgelenks gefühlt.
  • Um das Pulsieren des Blutes gut spüren zu können, drückt man mit den Fingern ein wenig auf die betreffende Stelle.
  • Schließlich konzentriert man sich wieder auf den Punkt zwischen den Augenbrauen und stellt sich eine bestimmte Regenbogenfarbe vor.
  • Während der Atem tief und gleichmäßig geht, sagt der Übende bei jedem Pulsschlag das Mantra "Sat Nam" auf.

Die Dauer der Übung liegt bei rund drei Minuten.

Fingeryoga zur Intuitionsschärfung

Unter der Intuition versteht man das individuelle Bauchgefühl. Durch Mudras-Übungen lässt sich dieses Gefühl schärfen.

Durchführung

  • Bei dieser Mudra-Übung wird der Lotussitz eingenommen.
  • Außerdem positioniert man seine Hände in Höhe des Bauchnabels.
  • Während die linke Hand in die rechte Hand gelegt wird, überkreuzen sich die Daumen.
  • Nachdem man seine Augen geschlossen und sich auf das dritte Auge konzentriert hat, stellt man sich mental ein indigofarbenes Licht vor, das einen auf angenehme Weise umgibt.

In dieser Stellung verbleibt der Übende fünf Minuten.

Fingeryoga zur Wahrnehmung der Aura

Als Aura bezeichnet man einen Energiekörper, der aus elektromagnetischen Schwingungen besteht. Durch das Ausüben von bestimmten Mudras-Übungen wird es ermöglicht, diese Aura wahrzunehmen.

Durchführung

  • Für diese Übung nimmt der Ausführende den Lotussitz ein.
  • Dann streckt er die Hände mit etwas gespreizten und gekrümmten Fingern in Höhe der Brust aus.
  • Danach wird der Blick auf die Flächen der Hände gerichtet, auf die man sich vollkommen konzentriert.

Wirkung

Während man tief in den Bauchraum einatmet, nimmt man im Laufe der Übung das Wandern der Energie von einer Hand zur anderen wahr. Oftmals sind auch Wärme oder ein leichtes Kribbeln an den Händen zu verspüren. Die Position wird solange eingenommen, bis sich die Energie wahrnehmen lässt.

Fingeryoga zur Konzentrationsförderung

Vielen Menschen fällt es schwer, ihre Gedanken zu beherrschen. Mithilfe des Fingeryogas lässt sich die Konzentration jedoch fördern.

Durchführung

  • Auch bei dieser Mudra-Übung nimmt der Übende den Lotussitz ein.
  • Dann werden die Hände zwischen drittem und viertem Chakra positioniert.
  • Weiterhin formt man mit dem Daumen und dem Zeigefinger einen Kreis, während die anderen Finger gestreckt in die Höhe zeigen. Außerdem kommt es zur Berührung der Fingerrückseiten.
  • Während man seine Augen schließt und sich auf das dritte Auge konzentriert, stellt man sich geistig ein indigofarbenes Licht vor.

Wirkung

Diese Geste wird als Geste des Wissens bezeichnet und bringt folgende Wirkung mit sich:

  • Konzentrationsförderung
  • Verbesserung des Gedächtnisses
  • mentalen Frieden
  • Beruhigung des Geistes
  • Verbesserung des Schlafes sowie
  • Schärfung des Verstandes

Büro-Yoga - kleine Übungen am Schreibtisch mit großer Wirkung

Gruppe junger Menschen auf Gymnastikmatten bei Yoga
Group of people doing yoga exercise (focus on a woman in the mid © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Wohl jeder, der einen Bürojob hat, kommt sicherlich hin und wieder in die Situation, dass die Konzentration nachlässt und sich dies negativ auf die Arbeit auswirkt. Es ist wichtig, sich zwischendurch zu entspannen, damit die anstehenden Aufgaben leichter fallen.

Dafür kann beispielsweise ein Spaziergang an der frischen Luft in der Mittagspause sinnvoll sein, doch auch direkt am Schreibtisch lässt sich dies realisieren, und zwar durch bestimmte Yoga-Übungen. Diese sind auch für Anfänger auf diesem Gebiet geeignet.

Hilfreich ist die Zufuhr von frischer Luft - also das Lüften nicht vergessen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, die Übungen langsam und mit tiefer Atmung durchzuführen.

Übung für Geist und Rücken

Um den Geist zu erfrischen, sollte man sich mit geradem Rücken auf die Stuhlkante setzen un die Hände in Höhe der Brust halten. Die Fingerspitzen berühren sich, nicht jedoch die Handflächen. Diese Haltung nennt sich Hakini-Mudra.

Bei ruhiger und tiefer Atmung einige Momente so ausharren. Für die Entlastung des Rückens steht man auf, dreht sich in Richtung Stuhl und schiebt diesen ca. einen Meter von sich weg. Dann geht man in eine leichte Grätsche, die Füße stehen parallel, die Beine streckt man durch. Nun neigt man sich so nach vorne, dass die Arme auf der Stuhllehne aufliegen und der Rücken gestreckt ist. Den Blick senkt man nach unten. Beim Einatmen zieht man das Steißbein nach hinten, beim Ausatmen sinkt man ein Stück zusammen.

Übung für Nacken, Schultern und Arme

Zur Entspannung des Nackens setzt man sich ebenso aufrecht auf die Stuhlkante und senkt die Schultern ein wenig nach hinten. Die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Beim Einatmen schiebt man den Scheitelpunkt den Kopfes nach oben, um den Nacken zu verlängern, beim Ausatmen dreht man den Kopf langsam zur rechten Seite. Mit dem nächsten Atemzug gelangt der Kopf zur Mitte zurück um beim Ausatmen nach links gedreht zu werden. Die nächsten Atemzüge dienen dazu, den Kopf wieder in die Mitte zu drehen und anschließend zu senken, bis eine Dehnung im Nacken zu spüren ist. In dieser Position wird der Kopf langsam wie ein Pendel bewegt. Beim Einatmen hebt man ihn wieder zur Mitte hin, beim Ausatmen legt man ihn zurück in den Nacken. Auch hier erfolgt die Pendelbewegung.

Um Schultern, Arme und Finger zu dehnen, eignet sich folgende Übung: Die Finger werden ineinander verschränkt und im aufrechten Sitz an den Hinterkopf gelegt, die Daumen zeigen dabei nach unten. Die Schultern werden nach unten gezogen. Beim Einatmen bewegt man nun die Ellbogen nach außen, beim Ausatmen erfolgt die Rückbewegung der Schulterblätter. Nun werden die Handflächen auf die Brust gelegt. Beim nächsten Atemzug schiebt man sie nach vorne, beim Einatmen bewegt man sie wieder zurück. Diese Bewegungen wiederholt man einige Male.

Yoga funktioniert auch mit den Fingern

Mann legt Fingerspitzen der Hände aneinander und meditiert mit geschlossenen Augen, mit blauem Hintergrund
man meditating at the swimming pool side © kameel - www.fotolia.de

Nicht immer ist die Zeit da, um Yoga zu praktizieren. Doch jetzt gibt es etwas ganz Neues: Yoga mit den Fingern! Dies kann überall gemacht werden, ganz egal ob im Wartezimmer, Zug oder dem Café. Die Entspannung zwischendurch ist garantiert. 4000 Nervenzellen leiten die Finger weiter.

Das Jnana Mudra ist ein gern praktiziertes Yoga. Einfach nur Daumen und Zeigefinger zusammen führen und schon kann die Entspannung beginnen. Das Lebens-Mudra geht so: Daumen und Ringfinger und den kleinen Finger zusammen führen, die restlichen Finger ausstrecken.

Wer Heißhunger hat, der sollte den Daumen und den Ringfinger auf 2. Ebene zusammenführen. Dies baut Stress ab und der Heißhunger nimmt ab. Viele Yoga-Übungen machen wir aber sowieso schon instinktiv.

Nun kommen wir zu den Mudras, die sich auch ganz leicht in den Alltag integrieren lassen...

Mudras zur Linderung von alltäglichem Stress

Schon kurze Momente der Ruhe jeden Tag würden helfen, den oft stressigen Ablauf von Terminen etwas zu entspannen; doch leider nehmen sich die wenigsten Menschen dafür Zeit. Eine Möglichkeit, sich kleine Ruhe-Oasen zu schaffen und somit Stress, Unruhe und Nervosität zu lindern, bieten Mudras. Diese lassen sich auch zwischen Meetings und Besprechungen einsetzen, beispielsweise in der Bahn oder sogar im Fahrstuhl.

Bei innerer Inruhe: die Shakti-Mudra

Nervosität und innere Unruhe sind an einem hektischen Alltag häufige Begleiter. Um diese mit Entspannungsmethoden oder Sport abzulegen, fehlt oft einfach die Zeit.

Eine gute Alternative stellt die Shakti-Mudra dar. Diese hat einen beruhigenden Effekt (kann daher auch sehr gut vor dem Einschlafen durchgeführt werden).

Durchführung
  • Die Daumen werden in die Handflächen gebeugt
  • Zeige- und Mittelfinger legt man locker darüber
  • Ringfinger und kleiner Finger berühren die Spitzen der entsprechenden Finger an der anderen Hand
  • Die Dauer sollte 10 Minuten niemals überschreiten und die Shakti-Mudra sollte auch nicht öfter als drei Mal täglich durchgeführt werden

Für einen tiefen Atem: die Hakini-Mudra

Einmal so richtig tief durchatmen kann in vielen Momenten entspannend wirken. Hilfreich ist dabei die Hakini-Mudra, die für die Versorgung des Hirns mit Sauerstoff sorgt und die Aufnahmefähigkeit steigert.

Durchführung
  • Alle Fingerspitzen werden aufeinander gelegt
  • Man atmet tief durch die Nase ein und noch tiefer durch den Mund wieder aus; die Zunge liegt dabie locker im Mundraum
  • Die Übung lässt sich sowohl im Stehen als auch im Sitzen durchführen

Für die innere Stille: die Dhyani-Mudra

Um seine innere Stille zu finden, eignet sich die Dhyani-Mudra.

Durchführung
  • Man legt die Hände wie Schalen in den Schoß; die linke liegt auf der rechten
  • Die Daumenspitzen berühren sich und bilden so einen Henkel
  • Man schließt die Augen und richtet seinen Blick auf den Punkt zwischen den Augenbrauen
  • Nun richtet man seine Aufmerksamkeit auf den Atem und kehrt immer wieder dorthin zurück, sobald sich sorgenvolle Gedanken einschleichen
  • Mantras wie "Ruhe" oder "Frieden" beim Ein- und Ausatmen können hilfreich sein

Zum Loslasen: die Ksepana-Mudra

Um sich leichter entspannen zu können, ist die Ksepana-Mudra eine hilfreiche Fingeryoga-Übung. Man kann sie im Sitzen oder Stehen durchführen.

Durchführung
  • Die gestreckten Zeigefinger werden aufeinander gelegt, dabei überkreuzen sich die Daumen und die anderen Finger verschränken sich ineinander
  • Die Hände werden locker nach unten gehalten; zwischen den Handflächen belässt man einen Hohlraum
  • Man atmet 10 bis 15 Mal ein und tiefer wieder aus
  • Nun atmet man tief ein und streckt dabei die Arme mit den Handflächen nach oben
  • Diese Abfolge führt man drei Mal durch

Bei Stress im Alltag: die Tiefenentspannungs-Mudra

Mit der Tiefenentspannungs-Mudra ist es möglich, Belastungen des Alltags loszulassen. Zuvor sollte man eine kurze Loslassübung durchführen, die dabei hilft, den Kopf freizubekommen und sich auf die Mudra einzustimmen.

Dafür benötigt man einen kleinen Ball, den man von der einen in die andere Hand wirft und dabei die Worte "Werfen" und "Fangen" ausspricht. Anschließend lässt man den Ball fallen und sagt "Loslassen." Dies sollte jeden Tag für ein paar Minuten geübt werden.

Nach der Loslassübung und vor der Tiefenentspannungs-Mudra wird die Durchführung (kurze Anwendung!) der Ksepana-Mudra empfohlen.

Durchführung
  • Für die Tiefenentspannungs-Mudra setzt man sich gemütlich hin, schließt die Augen und richtet den inneren Blick auf den Punkt zwischen den Augenbrauen
  • Daumen und Zeigefinger jeder Hand bilden jeweils einen Kreis; die Fingerspitzen der anderen Finger berühren sich
  • Die Kreise berühren sich an den Verbindungspunkten

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  • Bildnachweis: yoga © René Sputh - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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