Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Ablauf des Ölbads

Nahaufnahme Flasche mit Massageöl, Seife, Kräuter auf weißem Handtuch

Die Anwendung eines Ölbads im heimischen Badezimmer und die Wirkung verschiedener Öle auf die Haut

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter einem Ölbad versteht man ein Bad, bei dem Öl als Zusatz gegeben wird. Ein solches Bad dient vor allem zur Pflege der Haut.

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck eines Ölbads ist die Pflege von angegriffener, beanspruchter Haut. Vor allem zur Behandlung von trockener Haut ist ein Wasserbad mit Ölzusatz durchaus hilfreich.

Durch das warme Wasser werden die Poren der Haut geöffnet und nehmen so die Feuchtigkeit des angewandten Öls auf. Während des Bads entsteht ein Ölfilm auf der Haut, der die Feuchtigkeit einschließt, wodurch Hautprobleme wie trockene Haut oder Juckreiz gelindert werden.

Besonders pflegend sind beispielsweise:

Die besten Ölbäder für trockene Haut

Ölbäder pflegen trockene Haut und beruhigen das vegetative Nervensystem

Junge Frau liegt entspannt in der Badewanne, neben ihr ein Glas mit Rotwein
beautiful girl relaxs in bath © Vladislav Gansovsky - www.fotolia.de

Wer unter trockener Haut leidet, kann eine Feuchtigkeitscreme für den Körper benutzen, um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wieder optimal auszugleichen.

Noch effektiver ist es bei trockener Haut allerdings, ein entspannendes Ölbad zu nehmen. Diverse Körperöle eignen sich hervorragend, selbst besonders trockene Haut zu pflegen, dabei geschieht der Pflegeeffekt nachhaltig. Der positive Effekt des warmen Wassers kann dabei zusätzlich genutzt werden, denn Haut und Haare nehmen Feuchtigkeit noch intensiver in Verbindung mit Wärme auf.

Verschiedene Körperöle stehen nun zur intensiven Pflege der Haut zur Verfügung, je nach Geschmack kann der Badefreund das passende Öl wählen. Verschiedene Düfte regen dabei auch zum Entspannen und Relaxen an. So bietet ein Ölbad nicht nur einen genialen Pflegeeffekt, sondern beruhigt noch das gesamte vegetative Nervensystem.

Ölbäder für nachhaltige Hautpflege

Das Praktische an einem Ölbad ist die gleichzeitige Reinigung und Pflege der Haut, dabei ist dieses Verfahren höchst bequem anzuwenden. Für jeden Geschmack ist das passende Körperöl vorhanden. Zur Verfügung stehen in der Regel Mandelöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, Olivenöl und dergleichen. Wichtig ist vor allem, dass die Öle kaltgepresst hergestellt worden sind, denn so sind alle nützlichen und pflegenden Bestandteile der jeweiligen Pflanze oder Frucht weitgehend erhalten.

Wirkung

Bei einem Ölbad unterscheidet man zwischen einem Emulsionsölbad und einem Spreitölbad. Das Spreitölbad wirkt sehr fettend und bleibt als feiner Film auf der Haut haften, reinigt aber wenig. Das Emulsionsölbad hingegen hat eine größere reinigende Wirkung, fettet dafür aber weniger.

Damit das Ölbad rundherum perfekt und auch die Entspannung möglichst hoch wird, empfiehlt es sich kleine Maßnahmen zu ergreifen. Für ein perfektes Ölbad sollte man zunächst für eine entspannende Atmosphäre im Badezimmer sorgen.

gehören ebenso dazu wie auch die richtige Badetemperatur. Etwa 36 Grad Celsius sind hierbei die passende Temperatur, damit sich das Öl gut verteilt und die Haut nicht durch zuviel Hitze strapaziert wird.

Bei entspannter Athmosphäre in der Badewanne so richtig entspannen
Bei entspannter Athmosphäre in der Badewanne so richtig entspannen

Von der Auswahl des Öls hängt es ab, welche Wirkung nach dem Ölbad eintritt. In allen Fällen wirkt das Öl jedoch pflegend auf die Haut. Verwendet man zusätzlich noch ätherische Öle, kann auch die Psyche von einem Ölbad profitieren. So kann ein Bad mit Öl auch sehr entspannend sein.

beruhigen die Nerven und verhelfen zu einem tiefen Schlaf.

  • Orange,
  • Mandarine und
  • Zitrone

versetzen einen in Urlaubsstimmung und beleben auf eine besondere Weise. Die gleiche Wirkung kann man auch mit Rosmarin erzielen, wobei hier der Duft recht intensiv ist.

Am besten sollte man sich vorab etwas darüber informieren, welches ätherische Öl welche Wirkweise beinhaltet.

Anwendungsgebiete

Ein Ölbad wirkt jedoch nicht nur reinigend, sondern kann auch bei der Behandlung von Hautkrankheiten hilfreich sein. Therapiert werden zum Beispiel:

Dabei sollte man sich vor der Anwendung zur Sicherheit mit seinem Arzt beraten, um abzuklären welches Öl für welche Beschwerden am besten geeignet ist.

Die Anwendung eines Ölbads

Wer ein Ölbad nehmen möchte, kann unter verschiedenen Ölbad-Produkten auswählen, die in Apotheken oder Drogerien erhältlich sind. Häufig verwendet werden

Ölbad darf nicht heißer als 36 Grad sein

Bad - Badewanne mit zwei Wasserhähnen
bathroom running a bath © think jesters - www.fotolia.de

Ölbäder sind eine Wohltat für die kranke oder strapazierte Haut. Um die heilsame Wirkung auch wirklich zu erzielen, darf das Badewasser aber nicht heißer als 36 Grad sein. Darauf weist das Apothekenjournal Gesundheit hin.

Höhere Wassertemperaturen vereiteln den rückfettenden Effekt. In das Wasser darf auch keine alkalische Seife oder ein ph-neutraler Zusatz gegeben werden. Beides macht die pflegende Wirkung zunichte. Verschmutzte Haut soll deshalb vor dem Baden gereinigt werden. Das Öl gibt man schon in das einlaufende Wasser, damit es sich fein verteilt.

Dosierung

Wichtig ist, dass das Öl frei von Seife ist. Als Dosierung werden drei Esslöffel Öl für ein Vollbad empfohlen. Man kann auch eine größere Menge verwenden, aber eine bessere Wirkung entsteht dadurch nicht. Außerdem wird die Haut davon klebrig.

Badetemperatur und -dauer

Die Temperaturen für ein Ölbad sollten etwa 36 Grad Celsius betragen. Bei der Badedauer sollte man sich auf etwa zwanzig Minuten beschränken, um die Haut nicht zu sehr auszutrocknen. Nach dem Baden kann man sich kurz lauwarm abduschen, noch besser ist es allerdings sich direkt mit einem Handtuch abzutupfen. Anschließend kann man den Effekt noch steigern, wenn man sich zugedeckt ausruht. Empfehlenswert und effektiv für die pflegende Komponente auf die Haut ist es, ein Ölbad pro Woche anzuwenden.

Nach einem Ölbad: Die Wanne gründlich säubern

Grafik Wasser wird in Badewanne eingelassen
Badewanne © Paylessimages - www.fotolia.de

Was gibt es Schöneres als ein verwöhnendes Ölbad? Egal, ob mit beruhigenden oder anregenden Kräuterextrakten angereichert, ein Ölbad ist eine herrliche Sache und verwöhnt strapazierte und zu Irritationen neigende Haut. Ob dem persönlichen Wohlbefinden oder medizinischen Zwecken dienend, danach wird man sich besser fühlen.

Allerdings lauern im Haushalt, und besonders im Bad Gefahren. Ein Ölbad hinterlässt in der Badewanne immer einen schmierigen Film, der Rutschgefahr bedeutet und die Wanne beschmutzt. Deshalb sollte man die Badewanne nach einem Ölbad immer gründlich mit einem Essigreiniger und Scheuerpulver oder Scheuermilch reinigen. Dabei muss man sich aber immer an die Reinigungsvorschriften des Herstellers halten, um empfindliche Materialien nicht zu zerkratzen. Wenn man all das beachtet, steht dem wohltuenden Ölbad nichts mehr im Wege.

Die Wirkung verschiedener Öle

Die verschiedenen Ölbader erzielen auch unterschiedliche Wirkungen.

Lavendel

So wirkt ein Lavendelölbad entspannend auf die Muskeln und verhilft zu einem besseren Schlaf. Darüber hinaus ist Lavendelöl für jeden Hauttyp gut geeignet.

Bergamotte

Bergamotte wirkt belebend und kühlend auf den Körper. Ein Ölbad mit Bergamotte ist allerdings eher für Menschen mit fettiger Haut zu empfehlen.

Kamille

Kamille hat eine entspannende und beruhigende Wirkung auf den Körper und eignet sich für normale Haut oder Mischhaut.

Sandelholz und Rose

Durch Sandelholzöl werden die Sinne stimuliert, während Rosenöl für eine betörende Entspannung sorgt.

Eukalyptus

Eukalyptusöl kann bei Erkältungen angewandt werden und hilft die Nase freizumachen.

Darüber hinaus gibt es aber noch viele andere Ölbad-Produkte, sodass sich für jeden etwas Passendes finden lässt.

Grundinformationen zum Ölbad

  • Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Ablauf des Ölbads

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: aroma spa © joanna wnuk - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: relax in bath © Vladislav Gansovsky - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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