4. August 2010
Im Organismus kommt es zur Spaltung des Mineralstoffs in anorganisches Phosphat. Bei einem Phosphormangel können gesundheitliche Probleme auftreten.
Nachdem das Phosphat über die Nahrung aufgenommen wurde, kommt es im Organismus mithilfe von bestimmten Enzymen zur Spaltung des Stoffes in anorganisches Phosphat. Die Aufnahme in den Blutkreislauf (Resorption) erfolgt zu 70 Prozent im Dünndarm. Die Ausscheidung findet sowohl über die Nieren als auch über den Stuhl statt. Einen kleinen Teil des Phosphors scheidet der Körper auch als Schweiß aus. Gemeinsam mit Kalzium, Aluminium und Eisen, werden von Phosphor unlösliche Salze gebildet. Durch die gleichzeitige Zufuhr all dieser Stoffe kann es jedoch zu einer Beeinträchtigung der Phosphorresorption kommen.
Aufgrund von bestimmten Umständen ist ein Mangel an Phosphor im Körper im Bereich des Möglichen. Dazu gehören z.B. chronischer Durchfall, Morbus Crohn, Nierenfunktionsstörungen, Colitis ulcerosa oder Vitamin D-Mangel. Hält der Phosphormangel länger an, drohen gesundheitliche Probleme wie Müdigkeit und Gewichtsverlust. Bei Kindern besteht die Gefahr eines verzögerten Wachstums, von schlechten Knochen und Zähnen sowie Rachitis. Da Phosphor bei einem Mangel zunächst aus den Knochen abgebaut wird, bleibt Phosphormangel häufig lange unbemerkt.
Eine Überdosierung an Phosphor durch die Ernährung ist so gut wie ausgeschlossen, es sei denn es werden über längere Zeit phosphathaltige Nahrungsergänzungsmittel in zu hoher Dosierung eingenommen. In seltenen Fällen kann es auch durch eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Chemotherapie oder den Missbrauch von Abführmitteln zu einer Phosphatüberdosierung kommen.
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