Verrenkung

Ausgekugelte oder ausgerenkte Gelenke werden vom Arzt durch Einrenken in Position gebracht

Bei einer Verrenkung werden die Gelenkflächen durch Gewaltausübung auf das betroffene Gelenk oder die Gliedmaßen voneinander getrennt oder verschoben. Dabei treten Schmerzen, Bewegungseinschränkungen sowie eine Gelenkfehlstellung und Schwellung auf.

Frau hält mit schmerzverzerrtem Gesicht ihren Ellbogen
My Elbow Hurts © Martin Allinger - www.fotolia.de

Eine Luxation, oder auch Verrenkung genannt, entsteht durch das "Auskugeln" eines Gelenkkopfes aus der Gelenkpfanne. Eine Verrenkung kann fast alle Gelenke betreffen und zum Beispiel durch einen Sturz entstehen.

Symptome

Meist entsteht eine Luxation im Schulter-, Finger- oder Ellbogenbereich. Die Verrenkung wird als sehr schmerzhaft empfunden. Das Gelenk

  • bekommt ein unnatürliches Aussehen
  • lässt sich nicht mehr bewegen und
  • schwillt an.

Erste Hilfe

Ein ausgekugeltes Gelenk sollte niemals von einem Laien wieder eingerenkt werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen sind vielmehr

  • die Ruhigstellung des Gelenkes (z.B. mit einem Dreieckstuch an der Schulter)
  • die Kühlung sowie
  • die Hochlagerung des Gelenkes

angezeigt. Anschließend sollte sofort ein Arzt oder Krankenhaus aufgesucht werden.

Untersuchung und ärztliche Behandlung

Der Arzt untersucht das betroffene Gelenk und fertigt zum Ausschluss weiterer Verletzungen (z.B. Bänderrisse) eine Röntgenaufnahme an. Manchmal wird auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Unter Narkose oder örtlicher Betäubung renkt der Arzt nun das ausgekugelte Gelenk wieder ein und stellt es für einige Tage oder auch Wochen ruhig. Anschließend erfolgen spezielle Bewegungsübungen bei einem Physiotherapeuten.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Verrenkungen

Verschiedene Arten einer Verrenkung

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