19. Dezember 2011
Bei einer Schürfwunde kommt es zur Abschürfung der Haut. Besonders häufig treten Schürfwunden an den Ellenbogen auf.
Schürfwunden gehören zu den Verletzungen, die immer wieder vorkommen. Neben dem Schienbein und den Knien sind vor allem die Ellenbogen von dieser Verletzung betroffen. Am häufigsten treten Abschürfungen an dieser Stelle bei Kindern auf, die sich beim Spielen oder Herumtoben verletzen. Doch auch bei sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Radfahren, Skateboardfahren oder Inline-Skaten kommt es immer wieder zu aufgeschürften Ellenbogen.
Gerade beim Ausüben vom Sport lässt sich ein Sturz auf die Ellenbogen nicht immer vermeiden. Doch auch das Anstoßen an eine raue Wand oder etwas Ähnlichem kann zu einer Schürfwunde führen. Da die menschliche Haut sehr empfindlich ist, reichen schon kleine Unfälle aus, um die oberen Hautschichten in Mitleidenschaft zu ziehen. Typisch für eine Schürfwunde sind ihre unregelmäßigen Wundränder. Außerdem kommt es häufig zu brennenden Wundschmerzen sowie zum Nässen der Wunde. Vor allem in den Beugegelenken kann eine Schürfwunde aufgrund der ständigen automatischen Bewegungen, die man mit ihnen macht, ziemlich unangenehm sein. Zudem nimmt die Heilungsdauer am Ellenbogen oft mehr Zeit in Anspruch als an anderen Körperstellen.
Verursacht werden Schürfwunden durch Reibung. So kommt es durch die einwirkenden Kräfte zu einer Abschürfung der oberen Hautschicht (Epidermis). Diese einwirkenden Kräfte sind jedoch unterschiedlich ausgeprägt, sodass es bei der Tiefe der Wunde erhebliche Unterschiede gibt. Wird zum Beispiel nur die Epidermis verletzt, bleibt das Auftreten einer Blutung aus, weil sich in dieser Hautschicht keine Blutgefäße befinden. Fällt ein Sturz jedoch heftiger aus, besteht die Gefahr, dass nicht nur die Epidermis, sondern auch die darunter befindliche Lederhaut in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei einer solchen Verletzung tritt dann schließlich eine Blutung auf. Da mehr Nervenenden beeinträchtigt werden, kommt es zum Nässen der Wunde. So ist auch der Austritt von Lymphflüssigkeit möglich. Zudem sind die Schmerzen intensiver. Wie tief eine Schürfwunde am Ellenbogen letztlich ausfällt, hängt vom Ausmaß der Reibungskräfte ab.
Grundsätzlich sind aufgeschürfte Ellenbogen nicht gefährlich. Allerdings sollten die Wunden richtig behandelt werden, damit es nicht zu einer Infektion oder zur Bildung von Narben kommt. Eine rasche Behandlung bei einer Schürfwunde ist deshalb sinnvoll, weil sie sich auf die Dauer des Heilungsprozesses auswirkt. Wichtig ist vor allem die Reinigung der Wunde. Dazu sollte man den Ellenbogen mit sauberem Wasser auswaschen, um den größten Dreck zu beseitigen. Stecken größere Schmutzpartikel in der Wunde, wird empfohlen, diese mit einer Pinzette oder einem Mulltupfer zu entfernen. Zum Desinfizieren der Wunde, kann man als Alternative zu einem Desinfektionsspray, das meist ein unangenehmes Brennen verursacht, auch auf eine antiseptische Creme zurückgreifen. Ein bewährtes Hausmittel ist zudem Kamillentee, den man zum Desinfizieren auf die Wunde gibt. Bevor man die Wunde am Ellenbogen verbindet oder mit einem Pflaster versorgt, muss sie jedoch trocken sein. Da eine Schürfwunde am besten an der Luft heilt, sollte die Wundauflage nicht zu lange auf dem Ellenbogen verbleiben. Zur weiteren Behandlung kann man auch eine Wund- und Heilsalbe anwenden. Diese trägt man solange auf die Wunde auf, bis die Kruste völlig abfällt. Stecken im Ellenbogen jedoch Glassplitter oder ähnliche Partikel, muss ein Arzt aufgesucht werden.
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