8. September 2009
Bei Verdacht auf Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Herzens wird eine Untersuchung per Herzultraschall vorgenommen. Dabei gibt es verschiedene Vorgehensweisen.
Für die Durchführung einer Herzultraschall-Untersuchung (Echokardiographie) gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören die Transthorakale Echokardiographie, die Transösophageale Echokardiographie sowie die Belastungs- oder auch Stress-Echokardiographie.
Die einfachste und häufigste Methode ist die Transthorakale Echokardiographie, die von außen, über den Brustkorb, vorgenommen wird. Dabei wird die Brust zunächst mit etwas Gel eingerieben, um den Ultraschallwellen ein optimales Vordringen in den Körper zu ermöglichen. Anschließend wird der Ultraschallkopf auf die vordere Brustwand aufgesetzt. Der Patient muss während des Untersuchungsablaufes seinen Oberkörper anheben und den linken Arm hinter den Kopf legen. Danach wird der Ultraschallkopf auf die verschiedenen Herzbereiche justiert, um ein möglichst exaktes Bild der Herzstrukturen liefern zu können.
Bei der Transösophagealen Echokardiographie erfolgt die Untersuchung von innen, durch das Einführen eines speziellen Ultraschallkopfes durch die Speiseröhre. Um den Patienten für die Untersuchung ruhig und schläfrig zu machen, erhält dieser entsprechende Medikamente verabreicht. Anschließend wird der Schallkopf über die Speiseröhre in den Körper eingelassen, bis er in die Nähe des Herzens gelangt. Mit dieser Methode können bestimmte Herzstrukturen besser erkennbar gemacht werden.
Die dritte Methode ist die Belastungs- oder Stressechokardiographie, die im Gegensatz zu den beiden anderen Methoden, nicht in einer Ruhestellung ausgeführt wird, sondern während einer Belastungssituation. Dafür können spezielle Medikamente zur Anwendung kommen oder aber der Patient muss auf einem Fahrrad-Ergometer kräftig radeln. Entstehen während dieser Stresssituationen Funktionsstörungen, lässt dies auf mögliche Herzkranzgefäßverengungen schließen.
In der Regel ist eine Herzultraschall-Untersuchung völlig ungefährlich. Bei der Transösophagealen Untersuchung können allerdings, durch den Schlaucheinsatz, Würgereize oder erhöhter Fluss von Speichel entstehen. In seltenen Fällen können auch Nerven- oder Gewebeverletzungen verursacht werden.
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09.11.11 | |
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