9. September 2009
Besteht der Verdacht auf bestimmte Herzerkrankungen, kommt es zur Anwendung der Echokardiographie. Diese ist für den Patienten völlig ungefährlich und nur wenig belastend.
Kommt es zur Durchführung einer Ultraschalluntersuchung des Herzens, bestehen dabei verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten.
1. Transösophageale Echokardiographie
Bei dieser Untersuchungsform wird die Echokardiographie über die Speiseröhre vorgenommen. Vor der Anwendung erhält der Patient Medikamente, die ihn beruhigen und schläfrig machen sollen. Danach erfolgt das Einführen eines speziellen Ultraschallkopfes über den Mund in die Speiseröhre, der in die Nähe des Herzens eingelassen wird. Auf diese Weise können gewisse Strukturen des Herzens, wie die Vorhöfe, besser dargestellt werden.
2. Transthorakale Echokardiographie
Diese Untersuchungsform wird von außen, über den Brustkorb, vorgenommen. Dazu wird dieser mit etwas Gel eingerieben, bevor der Schallkopf auf die vordere Brustwand aufgetragen wird. Dadurch können die Ultraschallwellen besser in den Körper vordringen. Dann wird der Oberkörper des zu Untersuchenden etwas angehoben und der linke Arm hinter den Kopf gelegt. Anschließend wird der Ultraschallkopf gegen die unterschiedlichen Bereiche des Herzens ausgerichtet, damit ein präzises Bild der Herzstrukturen entsteht.
3. Belastungs-Echokardiographie
Während die beiden erstgenannten Methoden im Liegen und in Ruhe durchgeführt werden, muss bei einer Belastungs- oder auch Stress-Echokardiographie die Herzfunktion unter Belastung getestet werden. Dazu muss die Testperson auf einem Fahrrad-Ergometer vor sich hin strampeln oder erhält spezielle Medikamente. Kommt es während der Belastungs-Echokardiographie zu Funktionsstörungen, können auf diese Weise unter anderem Verengungen der Herzkranzgefäße festgestellt werden.
Generell ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens ungefährlich. Unangenehme Nebenwirkungen können bei der Transösophagealen Echokardiographie auftreten, wobei es durch das Einsetzen des Schlauches zu Würgereiz, erhöhtem Speichelfluss oder in seltenen Fällen zu Gewebe- oder Nervenverletzungen kommen kann.
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