2. September 2009
Als Computertomographie (CT) bezeichnet man eine spezielle Röntgenuntersuchung. Dabei werden Querschnittsbilder des Körpers, die von einem Computer angefertigt werden, geliefert.
Die Computertomographie (CT) gehört zu den wichtigsten Diagnoseverfahren der Radiologie. Sie wurde zu Beginn der 70er Jahre von dem britischen Ingenieur Godfrey Newbold Hounsfield und dem US-Physiker A. M. Cormack entwickelt. 1971 wurde das Verfahren zum ersten mal angewendet. Innerhalb weniger Jahre konnte sich diese neuartige Methode in der Radiologie durchsetzen. 1979 erhielten Hounsfield und Cormack für die Entwicklung der Computertomographie den Nobelpreis für Medizin. Im Laufe der Jahre wurde das Verfahren weiterentwickelt und verbessert. So kam 1998 die Multidetektortechnik hinzu, mit der dreidimensionale Schnittbilder anstelle von zweidimensionalen angefertigt werden können. Auf diese Weise kann der Körper aus jeder beliebigen Schnittrichtung eingesehen werden. Besonders die Diagnose von Herzerkrankungen wird damit vereinfacht.
Bei einer Computertomographie wird ein so genannter Fächerstrahl, ein schmaler Röntgenstrahl erzeugt, der den Körper durchdringt. Innerhalb des Körpers wird der Strahl durch die diversen Körperstrukturen wie Knochen, Muskeln, Organe oder Haut auf unterschiedliche Weise abgeschwächt. Auf der anderen Seite der Röntgenröhre sind mehrere Detektoren (Sensoren) angebracht. Diese empfangen das abgeschwächte Signal, bereiten es elektronisch auf und leiten es dann zur Auswertung an einen Computer weiter. Aus verschiedenen Richtungen wird dieser Vorgang mehrmals wiederholt. Nachdem auf diese Weise verschiedene Projektionen erzeugt wurden, rechnet sie ein Computer zu einem Graustufenbild um. Danach kann das Computertomographie-Bild auf einem Röntgenfilm oder einem Monitor vom behandelnden Arzt eingesehen und analysiert werden. Durch die bessere Kontrastabstufung kann der untersuchende Arzt die verschiedenen Arten von Gewebe wie Muskeln, Fett oder Knochen besser voneinander unterscheiden.
Eine Weiterentwicklung der Computer-Tomographie ist die Spiral-Tomographie, bei der sich eine Röntgenröhre spiralförmig und gleich bleibend um den Körper dreht. Dadurch werden größere Abschnitte des Körpers fortwährend dargestellt und schließlich zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt, womit noch präzisere Gewebebilder möglich sind.
Computertomographien werden häufig angewendet. So zum Beispiel bei Untersuchungen des Kopfes (CT des Kopfes) bei der Erweiterung von Blutgefäßen, Verdacht auf Blutungen, Gehirntumore oder Gehirnödeme, Verdacht auf einen Schädelbruch oder bei Schlaganfällen. Bei Untersuchungen des Skelettes (Skelett-CT) bei Knochenbrüchen, Osteoporose oder Bandscheibenvorfällen. Bei Herzuntersuchungen (CT des Herzens) um die Herzkranzgefäße darzustellen. Bei Darmuntersuchungen (Darm-CT) um Darmpolypen zu erkennen oder bei einer Ganzkörperuntersuchung (Ganzkörper-CT) bei der Suche nach Tumoren, Zysten oder Abszessen.
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