12. Januar 2011
Bei einer Hauttransplantation wird Haut verpflanzt, um auf diese Weise Hautdefekte zu behandeln. Bei der Vor- und Nachbehandlung sollte der Patient einige Dinge beachten.
Unter einer Hauttransplantation versteht man das Verpflanzen von Haut, um Hautdefekte, die durch Verbrennungen, Wunden, Verätzungen oder Geschwüre entstanden sind, abzudecken. Zu diesem Zweck wird gesunde Haut von einem anderen Teil des Körpers, wie zum Beispiel dem Oberschenkel, entnommen und verpflanzt.
Eine Hauttransplantation ist in vielen Fällen die beste Behandlungsmöglichkeit, um offene Hautstellen abzudecken. Damit ein bestmöglicher kosmetischer Erfolg erzielt werden kann, ist es wichtig, dass Struktur und Farbe der Haut im Entnahme- und Behandlungsbereich ähnlich sind. Bei den Transplantationsverfahren unterscheidet man zwischen Spalthauttransplantaten und Vollhauttransplantaten. Bei einem Spalthauttransplantat entnimmt man dünne Hautschichten der Außenhaut von Hautarealen wie dem Oberschenkel, der oberen Kopfhaut oder dem Gesäß und verpflanzt sie an die zu behandelnde Stelle. Bei einem Vollhauttransplantat trennt man sogar ein ganzes Hautareal ab, um es zu verpflanzen. Dies ist jedoch nur an Stellen machbar, die sich nach der Entnahme wieder zusammenziehen und vernähen lassen. Zur Hautentnahme dient vor allem die Haut am Hals und hinter den Ohren. Allerdings ist das Einwachsen schwieriger als beim Spalthauttransplantat.
Bevor eine Hauttransplantation durchgeführt wird, sind ein paar Faktoren zu beachten. So muss die Empfangsstelle bei einer Spalthauttransplantation infektionsfrei und granulierend sein. In der Zeit vor dem Eingriff sollte der Patient bestimmte blutgerinnungshemmende Medikamente wie zum Beispiel Aspirin oder Marcumar rechtzeitig absetzen, was natürlich mit dem Arzt zu besprechen ist. Da Rauchen Wundheilungsstörungen verursachen kann, ist es ratsam für einige Wochen auf den Nikotinkonsum zu verzichten.
Nach der Durchführung der Hauttransplantation erhält der Patient normalerweise einen Druckverband. Vor allem nach Verbrennungen ist ein solcher Verband erforderlich, damit das Anwachsen des Hautstücks gefördert werden kann. In den ersten 24 Stunden nach der Operation darf der Patient nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Es ist also besser, sich nach einem ambulanten Eingriff abholen zu lassen. Für die Nachbehandlung trägt man regelmäßig Salbe auf die behandelte Hautstelle auf. Mechanische Einwirkungen auf das Transplantat sollten möglichst vermieden werden, damit die Bildung von Narben nicht verstärkt oder der Heilungsprozess verzögert wird. Oftmals muss der behandelte Körperteil ruhig gestellt werden. Darüber hinaus sollte in den ersten Monaten starke Sonneneinstrahlung auf die behandelte Stelle vermieden werden. Für den Fall, dass Probleme oder Komplikationen auftreten, muss der behandelnde Arzt so schnell wie möglich informiert werden.
Ob eine Hauttransplantation erfolgreich war oder nicht, lässt sich bei größeren Defekten oftmals erst nach einigen Monaten beurteilen. Bei großflächigen Befunden sind häufig mehrere Operationen erforderlich.
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