29. Oktober 2009
Als Orthomolekulare Medizin wird eine alternative Behandlungsmethode bezeichnet. Dabei werden gezielt Vitamine und Mineralstoffe verabreicht.
Ziel und Zweck der orthomolekularen Medizin ist es, durch die Verabreichung von lebenswichtigen Vitalstoffen, die auch als Mikronährstoffe bezeichnet werden, Krankheiten vorzubeugen oder sie zu behandeln.
Begründet wurde die orthomolekulare Medizin von dem amerikanischen Chemiker und zweifachen Nobelpreisträger Linus Carl Pauling (1901-1994). Der Begriff Orthomolekular stammt aus dem Griechischen und dem Lateinischen und bedeutet "richtig" (griechisch orthos) und "Teilchen" (lateinisch molecula).
Prinzip der orthomolekularen Medizin ist die Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten durch die Anwendung von Vitalstoffen. Nach Meinung der Verfechter der orthomolekularen Medizin kommt es durch Krankheiten zu einem biochemischen Ungleichgewicht des Organismus. Durch eine gezielte, gesunde Ernährung, die mit Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert wird, könnte dieses Ungleichgewicht im Körper wieder ausgeglichen werden. Auf diese Weise könnte die Entstehung von Krankheiten vermieden, die Behandlung von bereits bestehenden Krankheiten unterstützt und eine hohe Vitalität bis ins Alter gewährleistet werden. Körperfremde Stoffe wie Medikamente, Pflanzenextrakte oder Heilkräuter werden von der orthomolekularen Medizin abgelehnt. Stattdessen befürworten die Anwender dieser Behandlungsmethode den Einsatz von Vitalstoffen wie Vitaminen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren, Mineralstoffen, essentiellen Aminosäuren, sekundären Pflanzenstoffen sowie von anderen Mikronährstoffen, die im menschlichen Körper vorkommen.
Zur Anwendung kommt die orthomolekulare Medizin vor allem dann, wenn ein erhöhter Bedarf an Vitalstoffen besteht. Dies kann bei kranken oder älteren Menschen, Schwangeren, Sportlern oder Rauchern der Fall sein. Da gerade Raucher so genannten freien Radikalen (schädlichen Substanzen) ausgesetzt sind, kann durch die Anwendung der orthomolekularen Medizin die Anzahl an freien Radikalen verringert werden. Eingesetzt wird die orthomolekulare Medizin auch bei Wundheilungsstörungen, Krämpfen, Stoffwechselstörungen, bestimmten Allergien und seelischen Krankheiten. Außerdem kommen die Präparate zur Vorbeugung von Krankheiten und Alterserscheinungen zum Einsatz.
Allerdings konnte die Wirksamkeit der orthomolekularen Medizin bislang nicht hinreichend nachgewiesen werden, sodass die gesetzlichen Krankenkassen die Übernahme der Kosten für Therapien oder Präparate ablehnen.
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07.07.11 | |
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