30. Januar 2012
Kommt es bei Kindern zu einer Notsituation wie Ohnmacht, Schock oder Atemstillstand, sind umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich. Diese können dazu beitragen, das Leben eines Kindes zu retten.
Unter Erste-Hilfe-Maßnahmen versteht man Maßnahmen, die in einer Notfallsituation sofort zur Anwendung kommen, um die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken. Auf diese Weise sollen weitere Schädigungen des Körpers aufgrund von Sauerstoffmangel verhindert werden.
Zu einer Notfallsituation kann es bei einem Kind kommen, wenn es schwer stürzt, einen Verkehrsunfall hat, einen Krampfanfall erleidet oder sich versehentlich vergiftet hat. In diesem Fall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und nach einem international empfohlenen Schema von Erste-Hilfe-Maßnahmen vorzugehen.
Um diese Sofortmaßnahmen erfolgreich anwenden zu können, müssen sie jedoch zuvor erlernt und fachgerecht beherrscht werden, denn bei unsachgemäßer Vorgehensweise besteht die Gefahr von unnötigen Verletzungen, die die Notlage noch weiter verschlimmern.
Findet man ein verunglücktes Kind auf, sollte zunächst dessen Bewusstseinslage überprüft werden. Für den Fall, dass das Kind ohnmächtig ist, sind die Atemwege freizumachen. Die Atemkontrolle wird maximal zehn Sekunden lang vorgenommen. Sofern Atmung vorhanden ist, bringt man das Kind in eine stabile Seitenlage. Dabei müssen Atmung und Bewusstsein in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Besteht keine Atmung mehr, ist sofort ein Notarzt zu verständigen.
Außerdem wird umgehend mit einer Herzdruckmassage begonnen. Diese führt man solange durch, bis das Kind wieder atmet bzw. sich bewegt oder der alarmierte Notarzt eintrifft. Sind mehrere Helfer vor Ort, ist es besser, wenn einer den Rettungsdienst verständigt, während der andere die Herzdruckmassage vornimmt. Ist man jedoch alleine, führt man die Wiederbelegung zunächst eine Minute lang durch und alarmiert dann den Notarzt.
Zu den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen gehört die Herzdruckmassage, die bei einem Herz- oder Atemstillstand zur Anwendung kommt. Durch diese Maßnahme können die Überlebenschancen des Kindes deutlich erhöht werden.
Zur Ausführung der Wiederbelebung platziert der Helfer das Kind auf dem Rücken und legt seine Hände übereinander auf die Brustkorbmitte. Dann streckt man die Arme durch und drückt die Hände rhythmisch und kräftig ungefähr einhundert Mal pro Minute zur Wirbelsäule hin. Bei Babys führt man die Herzdruckmassage mit zwei Fingern durch.
Wer über eine entsprechende Ausbildung verfügt, kann auch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung vornehmen. Im Unterschied zur Herzdruckmassage erfolgt bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung ein Wechsel zwischen Massage und Atemspende. Bei Kindern wird die Wiederbelebung mit fünf Atemspenden begonnen. Dann legt der Helfer seine Hände auf die Brustbeinmitte und führt die Druckmassage durch. Nach dreißig Herzdruckmassagen folgen zwei weitere Atemspenden. Anschließend werden erneut dreißig Druckmassagenbewegungen sowie zwei Atemspenden durchgeführt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
04.05.12 | |
![]() | ERSTE HILFE |
19.04.12 | |
![]() | ERSTE HILFE |
17.04.12 | |
![]() | ERSTE HILFE |
08.03.12 | |
![]() | ERSTE HILFE |
![]() | ERSTE HILFE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Erste Hilfe Forum

