Bei der Enzymtherapie werden dem Körper gezielt Enzyme zugesetzt, um Erkrankungen zu heilen. Die Bio-Katalysatoren hindern bestimmte Zellen an der Ausbreitung, z.B. bei Krebs, oder helfen dabei, bestimmte Stoffe zu zerlegen. So wirken Enzyme hauptsächlich in der Verdauung.
Als Enzymtherapie bezeichnet man den gezielten Einsatz von Enzymen zur Behandlung von bestimmten Krankheiten. Im Rahmen einer Enzymtherapie werden dem Patienten Enzympräparate verabreicht.
Als Enzyme werden Eiweiße bezeichnet, die an unterschiedlichen Stoffwechselprozessen innerhalb des menschlichen Körpers beteiligt sind und als Biokatalysatoren fungieren. Enzyme verlangsamen oder beschleunigen bestimmte chemische Reaktionen im Organismus.
Bei Anwendung einer Enzymtherapie sollen die Enzyme das menschliche Immunsystem sowie die Selbstheilungskräfte stärken, damit der Ausbruch von Krankheiten verhindert wird.
Eine Enzymtherapie dient sowohl der Vorbeugung als auch der Behandlung von degenerativen Erkrankungen, Entzündungen und sogar von Krebskrankheiten.
Die Geschichte der Enzymtherapie reicht zurück bis in 19. Jahrhundert, als Wissenschafter die Fähigkeit der Enzyme, chemische Reaktionen beschleunigen zu können, feststellten. Zum ersten mal angewendet wurde die Enzymtherapie von dem Forscher Max Wolf (1885-1975), der tierische und pflanzliche Enzyme zur Behandlung von krebskranken Patienten einsetzte.
Grundlage für die Enzymtherapie ist die Annahme, unangemessene Reaktionen des Immunsystems mit dem gezielten Einsatz von Enzymen regulieren zu können. So setzt man bei Krebserkrankungen eiweißspaltende Enzyme ein. Diese erhöhen die Aktivität der weißen Blutzellen und erschweren dadurch eine Ausbreitung der Tumorzellen.
So wird eine Enzymtherapie häufig zur Vorbeugung von Metastasen (Tochtergeschwülsten) vorgenommen. Weitere Anwendungsgebiete sind Nasennebenhöhlenentzündungen, Harnwegsentzündungen, Rheuma-Erkrankungen sowie Entzündungen der Venen.
Für die Durchführung der Enzymtherapie werden die Enzyme als Tabletten verabreicht. Die Höhe der Dosierung erfolgt individuell und wird nach der Diagnose festgelegt.
Bei der Anwendung einer Enzymtherapie können verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie allergische Reaktionen.
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