2. Oktober 2009
Als Bluttransfusion bezeichnet man die intravenöse Übertragung von bestimmten Blutbestandteilen von einem Menschen zum anderen. Grund dafür sind starker Blutverlust oder Mangelzustände des Empfängers.
Zweck einer Bluttransfusion ist die intravenöse Übertragung bestimmter Bestandteile des Blutes von einem Spender zu einem Empfänger. Die Transfusion erfolgt durch die Injektion in eine Vene. Zuvor werden die Blutbestandteile des Spenderblutes isoliert und konserviert. In der Regel werden bei einer Bluttransfusion rote Blutkörperchen (Erythrozyten-Konzentrate) übertragen. Damit eine Bluttransfusion vorgenommen werden kann, muss die Kompatibilität, also die Verträglichkeit, zwischen den Blutgruppen des Spenders und des Empfängers gewährleistet sein. Aus diesem Grund werden vor Beginn einer Bluttransfusion die Blutgruppen von Spender und Empfänger bestimmt.
Der Empfänger einer Bluttransfusion muss der Übertragung vorher schriftlich zustimmen. Bei dringenden Notfällen kann eine Transfusion jedoch auch ohne Einwilligung des Patienten durchgeführt werden. Das Transfusionsgesetz (TSG) schreibt zudem vor, sämtliche Daten des Empfängers, des behandelnden Arztes, zu der Blutkonserve und zu möglichen Zwischenfällen zu notieren. Auf diese Weise ist möglich, den Weg einer Blutkonserve vom Spender zum Empfänger lückenlos zurückzuverfolgen.
Bluttransfusionen führt man in der Regel mit Blutkonserven durch, die von großen Anbietern wie Privatunternehmen oder Wohlfahrtsorganisationen hergestellt werden. Diese liefern die Blutkonserven an Kliniken und Ärzte. Das Blut wird vorher durch Blutspenden gewonnen. Die meisten Blutkonserven sind Erythrozyten-Konzentrate. Bei der Herstellung werden der Blutkonserve Stabilisatorlösungen beigefügt. Auf diese Weise lässt sich das Blut in Blutzellen und Blutplasma trennen. Dabei dürfen Blutspenden von unterschiedlichen Spendern nicht vermischt werden, damit der Ursprung der einzelnen Blutkonserven zurückverfolgt werden kann. Neben den Konzentraten der roten Blutkörperchen werden auch Thrombozyten-Konzentrate (Blutplättchen) aus Blutspenden gewonnen. In diesem Fall dürfen blutgruppengleiche Spenden miteinander vermischt werden. Thrombozyten-Konzentrate werden in erster Linie für die Behandlung von Blutgerinnungsstörungen verwendet.
Bluttransfusionen werden angewendet, wenn ein Patient unter starkem akuten oder chronischen Blutverlust leidet. Dieser kann durch schwere Verletzungen, Blutgerinnungsstörungen, Anämie (Blutarmut) oder durch bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Leukämie, hervorgerufen werden.
Eine Variante ist die autologe Bluttransfusion (Eigenblutspende). Dabei wird dem Patienten eigenes Blut während oder nach einem operativen Eingriff zugeführt. Das Blut wird vor der Operation entnommen, um es im Bedarfsfall bei einer Operation wieder zurückzuführen. Diese Methode hat den Vorteil, dass keinerlei Risiken durch fremde Krankheitserreger oder sonstige Unverträglichkeiten entstehen.
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29.01.11 | |
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