1. März 2010
Schwellungen können am gesamten menschlichen Körper auftreten. Sie können das Symptom einer lebensbedrohlichen Krankheit sein.
Schwellungen können sich z.B. im Bereich von Armen und Beinen befinden. Auch der Bauch kann aufgequollen sein. Dies kann z.B. aufgrund von Wassereinlagerungen geschehen. Drückt man in diesem Fall einen Finger z.B. in das Bein, so bleibt die Delle eine Weile sichtbar, bis sie wieder verschwindet. Die Haut spannt dann stark, den Patienten passen die Schuhe nicht mehr, die Strümpfe schnüren ein, sie bekommen nur noch schlecht Luft usw.
Nach einer Verletzung können z.B. die Extremitäten geschwollen sein. Die Haut ist dann meist rot und die Stelle schmerzt. Zudem kann sie auch bluten und je nach Art der Verletzung die Extremität nicht mehr oder nur noch unter größten Schmerzen zu bewegen sein.
Eine Schwellung tritt auch dann auf, wenn man von einem Insekt gestochen wird. Es bildet sich dann eine rote Schwellung um die Einstichstelle herum. Besonders wenn ein Patient allergisch auf das Gift reagiert, zeigt sich eine besonders große Schwellung. Der Insektenstich löst einen unangenehmen Juckreiz im Bereich der Schwellung aus.
Eine Schwellung kann auch im Zusammenhang mit einem blauen Fleck auftreten.
Im Bereich der Leiste kann ebenfalls eine Schwellung auftreten. Diese kann für den Patienten äußerst schmerzhaft und teilweise auch lebensgefährlich sein.
Die Behandlung von Schwellungen richtet sich nach der Grunderkrankung. Hat ein Patient sich beim Sport oder einem Unfall verletzt, so wird meist ein Verband zur Linderung der Beschwerden angelegt. Unter dem Verband kann eine schmerzlindernde und abschwellende Salbe aufgetragen werden. Auch eine Kühlung der Extremität verschafft Linderung der Schwellung. Liegt ein Bruch vor, so muss meist ein Gips angelegt werden. Die Knochen können dann zusammenwachsen und die Schwellung verschwindet wieder.
Hat ein Patient Schwellungen aufgrund von Wassereinlagerungen, so muss die Ursache dafür gefunden werden. Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch, misst Puls und Blutdruck und hört mit dem Stethoskop das Herz und die Lungen des Patienten ab. Zusätzlich werden auch Untersuchungen wie ein EKG oder eine Blutuntersuchung durchgeführt. Um die Flüssigkeit aus dem Körper des Patienten zu bekommen, verordnet der Arzt entwässernde Medikamente. Der Patient muss dann besonders oft zur Toilette, da das Wasser aus dem Körper auf diese Weise wieder ausgeschwemmt wird. Teilweise können Wassereinlagerungen, die Schwellungen verursachen, auch durch Lymphdrainage behandelt werden. Diese Methode aus dem Bereich der physikalischen Therapie wird von vielen Physiotherapeuten durchgeführt. In schweren Fällen bei schwerwiegenden Nierenerkrankungen kann auch eine künstliche Blutwäsche (Dialyse) notwendig werden, um die Schwellungen (zumindest vorübergehend) zu beseitigen.
Tritt die Schwellung aufgrund eines Insektenstiches auf, so gibt es in der Apotheke verschiedene Präparate (z.B. ein kühlendes Gel) zur Linderung der Beschwerden. Reagiert ein Patient hingegen allergisch auf das Insektengift, so sollte umgehend ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden. Dieser kann dem Patienten ein entsprechendes Medikament spritzen. Wenn die Symptome abgeklungen sind, muss sich der Patient einem Allergietest unterziehen, um eindeutig abzuklären, worauf der Patient allergisch ist. Dazu werden verschiedene Substanzen auf die Unterarme des Patienten getropft. Jede Lösung beinhaltet unterschiedliche mögliche Allergie auslösende Stoffe. Durch das Einritzen der Haut gelangen die Lösungen in den Körper und rufen ggfs. eine leichte allergische Rötung hervor, wenn der Patient darauf allergisch reagiert.
Eine Schwellung im Bereich der Leiste muss meist operativ behandelt werden. Hat der Patient einen Leistenbruch, so werden ggfs. ausgetretene Eingeweide wieder an ihre ursprüngliche Stelle gebracht und die Bruchstelle vernäht. Hat der Patient hingegen eine Tumorerkrankung, die die Schwellung in der Leiste hervorgerufen hat, so muss der Tumor durch eine Operation entfernt werden. Anschließend wird in der Regel eine Chemo- und/oder Strahlentherapie durchgeführt.
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