21. Dezember 2009
Eine Muskelschwäche kann überall dort auftreten, wo sich Muskeln befinden. Verschiedene Krankheiten können dafür die Ursache sein.
Der menschliche Körper besteht aus vielen hundert Muskeln. Der Mensch benötigt diese, um sich bewegen zu können. Liegt eine Muskelschwäche vor, kann der Patient diesen Bereich nur noch unzureichend bewegen. Je nach Ursache der Muskelschwäche kann diese ganz plötzlich auftreten und durch eine entsprechende ärztliche Behandlung auch wieder geheilt werden. Sie kann sich jedoch auch schleichend verschlimmern und das Symptom einer unheilbaren Krankheit sein. Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann sich aus der Muskelschwäche eine Lähmung des Muskels bzw. der Muskeln entwickeln.
Wenn ein Patient derartige Beschwerden bemerkt, sollte er einen Arzt aufsuchen. Dieser befragt den Patienten wie lange die Beschwerden bereits bestehen, ob der Patient einen Unfall hatte, ob es Erbkrankheiten in der Familie gibt, ob der Patient Medikamente einnimmt usw. Anschließend erfolgen eine körperliche Untersuchung sowie eine Blutabnahme. Auch die Nerven und Muskeln werden eingehend untersucht. Bei einem Test muss der Patient beispielsweise gleichzeitig mit beiden Händen die Hände des Arztes drücken. Der Arzt kann dadurch feststellen, ob der Patient links und rechts gleich fest drücken kann. Ergeben sich bei diesen Untersuchungen Auffälligkeiten, können weitere Untersuchungen notwendig werden. In einigen Fällen muss zum Beispiel eine Probe aus dem auffälligen Muskel entnommen und im Labor untersucht werden. Auch ein EEG (Messung der Hirnströme) oder eine Computertomografie können durchgeführt werden.
Ergeben die Untersuchungen keine auffälligen Ergebnisse, bessert sich die Muskelschwäche häufig, wenn der Patient sich gesund und vitaminreich ernährt. Zusätzlich kann der Arzt ein Eisenpräparat und/oder Elektrolyte wie zum Beispiel Magnesium verordnen.
Patienten mit einem Schlaganfall müssen unverzüglich ärztlich behandelt werden, da die ersten Minuten danach entscheidend für den Genesungsprozess sind. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses erhält der Patient blutverdünnende Medikamente, die das Blutgerinnsel im Gehirn auflösen. Zusätzlich muss der Patient Tabletten einnehmen, um sein Blut weiterhin dünnflüssig zu halten. So früh wie möglich erhält der Patient Physiotherapie, um bleibende Schäden so gering wie möglich zu halten. Die Physiotherapie wird im Anschluss an den Akutaufenthalt im Krankenhaus in einer speziellen Rehabilitationsklinik fortgeführt.
Hat der Patient hingegen eine unheilbare Krankheit, so kann der Arzt hier keine Medikamente zur Heilung verordnen. Der behandelnde Arzt kann dem Patienten lediglich seine Beschwerden erleichtern und das Fortschreiten der Krankheit verzögern. Dazu werden meist krankengymnastische Übungen verordnet, die der Patient auch zu Hause konsequent durchführen muss. Ziel dieser Physiotherapie ist es, die Muskeln möglichst lange beweglich zu halten. Auch Bewegungsbäder oder Massagen eignen sich dazu.
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