14. Dezember 2009
Eine Lymphknotenschwellung ist ein häufiges Symptom verschiedener Krankheiten. An der Lymphknotenschwellung allein kann der Arzt noch nicht erkennen, welche Erkrankung dahinter steckt.
Lymphknoten können bereits bei harmlosen Krankheiten geschwollen sein und nach Abklingen der weiteren Symptome wieder abschwellen. Die Lymphknotenschwellung kann jedoch auch das Symptom einer lebensgefährlichen Erkrankung sein.
Lymphknoten befinden sich an vielen Stellen des menschlichen Körpers. Sehr häufig sind die Lymphknoten am Hals oder auch unter den Armen geschwollen. Die Lymphknotenschwellung kann dabei schmerzlos sein oder auch große Schmerzen verursachen, wenn sie stark geschwollen sind.
Je nach zugrunde liegender Erkrankung hat der Patient zusätzlich zu den geschwollenen Lymphknoten noch Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und fühlt sich müde und ausgelaugt. Besonders wenn die Lymphknoten zwar vergrößert sind, der Patient diese jedoch nicht als schmerzhaft empfindet, kann die Schwellung auf eine lebensgefährliche Erkrankung hindeuten.
Wenn ein Patient geschwollene Lymphknoten bemerkt, tastet der Arzt diese zunächst ab. Er achtet dabei darauf, wie groß sie sind, ob der Patient durch die Schwellung Schmerzen verspürt und ob die Lymphknoten verschiebbar sind. Ferner tastet der Arzt den Bauch des Patienten ab und prüft hier besonders die Größe der Milz. Zusätzlich wird –je nach vermuteter Krankheit- auch eine Ultraschalluntersuchung, eine Computertomografie und eine Blutabnahme durchgeführt. Besonders wenn der Arzt eine bösartige Erkrankung vermutet, kann auch eine Probe des vergrößerten Lymphknotens notwendig werden. Diese wird im Rahmen einer so genannten Biopsie gewonnen und unter dem Mikroskop nach Krebszellen untersucht.
Ergibt die Biopsie ein positives Ergebnis, d.h. es konnten in der Gewebeprobe Krebszellen gefunden werden, so muss sich der Patient einer Strahlen- und/oder Chemotherapie unterziehen. Auch eine Operation kann notwendig werden, bei der die geschwollenen Lymphknoten entfernt werden.
Wenn die Lymphknoten aufgrund einer harmlosen Erkältung geschwollen sind, muss meist keine Behandlung erfolgen. Sobald die Symptome des grippalen Infektes abgeklungen sind, schwellen auch die Lymphknoten wieder ab.
Tritt die Lymphknotenschwellung in Verbindung mit einer bakteriellen Erkrankung auf, so muss der Patient ein Antibiotikum einnehmen, um die Bakterien zu zerstören. Hat der Patient hingegen eine virale Erkrankung, d.h. eine durch Viren erzeugte Krankheit, so kann der Arzt meistens nur die Symptome behandeln. Sobald diese abgeklungen sind, geht die Schwellung ebenfalls zurück.
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