Riechstörungen werden in die Kategorien qualitativ und quantitativ unterteilt, je nach Wahrnehmungsgrad eines bestimmten Geruchs. Kommt es zu einem sehr eingeschränkten Riechvermögen oder sogar zu einem kompletten Riechverlust, spricht man von einer Anosmie. Die Gründe dieses Symptoms sind vielfältig und reichen von einer Erkältung über schädliche Reizstoffe bis hin zu Nebenwirkungen bestimmter Medikamente.
Geruchsstörungen können sich unterschiedlich äußern. Teilweise können die Patienten überhaupt nichts mehr riechen, in anderen Fällen ist der Geruchssinn nur eingeschränkt. Einige Patienten wiederum nehmen Gerüche falsch wahr oder riechen etwas, das nicht vorhanden ist. Patienten, die unter einer Geruchsstörung leiden, können die Gerüche oftmals auch nicht zuordnen. Auch völlig unterschiedliche Gerüche werden als identischer Geruch wahrgenommen.
Woraus eine Geruchsstörung resultiert, ist unterschiedlich. Meistens entsteht eine Geruchsstörung im Zusammenhang mit einer Erkältung. Die Nasenschleimhäute sind angeschwollen und die Nase dadurch verstopft. Der Patient kann nichts oder nicht mehr viel riechen.
Tritt die Geruchsstörung unabhängig von einem Infekt auf, so können Nasenpolypen oder eine von Geburt an schiefe Nasenscheidewand die Ursache dafür sein. Auch Patienten, die unter einer chronischen Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) leiden, können dabei unter den Geruchsstörungen leiden.
Auch ein Hirntumor kann Geruchsstörungen verursachen. Schwere Unfälle, bei denen der Patient auf den Hinterkopf fällt, können ebenfalls die Ursache sein, da hier die Nervenbahnen zerstört werden, die für das Riechen verantwortlich sind. In einigen Fällen sind auch Medikamente die Auslöser für eine Geruchsstörung.
Ist die Ursache der Geruchsstörung eine Medikamenteneinnahme, so wird der behandelnde Arzt versuchen, ein anderes Medikament mit gleicher Wirkung zu verordnen. Liegt der Geruchsstörung hingegen eine Krankheit zugrunde, so muss diese erfolgreich behandelt werden, um auch die Geruchsstörung zu lindern oder zu heilen. In einigen Fällen helfen auch naturheilkundliche Mittel oder andere Medikamente.
Ist die Ursache ein schwerer Unfall, bei dem der Patient auf den Hinterkopf gefallen ist, so kann der Geruchssinn in der Regel nicht wieder hergestellt werden.
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