18. Mai 2010
Von Andreas Hadel
Blasen sind nicht nur schmerzhaft, sondern alles andere als eine zu akzeptierende Begleiterscheinung des Lauftrainings. Mit etwas Vorsorge können Blasen in fast allen Fällen vermieden werden. Auch wenn gerade männliche Exemplare unter uns Läufern gern mit durchgescheuerten Hautschichten prahlen, so sind Blasen doch vor allem eines: Beim weiteren Trainieren extrem hinderlich. Und wer nicht ordentlich trainieren kann, kann auch keine guten Zeiten laufen. Die folgenden Zeilen zeigen, wie man ohne großen Aufwand die Blasengefahr bannen kann.
Bei zu großen Schuhen rutscht ihr Fuß mit jeden Schritt umher. Bei zu kleinen Schuhwerk reibt er sich kontinuierlich an der Innenfütterung. Und jede Form von Reibung verursacht über lange Sicht eine Blase. Gut passende Schuhe reduzieren das Blasenrisiko enorm.
Was bei den Schuhen wichtig ist, trifft auch auf die Strümpfe zu. Wählen Sie die richtige Größe! Achten Sie zusätzlich darauf, dass die Socken aus Material gefertigt wurden, das hautverträglich ist.
Alle Menschen sind unterschiedlich und Schuhe werden in der Regel so hergestellt, das sie den größten gemeinsamen Nenner berücksichtigen. Wenn Sie aber einen besonders großen Zeh oder ungewöhnlich breiten Fußknochen haben, können Ihnen Schuhe auch bei der richtigen Größe Probleme bereiten, da die herausragenden Fußpartien sich an den Schuh-Strukturen reiben werden. Mit hautregenerierenden Cremes kann man die Entstehung von Blasen in solchen Fällen relativ zuverlässig verhindern.
Wenn ihre Schuhe zu wenig Feuchtigkeit abgeben oder Sie im Regen trainieren und dadurch nasse Schuhe bekommen, kann Ihr Fuß zu rutschen beginnen und die Entstehung von Blasen begünstigen.
Tragen Sie Vaseline oder Talkum-Puder auf Fußpartien auf, an denen häufig Blasen entstehen. So verringern Sie die Reibung. Wenn bei Ihnen Blasen häufiger auftreten, sollten Sie andere Schuhe oder Socken ausprobieren.
Bei chronischen Bildungen von Blasen kann ein Gang zum Orthopäden sinnvoll sein. Bestimmte Schuhmodifikationen können das lästige Problem dauerhaft beheben.
Trocknen Sie zunächst die geschädigte Hautpartie. Wenn sich die Blase mit Wundflüssigkeit gefüllt hat, können Sie eine Nadel für 15 Minuten abkochen. Reinigen Sie die Blase mit etwas Alkohol und stechen Sie ein bis zweimal vorsichtig mit der Nadel in die Blase, um diese zu öffnen. Entfernen Sie dabei nicht die Oberhaut, die die Blase bildet, da sonst der Heilungsprozess in die Länge gezogen wird. Reinigen Sie dann die Blase erneut und kleben Sie ein Pflaster auf die betroffene Stelle.
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