1. April 2010
Augenbrennen ist das Symptom verschiedenartiger Erkrankungen. Der Facharzt für die Behandlung ist der Augenarzt.
Patienten, die unter Augenbrennen leiden, haben meist gerötete Augen und spüren ein brennendes Gefühl im Bereich von einem oder beiden Augen. Häufig tränt das betroffene Auge auch stark. Teilweise wird auch Eiter aus dem Auge abgesondert. Einige Patienten haben auch das Gefühl, als hätten sie einen Fremdkörper im Auge, obwohl nichts zu sehen ist. Zusätzlich kann das Auge auch unangenehm jucken. Je nach Art der zugrunde liegenden Krankheit kann das betroffene Auge auch morgens nach dem Schlafen verklebt sein und ist erst richtig zu öffnen, wenn es ausgewaschen wird.
Ein Brennen in den Augen weist auf verschiedene Krankheiten hin. Sofern der Hausarzt eine Augenerkrankung vermutet und diese nicht selbst behandeln kann, überweist er den Patienten zu einem Augenarzt.
Der Arzt fragt den Patienten, welche Beschwerden bestehen und wie lange diese bereits andauern. Für den Arzt ist auch wichtig zu wissen, ob das Augenbrennen immer besteht oder nur an bestimmten Orten oder in bestimmten Situationen. Im Rahmen der Diagnostik fragt der Arzt auch, ob der Patient beruflich viel am Computer sitzt. Anschließend werden die Augen gründlich untersucht. Schwellungen oder starkes Tränen des betroffenen Auges fallen dem Arzt dabei sofort auf. Sofern dies notwendig ist, muss der Patient auch einen Sehtest machen, damit der Arzt feststellen kann, ob die Sehfähigkeit auf dem erkrankten Auge noch vollständig vorhanden ist.
Vermutet der Arzt eine Entzündung im Auge, so kann auch ein Abstrich entnommen werden. Dieser wird im Labor unter dem Mikroskop auf Krankheitserreger wie z.B. Bakterien untersucht.
Leidet ein Patient möglicherweise unter einer Allergie, so muss der Hautarzt herausfinden, gegen welchen Stoff der Körper mit Symptomen wie Augenbrennen reagiert. Dazu werden verschiedene mögliche Allergie auslösende Stoffe auf den Arm des Patienten getropft. Damit die Lösung in den Körper gelangen kann, ritzt der Arzt oder die Arzthelferin die Haut leicht ein. Besteht eine Allergie gegen eine oder mehrere dieser Lösungen, so rötet sich die betreffende Hautstelle leicht.
Wie das Augenbrennen behandelt wird, hängt von der Ursache ab. Haben Bakterien die Beschwerden verursacht, so verordnet der Augenarzt ein Antibiotikum. Dieses wird meist in Form von Augentropfen angewandt. Bei Viren helfen diese antibiotischen Augentropfen hingegen nicht. Hier kann der Arzt jedoch andere Augentropfen z.B. mit Kortison verschreiben.
Hat der Sehtest eine Sehschwäche auf einem oder beiden Augen ergeben, so muss der Patient eine Sehhilfe tragen. Meist kann er sich entscheiden, ob er Kontaktlinsen oder eine Brille verwenden möchte. In der Regel verschwindet dann das Augenbrennen wieder.
Menschen, die beruflich viel am Computer arbeiten, müssen regelmäßige Computerpausen einlegen, um die Augen nicht zu überanstrengen.
Leidet ein Patient unter Augenbrennen, weil beispielsweise während der Arbeit giftige Substanzen in das Auge gelangt sind, so müssen die Augen sofort ausgespült werden und ein Arzt verständigt werden.
Hat ein Patient trockene Augen und spürt deshalb das Brennen, so kann der Augenarzt in einigen Fällen auch eine spezielle Tränenflüssigkeit verordnen, die das Auge befeuchtet.
Hat der Allergietest den Verdacht auf eine Allergie bestätigt, so verschwindet das Augenbrennen erst, wenn der Patient den Allergie auslösenden Stoff meidet. Bei einigen Stoffen ist dies möglich (z.B. Tierhaare), bei anderen wiederum gestaltet sich das schwierig (z.B. Pollen). Um die akuten Beschwerden einer Allergie zu behandeln, gibt es Tabletten und entsprechende Augentropfen. Langfristig können einige Allergien mit der Hyposensibilisierungsbehandlung geheilt werden. Der Patient muss dazu etwa drei Jahre lang regelmäßig zu seinem Arzt und erhält dort in geringen Dosen seinen Allergie auslösenden Stoff unter die Haut gespritzt. Wird die Behandlung gut vertragen, so wird die Lösung langsam gesteigert, bis sich der Körper nach einigen Jahren daran gewöhnt hat und nicht mehr mit einer Allergie darauf reagiert.
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