29. Juni 2011
Ein Baby wird per Geburtszange auf die Welt geholt, wenn es z.B. plötzlich unter Sauerstoffmangel leidet und die Geburt daher schnell beendet werden muss. Eine Alternative zur Zangengeburt ist die Geburt per Saugglocke.
Unter einer Zangengeburt versteht man eine operative Methode, eine vaginale Entbindung möglichst zügig zu beenden. Dies kann notwendig sein, wenn die Kräfte der Mutter nach einer langen Entbindung nachlassen und/oder das Baby unter einem lebensgefährlichen Sauerstoffmangel zu leiden droht. Der Frauenarzt umfasst das noch ungeborene Köpfchen des Babys vorsichtig mit der Geburtszange und zieht es mit jeder Wehe ein Stück weiter aus dem Geburtskanal der werdenden Mutter, bis das Köpfchen schließlich geboren ist.
Statt der Zuhilfenahme einer Geburtszange entscheiden sich viele Frauenärzte auch für die Saugglocke, wenn das Baby schnell geboren werden muss. Die Risiken bei einer Saugglockenentbindung sind geringer im Vergleich zur Zangengeburt. Unabhängig davon haben heutzutage viele Frauenärzte nicht mehr die Erfahrung mit der Geburtszange und entscheiden sich daher eher für die Saugglocke. Bei der Saugglockengeburt setzt der Frauenarzt die Saugglocke per Unterdruck am Köpfchen des Babys an und zieht es dann – ähnlich wie mit der Geburtszange - bei jeder Wehe ein Stück nach unten.
Eine weitere Alternative zur Zangengeburt kann die Geburt per Kaiserschnitt sein. Wenn sich jedoch unter der Geburt herausstellt, dass das Baby mit einem Kaiserschnitt geboren werden muss, handelt es sich meist um einen Notkaiserschnitt, bei dem alles sehr schnell gehen muss. Hat die werdende Mutter nicht schon eine Periduralanästhesie zur Schmerzlinderung bekommen, so kann es passieren, dass die Zeit drängt und sie daher eine Vollnarkose für den Kaiserschnitt benötigt. Die Mutter wird dann erst wieder nach, wenn ihr Baby geboren wurde und die Wunde des Kaiserschnittes vernäht ist. Hatte die Frau bereits eine PDA, so kann sie die Kaiserschnittentbindung meist bei vollem Bewusstsein erleben und den ersten Schrei ihres Babys live mitbekommen.
Letztlich werden immer die Geburtshelfer entscheiden, unter Zuhilfenahme welcher Geräte und Entbindungstechniken das Baby zur Welt kommt. Die werdenden Eltern vertrauen den Hebammen und Frauenärzten, zumal viele Frauen irgendwann auch keine Kraft mehr haben und sich nur noch wünschen, dass ihr Baby endlich gesund geboren werden kann.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
25.03.12 | |
![]() | ZANGENGEBURT |
17.03.12 | |
![]() | ZANGENGEBURT |
10.02.12 | |
![]() | ZANGENGEBURT |
11.12.10 | |
![]() | ZANGENGEBURT |
30.06.10 | |
![]() | ZANGENGEBURT |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Zangengeburt Forum

